Akademie der Kunst und Philosophie
Akademie der Wissenschaften | Académie des sciences
 

 

Kurs Nr. 350 (Studienfahrt)

Byzantinische Kunst und Architektur


Konstantinopel erhielt in der 537 begonnenen, 563 eingeweihten kühnen Kuppelkirche der "Heiligen Weisheit" (Hagia Sophia), "einen der größten Wunderwerke der Baukunst, das monumentalste christliche Gotteshaus bis zu den Tagen der Renaissance, von dem das Stadtbild des 'zweiten Rom' nunmehr beherrscht wurde."
Ravenna, Italy

 

 
 
 
 
 

 

(Genauere Infos für Mitglieder und eingeschriebene Studenten. Auch als Einleitung für Nr. 323, Nr. 324, Nr. 328, Nr. 329; Nr. 334, 335)

Das Römische Reich konvertierte bereits 380 zum Christentum, als Theodosius I. mit dem Erlass "Cunctos Populos" alle heidnischen und häretischen Religionen verbot: "die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerische Lehre zu tragen ... und werden von unserer Strafgerechtigkeit ereilt." Das war keine Konversion, sondern ein Befehl, dem rund 60 "Ausführungsbestimmungen" folgten. [1]

Den mächtigen Vorzügen des Christentums gegenüber finden wir das "Heidentum in voller Auflösung begriffen, ja in einem solchen Zustande, dass es auch ohne den Zutritt des Christentums kaum noch lange fortlebend zu denken ist. Nehmen wir zum Beispiel an, Mohammed hätte in der Folge seinen fanatischen Monotheismus ohne alle Einwirkung von christlicher Seite her zustande bringen können, so hätte das Heidentum am Mittelmeer dem ersten Angriff desselben so gewiss erliegen müssen als die Heidentümer Vorderasiens. Es war schon allzu tödlich geschwächt durch innere Zersetzung und neue willkürliche Mischung.... Das Christentum musste auf die Länge siegen, weil es alle diese Fragen, um deren Lösung sich jene gärende Zeit so sehr bemühte, ohne allen Vergleich einfacher und in einem grossartigen, einleuchtenden Zusammenhange beantwortete." Konstantins Siege beendeten die Christenverfolgung: "Blitzschnell rückte er wieder aus Syrien durch Kleinasien nach Europa und nahm in dem Gebiete seines Gegners das feste Byzanz sowie Heraklea weg. Zwischen dieser Stadt und Adrianopel kam es zu einer Schlacht mit dem überraschten Gegner. Wider Willen der beiden handelte es sich hier ganz offenbar um Christentum oder Heidentum.... Die während der Verfolgung konfiszierten Versammlungsplätze und andere Grundstücke der christlichen Gemeinden wurden zurückgegeben, die Christen offenbar begünstigt und ihr Proselytismus tätig unterstützt." [2]
 

"Das Jahrhundert war ausgegangen, sich eine neue Heimat für seine Gedanken und Gefühle zu suchen. Für die eifrigen Christen war dieses irdisch-himmlische Vaterland gegeben: es hiess Palästina... Vielleicht die erste weite Wallfahrt war die des kappadocischen Bischofs Alexander, welcher unter Caracalla Jerusalem – das damalige Aelia Capitolina – besuchte, »um des Gebetes und der Geschichte der Orte willen«. Auch Origenes kam, »um die Fußstapfen Christi, der Jünger und der Propheten aufzusuchen« ... "Eine merkwürdige Fügung hat es gewollt, dass Constantin auch in dem, was er für Palästina tat, weltgeschichtlich auf viele Jahrhunderte hinaus wirken sollte. Ohne den Glanz, welchen er über Jerusalem und die Umgegend verbreitete, hätte sich die Andacht der römischen Welt und folgerichtig die des Mittelalters nicht mit solcher Glut an diese Stätten geheftet und sie nicht nach einem halben Jahrtausend der Knechtschaft unter dem Islam wieder entrissen." [3] - Jacob Burckardt
Konstantinopel erhielt in der 537 begonnenen, 563 eingeweihten kühnen Kuppelkirche der "Heiligen Weisheit" (Hagia Sophia), "einen der größten Wunderwerke der Baukunst, das monumentalste christliche Gotteshaus bis zu den Tagen der Renaissance, von dem das Stadtbild des 'zweiten Rom' nunmehr beherrscht wurde." (Richter)

Ostrom wurde zum Bollwerk gegen die Perser und später den Islam. Der Perserkönig Chosrau II. der "Siegreiche" sah seine Stunde gekommen, um den alten Rivalen endgültig zu besiegen und die Weltherrschaft zu erringen. seine Truppen streiften bereits bis nach Chalcedon gegenüber von Konstantinopel. Heraklius, Sohn des oströmischen Statthalters von Karthago, erreichte 610 in der Stunde größter Not mit seiner Flotte die Hauptstadt. Aber gleichzeitig eroberten die persischen Heere alle orientalischen Provinzen des Reiches. 614 fiel sogar Jerusalem mit der besonders verehrten Reliquie des Heiligen Kreuzes in ihre Hände. 619 geriet die Kornkammer Ägypten in persischen Besitz. Aber Heraklius arbeitete zielbewußt an einer Reorganisation des Heerwesens. In "leidenschaftlicher Kreuzzugsstimmung" gegen die Perser stellte sich die griechische Kirche dem Kaiser zur Seite, der nun, nachdem er 619 die Awaren durch Tributzahlungen aus dem Ringe der Gegner entfernt hatte, angesichts der Größe der Gefahr 622 persönlich ins Feld zog. In Armenien erzielte er seinen ersten Erfolg. [4]

Der Krieg strebte dem Höhepunkt zu , als 626 Perser und Awaren mit ihren Hilfsvölkern zugleich von Asien und Europa her vor Konstantinopel erschienen. Die Awaren wurden von den tapferen Verteidigern mit solchen Verlusten zurückgeworfen, dass sie abzogen und eine Erhebung der Sklaven ihre Machtstellung auf der Balkanhalbinsel zusammenbrechen ließ. Heraklius erneuerte nun seine Gegenoffensive gegen das Perserreich. In der Entscheidungsschlacht bei Ninive unweit Mossul Anfang Dezember 627 wurde Chosrau II. völlig geschlagen. Im Friedensschluss musste Persien das Heilige Kreuz zurückgeben, das Heraklius im März 630 persönlich "mit großem Gepränge wieder in Jerusalem aufrichtete. Ostrom hatte das Übergewicht gewonnen; der Glanz des Sassanidenreiches erlosch jäh." [5]

Mohammed, mit seiner neuen, fatalistisch gestimmten Weltreligion des Islam "hatte sich zum Bruche mit Christentum und Judentum entschlossen." Wenige Monate vor der Kreuzaufrichtung durch Kaiser Heraklius in Jerusalem, im Januar 630, zog der Prophet Allahs siegreich in Mekka ein. Jetzt zeigte sich, wie furchtbar der lange Krieg zwischen Chosrau II. und Heraklius an den Lebenskräften der Großmächte Persien und Ostrom gezehrt hatte. Schon vorher hatte die arabische Offensive gegen das Perserreich begonnen. Jetzt fand im Juni 637 bei Kadesia westlich vom unteren Euphrat der persische Reichsfeldherr Rustem mitsamt seinem Heere den Untergang. 641 fiel Mossul, Ägypten wurde erobert, 711 Spanien und 732 wurde die Loire erreicht. Zweimal 674-678 und dann 715-717 lagerten arabische Belagerungsheere vor Konstantinopel und erschienen weitere "Muslime" (Islambekenner) siegreich in Innerasien, am Indus, in Turkestan und in den Landschaften südlich des Aralsees. Das Sassanidenreich sank endgültig dahin. "Nur der heroische Widerstand Konstantinopels bewahrte das christliche Abendland vor der Überflutung durch den Islam. Dazu kam der 732 über ein islamisches Heer im fernen Westen, bei Tours, der Stadt des fränkischen Nationalheiligen St. Martin, errungene Sieg des Frankenherrschers Karl Martell. Aber das Mittelmeer, ehedem das Herzstück des Imperium Romanum, wurde nun die südliche, von sarazenischen Seeräubern gefährdete Grenzscheide Europas gegen die weite arabisch-islamische Welt." [6]

Das oströmische Imperium änderte seit Heraklius sein Gesicht. Griechisch, die Sprache der Kirche und des Volkes, wurde anstelle des Lateinischen zur Staatssprache; der Kaiser führte seitdem den altgriechischen Königstitel (Basileus). Nach dem griechischen Namen Konstantinopels, Byzanz, pflegt man das gewandelte Staatswesen "Byzantinisches Reich" zu nennen. Auch der Einfluss des Orients machte sich bemerkbar, zum Beispiel durch den über hundertjährigen Streit um die Zulässigkeit der christlichen Bilderverehrung (730-843), der offensichtlich ein Abglanz der islamischen Bilderfeindlichkeit war, und aus der Stellung des Kaisers, der nicht nur weltliches, sondern weithin auch geistliches Oberhaupt war und blieb (Caesaropapismus). "Obwohl es im Gefolge dieser Entwicklung im Jahre 800 zur Herausbildung eines eigenen abendländischen Kaisertums und 867 zur Trennung der römischen Kirche von der griechischen kam, blieb Byzanz Bollwerk der Christenheit gegen den Osten und wichtigste Pflegestätte der Reste althellenischen Geistes, die erst in der Renaissancezeit dem europäischen Westen wieder zugute kommen sollten. Als nach wechselvollen Schicksalen 1453 jenes Bollwerk den osmanischen Türken erlag und der mohammedanische Halbmond das byzantinische Kreuz von der Kuppel der Hagia Sophia verdrängte, erschütterte der Fall Konstantinopels die ganze abendländische Christenheit, mochte diese auch inzwischen politisch zu neuer Stärke herangewachsen sein." [7]
 

"Wie kömmt es, daß ihr Christi Lehensleute
Ermordet und ihr Lehen an euch reißt
Und nicht Jerusalem von jener Meute
Befreit habt und die Räuberbrut zerschmeißt,
Und daß Constantinopel und den besten
Theil dieser Welt der Türke darf verpesten?" - Ariosto [8]


Ja, warum ist die christliche Welt Konstantinopel nicht zu Hilfe geeilt? Konstantinopel war durch die Perserkriege und die Auseinandersetzungen mit Westrom geschwächt. Hinzu kommt, dass der zum Papst am 8. Januar 1198 gekrönte Innozenz III. den 4. Kreuzzug ausruft, der völlig außer Kontrolle gerät. Von den Venezianern wird der Kreuzzug ins Byzantinische Reich umgeleitet. Die Kreuzfahrer erobern und plündern das christliche Konstantinopel im Jahre 1204. Als Ergebnis des 4. Kreuzzugs ist das Byzantinische Reich als Bollwerk gegen den Islam geschwächt und der Konflikt zwischen katholischer und orthodoxer Kirche neu ausgebrochen. [9]

Eigentlich hatte das erneute Vordringen des Islams, die Not und der Untergang des byzantinischen und griechischen Reiches "im ganzen wieder die frühere Stimmung der Abendländer (wenn auch nicht ihren Eifer) erneuert. Hiervon macht Italien eine durchgängige Ausnahme; so groß der Schrecken vor den Türken und die wirkliche Gefahr sein mochte, so ist doch kaum eine bedeutendere Regierung, welche nicht irgend einmal frevelhaft mit Mohammed II. und seinen Nachfolgern einverstanden gewesen wäre gegen andere italienische Staaten." Man begegnete dem Mohammedanismus schon damals mit einer falsch verstandenen Toleranz und Indifferenz. Päpste veruntreuten die aus der ganzen Christenheit gesammelten "Türkengelder" anstatt es zu nutzen um die Türken zurückzudrängen. J. Burckardt meint sogar: "Angesichts der damals schon begonnenen Unterjochung Italiens durch die Spanier ist es ein leidiger, aber doch gar nicht grundloser Trost, dass nunmehr das Land wenigstens vor der Barbarisierung durch die Türkenherrschaft geschützt war. Sich selbst hätte es bei der Entzweiung seiner Herrschaft schwerlich vor diesem Schicksal bewahrt." [10]
 

Das heutige türkische Staatsgebiet bildete vor der Islamisierung für knapp zwei Jahrtausende ein zutiefst christlich geprägtes Land

"Das heutige türkische Staatsgebiet bildete für knapp zwei Jahrtausende ein zutiefst christlich geprägtes Land." Zahlreiche Schauplätze von Ereignissen des Neuen und Alten Testaments lassen sich noch immer in Augenschein nehmen lassen - auch nach der Eroberung der byzantinischen Hauptstadt Konstantinopel durch die Osmanen (1453). "Dass wir trotz Apostelgeschichte, trotz der bedeutenden Kirchenväter, Märtyrer und Heiligen Kleinasiens , Basileios der Große etwa, Grigorios von Nazianz, Grigorios von Nyssa oder Nikolaos von Myra , die Türkei nicht mehr als uraltes christliches Kulturland begreifen, liegt an der Radikalität, mit der türkische Nationalisten im Verlauf eines knappen Jahrhunderts das Christentum in Kleinasien und Nordmesopotamien entwurzelten und die Erinnerung an seine Träger zu tilgen versuchten." Armenier und Griechen bildeten mit 2,5 bzw. 2,7 bis 3 Millionen vor dem Ersten Weltkrieg die größten autochthonen ethno-religiösen Minderheiten im Osmanischen Reich. In der letzten Dekade osmanisch-türkischer Herrschaft fielen sie, ebenso wie die aramäischsprachigen Christen (Aramäer, Assyrer, Chaldäer) "staatlich geplanten und gelenkten Massakern sowie Deportationen zum Opfer, die die Genozidforschung als Völkermord entsprechend den Kriterien der UN-Genozidkonvention (1948) wertet. Namentlich der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern osmanischer Staatszugehörigkeit bildet, zusammen mit den Massakern an Assyrern im Irak 1933 einen Prototypus des Genozids, der den Autor der UN-Genozid-Konvention, Raphael Lemkin, veranlasste, als Justitiar des Völkerbundes schon 1933 einen Entwurf für ein entsprechendes internationales Vertragswerk in den Völkerbund einzubringen; er scheiterte damals allerdings am Widerstand der Delegation aus Nazideutschland. Während die armenische Bevölkerung des Osmanischen Reiches in nur zwei Jahren (Frühjahr 1915 bis Februar 1917) genozidal um drei Fünftel verringert wurde, erstreckte sich die Vernichtung der griechisch-orthodoxen Bevölkerung auf ein Jahrzehnt, mit wechselnden Schauplätzen. Sie wird daher auch als kumulativer Völkermord bezeichnet. Der asymmetrische „Bevölkerungsaustausch“ ethno-religiöser Minderheiten zwischen der Türkei und Griechenland besiegelte 1923 nachträglich die schon weitgehend vollzogene Vertreibung und Vernichtung der kleinasiatischen Griechen. Die Republik Türkei verhinderte mit gesetzlichen Restriktionen (September 1923; Gesetz vom 23.05.1927) eine Rückkehr der überlebenden, ins Ausland geflüchteten osmanischen Christen. Im August 1926 verkündete die türkische Regierung die Zurückhaltung sämtlichen vor dem 6. August 1924 beschlagnahmten Eigentums. Mit Billigung der Behörden wurden christliche Rückkehrer in zahlreichen Fällen ermordet. Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts sank die Zahl von Armeniern und Griechen durch ein Bündel restriktiver Maßnahmen und infolge erneuter staatlich inszenierter Ausschreitungen gegen Nichtmuslime, vor allem Griechen." [11]

Im Jahr 1097 schlug das christliche Ritterheer unter Gottfried von Bouillon bei Dorylaion das Heer des Seldschukensultans Kilic Arslan und schaffte damit eine der entscheidenden Voraussetzungen für das Gelingen des ersten Kreuzzugs. Ayazin, das byzantinische Metropolis war in byzantinischer Zeit das weltliche und religiöse Zentrum der Region mit einer großen Kirchenanlage - der bedeutendste sakrale Bau in Metropolis. In einer weiteren Kirchenanlage haben Moslems einen islamischen Friedhof errichtet.  In römisch-byzantinischer Zeit war Apameia (Dinar) der größte Handelsplatz nach Ephesus an der Westküste Kleinasiens und Bischofssitz, bis die Seldschuken 1070 die Stadt eroberten. Antiochia wurde im Jahr 25 v. Chr. im Zuge der umfassenden Provinzreform des Augustus zur Colonia Caesarea erhoeb. Sie war zunächst Teil der Provinz Galatia, später dann Hauptstadt des nördlichen Pisidien. Antiochia entwickelte sich zu einer der am stärksten romanisierten Städte im Inneren Kleinasiens. Die Stadt soll zu ihrer Blüte zwischen 7000 und 10 000 Einwohner gehabt haben. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert besuchte der Apostel Paulus auf seiner sersten Missionsreise die Stadt und gründete eine Gemeinde. Im Jahr 46 n. Chr. erreichte Paulus die Stadt Antiochia ad Pisidiam. Sie waren im syrischen Antiochia aufgebrochen und kamen über Zypern an die kleinasiatische Küste bei Perge. Von dort aus zogen sie über Taurus ins hoch gelegene Pisidien. Paulus suchte auf seinen Missionsreisen stets die jüdische Synagoge auf, um seine neue Botschaft zu verkünden. Als jüdischer Theologe und Rechtsgelehrter hatte er jederzeit das Recht zu predigen, nachdem der Vorsteher der Gemeinde die Liturgie und die Lesungen gehalten hatte, was ihm auch zunächst nie verweigert wurde. In der Synagoge machte Paulus den entscheidenden Unterschied zwischen neuer Lehre und altem Glauben deutlich. Die Erlösung des Menschen könne nicht durch das strikte Einhalten des mosaischen Gesetzes erreicht werden, sondern nur durch Jesus Christus. Einen zukunftsweisenden Schritt bei der Verbreitung des frühen Christentums ging Paulus, als er bagann, auch die Heiden zu missionieren. Was im syrischen Antiochia unter den aus Jerusalem geflohenen Aposteln heftig diskutiert wurde, nämlich ob man auch Heiden und nicht nur den Judenchristen das Evangekium bringen dürfe, hat Paulus in Antiochia ad Pisidiam mit dem Beginn der Heidenmission beantwortet. Auch in Iconium (Konya) hielt das Christentum schon früh Einzug. Paulus hatte hier um das Jahr 50 seine missionarische Tätigkeit aufgenommen, und schon bald bildete sich eine christliche Gemeinde. Am Ende des dritten Jahrhunderts wurde Iconium Bischofssitz, was es bis 1922 blieb. Durch die Einfäller der Araber und nach der Schlacht von Manzikert im Jahr 1071, in der das byzantinische Heer vernichtend geschlagen wurde, war Kleinasien dem türkischen Zugriff wehrlos ausgeliefert; die Seldschuken nahmen Iconium ein." 1466 fiel Konya an die Osmanen, teilte von nun an das Schicksal der anderen zentralanatolischen Städte und wurde provinziell. In der Nähe des byzantinischen Iconium liegt Sille, das in byzantinischer Zeit gegründet wurde und bis 1922 eine große griechisch-orthodoxe Gemeinde hatte. Dort liegt auch die 327 gegründete Kirche St. Helena, die älteste byzantinische Kirche Kleinasiens. Städte wie Laranda (Karaman) waren in byzantinischer Zeit eine Garnison gegen die Araber und Teil der vordersten Verteidigungslinie im Kampf gegen den expandierenden Islam. 1165 wurde die Stadt von den Seldschuken eingenommen, 1190 von den Kreuzrittern befreit und von Leon II., des christlichen Herrschers von Kleinarmenien, regiert, 1211 fiel die Stadt wieder an die Seldschuken. 1256 dann wurde Laranda die Residenz der Karaminiden, eines Turkstammes unter der Führung des Moslems Kerimüddin Karaman. Mit der Eroberung durch die Osmanen 1466 verlor die Stadt an Bedeutung und fiel auf das Niveau einer wenig prosperierenden anatolischen Kleinstadt zurück. Viele Kirchen wurden in Moscheen umgewandelt, wie die griechische Kreuzkuppelkirche von Fisandon. Der Grundriss der Kirche in der Form eines griechischen Kreuzes repräsentiert das bauliche System der christlich-orthodoxen Architektur des byzantinischen Ostens. Wegen seines Reichtums an frühbyzantinischen Klöstern und Kirchen hat das Gebiet nördlich von Laranda heute den Namen Binbir Kilise, "1001 Kirche". Ruinen byzantinischer Kloster- und Kirchenanlagen liegen bei den Dörfern Barata (Madensehir) und Dêgile (Ückuyu). Barata war bis in das 10. Jahrhundert eine bedeutende byzantinische Siedlung mit eigenem Bischofssitz. Seldschuken und turmenische Nomaden zerstörten die Anlagen, im 19./20. Jahrhundert wurden aus dem vorhandenen Baumaterial Steinhäuser für Moslems errichtet. Man zählt noch etwa fünfzig Kirchenruinen in unterschiedlichem Erhaltungszustand. In Kappadokien entstanden schon im 2. Jahrhundert zahlreiche Christengemeinden, die sich um zwei Bischofssitze gruppierten: um Caesarea (Kayseri) und um Melitene (Malatya). Unter dem Einfluß der Bischöfe Basilius von Caesarea (ca. 330-379), seinem jüngeren Bruder Gregor von Nyssa (ca. 335-394) und Gregor von Nazianz (ca. 330-390), die heute noch in der Ostkirche als Heilige verehrt werden, entwickelte sich dieses Gebiet zu einem religiösen Zentrum. Basilius, einer der gebildetsten Männer seiner Zeit, wurde in Caesarea als Kind einer vornehmen Familie geboren. Seine Ausbildung genoss er an den Akademien von Caesarea, Konstantinopel und Athen, wo er mit Gregor von Nazianz und dem späteren Kaiser Julian Apostata (361-363), zwei einander gegensätzlichen, für seinen späteren Lebensweg wichtigen Persönlichkeiten, zusammentraf. Als Bischof von Caesarea nahm Basilius den Kampf gegen Christenverfolgung und Ketzerei auf, der sich zunächst gegen Julian Apostata richtete, der heidnische Religionen und Kulte wieder zu beleben versuchte. Im vierten Jahrhundert wurde das Christentum Staatsreligion. Der Streit zwischen Arius von Alexandria und Athanasius von Konstantinopel spaltete die junge Christenheit in Monophysiten, die in Christus nur das göttliche Wesen verehrten, und Orthodoxe, die in Christus die menschliche und die göttliche Natur erkannten (Zwei-Naturen-Lehre). Dieser Streit wurde auch in Kappadokien ausgetragen. Im Jahr 371 teilte der arianische Kaiser Valens Kappadokien in einen arianischen Teil mit einem Bischof in Tyana (Kemerhisar) und einem orthodoxen Teil mit der Metropole Caesarea, deren Bischof Basilius blieb. Diese Teilung war der Beginn einer tiefgreifenden Distanzierung der monophysitischen Kirchen - Nestorianer, Armenier, Kopten u.a. - von den orthodoxen und katholischen Kirchen des Westens; die Teilung von römisch-katholischer und orthodoxer Kirche wurde erst 1054 vollzogen.Basilius reformierte das Mönchswesen, weg von dem asketischen Leben in Einsamkeit, hin zu Klostergemeinschaften. Diese sozial ausgerichteten Ordensgemeinschaften waren Anknüpfungspunkte für die Ordensregeln der Benediktiner. Bis heute hat die "Liturgie des Basilius" in der griechisch-orthodoxen Kirche Gültigkeit. Der Einfluss der Orthodoxie verstärkte sich 451, als das Bistum von Caesarea dem Patriarchat von Konstantinopel unterstellt wurde. Nach dem Ikonoklasmus (Bilderstreit) 726-843 und nachdem die Kaiserin Theodora die Bilderverehrung im Jahr 843 wieder zugelassen hatte, wurden neue Kirchen gebaut und mit Mosaiken, Wandmalereien und Ikonen geschmückt. In Kappadokien erlebte das Mönchtum einen explosionsartigen Zulauf. Ein Jahrhundert später hatte die Entwicklung solche Ausmaße angenommen, dass der Kaiser Nikephoros Phokas im Jahr 964 ein Verbot von Klosterneugründungen erließ. Konnten die kirchlichen und mönchischen Gemeinden sich in seldschukischer Zeit noch frei entfalten, "so blieb die christliche Bevölkerung unter den Osmanen ohne Entwicklungsmöglichkeiten." [12]

Alle Elemente der byzantinischen Kunst waren religiösen und formalen Konventionen verpflichtet, die der künstlerischen Freiheit Grenzen setzten, aber dennoch Spielräume ließen, um innerhalb dieser Grenzen eine lebendige Entwicklung der Formen und Stile zu ermöglichen. Ähnlich wie bei der mittelalterlichen Malerei in den Kirchen der Romanik, entnahm man die Motive aus der heiligen Schrift. Die Aufgabe bestand darin, Prediger in der Auslegung der Evangelien zu unterstützen und die Mönche bei der Meditation zu leiten. Immer wieder stößt man auf die zentralen Themen der Evangelien: die Kindheit Mariens, die Verkündigung, die Geburt Christi, die heiligen drei Könige, die Darstellung im Tempel, die Taufe Jesu durch Johannes, die Wunder Jesu, der Verrat des Judas, die Verleugnung des Petrus, das Abendmahl, Passion und Kreuzigung, die Grablegung und Auferstehung, die Verklärung und das Pfingsfest. In der Apsis thront im Allgemeinen Christus als Pantokrator, als König der Welt, zum Teil umrahmt von apokalyptischen Symbolen. In den Seitenapsidien wird Maria mit dem Kind dargestellt. Der Ausdruck der Figuren, die die Kuppeln, Gewölbe, Zwickel, Laibungen und die Wände der Kirchen bedecken, verleiht der Kunst in Kappadokien den Charakter einer intensiven Spiritualität. Die Klosteranlage mit der "Direkli Kilise" beispielsweise wurde wie die "Bahattin Samanligi Kilise" im 11. Jahrhundert erbaut. Als Grundriss wurde das griechische Kreuz gewählt, vier Pfeiler stützen die Scheinkuppel. Die Wände sind mit Heiligenfiguren geschmückt, auf dem Bogen der Mittelapsis ist Christus, eingerahmt von den Erzengeln Michael und Gabriel, als Patokrator in der Mandorla abgebildet. Auf der Säule, die der Eingangstür gegenüberliegt, ist die thronende Maria mit dem aufrecht sitzenden Jesuskind dargestellt. Wie wenig sich in der Türkei um die Restaurierung der historisch wertvollen Kirchen gekümmert wird zeigt sich manchmal schon am Namen der Kirche: "Bahattin Samanligi Kilise" heißt "Kirche in der Scheune des Bahattin". Diese Bezeichnung stammt von dem "Kirchenbesitzer Bahattin, der das Gebäude als Scheune benutzt hatte." (!) Die Fresken sind stark verrußt. In anderen Kirchen wurden die byzantinischen Fresken nach 1922 übertüncht, wie bei der Kreuzkuppelkirche Hagios Gregorius im byzantinischen Karbala (Güzelyurt), die heute als Moschee missbraucht wird. Gregor von Nazianz gehörte neben Gregor von Nyssa und Basilius von Caesarea zu den bedeutendsten Kirchegelehrten des vierten Jahrhunderts. Er wurde 328 in Nazianz, dem heutigen Dorf Nenezi in der Nähe von Güzelyurt, geboren. Seinen Beinamen "Gregorius Theologos" verdankt er seiner unermüdlichen Tätigkeit, in Wort und Schrift für die orthodoxe Theologie einzutreten. Dies machte ihn zu einem Hauptgegner der in Anatolien weit verbreiteten arianischen Gemeinden.  Viele Hauptstädte in der Türkei waren früher byzantinische Städte, wie zum Beispiel das oben erwähnte Caesarea (Kayseri), die sich in römischer und byzantinischer Zeit zu einer bedeutenden Stadt entwickelte, die zeitweise bis zu 400 000 Einwohner hatte. Das Christentum fand durch die Missionstätigkeit des Apostels Paulus schon früh Eingang in diese Region. Besondere Bedeutung gewann Caesarea im 4. Jahrhundert durch das Wirken der Bischöfe und Kirchenväter, vor allem des heiligen Basilius; er schuf ein soziales Netz zur Versorgung der Alten. Bis 1922 war Caesarea Sitz eines Metropoliten, dessen Residenz das Johannes-Prodomos-Kloster war, das südöstlich von Caesarea lag. Heute ist hier militärisches Sperrgebiet. Außerhalb der Stadt ließ Basilius eine Siedlung errichten, die seinen Namen trug: Basileias. Im 7. Jahrhundert wurde die Stadt zur Grenzfestung gegen die Sassaniden ausgebaut, die erstmals 611 n.Chr. die Stadt belagerten und Tausende von Einwohnern verschleppten. Wenig später folgten Einfälle der Araber; von hier aus erfolgten auch die erfolgreichen Rückeroberungen der Byzantiner. Später (1077) fiel die Stadt "in die Hände türkischer Invasoren". Heute wirbt die Türkei in ganzseitigen Anzeigen in deutschen Tageszeitungen, wie sehr sie sich um die historischen Denkmäler kümmere. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Überall wo türkische Invasoren eingedrungen sind, verfallen die christlichen Baudenkmäler, so auch in Gezi, einer ehemals griechischen Siedlung östlich von Caesarea, die heute von "türkischen Neusiedlern" bewohnt wird. In der Nähe steht auch eine ehemalige armenische Klosteranlage, von der noch die mächtige Kirche erhalten ist. Daneben steht "eine griechische Kreuzkuppelkirche mit einem separaten Glockenturm. Da der Kirchenraum leider als Stall benutzt wird, ist eine Besichtigung nicht möglich" (!) Im 10./11. Jahrhundert erlebte die byzantinische Stadt als Bischofssitz mit dem Namen Hagios Prokopios (Ürgüp) ihre Blütezeit. "Bauliche Überreste aus dieser Phase gibt es nicht mehr." (!) Wie ist es dem alten Sinassos (Mustafapasaköy), das bis 1923 ausschließlich von Griechen bewohnt war? "Von ihnen stammen die Kirchenbauten im Ort, die heute andere Funktionen haben." (!) Viele alte Häuser erinnern mit ihren kunstvoll gearbeiteten Simsen, Fenster- und Türrahmungen und den Balkonen aus Tuffstein noch an den Wohlstand der alten Zeit. "Nach der Ausweisung der griechen zogen türkische Familien aus Saloniki, der Heimatstadt von Kemal Mustafa Pasa (Atatürk), hierher und benannten den Ort nach ihm um." Nur die in Stein gehauenen byzantinischen Kirchen- und Klosteranlagen sind noch zu sehen: Agios Vasilios, das Archangelos-Kloster, die Timios Stavros Kirche. In den byzantinischen Städten Damsa (Takinpasaköy, Sobesos (Sahinefendi) und Mavcucan (Güzelöz) sind die byzantischen Kirchen zweckentfremdet  wie eine "aus Steinquadern errichtete Kirche aus dem 8./9. Jahrhundert, die dem heiligen Eusthatios geweiht war und heute als Depot genutzt wird."  [13]

Trapezunt wurde im 8. Jahrhundert vor Christus von griechischen Seefahrern gegründet. Unter der Herrschaft von Griechen, Römern und Byzantinern hatte sich die Stadt schnell zu einer vielsprachigen Handelsmetropole an der südlichen Seidenstraße entwickelt. Heute ist Trapezunt (Trabzon) von Türken besetzt. "Relikte aus alter Zeit finden sich kaum. Gut erhalten ist nur die Hagia-Sophia-Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die hoch über dem Meer auf einem Felsen thront. Die Kirche ist heute eine Moschee." Wie fast alle ehemaligen byzantinischen und griechischen Kirchen wurde sie mit Minaretten verschandelt. Alte griechische und byzantinische Häuser läßt man verfallen, wie zum Beispiel in dem ehemaligen griechischen Viertel in Ordu. Die griechische Basilika ist äußerlich zwar unversehrt, innen jedoch verschandelt und das Kreuz auf der Kuppel fehlt. In seiner Ordu-Chronik erzält der griechische Autor Ioakim Saltsis, dass im Herbst 1917 etwa 3500 Griechen aus Ordu über das pontische Gebirge in ein zweihundert Kilometer entferntes Lager im Hinterland marschieren mussten. "Nur etwa zwei Drittel von ihnen erreichten das Ziel. Die übrigen starben unterwegs an Krankheiten und Erschöpfung. Es war der Auftakt dessen, was von vielen Historikern mittlerweile als Genozid an den Pontos-Griechen bezeichnet wird. Immer mehr Griechen wurden aus den Küstenstädten auf Todesmärschen ins Hinterland deportiert, irreguläre Einheiten überfielen griechische Dörfer und ermordeten deren Bewohner. Am 19. Oktober 1917 titelte di amerikanische Zeitung 'Lincoln Daily Star': 'Turks Slaughter Christian Greeks.' Die türkische Regierung leugnet bis heute die systematische Vernichtung von Armeniern, Griechen und anderen Christen." Nachdem das Osmanische Reich 1919 kapitulierte, sollte die Türkei unter dem griechischen Staatschef Venizelos wieder griechisch werde. Die Westmächte unterstützten Griechenland aber nur halbherzig, weshalb die Türkei heute mehrheitlich muslimisch und nicht mehr christlich ist. [14]

Wie trostlos die Türkei heute aussieht, zeigen zum Beispiel Aufnahmen von Norman Behrendt. In der Türkei werden überall Trabantensiedlungen gebaut wie in Dubei. Es sieht aus wie "Disneyland oder wie eine anatolische Version von Plattenbausiedlungen."  Zwischen den Wohntürmen ragen steil die Minarette auf, an denen die Lautsprecher der Muezzine angebracht sind. Fünf Mal am Tag terrorisieren sie die Nachbarschaft mit ihrem Geplärre. Hatte schon das Osmanische Reich keine wirklich großen Architekten hervorgebracht (selbst Mimar Sinan kopierte für sein Moscheen immer nur die Konstruktion der Hagia Sophia), sind die neuen Moscheen nur noch Varianten der Moscheen Sinans, nur dass sie sich immer weiter von der ästhetischen Schönheit des Vorbilds der Hagia Sophia entfernten. "Bis sie in den vergangenen Jahrzehnten immer billiger und Einfallsloser wurden" Kein Wunder bei dem inflationären Bau von muslimischen Betanstalten. Manche Moscheen entstehen inmitten dichter "Ansammlungen gesichtsloser Wohnsilos", andere inmitten einer Ödnis, wo sie zum Zentrum einer vorerst nur auf dem Reißbrett existierenden Trabantenstadt werden sollen.  Auf dem höchsten Hügel über dem Bosporus, Camlica, lässt Erdogan die größte Moschee der Türkei bauen. Von weit her sind ihre hässlichen Umrisse sichtbar, umfasst von sechs Minaretten neben den größten türkischen Nationalflaggen. Noch größer und hässlicher sind nur noch die Bauten in Mekka. Erdogan liebt das Monströse und Hässliche, was nicht nur sein Präsidialpalast in Ankara zeigt, sondern auch die "tausend Moscheen verdeutlichen, die jedes Jahr in der Türkei errichtet werden. Ein Wunsch nach Innovation und großartiger Ästhetik lässt sich dabei allerdings nicht erkennen." Seit der osmanischen Muslimisierung der Turkei galt die Türkei immer als unattraktiv für Führungskräfte. Der Türkei-Konflikt und die prekäre Sicherheitslage dort führen dazu, dass die Türkei fast gänzlich von Führungskräften gemieden wird. Das schlägt sich in der Karriereplanung europäischer Führungskräfte nieder. "Geschäftsführer, Manager und leitende Angestellte nennen die Türkei als unantraktivstes Land für eine Auslandsentsendung." [15]

Wie trostlos die Türkei heute aussieht, zeigen zum Beispiel Aufnahmen von Norman Behrendt. In der Türkei werden überall Trabantensiedlungen gebaut wie in Dubei. Es sieht aus wie "Disneyland oder wie eine anatolische Version von Plattenbausiedlungen."  Zwischen den Wohntürmen ragen steil die Minarette auf, an denen die Lautsprecher der Muezzine angebracht sind. Fünf Mal am Tag terrorisieren sie die Nachbarschaft mit ihrem Geplärre. Hatte schon das Osmanische Reich keine wirklich großen Architekten hervorgebracht (selbst Mimar Sinan kopierte für seine Moscheen immer nur die Konstruktion der Hagia Sophia), sind die neuen Moscheen nur noch Varianten der Moscheen Sinans, nur dass sie sich immer weiter von der ästhetischen Schönheit des Vorbilds der Hagia Sophia entfernten. "Bis sie in den vergangenen Jahrzehnten immer billiger und Einfallsloser wurden" Kein Wunder bei dem inflationären Bau von muslimischen Betanstalten. Manche Moscheen entstehen inmitten dichter "Ansammlungen gesichtsloser Wohnsilos", andere inmitten einer Ödnis, wo sie zum Zentrum einer vorerst nur auf dem Reißbrett existierenden Trabantenstadt werden sollen.  Auf dem höchsten Hügel über dem Bosporus, Camlica, lässt Erdogan die größte Moschee der Türkei bauen. Von weit her sind ihre hässlichen Umrisse sichtbar, umfasst von sechs Minaretten neben den größten türkischen Nationalflaggen. Noch größer und hässlicher sind nur noch die Bauten in Mekka. Erdogan liebt das Monströse und Hässliche, was nicht nur sein Präsidialpalast in Ankara zeigt, sondern auch die "tausend Moscheen verdeutlichen, die jedes Jahr in der Türkei errichtet werden. Ein Wunsch nach Innovation und großartiger Ästhetik lässt sich dabei allerdings nicht erkennen." Seit der osmanischen Muslimisierung der Turkei galt die Türkei immer als unattraktiv für Führungskräfte. Der Türkei-Konflikt und die prekäre Sicherheitslage dort führen dazu, dass die Türkei fast gänzlich von Führungskräften gemieden wird. Das schlägt sich in der Karriereplanung europäischer Führungskräfte nieder. "Geschäftsführer, Manager und leitende Angestellte nennen die Türkei als unantraktivstes Land für eine Auslandsentsendung." [15]
 

Die byzantinische Kultur hat die Erinnerung an die kulturellen Leistungen der Antike ins Mittelalter herübergerettet, die ohne Byzanz nie nach Europa gelangt wäre - Zeit des Schweigens, die Türkenherrschaft - Befreiungskampf der Griechen

Bemerkenswert ist, wie wenig türkische Worte in den griechischen Wortschatz übernommen wurden. Für die Griechen waren die Türken "Barbari". Auch im Altertum verstanden die Griechen unter "Barbari" die Herrschaftsmechanismen des Pharaonenreiches und des persischen Großkönigtums. "Grieche", "Byzantiner" waren kulturelle Ehrentitel. "Dann kamen die Türken und löschten den Rest des griechischen Byzanz aus. Die Türken waren für Europa eine schlimme Bedrohung. Mehrmals versuchte man gegen sie 'Kreuzzüge' zu organisieren, aber die Idee war nicht mehr modern, und so überließ man es den bedrohten Staaten, sich selbst zu schützen: die 'Christenheit' war an der Sache nicht interessiert. Frankreich, 'die älteste Tochter der Kirche', lag weit vom Schuß und paktierte als erster europäischer Staat mit den Türken. Dann folgten England und im 18. Jahrhundert schließlich Österreich, nachdem es seine Gebiete von den Türken zurückgeholt hatte. Nur die Russen, die Konstantinopel und die Meerengen haben wollten, lebten mit der Türkei nach wie vor in Feindschaft." Später galt die Türkei als "Europas kranker Mann" und die Griechen wurden wie Schachfiguren herumgeschoben. "Da brach aber die Revolution Kemal Atatürks aus, der 'kranke Mann' war gar nicht so mehr krank, und plötzlich sahen England und die Amerikaner ihre Interessen am irakischen Erdöl und am einzigen Verbindungsweg dazu, an der Bagdad-Bahn, durch Griechenlandfreundlichkeit ernstlich gefährdet. Die Griechen wurden fallen gelassen. Das Ergebnis: Anderthalb Millionen Menschen wurden aus kleinasiatischen Gebieten vertrieben, die dreitausend Jahre lang griechisch gewesen waren." [16]

Die Eroberung Griechenlands durch die Türken war Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Verschwinden der letzten Venezianischen Enklaven abgeschlossen. Die Türken gewährten zwar eine weitgehende Autonomie der griechischen Städte und Gemeinden, allerdings unter der Oberhoheit und Kontrolle der örtlichen türkischen Behörden; auch der gesamte Grundbesitz ging mit der Eroberung in das direkte Eigentum des Sultans über. Der kirchliche Besitz unterstand zwar den gleichen Bestimmungen, blieb aber fast ausnahmslos unangetastet. Der Patriarch von Konstantinopel behielt seine Privilegien. In gewisser Weise war damit "der Fortbestand des byzantinischen Status quo, und damit die Oberhoheit der Griechen über die anderen orthodoxen Völker der Türkei" gegeben. Einen Sonderfall bildeten zwei Gebiete, die Halbinsel Mani der südlichen Peloponnes und die Agrafa-Dörfer im Epirus. "Die Maniaten bildeten eine Art Klan, dessen Chef von den Türken den Titel eines Bey erhielt. Den Türken war es nicht gelungen, die fesige Halbinsel zu erobern, und sie begnügten sich mit einem symbolischen Tribut. Der Bey hob von seinen Stammesgenossen keine Steuer ein; sein persönliches Einkommen waren die Zolleinkünfte von Kalamata. Die Agrafa-Dörfer waren ebenfalls frei von türkischer Besatzung, und die Einwohner hatten die Erlaubnis des freien Waffentragens." Als die Rechtsunsicherheit wegen der zunehmenden Willkür örtlicher türkischer Amtsträger immer größer wurde, nahm die Aktivität der sogenannten "Klephten" antitürkischen Charakter an. Der Wunsch der Griechen, sich der türkischen Oberhoheit zu entledigen, wurde im Laufe des 18. Jahrhunderts immer stärker. Die zunehmende Willkür türkischer Beamter und der wachsende Steuerdruck trugen dazu bei, dass dieser Wunsch immer bewußter und drängender wurde. Diesen Umstand wollte die antitürkische Politik Russlands ausnutzen. Während des russisch-türkischen Krieges kamen russische Agenten auf die Peloponnes und forderten die Griechen zum Aufstand auf. "1770 erhoben sie sich auch, auf die versprochene Hilfe der russischen Flotte hoffend. Tatsächlich erschienen russische Kriegsschiffe unter Orloff, doch konnten sie nicht helfen. Die Aufständischen wurden von albanischen Horden niedergemacht, die die Pforte zu Hilfe gerufen hatte. Die Albaner verwüsteten die ganze Halbinsel, und ein großer Teil der Bevölkerung floh auf die Inseln der Ägäis und nach Kleinasien. Die Katastrophe war so groß, dass sich die Pforte schließlich gezwungen sah, die Albaner mit Militärgewalt zu vertreiben und eine allgemeine Amnestie zu gewähren." Nach diesem Beginn beruhigten sich die Griechen nicht mehr. Dichter besangen die Freiheit Griechenlands, zum Teil übernational, d.h. sämtliche "Völkerschaften des Türkischen Reiches, auch die unterdrückten Türken selbst." 1914 wurde der Geheimbund Philiki Hetairia gegründet. Ab 1820 stieg die Zahl der Mitglieder der Philiki Hetairia auf zehntausende. Alexandros Ypsilantis, Führer der Philiki Hetairia, der den Plan eines allgemeinen Aufstandes entworfen hatte, stellte in Russland ein Korps von freiwilligen Griechen auf, die "Heilige Schar". "Diese sollten am 25. Februar 1821 in der Moldau eindringen, dort mit Hilfe der Rumänen die Türken schlagen, in die inzwischen durch Agenten zum Aufstand aufgerufenen Balkanländer dringen und sich schließlich mit den griechischen Kräften vereinigen, die sich inzwischen ebenfalls erhoben haben sollten. Von diesem Plan wurden die griechischen Führer informiert." Der Freiheitskämpfer Theodoros Kolokotronis war schon nach Mani gekommen. Alles war bereit. Im letzten Jahr wurden große Waffen- und Munitionslager errichtet. "Die Türken, die immer wieder beunruhigende Nachrichten bekamen, waren alamiert, sie glaubten aber, dass es sich bloß um Machenschaften Ali Paschas handle." Dann ging es auch schon los: am 21. März wurde Kalavryta befreit, am 23. Vostitza und Kalamata, Ende März die ganze Halbinsel. Ähnlich sah es in Zentralgriechenland aus: 24. März Amfissa (Salona), 26. Galaxidi, 27. Livadia, 3. April Thiva (Theben), 25. April Athen, 20. Mai Messolongi, 4. Juni Karpenissi. [17]

Leider fehlte zu dieser Zeit ein Prinz Eugen von Savoyen. Stattdessen gab es nur Metternich und seine Polizei. Die Aufständischen in Griechenland wußten nämlich noch nichts von der Niederlage Alexandros Ypsilantis'. Die Rumänen hatten sich ihnen nicht angeschlossen, weil sie in den Griechen nur Statthalter der Türken sahen. "Die türkische Armee vernichtete die Heilige Schar, Ypsilantis flüchtete nach Ungarn, auf österreichischen Boden, wo die Polizei Metternichs schon auf ihn wartete. Er wurde sofort in die Festung Munkacs gesperrt." [18]

Die Frage ist ja nicht, ob die lebenden Griechen Nachfahren der antiken Griechen sind, oder ob der Islam die Leistungen Antike ins Mittelalter herübergerettet hat, wie nicht nur von Islamwissenschaftlern oft behauptet wird, sondern "welche Kontinuität besteht zwischen dem byzantinischen Griechentum des Mittelalters und jenem, das aus der nahezu vierhundertjährigen Türkenherrschaft hervorgekommen ist; und sie könnte höchstens durch den Zusatz ausgedehnt werden: welche Kontinuität besteht zwischen dem antiken und dem byzantinischen Griechentum?" Fast alle großen Philosophen / Theologen der ersten fünf Jahrhunderte waren Griechen, darunter solche, die noch die Athener Akademie besucht hatten. So ist das Christentum im griechischen Raum in einem hohen Maß griechisch geworden, und es hat in der Verwirklichung des christlichgriechischen Byzantinischen Reiches wesentlich dazu beigetragen, dass das Griechentum seine Kontinuität bewahren konnte. "Es entfaltete in diesem Rahmen sogar eine neue kulturelle Phase, die jener der Antike eigentlich in nichts nachsteht. Darüber hinaus hat gerade diese byzantinische Kultur die Erinnerung an die kulturellen Leistungen der Antike ins Mittelalter herübergerettet, die ohne Byzanz nie nach Europa gelangt wäre. Dieses byzantinische Griechentum war es, was seine Identität über die Jahrhunderte der otomanischen Herrschaft bewahrt hat." [19]

Als die vereinigten Flotten der Großmächte bei Navarino die ägyptisch-türkische Flotte vernichteten, war damit der griechische Freiheitskrieg entschieden. "Diese Tatsache hatte aber einen folgenschweren Aspekt: es waren nicht die Griechen, die ihre Revolution siegreich beendet haben, sondern die großmächte, die 1821 von einem freien Griechenland nicht einmal hören wollten, und erst allmählich, unter dem Druck der öffentlichen Meinung, teils im Dienste ihrer eigenen Interessen, denen jetzt ein voll kontrollierbares, kleines Griecheland zustatten kam, ihren Standpunkt geändert hatten. Die Seeschlacht selbst fand eigentlich gegen ihren Willen statt, sie war gleichsam von selbst ausgebrochen und wurde von den Regierungen als Katastrophe angesehen." Das Eingreifen der Mächte war notwendig geworden, weil die Streitkräfte Ibrahim Paschas tatsächlich im Begriffe waren, einen Völkermord zu begehen. [20]

1814 wurde in Odessa die "Gesellschaft der Freunde (Philiki Hetairia)", Geheimbund der Griechen zur Vorbereitung der Befreiung Griechenlands, von griechischen Geschäftsleuten gegründet; sie dehnte sich rasch aus. Entscheidend wurde der Beitritt einer Reihe von Kapetanen, Freiheitskämpfern und Bischöfen in Griechenland. In seinen Memoiren berichtet der große Freiheitskämpfer und General Jannis Makryjannis von dieser Zeit. Durch erste Siege und große Verluste der Türken wurden die Griechen ermuntert und einmütig belagerten sie in allen Gegenden die einheimischen Türken und die Festungen in Vonitsa, Messolongi und in allen Gegenden Westgriechenlands. "Denn die Griechen hatten damals geschworen, dem Vaterland und der Religion zu dienen, und es griff sie weder Blei noch Säbel an... Weder Griechen noch Türken ließen an Mannhaftigkeit etwas zu wünschen ; wie Löwen kämpften beide Seiten. Doch das Unrecht, was immer die Mannhaftigkeit tun mag, wird besiegt; denn die Türken waren vom Weg Gottes abgewichen." Die Türken waren von der eigentlichen Religion, dem Christentum, abgewichen; sie hatten den Weg Gottes verlassen und sich dem Islam mit seinem Scheingott Allah zugewendet. Am 21. Juni 1821 wurden die Türken in Lalas bei Pyrgos und Olympia geschlagen. Manche Freiheitskämpfer erhalten den Beinahmen "Türkenfresser" und in einigen Orten wie "Arachova und Distomo bauten sie Türme aus Türkenschädeln." Man versuchte die "Türken auf den Pässen zu halten, damit sie nicht durchkommen und das Land vernichten." Andere Freiheitskämpfer "fallen über die Türken her und verabreichen ihnen ein verteufeltes Verderben... Alle diese tapferen Männer, die Retter des Vaterlandes, vernichteten diese Menge von Türken völlig, die meisten töteten sie, auch zwei Paschas, und nahmen alle ihre Wagen und Kamele und Kanonen, die sie alle dort gelassen hatten. Und soviele Türken am Leben geblieben waren, zerstreuten sich, jeder ging allein für sich in seine Heimat." Noch heute könne man die Graber der Türken bei Gravia sehen und die "Leute wurden gerettet, da die meisten von ihnen versklavt worden wären, und das ganze Vaterland wäre in Gefahr gewesen." Durch die Türkenherrschaft war Griechenland verloren und "ausgelöscht aus dem Verzeichnis der Nationen." Die meisten Griechen haben sich dem Befreiungskampf angeschlossen, man war allerdings auch nicht zimperlich, wenn ein Priester mit den Türken kollaborierte: "Ein Priester aus den Dörfern von Theben war ein Freund der Türken, sie liebten ihn sehr. Er spielte bei den Romäern den Heiligen und er ging in alle Lager und Städte und auf alle Inseln und sah und erfuhr alle Geheimnisse der Griechen, und er ging und verriet sie den Türken. Und wegen seines Verrates wurden viele Griechen von den Türken umgebracht. Die Griechen erfuhren das später, Christen verrieten ihn, die bei den Türken lebten, und sie fingen ihn und brachten ihn nach Athen, zum Dysseas, und er ließ ihn lebend einmauern." Der Widerstand ging zuerst von den Inseln aus (Hydra, Psara, Samos). Naturgemäß schlief Makryjannis in dieser Zeit nicht ohne Sorgen und träumte oft schlecht: "Ich sehe in meinem Traum einen kommen, der sagt zu mir: 'Steh auf!' Ich wachte auf, schlief wieder ein. Ich sehe ihn wieder, und er sagt zu mir: 'Steh auf!' Ich war besorgt und schlief nicht wieder ein. Da stehe ich auf, schaue zum Fenster hinaus, und der ganze Ort ist voller Türken.  Und wir - keiner ist wach ...da begann ich zu schreien: 'Türken! Türken!'"  Nach und nach wurde das Joch abgeschüttelt: "In der Tausendschaft waren lauter Rumelioten, die meisten aus Lidoriki und Kravari und aus diesen Gegenden. Sie besprachen sich alle, als sie ihre Heimat und ihre Häuser voller Türken sahen; sie sagen zu Tzavellas: 'Wir greifen die Türken an.' Gezwungen begann darauf Tzvellas, weil er allein geblieben und auch in Gefahr geraten wäre (denn alle Einwohner von Lidoriki und Kravari hatten sich versammelt) bei Lidoriki den Angriff, die Tausendschaft und die Einwohner, und sie schlugen die Türken und verjagten sie. Auch in Kravari waren Türken. Die Einheimischen und die anderen besetzten die Pässe, sie töteten die Türken und nahmen auch den Prevista und andere lebend gefangen. Da schickte auch der gute und gütige Patriot Ypsilantis den Stratos mit seiner Tausendschaft, und alle trafen mit Tzavellas zusammen und mit den Einwohnern, und sie bekämpften überall die Türken; und in Karpenissi vertrieben sie sie auch von dort. Und gleichzeitig zog auch Ypsilantis aus und bekämpfte überall die Türken, mit allen Tausendschaften. Und sie vernichteten die Türken und befreiten Ostgriechenland." [21] 

1844 ging er nach Tinos, machte eine Wallfahrt und schrieb an seinen Memoiren. Einem Freiheitskämpfer riet er, in seine Heimat zu gehen, "um Leute unter seine Führung zu bekommen und zu sehen, wann die geeignete Zeit kommt, damit alle Griechen geheim danach trachten, auch die anderen Gebiete der Türkei zu befreien, die unter der Tyrannei des Sultans sind, und wir den Schwur der Hetairia verwirklichen." Später hat Kolettis in einer Rede bei der Nationalversammlung 1843 diese Idee aufgegriffen. Unter "Megali Idea", die "Große Idee", verstand Kolettis die Befreiung der noch von den Türken geknechteten Volksgenossen, nicht unbedingt im Sinne eines "Groß-Griechenlands" oder der Wiedererweckung des Byzantinischen Reiches, sondern eher der "hohen Idee" der Befreiung der noch unfreien Griechen, wie Gyömörey es formuliert; was aber eine Art Re-Christianisierung der Türkei bedeuten würde. Dies wurde allerdings durch die Engländer verhindert: "Die Türken wurden durch den Beistand der Engländer stark." 1842 wollten die Türken sogar wieder "gegen uns losmarschieren, mit großen Vorbereitungen." Dennoch "danken wir jetzt, da wir leben, alle ehrlichen Griechen, den Philhelenen für die Mühe, die sie aufgewendet haben, um auch aus uns eine Nation zu formen, die wir so viele Jahrhunderte zwischen den Krallen eines Löwen ware." Heute werden die Freiheitskämpfer umgebracht und eingesperrt. "Immer jene, die ihre Religion so viele Jahrhunderte bewahrt haben unter den Türken - und sie haben ihnen so viele Martern zugefügt, und sie bewahrten und befreiten auch ihr Vaterland mit ihrer Religion, wo die Zahl der Türken fünfhundert war auf einen von ihnen, und sie selbst ohne das Kriegsnotwendige, die meisten auch ohne Kenntniss." Er meint, ohne Tugend und christliche Religion werde keine Gemeinschaft der Gesellschaft gebildet. Der Türke hätte die Griechen zwar äußerlich erobert, "verbrannte sie in Feueröfen, er schnitt Zungen heraus, pfählte sie, damit sie ihre Religion ändern, und konnte nichts ausrichten." Nun habe Gott diese kleine Nation wieder auferstehen lassen - dank der Philhelenen und der großen Freiheitskämpfer wie Jannis Makryjannis, Theodoros Kolototronis, Nikitas Stamatelopoulos (Nikitaras), Georgios Karaiskakis, Kitsos Tzavellas, Ioannis Kolettis, Ioannis Graf Kapodistrias, Ioannis Gouras, Odysseas Androutsos, Alexandros Mavrokordatos, Andreas Metaxas, Yennaios Kolokotronis. [22] 
 
 

Anmerkungen

[1] Konstantin der Grosse wird 324 Alleinherrscher ("Totius orbis imperator"). Byzantium wird nach Umbenennung in Konstantinopel christliche Reichshauptstadt (2. Rom) im bewussten Gegensatz zum heidnischen Rom. Das auf 75 Legionen (900 000 Mann) verstärkte Heer besteht aus Feldheer (Comitatenses), Grenztruppen (Limitanei) und Kaiserliche Leibgarde (Candidati). Anwohner (Foederati) übernehmen den Grenzschutz. Einteilung des Reichs in vier Präfekturen: Oriens (Konstantinopel), Illyricum (Sirmium), Italia (Mailand), Gallia (Trier) mit 14 Diozösen und 117 Provinzen. Nach der Bekehrung Konstantins 313 Toleranzedikt von Mailand: Völlige Religionsfreiheit und Gleichberechtigung des Christentums. Rückgabe des kirchlichen Eigentums, Abschaffung des Staatskults. 391 wird das Christentum Staatsreligion (Verbot alleer heidnischen Kulte). Hätte es den Islam damals schon gegeben, wäre er als Götzendienst (Anbetung der Kaaba in Mekka) ebenfalls verboten, Moscheen zerstört und Muslime bekehrt worden. In der Zeit der Kreuzzüge hatte man erwogen, Arabien zu erobern um den islamischen Götzendienst in Mekka zu unterbinden. Heute kommt es zu einer "arabischen Invasion" in Europa, die aber - so Papst Franziskus - auch Chancen biete. Wenn Europa Arabien nicht erobert, kommen eben seine Bewohner nach Europa, lassen sich taufen und bringen das Christentum nach Arabien zurück und ersetzen den dort waltenden islamischen Götzendienst durch die Religion der Freiheit. (Kinder, H. & Hilgemann, W. 1976: Atlas zur Weltgeschichte. München, Paris, Milano, Tokio, Madrid, New York, Baarn, Harmondsworth; Science Review Letters 2016, 15, Nr. 680; Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 55, p. 6; vgl. Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 550 Dostojewskij. Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Die angrenzenden Gebiete des römischen Reiches wie Persien wurden nicht christianisiert, höchstens viele Arten des Aberglaubens durch den des Mohammedanismus ersetzt: "Die Bevölkerung und ihre Sitten sind durch alle neuern Mischungen, selbst durch den schiitischen Mohammedanismus und die von ihm bedingte Bildung hindurch noch teilweise so zu erkennen, wie Ammian im vierten, Agathias im sechsten Jahrhundert sie schildern. Der zweideutige Blick unter den rundgewölbten, in der Mitte zusammenlaufenden Augbraunen, der schön gepflegte Bart sind den Persern geblieben; gewisse Anstandsregeln gelten noch wie damals; von dem alten Ruhm der Mässigkeit wenigstens ein Rest; die sonderbare Mischung von weichlicher Ausschweifung und grossem persönlichem Mut ist noch heute charakteristisch für sie, ebenso das freche Prahlen und die selbstsüchtige Arglist. Auch die weite, bunte Kleidung und der flimmernde Putz fiel schon den Römern auf. .... Vielen Aberglauben hat der Mohammedanismus ausgerottet oder im Märchen fixiert." (Jacob Burckardt). In Armenien dagegen kam es zur Christianisierung des ganzen Volkes: "Schauen wir noch auf Armenien zurück. Dieses Land, mit seiner tapfern, bildungsfähigen Nation, hatte bis jetzt immer Einflüssen und Eindrücken von aussen gehorcht, auch eine verhältnismässig nur geringe Kultur zutage gefördert, und bald sollte neue, dauernde Not und Knechtschaft hereinbrechen. Dazwischen liegt als lichte Episode diese Zeit des Tiridates, welche zugleich die Zeit der Bekehrung zum Christentum war; dieses aber sollte, als armenische Kirche gestaltet, einst die Hauptstütze des armenischen Volkstums werden. Folgendes erzählt der Chronist des Volkes, Moses von Chorene: Gregor der Erleuchter (Illuminator), abstammend von einem Nebenzweige des arsacidischen Königshauses, wurde durch eine sonderbare Verkettung von Umständen schon als Kind nach dem römischen Kappadocien gebracht und daselbst von einer christlichen Familie erzogen, später auch mit einer Christin, Maria, verheiratet. Nach einer dreijährigen Ehe trennten sie sich, um in freiwilliger Enthaltsamkeit Gott zu dienen; von ihren beiden Söhnen wurde der jüngere Anachoret, der ältere pflanzte die Familie fort. Gregor kehrte dann mit dem noch heidnischen Tiridates nach Armenien zurück und begann die Bekehrung des Landes unter grossen Gefahren. – Aus andern Quellen erfährt man, dass neben ihm auch eine heilige Frau, Ripsime, tätig war und sogar den Märtyrertod erlitt, dass aber die Bekehrung doch rasch vorwärts ging; noch vor der diocletianischen Verfolgung, im Jahre 302, taufte Gregor den Tiridates selbst und einen grossen Teil des Volkes. Er überlebte noch die Zeit des nicänischen Konzils, welches er jedoch aus Demut nicht besuchen wollte, und brachte sein Alter vom Jahr 332 an als Einsiedler in dem Gebirge zu, welches die »Mania-Höhle« heisst; zu seinem Nachfolger im Bistum oder Hohenpriestertum hatte er selber seinen Sohn Aristaces eingesetzt. Er starb unbekannt; Hirten begruben ihn; erst lange hernach wurde seine Leiche wieder entdeckt und feierlich in Thordan bestattet. – Tiridates überlebte noch den Constantin und starb durch Vergiftung von Seiten einer Adelspartei im Jahre 342. Bald brachten Bürgerkriege und Interventionen von aussen sowohl das arsacidische Königtum als das ebenfalls erbliche arsacidische Hohepriestertum in Not und Verwirrung. Allein der Eindruck der Bekehrung blieb unter all den folgenden Fremdherrschaften, und das später allerdings im Monophysitismus versteinerte Christentum vereinigt bis heute die weit bis nach Österreich verbreiteten Armenier, mit Ausnahme der Römisch-Unierten, welche gegenwärtig die Besten und Gebildetsten der Nation in ihren Reihen haben möchten." (Jacob Burckardt). Wenn irgendwo sich die Lebenskrisis der alten Welt deutlich offenbart, so ist es in der Abenddämmerung des Heidentums. Es fragte sich nun, ob nicht das Christentum die Bestimmung haben sollte, die Nationalitäten zu erfrischen und auch dem Staatswesen einen neuen Halt zu geben; ob es nicht die schon im dritten Jahrhundert übliche Klage der Heiden widerlegen sollte, dass kein Segen mehr auf dem Menschengeschlecht ruhe, seitdem diese Religion im Fortschreiten begriffen sei. Denn mit der grössten Bestimmtheit wurde behauptet: seit dem Christentum hätten die Götter die Lenkung der Menschenschicksale aufgegeben, sie seien ausgewandert aus der elenden Welt, wo nun lauter Pestilenz, Krieg, Hunger, Dürre, Heuschrecken, Hagel usw. regierten, während die Barbaren von allen Seiten das Reich angriffen. Die christlichen Apologeten müssen sich umständlich zur Widerlegung dieser Ansicht herbeilassen: »Wie wenig ehrenvoll«, hiess es, »wäre ein solcher kindischer Zorn für euere Heidengötter! Und warum geben sie denn nicht euch Gesundheit und Glück, um uns Christen allein zu züchtigen? Die Natur hat sich nicht verändert; Sonne und Mond scheinen wie sonst, die Saaten grünen, die Bäume blühen, Öl und Wein werden gekeltert, das bürgerliche Leben geht seinen Gang wie von jeher; Kriege aber hat es zu allen Zeiten seit Ninus von Assyrien gegeben, und seit Christus haben sie sogar eher abgenommen. Die jetzigen unleugbaren Übel sind eben notwendige Weltprozesse, durch welche die irdischen Dinge sich zu verjüngen suchen (rerum innovatio).« Darin liegt eben das grosse Vorrecht derjenigen Religion, deren Reich nicht von dieser Welt ist, dass sie sich gar nicht die Aufgabe setzt, irgendein bestimmtes Staatswesen, eine bestimmte Kultur zu leiten und zu garantieren, wie die Religionen des Heidentums getan hatten, dass sie vielmehr imstande ist, die verschiedenen Völker und Jahrhunderte, Staaten und Bildungsstufen miteinander zu versöhnen und zu vermitteln. So konnte das Christentum auch dem gealterten Römerreich keine zweite Jugend mehr schenken, wohl aber die germanischen Eroberer so weit vorbereiten, dass sie die Bildung desselben nicht völlig mit Füssen traten. Anderthalb Jahrhunderte später, als es sich auf den catalaunischen Gefilden darum handelte, ob der Hunne das Leichentuch über das okzidentalische Leben ziehen dürfe wie in der Folge der Mongole über das asiatische, trug diese Befreundung schon ihre Früchte; Römer und Westgoten hielten zusammen und wehrten den Angriff gemeinsam ab. "Von der Alterung und Verkommenheit der römischen Zustände überhaupt, woran das Christentum keine Schuld trägt, ist die ganze Geschichte dieser Zeit ein sprechendes Zeugnis.... Diese Zeit, die man verneinte und ignorierte, von welcher man sich beständig nach frühern Jahrhunderten zurückwandte, bekam dann plötzlich einen neuen Inhalt durch das Christentum. Eine schon lange vorbereitete christliche Literatur brach jetzt wie ein Strom in das leere Bette des Jahrhunderts ein und überwog binnen kurzer Frist an Masse alles, was aus der heidnischen Schriftwelt erhalten ist. ...Die christliche Basilika, das erste grosse Vorbild aller rein perspektivisch gedachten Binnenräume, lud Bogen und grosse schwere Obermauern auf ihre Säulenreihen; die Kuppelkirche mit untern und obern Galerien oder Nebenkapellen ringsum verneinte vollends den Begriff des Gebälkes und brauchte die Säule fast nur um ihrer angenehmen Wirkung willen. Es dauert dann tief in das Mittelalter hinein, bis die christliche Baukunst die mit zunehmendem Missverständnis wiederholten, zuletzt kaum mehr kenntlichen antiken Einzelformen mit einem neuen, ihrem Prinzip angemessenen Gewand vertauscht. Endlich war die christliche Architektur von vornherein genötigt, mit der kirchlichen Tendenz auf eine ungünstige Weise zu teilen. Letztere möchte gern das ganze Gebäude, ja jeden Stein zum Symbol ihrer Macht und ihres Sieges machen; daher das Vorwiegen teils der glänzendsten Luxuszierarten, teils der bildlichen Darstellungen im Innern wie an den Fassaden. Neben einer Mosaikverschwendung, welche alle Räume und Flächen mit biblischen Figuren und Geschichten in den starken ungebrochenen Farben der Glaspaste überzog, konnte keine rein architektonische Gliederung mehr gedeihen, und so schrumpfen Gebälk und Konsolen zu schwachen Riemchen zusammen oder werden gar nur noch durch ein Mosaikornament angedeutet. Die Architektur erhielt sich dabei allerdings den Sinn für grossartig angeordnete, phantasievoll aufgebaute Binnenräume und für eine grosse mechanische Virtuosität. Der letztern verdanken es dann wieder einige Künstler der byzantinischen Zeit, wenn sie aus der oben berührten Anonymität heraustreten durften."  (Jacob Burckardt). Die Kinder des Konstantin sollten nicht von Heiden, sondern von Christen erzogen werden: Bischöfe werden in den Kreisschreiben »geliebter Bruder« angeredet, wie er sich selber als »gemeinschaftlicher Bischof«, als einer der Ihrigen zu gebärden pflegte. Er gab ihnen die Erziehung seiner Söhne wenigstens zum Teil preis und leitete es überhaupt so ein, dass dieselben unbedingt als Christen galten; ihre ganze persönliche Umgebung, ihr Hofstaat bestand aus lauter Christen. 
[3] Palestina wurde ein Magnet für die Christen: "In zahllosen Gläubigen aber erwachte unwiderstehlich der natürliche Drang, Orte, die dem Gemüte heilig waren, in Person zu besuchen. Es ist wohl wahr, dass der geistdurchdrungene Mensch solche Wallfahrten entbehren kann, dass sie das Heilige schon halb veräusserlichen, es gleichsam »an die Scholle binden« lehren. Und doch wird, wer nicht ganz roh ist, einmal wenigstens den Stätten nachgehen, die für ihn durch Erinnerungen der Liebe oder der Andacht geweiht sind. Im Verlauf der Zeit, wenn aus der Herzenssache eine Sitte geworden, wird das Gefühl des Pilgers wohl leicht in eine Art von abergläubischer Werkheiligkeit ausarten, allein dies beweist nichts gegen den reinen und schönen Ursprung. Schon seit der apostolischen Zeit kann es nicht an frommen Besuchen derjenigen Stellen Palästinas gefehlt haben, welche mit den Erinnerungen des alten Bundes zwischen Gott und den Menschen die des neuen auf so erschütternde Weise verbanden. Vielleicht die erste weite Wallfahrt war die des kappadocischen Bischofs Alexander, welcher unter Caracalla Jerusalem – das damalige Aelia Capitolina – besuchte, »um des Gebetes und der Geschichte der Orte willen«. Auch Origenes kam, »um die Fußstapfen Christi, der Jünger und der Propheten aufzusuchen«. – Zur Zeit Constantins aber trifft die Sehnsucht nach Palästina schon sehr auffallend mit dem gesteigerten Kultus der Märtyrergräber und der Reliquien überhaupt zusammen. Jerusalem ist gleichsam die grösste und heiligste aller Reliquien, an welche sich dann noch eine Reihe anderer Weihestätten ersten Ranges, viele Tagereisen lang, anschliessen. Aus dem Stationenbüchlein eines Pilgers von Bordeaux, welcher im Jahre 333 das heilige Land bereiste, ersieht man, wie schon damals die fromme Sage, vielleicht auch die Spekulation, das ganze Land mit klassischen Stellen angefüllt hatte, an deren Echtheit später auch das Mittelalter nicht zweifelte. Man zeigte das Gemach, in welchem Salomo das Buch der Weisheit geschrieben, die Blutflecken des Priesters Zacharias auf dem Boden des ehemaligen Tempels, das Haus des Kaiphas und das des Pilatus, den Sykomorenbaum des Zachaeus, und so viele andere Dinge, welche den Spott der historischen Kritik herausfordern können. Einige Jahrzehnte später zählt Hieronymus in der Reisebeschreibung der Paula noch weit gründlicher die Stätten der Andacht von Dan bis Berseba auf. Er selber, sonst so besonnen in seinen Ansichten über die Reliquien, hat sich in Bethlehem für den Rest seines Lebens angesiedelt und alles, was an ihm hing, nach sich gezogen. Gegen das Ende des vierten Jahrhunderts lebt in Jerusalem und der Umgegend eine ganze grosse Kolonie frommer Leute aus allen Gegenden des Reiches in tiefer Entsagung; »fast so viele psallierende Chöre, als es verschiedene Völker gibt«. Es waren darunter Okzidentalen von hohem Rang und grossem Reichtum, die alles zurückgelassen hatten, um hier in reinerer Stimmung auszuleben, als sie es sonst irgendwo vermocht hätten. Wem die Verhältnisse dies nicht gestatteten, der grämte sich; Hieronymus schrieb mehr als einen Brief, um solche zu beruhigen und ihnen zu sagen, dass die ewige Seligkeit nicht am Besuch Jerusalems hänge. Und auch diese beneidete Existenz war keine ideale. Abgesehen von der äussern Gefahr durch räuberische Saracenen, welche bis vor die Tore von Jerusalem streiften, hielt sich noch ganz in der Nähe, im peträischen Arabien, in Coelesyrien das Heidentum mit einer verzweifelten Hartnäckigkeit; sodann trat das Dämonenwesen, welches schon so lange her in Palästina heimisch war, in so heftiger Gestalt auf als jemals. ... Hieronymus selber führt uns zu den Prophetengräbern unweit Samaria, wo eine ganze Anzahl Besessener auf Genesung warteten; weithin hörte man sie wie mit verschiedenen Tierstimmen heulen. Es sind gleichsam die irren Geister, welche über diesem Schlachtfeld aller Religionen, dem Land zwischen Jordan, Wüste und Meer herumschweben." - Jacob Burckardt
[4] Leider wurde ein Teil der Armenier später zu Feinden für Byzanz und mussten zusammen mit den muslimisierten Arabern bekämft werden (Ostrogorsky). 
[5] Der jahrzehntelange Kampf der Großmächte, der aufkommende Islam, hatte überall die Gemüter erregt. Der christlich geprägte Orient sah im Siegeslaufe der Perser erste Anzeichen des göttlichen Strafgerichts, nicht zuletzt der "eifrige monotheistische Prediger am Orte des wichtigsten altarabischen Heiligtums, der Kaaba mit dem vom Himmel gefallenen schwarzen Meteorsteine, in Mekka: Mohammed." (Richter) vgl. Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 550 Dostojewskij. Akademie der Kunst und Philosophie.
[6] Vgl. Anm. 5 und Kurse Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance. Akademie der Kunst und Philosophie 
[7] Vgl. Anm. 5 und 6
[8] Vgl. Kurs Nr. 557 - Ariosto. Akademie der Kunst und Philosophie
[9] Vgl. Kurs Nr. 559 - Wolfram von Eschenbach. Akademie der Kunst und Philosophie
[10] Früher hieß die Alternative "Christ oder Heide und Mohammedaner", jetzt war den Fürsten in Italien "die halbmohammedanische Regierungsweise" selbst zu eigen geworden. (J. Burckardt) Vgl. Kurse Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 552 William Shakespeare, Nr. 512 Novalis. Akademie der Kunst und Philosophie
[11] Science Review Letters 2017, 16, Nr. 824, 832 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 186, p. 12;Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)/ Tessa Hofmann 2007: Christliche Minderheiten in der Republik Türkei, Wien; vgl. Kurse Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 550 Dostojewskij. Akademie der Kunst und Philosophie
[12] Vgl. Anm. 11 und Dorn, W. 2006: Türkei, Zentralanatolien, zwischen Phrygien, Ankara und Kappadokien, Ostfildern
[13] Ebd. 
[14] Vgl. Anm. 11
[15] Science Review Letters 2017, 16, Nr. 838 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 222, p. C1; Nr. 208, p. R6; Norman Behrendt 2017: Greeting from Turkey. Stuttgart
[16] Lorenz Gyömorey: Auf den Spuren der Mütter, Paul Zsolnay Verlag, Wien-Hamburg 1977
[17] Lorenz Gyömorey: Makryjannis' Stellung in der griechischen Revolution und in der politischen Entwicklung des Neu-Griechischen Staates. Papasissis, Athen, 1987
[18] Ib. Prinz Eugen von Savoyen, der ein Freund von Leibniz gewesen war, hatte viele Siege gegen die Türken erfochten und diese weit zurückgedrängt
[19] Ib.
[20] Ib.
[21] Jannis Makryjannis: Momoiren 1797-1864. Ins Deutsche übertragen von Lorenz Gyömorey. Papasissis, Athen, 1987; Romäer waren Festlandgriechen. Rumeli ist die türkische Bezeichnung Zentralgriechenlands im Gegensatz zu Morea, der Peloponnes. Aus Rüm (römisch), d.h. byzantinisches Gebiet. 
[22] Ib; vgl. Anm. 17
 
 









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Letzte Bearbeitung:02.11.2017