1496.
Brief
20.
Februar 2025
In Italien wurde in Vicenza bei einem Imkerei- und Abfüllunternehmen tonnenweise Honig beschlagnahmt, der nicht zu seinen Ursprüngen zurückverfolgt werden konnte. Die Ware stammt vor allem aus der Türkei und China. "Zudem wurden 3,5 t Zucker aus konventionellem Anbau konfisziert, die das Unternehmen in seiner angeblichen Bioimkerei illegal einsetzte. Außerdem wird dem Imker vorgeworfen, er habe den Zucker nicht nur zur Einwinterung sondern auch während der Trachtsaison als Sirup an die Bienen verfüttert. ... Die Polizeiaktion fand im Rahmen der Operation 'Miele 2023' statt, die Produkte mit italienischer Herkunftsangabe schützen und Fälschungen im Agrar- und Lebensmittelsektor bekämpfen soll." [9]
Wenn irgendwo Ramsch beschlagnahmt wird, stamm er in der Regel aus China, Malaysia, Tunesien oder der Türkei, so auch bei illegalen Einführen von Honigprodukten mit potenzsteigernder Wirkung. "So wurden allein im November im Hafen von Marseille 13 t beschlagnahmt. Die Produkte stammten hauptsächlich aus Malaysia, der Türkei, , Tunesien und Thailand. Der Zoll warnt, dass die Produkte aufgrund der zugesetzten Substanzen potentiell gesundheitsschädlich sind." [10]
Auch wenn Mittelwände, also künstliche Wabenteile, die die meisten Imkereien verwenden, untersucht werden, zeigt sich in der Regel eine starke Verunreinigung des Bienenwachs mit Paraffin. Eine Untersuchung der Universität Belgrad zeigte: "Der Paraffingehalt betrug zwischen 20 und 86 %. Einige Mittelwände wurden nicht gut von Bienenvölkern angenommen," weshalb ja auch die Imkereien des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung ohne Mittelwände arbeiten. [11]
Und überhaupt
sollte man sich mehr um die wesensgemäße Bienenhaltung kümmern,
als deren Vordenker Ferdinand Gerstung (1860-1925) und Rudolf Steiner (1861-1925)
gelten. Gerstung richtete sich gegen die ältere, von Johann Dzieron
(1811-1906) und August von Berlepsch (1815-1877) geprägte Imkerschule.
Er warf ihnen ein unnatürliches, mechanisches Verständnis der
Imkerei vor. Rähmchen seien zwar praktisch, sie verführten aber
dazu, das Bienenvolk ständig umzubauen und den Organismus zu zerstören.
Gerstung war ein Kämpfer. Mit zweitem Vornamen hatten ihn seine Eltern
nach dem heiligen Georg benannt, der leider durch Russland etwas in Verruf
geraten ist. Doch seit dem Mittelalter galt dieser als jemand, der es mutig
mit übermächtigen Feinden aufnahm - im Drachen versinnbildlicht.
Gerstungs Gegner
nannten seine reformerische Sichtweise eine "phantastische Spekulation".
Doch in Wirklichkeit fehlte seinen Gegnern die Einsicht in die "Lebensordnung"
des Bienenvolkes. Er hoffe, dass die "groß- und Altmeister aus der
Schule Dzierons" bald ausgestorben seien und "mit ihnen auch die bienenwidrige,
barbarische Behandlung des Biens und seines Brutnestes". Leider hat sich
daran bis heute nichts geändert, der meiste Honig stammt aus der "bienenwidrigen,
barbarischen Behandlung des Biens", die Bio-Imkerei eingeschlossen.
[12]
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