Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung
 

 
 

Kleine Honigkunde I-II


I

Sicher sind den meisten Menschen die kulinarischen Eigenschaften des Honigs bekannt - zumindest des gewöhnlichen „Schleuderhonigs". Aber gerade Wabenhonig oder Scheibenhonig eignet sich auch besonders zur Vorbeugung und Linderung von Erkältungskrankheiten. Früher wußte man, daß es sinnvoll ist, in der Verlobungszeit viel Honig zu essen damit später die Kinder kräftig und gut gestaltet zur Welt kommen.

Bienenhonig ist mindestens schon seit 12.000 Jahren bekannt. Insbesondere in Ägypten war die Honigkultur verbreitet. Hier diente er in erster Linie zu kultischen und medizinischen Zwecken. Aus Griechenland sind durch Hippokrates fast 300 verschiedene Honigheilmittel bekannt.

Honig enthält bis zu 30 verschiedene Zuckerarten wie Frucht- u. Traubenzucker (wird vom Körper leicht aufgenommen) und fast 200 nachgewiesene Begleitstoffe. Dazu zählen organische Säuren, Fermente, Vitamine, Aromastoffe und Mineralstoffe wie Phosphor, Eisen, Calcium, Kupfer, Mangan, Magnesium, Natrium, Kalium, sowie viele antibakterielle Wirkstoffe (Inhibine die antibiotische Wirkung haben).

Die Honigverordnung versteht unter Honig natursüßen Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren (Entzug von Wasser) und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.

Die Deutschen sind beim Honigverbrauch Weltmeister. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund 1,4 Kilogramm. Aber nur ein Viertel des deutschen Honigverbrauchs kann aus heimischer Produktion gedeckt werden. Echter Deutscher Honig wird nach DIB-Standard erzeugt. Der echte Deutsche Waben- oder Scheibenhonig und Lauf- oder Tropfhonig läßt sich besonders gut in der artgerechten oder wesensgemäßen Bienenhaltung erzeugen; diese Honige aus artgerechter Bienenhaltung zeichnen sich durch besondere Qualitätsanforderungen aus, die die Anforderungen der Honigverordnung, des deutschen Imkerbundes (DIB), der EU-Bio-Verordnung und der deutschen Bio-Verbände übersteigen.

Honig hält sich bei richtiger Aufbewahrung viele Monate und sogar Jahre. Man sollte jedoch darauf achten, dass er immer kühl, trocken und dunkel gelagert wird. Das Glas immer gut verschließen, da Honig schnell Feuchtigkeit und störende Fremdgerüche annimmt.

Die Kristallisation hat keinen Einfluss auf die Honigqualität, sie ist ein natürlicher Prozess. Bestimmte Sorten, wie Kleehonig, kristallisieren sofort nach der Honigernte. Andere, Tannenhonig, kristallisieren erst nach Jahren. Das liegt an dem unterschiedlichem Verhältnis von Trauben- u. Fruchtzucker. Ist der Traubenzuckeranteil höher, dann kristallisiert der Honig schneller u. fester aus. Honigglasaufschriften wie: „Auslese" oder „Auswahl", „wabenecht" , „Imkerhonig" sind lediglich Floskeln, die nichts zu bedeuten haben.
 
 

II

Aber Honig ist längst nicht Honig, wenn auch der Produktionsvorgang (der Biene) immer der gleiche ist. Denn das Endprodukt, welches durch Tropfen, Schleudern, Filtern oder Pressen aus den Waben gewonnen wird, unterscheidet sich durch zahlreiche Eigenschaften. So kann die Farbe von nahezu farblos bis dunkelbraun reichen. Die Beschaffenheit kann flüssig, dickflüssig oder teilweise durchgehend kristallin sein. Die Unterschiede in Geschmack und Aroma werden hauptsächlich von der jeweiligen botanischen Herkunft bestimmt. Je nach Ausgangsstoff unterscheidet man Blütenhonig und Honigtauhonig. Blütenhonig stammt vollständig oder überwiegend aus dem Blütennektar. Honigtauhonig hingegen stammt vom Honigtau zahlreicher Baumarten. Dies sind Insekten-Ausscheidungen. Die Insekten haben zuvor das Versorgungssystem von Pflanzen angestochen, die für sie brauchbaren Stoffe verwertet und den Rest als Honigtau wieder ausgeschieden. Die Bienen sammeln diese zuckerhaltigen Exkrete ein. Honigtauhonig ist stets dunkel, besonders mineralstoffreich und besitzt ein malzig-würziges Aroma und ist eher eine Besonderheit.

Aber auch die Art und Weise der Gewinnung hat Einfluß auf das Produkt der Bienen:

1.  Wabenhonig oder Scheibenhonig (Jungfernhonig) ist Honig, der sich noch in den verdeckelten, brutfreien Zellen der von Bienen selbst gebauten Waben befindet. Die Waben werden geschnitten u. portionsweise in den Handel gebracht. Wabenhonig ist ein Produkt, das keinerlei mechanische und thermische Behandlung (wie Schleudern, Rühren, "Schmelzen, Auftauen") erfahren hat und somit besonders hochwertig ist. Diese alte germanische Spezialität erfreut sich deshalb zunehmender Beliebtheit. Allerdings werden immer wieder Testreihen durchgeführt, in denen zum Teil 90 Prozent des Wabenhonigs beanstandet werden.  Meistens handelt es sich um Importhonig, der Mittelwände enthält und mit Antibiotika oder Bienenabwehrmitteln belastet ist. Aber auch einheimischer Wabenhonig ist betroffen, wenn er nicht gemäß den Kriterien des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung erzeugt und gewonnen wurde. Laut EU-Gesetzgebung sind sogar künstliche Mittelwände im Wabenhonig erlaubt.  - Wo gibt es denn jetzt noch diese unverfälschte Spezialität der alten Kelten und Germanen - heute würde man sagen Gourmet-Honige - zu kaufen? Nähere Informationen und Bezugsquellen zum echten Deutschen Gourmet-Wabenhonig / Scheibenhonig sind im Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung erhältlich. Nur Wabenhonig erzeugt nach den Richtlinien des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung kann in der Bienentherapie verwendet werden. [1][2][3][4][5]

2.  Honig mit Wabenteilen enthält ein bis mehrere Stücke von Wabenhonig.

3. Für besonders Gesundheitsbewußte empfiehlt sich eine sehr seltene Spezialität: Gourmet-Wabenhonig mit Bienenbrot (von den Bienen in neu gebaute Waben gelegter, und mit einer Honigschicht abgedeckter Pollen). Informationen und Bezugsquellen sind ebenfalls im Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung erhältlich. Wabenhonig mit Bienenbrot erzeugt nach den Richtlinien des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung wird ebenfalls in der Bienentherapie verwendet. [1][2][3][4][5]

4. Tropfhonig (Laufhonig): diese Spezialität gilt nach Gourmet-Wabenhonig als der beste Gourmet-Honig. Der Imker läßt den Honig aus den entdeckelten Waben fließen. Diese Methode wird heute nur noch von sehr wenigen Imkern angewandt; in Deutschland ist das Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung die einzige Institution, in der die Erzeugung dieser Spezialität neben Gourmet-Wabenhonig vorrangig praktiziert wird. Nur Gourmet-Tropfhonig erzeugt nach den Richtlinien des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung ist für die Bienentherapie geeignet. [1][2][4][5]

5. Der meist verkaufte Honig ist Schleuderhonig; er wird aus den entdeckelten Waben geschleudert (in Zentrifuge). Er ist der gebräuchlichste im Handel. Auch wenn Schleuderhonig oftmals als Gormet-Honig beworben wird, so hat er doch mit dem ursprünglichen Produkt der Kelten und Germanen nicht das geringste zu tun. Dieser Honig kann nicht in der natürlichen Bienentherapie verwendet werden.

6.  Beim Presshonig werden die Waben gepresst oder der Honig wird durch Erwärmung auf höchstens 45 Grad Celsius gewonnen. Auch dieser Honig ist für die natürliche Bienentherapie ungeeignet.

7.  Neuerdings wird Honig auch durch die sogenannte Ultrafiltration gefiltert - und damit in gewisser Weise auch verfälscht; denn dieser Honig wird erhitzt und durch keramische Filter gepresst. Er muß dann als Filterhonig gekennzeichnet sein und enthält kaum noch honigtypische Bestandteile wie Pollen. (In der Regel nur bei Importhonigen aus Ländern in denen eine Kontaminierung des Honigs mit gentechnisch veränderten Pollen zu befürchten ist)

8.  Kunsthonig: Ist ein dem Bienenhonig ähnliches, aber künstlich Hergestelltes, Ersatzprodukt. Er besteht aus Invertzucker, der durch die Spaltung von Rohrzucker künstlich erzeugt wird, aus Restzucker (Saccharose max. 20%), Stärkezucker od. Stärkesirup, Honigaroma, Karamell (=gebrannter Zucker, der zur Farbgebung dient). Das Mischen von Kunsthonig mit echten Bienenhonig ist erlaubt, der Verschnitt muß aber als Kunsthonig gekennzeichnet sein! (Sehr billig und in der Regel nur im Supermarkt erhältlich).

9. Künstlicher Wabenhonig aus der Rähmchenimkerei, der im Supermarkt oder im Handel erhältlich ist und meist in Kunstoffkassetten verpackt ist,  eignet sich wie Kunsthonig oder Filterhonig ebenfalls überhaupt nicht für die natürliche Bienentherapie. [2]

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[1] Bezugsquellen für unbelasteten, echten deutschen Gourmet-Wabenhonig, Wabenhonig mit Bienenbrot, Natur Honig (Tropfhonig aus Naturbauwaben) siehe: Produktliste
[2] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2017: Qualität der Bienenprodukte. Presse-Mitteilung
[3] Zentrum soziale Medizin und natürliche Bienentherapie 2013: Natürliche Bienentherapie und A-Klasse-Wabenhonig statt Medical Wellness und Functional Food. Pressemitteilung
[4] Zentrum für soziale Medizin und natürliche Bienentherapie 2017: Mit der Michael Thiele Bienentherapie beginnen. Pressemitteilung
[5] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2017: Fernkurs Nr. 48 wesensgemäße Bienenhaltung in Top bar hives. Pressemitteilung
 

Weitere Literatur und Hinweise zum Thema:
Neues aus Wissenschaft, natuerlicher Bienenhaltung und Apitherapie:
Apikultur und Supplement Apicultural Review Letters,Archiv
Naturwissenschaft und Science Review Letters

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