Akademie der Kunst und Philosophie
Akademie der Wissenschaften | Académie des sciences

 


 

Kurs Nr. 509 

Philosophie der Freiheit


Derjenige ist nicht gewissenhaft, der sich erst noch das Pflichtgebot im Sinne von Kant vorhalten muß, um sich durch Achtung für dasselbe zum Rechttun zu entscheiden

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:

Ein neues Verständnis der Freiheit ist nötig, erst dann kann man aufbrechen, wohin man will:
 

"Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,
Daß er, kräftig genährt, danken für alles lern,
Und verstehe die Freiheit,
Aufzubrechen, wohin er will." [10] - Hölderlin


"Derjenige ist nicht gewissenhaft, der sich im vorkommenden Fall noch erst das Pflichtgebot vorhalten muß, um sich durch Achtung für dasselbe zum Rechttun zu entscheiden" [5] - Schelling

Es kommt nicht auf die "Einseitigkeit der Abstraktion" an, wie sie von Kant oder den Mohammedanern angenommen wird, "so dass Gott zum bestimmungslosen Wesen wird". Das Resultat ist uns nur allzu gut bekannt. "Da sie als ganz abstrakt gegen jeden Inhalt gleichgültig und eben damit jeden Inhalts empfänglich ist, so kann sie abgöttischen und unmoralischen ebensogut sanktionieren als den entgegengesetzten Inhalt." [1][5]

Die Cartesische Philosophie geht von diesen unbewiesenen und für unbeweisbar angenommenen Voraussetzungen fort zu weiterer entwickelterer Erkenntnis und "hat auf diese Weise den Wissenschaften der neuen Zeit den Ursprung gegeben." Der "moderne Standpunkt" verwirft alle Methoden für das Wissen von dem, was seinem Gehalt nach unendlich ist. In Fragen der Moral versagt der moderne Wissenschaftler kläglich. [1][2][3][4][5]

"Er überlässt sich darum der wilden Willkür der Einbildungen und Versicherungen, einem Moralitäts-Eigendünkel und Hochmut des Empfindens oder einem masslosen Gutdünken und Räsonnement." [1][5] - Hegel 
Lässt sich Freiheit schon in der mechanistischen oder materialistischen Weltanschauung, der Kant'schen, fatalistischen oder muslimischen finden?
"Das Handeln, Frömmigkeit usf. ist ebenso mechanisch, insofern dem Menschen durch Zeremonial-Gesetze, einem Gewissensrat usf. bestimmt wird, was er tut, und sein eigner Geist und Wille nicht in seinen Handlungen ist, sie in ihm somit äusserliche sind." [1][5] - Hegel 
Wo tritt sie auf, die Idee der Freiheit? Ganze Weltteile, das muslimisierte Afrika und Asien "haben diese Idee nie gehabt und haben sie noch nicht." [1][5][6][7]
"Diese Idee ist durch das Christentum in die Welt gekommen, nach welchem das Individuum als solches einen unendlichen Wert hat, indem es Gegenstand und Zweck der Liebe Gottes, dazu bestimmt ist, zu Gott als Geist sein absolutes Verhältnis, diesen Geist in sich wohnen zu haben, d.i. dass der Mensch an sich zur höchsten Freiheit bestimmt ist." [1][5] - Hegel 
Es dauert lange bis sich diese Freiheit als "Prinzip des Geistes und Herzens" entwickelt. und zur rechtlichen, sittlichen und religiösen, wie wissenschaftlichen Wirklichkeit wird. "Im europäischen Sinne Freiheit" bedeutet, dass die sittlichen und religiösen Bestimmungen nicht nur als äusserliche Gesetze und Vorschriften einer Autorität den Anspruch an ihn machen, von ihm befolgt werden, "sondern in seinem Herzen, Gesinnung, Gewissen, Einsicht usf. ihre Zustimmung, Anerkennung oder selbst Begründung haben." [1][5]

Voraussetzungen der Freiheit sind Reinigung des Wissens von der subjektiven Meinung und Befreiung des Willens von der Selbstsucht der Begierde. "Die wahrhafte Religion und wahrhafte Religiosität", worunter die christliche Religion im Gegesatz zur mohammedanischen zu verstehen ist, "geht nur aus der Sittlichkeit hervor und ist die denkende, d.i. der freien Allgemeinheit ihres konkreten Wesens bewusstwerdende Sittlichkeit. Nur aus ihr und von ihr aus wird die Idee von Gott als freier Geist gewusst; ausserhalb des sittlichen Geistes ist es daher vergebens, wahrhafte Religion und Religiosität zu suchen." [1][5]

Das Christentum hat hier dann gerade auch in den Gegnern der Kirche die Freiheit gefördert. Die großen Staatsmänner waren fromm. Die Kraft ihres nicht nur augenblicklich machtpolitischen, sondern Lebens- und Staatsform mit Ethos und Religion erfüllenden Willens war eine Hauptquelle abendländischer Freiheit seit dem Mittelalter." [5] - Karl Jaspers
Die meisten Politiker und die dazugehörigen Thinktanks - auch der europäischen Staaten - verstehen heute nichts von Philosophie der Freiheit und "wahrhafter Religion". "Es ist der ungeheure Irrtum unserer Zeiten gewesen, diese Untrennbaren als voneinander trennbar, ja selbst als gleichgültig gegeneinander ansehen zu wollen. So ist das Verhältnis der Religion zum Staat so betrachtet worden, dass dieser für sich sonst schon und aus irgend einer Macht und Gewalt existiere, und das Religiöse als das Subjektive der Individuen nur zu seiner Befestigung etwa als etwas Wünschenswertes hinzuzukommen hätte oder auch gleichgültig sei, und die Sittlichkeit des Staates, d.i. vernünftiges Recht und Verfassung für sich auf ihrem eigenen Grunde feststehe." [1][5]

Einige arabische Publizisten haben auch erkannt, dass islamische Länder nicht in der Lage sind einen funktionierenden Staat zu schaffen - sie verstehen aber nicht, dass es an der "Religion der Unfreiheit", dem Islam liegt, dass deshalb ihr Land "seinem Glück selbst im Wege steht. Wir haben alle möglichen Zutaten. Eine Regierung, die Reformen will, eine gebildete Klasse, jede Menge Geld. Aber wenn man alles zusammenwirft, funktioniert es nicht." [7][14][15]

In der islamischen Welt kursiert seit einiger Zeit der Satz: "Muslime seien zweimal nach Europa aufgebrochen: im achten Jahrhundert, um Europa zu erobern, und in der Gegenwart, um vor dem Islam zu fliehen." Man sehnt sich nach Freiheit und ahnt, dass dies nur in christlichen Ländern möglich ist. Daher ist es Zeit, das Christentum zurück in die muslimischen Länder zu tragen, schliesslich können nicht alle Muslime in Europa aufgenommen werden. [8][9][14][16]

"Mit dem Bedürfnisse des Rechttes und der Sittlichkeit und der Einsicht in die freie Natur des Geistes tritt der Zwist derselben gegen die Religion der Unfreiheit ein. Es hälfe nichts, dass die Gesetze und die Staatsordnung zur vernünftigen Rechtsorganisation umgeschaffen würden, wenn nicht in der Religion das Prinzip der Unfreiheit aufgegeben wird. Beides ist unverträglich miteinander.... Es ist nur eine abstrakte, leere Vorstellung, sich als möglich vorzuspiegeln, dass die Individuen nur nach dem Sinne oder Buchstaben der Gesetzgebung und nicht nach dem Geiste ihrer Religion, in der ihr innerstes Gewissen und höchste Verpflichtung liegt, handeln.... Plato war es nicht verliehen, dahin fortgehen zu können, zu sagen, dass, solange nicht die wahrhafte Religion in der Welt hervortritt und in den Staaten herrschend wird, solange ist nicht das wahrhafte Prinzip des Staates in die Wirklichkeit gekommen." [1][5] - Hegel
Die Geschichte der Religionen fällt mit der Weltgeschichte und Kunstgeschichte zusammen. So ist zu beobachten, dass "die schöne Kunst nur denjenigen Religionen angehören kann, in welchen die konkrete in sich frei gewordene" Geistigkeit Prinzip ist. Ist das nicht der Fall, wie zum Beispiel im Islam, ist die Kunst mangelhaft; "weil sie einen so mangelhaften Gehalt hat, ist es auch die Form.... Die Darstellung behält eine Seite von Geschmack- und Geistlosigkeit, weil das Innere noch mit Geistlosigkeit behaftet ist." [1][5][11][12][13]
 
"Die schöne Kunst hat von ihrer Seite dasselbe geleistet, wie die Philosophie -die Reinigung des Geistes von der Unfreiheit. ... Die schöne Kunst (wie deren eigentümliche Religion) hat ihre Zukunft in der wahrhaften Religion"  [1][5] - Hegel

"Gibt der Geist dieser endlichen Reflexion nach, welche sich Vernunft und Philosophie (Rationalismus) genannt hat, so verendlicht er den religiösen Inhalt und macht ihn in der Tat zunichte. Die Religion hat dann ihr vollkommenes Recht, gegen solche Vernunft und Philosophie sich zu verwahren und feindselig zu erklären." [1][5] - Hegel

"Besonders die Frömmigkeit, die in ihrer frommen Vornehmigkeit sich des Beweisens ohnehin entübrigt glaubt, überlässt im Einklange mit der leeren Verstandesphilosophie, der sie so sehr entgegengesetzt sein will, in der Tat aber ganz auf dieser Bildung beruht, sich der Versicherung", die Natur Gottes sei "bloss etwas Historisches." [1][5] - Hegel
 

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[1]  Vgl. Kurse Nr. 509 Philosophie der Freiheit, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 551 G.W.F. Hegel - Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Religion - Philosophy of Science, Art and Religion. Akademie der Kunst und Philosophie / Academy of Sciences
[2]  Vgl. Kurs Kurs Nr. 533 Aristoteles - Philosophy of Sciences. Akademie der Kunst und Philosophie
[3]  Vgl. Kurs Kurs Nr. 532 - Philosophie der Wissenschaften. Akademie der Kunst und Philosophie
[4]  Vgl. Kurs Kurs Nr. 020 Goethe: Wissenschaft, Kunst und Religion. Akademie der Kunst und Philosophie
[5] Mehr dazu in den Kursen Nr. 552 William Shakespeare und Nr. 509 Philosophie der Freiheit. Akademie der Kunst und Philosophie
[6]  Vgl. Kurs Kurs Nr. 545 Sittenlehre. Akademie der Kunst und Philosophie
[7]  Vgl. Kurs Kurs Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Akademie der Kunst und Philosophie
[8] Da im nahen Osten und in der Levante immer mehr Gebiete von den Christen erobert werden, insbesondere von den christlichen Russen, wollen Islamisten nun Europa zu einem Schlachtfeld machen. Dafür können sie auf mehrere tausend Schläfer zurückgreifen, die in europäischen Moscheen, beispielsweise in deutschen Ditib-Moscheen radikalisiert worden sind. Sie rekrutieren weitere Kämpfer durch die - bisher nicht verbotene - Koran-Verteil-Aktion "Lies!" in Städten wie Frankfurt, Berlin, Bielefeld. Dies ist auch der Grund, warum Moscheen in Europa, der Levante und Mekka zunehmend geschlossen und zurückgebaut werden sollen. Ziel der Islamisten ist die "Eroberung des Vatikans". Denn dem Propheten des Islams schreiben die Islamisten den Ausspruch zu, "dass das jüngste Gericht mit einer Schlacht der Muslime gegen die Armee Roms in Dabiq nahe Aleppo und dem Sturz Roms eingeleitet werde. Nur war zu Lebzeiten Mohammeds Ostrom, also Konstantinopel und damit das heutige Istanbul, das Zentrum der Christenheit, nicht Rom selbst." Zudem wurde Aleppo bereits von Russland erobert und ist damit in christlicher Hand. (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 1, p. 2; 2015, Nr. 267, p. 3)
[9] Russland wird immer ein hartes Vorgehen gegen die Islamisten vorgeworfen, doch mit Blumen, Sprüchen und Lichterketten wie dies im heutigen Frankreich unter Hollande praktiziert werde, sei der islamische Terror nicht zu besiegen. Deshalb wird schon über die Zeit nach Hollande nachgedacht und man erinnert sich an das Frankreich Karl Martells. "Die Schlacht bei Poitiers im Jahre 732, bei der Karl Martell den Angriff der Araber zurückschlug, wird rückblickend als Sternstunde der französischen Geschichte gefeiert." (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 281, p. 3); vgl. Kurs Nr. 564 St. Augustine - Philosopher of Middle Ages / Aurelius Augustinus - Philosoph des Mittelalters. Akademie der Kunst und Philosophie
[10] Vgl. Kurse Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 555 Angelus Silesius, Nr. 553 Friedrich Schiller, Nr. 511 Fichte - Philosophie der Erziehung. Akademie der Kunst und Philosophie
[11]  Vgl. Kurs Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance
[12]  Vgl. Kurs Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur
[13]  Vgl. Kurs Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik
[14] "Seit Jahren wandern Muslime und aus Nordafrika und dem Nahen Osten nach Europa ein und bilden die berüchtigten Parallelgesellschaften, in denen islamische Terroristen heranwachsen und von aussen kommende Terroristen Anschluss und Unterschlupf finden. Brüssels Molenbeek und die Pariser Banlieus sind dafür hinreichend bekannt, und spätestens seit Köln wissen wir, dass die deutschen Bahnhofsgegenden zu beliebten Rückzugszonen für norafrikanische Kriminelle geworden sind, in denen der Rechtsstaat weitgehend machtlos ist. Derweil ergeht sich unser politisches Führungspersonal in Plattitüden zu europäischer Solidarität, setzt Fahnen auf Halbmast und beruft Konferenzen ein. Und die politische Linke ermahnt die Mehrheitsgesellschaft, weiterhin die Grenzen offen zu halten, die neue 'Buntheit' zu begrüssen und sich an der Integration der Einwanderer zu beteiligen, denn islamischer Terror habe nichts mit Einwanderung zu tun. Es ist eine Anmassung und Selbstüberschätzung, anzunehmen, wir Deutschen könnten es besser machen als Länder mit kolonialer Vergangenheit wie Frankreich oder Belgien. Hunderttausende, wenn nicht Millionen Migranten aus dem muslimischen Kulturkreis in kurzer Zeit sind nicht integrierbar. Wenn in Hamburg ernsthaft daran gedacht wird, neue Siedlungen für Zehntausende Migranten zu bauen, ist das ein Aufbauprojekt für das Hambuger Molenbeek des Jahres 2030 oder 2040." (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 78, p. 18)
[15] "Belgien förderte nicht nur die Einwanderung der Marokkaner. Als der saudische König Faisal 1967 Brüssel besuchte, bot ihm Belgiens Monarch Baudoin im Gegenzug für Rohstofflieferungen den orientalischen Pavillion im Parc du Cinquantenaire auf 99 Jahre zur mietfreien Nutzung an. Der mächtige Rundbau war im 19. Jahrhundert zur Nationalausstellung errichtet worden. Nun wurde naneben ein Minarett errichtet. Brüssel hatte seine 'grosse Moschee'. Bis heute wird sie von saudischen Klerikern betrieben und vom audischen Botschafter geleitet. Sie ist das faktische Zentrum des belgischen Islams, nur 200 Meter hinter dem Hauptgebäude der EU-Kommission. Der Salafismus ist hier mittlerweile die Hauptströmung des Islams. ... In Molenbeek hat Saudi-Arabien die Renovierung vieler Moscheen finanziert. Die meisten angehenden islamischen Theologen erhalten grosszügige Stipendien, um in Medina den Koran und die Hadithen zu studieren - nach saudischer Lesart: Wahabismus ist die saudische Variante des Salafismus. Die Mehrzahl der Imame in Molenbeek sind zwar keine Saudis, aber dort ausgebildet worden. Dass die meisten dieser Imame weder Französisch noch Flämisch oder Englisch sprechen, koppelt sie endgültig von der belgischen Gesellschaft an. Und auch in Molenbeeker Moscheen, die von Pakistanern, Tschetschenen oder Afrikanern besucht werden, wird in saudischen Büchern gelesen, die kostenlos ausgegeben werden.... Die Armut, die Überbevölkerung, Identitätsfragen, die Kriminalität und der saudisch geprägte Salafismus haben einen gefährlichen Nährboden geschaffen. Er zieht sich durch den gesamten 'Halbmond der Armit', der in Gestalt der Gemeinden Molenbeek, Schaerbeek, Maroles und Laeken die Brüsseler Innenstadt überwölbt." Christliche Pfarrer werden bedroht, die Seitentüren der Kathedrale immer wieder eingetreten. (Stahnke, J. 2016: Die giftige Saat ist aufgegangen. Die Ursachen für den Terror liegen schon Jahrzehnte zurück.Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 78, p. 3)
[16] Vgl. Kurs Nr. 550 Dostojewskij. Akademie der Kunst und Philosophie
 
 

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Letzte Bearbeitung:04.04.2017