Akademie der Kunst und Philosophie | Academy of Arts and Philosophy
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Kurs Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II

Rechtslehre, Wissenschaftslehre, Sittenlehre


On wrong jurisprudence, medicine, science / philosophy and how to improve

«Ihr heißt Denken soviel als sich etwas denken; und, da auch nicht einmal auf ein Vorbild in der äußern Wahrnehmung gesehen wird, sich etwas ausdenken; und dies ist denn auch der Begriff vom Denken überhaupt, der unter dem philosophierenden Publikum herrschend geworden, und der ihm den Eintritt in wirkliche Philosophie durchaus verschließt.» - Johann Gottlieb Fichte, «Die Tatsachen des Bewusstseins», 1810/1811

Murillo, Madonna del latte

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:
 

1. Geistige Nahrung von Maria lactans (Madonna del latte), statt mit halben Ohren hören und mit halber Denkkraft denken

Wie kommt es, dass die Menschen heute ein so geringes Denkvermögen besitzen, bzw. sich so weit von der Wahrheit entfernen? Ist doch gerade "ein nicht unwichtiger Bestandteil des Lebens" das Denken. Es ist eben diese Art des Denkens, "deren sie den größten Teil ihres Lebens hindurch warten, und pflegen, jenes leere, zerstreute Denken, wo einer sich hinsetzt, um nachzudenken, und hinterher nicht zu sagen weiß, an was er denn gedacht hat... der wundere sich doch ja nicht, warum er nicht versteht, und gebe doch ja die Schuld nicht der Sache, oder dem Vortrage." So ist natürlich klar, "wer in dieser Form hängen bleibt, der ist vom Scheine zum Sein, von dem Meinen und Wähnen zum Wissen nicht durchgedrungen." Er wird auch nicht in der Lage sein, wie die großen Gelehrten, von Maria lactans oder der Madonna del latte, geistig "genährt" zu werden wie es von vielen Künstlern dargestellt wurde. [1]
 
"Die Grundlage des Universums ist nicht Ungeist, Widergeist, dessen Verbindung mit dem Geiste sich nie begreifen ließe, sondern selbst Geist. Kein Tod, keine leblose Materie, sondern überall Leben, Geist, Intelligenz, Geisterreich, und durchaus nichts anderes."  - Johann Gottlieb Fichte, 1801
"Man wird wohl gehört haben und sich gemerkt, dass die Menschen unter Anderem auch denken können; ja, dass es wirklich mehrere gegeben, die gedacht, dass der eine so, der Zweite anders, und der Dritte und Vierte, jeder wieder anders gedacht und wie dieses ausgefallen; - zu dem Entschlusse aber, dieses Denken nun auch einmal an seiner eigenen Person zu versuchen, wird es nicht leicht kommen" - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Würde man z.B. so reden, wie ich jetzt geredet habe, die historische Flachheit, Zerstreutheit in die mannigfaltigsten und widersprechendsten Ansichten, Unentschlossenheit über alle zusammen, und absolute Gleichgültigkeit gegen Wahrheit so rügen, wie ich sie jetzt gerügt habe; so würde jeder versichern, dass er in diesem Bilde sich nicht erkenne"  - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Ganze, volle, zum Unterschiede von jener halben Aufmerksamkeit, die mit halben Ohren hört und mit halber Denkkraft denkt, unterbrochen und durchkreuzt durch allerlei hin- und herfliegende Gedanken und Einfälle, denen es denn zuletzt wohl gar gelingt, des Gemütes sich ganz zu bemächtigen, so dass der Mensch allmählich in ein Träumen und Staunen bei offenen Augen gerät, und, falls er etwa wieder zu sich kommt, sich wundert, wo er ist, und was er hört." - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Ich glaube sie am Besten charakterisieren zu können durch folgenden Grundzug: ihr heißt Denken soviel als sich Etwas ausdenken; und Selbstdenken soviel als sich für seine eigene Person und auf seinen eigenen Leib eine Wahrheit erdenken." - Johann Gottlieb Fichte, 1804
 

Wahre Philosophie und echte Wissenschaft sind ihnen nur "leerer Schall, Worthauch, bloße Lufterschütterung". Das Wesen der Historie, der Rechts- und Sittenlehre verschwindet nur für die "sich nicht Besinnenden und flach Denkenden"; heute sind dies nicht nur muslimische InfluencerInnen, die Werbung für den islamischen Despotismus machen, sondern auch viele JournalistInnnen und PolitikerInnen. [2]
 
 

2. Rechtsverfassung statt bloße Zwangsanstalt

Freie Bildung und Bildung zur Freiheit. "Wem dies nicht geworden, dem ist gar kein Recht geworden... Die Verfassung in der er steht, ist auch keine Rechtsverfassung, sondern eine blosse Zwangsanstalt." Ein Staat ist kein Staat, wenn nicht jedem in ihm dieses Recht gesichert ist. Das Recht des Staates hat er aber nur unter Bedingung einer Verpflichtung, "die höhere Freiheit aller, die Unabhängigkeit aller von ihm, zu sichern. Ist dies nicht in ihm geleistet, so kann er nicht von Recht reden, denn er verletzt den Mittelpunkt des Rechts, und ist selbst unrechtlich, er ist bloper Zwang und Unterjochung ... Was sind denn nun alle, als Sklaven seiner Willkür: Wozu ist der Friede und die Rechtlichkeit unter ihnen selbst, als das Mittel sie zu tauglicheren Sklaven zu machen." Eine Tatsache, die man im Osamanischen Reich beobachten konnte, aber auch in der heutigen Türkei. [3]
"Die absolute Freiheit aller muss gesichert werden durch den Staat, denn nur unter dieser Bedingung ist er ein Staat." - Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812

"Nun kann er nicht sichern eine Freiheit, die nicht ist, er kann nur sichern die Möglichkeit ihres Werdens. Dies geschieht durch Anstalten zur Bildung der Freiheit für alle, und dadurch, dass man sie in die Möglichkeit setzt, sie zu benutzen." - Johann Gottlieb Fichte, 1812 

Es kann natürlich nicht sein, dass der Staat nur Anstalten zur Dressur anbietet, wie dies in vielen islamischen "Staaten" noch heute der Fall ist (Koran-Schulen, Gülen-Schulen, islamische Kindergärten und Moscheevereine etc.), also Anstalten "zur Fertigung und Geschicklichkeit, Werkzeuge zu sein eines fremden Willens. Das letztere wird auch wohl der Despot und Tyrann geraten finden." Im osmanischen Reich ging es damals vor allem darum "Werkzeuge eines fremden Willens" zu erzeugen. In modernen Despotien wie Saudi Arabien, Qatar, Bahrain, Türkei etc ist dies heute noch so, weshalb viele nun ins freiheitlich-christliche Europa fliehen. [4]
"Dies also ist das Kriterium des Staats sich zu unterscheiden von der Despotie: ob Bildung in ihm herrscht, oder Dressur."  - Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812 

3. "Abgaben vom Geldbesitz sind völlig absurd"; jenseits der Sphäre des bürgerlichen Gesetzes

Steuern auf Eigentum sind nach Fichte nicht zulässig, dazu zählen "Geld zum Privatgebrauch", Rücklagen, Mobilien, Kleidung, Pretiosen, Grundstücke, Häuser; letztere müssen besonders geschützt werden. "Gegen gewaltsamen Einbruch bürgt der Staat". Für die Sicherheit ist der Staat zuständig. "Das Schloss ist die Grenzscheidung der Staatsgewalt und der Privatgewalt. Dafür sind Schlösser, um die Selbstbeschützung möglich zu machen. In meinem Hause bin ich selbst dem Staate heilig und unverletzlich... Niemand darf ohne meinen Willen mein Haus betreten." Der Garten wird zum Haus gerechnet und hat Hausrecht. [5] 
"Man kann den Bürger nicht stossen, schlagen, nicht einmal halten, ohne ihn im Gebrauche seiner Freiheit zu stören, sein Leben, sein Wohlsein und seine freie Tätigkeit zu vermindern... Angriff auf den Körper, ist Verletzung aller Rechte des Bürgers auf einmal." - Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812 
Für islamische Regierungen sind Freiheit und Denken eigentlich Fremdworte, vor allem Denken, und wenn durchaus dort "von keinem Individuo gedacht würde, welches ja, da das Denken von der Freiheit abhängt, möglich ist." - Von einer sittlichen Welt kann in Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist oder die Verfassung auf der Scharia basiert, schon gar nicht die Rede sein. Dort wird zwar gerne von Sittlichkeit und Freiheit geredet, es handelt sich in der Regel aber um "leibeigene Knechte... der allergemeinsten Rohheit" [6]
"Es ist drum nur ärgerlich, diejenigen von Sittlichkeit und Freiheit reden zu hören, aus deren bloßen natürlichen Sein sich nicht schon äußere Zucht und Rechtlichkeit von selbst ergibt, und die sich noch als leibeigene Knechte zeigen der allergemeinsten Rohheit"  - Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812 
Orientalische bzw. islamische Despotien befinden sich zur Zeit im Prozess der Auflösung und des Verfalls. Einzelne Despoten wie der türkische Präsident versuchen sich durch Heuchelei zu halten. Die Sitten werden durch muslimische Flüchtlinge nach Europa getragen. Dies ist auch der Grund, warum gewalttätige Muslime zum Beispiel vom Tempelberg in Jerusalem oder anderen Gebieten des Staates vertrieben werden; sie verlieren ihr Bürgerrecht. Ähnliches wird in Europa passieren - auch wenn Moscheegemeinden und Bürgermeister es zumeist abstreiten, dienen Moscheen, Koranschulen und islamische Universitäten dazu, dass Menschen rekrutiert werden, die "wie eine wilde unzubrerechnende Naturkraft" handeln.  Da Moslems nie gelernt haben, was ein Rechtsstaat ist, müssen sie erst eine Art Umerziehung durchlaufen, bevor sie überhaupt den Status des Bürgerrechts erhalten. Auch die muslimische Philosophie hatte ihnen Jahrhundertelang erklärt, sie seien nichts anderes als Tiere. Verständlich, dass sie heute vielfach unter die Kategorie der "beharrlich Unbesonnenen" gezählt werden, die "nicht einmal als Mensch" durchgehen. [7]
"Die Menschenperson ist heilig und unverletzlich; wer diese nicht ehrt, ehrt überhaupt kein Recht. ... Verlust des Bürgerrechts, und Ausschliessung vom Staate. ... Aus der Ausschliessung vom Staate folgt die Einziehung des Vermögens. Er hat es im Staate erworben, zu dem er, wie sich jetzt zeigt, mit Unrecht gehörte." - Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812 
"Wenn nun aber - welches der erste Fall - gar kein bestimmter Wille, gar keine Besonnenheit da ist, der Mensch handelt wie eine wilde unzuberechnende Naturkraft... Wer dies nicht hat, der ist auch nicht einmal ein Mensch ... Also, kurz, sie sind unfähig, den übrigen Bürgern die Sicherheit zu leisten; ihre Unfähigkeit zeigt sich jetzt: als man nach einem allgemeinen Durchschnitte sie aufgenommen, hat man sich geirrt." - Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812 

"Wer das Recht in irgend einem Stücke verletzt, beweist dass er nicht von dem Rechtswillen durchdrungen sei, und dieser als Naturgesetz in ihm herrsche. Er ist drum seiner Rechte verlustig.... Wo entweder gar kein Wille, oder ein geradezu unmittelbar rechtswidriger da ist, findet eine solche Abbüssung nicht statt, sondern das Bürgerrecht geht verloren." - Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812 

Viele Imame predigen in der Regel eine Art Aberglaube ("Wer Musik hört, hört den Teufel") und reden von "religiöser Wahrheit" - in Wirklichkeit geht es aber um die "Entäusserung der Persönlichkeit", die "Entäusserung der intelligenten Vernünftigkeit, Moralität, Sittlichkeit, Religion". Bei islamischen Anschlägen äusserten sich viele Imame zurückhaltend oder gar nicht. Diese abergläubischen Muslime arbeiten in Frankreich (und anderen europäischen Ländern) in Verkehrsbetrieben, am Flughafen, in Behörden, beim Militär. Frauen und Nicht-Muslime gelten beispielsweise den radikalisierten Busfahrern als unrein. Manche weigern sich, den Anweisungen weiblicher Vorgesetzter zu folgen, bringen Gebetsteppiche mit und unterbrechen zum Beten häufig die Arbeit. Einer der berühmtesten Schriftsteller der Welt, der indisch-britische Schriftsteller S. Rushdie, sagt auf der Frankfurter Buchmesse, ohne Meinungsfreiheit müsse jede andere Freiheit scheitern. Als Gefahr für freie Meinungsäusserung nannte Rushdie neben muslimischer Intoleranz und Gewalt die im Westen grassierende politische Korrektheit. Es gebe "eine merkwürdige Allianz zwischen Teilen der europäischen Linken und radikalen Denkern des Islams." Rushdies Plädoyer für die Meinungsfreiheit als Zentrum der Menschenrechte zielt nicht auf Randerscheinungen - sondern auf den Irrtum, dass im Zentrum der Menschenrechte das Wohlergehen und das gute Leben stehen, in dem jeder möglichst viel von dem tun kann, was er will. Doch das können auch Sklaven: sie führen den Haushalt, gehen einkaufen, feiern Partys. Und bleiben dabei doch immer Sklaven, weil alles unter dem Vorbehalt steht, dass der Herr ihrem Treiben zustimmt. Eigentlich hätte Rushdie den Nobelpreis für Literatur verdient, doch das Auswahlkomitee sorgt sich, die Gefühle der Muslime zu verletzen! Dabei betont Rushdie immer wieder, dass ein Zurückweichen vor den Feinden des freien Worts stets das falsche Signal sei. [8]
 
 

4. Der erklärte Feind alles Guten und Schönen, und Edlen; der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit; Gewinn als Antrieb geistloser Menschen; Philosophieren über das Nichts; Trägheit des Geistes, die Scheu vor der Mühe des Nachdenkens; Gedankenlosigkeit, Achtlosigkeit in Bezug auf Natur, Umwelt, Klima

Als "der erklärte Feind alles Guten und Schönen, und Edlen; der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit" gilt Fichte der Despotismus, der heute noch in islamischen Ländern vorherrschend ist, weshalb Freiheit dort nicht möglich ist, was schon in der Pseudo-Religion des Islam begründet ist. Denn Mohammed und seine Nachfolger waren durch ihren Despotismus der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit. Aber auch in Europa gibt es eine Art Despotismus, nämlich den des Gewinns. Unternehmen werden nach dem Gewinn beurteilt, nicht nach dem, was sie als nachhaltiges Unternehmen wirklich leisten. Deshalb sagt Fichte, in allen menschlichen Geschäften "verrät sich die Geistlosigkeit". Ursache dafür ist eine verkorkste Philosophie, die sich in vielen Strömungen breit gemacht hat (Frankfurter Schule, materialistische und analytische Philosophie). Dabei ist klar, dass Philosophie Geist voraussetzt und "dass ohne Geist alles Philosophieren völlig leer, und ein Philosophieren über das absolute Nichts ist."  [9]

Nur was vom Geist ergriffen und "umgeschaffen und in eine höhere geistige Ordnung der Dinge eingeführt hat, ist Philosophie", aus der sich auch die Rechtslehre ableitet. Dann erst geht Philosophie mit dem von Fichte wieder eingeführten "Wahrheitssinn" einher. Daraus ergibt sich auch eine Aufwertung des Gefühls: "Sein Gefühl zum deutlichen Bewusstsein erheben, ist Geist: sich auf sein bloßes Gefühl als auf einen Beweis berufen, ist Geistlosigkeit; die reichhaltige, nie versiegende Quelle aller Schwärmerei." Ohne Geist wird man zum Grübler, der sich in die Untersuchung einzelner Fragen stürzt, "als ob sie ein für sich bestehendes Ganze wären", wie die Philosophen der frankfurter Schule oder die Materialisten. Der wahre Philosoph beziehe alles auf das Ganze.  [10]

"Der erklärte Feind alles Guten und Schönen, und Edlen; der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit, der Despotismus totete mit plumper Faust die Freiheit, die Mutter des Geistes." - Johann Gottlieb Fichte

«Dass Ideale in der wirklichen Welt sich nicht darstellen lassen, wissen wir andern vielleicht so gut als sie, vielleicht besser. Wir behaupten nur, dass nach ihnen die Wirklichkeit beurteilt, und von denen, die dazu Kraft in sich fühlen, modifiziert werden müsse. Gesetzt, sie könnten auch davon sich nicht überzeugen, so verlieren sie dabei, nachdem sie einmal sind, was sie sind, sehr wenig; und die Menschheit verliert nichts dabei. Es wird dadurch bloß das klar, dass nur auf sie nicht im Plane der Veredlung der Menschheit gerechnet ist. Diese wird ihren Weg ohne Zweifel fortsetzen; über jene wolle die gütige Natur walten, und ihnen zu rechter Zeit Regen und Sonnenschein, zuträgliche Nahrung und ungestörten Umlauf der Säfte, und dabei - kluge Gedanken verleihen!»  - Johann Gottlieb Fichte, «Einige Vorlesungen über die Bestimmung der Gelehrten», 1794/95

"Nichts aber befördert mehr die Gesundheit des Körpers, als ununterbrochene Heiterkeit des Geistes"  - Johann Gottlieb Fichte

Hinzu kommt die Gesundheit des Körpers: "Erhalte die Gesundheit des Körpers. keine körperliche Stärke und Kraft - keine Energie des Geistes, kein Mut, keine erhabene Empfindung, kein starkes Gefühl seines Ich." Deshalb gilt auch für die Rechtslehre, "dass es nicht leicht ein Studium gibt, das die Gesundheit mehr befestige, als das systematische Studium einer gründlichen Philosophie, welche Einheit und Gewissheit in unsere Erkenntnisse bringt... Nichts aber befördert mehr die Gesundheit des Körpers, als ununterbrochene Heiterkeit des Geistes"  [11]

Auf viele neuartige SchriftstellerInnen und InfluenzerInnen trifft durchaus zu, wenn Fichte vom geistlosen Schreiber spricht, "der nicht die leiseste Ahnung seines hohen Berufs hat, kehrt es um und folgert: mein Produkt wird von der Menge gelesen, es bereichert die Buchhändler, und die Recensenten wetteifern, dasselbe zu lobpreisen, drum ist es vortrefflich." Eine gewisse "Trägheit des Geistes, die Scheu vor der Mühe des Nachdenkens" tritt nicht erst mit den heutigen Influenzerinnen auf Instagramm auf, sie war schon unter den osmanischen Weichlingen des Orients verbreitet und die Voraussetzung, dass sie als Muslim leichtfertig glauben. [12]

Zur Trägheit des Geistes und Weichlingen des Orients: «Ein zweites Hinderniss des reinen Interesse für die Wahrheit ist die Trägheit des Geistes, die Scheu vor der Mühe des Nachdenkens... Man kann viel wissen, viel studieren, viel lesen, viel hören, und ist doch nichts weiter. Man lässt durch Schriftsteller oder Redner sich bearbeiten, und sieht in behaglicher Ruhe zu, wie eine Vorstellung in uns mit der anderen abwechselt. So wie die Weichlinge des Orients in ihren Bädern durch besondere Künstler ihre Gelenke durchkneten lassen, so lassen diese durch Künstler ander Art ihren Geist durchkneten, und ihr Genuss ist um weniges edler, als der Genuss jener... Oder ihre Ruhe, ihr Glaube ist grundlos, und also ist es ihnen überhaupt nicht darum zu tun ob er gegründet sei oder nicht, wenn sie nur nicht in ihrer süßen Behaglichkeit gestört werden. Es liegt ihnen gar nichts an der Wahrheit, sondern bloß an der Vergünstigung, dasjenige für wahr zu halten, was sie bisher dafür gehalten haben, sei es nun um der Gewohnheit willen, sei es, weil der Inhalt desselben ihrer Trägheit und Verdorbenheit schmeichelt.»  - Johann Gottlieb Fichte,  «Über Belebung und Erhöhung des reinen Interesse für Wahrheit», in «Die Horen», 1795
Der Despotismus, insbesondere der islamische, gilt Fichte, Voltaire oder Goethe, wie oben beschrieben, als "der erklärte Feind alles Guten und Schönen, und Edlen; der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit". Voltaire hat die Komödie "Mahomet der Lügenprophet" geschrieben, Goethe hat sie übersetzt und sollte sie in Weimar inszenieren. Fichte schreibt darüber folgendes:
«Denken Sie sich z.B. einen Mahomet ... der sich einmal fest in den Kopf gesetzt habe, er sei eine der ungemeinen Naturen, die da berufen sind, das dunkle, das gemeine Erdenvolk zu leiten, und dem, zufolge dieser ersten Voraussetzung, alle seine Einfälle, so dürftig und so beschränkt sie auch in der Tat sein mögen, dieweil es die seinigen sind, notwendig erscheinen müssen, als große und erhabene und beseligende Ideen, und alles, was denselben sich widersetzt, als dunkles gemeines Volk, Feinde ihres eigenen Wohls, Übelgesinnte, und Hassenswürdige; der nun, um diesen seinen Eigendünkel vor sich selbst als göttlichen Ruf zu rechtfertigen, und ganz aufgegangen in diesem Gedanken mit all seinem Leben, alles daran setzen muss, und nicht ruhen kann, bis er alles, das nicht ebenso groß von ihm denken will, denn er selbst, zertreten hat, und bis aus der ganzen Mitwelt sein eigener Glaube an seine göttliche Sendung ihm zurückstrahle... ihn aber treibt allerdings ein schwärmerischer Geist, - der seines gewaltigen und kräftigen Eigendünkels.» - Johann Gottlieb Fichte, «Reden an die deutsche Nation», 1808, achte Rede
Nicht nur im Despotismus, auch Viele die heute in der Politik, der Wirtschaft oder Wissenschaft tätig sind, kann man "mit wenigen Ausnahmen" als "seichte Schwätzer", "aufgeblasene Prahler, Halbgelehrte, die durch die Schule nur hindurchgelaufen, blinde Zutapper, und Fortschleicher im alten Geleise" bezeichnen. Gedankenlosigkeit in Bezug auf den Umgang mit Natur, Umwelt und Klima, und "gegen dessen Andrang wohl gar geflissentlich Auge und Ohr zu verstopfen", rühmen sie als Weisheit, und trämen nur statt zu leben. Man muss sich nur die "allgemeine Seichtigkeit" und das "unversiegbare Geschwätz" unserer PolitikerInnen wie Annalena Baerbock ansehen [13].
«Geht die Mehrheit in ihrer bisherigen Unachtsamkeit, Gedankenlosigkeit und Zerstreutheit so ferner hin, so ist gerade dieses, als das notwendig sich Ergebende, zu erwarten. Wer sich, ohne Aufmerksamkeit auf sich selbst, gehen lässt, und von den Umständen sich gestalten, wie sie wollen, der gewöhnt sich bald an jede Ordnung der Dinge. So sehr auch sein Auge durch etwas beleidiget werden mochte, als er es das erste Mal erblickte, lasst es nur täglich auf dieselbe Weise wiederkehren, so gewöhnt er sich daran, und findet es späterhin natürlich, und als eben so sein müssend, gewinnt er es zuletzt gar lieb, und es würde ihm mit der Herstellung des ersteren besseren Zustandes wenig gedient sein, weil dieser ihn aus seiner nun einmal gewohnten Weise zu sein herausrisse. Auf diese Weise gewöhnt man sich sogar an Sklaverei, wenn nur unsere sinnliche Fortdauer dabei ungeschränkt bleibt, und gewinnt sie mit der Zeit lieb; und dies ist eben das Gefährlichste an der Unterworfenheit, dass sie für alle wahre Ehre abstumpft, und ihre sehr erfreuliche Seite hat für den Trägen, indem sie ihn mancher Sorge und manches Selbstdenkens überhebt.»  - Johann Gottlieb Fichte, «Reden an die deutsche Nation», 1808, zwölfte Rede

«Ein anderes Leben ist nur ein Tier- und Pflanzenleben. Alles was da geschieht, unvernommen an sich vorüber gehen zu lassen, gegen dessen Andrang wohl gar geflissentlich Auge und Ohr zu verstopfen, sich dieser Gedankenlosigkeit wohl gar noch als großer Weisheit zu rühmen, mag anständig sein einem Felsen, an den die Meereswellen schlagen, ohne dass er es fühlt, oder einem Baumstamme, den Stürme hin- und her reißen, ohne dass er es bemerkt, keineswegs aber einem denkenden Wesen. - Selbst das Schweben in höheren Kreisen des Denkens spricht nicht los von dieser allgemeinen Verbindlichkeit, seine Zeit zu verstehen. Alles Höhere muss eingreifen wollen auf seine Weise in die unmittelbare Gegenwart, und wer wahrhaftig in jenem lebt, lebt zugleich auch in der letzteren; lebte er nicht auch in dieser, so wäre dies der Beweis, dass er auch in jenem nicht lebte, sondern in ihm nur träumte. Jene Achtlosigkeit auf das, was unter unsern Augen vorgeht, und die künstliche Ableitung der allenfalls entstandenen Aufmerksamkeit auf andere Gegenstände, wäre das Erwünschteste, was einem Feinde unsrer Selbstständigkeit begegnen könnte. Ist er sicher, dass wir uns bei keinem Dinge etwas denken, so kann er eben, wie mit leblosen Werkzeugen, alles mit uns vornehmen, was er will; die Gedankenlosigkeit eben ist es, die sich an alles gewöhnt.» - Johann Gottlieb Fichte, «Reden an die deutsche Nation», 1808, zwölfte Rede
 

5. Zur Geschichte der Rechts- und Sittenlehre; islamische Länder bis heute immer noch in der "allerältesten Epoche der Staatsentwicklung"; "in der christlichen Lehre, ein allgemeingeltender Kanon niedergelegt"; Entwicklung der europäischen Staatengemeinschaft 

Vor dem Christentum war Sittenlehre und Religion vielfach eine bloße Glückseligkeitslehre, "bestimmt uns zu erinnern, dass man mäßig genießen müsse, um recht lange und vieles zu genießen; ein Gott wird ihm nur dazu dasein müssen, damit er unser Wohlsein besorge." Die "übersinnlichen Inhalte" werden so zurechtgestutzt, dass sie "dem Bedürfnis eines Zaums für den ungezügelten Pöbel" dienen, einem "Ergänzungsmittels der Polizei und des gerichtlichen Beweises". Heute findet man diese Art der Sittenlehre noch in islamischen Ländern.  Für die meisten Menschen auf der Erde gilt heute: "Das furchtbare Schreckbild einer menschenfeindlichen Gottheit ist entflohen" und das Menschengeschlecht hat Ruhe und Freiheit von diesem Schreckbilde erworben. Wer war es, der den "so tief in allen Völkern eingewurzelten Wahn ausrottete" (auch wenn dieser Wahn im Islam weiter besteht)? "Die christliche Religion ganz allein ist es, welche dieses Wunder vollbracht, und durch jedes Opfer der ihr Ergebenen, und von ihr Ergriffenen durchgesetzt hat. Was diese, was der erhabene Stifter derselben, was seine nächsten Zeugen, was deren nächste Nachfolger lange Reihen von Jahrhunderten hindurch, bis auch auf uns, als eine späte Geburt, ihr Wort kamm - gearbeitet, und unter blödsinnigen und abergläubischen Völkern erduldet: lediglich begeistert von der beseligenden Wahrheit, die ihnen innerlich aufgegangen war, und ihr Leben ergriffen hatte, will ich nicht erinnern... Lediglich durch das Christentum, und durch das ungerheure Wunder, wodurch dieses entstand, und in die Welt eingeführt wurde, ist die Verwandlung geschehen." [14].

Systeme, die von einem "willkürlich handelnden" Gott oder Pseudo-Gott (z.B. Allah) ausgehen, nennt Fichte "schwärmerisches Zaubersystem, in welchem Gott nicht als der Heilige, von dem getrennt zu sein, schon allein und ohne weitere Folge das höchste Elend ist, sondern als eine furchtbare, mit verderblichen Wirkungen drohende, Naturkraft betrachtet wird." Und die dazugehörigen falschen Propheten finden sich immer ein, "wie alle  falschen Propheten fortfahren, erst nach der Tat das Geschehende a priori zu prophezeihen." So stehen die islamischen Länder bis heute immer noch in der "allerältesten Epoche der Staatsentwicklung" und haben keinen "Sinn für Recht", wie es der wahre "Charakterzug der europäischen Völkerschaften" ist. [15]

Despotie, - so wie diese Verfassung noch in Europa am türkischen Reiche, dem Auge des Beobachters daliegt: welches Reich, bei allem Fortschritte des Staates um dasselbe herum, noch bis diesen Augenblick in der allerältesten Epoche der Staatsentwicklung steht." - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XII

"Die einzig wahre Religion, oder das Christentum, wollte und sollte selbst schöpferisches, und leitendes Prinzip eines neuen Staates werden." - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XIII

"Die Weltrolle des Christentums, - denn von dieser allein ist hier die Rede, - ist noch nicht geschlossen." Ib.

Das wahre Prinzip der Geschichte der neueren Zeit ist nach Fichte "die Manifestation des Christentums". Zudem sei das Christentum "in seiner Lauterkeit, und seinem wahren Wesen, noch nie zu allgemeiner und öffentlicher Existenz gekommen, obwohl es in einzelnen Gemütern, hier und da, von jeher ein Leben gewonnen." Man solle nichts gebieten, was wahre Religion verbiete, nichts verbieten, was sie gebiete. Diese durch die christliche Religion aufgestellte Bestimmung dürfe der Staat nicht stören. Jeder müsse den "gleichen Zugang zu den vorhandenen Quellen der Bildung" erhalten, sowie der "bürgerlichen, Freiheit aller, in Ansehnung des Rechts und der Rechte. So gibt es eine Wirksamkeit des Christentums auf den Staat, wenn mehrere souveräne Staaten "im Bezirke der Einen wahren Religion, nebeneinander entstäden; oder, was ganz dasselbe heißt, dass der Eine Staat der Kultur, und des Christentums, in eine christliche Staatenrepublik zerfiele, deren einzelne Staaten zwar von den übrigen nicht unmittelbar gezwungen, doch aber unablässig beobachtet, und beurteilt würden: so wäre nun in der christlichen Lehre, ein allgemeingeltender Kanon niedergelegt, für die Beurteilung, was so im Verkehr mit anderen Staaten, wie in der Beurteilung der eigenen Bürger, löblich sei, was erträglich, was durchaus verwerflich... Es entstünde durch diese Religion eine öffentliche Meinung des gesamten Kulturstaates." Dies ist in Europa weitgehend verwirklicht, auch wenn es immer wieder Rückschläge gegeben hat wie z.B. die Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland und anderen Staaten, die außerhalb der wahren Religion operierten (was sich auch daran zeigt, dass sie mit islamischen Depotien kooperierten). [16]

Die europäische Staatengemeinschaft musste sich langsam entwickeln, den "allgemeinen europäischen Nationalcharakter, den scharfen Sinn und die Liebe des Rechts und der Freiheit" ausbilden, damit sie nicht wieder zur asiatisch-islamischen Despotie zurückgingen, sondern "die unter Griechen und Römern schon entwickelte Gleichheit des Rechts aller, bald unter sich aufnähmen." Es habe Europa auch nicht geschadet, dass andere Völker nach Europa gezogen sind, da auch sie das Christentum angenommen hatten. Die Aufnahme islamisch-türkischer Völker, so wie es heute praktiziert wird, und die den islamischen Glauben behalten, können Europa allerdings Schaden zufügen. Bezüglich nichtislamischer  Stämme sieht Fichte keine Probleme: "Die verheerenden Durchzüge anderer Stämme, hatten keine Folgen von Dauer; und die der damaligen europäischen Völkerrepublik einverleibten Reiche anderer Abstammung, haben Christentum und Kultur größtenteils erst durch germanische Völkerschaften erhalten." Jeder christliche Staat konnte sich "mit einem beträchtlichen Grade von Freiheit, nach seinem individuellen Charakter" entwickeln. Und das so entstandene und zusammengehaltene christliche Völkerreich konnte "teils durch die bewaffneten Eroberungen einzelner Staaten gegen das Gebiet des Nichtchristentums, teils durch die friedlichen Eroberungen, vermittelst der Bekehrung neuer Reiche zum Christentum, und - was daraus folgt, durch die Unterwerfung derselben unter die geistige Zentralgewalt, sogar ausgebreitet und erweitert werden." [17]

Erst nach dem zweiten Weltkrieg, dem verbotenen "Ausrottungskrieg zwischen christlichen Staaten", ist in Europa das erreicht, was Fichte meinte: "Alle christlichen Staaten stehen gegeneinander in dem Stande der wechselseitigen Anerkennung, und des ursprünglichen Friedens." Islamische Staaten wie die Türkei oder Aserbaidschan sind davon natürlich nicht betroffen, d.h. "diese haben nach demselben Prinzip keine anerkannte Existenz, und sie können nicht nur, sondern sie sollen auch verdrängt werden, aus dem Umkreise des christlichen Bodens." Dass heute islamische Staaten wie die Türkei so gefördert werden liegt entweder an eine gewissen Not, "oder weil das christliche Prinzip erloschen ist, und andere Triebfedern seine Stelle einnehmen."  [18]

"Alle christlichen Staaten stehen gegeneinander in dem Stande der wechselseitigen Anerkennung, und des ursprünglichen Friedens... Durch dieses Prinzip ist der Ausrottungskrieg zwischen christlichen Staaten unbedingt verboten. Nicht so mit nichchristlichen Staaten; diese haben nach demselben Prinzip keine anerkannte Existenz, und sie können nicht nur, sondern sie sollen auch verdrängt werden, aus dem Umkreise des christlichen Bodens."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XIII

"Später drang der Muhamedismus, der auch schon in den Zeiten des beginnenden christlichen Staates in den Sitz, der dem Christentume ausschließend bestimmt zu sein schien, in Europa, eingedrungen, und in demselben geschwächt, und vertrieben war, von einer anderen, und gefährlicheren Seite, unter einer frischen Nation, den Türken, ein in Europa, mit dem nicht verhehlten Zwecke, unaufhaltbat vorzudringen, und das Ganze sich zu unterwerfen. Da erwachte zum letzten Male, wenigstens in Reden und öffentlichen Schriften, die Besinnung, dass die Christen nur ein Staat seien, und nur ein Interesse hätten; bis endlich der gefürchtete Feind, in die Pläne der europäischen Politik verwickelt, in sich selber veraltete, und seiner inneren Auflösung entgegenzuwelken anfing."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XIII

Grundsätzlich gilt: "kein Christ kann Sklave sein, christliche Boden macht frei.... Dagegen kann, nach demselben Prinzip, der Nichtchtist gar wohl ein Sklave sein." Die Untertanen der vom "Muhamedismus" eroberten Länder inkl. der Osmanen wurden auch als eine Art Sklaven gehalten. Der Islam oder der  "Muhamedismus" hatte nach Fichte "eben darum das Prinzip seines allmählichen Verderbens bei sich führend, und die ewig fortfließende Quelle der äußeren Vervollkommnung, welche das Christentum in sich hat, nicht aufnehmend. Bekehrungssüchtig ... des Schwertes wohl kundig, durch welches er vom Anfange an sich verbreitet hatte; aufgeblasen dem Christentume gegenüber... übrigens die, ursprünglich asiatische, stumme Ergebung, und die Despotie als politische Prinzipien, gleich dogmatisch hinstellend: geriet dieser Muhamedismus in Krieg mit dem Christentume, und war siegreicher Angreifer. Abgerechnet, dass er in einem beträchtlichen Länderstriche das Christentum austilgte, und sich selbst zur herrschenden Religion machte, wurden diese Siege dem Christentum durch den Umstand noch um so viel schmerzhafter, dass unter den verlorenen Ländern selbst dasjenige Land gehörte, wo das Christentum entsprungen war." Nicht als Bürger dieses oder jenes Staates, "sondern rein als Christen" stürzten sich europäische Scharen "nach jenen Ländern, um sie dem Muhamedismus abzukämpfen." Auch wenn der Erfolg dieser Unternehmungen ausfiel, "so viel Böses auch diesen Kreuzzügen Beurteiler nachsagen,... so bleiben sie doch immer die ewig denkwürdige Kraftäußerung eines christlichen Ganzen, als christlichen Ganzen, völlig unabhängig von der Einzelheit der Staaten, in die es zerfallen war." [19]

Fehlgriffe einzelner Staaten können zum Untergang führen, wie der erste und zweite Weltkrieg gezeigt haben. Auch heutige Fehlgriffe wie die unbegrenzte Aufnahme muslimischer Migranten nach Deutschland und anderen europäischen Ländern hat negative Folgen. Statt das islamische Türkentum und seine Parallelgesellschaften in Deutschland zu feiern wie es zur Zeit vom deutschen Bundespräsidenten Steinmeier bei jeder Gelegenheit getan wird, sollte lieber Griechenland vor türkischen "Aggressionen" geschützt werden; im Gegensatz zum deutschen Außenminister Maas, der die islamischen Türken unterstützt, heißt es in Frankreich: "Für uns war es normal, Griechenlands Kampf um Unabhängigkeit zu unterstützen. Wir werden Griechenland immer unterstützen, denn es ist ins Herz unserer Kultur eingebettet". Inzwischen wird in Frankreich sogar diskutiert, dass es ein Fehlgriff war, islamische Namen wie Muhammad zuzulassen. Früher waren islamische Zeichen und Namen in Europa verboten; heute sind diese Zeichen erlaubt und motivieren jugendliche Muslime, die durch die Masseneinwanderung nach Europa gekommen sind, islamischen Terror zu verbreiten wie Oday J., ein 16 Jahre alter Jugendlicher, "der 2015 im Rahmen der Familienzusammenführung aus Syrien zu seinem Vater nach Hagen ziehen durfte". Bei seiner Festnahme sagte er, er habe keinen Anschlag verüben, sondern nur "schauen wollen, wie man eine Bombe baut". Ziel war aber eine vollbesetzte Synagoge, die er vorher ausgespäht hatte. Wie viele andere islamischen Attentäter hatte auch er sich von einem Angehörigen der Terrororganisation "islamischer Staat" (IS) beraten lassen. Durch diese "Mentoren-Methode" wurden schon viele Anschläge in Deutschland verübt. Der 17 Jahre alte Riaz A., der ohne seine Eltern nach Deutschland geflohen und in Ochsenfurt bei Würzburg untergekommen war, ließ sich im Juli 2016 von einem IS-Mann bei der Wahl der Tatwaffe instruieren. Kurz bevor er in einem Regionalzug mit einer Axt mehrere Reisende schwer verletzte, teilte A. seinem "Coach" mit, dass er nun "anfange". "Sein Chat-Partner bestärkte ihn ein letztes Mal: 'Jetzt erkangst du das Paradies'. Auch Mohammad D., der wenige Tage später in einer Weinstube am Rande eines Musikfestivals in Ansbach eine Rucksackbombe zündete, war über sein Moniltelefon bis zuletzt im Live-Kontakt mit seinem IS-Instrukteur." Auch der 16 Jahre alte syrische Flüchtling Mohammad J., der erst wenige Monate zuvor mit seiner Familie nach Deutschland gekommen war, stand mit einem IS-Instrukteur per Whatsapp in Kontakt. "Der Jugendliche bekam von seinem "Coach" nicht nur Bauanleitungen für einen Sprengsatz, sondern auch konkrete Tipps, wie er seine Bombe am besten platzieren solle, damit sie möglichst viele Personen in den Tod reißt." Zu den heutigen Fehlgriffen könnte man mit Fichte sagen: "Auf jeden politischen Fehlgriff steht, wenn nur die Nachbarstaaten nicht ebenso unweise sind, die Strafe des endlichen Untergangs; und will der Staat nicht untergehen, so muss er Fehlgriffe vermeiden." Wenn an Schulen und Universitäten keine freie Ausbildung mehr möglich ist, weil man mit Rücksicht auf den Islam, den Unterricht entsprechend islamisch gestaltet, könnte es für die Menschen in Europa schwierig werden, zum "wahrhaft ausgebildeten christlichen" Europäer zu werden, dessen Vaterland Europa ist, bzw. "derjenige Staat in Europa, der auf der Höhe der Kultur steht." Ohne Fehlgriffe wird Europa der Magnet für die Welt sein, "der sonnenverwandte Geist wird unwiderstehlich angezogen werden, und hin sich wenden, wo Licht ist, und Recht. Und in diesem Weltbürgersinne können wir denn über die Handlungen und Schicksale der Staaten uns vollkommen beruhigen, für uns selbst und für unsere Nachkommen, bis an das Ende der Tage." [20]

Heute vergisst man, dass das "Christentum wahrhaft Prinzip geworden" ist für europäische, und andere Staaten. "Vom Christentume haben wir den ganzen Charakter der neuen Zeit, und die Art und Weise der Entwicklung dieses Charakters der Zeit, abgeleitet. Aber alles, was Prinzip der Erscheinung wird, geht eben darum in der Erscheinung verloren, und wird, dem äußeren Sinne unsichtbar, nur noch bemerklich dem schärferen Nachdenken. Inwiefern daher das Christentum wahrhaft Prinzip geworden, kommt es im deutlichen Bewusstsein der Zeitgenossen gar nicht mehr vor." Manche fast gänzlich verblödeten Politiker wie Christian Wulf, die meinten der Islam gehöre zu Deutschland, haben den europäischen Gedanken schon vergessen. Solchen Leuten schreibt Fichte: "entdeckt man die Quelle nicht mehr, und schreibt z.B. dem Zufalle zu, was doch des Christentums ist." Man vergisst dass Rechtslehre, Sittenlehre und die Wissenschaft / Philosophie auf das christliche Prinzip zurückgeht.  [21]

"Wodurch wurde denn in der neuen Zeit die Liebe zur Philosophie entzündet, außer durch das Christentum: was war denn die höchste und letzte Aufgabe der Philosophie, als die, die christliche Lehre recht zu ergründen... So ist die ganze neuere Philosophie unmittelbar, und vermittelst ihrer, die Gestanlt der gesamten Wissenschaft mittelbar, durch das Christentum erschaffen: und eben also wird es sich auch mit anderen Dingen verhalten; und so möchte es sich finden, dass das Einzige, in dem ewigen Fortflusse der neuen Zeit Bestehende, und Unwandelbare, das Christentum sei, in seiner reinen, selbst unwandelbaren Gestalt, und dass diese es bleiben werde bis an das Ende der Tage."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XV
Wenn islamische Länder noch ein "pomphaftes Gepräge" treiben mit Verurteilten, den "Leichnam zur eckelhaften Schau" aufstellen und dergleichen Greueltaten, entzieht der Gebildete "mit Ekel sein Auge dem Anblicke, und die ganze Welt verachtet, eine Regierung und eine Nation, unter der es noch sehr harte Strafen gibt, als barbarisch." Da diese Länder Jahrhundertelang ohne Christentum gelebt haben, gibt es dort keine adäquate Bildung. Erst dort, wo das Prinzip des Christentums lange gewirkt hat wie in Europa, gibt es Freiheit und diese Bildung. [22]
"Nun ist dieselbe Gleichheit aller Menschen das eigentliche Prinzip des Christentums; die allgemeine bewusstlose Herrschaft dieses Christentums, und die Verwandlung desselben in das eigentliche, treibende Prinzip, des öffentlichen Lebens, wäre daher zugleich der Grund der guten Sitte, oder vielmehr selbst, und unmittelbar, die gute Sitte: die bewusstlose Herrschaft, habe ich gesagt: es wird nicht mehr ausgesprochen: das uns das lehrt das Christentum, sondern die Sache selbst ist da, und lebt wahrhaftig, und in der Tat, verborgen im Gemüte der Menschen, und äußert sich in allem ihrem Tun."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XV
Der Aberglaube, "Rest des Heidentums", der Islam oder "Muhamedismus" wird zunehmend vernichtet. Fichte sagt dazu: "Beklagt man nun etwa diesen Sturz des Aberglaubens, als Verfall der Religiosität, so vergreift man sich sehr im Ausdrucke, und beklagt, worüber man sich freuen sollte." Die eigentliche, die christliche Philosophie und Wissenschaft "richtet den Aberglauben, als ein deutlich Gedachtes und Bewusstes, zugrunde." Manch eine Philosophie schießt allerdings über das Ziel hinaus und vernichtet die wahre Religion, das Christentum gleich mit, wie es später Nietzsche unternahm. Dazu Fichte: "Das leere und unerquickliche freigeisterische Geschwätz hat Zeit gehabt, auf alle Weise sich auszusprechen ... Wir sind desselben müde; wir fühlen seine Leerheit, und die völlige Nullität." [23]
 

6. Statt der eigentlichen Sittlichkeit herrscht die Glückseligkeitslehre; oberflächliche Wissenschaft wie sie heute duch "verdorbene Köpfe" und "unreifes Denken" praktiziert wird, und die daher fast ohne Moralität auskommt und Genmanipulation in der Medizin als natürlich deklariert; eine alles verknöchernde Denkkraft, "in einem kranken Zustande des Geistes"; frei erfundene Wahrheiten, "unendlicher Unverstand" und "absolute Unfähigkeit sich zu belehren"

Die Geschichte der Rechts- und Sittenlehre leitet zur christlichen Lehre als ein allgemeingeltender Kanon, wie Fichte dargelegt hat. Neuerdings entwickelt sich die Sittenlehre allerdings in eine falsche Richtung, nämlich zur Glückseligkeitslehre, wie sie auch bei Kant anzutreffen ist. So schreibt Kant z.B. in seiner "Kritik der praktischen Vernunft" (1788): "Glücklich zu sein, ist notwendig das Verlangen jedes vernünftigen aber endlichen Wesens, und also ein unvermeidlicher Bestimmungsgrund seines Begehrungsvermögens." und "Nun ist aber das Bewusstsein eines vernünftigen Wesens von der Annehmlichkeit des Lebens, die ununterbrochen sein ganzes Dasein begleitet, die Glückseligkeit." (S. 40 ff., 222 f.) Dies kritisiert Fichte u.a. an der Kant'schen Philosophie: "Von eigentlicher Sittlichkeit ... war in der herrschenden und geltenden Schule gar nicht mehr die Rede. Es herrscht die Glückseligkeitslehre... Das zeigt sich schlagend daran, dass es denn doch, ausser dem bloßen Gehorchen, noch eine Glückseligkeit, eben einen Genuss jenes entgegengesetzten Lebens geben soll: etwa in einer anern Ordnung der Dinge, im Himmel, nachdem wir auf der Erde leider uns aufopfern müssten. Dieser wirklich sehr faule Fleck kommt zu meinem innigsten Bedauern, auch in der Kantischen Philosophie vor: da wird um dieser Glückseligkeit willen ein Gott postuliert, als Geber derselben. Unglückliche Philosophie, die also gegen den Atheismus sich verwahren muss."  [24]

Die meisten Menschen leben gar kein "wahres sondern nur ein Scheinleben und Wissen: Sie sind nicht da, dass sie erscheinen, sondern dass an ihnen etwas andres erscheine." Sittlichkeit und Religiosität seien zwar in dunkler Ahnung möglich ohne das wahre Christentum oder die Wissenschaftslehre, aber nur in leeren Begriffen ohne Klarheit.  [25]

Diejenigen, die einem "leeren Schattenbegriffe" folgen, werden allerdings "um nichts gebessert, und bleiben, von Gott, ebenso entfernt, als je." Dies betrifft auch eine oberflächliche Wissenschaft wie sie heute durch "verdorbene Köpfe" und "unreifes Denken" praktiziert wird, und die daher fast ohne Moralität auskommt und Genmanipulation in der Medizin als natürlich deklariert. Fichte spricht von der eigentlichen Kluft, "welche die wissenschaftlichen und die für Wissenschaft durchaus verdorbenen Köpfe scheidet." Die christliche Religion ist zwar ohne Wissenschaft ein unerschütterlicher Glaube, aber erst durch echte Wissenschaft verwandelt sich der Glaube in "Schauen". Diese echte Wissenschaft muss allerdings erst entwickelt werden. "Dennoch aber gehört die Anforderung, diese Wissenschaft in uns, und anderen zu realisieren, in das gebiet der höhren Moralität." Es handelt sich um eine "Sichtbarmachung des göttlichen Lebens im Ich". Die meisten Wissenschaftler bleiben allerdings in ihrer zeitlich begrenzten, materialistischen Welt gefangen, "abergläubisch an sie, als an ein Ding an sich, glaubend, und ihre leidenden Sklaven bleibend." [26]

Philosophie und Wissenschaftslehre, als die eigentliche Wahrheitslehre hat zur Voraussetzung "Misstrauen in das gewöhnliche Wissen. Also - daraus, dass etwas im Wissen vorkommt, unter den Tatsachen desselben, folgt nicht seine Wahrheit" auch wenn heutige Mediziner und Pharmafirmen dies anders sehen und zweifelhafte genmanipulierte Medikamente und Impfstoffe (mRNA- und Vektor-Impfstoffe) entwickeln, zulassen und anwenden. Fichte attestiert diesen Wissenschaftlern "unreifes Denken", was nicht zuletzt auch auf Kant, die Kantianer und die Spinozisten zurückgeht: "Alle übrigen, auch die Kantianer, die sogar über das sinnliche Sein nicht hinaus können, nicht ausgenommen."  [27]

"Das wissenschaftliche Wissen dagegen ist dasjenige, welches über die Wahrnehmung hinaus auf den Grund der Erscheinung gerichtet ist... Grund im höchsten und eigentlichen Sinne des Wortes ist das Unsichtbare, Übersinnliche und Ewige, welches sich an dem Sichtbaren Sinnlichen und Zeitlichen offenbart." - Johann Gottlieb Fichte, Einleitung in die Philosophie, 1810
Wenn man sich heutige Professoren ansieht, die an Universitäten über genmanipulierte Arzneimittel und Impfstoffe dozieren wie die türkischen Pseudowissenschaftler und Biotech-Mediziner Özlem Türeci und Ugur Sahin von Biontech, so kann man Fichte verstehen, wenn er meint, es gebe "nämlich Menschen von einer so sehr alles verkörpernden und verknöchernden Denkkraft, dass sie, kaum durch die Frage nach dem Grunde über das Feld der Wahrnehmung hinausgegangen das jenseits gefundene doch gerne wieder in dieses herabziehen mögten; die daher fragen, wie z.B. die Seele aussehe, wo sie sein möge."  [28]

Auch wird ihnen attestiert, dass sie sich "in einem kranken Zustande des Geistes" befinden. Für Kinder ist es normal und angemessen, wenn sie ihre Umgebung wahrnehmen ohne viel nachzudenken. Für erwachsene Menschen "bei Geistiger Gesundheit" reicht dies nicht aus, und es zeugt von "einem kranken Zustande des Geistes", wenn man, statt auf den Grund der Wahrnehmungen zu gehen, sich einer kindlichen Einbildungskraft hingibt. Die Krankheit derartiger Wissenschaftler kann sich sogar bis zum Wahnsinn steigern: "Wurzelt die Krankheit so tief ein, dass im Anhalten jenes Stromes ein Wenden der Attention auf die äußere Wahrnehmung, und eine Entgegensetzung derselben mit der Einbildung ganz und gar nicht mehr möglich ist, so heißt sie Wahnsinn". Derartige Wissenschaftler und Philosophen erfinden sich ihre eigene Welt und Wahrheit und verschließen sich damit den Eintritt in wirkliche Philosophie und Wissenschaft. Was bleibt, ist bur, dass ihr "krasser Materialismus in die Augen springt".  [29]

«Ihr heißt Denken soviel als sich etwas denken; und, da auch nicht einmal auf ein Vorbild in der äußern Wahrnehmung gesehen wird, sich etwas ausdenken; und dies ist denn auch der Begriff vom Denken überhaupt, der unter dem philosophierenden Publikum herrschend geworden, und der ihm den Eintritt in wirkliche Philosophie durchaus verschließt.» - Johann Gottlieb Fichte, «Die Tatsachen des Bewusstseins», 1810/1811
Normalerweise wird durch das Denken die äußere Wahrnehmung in einen höheren Zusammenhang aufgenommen, manch ein Wissenschaftler oder Philosoph versteht das aber falsch, indem er sagt "wir bilden uns die Dinge bloß ein". Es ist klar, dass er damit nur seinen "unendlichen Unverstand" zur Schau legen würde, "seine absolute Unfähigkeit sich zu belehren und in irgendeine Vorstellung einzugehen, die er nicht schon hat, und zwei Gedanken hinter einander zu fassen, so dass er den ersten noch wisse, wenn er zum zweiten kommt." Der gesunde Wissenschaftler erschafft ein neues Bewusstsein, "freilich ein Erschaffen nach einer Regel, keineswegs aber blind und gesetzlos, wie diejenigen nehmen, die uns so verstehen: man bilde sich die Dinge bloß ein." [30]
 

7.  Durch Materialismus falsche Prämissen in der Biotech-Medizin der genmanipulierten Arznei- und Impfstoffe; "Gewebe von Erdichtungen"; "eure Phantasmata sind Hirngespinste, deren ihr klüger euch enthieltet"; durch innere Blindheit und "Unvermögen des Denkens" gescheitert, trotz Orden und Ehrendoktorwürde; Kantianer

Wir hatten gezeigt wie Professoren an Universitäten über genmanipulierte Arzneimittel und Impfstoffe dozieren und wie sie im Materialismus gefangen sind, in einem "Gewebe von Erdichtungen", was auf "einem kranken Zustande des Geistes" zurückzuführen ist; sogar GesundheitsministerInnen und Impfkommissionen lassen sich davon beeinflussen. Ein derartiger Professor sagt, "Es sind Dinge" Dazu Fichte: "Dies sagen wir mit ihm, und behaupten es auf eine so strenge Weise, dass er es nicht strenger verlangen kann." Weiter sagt der Biotech-Professor: "Drum sind diese Dinge zugleich der Grund unserer Vorstellungen von ihnen." Mit Fichte kann man nun die falschen Prämissen in der Biotech-Medizin und den daraus resultierenden genmanipulierten Arznei- und Impfstoffen, darlegen: "Hier erblicken wir ein Gewebe von Erdichtungen. Sie sind freilich, aber woher wisst ihr denn, dass sie zugleich auch Grund sind? Ferner setzt ihr, dass wir von ihnen nur Vorstellungen hätten," was natürlich ziemlich widersprüchlich ist und wohl auch an der absoluten "Unfähigkeit sich zu belehren" liegt. Doch nun weiter: "Endlich setzt ihr diese beiden Erdichtungen durch ein gleichfalls nur erdichtetes Verhältnis an einander, indem ihr das eine zum Grunde des anderen macht; eine überdies völlig unverständliche Erdichtung, denn wie ein Ding zu einem vom Dinge wesentliche verschiedenen Bilde in einer andern vom Dinge abgesonderten, und gleichfalls wesentlich verschiedenen Kraft werden könne, darüber habt ihr noch niemals ein verständliches Wort vorgebracht, noch werdet ihr jemals ein solches vorzubringen vermögen." [31]

Auf den Punkt gebracht kann man sagen:"eure Phantasmata sind Hirngespinste, deren ihr klüger euch enthieltet". Sind die Biotech-Mediziner der Zulassungs- und Kontrollinstitutionen wie FDA und EMA denn mit absoluter Blindheit ausgestattet? Fehlt ihnen die innere Einsicht wie dem Blinden die äußere Sicht? Und das obwohl sie guten Willen zeigen und versuchen aufmerksam zu sein? Also noch einmal ganz langsam: "Um das sichtbare zu erblicken, muss man freilich hinsehen, d.h. attendiren; dies aber lässt sich nur demjenigen zumuten, der da Augen hat. Nicht anders mit der inneren Einsicht. Denn obwohl auf diesem Gebiete eine absolute Blindheit sich nicht voraussetzen lässt, so entwickelt sich doch das Denkvermögen nur allmählich, und durch Übung zu seinen höheren Stufen herauf, und so kann es sehr wohl geschehen, dass für jemanden bei allem guten Willen und aller versuchten Aufmerksamkeit eine allgemeingültige Wahrheit doch nicht geltend werde, weil sein Vermögen bis zum Denken in der Region, wo diese liegt, überhaupt noch nicht entwickelt ist."  [32]

Was passiert denn nun mit den quasi gescheiterten Pseudo-Philosophen und Wissenschaftlern der Biotech.Medizin? Sie erhalten natürlich den Bundesverdienstorden, den sie von den ebenfalls in der Sache gescheiterten Politikern angeheftet bekommen. Doch welches Denkmal wird ihnen, geistig gesehen, errichtet? So wie es aussieht werden sie dort überhaupt nicht mit eingerechnet: "In die zweite Welt schon, vielmehr noch in die unendliche Reihe der folgenden haben den Eintritt nur solche Individuen, die in der ersten sich losgerissen haben von der unsittlichen Natur, und einen heiligen Willen in sich erzeugt. Was bei seinem hiesigen Leben bloße Erscheinung der Natur bleibt, vergeht mit derselben. Da aber kein Individuum, sonach auch nicht die vergehenden, ohn sittliche Bestimmung ist, da ferner der sittliche Gesammtzweck dieser Welt erreicht werden muss, so bleibt der unter Bestimmung des Endzwecks stehenden Natur nichts übrig, als statt derer, die die Bestimmung nicht erfüllen, andere Individuen mit derselben individuellen Aufgabe zu erschaffen." Trotz Verdienstorden und Ehrendoktorwürden, haben die Biotech-Mediziner also keine Zukunft: "Nur das Individuum, in dem der Wille zu einem festen und unwandelbaren Sein geworden ist, schreitet über in die künftigen Welten... In den künftigen Welten sind drum immerfort, eben so wie hier, Aufgaben und ArbeitenM aber es ist in ihnen durchaus kein sinnlicher, sondern nur guter und heiliger Wille." [33]

Dieses "Unvermögen des Denkens" hat inzwischen Philosophie und Wissenschft weitgehend vernichtet. "Auch hat das grundstürzende und die absolute Vernichtung der Philosophie durch dieses Unvermögen des Denkens sich schon zur Genüge dargetan." Auch Philosophen wie Kant haben nicht das Problem gelöst, sondern sind Teil des Problems. In seinen Schriften "bleiben ein Menge von Widersprüchen" und man fragt sich wie einige Kantianer "bei diesem Zustande ihres Denkvermögens in jener Lehre Weisheit finden, und sich zu Erklärern und Verbreitern derselben aufwerfen konnten", was auch für Fichte "freilich ein Rätsel" bleibt. Von Kant haben die Biotech-Wissenschaftler wissentlich oder unwissentlich gelernt, denn sonst könnte man sich ihre "müßigen Träume" nicht erklären: "Ja wenn man, sobald das Wort Wissen genannt wird, nichts dabei sich zu denken vermag, als seine müßigen Träume; wiederum, wenn man keine andere Realität sich zu denken vermag, als die materielle, die man mit Händen greift: dann möchte ein solcher Zweifel an seinem Orte sein." Die, welche die wahre Wissenschaft oder die "Wissenschaftslehre missverstanden, taten dies." [34]
 

8. Wissenschaftlehre, Metaphysik; "Fake-News" oder "Schlimme Wahrheit, die durch den Menschen gemacht würde!"; Verflachung und Rückschreiten der Wissenschaft; wenn Biotech-Wissenschaftler Orden bekommen: "So wird nicht selten die Tollheit als Originalität hoch gepriesen"

Seine Wissenschaftslehre bezeichnet Fichte als "die eigentliche wissenschaftliche Philosophie, dasselbe, was ehedem Metaphysik genannt wurde." Er wendet sie an "zur Erzeugung besonderer philosophischer Wissenschaften" wie Rechtslehre, Sittenlehre, Philosophie der Natur. Verständlich, dass er sich nicht auf die "kindischen Vorstellungen" der Moslems oder Kantianer einlassen will. Denn das "Vermögen der Freiheit" ist  die Voraussetzung. Ohne auf den christlichen Gott zu fußen "hat eine sonst scharfsinnige Theorie des Bewusstseins keinen Grund und Boden; wie dies z.B. mit der Kantischen der Fall ist... Weil Gott überhaupt nur in der Freiheit angeschaut werden kann. (Ohne Gott ist alle Theorie des Bewusstseins bodenlos)".  [35]

Eine Philosophie ohne den wahren Gott erklärt auch, wie es nicht nur früher durch den Mohammedanismus sondern auch heute noch zu den berüchtigten "Fake-News" kommen konnte, also zu scheinbaren Wahrheiten, die in Wirklichkeit Lügen sind. Dazu Fichte: "Der Mensch kann nicht etwa die Wahrheit sich machen, und durch Denken sie erzeugen; die Wahrheit muss in ihm sich machen, ja sie muss ihn machen. Schlimme Wahrheit, die durch den Menschen gemacht würde!" Natürlich kann jeder Mensch, der sich in scheinbaren Wahrheiten verheddert hat, sich ändern, schließlich vertritt man ja keinen Türken-Glaube oder Fatalismus: "Wie ist denn Änderung des Menschen überhaupt möglich? Wozu lehren wir? Behaupten wir einen Fatalismus: wir die eigentlichen Freiheits Lehrer? Keineswegs! sich, sein eigenes Grundsein, kann er durch absolute Freiheit ändern, und sodann ändert sich ihm eben seine Ansicht von selbst." Wem Gott nur "als leerer Begriff" vorschwebt, wie den Kantianern oder Mohammedanern, wird ohne Religion, ohne Wissenschaftslehre und ohne Metaphysik nur zu scheinbaren Wahrheiten kommen. [36]
 

"Der Mensch kann nicht etwa die Wahrheit sich machen, und durch Denken sie erzeugen; die Wahrheit muss in ihm sich machen, ja sie muss ihn machen. Schlimme Wahrheit, die durch den Menschen gemacht würde!" - Johann Gottlieb Fichte, Die Wissenschaftslehre 1811

"Nicht die sinnliche Weltordnung schafft die sittliche, sondern umgekehrt. Das faktische Urbild Gottes ist die Sittlichkeit: - und die Sinnenwelt ist bloß der durch seine eigenen aufgezeigten Gesetze bestimmte Widerschein derselben. So allein erhält die Welt, und erhalten die Individuen, Realität."   - Johann Gottlieb Fichte, Die Wissenschaftslehre 1811
 

Heutige Wissenschaftler wissen oft gar nicht mehr, was "wissenschaftliches Wissen" bedeutet; sie glauben herumwursteln, herumdoktern, Gene zerschneiden und wieder zusammenbasteln, aus Unwissenheit Empfehlungen für die Politik geben, heiße Wissenschaft; das alles hat mit Wissenschaft aber nichts zu tun, weshalb auch die meisten Universitäten, Elite-Universitäten eingeschlossen, keine wirkliche Wissenschaft vorweisen können. Was ist also Wissenschaft? Das "wissenschaftliche Wissen" ist ganz anderer Natur: "Es frägt nach dem Grunde der Wahrnehmungen. Es ist die Welt der Gründe, des Übersinnlichen, dasjenige um dessenwillen alle Wahrnehmungen da sind." An den Universitäten weltweit ist es so zu Verflachung und Rückschreiten der Wissenschaft gekommen; Es ist kaum noch etwas übrig von dem, was einst die Gründer der Universitäten sich vorgestellt hatten, ein indiz ist das Herumdoktern in der grünen und roten Gentechnik. Daher kann man sagen, wenn einzelne Mitglieder einer Universität oder eines Staates "behaupten, mit voller Evidenz den Grund schon zu besitzen, nach welchem diese Hypothese gelangen will, so ist nun dergleichen hypothetisches Meinen völlig verwerflich und trägt zu nichts als zur Verflachung und zum Rückschreiten der Wissenschaft bei." Diese Verflachung lässt sich diese Tage gut an den Virologen wie Drosten, Wieler etc. studieren, die aus dem Nichtwissen heraus falsche Empfehlungen an die Politik geben und das wirtschaftliche und kulturelle Leben ruinieren. Sie verhalten sich wie Kinder, die sich der Sinnlichkeit hingeben; im Kinde gibt es aber kein Bewusstsein dieses Wissens. Echte Wissenschaft gibt es nur im freien Menschen, es ist die Aufgabe der Philosophie, der Wissenschaftslehre. [37]

Heutige Wissenschaftler und Virologen wie Drosten, Wieler, Özlem Türeci und Ugur Sahin von Biontech werden wegen ihrer Originalität hoch gepriesen und erhalten Bundesverdienstorden; auch die dazugehörigen Wissenschaftsjournalisten wie Joachim-Müller Jung von der FAZ werden gepriesen. Dazu wusste schon Fichte passend zu antworten: "So wird nicht selten die Tollheit als Originalität hoch gepriesen. Es ist aber der große Unterschied dass Genialität über der Menschheit steht, dem Göttlichen näher. Tollheit aber unter derselben an das Tierische grenzend." Um zur Genialität zu gelangen "muss man erst durch die vollendete Menschheit hindurch gehen." Davon sind diese Wissenschaftler meilenweit entfernt. [38]
 

9. Christlich-spirituelle Medizin

Heilung geht immer vom Geist aus. Bei heutigen Medizinern gilt oft allerdings Tollheit als Wissenschaftlichkeit; das hatten schon Fichte und Carl Gustav Carus festgestellt. Heilung muss daher spirituell sein und nicht materialistisch wie die heute hoch gelobte Biotech-Medizin, die übrigens der göttlichen Ordnung zuwiderläuft. "Wunschdenken, Täuschung, Illusion und die Lüge sind gewichtige Werkzeuge dieser Kräfte" Diabolos und Satanas verschmelzen in Goethes "Faust" zu Mephistopheles. In Dürers berühmten Kupferstich "Ritter zwischen Tod und Teufel", bildet der Mensch als ritterliches Wesen die Mitte. Nichts hilft den Feinden der göttlichen Ordnung mehr als trottelige Gesundheitsminister und Wissenschaftsakademien, die ihre Existenz ignorieren und sie so unentdeckt bleiben, und sie in die "Welt der Mystifizierung, des Aberglaubens" aussondern. Wenn der Gesundheitsminister an den Materialismus der Biotech-Mediziner glaubt und den Geist in seinem eigenen Inneren nicht finden kann, ist das eine "Stumpfheit, in gewissem Sinne ein Idiotismus, wenn auch ein feiner und wiederum eben nicht anerkannter Idiotismus." Wenn er anerkannt wäre, müsste man ja zugeben, dass in letzer Zeit nur Idioten wie die Biotech-Mediziner Ugur Sahin und seine Frau das Bundesverdienstkreuz erhalten hätten.  [39]

Der versteht aber den Menschen nicht, "der glaubt, dass dieser Mensch bloß die Zusammenfügung ist von Knochen, Blut, Fleisch und so weiter, von denen uns die gewöhnliche Naturwissenschaft, die Physiologie, Biologie oder Anatomie erzählen." Aristoteles hatte wirklich noch eine Ahnung davon, dass tatsächlich mit menschlichen Begriffen eine spirituelle Realität ergriffen wird. Gerade heute ist es notwendig, die Seelenlehre so zu betreiben, auch die Wissenschaft, dass sie herauskommt aus dem todesstarren Zustand, in den sie gekommen ist. Die Wissenschaften sterben ab, nur die Naturwissenschaft kann noch mit "strohernen Begriffen" arbeiten, weil man die Tatsachen sammelt und sie sprechen lassen kann. Moderne Technik bringt die Wissenschaft nicht weiter. "Wirkliche Wissenschaft aber stirbt immer mehr und mehr ab." Man kann auch sagen: "Die Naturwissenschaften wurden darüber hinaus dem ursprünglichen griechischen Motiv des Wissensdursts entfremdet und in den Dienst des profitmachenden Produktionsprozesses gestellt." Dadurch wurden nicht nur die Lebensmittel durch Gentechnik und Pestizide verseucht, Insekten vernichtet, Tiere gequält usw., sondern auch die Medizin ist schädlich geworden. "Alles dasjenige, was mit Medizin zusammenhängt, wird eine ungeheure Förderung erfahren. Man wird instinktiv Einsichten bekommen in die Heilkraft gewisser Substanzen und gewisser Verrichtungen, und man wird ungeheuren Schaden anrichten dadurch, aber man wird den Schaden nützlich nennen." Durch Gen- und mRNA-Technik, CrisprCas wird die Medizin in "ganz schädliches Fahrwasser gelangen... Aber dem Egoismus der Menschen wird dieses wüste Fahrwasser außerordentlich gut dienen und gefallen". 

Eine ungeistige Lebensauffassung würde eben eine "menschheitsschädigende Medizin" nicht durchschauen, "würde nicht sehen, wie sie abirrt vom wahren Pfade, geradesowenig wie der Schlafende, solange er schläft, sehen kann, wenn ihm der Räuber nahekommt, der ihn bestehlen will, sondern das geht an ihm vorüber. Er sieht höchstens später, wenn er aufwacht, was angerichtet worden ist. Aber das würde ein sehr schlimmes Aufwachen sein für den Menschen ... Hässlich würde schön und schön hässlich in gewisser Beziehung, und man würde nichts davon merken, weil man alles als eine Naturnotwendigkeit ansehen würde." [40]

Für eine spirituelle Medizin und Naturwissenschaft müssen wir noch weiter ausholen. Neben Diabolos und Satanas bzw. Luzifer und Ahriman gibt es noch eine weitere Kraft der Widersacher; sie wird traditionell "Antichrist" genannt. Steiner charakterisiert diesen als Sonnendämon und nennt ihn Sorat. In der Nordisch-germanischen Mythologie finden wir diese Dreiheit wieder: die Mitgardschlange, der Fenriswolf und der aus der Erde im Feuer aufsteigende Surtur. Sorats Angriff zielt auf das Ich, den eigentlichen Menschen, um den es auch bei Fichte geht. Das Ich hat durch Christus eine Urgesundheit und Auferstehungskräfte erhalten. Und mit jedem Angriff auf ein Menschen-Ich greift der Antichrist Christus an. Nach Steiner ist er der größte Gegner des Christus. Sorats Kräfte sind nur auf Zerstörung gerichtet. Den Krebs könnte man als eine Krankheit in der Auseinandersetzung mit Sorat bezeichnen, einer Kraft, die keine Ich-Entwicklung zulassen will, die den freien Menschen verhindern will. Die moderne Medizin antwortet mit einer der zerstörerrischten Therapien, die es heute in der Medizin gibt. 

Bekanntlich gibt es dem Menschen freundlich und feindlich gesonnene Wesen. Die feindlichen Wesen trachten danach, den Menschen zu verführen, wenn er seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen hat, seinen Zukunftsweg zu verbauen. "Es hätte dasjenige, was erst in der Mitte unseres Zeitraumes hätte geschehen sollen, was also erst 1080 Jahre nach dem Jahre 1413 geschehen soll, was erst also im Jahre 2493 geschenen soll - da soll erst der Mensch so weit sein mit Bezug auf das bewusste Erfassen seiner eigenen Persönlichkeit - , schon 666 durch ahrimanisch-luziferische Kräfte dem Menschen eingeimpft werden sollen." Kaiser Justinian war ein Handlanger dieser Wesen, "als er, der ja ein Feind war alles dessen, was aus der hohen Weisheit des Griechentums überkommen war, 529 die Philosophenschulen in Athen schloss." Die ursprüngliche griechische Wissenschaft und Philosophie wurde ausgemerzt. Um das Jahr 666 sammelten sich die Reste in der persischen Akademie von Gondishapur. "Und innerhalb der Akademie von Gondishapur lehrten diejenigen, die inspiriert waren von luziferisch-ahrimanischen Kräften." Von dort sollte schon damals eine Art Biotech-Medizin über die Welt verbreitet werden. Der Islam hatte praktisch die Aufgabe diese Entwicklung auszubremsen, wodurch damals eine Verbreitung der Biotech-Medizin verhindert wurde. "Das ist nicht in jener Weise herausgekommen, wie es gewollt war, es ist abgestumpft worden. Und an dessen Stelle ist der Mohammedanismus, ist Mohammed mit seiner Lehre geblieben, und es ist nur der Islam anstelle desjenigen gekommen, was von der  Akademie von Gondishapur hätte ausgehen sollen." Die damalige Welt war dann durch das Christentum abgebracht worden "von dieser ihr verderblichen Richtung." Der Sinn wurde auf das Christentum gelenkt. "Dadurch verbreitete sich dasjenige, was verhinderte jene hohe, aber teuflische Weisheit, welche die Akademie von Gondishapur intendierte, aber es wurde verhindert die Ausbreitung jener Weisheit zum Heile der Menschheit." Herausgekommen ist in Persien von der Akademie von Gondishapur nur der "phantastische, jämmerliche Islam". Dadurch hat nun jeder einen "Knacks" bekommen, das heißt die Anlage zum Atheismus, zur "Gottesleugner-Krankheit". 

Unter dem Einfluss der Akademie von Gondishapur stand damals auch die katholische Kirche. Sie hat 869 auf dem achten ökomenischen Konzil in Konstantinopel dogmatisch bestimmt, "dass man nicht an den Geist zu glauben habe, weil sie nicht etwa jeden aufklären wollte über das Mysterium von Golgatha, sondern Finsternis breiten wollte über das Mysterium von Golgatha. Von der katholischen Kirche ist der Geist 869 abgeschafft worden. Das Dogma, das da bestimmt worden ist, heißt, man habe nicht an den Geist zu glauben, sondern nur an Leib und Seele, und die Seele habe in sich etwas Geistartiges. Aber dass der Mensch wirklich besteht aus Leib, Seele und Geist, das wurde durch die katholische kirche abgeschafft." Bezeichnend ist ja auch, dass die Kirchen sich bedingungslos hinter die Biotech-Medizin stellen, was man an der Corona-Krise sehen konnte; zudem vertreten sie nicht das Christentum, sondern den Islam, da sie den Geist leugnen und nur zu Allah, nicht jedoch zu Christus beten, wie es auch der Papst in Moscheen vorgemacht hat. "Und wir leugnen, wenn wir uns recht verstehen, erst dann den Gott nicht ab, wenn wir ihn durch Christus wieder finden....Christus ist für uns alle im wahrsten Sinne des Wortes der Heiland, der Arzt gegenüber jener Krankheit, die den Menschen zum Gottesleugner machen kann. Der Christus ist ein Arzt dagegen." [41] 

Gerade in Europa muss sich eine spirituelle Medizin entwickeln. Von Amerika kommt heute die Biotech-Medizin und -Landwirtschaft. Der Osten bewahrt eine alte spirituelle Kultur, "deren Zeit aber abgelaufen ist. Daher das eigentümlich Unnatürliche, das uns entgegentritt, ich möchte sagen, durch den ganzen asiatischen Orient... Die allerbitterste Ironie der menschlichen Entwicklung ist gerade über den Orient von Europa ausgegossen, die bitterste Ironie! Die Karikatur jedes höheren Menschheitsstreben, die im Leninismus, im Trotzkismus als letzte karikaturhafte Konsequenz der rein materialistischen sozialistischen Ideen sich geltend gemacht hat, ist wie ein Kleid, das nicht zum Leibe passt, übergezogen den Menschen des Ostens." [42]

Wer nicht immer wieder neu seine Gesundheit herstellt, muss sich später um seine Krankheit kümmern. Die Gesundheit hat mit dem Ich zu tun. Das Ich ist urgesund. Dazu Fintelmann: "Es kann abgelenkt werden, unachtsam oder einseitig tätig sein, es kann behindert oder verhindert werden, aber als geistiger Kern in uns ist es urgesund und vermittelt sich als Gesundheit an Seele und Leib. Das ist eine kaum fassbare Leistung, denn das Ich muss für jeden Ort, ja für jede Zelle immer präsent sein, darauf achten, dass sie ihren Anteil für das Ganze des beseelten Organsismus leisten, nicht in Eigensein zurückfallen, wie es eine erste Krebszelle als sogenannte Stammzelle tut. Diese permanente Ich-Tätigkeit wird mit dem Begriff der Geistesgegenwart oder Präsenz einmalig richtig beschrieben." Es sollte also der Plan des Ich oder die "Lebensmelodie" nicht verloren gehen, was auch als Voraussetzung für eine Krebserkrankung gesehen wird. Gerade in der Romantik haben Komponisten bestimmten Ereignissen und Personen eine Melodie, ein Leitmotiv gegeben, durch das sie erkennbar für den Zuhörer werden. Beethoven in seiner 5. Sinfonie, die auch Schicksalssinfonie genannt wurde, in seiner 6. Sinfonie ("Patorale"), deren Sätze überschrieben sind mit "Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande", "Szene am Bach", "Lustiges Zusammensein der Landleute", Gewitter, Sturm", "Hirtengesang, frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm", und besonders Richard Wagner mit Werken wie "Parsifal", "Lohengrin", die Wiener Fassung des "Tannhäuser" oder die Opern aus dem "Ring des Nibelungen". Dazu Fintelmann: "Der Mensch im Gleichgewicht seiner Bestimmung, auch seines Seins, der Mensch auf seinem Weg, dem Lebensplan folgend, das ist das Ziel der Heilung." [43] 

Was Infektionskrankheiten und ihre "Erreger", vor allem Bakterien und Viren, betrifft, entbrannte nach ihrer Entdeckung ein heftiger Streit, ob sie überhaupt Ursache oder nur Begleiterscheinung von Krankheiten seien. Steiner und andere traten der Theorie der Verursachung entgegen, auch wenn die Viren und Bakterien zu diagnostischen Zwecken genutzt werden könnten. Auch die moderne Immunologie, solange sie noch nicht durch die Biotech-Medizin verdorben war, hat gezeigt, dass im Immunsystem die Möglichkeit liegt, jede Fremdheit im Organismus zu bemerken und durch Aneignung (Verdauung) oder durch Elimination zu bekämpfen. Fasst ein Erreger Fuß im Organismus, hat die Immunabwehr versagt. Sie war blind, durch chemische oder Biotech-Medikamente abgelenkt, gelähmt und aktionsunfähig. So kann z.B. die Widerstandskraft des Immunsystems durch die Bienentherapie nur gefördert werden, wenn nicht gleichzeitig Kortison genommen wird.  [44] 

Das Christus-Licht als Heilmittel, von dem Fichte und Steiner sprechen, bedeutet, dass alle Gesundheit in uns diesem Licht entspringt, das jeder Mensch originär in sich bildet. "Das äußerlich einwirkende Licht hat eigentlich nur die Bedeutung einer Anregung zur Entstehung des inneren Lichtes. Indem wir also das Licht von außen auf uns einfließen lassen, lassen wir uns selber anregen zur Entstehung des inneren Lichtes." So kann man auch den eigentlichen Grund der Tuberkulose in der Überwältigung des inneren Lichts durch die Kräfte der Finsterniss sehen.  [45] 

Wenn früher von Gelähmten die Rede war, so handelte es sich in der Regel um rheumatische Erkrankungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vom Binde- und Stützgewebe ausgehen, weshalb auch von Kollagenosen gesprochen wird. Polyarthrose, rheumatoide Arthritis, Polymyalgie, Morbus Bechterew. Dazu Steiner: "Der vom Ich nicht vollzogene Stoffwechsel offenbart sich im Rheumatismus." Zu seiner Zeit war das noch der Oberbegriff dieser Krankheiten. Sie sind Ausdruck davon, dass das Ich seine Willensnatur nicht in die leiblich-organischen Stoffwechselvorgänge übertragen kann. Wie kommt es zu Gelenkrheumatismus und Krampfzuständen? "Durch die Schwäche des Ätherleibes tritt eine besonders starke Wirkung des Astralleibes auf den physischen Leib ein. Diese Wirkung ist eine abbauende. Sie wird in der normalen Lebensentwicklung durch die Aufbaukräfte im Schlafe, wenn der Astralleib von dem physischen Leib und Ätherleib getrennt ist, ausgeglichen." Ist das Ich und damit der Ätherleib zu schwach, so tritt ein Überschuss des Abbaues ein, was sich auch an schlechten Zähnen zeigt. "Die Schwäche des Ätherleibes zeigt sich auch darinnen, dass im physischen Körper durch den Ätherleib nicht bewätigte Fremdprozesse sich abspielen, die im Urin als Eiweiß, vereinzelte hyaline Zylinder und Salze sich zeigen... In den Gelenken muss der Ätherleib besonders tätig sein, wenn die Vitalität normal vor sich gehen soll. Ist die Tätigkeit des Ätherleibes schwach, so wird die Tätigkeit des physischen Leibes überwiegend, was sich hier in Schwellungen und in chronischer Arthritis zeigt." Für Krankheiten wie Rheumatismus, Arthritis und Sklerose muss die Ich-Organisation gestärkt werden, zum Beispiel durch die Bienentherapie. [46] 

In seinem Pastoral-Medizinischen Kurs spricht Steiner von Sinneswahrnehmungen, die gestört sein können und zwar auf jeder Ebene, der organischen, lebendigen, seelisch empfindenden und geistig-erkennenden. Er spricht von Schwachsinn (Lebensstufe), Wahnsinn (seelische Empfindungsstörung) und Blödsinn (geistige Stufe, Erkennen). Ergänzen könnte man noch auf physisch-organischer Stufe den Starrsinn und mit Blick auf die Krebserkrankung den Irrsinn. Die eigene Körperwahrnehmung hängt von gesunden Sinnen ab. Dazu Fintelmann: "Viele heute als funktionell bezeichnete Krankheiten sind Ausdruck unterschiedlichster Sinnes- oder Wahrnehmungsstörungen, z.B. nach innen auf die Tätigkeiten des Organismus gerichteter Sinne. So wird einmal die Migräne erkannt werden als ein gestörtes Schmecken, der Heuschnupfen als gestörtes Riechen. Rheumatische Erkrankungen sind Ausdruck eines gestörten Bewegungssinns, womit die körpereigenen Bewegungen gemeint sind, die vielfältigen Erschöpfungssyndrome Ausdruck eines gestörten Lebenssinns."  [47] 

Gerade was Arzneien betrifft ist die moderne Medizin auf dem Holzweg. Denn mit Natursubstanzen, der Heilpflanze, dem Mineral haben die neuen Medikamente in der Regel nichts mehr zu tun. Es handelt sich um synthetisierte Stoffe. Von einer Komposition von mehreren Stoffen ist man zum chemisch-definierten Einzelstoff gekommen. Solche und Mittel aus der Biotech-Medizin dominieren die moderne Medizin. Von Hippokrates und dem Heilgott Asklepios und dem Gebot: "Du darfst als Arzt deinem Patienten nicht schaden" wollte man nichts mehr wissen. Neuerdings brüsten sich die Schulmediziner sogar damit, dass ihre Arzneimittel unerwünschte Nebenwirkungen haben, denn dadurch hätten sie wenigstens eine Wirkung im Gegensatz zu Arzneien der Naturmedizin. Nebenwirkungen waren geradezu ein Kennzeichen für die Wirksamkeit der Arzneimittel, die nun von Pharmakonzernen massenweise hergestellt wurden. Jeder kann heute ein Zahl von Menschen nennen, denen durch moderne Arzneimittel - chemisch-synthetische, gentechnisch hergestellte oder mRNA-Impfungen - bleibender Schaden zugefügt wurde. In der Regel werden diese Nebenwirkungen aber gar nicht erkannt, auch die Pharmaindustie und die Medizin-Forschung versuchen die bleibenden Schäden kleinzureden. Die moderne Forschung, insbesondere die der Biotech-Mediziner, weiß ja nicht ob ein Stoff arzneilich sinnvoll ist, sondern versucht es durch experimentelle Prüfung - in der Regel an tierischen und menschlichen Versuchskaninchen - unendlich vieler Stoffe herauszufinden. [48] 

Wie kommt es, dass die moderne Medizin so auf dem Holzweg ist? In seinen Anleitungen zur Vertiefung der Heilkunst gibt Steiner den Hinweis, dass "maßgebendste Persönlichkeiten für den medizinisch-naturwissenschaftlichen Fortgang unseres Geisteslebens wiederverkörperte Individualitäten aus der arabisch-mohammedanischen Kultur waren." Wurden die Mohammedaner und damit die Vernichter des Christentums von großen Feldherrn aus Europa verdrängt, so versuchen sie nun durch eine antichristliche Medizin Europa zu erobern: "Und so sind alle in der Naturwissenschaft Wirkenden, und namentlich in der Medizin Wirkenden. Wiederverkörperungen dessen, was in alten Anschauungen, aber mit Ausschluss des Christentums - nicht in der Fortentwicklung des Christentums, sondern mit Ausschluss des Christentums -, was nach Europa in dieser Umklammerung gekommen ist, die der Arabismus mit dem Christentum vorgenommen hat." Die heutige Biotech-Medizin muss also genauso zuückgedrängt werden wie seinerzeit die Mohammedaner aus Europa. Dann wird wieder eine Durchchristung der Medizin stattfinden. Man denke an die Erzengel, die auch Merkursöhne genannt werden, und der Merkurstab mit der durch ihn aufgerichteten Schlange ist ein altes Symbol des Arztes oder der Heilberufe. Man muss sich wieder mit den Heilkräften Raphaels verbinden, von ihm inspiriert werden. "Denn Raphael ist gerade der christliche Merkur." Zur Zeit sind Medizin und Krankenkassenärzte allerdings noch von den finsteren Mächten beherrscht. Steiner spricht vom "Heilgewerbe" und kritisiert die Krankenkassen, die sich der Biotech-Medizin verschrieben haben: "Aber in dem rein Ahrimanischen der Einrichtung der Krankenkassenärzte wird das Karma vollständig beseitigt, und der Mensch wird ausgesetzt den rein das Karma bekämpfenden ahrimanischen Mächten."  [49] 

Im Gegensatz zur heutigen Medizin wird von Steiner das Lukas-Evangelium als ein besonderes Schulungsbuch für die Heilberufe hervorgehoben: "Während jener Impuls, der im Lukas-Evangelium für die Medizin enthalten ist, noch so da ist, dass man sagen muss, er muss nur noch aufgenommen werden." Lukas ist Grieche und lernt das Christentum durch Paulus kennen, dessen Schüler er wohl war. Als Arzt und zugleich Maler gilt Lukas als der Maler, der als Erster ein Bild der Mutter Jesu, Maria, malte. "Die göttlichen Weltenmächte haben das Leben angeordnet nach Maß, Zahl und Gewicht". Das haben die einer gesunden Entwicklung des Menschen entgegenstehenden Mächte der Finsternis, die auch Widersacher genannt werden, genutzt, "um der modernen Medizin einzuflüstern, nur das habe Wirklichkeit, was sich messen, zählen und wiegen lässt. Sie haben diese geistige Gesetzmäßigkeit auf eine mechanisch-materialistische Ebene herabgezogen, denn genau in diesen Dimensionen wird heute Gesundheit und Krankheit bestimmt. Hinzu kommt noch der Begriff der Norm, gebildet nicht aus Anschauung und Verständnis, sondern aus einem statistisch errechneten Mittelwert und seinen Standardabweichungen. Das ist nicht Ausdruck des Willens der Schöpfermächte und nicht die Ordnung des Lebens, die sie vermitteln... Auch hier stoßen wir auf eine furchtbare Konsequenz der Täuschung der Widersacher, Maß sei das Gemessene. Nur so konnte letztlich gedankenlos Fieber zum Feind werden und das Fieberzäpfchen im Kindesalter ein selbstverständlicher Begleiter. Wie anders hat das Paraceslus noch erlebt und viele Ärzte nach ihm bis ins 20. Jahrhundert hinein: 'Gebt mir ein Mittel, das Fieber macht, und ich heile euch alle Krankheiten'. Doch gibt es kein solches Mittel, denn Fieber ist immer Ausdruck einer gesteigerten Ich-Tätigkeit im Leibe, ist Ausdruck von Ich-Willen. Es zu hindern, heißt Ich und Willen zu lähmen." (Fintelmann)  [50] 

In den Vorgeschichten vieler Krebskranker findet sich oft die Angabe, Jahrzehntelang kein Fieber mehr gehabt zu haben. In "Physiologisch-Therapeutisches" nannte Steiner die weißbeerige Mistel ein zukünftiges Krebsmittel. Wo liegt der "Ursprung der Geschwulstbildung"? Dazu Steiner: "In der Tat sind alle Geschwulstbildungen bis zum Karzinom deplazierte Versuche von Sinnesorganbildungen... Wenn wir das ins Auge fassen, dann sagen wir uns, auf welche Weise wir an eine Geschwulstbildung wirklich herankommen können. Wir können an eine Geschwulstbildung nur dadurch herankommen, dass wir uns sagen, es ist ein falsches Verhältnis zwischen dem physisch-ätherischen Organismus einerseits, insofern er sich in dem ausstrahlenden Stoffwechsel ausdrückt, und zwischen dem Ich-Organismus und dem astralischen Organismus andererseits, indem sie sich ausdrücken in dem Wärmeorganismus und in dem Luftorganismus. Wir haben also vor allen Dingen, wenn wir die äußersten Grenzen nennen, das Verhältnis des Stoffwechsels zur Wärmeorganisation des Menschen ins Auge zu fassen, und wir erreichen das am besten gegenüber einer Geschwulst, namentlich wenn sie im Innern sitzt, aber auch im Äußeren ist das möglich ... dadurch, dass wir die Geschwulst umhüllen mit einem Wärmemantel. Es muss uns nur gelingen, die Geschwulst zu umhüllen mit einem Wärmemantel. Der ruft eine radikale Umänderung der ganzen Organisation hervor... dann - primitiv gesprochen - gelingt es uns auch, sie aufzulösen... Es muss also die Injektion gefolgt sein von einem Fieberzustande. Sie können von vornherein mit einem Misserfolg rechnen, wenn Sie nicht Fieberzustände hervorrufen."  [51] 

Christlich-spirituelle Medizin bedeutet natürlich auch, den Mensch in seinem Zusammenhang mit dem Kosmos zu betrachten. Die Wirkungen der finsteren Mächte hatten wir schon angedeutet. Luzifer hat seine Hand im Spiel bei Dogmatikern, den Mullahs und Ayatollahs, "bei allem ins Manierhafte, Steife ausartenden Künstlerischen" während Ahriman seine Hand im Spiele hat bei allem, "was nur äußerliche geistlose Naturwissenschaft ist, die in der Natur nicht den Geist entdecken kann," so wie es bei unserem Gesundheitsminister der Fall ist; bei solchen Leuten soll alles "schablonenmäßig" und "programmäßig" verlaufen; wenn sie zwischen Pharmaunternehmen und Parlament hin und her pendeln müssen, machen sie den Eindruck, "dass sie eigentlich ganz unnötig auf ihren Schultern auch noch einen Kopf tragen, der ja im Grunde genommen gar nicht dabei ist bei dem, was sie tun." 

Der Lebensleib, auch Ätherleib genannt, ist für die leibliche Gesundheit des Körpers (Form) zuständig. "Was nun in diese Form beim Menschen gewissermaßen einfließt, was in diese Form ergossen ist, das ist das Leben. Dieses Leben des Menschen, das finden wir ebenso im Ätherleib des Menschen lokalisiert, wie wir die Form im physischen Leib lokalisiert finden." Steiner beschreibt sieben Lebensstufen: Sinnesleben, Nervenleben, Atmungsleben, Zirkulationsleben, Stoffwechselleben, Bewegungsleben, Reproduktionsleben. "Diese sieben Lebensstufen, sie sind in der Tat so, dass der Mensch mit Bezug auf seinen Ätherleib in verschiedener Weise lebt auf diesen verschiedenen Lebensstufen. Wir können nicht von einem einzelnen, verwaschenen Leben reden, wenn wir die Dinge im Ernste ins Auge fassen wollen." Im Zirkulationsleben kann man die Tätigkeit entdecken, durch welche die Christuskräfte sich im ganzen Organismus verbreiten. Nach Fintelmann schließt sich alle Therapie, die ihren Ausgang vom Zirkulationsleben nimmt, dem Heilen auf. "Wird im Zirkulationsleben Störung entdeckt, z.B. ein Stocken oder Verfließen, ist das immer Folge von Einflüssen anderer Lebensstufen, hat nie seine Ursache im Zirkulationsleben selbst. Dieses ist durch und durch gesund dank der in ihm wirkenden Christuskräfte. Es kann gekränkt werden, nicht jedoch krank sein. Was bewirken wir, wenn wir an diesem Ort durch die Gabe von Antikoagulanzien das Gleichgewicht massiv stören, oder auch schon durch Diuretika?" Oder die schädliche mRNA-Impfung, die zu dauerhaften Schäden wie Ohnmachtsanfällen und Thrombosen geführt hat.

Während des Schlafens ist der Ätherleib ein "Abbild des Universums". Steiner spricht vom "Strahlendwerden des Menschen im Schlafzustande"; allerdings können auch die finsteren Mächte am Werk gewesen sein: "Allerdings, in diesem seelischen Strahlen der Menschheit ist eingegliedert ruinierend, verkümmernd, zerstörend alles das, was die Menschen aus ihrer Schlechtigkeit heraus durch ihren astralischen Leib (Empfindugsleib) und durch ihr Ich dem ätherischen Leib während ihres Lebens einpflanzen." Auch für die Gesundheit der Erde ist der Schlaf der Menschen wichtig: "Wenn auf der Erde keine Menschen schlafen würden, würde die vegetabile Kraft der Erde viel schneller ersterben müssen, als sie im Erdenleben eben erstirbt... Das Schlafen des Menschen hat eben durchaus auch eine kosmische Bedeutung."  Damit keine finsteren Mächte Einfluss nehmen, soll man sich ja auch an das Christentum halten und nicht an den Islam: "Und je nachdem er seine Empfindung, seine Gemütsverfassung hat, können ihn diese Kräfte durchdringen. Wenn der Mensch sympathisiert mit dem Guten, dann werden ihn die schönsten Kräfte des Universums durchdringen können. Wenn der Mensch seine Neigungen entwickelt zum Bösen, dann wird sein astralischer Leib verkümmern... Der astralische Leib ist ja das, was während des Wachzustandes die Seelenverfassung ausmacht, die Gemütsverfassung." 

Der Emfindungsleib oder Astralleib ist farbiger Lichtträger. Dazu Fintelmann: "In ihm wirkt die Zwölfheit der Sinne in unmittelbarem Bezug zu den zwölf Kraftorten des Tierkreises, den zwölf Stimmungen, den zwölf Weltanschauungen; kurz, er steht in inniger Verbindung mit dem Kosmos." Steiner spricht von originärer Lichtbildung, und die Organisation hierfür ist das Nierensystem. Der Empfindungsleib ist Träger des Musikalischen im Menschen, er ist auch Seelenträger, nimmt die Empfindungsseele auf, gibt ihr Bewusstsein von der Welt und von sich selbst, ist wie ein Spiegel für sie. Ist hier etwas gestört, die Weltanschauung zu materialistisch, kann sich das physiologisch auswirken bis hin zu Krankheiten wie Alzheimer und Demenz, die dann z.B. durch Bienentherapie bekämpft werden müssen. [52] 

Viele Menschen können heute gar nicht mehr in Wirklichkeit denken, sondern nur noch scheinbar. In Versammlungen politischer Art, in Talkshows treten Redner wie Gesundheitsminister Lauterbach als eine Art Leithammel auf: Die Menschen im Publikum sind dann bloß eine Hammelherde, "die auf die Schlagworte, die ihnen von den Rednern entgegengebracht, entgegengeschleudert werden, hineinfallen und ihnen dann nachlaufen. In dieser Beziehung ist ja die heutige Menschheit furchtbar unselbstständig... Die Leute lesen das, merken aber gar nicht, dass das gar keine Gedanken mehr sind, sondern dass das nur ein Abrollen von Gehirnprozessen ist, die sich als Gedanken zwar spiegeln, aber keine Gedanken mehr sind - es ist die absoluteste Torheit... Die Logik des Wahren und Falschen hat eigentlich nur für die physische Welt eine Bedeutung. Sobald wir uns in die geistigen Welt hineinleben, empfinden wir das Wahre als ein Gesundes und das Falsche, den Irrtum als etwas Krankes. Dadurch aber, indem wir uns im Nachstudieren der Inspirationswahrheiten den Sinn für das gesunde und kranke Urteil aneignen, bereiten wir uns den Weg, nun das Christus-Ereignis zu verstehen. Denn das Christus-Ereignis trat in die Welt aus dem Grunde ein, weil die Entwicklung der Menschheit drohte, krank zu werden. Von dem Christus-Ereignis, von dem Mysterium von Golgatha geht die Kraft aus, dass sich der Mensch wiederum zur Wahrheit, zur Gesundung hinwenden kann. Durch die inspirierten Wahrheiten erwerben wir uns wirklich wiederum die Möglichkeit, Sinn zu bekommen für die religiösen Wahrheiten, insbesondere für die Wahrheiten des Christentums, lernen wir wiederum verstehen, warum die Wesenheit des Christus als ein Heiland gefeiert wurde, als einer, der die Menschheit wirklich heilt, heilte und fortdauernd heilt... Gott wird Mensch. Es ist dieses eben die Formel, in der ausgesprochen werden kann, was der Christus geworden ist: Für die Erde das Urbild der Menschheit, für die Erde dasjenige, durch das die Menschheit Sinn bekommt." Dieses Urbild der Menschheit war auch nach Leibniz allen Völkern urpsrünglich bekannt, nur ist das Wissen darum in Vergessenheit geraten.

Schauspiele und Tragödien dienten den Griechen früher als eine art Arznei. Es ging um ein "Vorführen dessen, was hinter der Welt als Geistiges sich geltend macht. Das war es, was in der Tragödie vorgeführt wurde. So war den Griechen die Kunst noch eine Art Heilungsprozess." In "Christus und die geistige Welt" gibt Steiner an, warum die Griechen Apollo verehrten, nämlich weil in ihm die Christus-Wesenheit "verseeligt" war. "Was ist Apollo wirklich? Nicht ein Schattenbild, das die Griechen dann verehrt haben, sondern was ist der Apollo eigentlich? Als überirdisches Wesen ist er das Wesen, das die für das Gemüt heilenden Kräfte aus höheren Welten hereinergoss, paralysierend die luziferischen und ahrimanischen Gewalten. Das bewirkte auch im menschlichen Leibe ein solches Zusammenwirken von Gehirn, Atem, Lunge mit Kehlkopf und Herz, wie es zum Ausdruck kam in der Projektion dieses Zusammenwirkens im Gesang. Denn das richtige Zusammenwirken von Hirn, Atmung und Sprachorgan und Herz, das ist der leibliche Ausdruck für das richtige Zusammenwirken von Denken, Fühlen und Wollen. Der Heiler, der überirdische Heiler ist Apollo. Wir haben seine drei Stufen der Entwicklung gesehen, und der Heiler, der zugrunde liegt dem Apollo, wird auf Erden geboren, und die Menschen nennen ihn Jesus, das heißt in unsere Sprache übersetzt 'der durch Gott Heilende'." Die Geschichte des Jesus empfanden die ersten Christen als eine innerliche Tragödie. "Deshalb nannten sie auch den Christus, und nannte man ihn immer mehr, den Arzt, den Heiland, den großen Arzt der Welt. Der Grieche hat in den älteren Zeiten dieses Heilende bei seiner Tragödie empfunden. Die Menschheit sollte allmählich dazu kommen, das historisch, das geschichtlich Heilende im Anblicke, im Gemütserleben des Mysteriums von Golgatha, der großen Tragödie von Golgatha zu erleben und zu empfinden." Logisch, dass nach dem Christentum keine Religion mehr begründet werden kann, der Islam nicht als Religion sondern höchstens als Sekte durchgehen kann: "Mit dem Ereignis, dass darin besteht, dass ein Gott durch das Menschenschicksal der Geburt und des Todes gegangen ist, hat die Erde ihren Sinn bekommen so, dass dieses Ereignis niemals überboten werden kann. Nach dem Christentum - das ist ganz klar für den, der die Begründung des Christentums kennt  - kann eine neue Religion nicht mehr begründet werden... Wäre Christus nicht auferstanden, hätte er sich nicht verbunden mit den Erdenkräften, dann würde die menschliche Seele sich zwischen Geburt und Tod mit dem menschlichen Leibe so vereinigen, dass mit all den Molekülen, welche mit dem Menschenleibe durch Feuer oder Verwesung mit der Erde sich verbinden, diese Seele sich auch verbinden würde. Es würde einstmals das geschehen, dass am Ende des Erdenwerdens die Menschenseelen den Weg machen würden, den der Stoff der Erde macht." Die alten Initiierten der Mysterienschulen haben außerhalb der der Erde im Kosmos, und zwar in dem Kosmos, der durch die Sonne repräsentiert wird, den Christus geschaut. Und das Wesentliche des Mysteriums von Golgatha ist nicht die Lehre von dem Christus, denn diese Lehre haben auch die alten Initiierten gehabt. Sie haben nur von dem Christus so gesprochen, dass er nicht auf der Erde lebt, dass er nicht in den Kräften der Erde ist, sondern dass er in den Kräften der Sonne lebt. "Aber es ist durchaus falsch zu glauben, dass die alten Initiierten nicht von dem Christus-Wesen gesprochen haben. Es ist auch eine von jenen Wahrheiten, die der Menschheit ganz verlorengegangen sind, dass vor dem Mysterium von Golgatha von dem Christus immer gesprochen worden ist als von einem außerirdischen Wesen. Heute nennt man eine solche Anschauung sogar unchristlich. Aber warum nennt man eine solche Anschauung unchristlich, da doch die ersten Kirchenväter durchaus diese Anschauung gehabt haben? Die ersten Kirchenväter haben gesagt: Die Weisen der alten Zeit, die man oft auch als Heiden bezeichnet, sind in einem tieferen Sinn Christen!"  Die ersten Kirchenväter wussten noch etwas von einer esoterischen Lehre des Christentums, aber sie sahen auf der anderen Seite den Ansturm des Römertums. Mehr als die Geschichte heute ahnt, gab es einen gewaltigen Zusammenstoß der ersten christlichen Impulse mit dem Römertum. "Dieses Römertum hat gewissermaßen einen Mantel von Äußerlichkeit über die tiefsten Geheimnisse des Christentums gebreitet... Diejenigen, welche diese Äußerlichkeit fortpflanzten im Sinne dessen, was das Römertum in das Christentum hineingebracht hat, sind die, welche es am stärksten bekämpfen, dass man kosmische Weisheit haben muss, um das Christentum zu verstehen." Das sind auch jene, die am wenigsten die Lehren des Paulus verstehen, denn Paulus schaute einfach strahlend die Sonnenkraft: den Christus, der durch das Mysterium von Golgatha heruntergestiegen ist auf die Erde, die kosmische Gottheit der Sonne vereint mit den Kräften der Erde. In den ersten drei bis vier Jahrhunderten der christlichen Entwicklung wusste man noch viel von diesem eigentlichen Geheimnis. "Heute ist die Zeit, wo die Menschheit sich unbedingt zurückerinnern muss an dieses spirituelle Erfassen des Christentums in den ersten christlichen Jahrhunderten." Freiheit auch im Sinne der Romantiker wird man nur erlangen durch diese besonders hohe Weisheit. Auf dem Wege dahin werden die widergöttlichen oder wider-christlichen Kräfte versuchen die Seelen der Menschen zu erfassen und davon abzubringen. "Wir haben eine hohe Wissenschaft, aber sie ist noch nicht durchchristet", was genauso für die Medizin gilt. [53] 

Es gibt eben mehr als uns die Erdenweisheit erträumen lässt, zum Beispiel was die Pflanzenwelt und die Naturelementargeister betrifft und was das mit der Gesundheit des Menschen zu tun hat und warum man Vögel, blütenbesuchende Insekten, insbesondere Bienen schützen bzw. wesensgemäß halten sollte. "Die Sylphen empfinden ihr Selbst, ihr Ich, indem sie die Vögel schwirren sehen. Die Feuergeister haben dieses noch gesteigert gegenüber der Schmetterlingswelt und überhaupt der ganzen Insektenwelt. Und sie sind es, diese Feuergeister, welche am liebsten der Insektenspur folgen, um eben die Vermittlung der Wärme zu bewirken für den Fruchtknoten... Insbesondere die Bienen mit ihrer hellglänzenden, wunderbar leuchtenden, schimmernden Aura, die von Pflanze zu Pflanze schwirren, sind außerordentlich schwierig ihrer Aura nach zu erklären. Warum? Weil das Insekt Biene überall begleitet ist von dem Feuergeist, der sich ihm so verwandt fühlt, dass da die Biene ist, und die Biene für das geistige Schauen überall in einer Aura drinnen ist, die eigentlich der Feuergeist ist." Das gewöhnliche Bewusstsein kann diese Wesen nicht sehen, schließlich gibt es auch bösartige Wesen. "Die bösartigen Wesenheiten unterscheiden sich vor allen Dingen dadurch von den gutartigen Wesenheiten, dass die gutartigen sich mehr an das Pflanzenreich und an das Mineralreich halten; aber die bösartigen Wesenheiten wollen immer heran an das Tierreich und das Menschenreich... Dadurch, durch die Anwesenheit dieser bösartigen Gnomen- und Undinenwesenheiten, leben dann im Menschen und im Tiere niedrigere Tier- und Pflanzenwesen, Parasiten. Und so sind die bösartigen Wesenheiten die Hervorbringer der Parasiten... Parasitäre Wesen durch Gnomen und Undinen; durch Sylphen die Gifte... So haben Sie ein Bild davon, wie diese Wesenheiten, die da angrenzen in der Welt, die unmittelbar jenseits der Schwelle liegt, eigentlich, wenn sie ihre Impulse durchführen, zu den Trägern des parasitären Wesens, des Giftwesens, und damit zu Trägern von Krankheiten werden... Denn es hängt das zusammen mit der Entfaltung des Bösartigen in diesen Wesenheiten, die andererseits da sein müssen, um den ganzen Aufbau, um Wachsen und Sprossen der Natur und wiederum Zerstören der Natur zu machen."

Was die menschliche Organisation betrifft, so muss alles im Menschen verwandelt werden, sonst wird er krank. "Und in dem Augenblicke, wo der Mensch in seinem Organismus etwas hat, was irgendein Mineral verhindert, dass es sich in Wärmeäther verwandelt, in dem Augenblicke ist er krank... Ist der Mensch nicht imstande, sein eigenes Tierisches oder fremdes Tierisches flüssig zu machen, um es dann wieder in Festes überzuführen, dann ist er krank... Alles Mineralische muss imMensch einmal Wärmeäther werden. Alles Pflanzliche muss im Menschen das Durchgangsstadium des Luftartigen durchmachen. Alles Tierische muss im Menschen das Durchgangsstadium des Wässrigen durchmachen." 

Der Ursprung der inneren Krankheiten liegt immer im Stoffwechselsystem. Die Zirkulationsvorgänge dagegen enthalten die heilenden Prozesse. Die Nerven- Sinnesorganisation ist für die geistige Entwicklung zuständig. In dem "Bändigen des Zirkulationsrhythmus  durch den Atmungsrhythmus sehen Sie den Urheilungsprozess, der fortwährend in dem Menschen ausgeführt wird. Ein System der Medizin muss heute herausgeboren werden aus der gesamten Menschenerkenntnis und nicht aus dem stümperhaften Wissen der Biotech-Wissenschaftler. "So dass ein heutiges System der Medizin, das aufgestellt werden kann, durchaus mit dem Stoffwechselsystem, das heißt, zunächst mit den normalen Stoffwechselvorgängen zu beginnen hat, und dass von da aus geschöpft werden muss die Erkenntnis der Möglichkeit, wie nun innere Krankheiten aus dem Stoffwechsel heraus im weitesten Sinne entstehen können. Dann muss sich daraus durch eine intime Erkenntnis dessen, was die rhythmischen Prozesse machen, das ergeben, was die eigentliche Therapie ist." Zu Entzündungserscheinungen und Geschwulstbildungen: "Geht, was dem Blute angehört, hinüber in die Nachbarschaft, entstehen Entzümdungen. Geht, eas dem Nerv angehört, hinüber in die Nachbarschaft, so entstehen allerlei Bildungen, die man nur unter dem Trivialnamen Geschwulstbildung zusammenfassen kann." 

Diabetes mellitus: "Nehmen sie daher einen äußeren Stoff und wollen Sie ihn auf seinen Wert für das Menschenleben prüfen, so können sie das zunächst mit der gewöhnlichen Chemie gar nicht tun, weil Sie wissen müssen, wieviel Kraft der menschliche Organismus aufwenden muss, um einen äußerlich mineralischen Stoff bis zur Flüchtigkeit des Wärmeäthers zu bringen. Kann er das nicht, dann lagert sich dieser äußere mineralische Stoff in ihm ab, wird schwerer Erdenstoff, bevor er in Wärme übergegangen ist, und durchsetzt, als dem menschlichen Organismus fremd gebliebener unorganischer Stoff, die menschlichen Gewebe... Jede solche Ablagerung im Menschen, die dann unverarbeitet bleibt wie diejenige, die bei Diabetes eintritt, bedeutet, dass der Mensch in sich nicht für die in ihm vorhandenen Stoffe den Anschluss an das Geistige des Kosmos findet." 

Die Bienentherapie kann in vieler Hinsicht die Gesundheit fördern. "Sie sehen, den Menschen verstehen, setzt voraus, die Natur verstehen. Die Natur verstehen, gibt die Grundlage zum Menschenverständnis." Der Mensch muss "moralische Wärme, das heißt, Menschenverständnis und Liebe eigentlich erst in sich heranziehen, denn diese müssen besiegen, was aus dem Körperlichen kommt." [54] 
 

Anmerkungen

[1] Johann Gottlieb Fichte, Darstellung der Wissenschaftslehre, 1891/1802; Ders. Die Wissenschaftslehre, 1804; vgl. Kurse Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 509 F.W.J. Schelling I, Nr. 510 F.W.J. Schelling II, Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 654 St. Augustinus III, Nr. 562 Dante Alighieri I-II, Nr. 656 Andrea Solari, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 639 Bartolomé Esteban Murillo, Nr. 543 Deutscher Idealismus. Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Ib.
[3] Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, 1812 und Kurse Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 500 St. Thomas von Aquin I, ScG, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre I-II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Ib.
[4] Ib.
[5] Ib.
[6] Ib.
[8] Ib.
[9] Johann Gottlieb Fichte, Rechtslehre, von den Pflichten der Gelehrten 1794/95; Ders. Über den Unterschied des Geistes, und des Buchstabens in der Philosophie; Ders Über Belebung und Erhöhung des reinen Interesse für die Wahrheit; Ders.: Reden an die deutsche Nation, 1808; vgl. auch Kurse Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 629 Voltaire I-II, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre VNr. 614 Sittenlehre III, Ib.
[10] Ib.
[11] Ib.
[12] Ib.
[13] Ib.
[14] Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, 1806
[15] Ib.
[16] Ib.
[17] Ib.
[18] Ib.
[19] Ib.
[20] Ib.; vgl. Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters 2021, 20, Nr. 1262 und FAZ 2021, Nr. 226, Nr. 227, Nr. 229; Reiner Burger 2021: Ferngesteuerter Terror. Düsseldorf, Frankfurt a.M.
[21] Ib.
[22] Ib.
[23] Ib.
[24] Johann Gottlieb Fichte, Wissenschaftslehre 1810; Ders. Wissenschaftslehre 1811; Ders. Einleitung in die Philosophie, 1810; Ders. Einleitung in die Philosophie, 1811/12; Ders. Über das Wesen der Philosophie, 1811/12; Ders. Die Tatsachen des Bewusstseins, 1810/1811; vgl. Kurse Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Ib.
[25] Ib.
[26] Ib.
[27] Ib.
[28] Ib.
[29] Ib.
[30] Ib.
[31] Ib.
[32] Ib.
[33] Ib.
[34] Ib.
[35] Ib.
[36] Ib.
[37] Ib.
[38] Ib.
[39] Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters 2023, 22, Nr. 1493 und 2024 , 23, Nr. 1496;  Volker Fintelmann 2017: Die Wiedergewinnung des Heilens. Wege zu einer christlichen Medizin, Frankfurt; Rudolf Steiner: Der Tod als Lebenswandlung. GA 182, sieben Vorträge 1917-1918. Dornach, 1998; Ders. 1920: Geisteswissenschaft und Medizin, GA 312, zwanzig Vorträge vor Ärzten und Medizinstudierenden, Dornach 1985/1990; Ders.: Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern. Pastoral-Medizinischer Kurs, Dornach, 1994; Ders. 1924, Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heilkunst, 13 Vorträge für Ärzte und Medizinstudierende, Dornach 1967, 1987; Ders. 1920-1924: Physiologisch-Therapeutisches, GA 314, 11 Vorträge, Dornach, 1065, 1089; Ders. 1921: Der Mensch in seinem Zusammenhang mit dem Kosmos Band VIII, Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen, GA 208, 11 Vorträge, Dornach, 1972, 1992; Ders 1922.: Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung, zwölf Vorträge, GA 211, Dornach 1963, 2006; Ders. 1923: Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes, GA 230, 12 Vorträge, Dornach 1970, 1993;  Ders. und Ita Wegman 1925: Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst, GA 27, Dornach 1991;  vgl. Kurse Nr. 161, Nr. 533 Aristoteles, Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 659 Wissenschaftslehre I, Nr. 666 Wissenschaftslehre II, Nr. 681 Wissenschaftslehre III, Nr. 667 Romantische Kunst und Philosophie I, Nr. 669 Romantische Kunst und Philosophie II, Ib. 
[40] Ib.
[41] Ib.
[42] Ib.
[43] Ib.
[44] Ib.; zur Stärkung des Immunsystems durch Bienentherapie, vgl. Anm. 39 sowie Zentrum für natürliche Bienentherapie 2023: Verbesserung des Immunsystems. Pressemitteilung; zu rheumatischen Erkrankungen, Arthritis und Sklerose vgl. Anm. 39 sowie Ders. 2022: Bluthochdruck, Arteriosklerose. Ib.; Ders. 2022: Rheuma, Gicht. Ib; Ders. 2023: Arthritis. Ib; Ders. 2019 Depression, Psychose und Bienentherapie.Ib; zu Schilddrüsenerkrankungen vgl. Ders. 2022: Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis und die Bienentherapie. Ib.;  zu Diabetes vgl. Ders. 2023: Diabetes mellitus und Bienentherapie. Ib;. zu Krankheiten des Nervensystems vgl.: Ders. 2022 Multiple Sklerose und Bienentherapie. Ib.; Ders. 2022: Parkinson, Alzheimer, Demenz und Bienentherapie.Ib; zu Krankheiten des Verdauungstraktes vgl. Ders.2023: Morbus Crohn und Bienentherapie. Ib; Ders.2022: Hautkrankheiten und Bienentherapie. Ib; Ders. 2022: Mechanistische Sichtweise in der Schulmedizin und unvorhersehbare Folgen I-II (z.B. mRNA Technologie für Impfstoffe) , Pressemitteilung; Ders. 2023: Mechanistische Medizin III, Ib.; Neben den Kursen Nr. 161 natürliche Bienentherapie / Apitherapie, Nr. 48 wesensgemäße Bienenhaltung, können die Bienen und die eigene Gesundheit insbesondere durch eine Bienenpatenschaft und eine offizielle Mitgliedschaft bei Save the Bees, Bumblebees and Beecolonies (https://www.facebook.com/SaveBeecolonies) gefördert werden. 
[45] Ib.
[46] Ib.
[47] Ib.
[48] Ib.
[49] Ib.
[50] Ib.
[51] Ib.
[52] Ib.
[53] Ib.
[54] Ib.
 
 





Murillo, Madonna del latte

Geistige Nahrung von Maria lactans (Madonna del latte), statt mit halben Ohren hören und mit halber Denkkraft denken: Wie kommt es, dass die Menschen heute ein so geringes Denkvermögen besitzen, bzw. sich so weit von der Wahrheit entfernen? Ist doch gerade "ein nicht unwichtiger Bestandteil des Lebens" das Denken. Es ist eben diese Art des Denkens, "deren sie den größten Teil ihres Lebens hindurch warten, und pflegen, jenes leere, zerstreute Denken, wo einer sich hinsetzt, um nachzudenken, und hinterher nicht zu sagen weiß, an was er denn gedacht hat... der wundere sich doch ja nicht, warum er nicht versteht, und gebe doch ja die Schuld nicht der Sache, oder dem Vortrage." So ist natürlich klar, "wer in dieser Form hängen bleibt, der ist vom Scheine zum Sein, von dem Meinen und Wähnen zum Wissen nicht durchgedrungen." Er wird auch nicht in der Lage sein, wie die großen Gelehrten, von Maria lactans oder der Madonna del latte, geistig "genährt" zu werden wie es von vielen Künstlern dargestellt wurde. 

"Die Grundlage des Universums ist nicht Ungeist, Widergeist, dessen Verbindung mit dem Geiste sich nie begreifen ließe, sondern selbst Geist. Kein Tod, keine leblose Materie, sondern überall Leben, Geist, Intelligenz, Geisterreich, und durchaus nichts anderes."  - Johann Gottlieb Fichte, 1801
"Man wird wohl gehört haben und sich gemerkt, dass die Menschen unter Anderem auch denken können; ja, dass es wirklich mehrere gegeben, die gedacht, dass der eine so, der Zweite anders, und der Dritte und Vierte, jeder wieder anders gedacht und wie dieses ausgefallen; - zu dem Entschlusse aber, dieses Denken nun auch einmal an seiner eigenen Person zu versuchen, wird es nicht leicht kommen" - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Würde man z.B. so reden, wie ich jetzt geredet habe, die historische Flachheit, Zerstreutheit in die mannigfaltigsten und widersprechendsten Ansichten, Unentschlossenheit über alle zusammen, und absolute Gleichgültigkeit gegen Wahrheit so rügen, wie ich sie jetzt gerügt habe; so würde jeder versichern, dass er in diesem Bilde sich nicht erkenne"  - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Ganze, volle, zum Unterschiede von jener halben Aufmerksamkeit, die mit halben Ohren hört und mit halber Denkkraft denkt, unterbrochen und durchkreuzt durch allerlei hin- und herfliegende Gedanken und Einfälle, denen es denn zuletzt wohl gar gelingt, des Gemütes sich ganz zu bemächtigen, so dass der Mensch allmählich in ein Träumen und Staunen bei offenen Augen gerät, und, falls er etwa wieder zu sich kommt, sich wundert, wo er ist, und was er hört." - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Ich glaube sie am Besten charakterisieren zu können durch folgenden Grundzug: ihr heißt Denken soviel als sich Etwas ausdenken; und Selbstdenken soviel als sich für seine eigene Person und auf seinen eigenen Leib eine Wahrheit erdenken." - Johann Gottlieb Fichte, 1804
 

Wahre Philosophie und echte Wissenschaft sind ihnen nur "leerer Schall, Worthauch, bloße Lufterschütterung". Das Wesen der Historie, der Rechts- und Sittenlehre verschwindet nur für die "sich nicht Besinnenden und flach Denkenden"; heute sind dies nicht nur muslimische InfluencerInnen, die Werbung für den islamischen Despotismus machen, sondern auch viele JournalistInnnen und PolitikerInnen, die die grüne und rote Gentechnik fördern.. Vgl. Kurse Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 660 G.W.F. Hegel II, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 509 F.W.J. Schelling I, Nr. 562 Dante Alighieri I-II, Nr. 656 Andrea Solari, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 639 Bartolomé Esteban Murillo, Akademie der Kunst und Philosophie
 
 


Bernadino Zenale, Madonna del Latte


Meister von Frankfurt (1460-1533), die stillende Gottesmutter (Maria Lactans, Galactotrophousa)

Wenn geistige Nahrung fehlt, spricht man von der Trägheit des Geistes, von der Scheu vor der Mühe des Nachdenkens, von Gedankenlosigkeit, Achtlosigkeit in Bezug auf Natur, Umwelt, Klima. Als "der erklärte Feind alles Guten und Schönen, und Edlen; der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit" gilt Fichte der Despotismus, der heute noch in islamischen Ländern vorherrschend ist, weshalb Freiheit dort nicht möglich ist, was schon in der Pseudo-Religion des Islam begründet ist. Denn Mohammed und seine Nachfolger waren durch ihren Despotismus der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit. Aber auch in Europa gibt es eine Art Despotismus, nämlich den des Gewinns. Unternehmen werden nach dem Gewinn beurteilt, nicht nach dem, was sie als nachhaltiges Unternehmen wirklich leisten. Deshalb sagt Fichte, in allen menschlichen Geschäften "verrät sich die Geistlosigkeit". Ursache dafür ist eine verkorkste Philosophie, die sich in vielen Strömungen breit gemacht hat (Frankfurter Schule, materialistische und analytische Philosophie). Dabei ist klar, dass Philosophie Geist voraussetzt und "dass ohne Geist alles Philosophieren völlig leer, und ein Philosophieren über das absolute Nichts ist." 

Nur was vom Geist ergriffen und "umgeschaffen und in eine höhere geistige Ordnung der Dinge eingeführt hat, ist Philosophie", aus der sich auch die Rechtslehre ableitet. Dann erst geht Philosophie mit dem von Fichte wieder eingeführten "Wahrheitssinn" einher. Daraus ergibt sich auch eine Aufwertung des Gefühls: "Sein Gefühl zum deutlichen Bewusstsein erheben, ist Geist: sich auf sein bloßes Gefühl als auf einen Beweis berufen, ist Geistlosigkeit; die reichhaltige, nie versiegende Quelle aller Schwärmerei." Ohne Geist wird man zum Grübler, der sich in die Untersuchung einzelner Fragen stürzt, "als ob sie ein für sich bestehendes Ganze wären", wie die Philosophen der frankfurter Schule oder die Materialisten. Der wahre Philosoph beziehe alles auf das Ganze. 

"Der erklärte Feind alles Guten und Schönen, und Edlen; der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit, der Despotismus totete mit plumper Faust die Freiheit, die Mutter des Geistes." - Johann Gottlieb Fichte

"Dass Ideale in der wirklichen Welt sich nicht darstellen lassen, wissen wir andern vielleicht so gut als sie, vielleicht besser. Wir behaupten nur, dass nach ihnen die Wirklichkeit beurteilt, und von denen, die dazu Kraft in sich fühlen, modifiziert werden müsse. Gesetzt, sie könnten auch davon sich nicht überzeugen, so verlieren sie dabei, nachdem sie einmal sind, was sie sind, sehr wenig; und die Menschheit verliert nichts dabei. Es wird dadurch bloß das klar, dass nur auf sie nicht im Plane der Veredlung der Menschheit gerechnet ist. Diese wird ihren Weg ohne Zweifel fortsetzen; über jene wolle die gütige Natur walten, und ihnen zu rechter Zeit Regen und Sonnenschein, zuträgliche Nahrung und ungestörten Umlauf der Säfte, und dabei - kluge Gedanken verleihen!"  - Johann Gottlieb Fichte, von den Pflichten der Gelehrten 1794/95

"Nichts aber befördert mehr die Gesundheit des Körpers, als ununterbrochene Heiterkeit des Geistes"  - Johann Gottlieb Fichte

Hinzu kommt die Gesundheit des Körpers: "Erhalte die Gesundheit des Körpers. keine körperliche Stärke und Kraft - keine Energie des Geistes, kein Mut, keine erhabene Empfindung, kein starkes Gefühl seines Ich." Deshalb gilt auch für die Rechtslehre, "dass es nicht leicht ein Studium gibt, das die Gesundheit mehr befestige, als das systematische Studium einer gründlichen Philosophie, welche Einheit und Gewissheit in unsere Erkenntnisse bringt... Nichts aber befördert mehr die Gesundheit des Körpers, als ununterbrochene Heiterkeit des Geistes" 

Auf viele neuartige SchriftstellerInnen und InfluenzerInnen trifft durchaus zu, wenn Fichte vom geistlosen Schreiber spricht, "der nicht die leiseste Ahnung seines hohen Berufs hat, kehrt es um und folgert: mein Produkt wird von der Menge gelesen, es bereichert die Buchhändler, und die Recensenten wetteifern, dasselbe zu lobpreisen, drum ist es vortrefflich." Eine gewisse "Trägheit des Geistes, die Scheu vor der Mühe des Nachdenkens" tritt nicht erst mit den heutigen Influenzerinnen auf Instagramm auf, sie war schon unter den osmanischen Weichlingen des Orients verbreitet und die Voraussetzung, dass sie als Muslim leichtfertig glauben. 

"Ein zweites Hinderniss des reinen Interesse für die Wahrheit ist die Trägheit des Geistes, die Scheu vor der Mühe des Nachdenkens... Man kann viel wissen, viel studieren, viel lesen, viel hören, und ist doch nichts weiter. Man lässt durch Schriftsteller oder Redner sich bearbeiten, und sieht in behaglicher Ruhe zu, wie eine Vorstellung in uns mit der anderen abwechselt. So wie die Weichlinge des Orients in ihren Bädern durch besondere Künstler ihre Gelenke durchkneten lassen, so lassen diese durch Künstler ander Art ihren Geist durchkneten, und ihr Genuss ist um weniges edler, als der Genuss jener... Oder ihre Ruhe, ihr Glaube ist grundlos, und also ist es ihnen überhaupt nicht darum zu tun ob er gegründet sei oder nicht, wenn sie nur nicht in ihrer süßen Behaglichkeit gestört werden. Es liegt ihnen gar nichts an der Wahrheit, sondern bloß an der Vergünstigung, dasjenige für wahr zu halten, was sie bisher dafür gehalten haben, sei es nun um der Gewohnheit willen, sei es, weil der Inhalt desselben ihrer Trägheit und Verdorbenheit schmeichelt."  - Johann Gottlieb Fichte
Der Despotismus, insbesondere der islamische, gilt Fichte, Voltaire oder Goethe, wie oben beschrieben, als "der erklärte Feind alles Guten und Schönen, und Edlen; der erklärte Feind Gottes, und der Menschheit". Voltaire hat die Komödie "Mahomet der Lügenprophet" geschrieben, Goethe hat sie übersetzt und sollte sie in Weimar inszenieren. Fichte schreibt darüber folgendes:
"Denken Sie sich z.B. einen Mahomet ... der sich einmal fest in den Kopf gesetzt habe, er sei eine der ungemeinen Naturen, die da berufen sind, das dunkle, das gemeine Erdenvolk zu leiten, und dem, zufolge dieser ersten Voraussetzung, alle seine Einfälle, so dürftig und so beschränkt sie auch in der Tat sein mögen, dieweil es die seinigen sind, notwendig erscheinen müssen, als große und erhabene und beseligende Ideen, und alles, was denselben sich widersetzt, als dunkles gemeines Volk, Feinde ihres eigenen Wohls, Übelgesinnte, und Hassenswürdige; der nun, um diesen seinen Eigendünkel vor sich selbst als göttlichen Ruf zu rechtfertigen, und ganz aufgegangen in diesem Gedanken mit all seinem Leben, alles daran setzen muss, und nicht ruhen kann, bis er alles, das nicht ebenso groß von ihm denken will, denn er selbst, zertreten hat, und bis aus der ganzen Mitwelt sein eigener Glaube an seine göttliche Sendung ihm zurückstrahle... ihn aber treibt allerdings ein schwärmerischer Geist, - der seines gewaltigen und kräftigen Eigendünkels." - Johann Gottlieb Fichte
Nicht nur im Despotismus, auch Viele die heute in der Politik, der Wirtschaft oder Wissenschaft tätig sind, kann man "mit wenigen Ausnahmen" als "seichte Schwätzer", "aufgeblasene Prahler, Halbgelehrte, die durch die Schule nur hindurchgelaufen, blinde Zutapper, und Fortschleicher im alten Geleise" bezeichnen. Gedankenlosigkeit in Bezug auf den Umgang mit Natur, Umwelt und Klima, und "gegen dessen Andrang wohl gar geflissentlich Auge und Ohr zu verstopfen", rühmen sie als Weisheit, und trämen nur statt zu leben. Man muss sich nur die "allgemeine Seichtigkeit" und das "unversiegbare Geschwätz" unserer PolitikerInnen wie Frau B. ansehen.
"Geht die Mehrheit in ihrer bisherigen Unachtsamkeit, Gedankenlosigkeit und Zerstreutheit so ferner hin, so ist gerade dieses, als das notwendig sich Ergebende, zu erwarten. Wer sich, ohne Aufmerksamkeit auf sich selbst, gehen läßt, und von den Umständen sich gestalten, wie sie wollen, der gewöhnt sich bald an jede Ordnung der Dinge. So sehr auch sein Auge durch etwas beleidiget werden mochte, als er es das erste Mal erblickte, lasst es nur täglich auf dieselbe Weise wiederkehren, so gewöhnt er sich daran, und findet es späterhin natürlich, und als eben so sein müssend, gewinnt er es zuletzt gar lieb, und es würde ihm mit der Herstellung des ersteren besseren Zustandes wenig gedient sein, weil dieser ihn aus seiner nun einmal gewohnten Weise zu sein herausrisse. Auf diese Weise gewöhnt man sich sogar an Sklaverei, wenn nur unsere sinnliche Fortdauer dabei ungeschränkt bleibt, und gewinnt sie mit der Zeit lieb; und dies ist eben das Gefährlichste an der Unterworfenheit, dass sie für alle wahre Ehre abstumpft, und ihre sehr erfreuliche Seite hat für den Trägen, indem sie ihn mancher Sorge und manches Selbstdenkens überhebt."  - Johann Gottlieb Fichte

"Ein anderes Leben ist nur ein Tier- und Pflanzenleben. Alles was da geschieht, unvernommen an sich vorüber gehen zu lassen, gegen dessen Andrang wohl gar geflissentlich Auge und Ohr zu verstopfen, sich dieser Gedankenlosigkeit wohl gar noch als großer Weisheit zu rühmen, mag anständig sein einem Felsen, an den die Meereswellen schlagen, ohne dass er es fühlt, oder einem Baumstamme, den Stürme hin- und her reißen, ohne dass er es bemerkt, keineswegs aber einem denkenden Wesen. - Selbst das Schweben in höheren Kreisen des Denkens spricht nicht los von dieser allgemeinen Verbindlichkeit, seine Zeit zu verstehen. Alles Höhere muss eingreifen wollen auf seine Weise in die unmittelbare Gegenwart, und wer wahrhaftig in jenem lebt, lebt zugleich auch in der letzteren; lebte er nicht auch in dieser, so wäre dies der Beweis, dass er auch in jenem nicht lebte, sondern in ihm nur träumte. Jene Achtlosigkeit auf das, was unter unsern Augen vorgeht, und die künstliche Ableitung der allenfalls entstandenen Aufmerksamkeit auf andere Gegenstände, wäre das Erwünschteste, was einem Feinde unsrer Selbstständigkeit begegnen könnte. Ist er sicher, dass wir uns bei keinem Dinge etwas denken, so kann er eben, wie mit leblosen Werkzeugen, alles mit uns vornehmen, was er will; die Gedankenlosigkeit eben ist es, die sich an alles gewöhnt." - Johann Gottlieb Fichte 

Systeme, die von einem "willkürlich handelnden" Gott oder Pseudo-Gott (z.B. Allah) ausgehen, nennt Fichte "schwärmerisches Zaubersystem, in welchem Gott nicht als der Heilige, von dem getrennt zu sein, schon allein und ohne weitere Folge das höchste Elend ist, sondern als eine furchtbare, mit verderblichen Wirkungen drohende, Naturkraft betrachtet wird." Und die dazugehörigen falschen Propheten finden sich immer ein, "wie alle  falschen Propheten fortfahren, erst nach der Tat das Geschehende a priori zu prophezeihen." So stehen die islamischen Länder bis heute immer noch in der "allerältesten Epoche der Staatsentwicklung" und haben keinen "Sinn für Recht", wie es der wahre "Charakterzug der europäischen Völkerschaften" ist. 
Despotie, - so wie diese Verfassung noch in Europa am türkischen Reiche, dem Auge des Beobachters daliegt: welches Reich, bei allem Fortschritte des Staates um dasselbe herum, noch bis diesen Augenblick in der allerältesten Epoche der Staatsentwicklung steht." - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XII

"Die einzig wahre Religion, oder das Christentum, wollte und sollte selbst schöpferisches, und leitendes Prinzip eines neuen Staates werden." - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XIII

"Die Weltrolle des Christentums, - denn von dieser allein ist hier die Rede, - ist noch nicht geschlossen." Ib.

Das wahre Prinzip der Geschichte der neueren Zeit ist nach Fichte "die Manifestation des Christentums". Zudem sei das Christentum "in seiner Lauterkeit, und seinem wahren Wesen, noch nie zu allgemeiner und öffentlicher Existenz gekommen, obwohl es in einzelnen Gemütern, hier und da, von jeher ein Leben gewonnen." Man solle nichts gebieten, was wahre Religion verbiete, nichts verbieten, was sie gebiete. Diese durch die christliche Religion aufgestellte Bestimmung dürfe der Staat nicht stören. Jeder müsse den "gleichen Zugang zu den vorhandenen Quellen der Bildung" erhalten, sowie der "bürgerlichen, Freiheit aller, in Ansehnung des Rechts und der Rechte. So gibt es eine Wirksamkeit des Christentums auf den Staat, wenn mehrere souveräne Staaten "im Bezirke der Einen wahren Religion, nebeneinander entstäden; oder, was ganz dasselbe heißt, dass der Eine Staat der Kultur, und des Christentums, in eine christliche Staatenrepublik zerfiele, deren einzelne Staaten zwar von den übrigen nicht unmittelbar gezwungen, doch aber unablässig beobachtet, und beurteilt würden: so wäre nun in der christlichen Lehre, ein allgemeingeltender Kanon niedergelegt, für die Beurteilung, was so im Verkehr mit anderen Staaten, wie in der Beurteilung der eigenen Bürger, löblich sei, was erträglich, was durchaus verwerflich... Es entstünde durch diese Religion eine öffentliche Meinung des gesamten Kulturstaates." Dies ist in Europa weitgehend verwirklicht, auch wenn es immer wieder Rückschläge gegeben hat wie z.B. die Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland und anderen Staaten, die außerhalb der wahren Religion operierten (was sich auch daran zeigt, dass sie mit islamischen Depotien kooperierten). 

Die europäische Staatengemeinschaft musste sich langsam entwickeln, den "allgemeinen europäischen Nationalcharakter, den scharfen Sinn und die Liebe des Rechts und der Freiheit" ausbilden, damit sie nicht wieder zur asiatisch-islamischen Despotie zurückgingen, sondern "die unter Griechen und Römern schon entwickelte Gleichheit des Rechts aller, bald unter sich aufnähmen." Es habe Europa auch nicht geschadet, dass andere Völker nach Europa gezogen sind, da auch sie das Christentum angenommen hatten. Die Aufnahme islamisch-türkischer Völker, so wie es heute praktiziert wird, und die den islamischen Glauben behalten, können Europa allerdings Schaden zufügen. Bezüglich nichtislamischer  Stämme sieht Fichte keine Probleme: "Die verheerenden Durchzüge anderer Stämme, hatten keine Folgen von Dauer; und die der damaligen europäischen Völkerrepublik einverleibten Reiche anderer Abstammung, haben Christentum und Kultur größtenteils erst durch germanische Völkerschaften erhalten." Jeder christliche Staat konnte sich "mit einem beträchtlichen Grade von Freiheit, nach seinem individuellen Charakter" entwickeln. Und das so entstandene und zusammengehaltene christliche Völkerreich konnte "teils durch die bewaffneten Eroberungen einzelner Staaten gegen das Gebiet des Nichtchristentums, teils durch die friedlichen Eroberungen, vermittelst der Bekehrung neuer Reiche zum Christentum, und - was daraus folgt, durch die Unterwerfung derselben unter die geistige Zentralgewalt, sogar ausgebreitet und erweitert werden." [17]

Erst nach dem zweiten Weltkrieg, dem verbotenen "Ausrottungskrieg zwischen christlichen Staaten", ist in Europa das erreicht, was Fichte meinte: "Alle christlichen Staaten stehen gegeneinander in dem Stande der wechselseitigen Anerkennung, und des ursprünglichen Friedens." Islamische Staaten wie die Türkei oder Aserbaidschan sind davon natürlich nicht betroffen, d.h. "diese haben nach demselben Prinzip keine anerkannte Existenz, und sie können nicht nur, sondern sie sollen auch verdrängt werden, aus dem Umkreise des christlichen Bodens." Dass heute islamische Staaten wie die Türkei so gefördert werden liegt entweder an eine gewissen Not, "oder weil das christliche Prinzip erloschen ist, und andere Triebfedern seine Stelle einnehmen." 

"Alle christlichen Staaten stehen gegeneinander in dem Stande der wechselseitigen Anerkennung, und des ursprünglichen Friedens... Durch dieses Prinzip ist der Ausrottungskrieg zwischen christlichen Staaten unbedingt verboten. Nicht so mit nichchristlichen Staaten; diese haben nach demselben Prinzip keine anerkannte Existenz, und sie können nicht nur, sondern sie sollen auch verdrängt werden, aus dem Umkreise des christlichen Bodens."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XIII

"Später drang der Muhamedismus, der auch schon in den Zeiten des beginnenden christlichen Staates in den Sitz, der dem Christentume ausschließend bestimmt zu sein schien, in Europa, eingedrungen, und in demselben geschwächt, und vertrieben war, von einer anderen, und gefährlicheren Seite, unter einer frischen Nation, den Türken, ein in Europa, mit dem nicht verhehlten Zwecke, unaufhaltbat vorzudringen, und das Ganze sich zu unterwerfen. Da erwachte zum letzten Male, wenigstens in Reden und öffentlichen Schriften, die Besinnung, dass die Christen nur ein Staat seien, und nur ein Interesse hätten; bis endlich der gefürchtete Feind, in die Pläne der europäischen Politik verwickelt, in sich selber veraltete, und seiner inneren Auflösung entgegenzuwelken anfing."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XIII

Grundsätzlich gilt: "kein Christ kann Sklave sein, christliche Boden macht frei.... Dagegen kann, nach demselben Prinzip, der Nichtchtist gar wohl ein Sklave sein." Die Untertanen der vom "Muhamedismus" eroberten Länder inkl. der Osmanen wurden auch als eine Art Sklaven gehalten. Der Islam oder der  "Muhamedismus" hatte nach Fichte "eben darum das Prinzip seines allmählichen Verderbens bei sich führend, und die ewig fortfließende Quelle der äußeren Vervollkommnung, welche das Christentum in sich hat, nicht aufnehmend. Bekehrungssüchtig ... des Schwertes wohl kundig, durch welches er vom Anfange an sich verbreitet hatte; aufgeblasen dem Christentume gegenüber... übrigens die, ursprünglich asiatische, stumme Ergebung, und die Despotie als politische Prinzipien, gleich dogmatisch hinstellend: geriet dieser Muhamedismus in Krieg mit dem Christentume, und war siegreicher Angreifer. Abgerechnet, dass er in einem beträchtlichen Länderstriche das Christentum austilgte, und sich selbst zur herrschenden Religion machte, wurden diese Siege dem Christentum durch den Umstand noch um so viel schmerzhafter, dass unter den verlorenen Ländern selbst dasjenige Land gehörte, wo das Christentum entsprungen war." Nicht als Bürger dieses oder jenes Staates, "sondern rein als Christen" stürzten sich europäische Scharen "nach jenen Ländern, um sie dem Muhamedismus abzukämpfen." Auch wenn der Erfolg dieser Unternehmungen ausfiel, "so viel Böses auch diesen Kreuzzügen Beurteiler nachsagen,... so bleiben sie doch immer die ewig denkwürdige Kraftäußerung eines christlichen Ganzen, als christlichen Ganzen, völlig unabhängig von der Einzelheit der Staaten, in die es zerfallen war." 

Fehlgriffe einzelner Staaten können zum Untergang führen, wie der erste und zweite Weltkrieg gezeigt haben. Auch heutige Fehlgriffe wie die unbegrenzte Aufnahme muslimischer Migranten nach Deutschland und anderen europäischen Ländern hat negative Folgen. Statt das islamische Türkentum und seine Parallelgesellschaften in Deutschland zu feiern wie es zur Zeit vom deutschen Bundespräsidenten Steinmeier bei jeder Gelegenheit getan wird, sollte lieber Griechenland vor türkischen "Aggressionen" geschützt werden; im Gegensatz zum deutschen Außenminister Maas, der die islamischen Türken unterstützt, heißt es in Frankreich: "Für uns war es normal, Griechenlands Kampf um Unabhängigkeit zu unterstützen. Wir werden Griechenland immer unterstützen, denn es ist ins Herz unserer Kultur eingebettet". Inzwischen wird in Frankreich sogar diskutiert, dass es ein Fehlgriff war, islamische Namen wie Muhammad zuzulassen. Früher waren islamische Zeichen und Namen in Europa verboten; heute sind diese Zeichen erlaubt und motivieren jugendliche Muslime, die durch die Masseneinwanderung nach Europa gekommen sind, islamischen Terror zu verbreiten wie Oday J., ein 16 Jahre alter Jugendlicher, "der 2015 im Rahmen der Familienzusammenführung aus Syrien zu seinem Vater nach Hagen ziehen durfte". Bei seiner Festnahme sagte er, er habe keinen Anschlag verüben, sondern nur "schauen wollen, wie man eine Bombe baut". Ziel war aber eine vollbesetzte Synagoge, die er vorher ausgespäht hatte. Wie viele andere islamischen Attentäter hatte auch er sich von einem Angehörigen der Terrororganisation "islamischer Staat" (IS) beraten lassen. Durch diese "Mentoren-Methode" wurden schon viele Anschläge in Deutschland verübt. Der 17 Jahre alte Riaz A., der ohne seine Eltern nach Deutschland geflohen und in Ochsenfurt bei Würzburg untergekommen war, ließ sich im Juli 2016 von einem IS-Mann bei der Wahl der Tatwaffe instruieren. Kurz bevor er in einem Regionalzug mit einer Axt mehrere Reisende schwer verletzte, teilte A. seinem "Coach" mit, dass er nun "anfange". "Sein Chat-Partner bestärkte ihn ein letztes Mal: 'Jetzt erkangst du das Paradies'. Auch Mohammad D., der wenige Tage später in einer Weinstube am Rande eines Musikfestivals in Ansbach eine Rucksackbombe zündete, war über sein Moniltelefon bis zuletzt im Live-Kontakt mit seinem IS-Instrukteur." Auch der 16 Jahre alte syrische Flüchtling Mohammad J., der erst wenige Monate zuvor mit seiner Familie nach Deutschland gekommen war, stand mit einem IS-Instrukteur per Whatsapp in Kontakt. "Der Jugendliche bekam von seinem "Coach" nicht nur Bauanleitungen für einen Sprengsatz, sondern auch konkrete Tipps, wie er seine Bombe am besten platzieren solle, damit sie möglichst viele Personen in den Tod reißt." Zu den heutigen Fehlgriffen könnte man mit Fichte sagen: "Auf jeden politischen Fehlgriff steht, wenn nur die Nachbarstaaten nicht ebenso unweise sind, die Strafe des endlichen Untergangs; und will der Staat nicht untergehen, so muss er Fehlgriffe vermeiden." Wenn an Schulen und Universitäten keine freie Ausbildung mehr möglich ist, weil man mit Rücksicht auf den Islam, den Unterricht entsprechend islamisch gestaltet, könnte es für die Menschen in Europa schwierig werden, zum "wahrhaft ausgebildeten christlichen" Europäer zu werden, dessen Vaterland Europa ist, bzw. "derjenige Staat in Europa, der auf der Höhe der Kultur steht." Ohne Fehlgriffe wird Europa der Magnet für die Welt sein, "der sonnenverwandte Geist wird unwiderstehlich angezogen werden, und hin sich wenden, wo Licht ist, und Recht. Und in diesem Weltbürgersinne können wir denn über die Handlungen und Schicksale der Staaten uns vollkommen beruhigen, für uns selbst und für unsere Nachkommen, bis an das Ende der Tage."

Heute vergisst man, dass das "Christentum wahrhaft Prinzip geworden" ist für europäische, und andere Staaten. "Vom Christentume haben wir den ganzen Charakter der neuen Zeit, und die Art und Weise der Entwicklung dieses Charakters der Zeit, abgeleitet. Aber alles, was Prinzip der Erscheinung wird, geht eben darum in der Erscheinung verloren, und wird, dem äußeren Sinne unsichtbar, nur noch bemerklich dem schärferen Nachdenken. Inwiefern daher das Christentum wahrhaft Prinzip geworden, kommt es im deutlichen Bewusstsein der Zeitgenossen gar nicht mehr vor." Manche fast gänzlich verblödeten Politiker wie Annalena Baerbock, Christian Wulf oder Wolfgang Scheuble, die meinten der Islam gehöre zu Deutschland, haben den europäischen Gedanken schon vergessen. Solchen Leuten schreibt Fichte: "entdeckt man die Quelle nicht mehr, und schreibt z.B. dem Zufalle zu, was doch des Christentums ist." Man vergisst dass Rechtslehre, Sittenlehre und die Wissenschaft / Philosophie auf das christliche Prinzip zurückgeht. 

"Wodurch wurde denn in der neuen Zeit die Liebe zur Philosophie entzündet, außer durch das Christentum: was war denn die höchste und letzte Aufgabe der Philosophie, als die, die christliche Lehre recht zu ergründen... So ist die ganze neuere Philosophie unmittelbar, und vermittelst ihrer, die Gestanlt der gesamten Wissenschaft mittelbar, durch das Christentum erschaffen: und eben also wird es sich auch mit anderen Dingen verhalten; und so möchte es sich finden, dass das Einzige, in dem ewigen Fortflusse der neuen Zeit Bestehende, und Unwandelbare, das Christentum sei, in seiner reinen, selbst unwandelbaren Gestalt, und dass diese es bleiben werde bis an das Ende der Tage."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XV
Wenn islamische Länder noch ein "pomphaftes Gepräge" treiben mit Verurteilten, den "Leichnam zur eckelhaften Schau" aufstellen und dergleichen Greueltaten, entzieht der Gebildete "mit Ekel sein Auge dem Anblicke, und die ganze Welt verachtet, eine Regierung und eine Nation, unter der es noch sehr harte Strafen gibt, als barbarisch." Da diese Länder Jahrhundertelang ohne Christentum gelebt haben, gibt es dort keine adäquate Bildung. Erst dort, wo das Prinzip des Christentums lange gewirkt hat wie in Europa, gibt es Freiheit und diese Bildung. 
"Nun ist dieselbe Gleichheit aller Menschen das eigentliche Prinzip des Christentums; die allgemeine bewusstlose Herrschaft dieses Christentums, und die Verwandlung desselben in das eigentliche, treibende Prinzip, des öffentlichen Lebens, wäre daher zugleich der Grund der guten Sitte, oder vielmehr selbst, und unmittelbar, die gute Sitte: die bewusstlose Herrschaft, habe ich gesagt: es wird nicht mehr ausgesprochen: das uns das lehrt das Christentum, sondern die Sache selbst ist da, und lebt wahrhaftig, und in der Tat, verborgen im Gemüte der Menschen, und äußert sich in allem ihrem Tun."  - Johann Gottlieb Fichte, Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters XV
Der Aberglaube, "Rest des Heidentums", der Islam oder "Muhamedismus" wird zunehmend vernichtet. Fichte sagt dazu: "Beklagt man nun etwa diesen Sturz des Aberglaubens, als Verfall der Religiosität, so vergreift man sich sehr im Ausdrucke, und beklagt, worüber man sich freuen sollte." Die eigentliche, die christliche Philosophie und Wissenschaft "richtet den Aberglauben, als ein deutlich Gedachtes und Bewusstes, zugrunde." Manch eine Philosophie schießt allerdings über das Ziel hinaus und vernichtet die wahre Religion, das Christentum gleich mit, wie es später Nietzsche unternahm. Dazu Fichte: "Das leere und unerquickliche freigeisterische Geschwätz hat Zeit gehabt, auf alle Weise sich auszusprechen ... Wir sind desselben müde; wir fühlen seine Leerheit, und die völlige Nullität." vgl. auch Kurse Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 629 Voltaire I-II, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre VNr. 614 Sittenlehre III, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 656 Andrea Solari, Akademie der Kunst und Philosophie / Academy of Arts and Philosophy
 
 


Rogier van der Weyden, Maria Lactans mit den Heiligen
 
 


Johann Gottlieb Fichte, Federzeichnung von Johann Heinrich Bury
 
 

Johann Gottlieb Fichte
Akademie der Kunst und Philosophie / Academy of Arts and Philosophy
DI. M. Thiele, President and international Coordinator
M. Thiele College of Beetherapy / Academy of Arts and Philosophy / Sciences

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Letzte Bearbeitung:02.05.2024