Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung
 

Alte Traditionen in Imkerei, Weinbau und Landwirtschaft, Artensterben kostet drei Billionen Euro im Jahr

(Old Traditions in Apiculture and Viniculture, organic and better than organic)

Die deutsche Biobranche setzte in ihrem abermaligen Rekordjahr 2017 zehn Milliarden Euro um. Der globale Markt für Bio-Produkte wurde für das Jahr 2008 mit über 50 Milliarden US-Dollar beziffert - und darin sind die Produkte, die noch besser und ökologischer als Bio-Produkte sind oder generell nachhaltige Produkte (Berücksichtigung der Umwelt, Umgang mit Ressourcen, faire Arbeitsbedingungen, soziales Engagement), gar nicht enthalten. Damit wird der Bio-Anbau zum immer wichtiger werdenden Gegenpol zur Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen - die übrigens wegen der negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier, weltweit auf immer mehr Ablehnung stoßen. Bio-Produkte sind in der Regel eine gute Wahl. ESL-Milch. Der Slogan: "Ohne Gentechnik weil Bio" gilt aber nicht für den Supermarkt. Bio-Honige und andere Bio-Bienenerzeugnisse halten nicht, was sie versprechen. Es wird eine natürliche Bienenhaltung, teilweise sogar artgerechte oder wesensgemaesse Bienenhaltung vorgegaukelt, es wird mit Bildern von Strohkörben geworben, obwohl es fast keinen Unterschied zwischen Bio- und nicht Bio-Bienenhaltung gibt. Die Bienen werden weder bei den Bio-Imkern noch bei ihren konventionellen Kollegen artgerecht oder wesensgemäß gehalten.  Durch die übliche Rähmchen- und Magazinimkerei und die auch bei Bio- und Demeter-Imkern erlaubte Zuckerfütterung kann ein Bioimker inzwischen genau so viel Honig ernten wie etwa ein Imker des Deutschen Imkerbundes (DIB). Plastik im Honig durch Zuckerfütterung? Viele Autoren, die über ökologische Bienenhaltung, bio-zertifizierte Imkerei schreiben, besitzen mehr Phantasie und Erfindungsgabe als wirklichen Sachverstand. Die Hauptziele der Bio-Imkerei bleiben die Rationalisierung und Ertragsmaximierung auf Kosten der Bienengesundheit. Frau Bentzien beschreibt die Bio-Imkerei sehr phantasiereich in den rosigsten Farben; die Wirklichkeit sieht aber so aus: wer das deutsche Biosiegel auf seine Honiggläser klebt, darf Zucker füttern, den Honig erhitzen, die Königin künstlich besamen - es sollte allerdings "eine verletzungsarme Besamung der Königin" gewährleistet sein - , künstliche Königinnenzucht betreiben ("Umlarven"), künstlich erzeugte Wabenteile einbauen (was die Kommunikation innerhalb des Bienenvolkes empfindlich stört), diese mit Drähten umwickeln, sogar die Pressing-Methode sowie die Magazin- und Drehrahmenbeute wird nicht ausdrücklich verboten; Manche Bio-Imker beschneiden sogar die Flügel der Königin - eine Technik, die von vielen Fachberatern, Imkermeistern und Wissenschaftlern gutgeheißen wird. Einfach imkern in der Bienenkiste oder im Top bar hive? Ein ausgiebiges Wandern mit den Bienenvölkern ist leider auch bei Bio-Imkern sehr verbreitet, weshalb Bio-Bienenprodukte mitunter stark mit Pestiziden und Antibiotika belastet sein können. Bedenkliche Zusatzstoffe in Pestiziden wie Glyphosat; Manche Pestizide wie die Neonicotinoide sind bis zu 7000 mal giftiger als DDT und lassen sich in Guttationstropfen wiederfinden. Bieneninstitute wie die LWG Bayern in Veitshöchheim sehen das erwartungsgemäß anders. Nicht nur das Bienensterben ist dadurch vorprogrammiert, sondern der Boden ganzer Landstriche ist auf lange Zeit kontaminiert. Das heißt Landbesitzer, die ihre Ackerflächen an die entsprechenden Landwirte verpachtet haben, erhalten ihr Land später als Giftmülldeponie zurück. Schadensersatzforderungen können Landwirte und Pestizidhersteller wie Syngenta treffen. Gegen die Industrialisierung in Weinbau und Imkerei. In Supermäkten für wenig Geld abgegebenen Massenware: Für ihre Herstellung nutzt man heute das gesamte Repertoire lebensmitteltechnischer Kunstgriffe. Bei Bienenprodukten zum Beispiel: Reifungsautomaten, doppelwandig beheizte Rührwerke zur Aufbereitung und Homogenisierung des Honigs, Ultrafiltration, Honigpulver, künstlicher Wabenhonig, gepanschtes Bienenwachs; "getürkter" Manuka-Honig; Medihoney. Apitherapie-Zertifizierung; Glyphosat-Soja und Weizen. Bienensterben durch falsche Politik und intensive Landwirtschaft. Zunehmend werden Pestizid-Anwender wie Landwirte und Angestellte in den Gemeinden verklagt, die mit ihren Kehrmaschinen auch Pestizide ausbringen und Hummeln, Wildbienen und Bienenvölker zum absterben bringen

Abstract: The global market for organic products for the year 2008 was estimated at 50 Billion US-Dollar - products, even better and more ecological than organic products, not included. From that it is clear that organic agriculture is becoming more and more important as a counterpole to genetically modified plants and animals - by the way, the latter is going to be rejected worldwide because of severe negative side effects on environment and the health of animals and human beings. In most cases organic produce are a good choice. But the slogan: "without genetic engineering because it's organic" does not apply to supermarkets. Organic Honey and other organic beeproduce do not live up to expectations at all. In most cases natural beekeeping is pretended, in parts even ecological, sustainable or bee-friendly beekeping. Warré hive beekeeping. Almost no difference between organic and non-organic beekeeping method. The bee colonies are neither being kept ecological in organic apiaries nor in non-organic apiaries. The "traditional" frame hive beekeeping and sugar feeding allows organic beekeepers to harvest as much honey as beekeepers from other beekeeping associations. Many authors who write about organic beekeeping or certified organic apiaries, have more phantasy and the ability of pure invention than real specialist knowledge. The aims and principles of an organic apiary still remain rationalisation and higher yields at the expense of the beecolony's health. Mrs. Bentzien describes the organic apiary highly imaginative in the most rosy colours; this apply also to organisations such as "natural beekeeping trust"; but the reality of organic beekeeping is different: those beekeepers who are allowed to use an organic label are allowed to feed sugar, to carry out artificial insemination of the queen - well, of course an "insemination of the queen without much injuring" should be guaranteed - , to use non natural queen breeding methods ("grafting"), to add artificially created parts of the comb (which disturbs communication among the colony), to fix these artificially created parts of the comb with wire, the use of magazines and supers (for instance frame hive beekeeping, rotating frame hive and warre beekeeping), the use of smoke (which by the way can be called an act of cruelty to bees), even the Pressing-Method is not prohibited; Some organic beekeepers even clip the wings of the queen to prevent swarming - a technique which is supported by many beekeeping associations and scientists. Travelling with bee colonies is also allowed in organic beekeeping; that's the reason why also organic beeproduce may be contaminated with heavy loads of pesticides and antibiotics. Translocation of Neonikotinoid Insecticides from coated Seeds to Seeding Guttation Drops: A Novel Way of Intoxication for Bees. Against industrialisation of apiculture and viniculture. Mass-produced articles sold in supermarkets: Food processing industry uses the full repertoire of food technology; regarding bee produce for instance: ripening machine, heated honey homogenisators, ultrafiltration, honeypowder, artificial comb honey, spoiled beeswax; Medihoney

Wir berichten in den  Api Review Letters immer wieder über die zunehmende Bedeutung der Bio-Produkte. Die deutsche Biobranche setzte in ihrem abermaligen Rekordjahr 2017 zehn Milliarden Euro um. Der globale Markt für Bio-Produkte wurde für das Jahr 2008 mit über 50 Milliarden US-Dollar beziffert - und darin sind die Produkte, die noch besser und ökologischer als Bio-Produkte sind, oder generell nachhaltige Produkte (Berücksichtigung der Umwelt, Umgang mit Ressourcen, faire Arbeitsbedingungen, soziales Engagement) gar nicht enthalten. Damit wird der Bio-Anbau zum immer wichtiger werdenden Gegenpol zur Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen - die übrigens weltweit auf immer mehr Ablehnung stoßen. Die Verbraucher achten auf Nachhaltigkeit. Firmen, die nachweislich die Umwelt schädigen oder die sozial bedenklich sind werden boykottiert. 2008 wurden inzwischen mehr als 35 Millionen Hektar der landwirtschaftlichen Nutzfläche global ökologisch bewirtschaftet. Die größten Märkte für Bioprodukte sind Deutschland, die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Schweden. Aus dem einstigen Nischenangebot für Gesundheitsbewusste oder Alternative ist eine Wachstumsbranche geworden. Das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für die Kosmetikwirtschaft und die Gastronomie. Bezüglich Obst, Salat, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte sind Bioprodukte in der Regel wirklich besser und weniger mit Pestiziden belastet als konventionelle Produkte; außerdem werden sie meistens im Einklang mit der Natur hergestellt, sind ohne Gentechnik und die Tiere artgerecht gehalten. Dennoch ist der Anteil der Bio-Landwirtschaft in Deutschland nach wie vor gering. Auch 2017 werden nur 4 Prozent des Ackerlandes ökologisch bewirtschaftet. Auf den restlichen Äckern findet weiterhin die Massenvernichtung der Insekten - inklusive Blütenbestäuber -statt. Der durchschnittliche deutsche Landmann scheint ein "Wesen von bemerkenswerter Dickschädeligkeit und wetterfester Beratungsresistenz" zu sein. Und das, obwohl ein Biobauer fast doppelt so viel verdient wie sein konventionell wirtschaftender Kollege und für 100 kg Kartoffeln 44 statt 13 Euro bekommt und er nicht über Milchdumpingpreise klagen muss, die keine Herstellungskosten mehr decken. Den höchsten Öko-Anteil (über 20 Prozent) an der landwirtschaftlichen Fläche haben einige Landkreise in Bayern und in der Nähe von Berlin.
[1][28][32]

Der indische Bundesstaat Sikkim setzt zu 100 Prozent auf Bio-Landbau. Zum Schutz der 65 000 Bio-Farmer verbietet das Land seit 1. April 2018 zudem weitgehend den Import von konventionellem Gemüse – und geht dabei sehr streng vor: Geschmuggeltes konventionelles Gemüse wird konfisziert und vergraben. Auf die Frage, ob es angesichts des Welthungers verantwortbar sei, Lebensmittel zu vernichten, erklärt der zuständige Beamte: „Wir vernichten keine Lebensmittel, sondern wir entsorgen mit Kunstdünger und Pestiziden vergiftetes Gemüse. Das können wir nicht auf unseren Bio-Betrieben kompostieren.“ Sikkim hat damit auch einen Gesetzesrahmen geschaffen, der Bio-Produkte im ungleichen Wettbewerb mit konventioneller Ware schützt. Denn diese verursacht beim Anbau Kosten, die sich nicht im Preis niederschlagen. Zum Beispiel muss mit Nitrat und Pestiziden belastetes Wasser aufwendig gereinigt werden. Motivation für das Gesetz in Sikkim ist aber auch das Versprechen von Ministerpräsident Sri Pawan Chamling, dass die Bevölkerung nur gesunde Lebensmittel zur Verfügung haben soll. [68]

Es gibt natürlich auch verarbeitete Bioprodukte, die nicht unbedingt als gesund, teilweise sogar als schädlich eingestuft werden können (zum Beispiel weißer Biozucker, Bio-Fertiggerichte und Schokolade mit Milchpulver, zuckerhaltige Bio-Süssigkeiten aus dem Supermarkt mit Sojalecithin aus genmanipulierten Sojabohnen, Bio-Tofu, Bio-functional food, Bio-Sprudel aus dem Supermarkt mit künstlich zugesetzem Vtamin C (Gentech- Ascorbinsäure), Bio-Joghurt mit Milchpulver, probiotischer Bio-Joghurt). Inzwischen vertreiben Bio-Supermärkte sogar Müsli mit Magermilchjoghurtpulver, Vollmilchpulver, Heidelbeerpulver usw. obwohl bekannt ist, daß von pulverisierten Lebensmitteln Gefahren ausgehen können. Aber man kann sich immerhin sagen: wenn ich meine Gesundheit ruinieren möchte, dann wenigstens nicht auf Kosten der Umwelt - zumindest solange keine Gentechnik-Zutaten verwendet wurden! Der Slogan: "Ohne Gentechnik weil Bio" gilt also nicht für den Supermarkt. Für Bio-Kosmetik, Bio-Farben und sogar Bio-Saatgut gilt er übrigens auch nicht. In Bio-Farben können zusätzlich sogar Nanopartikel (Titandioxid) enthalten sein. [7][8][15][21][33]

Bio-Milch (außer Demeter-Milch) kann sogar schädlich sein und Allergien auslösen, wenn es sich um die sogenannte ESL-Milch oder homogenisierte Milch handelt. ESL heißt "extended shelf life" und bedeutet, daß diese pseudo-Frischmilch 24 Tage haltbar ist. Die Struktur und damit fast alle wertvollen Inhaltsstoffe der Milch werden komplett zerstört. Nur Institutionen, die auch die Gentechnik gutheißen, attestieren dieser Milch einen hohen Vitamingehalt. Tatsache ist aber, daß bei diesem Verfahren die entrahmte Milch durch Mikrofilter (ähnlich wie bei der Ultrafiltration des Honigs) gepresst wird, wobei die wichtigsten Inhaltsstoffe verloren gehen. Der Rahm wird auf 105 bis 125 C° erhitzt und der Milch wieder zugefügt. Es folgt eine normale Pasteurisierung. Die Milch wird nicht mehr sauer, wie richtige Frischmilch, sondern bitter. Eine weitere Ursache für Allergien sind zerfetzte Fettkügelchen durch Homogenisation. Konventionelle Milch ist grundsätzlich homogenisiert, Bio-Milch in der Regel auch. Nur Demeter hat das Homogenisieren verboten. Der Großteil der Frischmilch, ESL-Milch und H-Milch laufen auch in Bio-Molkereien über den Homogenisator. [31]

Ähnlich verhält es sich mit Fruchtsäften, Bio-Bier und Bio-Weinen. Nur der Verzicht auf chemisch-sythetische Pflanzenschutz- und Düngemittel reicht nicht aus. Denn zur Klärung von Fruchtsäften, Bier und Wein kommen oft zweifelhafte Hilfsmittel zum Einsatz, zum Beispiel Nebenprodukte aus der Fischerei-Industrie. "Aus getrockneten Schwimmblasen von Fischen wird seit über hundert Jahren Gelatine gewonnen, die bis heute von einigen Brauereien eingesetzt wird, um trübende Partikel im Bier zu binden. Früher wurden bei diesem Verfahren getrocknete Schwimmblasen der Hausen verwendet, einer Störart, heute kommen die Schwimmblasen anderer Fischarten zum Einsatz." Heute wird vielfach auch Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP) verwendet, ein pulverförmiges Klärungsmittel. "Die ganz kleinen Kunststoffpartikel binden die Schwebstoffe".  Schönungsmittel wie Hausenblase, Kasein und Albumin (die Eiweiße aus Fisch, Milch und Hühnerei), PVPP werden viel zu oft und zu intensiv eingesetzt, dabei ist die Zeit der beste Filter. Auch von der Zugabe von Enzymen, um den Saftablauf beim Keltern, die Vorklärung des Mostes und dessen Filterfähigkeit zu verbessern, halten tradiotionsbewußte Winzer nichts. Das gilt auch für den Einsatz von Holzchips als Alternative zum Reifen des Weins im Eichenfass (Barrique). Seit dem Sommer 2002 dürfen in Deutschland Mostkonzentrationsgeräte zum "Tunen" des Weins eingesetzt werden. Mobile "Entregnungsanlagen" fahren von Weingut zu Weingut, um den Most zu konzentrieren. Der Kunde bleibt ahnungslos. Neuerdings gibt es sogenannte Schleuderkegelkolonne (Spinning Cone Columne). Mit dieser Technik lassen sich x-beliebige Aromamischungen herstellen. Zwar kommt man mit den gemixten "Micky-Maus-Weinen den Geschmacksvorstellungen der Horden unkritischer Weintrinker entgegen. Doch haben diese Designerweine nichts mehr mit dem spannenden Zusammenspiel von Handwerk und dem (von den Launen der Natur wesentlich beeinflussten) Geschehen im Weinberg zu tun." Es findet aber glücklicherweise auch eine Rückbesinnung auf alte Traditionen statt; man "widerspricht gesetzlichen Qualitätskriterien" und sagt sich von der Industrialisierung des Weinbaus los. Diese Winzer setzen auf die natürlichen Reifeprozesse des Weins und arbeiten mit natürlich im Weinberg vorkommenden Hefen, ähnlich wie die Imker des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung bei der Bereitung des Met-Federweißers mit den Stockeigenen Hefen arbeiten. Diese Weine und Bienenprodukte kauft man am besten direkt beim entsprechend zertifizierten Winzer oder Imker. Ganz anders verhält es sich mit der in Supermäkten für wenig Geld abgegebenen Massenware. Für ihre Herstellung nutzt man heute das gesamte Repertoire lebensmitteltechnischer Kunstgriffe. Bei Bienenprodukten zum Beispiel: Reifungsautomaten, doppelwandig beheizte Rührwerke zur Aufbereitung und Homogenisierung des Honigs, Ultrafiltration, Honigpulver, künstlicher Wabenhonig. "Doch auch die hochpreisigen Weingüter des Bordelais nutzen gerne die Segnungen der (Most-) Konzentriertechniken. Schon seit rund 20 Jahren stehen im Vakuum oder mit der Umkehrosmose verdichteten Grands Crus auf den Spitzenplätzen der Rangskalen wichtiger Weintester." [6][11][60]

Es geht um reine Weine und Bienenprodukte, wie sie schon lange vom Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung gefordert werden. Anders als bei den meisten anderen koscheren Tropfen, wird der Wein nicht pasteurisiert, um ihn "rein" zu machen. Ein derartiger Winzer macht den Wein im Prinzip wie vor zweitausend Jahren - ohne Zusätze, ohne Filtration, ohne Schönung ohne alles. Die Trauben werden ausschließlich mit der Hand gelesen. Der optimale Zeitpunkt variiert je nach Rebsorte und Rebanlage. Anders als bei der "wesensgemäßen" Bienenhaltung zum Beispiel im Sinne von mellifera e.V. (Vereinigung wesensgemäße Bienenhaltung, beegood, De Immen e.V. usw.), verwenden die ImkerInnen des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung keine künstlichen Wabenteile oder verdrahtete Rähmchen, keinen Rauch oder functional food für die Bienen. Der Wabenhonig wird wie vor zweitausend Jahren gewonnen; der Tropfhonig aus Naturbauwaben ohne Mittelwände. [18]

Bio- oder Demeterhonige und andere Bio-Bienenerzeugnisse halten also überhaupt nicht, was sie versprechen. Es wird eine natürliche Bienenhaltung, teilweise sogar artgerechte oder wesensgemaesse Bienenhaltung vorgegaukelt, es wird mit Bildern von Strohkörben geworben, obwohl es fast keinen Unterschied zwischen Bio- und nicht Bio-Bienenhaltung gibt. Die Bienen werden weder bei den Bio-Imkern noch bei ihren konventionellen Kollegen artgerecht oder wesensgemäß gehalten.  Durch die auch bei Demeter - Imkern übliche Rähmchen- und Magazinimkerei kann ein Bioimker inzwischen genau so viel Honig ernten wie etwa ein Imker des Deutschen Imkerbundes (DIB). Höhere Preise für Biohonig sind also nicht gerechtfertigt, da diese Art der "biologischen, ökologischen oder natürlichen" Bienenhaltung das weltweite Bienensterben fördert.  In den Api Review Letters wird immer wieder über sogenannte „Bio-Imker" berichtet und ihre Betriebsweisen, die bei näherem Hinschauen in den wichtigsten Punkten eigentlich nicht viel mit der wesensgemäßen Bienenhaltung zu tun haben. Hier einige Beispiele: "Bienenforum", "Bienenwerkstatt", "Vereinigung wesensgemäße Bienenhaltung / mellifera e.V.", "De Immen e.V - Verein für wesensgemäße Bienenhaltung". Derartige Vereine reden gerne von wesensgemäßer Bienenhaltung und davon, daß Sie frei von Dogmen und Vorurteilen bleiben möchten. In Wirklichkeit halten sie aber am Dogma der industriellen Bienenzucht fest. [15][50]

Es ist die Art und Weise der Bienenhaltung; die Förderung einer harmonischen bzw. natürlichen Entwicklung des Bienenvolkes im Jahreslauf. Darauf wird in der wesensgemäßen Bienenhaltung ein besonderes Augenmerk gerichtet. Leider wird in vielen Imkereien (auch Bio-Imkereien) dieser Punkt vernachlässigt. In den USA sind Imkerei-Betriebe mit 50.000 Völkern keine Seltenheit. Die Bienenvölker werden in Einheiten von 500 Völkern auf LKWs verladen und mit offenen Fluglöchern tagelang zum Teil mehr als 4.000 km weit transportiert. Die Haltungsbedingungen in Europa und speziell Deutschland sind ähnlich; die Rähmchen- und Magazinimkerei, die das Gegenteil einer artgerechten Bienenhaltung darstellt, ist weit verbreitet - auch unter Bio-Imkern(!); ebenfalls wird ausgiebig mit den Bienen gewandert; 30.000 km pro Jahr sind für eine derartige Imkerei keine Seltenheit - weshalb CCD auch in Deutschland auftreten kann.

Aber nicht nur ein ausgiebiges Wandern mit den Bienenvölkern wirkt sich ungünstig auf die Erzeugung von Biohonig aus. Viele Autoren, die über einfach imkern, ökologische und sogar wesensgemäße Bienenhaltung, bio-zertifiziertn Honig schreiben und Kurse anbieten, besitzen oft viel Phantasie und Erfindungsgabe, können aber die Besonderheiten ihrer Betriebsweisen nicht richtig benennen. So schreibt Claudia Bentzien zum Beispiel: Vergessen dürfe man allerdings auch nicht, dass bei der Bio-Imkerei "vor allem die wesensgemäße Bienenhaltung der Bienen durch den Imker und ihre Stärkung die wichtigsten Ziele sind" [2] - schön wär's wenn das die wichtigsten Ziele der Bio-Imkerei wären! Die Hauptziele der Bio-Imkerei bleiben eben doch die Rationalisierung und Ertragsmaximierung auf Kosten der Bienengesundheit. Frau Bentzien beschreibt die Bio-Imkerei sehr phantasiereich in den rosigsten Farben; die Wirklichkeit sieht aber so aus: wer das deutsche oder europäische Biosiegel auf seine Honiggläser klebt, darf Zucker füttern, den Honig erhitzen, die Königin künstlich besamen - es sollte allerdings "eine verletzungsarme Besamung der Königin" gewährleistet sein - , künstliche Königinnenzucht betreiben ("Umlarven"), Mittelwände aus China oder billigem autoklaviertem Bio- oder Umstellungs-Bienenwachs (künstlich gereinigt) verwenden, künstlich erzeugte Wabenteile einbauen (was die Kommunikation innerhalb des Bienenvolkes empfindlich stört), diese mit Drähten umwickeln, sogar die Pressing-Methode sowie die Magazin- und Drehrahmenbeute werden nicht ausdrücklich verboten; der Slogan: "Heimischer Honig, natürlich, ökologisch" sagt also überhaupt nichts aus. Vielfach werden sogar Styropor-Bienenkästen verwendet, sogar die Flügel der Bienenkönigin werden beschnitten - eine Technik, die von vielen Fachberatern, Imkermeistern und Wissenschaftlern gutgeheißen wird  [3][4][5][7][30]

Leider unterscheiden sich Demeter-Imker von anderen Bio-Imkern hauptsächlich dadurch, daß sie noch mehr über artgerechte und wesensgemäße Bienenhaltung reden, tatsächlich aber der Honigertrag im Vordergrund steht. Man rudert daher zurück und spricht lieber von "ertragreichen Ernten" und "möglichst artgerechte Haltung der Bienen." [52]

Neuerdings werden nicht nur die Mittelwände, sondern das gesamte Wabenwerk (Honigwaben und Brutwaben) künstlich vom Menschen aus Plastik (z.B. "Flow Hive") oder gepanschtem Bienenwachs hergestellt und den Bienen statt ihrer natürlich gebauten Waben ins Bienenvolk gehängt. [56][59]

Auch in der Bienenkiste kommen mit Kunstwachs und Paraffin verunreinigte Mittelwände zum Einsatz: "Anders als im Brutbereich geben Sie den Bienen im Erntebereich aber nicht nur eine Bauvorgabe mit einem Wachsleitstreifen, sondern komplette Mittelwände. Dies erhöht den Honigertrag... Wenn Sie ein Kilogramm Mittelwände kaufen, kann es sein, dass Sie nur 13 statt 14 Platten erhalten." [53][54]

Die Bienenkiste hat mit wesensgemäßer Bienenhaltung oder "einfach imkern" nicht viel zu tun. Sie ist durchaus eine Verbesserung gegenüber der Rähmchenbetriebsweise; schwere Lasten heben und eine komplizierte Technik beherrschen muß der Imker auch hier. Um beispielsweise genauer in diese Kiste hineinzuschauen, muß sie samt Volk und Honigvorräten erst hochgewuchtet und auf den Kopf gestellt werden. Die Anwendung von Rauch - wie sie in der Rähmchen- Warré- und Bienenkistenimkerei erforderlich ist - kann grundsätzlich als Tierquälerei bezeichnet werden, da den Bienen jedesmal ein Buschbrand vorgegaukelt wird: die Bienen bereiten alles vor, um in der Not den Kasten als Schwarm verlassen zu können. Eine derartige Betriebsweise ist gerade für Anfänger oder Hobbyimker ungereeignet. Zudem muß eine Imkerei, die auf die Anwendung von Rauch angewiesen ist, für die Gewinnung von Apitherapie-Produkten ausgeschlossen werden, da die Bienen-Produkte (Propolis, Bienenwachs, Honig, Wabenhonig / Scheibenhonig) Geschmack und Schadstoffe annehmen. Ähnliches gilt für die sogenannte Warré-Beute: auch hier wird mit künstlichen Wabenteilen, Magazinen, Rauch, Drehung des Brutnestes ähnlich wie bei der Drehrahmenbeute gearbeitet. Zudem können Bienenkrankheiten bei der Stabilbau-Betriebsweise nicht rechtzeitig erkannt werden. [20][22][26]
 

Antibiotika und Insektizide im kommerziellen Obst- und Weinbau

Ein ausgiebiges Wandern mit den Bienenvölkern ist leider auch bei Bio-Imkern sehr verbreitet, weshalb Bio-Bienenprodukte wie Honig, Perga  und Propolis mitunter stark mit Pestiziden und Antibiotika belastet sein können. Allein in Baden-Württemberg wurden mehr als 11.000 ha Erwerbsobstbau-Anlagen mit Streptomyzin behandelt. Da die Hauptinfektionszeit in der Blüte liegt, wurden leider auch entsprechend große Honigmengen durch Streptomycin verunreinigt. In Baden-Württemberg enthielten mehr als 8.000 kg Honig Streptomycin-Verunreinigungen von mehr als 0,02 mg/kg. Dieser gesetzliche deutsche Rückstandshöchstwert galt noch bis September 2008. In der Saison 2009 gilt der neue europäische Höchstwert von 0,01 mg/kg. Flächendeckender Befall ist bisher nur in Baden-Württemberg, Bayern und der Schweiz zu verzeichnen. In der Schweiz mußten 7,5 Tonnen Honig vernichtet werden; rund 1000 Bienenstände waren betroffen. Streptomyzin darf von den Betrieben nur mit strengen Auflagen und nach Warnaufrufen verwendet werden; diese Warnaufrufe können jedoch nur kurzfristig ergehen, da sie witterungsabhängig sind. Bio-Imker achten zwar darauf, daß ihre Bienenkästen auf Flächen des Ökologischen Landbaus stehen, nicht aber darauf, daß die Bienen auch konventionelle Felder in der Nähe anfliegen; gerade bei Wanderimkern wird dies wenig berücksichtigt. [9][10][40]

Ähnliches gilt für den Einsatz von Insektiziden in Obst- und Weinbau Monokulturen: Aus Furcht vor Ernteausfällen haben Weinbauern im Südwesten Deutschlands drastische Maßnahmen gegen Maikäfer erwirkt. Von einem Hubschrauber aus werden am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg zwei Tage lang über 300 Hektar meist landwirtschaftliche Flächen Insektizide versprüht, wie das Regierungspräsidium mitteilte. Es werden nicht nur Insektizide verwendet, die den Bienen das Leben schwer machen, sondern auch den Menschen schädigen. Chlorpyrifos zum Beispiel ist seit 1965 auf dem Markt. Es wird auch in Deutschland verwendet, hauptsächlich im intensiven Obst- und Weinbau. Für eine kürzlich in PNAS erschienene Studie hatten die Autoren um die Umweltmedizinerin Virginia Rauh von der Columbia University in New York vierzig Kinder, die im Mutterleib während der Schwangerschaft unterschiedlichen Dosen von Chlorpyrifos ausgesetzt waren, über mehrere Jahre hinweg untersucht. Ergebnis: Das Pflanzenschutzmittel schädigt selbst in geringer Konzentration das Gehirn, betroffen sind sowohl Sprach- wie Denkvermögen als auch das Gefühlszentrum. Es besteht ein höheres Risiko später ein Aufmerksamkeitsdefizit zu entwickeln und an Alzheimer zu erkranken. [44][45][46][47]
 

Antibiotika im Bienenfutter

Im Amercan Beejounal wird für einen mit Terramycin (Antibiotikum) angereicherten Futterteig mit dem Namen "Honey-Maker" geworben. Er wird "vorsorgend" an die Bienen verfüttert. In Europa verboten, aber in außereuropäischen Ländern üblich, ist die Behandlung der Bienenstöcke mit Antibiotika. Forscher der Universität Maryland/ USA haben nun herausgefunden, daß die Gabe des Antibiotikums das Überleben der Bienen deutlich senkt, sobald diese mit Mitteln gegen die Varroamilbe oder andere Schädlinge in Kontakt kommen oder über das Futter aufnehmen. Die giftige Wirkung der Insektizide und Akarizide wie Coumaphos, Fluvalinat und Neonicotinoide wie Imidachloprid und Thiacloprid war drastisch erhöht. Kein Wunder, daß die Bienen das nicht überleben! Das Immunsystem der Bienen kollabiert. [41][42]
 

Zunehmend werden Pestizid-Anwender wie Landwirte und Angestellte in den Gemeinden verklagt, die mit ihren Kehrmaschinen auch Pestizide ausbringen und Hummeln, Wildbienen und Bienenvölker zum absterben bringen

Nachdem Pestizid-Hersteller wie Monsanto-Bayer verklagt wurden, werden zunehmend auch Pestizid-Anwender wie Landwirte und Angestellte in den Gemeinden verklagt, die mit ihren Kehrmaschinen auch Pestizide ausbringen. Ein Landwirt soll für vier Monate ins Gefängnis, "weil er im Mai 2017 ein Pestizid mit dem bienengefährlichen Wirstoff Chlorphyrofos ausgebracht hatte. Dabei soll er diverse Empfehlungen zum Umgang mit dem Sritzmittel missachtet haben. In der Folge starben mehrere Bienenvölker zweier Imker, denen der Angeklagte insgesamt 20300 Euro Schadensersatz zahlen soll. Der Wirkstoff war in Blattproben von seinen Plantagen und in Bienenproben in tödlichen Konzentrationen nachgewiesen worden." Die Richterin war davon überzeugt, dass der Angeklagte sich sehr wohl der Gefahr für Tier- und Planzenwelt bewusst gewesen sei und vorsätzlich gehandelt habe. "Das Urteil soll laut Aussage der Richterin eine generalpräventive Wirkung haben." Der Landwirt wurde aus allen Gremien, Bildungs- und Beratungsangeboten ausgeschlossen. [70]
 

Neuartige Insektizide wie die Neonikotinoide bis zu 7000 mal giftiger als DDT; Darmprobleme durch Glyphosat; bedenkliche Zusatzstoffe in Pestiziden; Bienensterben und Äcker als Giftmülldeponien

Neonikotinoid-Insektizide beeinträchtigen entscheidende soziale Verhaltensweisen von Hummeln und könnten so auch zur Dezimierung anderer Bestäuberinsekten wie Bienen beitragen. Das hat ein amerikanisches Team mit Hilfe kleiner Roboterplattformen zur Überwachung der Hummelnester herausgefunden. Wie die Forscher in „Science“ berichten, stören die Neonikotinoide in landwirtschaftlich üblichen Konzentrationen die Aktivität der Arbeiterinnen im Nest. Die Tiere sind vor allem nachts weniger aktiv, fressen weniger,
kümmern sich weniger um die Larven und lassen die Wärmeregulation des Nestes generell schleifen. Durch die Nervengifte beeinträchtigte Arbeiterinnen halten sich überhaupt weniger im Innern als an der Peripherie des Nestes auf. Zusammen mit Glyphosat werden Blütenbestäuber massiv geschädigt. Wissenschaftler der Universität Texas wiesen nach, dass einige Darmbakterien der Honigbiene durch Glyphosat beeinträchtigt werden. Diese sind für die Verarbeitung von Nahrung und für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig. Die Forscher beobachteten Veränderungen in der Darmflora drei Tage nach einer Fütterung mit Glyphosat in Konzentrationen, wie sie in der Umwelt gemessen wurden. Wenn die Darmflora gestört ist, sind die Bienen anfälliger für Stressfaktoren wie Krankheitserreger und minderwertige Nahrung. Beide Wirkstoffe, Neonikotinoid-Insektizide und Glyphosat werden weiterhin massiv in der Umwelt ausgebracht. Sogar Städte und Gemeinden verteilen Glyphosat weitflächig mit ihren Kehrmaschinen, vor allem wenn sie Brücken, Straßen und Plätze am Wasser besprühen. [69]

Bei den Zusatzstoffen der Pestizide kann es sich beispielsweise um Stabilisatoren, Benetzungs- oder Antischaummittel handeln. Auch sie können giftig sein oder Wechselwirkungen verursachen. Als Beispiel führen Wissenschaftler vom King's College in London Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat an, von denen weltweit rund 750 Produkte mit jeweils anderen Mixturen vermarketet werden. "So zeigen Studien mit Zellkulturen und unterschiedlichen Labortieren, dass einige dieser Produkte 1000 Mal giftiger sind als Glyphosat allein. Weitere Versuche zeigten stärkere negative Auswirkungen der Mixturen unter anderem auf den Hormonhaushalt, die Leber und die Darmbakterien von Versuchstieren." [66]

Nicht nur vom intensiven Obstbau droht Gefahr, sondern auch von sogenannten Guttationstropfen; diese sitzen als runde Wassertröpfchen meist auf den Blattspitzen und den Blatträndern. Die Guttationstropfen zum Beispiel an Mais, Getreidepflanzen, Raps usw. können sehr hohe Giftkonzentrationen beinhalten, die auch ohne weiteres das 100-fache der für Bienen tödliche Dosis enthalten können. Das mit Clothianidin behandelte Saatgut, das zum Bienensterben geführt hatte, darf nicht mehr verwendet werden. Neonikotinoide werden nicht nur eingesetzt bei Raps, Weizen, Gerste, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Tomaten und Gewächshauskulturen, sondern auch auf Golfplätzen; zum Teil lassen sich diese "systemischen" Mittel im Boden, in Gräben und Wasserläufen wiederfinden. Außerdem gibt es noch genügend andere giftige Mittel; zum Beispiel das Insektizid "Force 1.5 G". Tefluthrin ist ein breit wirksames Nervengift. Ein anderes Insektizid mit demselben Wirkstoff, das bei Futter- und Zuckerrüben zugelassen ist, gilt als sehr giftig für Wasserorganismen und kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkung haben. Auch für Bienen ist dieser Stoff hochgradig giftig. Dabei gibt es längst Möglichkeiten, in der gesamten Landwirtschaft ohne Pestizide (insbesondere Neonikotinoide und Glyphosat / Roundup) auszukommen. Die einzig zuverlässige und umweltverträgliche Methode, den Maiswurzelbohrer zu bekämpfen, ist die Fruchtfolge! [9][10][48]

Durch Panschereien mit Chemikalien werden chemisch-synthetische Gifte entwickelt, die dann von sogenannten "Phytomedizinern" als Pflanzenschutzmittel bezeichnet und in der Regel bei Sicherheitsprüfungen als harmlos durchgewunken werden. Die führenden fünf Unternehmen verkaufen große Mengen hoch gefährlicher Pestizide. Die meisten Pestizid-Portfolios von BASF, Bayer Crop Science, Union Carbide (Bhopal-Katastrophe) / Dow Agro-Science, Monsanto und Syngenta sind so giftig, daß sie verboten werden müßten und zunehmend auch verboten werden. Insektizide mit bienengefährlichen Inhaltsstoffen wie die Neonikotinoide: Imidachloprid (Gaucho), Clothianidin (Poncho, Santana), Fipronil (Regent), Thiametoxam (Cruiser, Actara), Deltamethrine (Decis), Methiocarb (Mesurol), Thiacloprid sind zum Teil 6000 bis 7000 mal toxischer sind als DDT, und werden zum Beispiel bei Mais, Raps, Zuckerrüben, Getreide, Hopfen und Sonnenblume eingesetzt. Wie kommt es, daß diese Pestizide überhaupt zugelassen werden? Zu diesem Zweck wurde nicht nur von den "Phytomedizinern" eine neue Art der Wissenschaft gegründet, die sogenannte groteske oder Schrott - Wissenschaft ("junk science"). Diese Wissenschaft hat unbemerkt den Platz der eigentlichen, unabhängigen Wissenschaft eingenommen und liefert die passenden Ergebnisse sowohl für die Pestizid- als auch für die Biotech-Portfolios. Glücklicherweise gibt es aber auch noch unabhängige Wissenschaftler. Diese haben herausgefunden, dass die Blattguttationstropfen aller Maispflanzen, die aus mit Neonikotinoiden gebeiztem Samen gekeimt sind, Mengen des Insektizids enthalten, die bis zu 200mg/l betragen können. Die Konzentration der Neonikotinoide (Imidachloprid, Clothianidin, Thiamethoxam)  in Guttationstropfen bekommt damit Werte, wie sie bei der Anwendung von Wirkstoffen als Spritzung zur Schädlingsbekämpfung üblich sind; oder sie gehen sogar noch darüber hinaus. Wenn die Bienen Guttationstropfen aufnehmen, die von Pflanzen stammen, welche aus Samen gewachsen sind, die mit Neonikotinoiden gebeizt wurden, sterben sie innerhalb weniger Minuten. [24][25][39]

Ein Internationales Forscherteam unter Schweizer Führung hat nun herausgefunden, dass weit verbreitete Nicotinoide die Fortpflanzung von Bienenköniginnen stark beeinträchtigen können. [58]

Wie weit verbreitet diese Neonikotinoide bereits sind, zeigt eine Präsentation der Firma Syngenta: Auf über 90 % der Flächen in der EU, auf denen Raps angebaut wird, ist mit Neonikotinoiden gebeiztes, also vergiftetes Saatgut im Einsatz. Bezüglich Zuckerrüben sind es über 95 %. Bei Sonnenblumen, Mais und Getreide beträgt der Anteil bis zu 60 %. In Deutschland und anderen Ländern stellen Neonikotinoide mittlerweile einen großen Anteil an den Insektiziden. 250 Tonnen wanderten im Jahr 2010 allein in Deutschland auf die Äcker. Nicht nur das Bienensterben ist dadurch vorprogrammiert, sondern der Boden ganzer Landstriche ist auf lange Zeit kontaminiert. Das heißt Landbesitzer, die ihre Ackerflächen an die entsprechenden Landwirte verpachtet haben, erhalten ihr Land später als Giftmülldeponie zurück. Schadensersatzforderungen können die Landwirte treffen. In Wirklichkeit müssen aber die Pestizidhersteller wie Syngenta strafrechtlich verfolgt werden, sowie die Politiker - zum Beispiel staatliche Verbaucherschützer - die nichts dagegen unternommen haben, es versäumt haben, die gesamte Landwirtschaft ökologisch und bienengerecht zu organisieren. [55]

Die staatlichen Bieneninstitute sehen das erwartungsgemäß anders. Insbesondere LWG Bayern und die Landesanstalt Universität Hohenheim haben Versuche mit diesen neuartigen Pflanzenschutzmitteln (Santana / Clothianidin, Actara / Thiametoxam) durchgeführt und sind - da sie von Pflanzenschutzmittelherstellern wie Bayer Crop Science bezahlt wurden - natürlich zu anderen Ergebnissen gekommen: "Auf Volksebene konnten keine negativen Auswirkungen auf die Bienenvölker beobachtet werden." Es wurden wohl Pflanzenschutzmittel in den Bienenprodukten nachgewiesen, verständlicherweise aber keine von den Herstellern, die die Versuche bezahlt hatten, also: "Der Wirkstoff Thiametoxam und seine Abbauprodukte waren allerdings nicht nachweisbar". Was ist los mit dem schönen Bayern? Nicht nur der Chiemgau wird per Flugzeug mit Insektiziden besprüht, die Hopfenanbaugebiete werden mit Neonicotinoiden (Actara / Thiametoxam) verseucht, sogar Clothianidin wird bei Mais angewendet - und zwar regelmäßig, wenn Schnellkäferlarven (Drahtwürmer) auftauchen. Die Verseuchung der Bienen versucht man kleinzureden: "Obwohl Clothianidin-Rückstände in toten Bienen ab einsetzender Guttation nachzuweisen waren, wurden bei den Feldbeobachtungen nur in drei Fällen Bienen bei der Aufnahme von Guttationswasser beobachtet." [35]

Diese Pestizide verseuchen natürlich auch das Grundwasser, wie dies kürzlich in Österreich festgestellt wurde. Der Labortechniker des Umweltbundesamtes: "Die Probe hat meine Skala gesprengt." Sowohl das Insektengift Thiametoxam als auch das Unkrautvernichtungsmittel Cliopiralid töten Wasserorganismen schon in geringer Dosis. Thiametoxam wirkt als Neonicotinoid ähnlich wie Nikotin, das bekanntlich die frühe Entwicklung des menschlichen Gehirns stört.. [51]
 

Plastik in der Umwelt, Mikro- und Nanoplastik in den Weltmeeren und in der Landwirtschaft

In den Ozeanen findet sich Plastik noch in 2500 Meter Tiefe. Eine gruselige Entdeckung haben Forscher der norwegischen Universität Bergen Anfang Februar bei einer Obduktion gemacht: Sie holten aus dem Magen eines Cuvier-Schnabelwals, der vor der norwegischen Küste gestrandet war, 30 Plastiktüten und jede Menge Mikroplastik heraus. Der Wal war völlig abgemagert. Wahrscheinlich hatte das Plastik einen Pfropfen im Magen gebildet, vermuten die Forscher. Selbst in der Tiefsee der Arktis finden Wissenschaftler immer mehr
Plastikmüll. Eklatante Funde haben Forscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) fernab der Zivilisation gemacht, und zwar in der Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen in einer Tiefe von 2500 Metern. In einer Studie beschreiben sie ihre Ergebnisse: Zählten die Wissenschaftler in den Jahren 2002 bis 2014 durchschnittlich 3485 Müllteile je Quadratkilometer, kamen sie 2014 bereits auf 6333 Müllstücke. An einer Messstation hat sich die Verschmutzung innerhalb von 10 Jahren sogar verzwanzigfacht. Die Funde in Norwegen und der Arktis spiegeln wider, was Experten seit langer Zeit beobachten: In jedem Quadratkilometer der Weltmeere schwimmen Tausende Teile Plastikmüll. Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton und Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und fressen diese. Hinzu kommt Mikroplastik, das inzwischen überall in der Umwelt vorkommt. Mikroplastik wird heute vielen Pflegeprodukten in Form kleiner Kügelchen zugesetzt. Sie sollen bei Zahnpasta und Duschgels den Reinigungseffekt durch das sogenannte Peeling unterstützen. In eineigen Produkten macht der Plastikanteil bis zu zehn Prozent aus. Mikroplastik ist im Zutatenverzeichnis in der Regel als Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) ausgewiesen. Die Plastikpartikel, die auch aus Kunstfaser-Kleidung beim waschen entstehen, werden von den Klärwerken nicht zurückgehalten. In der Umwelt können sie verschiedene Gifte binden und sich in der Nahrungskette anreichern. In den Honig gelangt Mikroplastik vor allem durch die weit verbreiteten Bienenkästen aus Styropor, Kunststoffwaben, bestimmte Varroabehandlungsmethoden, Zuckerfütterung (Zuckerproben wiesen sogar noch mehr Mikroplastik auf als Honig), Rührwerkzeuge. In Deutschland findet man die unnatürlichen Plastikpartikel inzwischen nicht nur im Meerwasser. Wissenschaftler der Universität Bayreuth berichten jetzt in Science Advances von Mikroplastik in der Landwirtschaft. Die Ursache ist schlechte Mülltrennung. "Nicht selten kommt es vor, dass neben organischen Abfällen auch Plastiktüten in der Biotonne landen. In einer Tonne Biomüll aus Haushalten und Industrie wurden zwischen 7000 und 440000 Mikroplastikpartikel gefunden. Kommunale Anlagen vergären Biomüll zu Biogas und verarbeiten die Reste zu organischem Dünger. Der wiederum enthält die Plastiküberreste, die so auf den Feldern landen. [65]

"Mit Plastik ist es wie mit großen Felsen: Die verschwinden nicht einfach, sondern verwittern ganz langsam zu immer kleineren Kieseln und Sandkörnern. Zum Schluss bleibt nur noch feiner Staub, den der Wind übers Land bläst. Das Gleiche passiert mit einer Plastiktüte, die im Meer schwimmt oder am Straßenrand liegt. Wasser, Wind und Sonnenlicht bleichen sie aus, machen sie rissig und zerlegen sie im Laufe der Jahre in immer kleinere Fitzelchen. Schließlich ist die Tüte kaum mehr zu sehen – doch sie ist immer noch da – als Mikroplastik."  Mikroplastik stammt aus vielen Quellen. Mit dem Begriff Mikroplastik bezeichnen Wissenschaftler Plastikteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind. Dazu zählen noch sichtbare Fetzen ebenso wie mikroskopisch kleine Teilchen, die nur wenige Mikrometer groß sind. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 50 bis 70 Mikrometer dick. Mikroplastik entsteht aber nicht nur aus Verwitterung von Abfällen, sondern auch aus anderen Kunststoffprodukten, die sich mit der Zeit abnutzen, wie Rohre oder Lackierungen. Einen großen Anteil liefert der Abrieb von Autoreifen, weil sie neben Gummi noch andere Kunststoffe enthalten. Der Wind verweht die Teilchen mit dem Straßenstaub, der Regen spült sie in die Kanalisation. Eine beachtliche Quelle sind zudem Textilien aus Kunststofffasern wie Fleecejacken oder Polyester-Shirts. Beim Waschen der Kleidungsstücke lösen sich Tausende winzig kleiner Fasern. "Im Schnitt gibt jeder Deutsche über das Waschen seiner Kleidung täglich 85 000 synthetische Mikrofasern in die Umwelt ab, haben Wissenschaftler der Universität Osnabrück ermittelt. Diese Fasern bleiben nicht im Flusensieb hängen, sondern fließen mit dem Abwasser in die Kläranlage. Der größte Teil von ihnen lagert sich am Klärschlamm an, von dem in Deutschland immer noch ein Viertel auf die Felder ausgebracht wird. Die anderen Fasern fließen ungehindert durch die Kläranlage durch und gelangen so in die Gewässer. Mikroplastik wird aber auch absichtlich hergestellt und freigesetzt. Zahlreiche Kosmetika, vom Peeling bis zum Shampoo, enthalten kleine Kunststoffteilchen, die Hautschuppen entfernen oder einen Film um die Haare legen. Plastikkügelchen reinigen auch Oberflächen wie die von antiken Möbeln oder dienen in Waschmitteln als Trägermaterial für Duftstoffe. Nach Gebrauch landen sie dann im Abwasser und in der Umwelt. Kein Wunder also, dass überall, wo Wissenschaftler sich auf die Suche begeben, ihre Filtermembranen voll mit Mikroplastik sind. Die Partikel finden sich im Magen von Fischen und Vögeln ebenso wie im Eis der Arktis, in der Luft, im Boden, im Hausstaub – und in unserem Essen. Mikroplastik nehmen wir zu uns, wenn wir Meerestiere als Ganzes verspeisen, also mit den Verdauungsorganen, in denen sich Plastikteilchen befinden können. Das ist bei Muscheln, Garnelen und kleinen Fischen wie Sardinen oder Sprotten der Fall. Die darin bisher festgestellten Mengen an Mikroplastik klingen verhältnismäßig gering. So fand etwa Professor Ted Henry von der Heriot-Watt Universität in Edinburgh in schottischen Zuchtmuscheln drei bis vier Plastikteilchen pro Tier. Chinesische Forscher meldeten von dortigen Muscheln etwas höhere Zahlen. Die New Yorker Chemikerin Sherry Mason fand Mikroplastik in Meersalz, im Schnitt gut 200 Partikel je Kilogramm. In 159 Leitungswasserproben aus allen Teilen der Welt zählte sie bis zu 61 Partikel je Liter, bei Bier waren es im Durchschnitt vier Teilchen je Liter. Deutlich mehr fand die niedersächsische Lebensmittelbehörde in Mineralwasser in PET-Mehrwegflaschen, darin schwammen bis zu 118 Partikel je Liter. Der Grund: Anders als bei Glasmehrweg nutzen sich die Flaschen beim Spülen ab. Doch vermutlich ist das Mikroplastik direkt im Essen gar nicht das einzige Problem: Der schottische Professor Ted Henry stellte in Haushalten neben die Teller mit dem Essen Staubfänger. Sie hielten den gesamten Hausstaub fest, der sich während der Essenszeit darauf niederließ. In dem Staub fand er auch Mikroplastik, bezogen auf die Größe der Essteller waren es 114 Teilchen – pro Mahlzeit. Hochgerechnet auf ein Jahr nehmen wir also Zehntausende winziger Plastikteilchen zu uns, die sich auf unser Essen niederlassen. „Wir wissen nicht, woher diese Fasern kommen, wahrscheinlich stammen sie aus den Wohnungen und deren näherer Umgebung“, kommentierte Henry seine Ergebnisse. Fasern von Kunststoffteppichen, zerkratzte Plastikoberflächen oder der Staub draußen von der Straße könnten mögliche Quellen sein. Diese Teilchen
essen wir nicht nur, wir atmen sie auch ein, genauso wie den Feinstaub aus Autoauspuffen und Kaminen. Doch wie gefährlich ist das alles? Peter Hollman vom niederländischen Forschungsinstitut Rikilt hat an einer Risikoabschätzung für die EU-Lebensmittelbehörde EFSA mitgearbeitet. Er hält es für „eher unwahrscheinlich“, dass die bisher festgestellten Mengen an Mikroplastik im Essen schädlich für die Menschen sind. Selbst wenn es Zehntausende Teilchen sind, so summieren sie sich übers Jahr doch nur zu einigen Milligramm Plastik, die wir aufnehmen. Auch die Mengen an giftigen Schadstoffen wie Weichmacher oder polychlorierte Biphenyle (PCB), die sich gerne ans Mikroplastik anlagern, sind gering, verglichen mit dem, was wir an Chemikalien über andere Quellen zu uns nehmen, wie durch Pestizidrückstände im Essen oder Flammschutzmittel im Hausstaub. Aus Versuchen mit Fischen oder Mäusen ist bekannt, dass Mikroplastik im Verdauungssystem entzündliche Reaktionen hervorrufen kann. „Doch solche Versuche wurden bisher meist mit sehr großen Mengen gemacht, wie sie in der Umwelt nicht vorkommen“, sagt Gunnar Gerdts, Mikroplastikforscher am Alfred Wegener Institut. Ihm macht etwas anderes Sorgen: „Aus den bisherigen Messungen wissen wir, dass es die ganz kleinen Teilchen sind, die die Masse des Mikroplastiks ausmachen.“ Doch je kleiner die Teile sind, desto schwieriger ist es, sie herauszufiltern und in der Masse der anderen Winzpartikel zu identifizieren. Oft werden sie deshalb gar nicht erfasst und mitgezählt, obwohl gerade sie problematisch werden könnten.
„Wir wissen aus Versuchen, dass Teilchen mit einer Größe von 1 bis 10 Mikrometer vom Darm ins Gewebe übergehen können“.  Aus Mikro- wird Nanoplastik. An der Freien Universität Berlin beschäftigt sich der Pflanzenökologe Matthias Rillig mit Mikroplastik im Boden. Über Ablagerung aus der Luft, über Klärschlamm und Kompost gelangen die Teilchen auf den Acker. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen fressen sie und bringen sie mit ihrem Kot tiefer in den Boden. „Auf das Bodenleben hat sich das in unseren Untersuchungen bisher nicht negativ ausgewirkt“, sagt er. Auch könnten die Pflanzen die Mikroplastikteilchen nicht aufnehmen. Diese sind noch zu groß. „Doch die gleichen Prozesse, die aus Makroplastik Mikroplastik machen, können auch die kleinen Teilchen weiter zerkleinern zu Nanogröße.“ Das wären dann Partikel, die weniger als 0,1 Mikrometer groß sind, also noch kleiner als Bodenbakterien. „Nanopartikel können grundsätzlich biologische Membranen durchdringen und so theoretisch durch Agrarprodukte in unsere Nahrungskette gelangen“, erklärt Rillig. „Wir machen derzeit erste Versuche mit Nanoplastik und Salat. Es sieht so aus, als würde es an der Wurzel anhaften oder gar aufgenommen.“  Die Versuche fanden in Hydrokultur statt und die Teilchen wurden ins Wasser gegeben. Ob sich das auf den Anbau in Erde übertragen lasse, sei fraglich: „Es gibt viele Möglichkeiten, dass die Partikel an Bodenmaterial anhaften und damit für die Wurzeln gar nicht verfügbar sind.“ Im Boden könnten sie sich auf Pilz- und Bakterienlebensgemeinschaften auswirken und die Fruchtbarkeit der Böden beeinflussen. Wie kann ich Plastik vermeiden? 10 000 000 Tonnen Kunststoffe verbrauchen wir Deutschen jedes Jahr, das sind /125 Kilogramm pro Kopf/. Etwa die Hälfte davon fällt als Abfall an, vor allem in Form von Verpackungen, aber auch durch Haushaltsgegenstände, ausgedientes Plastikspielzeug oder die Plastikteile im ausrangierten Auto. Gegen diese Plastikflut hilft nur: vermeiden. Mehrweg statt Plastikeinweg bei Getränken oder Coffee to go, Stoffbeutel statt Plastiktüten, Kleidung aus Bio-Baumwolle, Leinen oder Wolle ohne Zusatz von Polyester oder dgl. Holz und andere Naturmaterialien können Kunststoffe ersetzen, beim Spielzeug ebenso wie bei Fensterrahmen oder Wärmedämmung. Wie man bzgl. Honig und anderen Bienenprodukten Mikroplastik vermeiden kann wird zum Beispiel im Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung erforscht. [67]
 

Schadstoffe in Düngemitteln und Grundwasser

Dass sich Schadstoffe in Klärschlämmen befinden, ist hinlänglich bekannt. Daher darf er in der biologischen Landwirtschaft nicht eingesetzt werden. Dies trifft auch auf Recyclingpapierschlämme aus der Papierindustrie zu. Die konventionelle Landwirtschaft verwendet diese Schlämme und wundert sich nachher, dass Schadstoffe in Boden, Trinkwasser und Lebensmittel auftauchen wie in Deutschlands Südwesten. Rund vierhundert Hektar Ackerboden sind mit Rückständen aus der Fluorchemie verseucht, ganze Landstriche wurden bereits aufgegeben. Die fruchtbare Region hat ein gewaltiges Problem: Seitdem vor vier Jahren erstmals sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Grundwasser nachgewiesen wurden, macht den Kreisen Baden-Baden und Rastatt ein Umweltskandal zu schaffen. Bauern fürchten um ihre Existenz und Verbraucher um ihre Gesundheit. Boden und Wasser sind großflächig mit Substanzen verseucht, die unter Verdacht stehen, Krebs auszulösen. [15]
 

Negativer Einfluß der Zuckerfütterung; Zucker aus herbizidtoleranten Roundup-Readyzuckerrüben / Glyphosat-Soja und Weizen; Zertifizierungssystem Apitherapie durch ÖGA und DAB nicht ausreichend

Neue Untersuchungen zeigen, daß die Zuckerfütterung die Abwehrkräfte der Bienen beinflusst. Honig enthält Nährstoffkomponenten, die nicht nur die Entgiftung fördern, sondern auch im Eiweißstoffwechsel, der Weiterleitung von Signalen der Nervenbahnen oder im Immunsystem eine wichtige Rolle spielen. Im Honig sind wichtige Bestandteile enthalten, die die Abwehrkräfte der Bienen verbessern. Fehlen diese Stoffe (Zuckerfütterung), wird der Gesundheitszustand negativ beeinflußt. [15]

Viele Imker - auch Bioimker - füttern übrigens nicht nur Zuckersirup sondern auch Sojamehl und Trockenmagermilch bzw. Milchpulver - und zwar nicht nur nach der Honigernte, sondern auch als Trachtlückenfütterung unmittelbar vor einer Honigernte (Ein Österreichischer Imker schreibt allen Ernstes: "Ich füttere etwa 2 Liter Zuckerwasser pro trachtlose Woche"). Reste der Zuckerfütterung als auch Reste von Sojamehl und Milchpulver lassen sich in den Bienenprodukten (Honig, Wabenhonig, "Perga", Propolis) nachweisen, ganz egal ob sie nun mit Melamin oder gentechnisch verseuchten Substanzen verunreinigt sind oder nicht (Melamin, eine Industriechemikalie, die in der Kunststoff- und Düngemittelherstellung verwendet wird, kommt inzwischen in fast allen billigen Lebens- und Futtermitteln vor. "Mit der farblosen Substanz wurden schon mehrfach Lebensmittel gestreckt, um unter anderem einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen.")  Ein derartiger Imker fragt doch allen Ernstes einen Fachberater für Imkerei, ob es von Nachteil sei, wenn er nachts seinen Honig nicht rühre, sondern stattdessen für einige Stunden schlafe? Daufhin der Fachberater: Nachts müsse der Imker zwar schlafen, aber trotzdem gelte immer die Devise: "Der Honig wird so lange gerührt, wie ich es meiner Rührmaschine zumuten will." Als Faustregel gelte, der Honig müsse tagelang erhitzt und gerührt werden: "lieber etwas zu weich als zu hart. ... Das wiederholte Erwärmen mag nicht jedem gefallen, aber es gibt keine andere Methode zum Weichmachen." Fertiger Zuckersirup aus gentechnisch veränderten Zuckerrüben, Mais oder Weizen wird von Bieneninstituten (LWG Bayern, Arno Bruder / Deutscher Apitherapie Bund (DAB)/ Oberbayern) im Wechsel mit bis zu 6 Varroosebehandlungen empfohlen. Derartige Bienenprodukte sind für die Michael Thiele Bienentherapie ungeeignet. [12][13][14][15][27][36]

Dass neuartige Apitherapie-Siegel wie die des Deutschen Apitherapie Bund (DAB) oder der Österreichischen Apitherapie Gesellschaft (ÖGA, Apiterra) wenig aussagen, wurde bereits in den entsprechenden Kursen dargelegt. [61]

In Sachen Glyphosat schlafen staatliche Verbraucherschützer seit Jahrzehnten. Dabei ist der für Mensch und Tier giftige Wirkstoff längst überall in der Umwelt und sogar im Menschen - insbesondere bei Denjenigen, die sich von Industrienahrung aus Supermärkten ernähren -  zu finden. Unkrautvernichter mit Glyphosat machen rund 25 % des weltweiten Handels mit Herbiziden aus. Ein Großteil der Produktion (plus illegale Pestizide) stammt inzwischen aus China. Insgesamt werden jährlich über eine Million Tonnen Präparate mit Glyphosat ausgebracht. In Deutschland sind 75 glyphosathaltige Mittel zugelassen (Acker-, Obst- und Weinbau). Viele dürfen auch von Kleingärtnern und kommunalen Stadtreinigern verwendet werden. [21][55]

Wußten Sie, daß den meisten Nutztieren in Deutschland Futter aus gentechnisch verändertem Roundup ready Soja (zählt wegen Glyphosat zu den giftigsten Futtermitteln überhaupt, was in Europa und in den USA inzwischen zu Massensterben von Rindern geführt hat) verfüttert wird und somit auch Gentechnik in Fleisch und Milchprodukten enthalten ist? Oder wußten Sie, daß Bienen nicht nur in Deutschland mit Zucker aus gentechnisch veränderten Zuckerrüben, Sirup aus gentechnisch verändertem Mais oder Weizen gefüttert werden? Gifte wie Glyphosat sind dann auch im Honig enthalten. Vom zuständigen Bundesamt für Risikoforschung (Bfr) wurde Glyphosat als harmlos eingschätzt - eine katastrophale Fehleinschätzung, wie sich jetzt herausstellt. [43][49]

Mit der Zuckerfütterung gelangt auch Mikroplastik in den Honig: In den Honig gelangt Mikroplastik vor allem durch die weit verbreiteten Bienenkästen aus Styropor, Kunststoffwaben, bestimmte Varroabehandlungsmethoden, Zuckerfütterung (Zuckerproben wiesen sogar noch mehr Mikroplastik auf als Honig), Rührwerkzeuge. [15]

In den Vereinigten Staaten nutzen 95 % der Zuckerrübenanbauer gentechnisch veränderte Sorten, die gegen das Unkrautmittel Roundup (Glyphosate) resistent sind. Das Saatgut für diese "herbizidtoleranten Roundup-Readyzuckerrüben" wird von KWS, BASF und Monsanto geliefert, das Endprodukt, Zucker, Zuckersirup usw. wird weltweit verkauft - auch in Deutschland zum Beispiel an ahnungslose Imker. Entgegen den Beteuerungen dieser Firmen und der staatlichen Verbraucherschutzministerien müssen diese Produkte als schädlich eingestuft werden. Glyphosatrückstände lassen sich in Zuckerprodukten nachweisen und können von dort aus langfristig die Gesundheit ruinieren. [21][37][38]
 

Künstlicher Wabenhonig

Der Gipfel ist allerdings künstlicher Wabenhonig: Er wird mit Hilfe des "Bee-0-Pac" oder "Ross Rounds" Systems aus Plastikrahmen mit integrierten Plastikkassetten und teilweise künstlichen Wabenteilen in der Rähmchenimkerei hergestellt. Zudem werden in der Rähmchenimkerei häufig Mittelwände eingesetzt, die - vom Imker meist unbemerkt - nicht aus reinem Bienenwachs bestehen, sondern mit Paraffinen und Mikrowachsen gestreckt wurden. Wenn der Imker dann die Waben aus den Rähmchen schneidet (Mittelwände werden übrigens inzwischen auch bei Strohkörben und der Bienenkiste verwendet), landet das mit Paraffin gestreckte Bienenwachs direkt beim Verbraucher. Neuerdings wird künstlicher Wabenhonig in dem gefährlichen gentechnisch veränderten Glucose-Fructose Sirup eingelegt. Wie man echten Wabenhonig von künstlichem Wabenhonig unterscheidet und wie er hergestellt wird, wurde an anderer Stelle besprochen. Im Handel erhältlicher Wabenhonig ist für die M. Thiele Bienentherapie nicht geeignet, denn es handelt sich in der Regel um künstlichen oder mit gentechnisch verändertem Pollen und Sirup sowie gepanschtem Bienenwachs verunreinigten Wabenhonig. Auch Bioland-Wabenhonig aus dem Esoterik-Versand fällt unter diese Kategorie. [62]
 

Manukahonig und Medihoney

Heute gibt es vor allem "getürkten" Manuka-Honig zu kaufen. Gerade bei berühmten SchauspielerInnen und Popstars, die auf ihren Körper achten, ist er beliebt. Wie "der Etikettenschwindel floriert" und wie Manuka-Honig mit minderwertigen und zum Teil giftigen Honigen aus der Türkei gestreckt wird, haben wir an anderer Stelle erläutert. Ein Produzent von "Aktiv-Manukahonig", der vielfach für die gewöhnliche Apitherapie verwendet wird, schreibt über das Erhitzen seines Honigs ganz unverblümt: "Der Honig aus der Schleuder und das Wachs-Honig-Gemisch aus der Entdeckelungsmaschine wurden in eine Edelstahlwanne gepumpt, in der sich ein Fleischwolf befindet. Dieser zermalmte Wachs und Honig zu einem fließfähigen Gemisch, das im sogenannten Hitzeaustauscher, der denselben Zweck wie das bei uns bekannte Melitherm erfüllt, kurz auf ca. 55° C erwärmt wurde, bevor es in die Wachszentrifuge gelangte". - Melitherm ist ein Gerät mit Heizspiralen zum "auftauen" von Honig, das auch für Biohonig zugelassen ist. Ein derartiger Honig hat mit dem Originalprodukt der Bienen fast nichts mehr zu tun, ähnlich wie der sogenannte "Medihoney", der zusätzlich noch mit Gammastrahlen sterilisiert ist. [16][19]
 

Warum Bio- und Demeterimker eine Zusatzzertifizierung vom Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung benötigen

Demeter hat zwar seit den 1990er Jahren eigene Richtlinien verabschiedet. Der besonders helle Demeter-Fachberater Michael Weiler klärt auf: "An der Erarbeitung war seit Anfang der 1990er Jahre auch der Verein Mellifera e.V. in Person von Thomas Radetzki stark beteiligt. Gemeinsam mit dem Berufsimker Günter Friedmann und weiteren Imkern legten wir das Fundament für eine Richtlinie, die bis heute nahezu unverändert Bestand hat." Leider wurde seit Jahrzehnten versäumt, sich von der industriellen Bienenhaltung zu distanzieren. Dies ist auch der Grund warum immer mehr Imker auf die Bioland und Demeter-Imkerei umstellen. Der Unterschied zur konventionellen Imkerei ist verschwindend gering. [15][57]

Da sogar Bioland - , Naturland -, Biokreis -, Gäa - , Demeter - oder Beegood (Mellifera e.V.) - Imker künstliche Wabenteile einsetzen, Zucker und functional food füttern, ausgiebige Wanderungen mit den Bienen unternehmen und den Honig erhitzen dürfen, empfiehlt sich der Kauf von Bienenerzeugnissen, die aus wirklich artgerechter oder wesensgemaesser Bienenhaltung (zertifiziert nach Richtlinien des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung) gewonnen wurden. Erst diese Betriebsweise fördert eine fruchtbare Bienenhaltung. Diese Produkte sind jedoch nicht in Bioläden, Reformhäusern oder Drogerieketten wie DM / Alnatura erhältlich, sondern nur direkt bei den zertifizierten Imkern des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung. [6][7][15][23]
 

Artensterben kostet drei Billionen Euro im Jahr - Bienensterben durch falsche Politik und intensive Landwirtschaft

Das Artensterben ist längst kein Medienphänomen oder Hysterie mehr. Auch wenn Firmen wie Bayer/Monsanto das Bienensterben leugnen, sind sich Wissenschaftler weitgehend einig. Dazu der Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, Volker Mosbrugger: "Wir haben genügend Daten, dass wir zeigen können, dass es das Bienensterben gibt - und auch das Artensterben generell... Das Problem wird aber erst jetzt zunehmend ernst genommen. Man sieht und fühlt es ja auch, jeder kann es beobachten: Wenn Sie früher mit dem Auto durch die Landschaft führen, war die Autoscheibe immer voller toter Insekten. Das gibt es heute nicht mehr. Wenn Sie heute rausgehen in die Natur, dann ist es relativ still. Früher hat es gezirpt und gezwitschert. Heute ist es sehr viel ruhiger geworden, weil es viel weniger Insekten und Vögel gibt." Das Phänomen hat auch schon einen Namen: "Der stumme Frühling". Wer ist schuld daran neben einer Regierung, die die Anwendung von Giften in Landwirtschaft und städtischen Kehrmaschienen begünstigt? "Bei uns in Europa ist es ganz wesentlich die Landwirtschaft. Es gibt fast keine Feldränder mehr, die Bauern pflügen bis an den Rand. Sie bauen große Monokulturen an und lassen kaum noch eine natürliche Vielfalt an Pflanzen zu, die als Nahrung für die Insekten und andere Tiere wichtig sind. Ausserdem bringen sie zu viele Schadstoffe wie Insektizide und Glyphosat auf die Felder und übernutzen die Böden, statt sie nachhaltig zu bewirtschaften." Einen Teil der Ökosystem-Dienstleistungen lassen sich quantifizieren. "Eine Gruppe von Wissenschaftlern kam auf einen Wert von etwa 125 Billionen Dollar im Jahr. Das globale Bruttoinlandsprodukt beträgt jährlich 80 Billionen Dollar. Die Natur erwirtschaftet also mehr als alle Menschen zusammen. Es gibr auch Berechnungen, wonach das Artensterben derzeit gut drei Billionen Euro im Jahr kostet." [63]

Das Artensterben ist ein viel größeres Problem als der Klimawandel. Forscher stellten fest, "dass die Biomasse der Fluginsekten in 63 deutschen Schutzgebieten zwischen 1989 und 2016 um unfassbare 76 Prozent zurückgegangen ist." Auch das Bundesumweltministerium legt sich fest: "Sowohl die Gesamtzahl der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten haben in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland nachweislich abgenommen." Auch wenn die Zahl der Honigbienen weltweit signifikant steigt. Die FAO zählte im Jahr 1961, dem ersten Jahr der Erhebung, lediglich 49 Millionen kommerzielle Bienenstöcke auf der Welt. Im Jahr 2016 waren es mit 90 Millionen schon fast doppelt so viele. Das liegt vor allem an der Entwicklung in Asien, Südamerika und Afrika. In Asien hat sich die Zahl der Honigbienen-Völker auf 42 Millionen vervierfacht. Auch in Südamerika (plus 311 Prozent) und Afrika (plus 150 Prozent) ging es rasant aufwärts. Geradezu gegenteilig verlief die Entwicklung in vielen westlichen Ländern. Nach Angaben der FAO lebten in Deutschland Anfang der 60er Lahre noch fast dreimal mehr Bienenvölker als heute. Ganz anders sieht es bei den Wildbienen aus. Den stärksten Beweis dafür liefert die vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlichte "Rote Liste und Gesamtartenliste der Bienen Deutschlands". Mit Blick auf die Bienen fällt die Rote Liste eindeutig aus: "Sie vermerkt 39 heimische Arten als in Deutschland ausgestorben oder verschollen, 31 sind vom Aussterben bedroht, 78 Arten gelten als stark gefährdet, 85 als gefährdet. Weitere 34 Bienenarten sind gefährdet, die Wissenschaftler wissen aber nicht, wie stark genau. Nochmal 24 Arten gelten als extrem selten. Insgesamt stehen damit mehr als die Hälfte (52,6 Prozent) aller heimischen Bienenarten auf der Roten Liste und sind damit mehr oder weniger in ihrem Bestand bedroht. Langfristig stehen 233 Arten, die abgenommen haben, nur fünf Arten gegenüber, die zugenommen haben." Insbesondere die Zerstörung der Nistplätze und die Vernichtung der Nahrungsgrundlage sei dafür verantwortlich. Während die kleinbäuerliche Landwirtschaft für Vielfalt gesorgt und damit unzähligen Bienenarten ein Auskommen ermöglicht habe, sei die industrielle Landwirtschaft die Hauptursache für den Rückgang. Zu ähnlich alarmierenden Ergebnissen kommt auch der jüngste Report des Weltbiodiversitätsrates IPBES und das in Arizona beheimatete Zentrum für Biologische Vielfalt (Center for Biological Diversity). In dessen Analyse "Bestäuber in Gefahr" von 2018 steht, dass mehr als die Hälfte aller in Nordamerika heimischen Bienenarten zurückgehe, jede vierte Art sei gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Verantwortlich dafür machen die Autoren ebenfalls vor allem den Verlust an natürlichen Lebensräumen und Pestiziden, die Bauern zu oft, zu intensiv oder gar verbotenerweise in ihren Feldern einsetzen.  "Bei der Biodiversität haben wir keine Chance, etwas zurückzuholen. Wenn eine Art weg ist, ist sie weg." Was kann man selbst tun, um das Artensterben ein kleines bisschen aufzuhalten? Zum Beispiel Bio-Lebensmittel kaufen, das Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung unterstützen, Produkte kaufen, die vom Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung zertifiziert wurden, keine Steingärten (Steinwüsten) anlegen, "und legen Sie auch keinen Golfrasen an, sondern lassen Sie eine Wiese wachsen, Spritzen Sie nicht alles weg, und lassen Sie mal ein bisschen Wildnis zu! Mähen Sie nur zwei oder dreimal im Jahr, nicht jede Woche. Sie bekommen dann eine richtig bunte Wiese mit Blumen in allen Farben und ganz vielen Schmetterlingen darauf." Lassen Sie ihre Kinder Verantwortung für Pflanzen im Garten übernehmen oder sogar Bienen, indem Sie Kurse vom Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung belegen und lernen wie man Bienen wirklich nachhaltig betreuen kann.  [64]
 
 

Anmerkungen

[1] Api Review Letters 2007, 6,Nr. 112.
[2] Dbj 2008, 16, p. 229.
[3] Thiele, M. 2008: Warum schwärmen die Bienen? Apicultural Review Letters 2008, 7,Nr. 239.
[4] Ibd.
[5] M. Thiele 2002: Natur und Kunst. Apiservices 2002  - Virtuelle Imkerei Galerie. Darin: Im Organic Beekeeping Journal 8/2001 (http://www.thehealingpath.com) kann man folgende Empfehlung an Öko-Imker lesen: „The best methods of managing the swarm impulse, is to clip the queens wings and catch the swarm from the ground". Ins Deutsche übersetzt: „Die besten Methoden den Schwarm Impuls in den Griff zu bekommen, ist das beschneiden der Königinnenflügel und das Auffangen des Schwarms vom Boden" - eine dümmlichere Methode, mit dem Schwarmimpuls umzugehen, hat die Welt noch nicht gesehen! Diese Empfehlung wird übrigens heute noch von der "organic beekeeping society" (Gesellschaft für biologische Bienenhaltung) an ihre Imker abgegeben. Von Fachberatern und Prüfern ("geprüfter Freizeitimker") wird diese Methode an Jungimker und Anfänger weitergegeben - auch in Deutschland. So zum Beispiel Dr. Pia Aumeier, deren Verhältnis zur grünen Gentechnik mit dem von Dr. Elke Genersch und Dr. Liebig zu vergleichen ist (also Pro-Gentechnik); sie bietet billige Kurse für Anfänger an ("geprüfter Freizeitimker", "Sachkundenachweis"); in ihrer Monatsbetrachtung für den Anfänger schreibt sie:"Iro Gnaden stechen nicht. Locker zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, wird der Königin etwa ein Drittel eines Vorderflügels beschnitten." Nach Aumeier & Co "erleichtert das Zeichnen und Flügel-Beschneiden das Imkern und ist...für ihre Majestät kein schlimmer Eingriff." Das Verkleben der Antennen und Augen beim Kennzeichnen sei möglichst zu vermeiden - und wenn, sei dies auch nicht weiter tragisch; schließlich werde die Königin ohnehin nach einem Jahr "human" entsorgt: man solle sie nicht ertränken oder vergraben, sondern "zwischen den Fingern zerdrücken oder einfrieren. (db 6/2008, p. 4-6 in: Apicultural Review Letters 2008, 7,Nr. 265), Siehe auch Anmerkung 3.
[6] Bezugsquellen für unbelastetes deutsches Bienenwachs aus Naturbau, rückstandsfreie Bienenwachsknete, echten deutschen Gourmet-Wabenhonig, Wabenhonig mit Bienenbrot, Natur Honig (Tropfhonig aus Naturbauwaben), Propolis, Gelee Royal, Natur Metfederweißer siehe: Produktliste
[7] Zentrum für natürliche Bienentherapie 2013: Natürliche Bienentherapie und A-Klasse-Wabenhonig statt Medical Wellness und Functional Food. Pressemitteilung
[8] Zentrum für soziale Medizin und natürliche Bienentherapie 2018: Natürliche Therapien und soziale Medizin statt Biotech-Medizin. Pressemitteilung
[9] Thiele, M. 2009: Wie läßt sich die Belastung der Bienenprodukte mit Antibiotika vermeiden und wie gewinnt man rückstandsfreie apitherapeutische Bienenprodukte? Apicultural Review Letters 2009, 8,Nr. 335
[10] Imkerei-Technik Magazin 1/2009
[11] Küffner, G. 2009: Aromen können beliebig kombiniert werden. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 17, V16
[12] Gritsch, H. 2009: Imkern im Mai. Absperrgitter, Schwarmverhinderung, Trachtlückenfütterung. Db 145, (5) p.4-6
[13] Thiele, M. 2009: Ein anderes Wort für die sogenannte "Honigaufbereitung" ist Denaturierung. Apicultural Review Letters 2009, 8,Nr. 352 und Db 145, (5) p. 12-13
[14] Aumeier, P. 2009: Aller Anfang ist leicht ... wenn man die richtigen Ratgeber hat. Dbj 17, p. 254-255. - Wie ein derartiger Rat aussieht wissen wir ja bereits (vergl. Anmerkung 5). Weitere interessante Ratschläge dieser Art sind zum Beispiel: "Immer mit Rauch arbeiten", "Bei Starkregen und heftigem Schneefall" Völker nur unter einem Schirm öffnen. Einer ihrer Schüler schreibt (Dbj 17, p. 248-249): "Ich entdeckle meine Honigwaben nur noch mit dem Heißluftfön. Der Heißluftfön ist auf die stärkste Stufe eingestellt", "Mit einem elektrischen Messer mit zwei gegenläufigen, gezahnten Klingen schneide ich alles überstehende Wachs bis auf Rähmchendicke ab. Zwischen die Klingen gebe ich Spülmittel-Konzentrat als Schmiermittel."
[15] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2018: Qualität der Bienenprodukte. Presse-Mitteilung und Dbj 17, p. 310-311
[16] Ebd.
[18] Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 26, p.50; zu Bezugsquellen für unbelastetes deutsches Bienenwachs aus Naturbau, rückstandsfreie Bienenwachsknete, echten deutschen Gourmet-Wabenhonig, Wabenhonig mit Bienenbrot, Natur Honig (Tropfhonig aus Naturbauwaben), Propolis, Gelee Royal vgl. Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2018: Was heißt fruchtbare, wesensgemäße Bienenzucht? Pressemitteilung und Produktliste
[19] Api Review Letters 2017, 16, Nr. 1106 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 192, p.24; Imkerei-Technik Magazin 2/2009; mehr zur Qualität von Manuka-Honig vgl. Kurs zur wesensgem. Bienenhaltung (Nr. 48); was passiert wenn gefälschter Manuka-Honig zur Anwendung kommt vgl. Kurse Nr. 804 und Nr. 818 sowie Pressemitteilungen zu K4 und K18
[20] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2009: "Bienenkiste" Apicultural Review Letters 2009, 8,Nr.379
[21] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2018: Honig statt gefährliche Süßigkeiten mit Glyphosat und Gentechnik.Pressemitteilung
[22] Thiele, M. 2009: Warré Beute oder Top bar hive? Ist die Warré Beute wirklich so einfach und bienengerecht wie immer behauptet wird? Imkerei nach Warré oder nach Kriterien des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung? Apicultural Review letters 2009, 8,Nr.386
[23] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2013: Bienenbrot. Pressemitteilung
[24] itm 3/2009, p. 10 und 4/2009, p. 24
[25] Girolami, V. et al. 2009: Translocation of Neonikotinoid Insecticides from coated Seeds to Seeding Guttation Drops: A Novel Way of Intoxication for Bees. J. Econ. Entomol. 102 (5), p. 1808 - 1815.
[26] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2018: Bienenkiste, Warré oder Top bar hive - welcher Bienenkasten ist besonders für Anfänger und Hobbyimker gut geeignet? Ist die Bienenkiste wirklich so einfach und natürlich wie immer behauptet wird? Presse Mitteilung
[27] Frankfurter Allgemeine Zeitung 2010, Nr. 154, p.9
[28] Apicultural Review Letters 2010, 9, Nr. 507
[30] Db 146 (12), p. 1-5 und Db 146 (2), p. 4-6.
[31] S&K 12/2010, p. 55-59
[32] Api Review Letters 2017, 17, Nr. 1131; 2017, 16, Nr. 1106 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2018, Nr. 42, p. 11; 2017, Nr. 192, p. 21; 2010, Nr. 287, p.16
[33] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2011: Saatgut, das die Bienen fördert statt gentechnisch verändertes Saatgut, das die Bienen tötet. Science Review letters, 10, Nr.383
[34] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2018:Bienen einfach und natürlich halten - Wie funktioniert's? Pressemitteilung
[35] Schaper, F. / Berg, S. / Illies, I. 2011: Neues aus Veitshöchheim. Aus dem Tätigkeitsbericht des Fachzentrums Bienen / Bayrische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG Bayern). Die Biene 8/2011 p. 18-21
[36] Bruder, A. 2011: Nicht nur für Einsteiger. Die Biene 8/2011 p. 10-11
[37] Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2010, Nr. 43, p.54
[38] Frankfurter Allgemeine Zeitung 2010, Nr. 17, p.15
[39] Tapparo, A., V. Girolami et al. - 2011: Rapid analysis of neonicotinoid insecticides in guttation drops of corn seedlings obtained from coated seeds. Journal of Environmental Monitoring and Science Review Letters 2011, 10, Nr. 411
[40] www. schweizerbauer.ch, Db 147 (9), p. 3 und Api Review Letters 2011, 10, Nr. 589
[41] Api Review Letters 2012, 11, Nr. 625 und db 148 (1), p. 7
[42] Am. Beejounal 11/2011, p.1069
[43] Thiele, M. 2012: Gentechnik in Fleisch, Milchprodukten und Honig. Honig mit der Aufschrift: "Ohne Gentechnik" enthält Pollen von gentechnisch verändertem Roundup ready Soja. Api Review Letters 2012, 11, Nr. 632 und Dbj 2012, 20, p. 55
[44] Frankfurter Allgemeine Zeitung 2012, Nr. 103, p.11
[45] Api Review Letters 2012, 11, Nr. 661
[46] Zentrum für soziale Medizin und natürliche Bienentherapie 2018: Natürliche Bienentherapie gegen MCI, Alzheimer und Parkinson. Pressemitteilung
[47] Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2012, Nr. 18, p.63
[48] Api Review Letters 2012, 11, Nr. 683 / itm 2 / 2012, p. 20ff
[49] Science Review Letters 2012, 11, Nr. 463
[50] Api Review letters 2012, 11, 701 und Dbj 2012, 20, p. 466
[51] Api Review letters 2012, 11, 714 und itm 3/2012, p. 8
[52] Imhoof, M. & Liekfeld, C.-P. 2013: More Than Honey. Freiburg
[53] Klein, E. M. 2012: Die Bienenkiste. Darmstadt
[54] Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung 2013: Die Bienenkiste - Bienen einfach und natürlich halten? Kritische Anmerkungen zur Bienenkiste Apicultural Review Letters 2013, 12, Nr. 746
[55] Science Review Letters 2013, 12, Nr. 495 und Dbj 2013, 21, (4) p. 6ff
[56] Api Review Letters 2013, 12, Nr. 826 und iT-M 3/2013, p. 24f
[57] Api Review Letters 2015, 14, Nr. 954 und Dbj 23 (3), p. 19
[58] Api Review Letters 2016,15, Nr. 1029 und IT-Magazin 4/2015, p. 4-6
[59] Man muss der Öffentlichkeit nur etwas vorgaukeln, dann kann man auf Crowdfunding Plattformen wie Indiegogo 12 Mio US-Dollar zusammenbekommen für ein Start-up-Projekt, wie 2015 die Australier Stuart und Cedar Anderson. Obwohl es keine neue Idee ist, denn der Spanier Juan Bizcarro Garriga hatte 1939 beim US-amerikanischen Patentamt bereits eine Art Flow Hive angemeldet ("Das Material für die Honigwaben ist Aluminium"), haben die Australier bereits weltweit 30.000 Flow Hive-Exemplare verkauft - inkl. eingebauten Plastikwaben. (Api Review Letters 2016, 15, Nr. 1040 und Dbj 24 (6), p. 18-19)
[60] Api Review Letters 2017, 16, Nr. 1091 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 114, p.18
[61] Api Review Letters 2017, 16, Nr. 1104 und  IT-Magazin 2/2017; zu Qualitätssiegeln der Apitherapie-Gesellschaften vgl. Kurse Nr. 48 und Nr. 800-821; Zertifizierung für Imkereien und ApitherapeutInnen: Apitherapie-Zertifizierung
[62] Api Review Letters 2017, 16, Nr. 1106; zur Unterscheidung von echtem und künstlichem Wabenhonig vgl. Kurs zur wesensgem. Bienenhaltung (Nr. 48) und zur Bienentherapie (Kurse Nr. 800-821); zur Bienentherapie und den entsprechenden Kuren vgl.  Zentrum für natürliche Bienentherapie 2018: Bienentherapie - Infos und Anmeldung für Kuren. Pressemitteilung
[63] Api Review Letters 2018, 17, Nr. 1137; Mosbrugger, V. & Schäfer, C. 2018: Das Artensterben kostet drei Billionen Euro. Der Biologe Volker Mosbrugger über den Tod der Honigbiene. Frankfurt a.M.; FAS 2018, Nr. 14, p. 29; dem Artensterben entgegenwirken kann man durch Anlegen eines bienenfreundlichen Gartens, durch eine Mitgliedschaft im Club der wesensgemäßen BienenzüchterInnen , indem man selbst Bienen hält und im Zentrum für wesensgemäße Bienenhaltung die entsprechenden Kurse für Anfänger belegt (vgl. zum Beispiel Fernkurs Nr. 48) oder eine Ausbildung zur Partner-Imkerei des Zentrums für wesensgemäße Bienenhaltung absolvieren.
[64] Ib.
[65] Api Review Letters 2018, 17, Nr. 1137; 2017, 16, Nr. 1084; 2014, 13, Nr. 835 und S&K 4/2017; Dbj 22 (1), p. 9; FAS 2018, Nr. 14, p. 57
[66] Api Review Letters 2018, 17, Nr. 1140 und Dbj 26 (5), p. 4
[67] Api Review Letters 2018, 17, Nr. 1d S&K 8/2018; weitere Infos zu Mikroplastik: www.bund.net/meere/mikroplastik, www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer, www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/plastikmuell, www.fishing-for-litter.de, www.litterbase.awi.de (die Webseite des Alfred-Wegener-Instituts über Abfall im Meer), www.bundesverband-meeresmuell.de, www.mikroplastik.de, www.projectbluesea.de, www.theoceancleanup.com; Schröder, Heike: Plastik im Blut – Wie wir uns und die Umwelt täglich vergiften. Verlag VAK, 2017; zu Honig ohne Mikroplastik vgl. Anm. 61-63
[68] Ib.; zu Pestiziden wie Glyphosat vgl. Anm. 15 und 21
[69] Api Review Letters 2018, 17, Nr. 1169 und FAZ 2018, Nr. 265; Dbj 26 (11), p. 5
[70] Api Review Letters 2018, 17, Nr. 1171 und Dbj 26 (12)
 

Weitere Literatur und Hinweise zum Thema:
Neues aus Wissenschaft, natuerlicher Bienenhaltung und Apitherapie:
Apikultur und Supplement Apicultural Review Letters,Archiv
Naturwissenschaft und Science Review Letters

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Letzte Bearbeitung:28.11.2018