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Kurs Nr. 614 Sittenlehre III



"Ein nicht unwichtiger Bestandteil des Lebens ist das Denken. ... Zu dem Entschlusse aber, dieses Denken nun auch einmal an seiner eigenen Person zu versuchen, wird es nicht leicht kommen." - J.G.Fichte

"Den ausgestorbenen Trieb des Denkens wieder in Anregung zu bringen." - J.G.Fichte

Rubens, Madonna im Blumenkranz

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:
 

1. "Den ausgestorbenen Trieb des Denkens wieder in Anregung zu bringen"

Wie schon in Band I der Sittenlehre erwähnt, schrieb Fichte: "Ein nicht unwichtiger Bestandteil des Lebens ist das Denken. ... Zu dem Entschlusse aber, dieses Denken nun auch einmal an seiner eigenen Person zu versuchen, wird es nicht leicht kommen." Warum eigentlich? Ist die "historische Flachheit, Zerstreutheit in die mannigfaltigsten und widersprechendsten Ansichten, Unentschlossenheit über alle zusammen, und absolute Gleichgültigkeit gegen Wahrheit" so verbreitet? Und versichert jeder, "dass er in diesem Bilde sich nicht erkenne"? Worum geht es denn in den Kursen der Akademie der Kunst und Philosophie? Doch um nichts anderes, als "den ausgestorbenen Trieb des Denkens wieder in Anregung zu bringen." Das funktioniert natürlich nicht mit Werken, die "keinen einzigen wertvollen Gedanken" enthalten. Nach Schopenhauer, Voltaire, Goethe, Novalis, Thomas von Aquin, Cusanus, Cervantes Calderón, Lope de Vega, Johannes von Damaskus, St. Petrus Venerabilis und vielen anderen ist der Koran beispielsweise dazu nicht geeignet. Denn es geht ja nicht darum sich Etwas auszudenken und eine Pseudowahrheit zu erfinden wie Fichte es nennt: "Ich glaube sie am Besten charakterisieren zu können durch folgenden Grundzug: ihr heisst Denken soviel als sich Etwas ausdenken; und Selbstdenken soviel als sich für seine eigene Person und auf seinen eigenen Leib eine Wahrheit erdenken." [1]

Schon Hegel wusste was passiert wenn das Denken fehlt, weshalb der Islam als eine fanatische Sekte gilt, und die Neigungen der Muslime beschreibt er - bedingt durch ihre Sekte - "um so wilder, ungebändigter, weil die Reflexion ihnen fehlt". Der Mensch behalte in dieser Sekte keine Eigentümlichkeit für sich. "Der Mensch, indem er existiert, partikularisiert sich allerdings in seinen Neigungen, Interessen, und diese sind hier um so wilder, ungebändigter, weil die Reflexion ihnen fehlt, aber damit ist auch das vollkommene Gegenteil, alles fallen zu lassen, Gleichgültigkeit gegen jeden Zweck, absoluter Fatalismus, Gleichgültigkeit gegen das Leben.".Daher sei die mohammedanische Sekte "wesentlich fanatisch", so Hegel. Die Sekte des Islam taugt also nichts und ruiniert die Menschen. Der große Dichter des Don Quijote, Miguel de Cervantes Saavedra, bringt es in seiner Komödie LOS BAÑOS DE ARGEL auf den Punkt.  "un alma de Dios sedienta" (eine durstige Seele Gottes) kann nicht durch den "el trompo" (Hohlkopf) Muhammad befriedigt werden. [2]

Heute gibt es sogar Leute, die sich Philosophen nennen und trotzdem versäumt haben das Denken in Anregung zu bringen. Das betrifft zum Beispiel einige FDP-Politiker und den "Musikphilosoph und protestantischen Theologen" Rainer Bayreuther, wenn er über "Eine Theologie des Muezzinrufs" schreibt. Von einer "Theologie" kann im Islam keine Rede sein, auch ist der Muezzinruf nicht mit dem christlichen Glockenläuten vergleichbar. Aus gutem Grund ist den Moscheen in Deutschland eine derartige Beschallung des öffentlichen Raums untersagt. Dennoch rief in Krefeld ein Muezzin zum Ramadan. Vom Minarett der Yunus-Emre-Moschee im Stadtteil Stahldorf erscholl im muslimischen Fastenmonat des Jahres 2021 weithin hörbar der Ruf. In ein Mikrofon sang er arabische Textzeilen und rief die Muslime zum Tagesgebet, wie es offiziell heißt, in Wirklichkeit erinnert er an den Dschihad mit Worten wie „Allahu akbar“. Was war passiert? Einige Moscheegemeinden hatten den Antrag gestellt, wenigstens für die Zeit des Ramadans öffentlich zum Abendgebet bzw. Dschihad aufrufen zu dürfen. "Das von einem SPD-Bürgermeister regierte Krefeld gab, gegen den Widerstand von CDU und AfD, dem Ersuchen statt. Die FDP unterstützte den Antrag und wartete mit Hinweis auf das Grundrecht der freien Religionsausübung überdies mit der Forderung auf, den Muezzinruf dem Läuten der christlichen Kirchenglocken gleichzustellen." Der fehlgeleitete Philosoph Bayreuther schwärmt von dem Muezzinruf als "das schiere materielle Schwingungsereignis von Schall- oder Lichtwellen" und vom Islam, dem "theologische Überzeugungen und konkrete religiöse Absichten zugrunde" liegen würden, von einer "Allah-Akustik", die man keinesfalls verbieten dürfe. "Sie zu verbieten würde ... übers Ziel hinausschießen. Es wäre eine eklatante Beschränkung der Freiheit." Mit den Begriffen Freiheit und Religion hat sich dieser Philosoph also genauso wenig beschäftigt wie mit dem Denken. [3]

Weitere Theologen und Islamwissenschaftler, die mit einem verkorksten Meinungensystem herumlaufen und versäumt haben den "ausgestorbenen Trieb des Denkens wieder in Anregung zu bringen", sind "Karl-Josef Kuschel, der sich intensiv in Hans Küngs „Stiftung Weltethos“ engagiert hat", die Islamwissenschaftler Stefan Weidner und der iranisch-amerikanische Islamwissenschaftler Hamid Dabashi. Sie schwärmen über die "kosmopolitischen Aspekte des Islams" und von einer  tausendjährigen Tradition des  „persischsprachigen literarischen Humanismus“ - von Humanismus kann in islamischen Ländern allerdings nicht die Rede sein. Weidner und Kuschel verfälschen in einzigartiger Weise Goethes Sicht auf den Islam. Goethe war zwar der erste bedeutende europäische Literat, der begriff, dass Hafis ein bedeutender Dichter ist, er kann aber nicht auf einer Stufe mit Shakespeare, Dante, Cervantes, Calderón, Homer, stehen. Sachlich falsch ist auch die Behauptung dieser Theologen und Pseudowissenschaftler, Goethe habe einen "radikal anderen Akzent" setzen wollen als Voltaire oder dass dessen „Mahomet“-Tragödie eine "gezielte Verleumdung des Propheten" sei. Goethe war begeistert von Voltaires Drama "Mahomet der Lügenprophet", weshalb er es auch übersetzte. Herzog Carl-August 1799 verlangte sogar von Goethe, er solle Voltaires "Mahomet der Lügenprophet" in Weimar inszenieren. Leute, die eine ähnlich falsche Sicht auf den Islam hatten wie Karl-Josef Kuschel und Stefan Weidner, gab es auch damals, nämlich die Familie Herder; diese waren natürlich nicht erfreut über die Inszenierung: „Eine solche Versündigung gegen die Historie – er machte Mahomet zum groben, platten Betrüger, Mörder und Wollüstling – und gegen die Menschheit habe ich Goethe nie zugetraut“, schrieb Karoline Herder am 31.1.1800 in ihr Tagebuch. Voltaires "Mahomet der Lügenprophet" wurde in ganz Europa rezipiert und übersetzt, so auch von Johann Wolfgang von Goethe; Mahomet gaukelt den Menschen vor, "dass nur die Muselmannen tugendhaft" seien, und zwingt ihnen seinen Wahn auf; doch wer "den freien Blick empor" hebt, merkt schnell dass Allah kein Gott ist ("Ist das ein Gott, der Hass gebietet?") Im ersten Aufzug des Trauerspiels in fünf Aufzügen, nach Voltaire von Johann Wolfgang von Goethe wird Mahomet als "Lügenkünstler" oder "trügrisch Ungeheuer" und "Barbar", als "Frevler" und  "Missetäter" bezeichnet. Er spricht vom "Gift des Wahnes", von den "Fesseln Mahomets" und "dem Lärm des Lagers" sowie "der Wüste Schrecknis". Mahomets Markenzeichen sind "Schwert und Trug". Der Mohammedanismus oder Islam, wie er sich heute scheinbar harmlos nennt, sei nichts als "falscher Heuchelwahn", damit "Räuberhände sich bereicherten". Nicht Königreiche hat Mahomet gegründet, sondern "Kronen sich erlog". Mahomet, "ein roher Knecht ..., betrügt, durch Heucheldienst und Schwärmerei" und ist "in des Aberglaubens festen Banden." [4]
 

2. „Liaisons dangereuses"

Wer das von Fichte und Hegel gesagte nicht bedenkt, findet sich bald in einer der „Liaisons dangereuses" wieder, die die Gesellschaft an den Rande des Ruins bringen können. Pierre-Alain Taguieff, Soziologe, Philosoph und Ideenhistoriker, befasst sich schon lange mit dem Antisemitismus und den „Liaisons dangereuses". In den Achtzigerjahren diagnostizierte er in Frankreich eine „nouvelle judéophobie“. Zu Beginn des Jahrtausends prägte er den Begriff des „Islamgauchismus“, der vor ein paar Monaten in Frankreich zum politischen Schlagwort wurde, nachdem linken Universitäten geistige Komplizenschaft mit dem islamistischen Terrorismus und „Separatismus in der Republik“ vorgeworfen wurde. "In seinem Buch „Liaisons dangereuses: islamo-nazisme, islamo-gauchisme“ werden die Beziehungen der Nationalsozialisten und der zeitgenössischen Linken zum Islam behandelt. Zur Ideologie sei der „Islamgauchismus“ durch den Zusammenschluss von Linksradikalen und Islamisten geworden. Der Linken habe er neue revolutionäre Hoffnungen eröffnet. Die Causa der Palästinenser hatten die (vielfach jüdischen) Maoisten der „Gauche Prolétarienne“ im Visier, sie ersetzten die Proletarier der Kommunistischen Partei durch die muslimischen Einwanderer aus den ehemaligen Kolonien. Doch die Algerier, Tunesier, Marokkaner wollten nicht vereint kämpfen. Mit den Palästinensern konnten sie sich hingegen identifizieren, die Religion und der Antizionismus beflügelten das Engagement, dem Antisemitismus wurde die „Islamophobie“ entgegengesetzt. Inzwischen hält Taguieff den Begriff „islamo-décolonial“ für treffender. Er hat der „Intersektionalität“ – der Verknüpfung von Feminismus, Antirassismus und Antikolonialismus – die Studie „L’Imposture décoloniale“ gewidmet. Schon im Titel steckt die These: Es handele sich um eine „imaginäre Wissenschaft“. Taguieff prangert die Auswüchse der „dekolonialen Ideologie“ an und zeichnet ihre Genealogie nach: Für ihn geht sie auf die Vulgarisierung der französischen Philosophie der Postmoderne zurück. Der Kampf der Geschlechter und Rassen habe den Klassenkampf abgelöst. Die Anfälligkeit der französischen Intellektuellen für Ideologien – nach dem Marxismus der Antirassismus – analysiert er mit Tocqueville." [5]
 

3. Maria Lactans und die Sittenlehre oder Philosophie der Religion

Heute ist die Philosophie weit entfernt von einer echten Philosophie. Nach Schelling gab es eine Zeit, "wo Religion, abgesondert vom Volksglauben, gleich einem heiligen Feuer, in Mysterien bewahrt wurde, und Philosophie mit ihr ein gemeinschaftliches Heiligtum hatte. Die allgemeine Sage des Altertums nennt die frühesten Philosophen als Urheber der Mysterien, wie die trefflichsten unter den späteren, Plato vornehmlich, gern von ihnen ihre göttlichen Lehren ableiteten. Damals hatte die Philosophie noch den Mut und das Recht zu den einzig großen Gegenständen, um deren willen allein es wert ist zu philosophieren und sich über das gemeine Wissen zu erheben." [6]

Die Philosophie der Freiheit, eine wichtige Voraussetzung der Religion, hat sich in Europa entwickelt und muss von hier aus in solche Länder getragen werden, die diese Freiheit noch nicht haben wie die muslimischen Länder. Schelling sagt, ein neues, breites Tor müsse sich öffnen, "durch welches euroäische Sitte, Wissenschaft und Bildung, vor allem christliche Religion über eine bisher von ihnen ganz unberührte Welt sich ergießen werden, - ist es verstattet, zu denken, dass die Weltgeschichte sich aufs neue dem Orient zuwende, und die letzten Bestimmungen der Menschheit und des Christentum dort sich zu erfüllen eilen." Schelling sieht es als die Mission Europas ("christliche, durch Wissenschaft erhobene Europa"), den islamisierten Orient wieder zu christianisieren, denn ohne Christentum gibt es keine Freiheit. Wie in Dantes Paradiso XXIII geschildert muss man sich auf Maria Lactans und die geistige Nahrung besinnen, wie es von vielen Künstlern dargestellt wurde.  [7]

Ein erster Schritt, um den Islam zu verlassen, ist zum Beispiel vorerst an gar nichts mehr zu glauben, ggf. Nietzscheaner werden, zumindest nicht an die Lügen, wie sie im Koran aufgetischt werden von einer "verdumpften" Pseudo-Theologie. "Es musste einmal tabula rasa gemacht, der Boden völlig eingeebnet werden werden, wenn das Christentum ein frei erkanntes und frei angenommenes werden, an die Stelle einer verdumpften Theologie ein von der freien Luft der Wissenschaft durchwehtes und darum allen Stürmen gewachsenes, dauerhaftes System treten sollte, ein System, das die im Christentum von Anfang enthaltenen, so viele Jahrhunderte wie in einem Schrein verschlossenen Schätze zu allgemeiner Geltung und Erkenntnis brächte. Es dürfte von diesem Standpunkt sogar der Wunsch gerechtfertigt sein, dass der öffentliche Abfall von dem Christentum durch kein äußeres Mittel verhindert, überall ohne Gefahr geschehen könnte. Es selbst will, ja es leidet keinen Zwang mehr, stark und mächtig will es sein nur durch sich selbst, jede äußere Hilfe verschmähend." [8]

Die Aufgabe der Philosophie ist natürlich nicht, das Christentum in abstrakte Begriffe zu gießen, quasi zu entmythologisieren, wie es evangelische und auch katholische Theologen heute vielfach unternehmen, die nur noch von Gläubigen reden, egal ob nun der christliche Gott oder der islamische Pseudo-Gott gemeint ist. "Mit der Offenbarung sich beschäftigen, um sie nur wieder in Philosophie, d.h. in das, was unabhängig von ihr schon gewusst ist, aufzulösen, wäre ein der Philosophie unwürdiges Treiben, da sie vielmehr immer auf Erweiterung des menschlichen Wissens bedacht sein soll." Manchen könnte man vorwerfen, "dass sie unter Denkfreiheit die Freiheit nicht zu denken verstehen, und dass sie von dieser einen ungebührlichen Gebrauch machen. Freilich, was man nicht begreift und ebensowenig erfahren hat, kann man auch nicht annehmen."  [9]

Wer das Denken nicht gänzlich aufgegeben hat, wird erkennen, "dass das Christentum zu seiner Voraussetzung keine anderen Verhältnisse hat, als durch welche auch die Welt besteht, dass der Grund des Christentums gelegt ist, ehe der Welt Grund gelegt war, dass Christus in diesem Sinne der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte ist." Daher steckt auch in vielen vorchristlichen Religionen viel Wahrheit, nicht jedoch in der islamischen Pseudo-Religion. Manche Philosophen und Theologen wissen gar nicht, was das ewig Wahre der Religion ist und versuchen krampfhaft Islam und Christentum zu vergleichen und verwechseln das Nichtige mit dem Ewigen: "Es gibt noch immer viele, die sich bemühen, ja sich plagen, das ewig Wahre im Christentum zu entdecken; ihr Unglück ist, dass sie unter dem ewig Wahren alles das meinen, was keines Nachdenkens bedarf, was jeder von selbst weiß, wie ihnen Vernunft der Verstand ist, den jeder hat. Es geht ihnen mit dem Ewigen wie mit dem Allgemeinen, das sie mit dem Nichtigen verwechseln, wonach das allgemeinste Beknntnis das ist, das nichts bekennt." Schelling sagt ähnlich wie Augustinus: "Das Christentum ist selbst älter als das Christentum, nämlich als das jener Bücher" [10]

Wer Länder gesehen hat, in denen das Christentum nahezu ausgelöscht wurde, wie in denen des nahen Ostens und der Türkei, stellt mit Schelling fest, "welche trostlose Öde und Langeweile der völlige Untergang des Christentums über alle menschlichen Verhältnisse verbreiten müsste, welche moralische Wüste, in der kein Mensch und am Ende selbst die nicht leben möchten, die sie herbeigeswünscht hatten".  [11]
 

4. Kant als Atheist, seine Sittenlehre unvollständig; "Reflexionspunkt", von dem aus die anderen Wissenschaften berichtigt werden

Ähnlich wie für Schelling und Hegel gibt es auch für Fichte keine Sittenlehre ohne Geist. Kant sei in dieser Beziehung nicht weit gekommen: "Das Beste in Kant ist die Sittenlehre, weiter ist er nicht gekommen, sein höchstes ist der kategorische Imperativ (ein großes Wort, das aber, wie sich zeigen wird, nicht braucht an die Spitze der Wissenschaft gestellt zu werden.) Darum konnte auch Kant nichts von Gott wissen." [12]
"Geist ist das erste und wahre, aus dem erst folgt die Welt. Wie man ohne dies auch nur von Sittlichkeit prechen könne, weiß ich nicht." - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812
Für Fichte ist in der Sittenlehre die Welt des Geistes "die erste, einzige wahre." Kant und seine Nachfolger stützen sich zu sehr auf die Kant'sche Sittenlehre und klammern den Geist aus. Dabei vergessen sie Fichtes Wort: "Wer dies nicht fürs erste zugibt, (sittlich = geistig und im Geiste) für den hat das Wort Sittlichkeit gar keinen Sinn." Die Sittenlehre nimmt in der Reihe der besonderen Wissenschaften einen hohen Rang ein, über sich nur die Religionslehre (es ist klar, dass die islamische Lehre ausgeschlossen ist, da es sich nicht um Religion sondern um eine Sekte handelt ohne jeden Bezug zum Geist), unter sich die Rechts- und Naturlehre. Eine echte Sittenlehre stellt einen "Reflexionspunkt" dar, von dem aus die anderen Wissenschaften, die sich nicht an die "Wahrheiten der allgemeinen Wissenschaftslehre" gehalten haben, berichtigt werden, zum Beispiel wenn sie meinen, sie könnten als Biotechnologen mit einer Genschere beliebig am Erbgut herumpfuschen. [13]

Gerade was die Gentechnik, das Herumpfuschen mit Hilfe der Genschere, das Erfinden von Scheinmedikamenten wie mRNA- oder Vektor-Impfstoffen, betrifft, was inzwischen sogar von "Ethikkommissionen", grünen und liberalen Parteien befürwortet wird, muss man zugeben, dass von falschen Prämissen ausgegangen wird, dass "gerade die Prämisse dieses Schlusses die eigentliche Grundverkehrtheit" ist. Schon Augustinus (De trinitate) hatte Zweifel, dass herkömmliche Philosophen in der Lage wären, Abhilfe zu schaffen, waren sie doch vielfach wie heute die Positivisten, nur in der Lage, andere "zu ihren Irrtümern zu verführen". Nur echte Philosophen im Sinne von Fichte und Augustinus sind in der Lage zuzuhören, nämlich "dass die Wahrheit von überall her klingt, den Gläubigen zur Hilfe, den Gottlosen zur Überführung." [14]

"Das eben heißts, was ich immer sagte: Philosophie ist ein reines Denken; das aber vernehmen die Menschen in der Regel gar nicht, drum verstehen sie keine Philosophie." - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812

"Bei Kant sieht es zuweilen aus, (wie er selbst darüber gedacht, möchte schwer auszumitteln sein) auch ist es fast allenthalben also verstanden worden, als ob jener Begriff eben ein kategorischer Imperativ sei, und damit vollendet. Dies ist ganz unrichtig, und wenn man tiefer nachsieht, ohne Sinn. Drum wurde es ... die Aufgabe der Philosophie, auf eine reale Sittenlehre zu denken, jenem leeren Begriffe einen Inhalt zu verschaffen." - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812
 

5. Praktische und pragmatische Kunstlehre der Sittlichkeit

Bei vielen heutigen Pseudo-Philosophen, die im Ethikrat für die Gentechnik und mRNA-Impfung stimmen, handelt es sich um Personen, die "kein wahres Ich, sondern nur ein leeres und nichtiges Bild desselben" haben. Ihre Philosophie ist nichts als das "lautere Nichts", was mit der Sittenlehre nichts mehr zu tun hat, eher mit einer Lehre der Unsittlichkeit: "Unsittlichkeit ist drum in einer solchen Lehre das wahre lautere Nichts." Manche berufen sich sogar scheinbar auf das Christentum ("Verleugnung der Welt, Absterben der Welt"). Dabei heißt es bei Johannes "Das Wort wird Fleisch", d.h. ein Philosoph, ein Selbstbewusstsein das sich außerhalb des echten Christentums befindet, "wäre insofern nicht das wahre, sondern das bloße Schein-Ich". In derartigen Ethikkommissionen sitzen entweder Atheisten oder bloße Schein-Iche, kein Wunder, dass sie seltsame Empfehlungen geben. Dabei sagt Fichte: "Das ganze Christentum hat keinen Sinn ohne diese Erkenntnis".   [15]

Fichte will aber keine Geschichte der Schein-Iche schreiben, sondern: "Unsere Aufgabe ist die Erscheinungslehre des wahrhaftigen und realen Ich... Wie wird das bloß scheinbare Ich zum wahrhaftigen: und wenn die Untersuchung von Nutzen sein soll, wie lässt es sich dazu machen. Dieses gäbe eine eigentlich praktische und pragmatische Kunstlehre der Sittlichkeit."  Fichte spricht von einer "Erziehungslehre des Menschengeschlechts, Pädagogik, im höchsten und allgemeinsten Sinne". Nur so könne die Sittenlehre zu einer "Kraft in der Welt" werden. [16]

"Bei dem, was bisher mit den Menschen durch ihre Erzieher und Lehrer vorgenommen worden ist, kann man, ohne lieblos zu sein, wohl urteilen, dass eine klare Erkenntnis jenes Ziels, und ein kräftiges Wollen desselben, nicht die erste Triebfeder gewesen ist."  - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812
Wenn in Europa an Staatsschulen zum Beispiel islamischer Religionsunterricht abgehalten wird, also die Lügen, wie sie im Koran aufgetischt werden von einer "verdumpften" Pseudo-Theologie (Schelling), dann führt dies bei den Kindern zu Irrtum und "Täuschung in ihrem Urteile", gebilligt vom Staat, der die Kinder eigentlich schützen sollte. Großer Vorreiter darin ist die Hessische Regierung unter Volker Bouffier und seinem Einflüsterer, dem Grünen Spitzenpolitiker und Muslim Al Wazir. [17]
"Eine Lehre von diesem Standpunkte aus kann nun sein, entweder Erscheinungslehre; wenn sie weiß, dass sie vom Erscheinen spricht, und die Wahrheit im Hintergrunde kennt,oder Schein-Lehre: wenn sie das nicht kennt, und die Erscheinung für die Sache nimmt. Dann entsteht der Schein, der  Irrtum und die Täuschung in ihrem Urteile." - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812

6. Unter dem Scheine der Religion und Sittlichkeit; "Das Grundgesetz aber eines Ich ist Freiheit"

"Unter dem Scheine der Religion und Sittlichkeit" widerspreche man, so Fichte, seiner Sittenlehre "mit großer Irreligiosität und Unsittlichkeit". Gemeint sind nicht nur "verdumpfte" islamische Pseudotheologen, sondern auch abergläubische Pseudo-Christen, denen die islamische Pseudo-Philosophie mit ihrem Allah ("mechanisch wirkendes Ding, welches zu denken wahre Abgötterei ist und Lästerung") ganz gelegen kommt. "Die Andächtigen dieser Art heben immer mit einer öffentlichen Beichte ihrer eigenen Sündhaftigkeit und der tiefen Greuel an... und sie können um ihrer Maxime willen, dass man Gott gefalle, wenn man sich recht niederträchtig vor ihm mache, sich selbst unrecht tun... ihr Verderben sei ja nicht etwa Gebrechlichkeit ihrer individuellen Natur, sondern das allgemeine Gesetz. Sie sind also bescheiden, nicht auf ihre Kosten, sondern auf die des menschlichen Geschlechts... Aber sie ganz zu leugnen, um das vergebne Streben zu unterdrücken, und die Menschen hahin zu bringen, dass sie mit ihrer Erbärmlichkeit, als dem allgemeinenLoose zufrieden sind, und noch dazu glauben, Gott ein Opfer der Demut zu bringen, das halte ich für verderblich." [18]
"Gott aber wirkt gemäß den Gesetzen der Erscheinung eines Ich, ... nicht als ein unbegreifliches, mechanisch wirkendes Ding, welches zu denken wahre Abgötterei ist und Lästerung. Das Grundgesetz aber eines Ich ist Freiheit: was Gott wirkt, oder der Begriff, muss drum unmittelbar erscheinen, als gewirkt durch eigene Freiheit... Du musst eben an die selbst arbeiten auf verständige Art, dann arbeitet an dir Gott, und treibt sein Werk. Von dieser Freiheit und Verständigkeit aber sie abziehen und sie an den Gebrauch von Mitteln weisen, die auf eine geheimnisvolle und schlechthin unbegreifliche Art die Heiligung hervorbringen sollen, dies ist verkehrt, dies bestärkt den Menschen in seiner Trägheit, und nimmt ihm die Klarheit, die das Vehikulum ist aller Sittlichkeit: unter welcher heiligen Autorität, und Vorwande es auch getrieben werde. Was unverständlich ist und gegen die Freiheit, ist sündlich und unsittlich, wo man auch es gefunden zu haben glaube." - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812
Man könne "tolerant sein gegen den Aberglauben solange er bloße leere Spekulation" bleibe; wenn er aber praktisch werde und "von dem Gebrauche des rechten und wahren Mittels abhält", d.h. wenn die Ministerpräsidenten der Länder (Armin Laschet, Volker Bouffier, Winfried Kretschmann, Annalena Baerbock usw.) in NRW, Hessen, Baden Württemberg, Niedersachsen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hamburg, Bremen,  die Kinder dazu ermuntern am islamischen Unterricht, quasi "Zauberbildung" an Staatsschulen teilzunehmen, islamische Zeichen, Symbole und zweifelhafte Texte zu verwenden, "wäre die Duldung Verrat an der Sache der Menschheit... Dass dies Unwesen noch kein Ende nehmen will - kommt daher, weil man nicht versteht." Was für die Kinder übrig bleibe sei "Gleichgültigkeit, Erstorbenheit für das Gute." Statt die Kinder zur Freiheit und Kritikfähigkeit zu erziehen, werden sie so "blinde Werkzeuge, irgend eines einzelnen Begriffs.... Muhammad: Enthusiast für den Begriff der Einheit Gottes, voll bitteren Hasses gegen die Vielgötterei, wo er sie anzutreffen glaubte, der mit Feuer und Schwert dies Bekenntnis der Einheit einführt: andere, die mit Feuer und Schwert die Menschen nötigen frei zu sein (z.B. Robespierre während der franz. Revolution)". Die Kinder sollen also zur "inneren Erstorbenheit" geführt werden damit sie ein "blindes sich selbst unklares Werkzeug" werden. [19]

Dies gilt nicht nur für die oben erwähnten Ministerpräsidenten der Länder sondern auch für die grüne Kanzlerkandidatin; gerade bei ihr kann man fragen: Ist die "historische Flachheit, Zerstreutheit in die mannigfaltigsten und widersprechendsten Ansichten, Unentschlossenheit über alle zusammen, und absolute Gleichgültigkeit gegen Wahrheit" bei ihr schon so verbreitet (III,1)? Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bekräftigte "Pläne, ein neues Ministerium für Einwanderung zu schaffen. Die Einwanderungspolitik müsse „aus dem Innenministerium herausgelöst werden“, sagte Baerbock in einem Video, das nun auf der Internetseite der Türkischen Gemeinde Berlin veröffentlicht wurde. Grund für den Vorstoß ist, dass die Grünen Einwanderung nicht mehr als ein Sicherheitsthema betrachten wollen, sondern als Thema der Gleichstellung und Teilhabe. Es müsse „die Vielfaltspolitik, die Teilhabepolitik in den Mittelpunkt eines gebündelten Ministeriums gestellt werden“, sagte Baerbock. Es gehe nicht mehr darum, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei, sondern darum, die Einwanderungsgesellschaft zu gestalten." Fehlt nur noch, dass sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkennt und sich für ein türkisches Moscheegemeinden-Ministerium einsetzt, das den Übergang von einer christlichen zu einer islamisch-türkischen Mehrheitsgesellschaft "in einem Ministerium gebündelt" überwacht. Auch Bürgermeister und alle anderen Ämter sollen nach Baerbock durch Muslime ersetzt werden. Offiziell soll das Gesetz „Bundespartizipationsgesetz“ heißen,  es soll gewährleisten, dass im öffentlichen Dienst mehr Muslime, vor allem Türken eingestellt werden. „Gerade in Führungspositionen, in einigen Berufsgruppen, in der Politik, in der Öffentlichkeit sind eben nicht alle gleichberechtigt repräsentiert“, sagte Baerbock. Türken und andere Mitglieder der "Insch’allah-Muslim-Mafia" dürften "nicht länger als Bedrohung und Regulierungsproblem betrachtet werden. Deshalb müsse Migrationspolitik vom Bundesinnenministerium „als dem Sicherheitsressort abgekoppelt werden“. Auch hier äußert sich Baerbocks "historische Flachheit", wenn sie die Integration der Muslime bzw. Türken anspricht: "Baerbock äußerte sich anlässlich des sechzigsten Jahrestags des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik und der Türkei. Die türkische Einwanderungsgeschichte sei eine „große Erfolgsgeschichte für unser Land“, die bisher „kaum angemessen gewürdigt“ werde. Sie müsse in Schulbüchern und „in unserem gemeinsamen geschichtlichen Erinnerungsgedächtnis“ mehr Aufmerksamkeit finden." Von einer Erfolgsgeschichte kann man wohl kaum sprechen, es sei denn man nennt den Aufbau einer türkisch-islamischen Parallelgesellschaft einen Erfolg.  [20]
 

7. Freie und bewusste Sittlichkeit, "nicht durch Zwang oder Trug", Gott will ja "den Menschen frei haben, nicht ihn zum Sklaven machen der Furcht, oder irgendeines Irrtums"

Auf dem Wege zur "Bildung der Menschheit zur Sittlichkeit" ist klar, dass diese nur mit einer freien und bewussten Sittlichkeit erreicht werden kann, nicht dass irgendjemand auf die Idee kommt, "die Menschen wider ihren Willen und ohne ihr Bewusstsein sittlich" machen zu können, denn das wäre, so Fichte, "widersittlich"und nur eines Mohammed und seiner Anhänger würdig, die Menschen "mit Feuer und Schwert zu einem gewissen Bekenntnisse, in eine gewisse Verfassung und dergl. hineinzuzwingen." Das erinnert in Zeiten der Pandemie auch an gewisse Politiker selbst ernannte Gesundheitsexperten wie Karl Lauterbach, die die Menschen fälschlicherweise zu ihrem "Glück" zwingen wollen, zweifelhafte Medikamente zu nehmen. Diese Leute täuschen sich jedoch,  "denn dergl. kann nie geboten werden der freien und sittlichen Kraft." [21]

Also weder der Begründer der islamischen Sekte noch seltsame Gesundheitsapostel vom Schlage eines Karl Lauterbach können den Menschen zwingen "durch Zwang oder Trug". Der Mensch soll sich durch Erkenntnis und Liebe bessern; Gott will ja "den Menschen frei haben, nicht ihn zum Sklaven machen der Furcht, oder irgendeines Irrtums." [22]

Für das physische Wohlsein aller wurde die Rechtslehre bestimmt, die nur in freiheitlichen Ländern Gültigkeit hat, in muslimischen Despotien dagegen wird den Menschen fast alles genommen und er wird "beinahe zum Tier hernieder " gedrückt. Dass neuerdings auch in Europa diese Gesinnung immer mehr Verbreitung findet, verdorbene Politiker durch islamischen Religionsunterricht die Kinder verführen, ist nach Fichte völlig unangebracht; und er empfiehlt diesen Heuchlern, sich lieber zu verstecken als damit auch noch an die Öffentlichkeit zu treten. Ihnen wirft Fichte "wissentliche Unwahrheit" vor. [23]
 

"Für das physische Wohlsein aller , für Ordnung, die sie umgebe, für die Rechtlichkeit ihrer Verfassung, für ihre Freiheit, wie wir diese Begriffe alle in der Rechtslehre bestimmt haben. Denn er weiß, dass nur in einer solchen Lage sie ihren Blick erheben können auf das geistige, und höhere, und dass äußerer Druck in der Regel, und nach dem gemeinen Maasstabe dem Menschen fast alles sein höheres nimmt, und ihn beinahe zum Tier hernieder drückt." - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812

"Im Vorbeigehen, und um des Gegensatzes willen: der unsittliche, und unreine tut recht wohl daran, dass er sich versteckt, denn sein Anblick würde nur ärgern und verführen. Hat er es nicht zur innern Herzensreinigkeit gebracht, so ist das schlimm; nur begehe er nicht noch ärgers Übel, stecke nicht an und verführe, und mache sich nicht zum Teufel ... er füge der innern Unsittlichkeit nicht noch die Unverschämtheit hinzu, sie darzulegen. - Er wird zum Heuchler!" - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812

"Wissentliche Unwahrheit ist absolute unbedingte Unsittlichkeit; denn sie benimmt dem anderen das, was wir als das einzige Mittel zur Sittlichkeit in ihm eben ansteben sollen, die richtige Erkenntnis." - Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812 
 

8.  Sittlicher Glaube; eine Philosophie, die die gesamte sittliche Erkenntnis enthält im Gegensatz zur Philosophie als Räsonier-Vermögen; Pseudo-Denker und PolitikerInnen, die "in den Tag" hineinreden

In Bezug auf echte Philosophie spricht Fichte vom sittlichen Glauben, der "in das faktische Dasein nur durch Offenbarung, Inspiration" komme. Alle Philosophie gehe daher, "obwohl sie in Absicht der Form weghebt durchaus über alle Kirche, ... aus von der Kirche und ihrem Prinzip der Offenbarung." Nicht schwammiger Ethik- oder Islamunterricht in den Schulen, wie er von oberflächlichen Politikern gefordert wird  (Armin Laschet, Volker Bouffier, Winfried Kretschmann, Annalena Baerbock usw.) hilft weiter, sondern christliche Philosophie. Denn nach Fichte bleibe der echte Philosoph "Mitglied der Kirche, denn er ist im Schooße der Kirche notwendig erzeugt und von ihr ausgegangen... Enthält die Philosophie die gesamte sittliche Erkenntnis, als den möglichen Inhalt aller Offenbarungen, aller Symbole und Kirchenglaubens, in organischer Einheit, in vollendeter Klarheit, so leidet es keinen Zweifel, dass die, die dies ist,  höchste Richterin ist, und dass alles, was ihr widerspricht, irrig sei und durch den Fortschritt allmählich aufgegeben und losgelöst werden muss. Insofern ist die Lehre der Philosophie über das übersinnliche der reine lautere Glaube, zu welcher herauf alle Kirchenlehre und alles Symbol, im Fortlaufe der Zeiten gehoben werden muss. Die diesem Satze widersprechen, nehmen entweder ihn, besonders das Wort Philosophie und Vernunft in ihm, in einer anderen Bedeutung. Ihnen ist Vernunft und Philosophie das bloße Räsonier-Vermögen über die Sinnenwelt, weil eine andere Art des Räsonement ihnen noch garnicht vorgekommen ist." [24]

Peinlich wird es oft, wenn materialistische Philosophen oder PolitikerInnen Bücher schreiben, wie z.B. die grüne Kanzlerkanditatin Annalena Baerbock, und mitunter versuchen eigene Gedanken vorzubringen aber über ein "in den Tag" hineinreden nicht hinauskommen. Diesen Pseudo-Denkern könnte man mit Fichte entgegenhalten: "Darin aber, dass Philosophie nichts sei als jenes Kombinieren des sinnlichen Begriffs, sind wir mit ihnen uneinig und können sie bloß bitten, darüber sich bessere Kenntnisse anzuschaffen, und nicht immerfort in den Tag hineinzureden von dem ihnen schlechterdings fremden."  [25]
 
 

9. Ewiger Tod des Nichtseins; "abergläubische Superstition"; nachdem die Unnatur zur Natur geworden, erscheint ihnen die Natur als Unnatur; "Fanatismus der Verkehrtheit"

Viele hasten materiellen Gutern nach und hoffen, dass sie dadurch irgendwann einmal zufrieden gestellt werden. Das kann man allerdings mit Fichte getrost bezweifeln: "fänden sie einmal ein endliches Objekt, das sie völlig zufriedenstellte, so wären sie eben dadurch unwiderbringlich ausgestoßen von der Gottheit., und hingeworfen, in den ewigen Tod des Nichtseins. So sehnen sie, und ängstigen, ihr Leben hin; in jeder Lage, in der sie sich befinden, denkend, wenn es nur anders mit ihnen werden möchte, so würde ihnen besser werde, und nachdem es anders geworden ist, sich doch nicht besser befindend; an jeder Stelle, an der sie stehen, meinend, wenn sie nur dort, auf der Anhöhe, die ihr Auge fasst, angelangt sein würden, würde ihre Beängstigung weichen; - treu jedoch wiederfindend, auch  auf der Anhöhe, ihren alten Kummer. Gehen sie etwa, bei reiferen Jahren, nachdem der frische Mut, und die fröhliche Hoffnung der Jugend, geschwunden sind, mit sich zu Rate; überblicken sie etwa ihr ganzes bisheriges Leben, und wagen eine entscheidende Lehre daraus zu ziehen; wagen es etwa, sich zu gestehen, dass durchaus kein irdisches Gut zu befriedigen vermöge: was tun sie nun? Sie leisten vielleicht entschlossen Verzicht auf alle Glückseligkeit und allen Frieden; - das denn doch fortdauernde unaustigbare Sehnen ertötend, und abstumpfend, soviel sie vermögen; und nennen nun diese Dumpfheit die einzige wahre Weisheit, dieses Verzweifeln am Heile das einzige wahre Heil, und die vermeinte Erkenntnis, dass der Mensch gar nicht zur Glückseligkeit, sondern nur zu diesem Treiben im Nichts, um des Nichts, bestimmt sei, den wahren Verstand." Diese Menschen befinden sich in einer "bejammernswerten Täuschung", denn durch das "bloße Sichbegrabenlassen" komme man nicht in die Seligkeit; "und sie werden, im künftigen Leben, und in der unendlichen Reihe aller künftigen Leben, die Seligkeit ebenso vergebens suchen, als sie dieselbe in dem gegenwärtigen Leben vergebens gesucht haben." Wie kann man nun die Seligkeit erlangen? Der erste Schritt ist nach Fichte folgender: "Im Geiste, in der sich selber, gegründeten Lebendigkeit des Gedankens, ruhet das Leben, denn es ist außer dem Geiste gar nichts wahrhaftig da. Wahrhaftig leben, heißt wahrhaftig denken, und die Wahrheit erkennen."  [26]

Wer also nicht zum Denken, "zur wahren inneren Selbstständigkeit des Geistes" kommt, wie heute viele islamische SchriftstellerInnen und InfluencerInnen, die die islamische Despotie loben, der "bleibt anheim gegeben dem Meinen, und ist, alle Tage seines Lebens hindurch, gar kein eigener Verstand, sondern nur ein Anhang zu fremdem Verstande."  Solche Leute glauben an eine "abergläubische Superstition, durch welche höchstens eine mangelhafte Polizei ergänzt wird, das Innere des Menschen aber so schlecht bleibt, als vorher, oft sogar noch schlechter wird." Sie wollen zurückkehren in die "alte Zeit des Heidentums" statt sich mit dem eigentlichen Geist der Zeit, dem Neuen Testament zu beschäftigen. Fichte nimmt sogar an, "dass diese Erkenntnis, in aller der Lauterkeit, und Reinheit, welche auch wir auf keine Weise zu übertreffen vermögen, vom Ursprunge des Christentums an, in jedem Zeitalter, wenn auch von der herrschenden Kirche größtenteils verkannt, und verfolgt, dennoch, hier und da, im Verborgenen, gewaltet, und sich fortgepflanzt habe,"  [27]

Auch an Universitäten wird nur noch eine Sicht der Dinge zugelassen, alles andere wird im Namen der "cancel culture" und "political correctness" verbannt. Ist das an islamischen Koranschulen seit jeher so gewesen, macht sich diese Sichtweise, unter Philosophen, Wissenschaftlern, Politikern und neueren Kirchenlehrern, hierzulande breit. Sogar die Grünen, die sich die Erhaltung der Natur und der Gesundheit der Menschen und Tiere auf die Fahnen geschrieben haben, vertreten hier einen besonders schlimmen "Fanatismus der Verkehrtheit"; Genmanipulation (z.B. genmanipulierte Impfstoffe und Medizin) erscheint ihnen als die neue Natur: "Es ist daher gar kein Wunder, wenn, nachdem die Unnatur und zur Natur geworden" ihnen die Natur als Unnatur erscheint. Mit Fichte könnte man ihnen vorhalten: "Sie können nicht anders, als jene, sie beschämende, Überzeugung von einem Höheren im Menschen, und alle Erscheinungen, die diese Überzeugung bestätigen wollen, wütend anzufeinden... Eins der gebräuchlichsten und beliebtesten Kunststücke mit dieser Zunge ist dieses, dass sie der, nur ihnen verhassten Sache, einen allgemein verhassten Namen beilegen, um dadurch sie zu verschreien, und verdächtig zu machen." [28]

"Diese Philosophie bemächtigte sich, so wie alle geltende Philosophie, der Katechismen, und aller Schulbücher, der öffentlichen religiösen Vorträge, der gelesenen Schriften. Unser aller jugendliche Bildung fällt in diese Epoche. Es ist daher gar kein Wunder, wenn, nachdem die Unnatur und zur Natur geworden, die Natur uns erscheint als Unnatur; und wenn, nachdem wir alle Dinge zuerst auf dem Kopfe stehend erblickt haben, wir glauben, die in ihre rechte Lage gerückten Dinge ständen verkehrt. Dies ist nun ein Irrtum, der mit der Zeit wohl wegfallen wird: denn wir, die wir den Tod aus dem Leben ableiten, und den Körper aus dem Geiste, nicht aber umgekehrt, wie die Modernen - wir sind die eigentlichen Nachfolger der Alten, nur dass wir klar einsehen, was für sie dunkel blieb; die vorher erwähnte Philosophie aber ist eigentlich gar kein Fortschritt in der Zeit, sondern nur ein possenhaftes Zwischenspiel, als ein kleiner Anhang zur völligen Barbarei." - Johann Gottlieb Fichte, Anleitung zum seligen Leben II, 1806
Der "Fanatismus der Verkehrtheit" geht nicht nur so weit, dass Genmanipulation (z.B. genmanipulierte Impfstoffe und Medizin) ihnen als die neue Natur erscheint, sondern auch die islamische Weltanschauung als Religion, die überall in Europa verbreitet und gelehrt werden müsste. Dabei gilt für die "Erkenntnis des Seins" so wie Fichte es versteht: "jedweder Christ, der nur in seiner Kindheit eines gründlichen Religionsunterrichts genossen, hat schon damals, bei der Erklärung des göttlichen Wesens, - unsern Begriff vom Sein erhalten." [29]
 
 

10. Höhere Moralität, Wissenschaft im Gegensatz zum "Werk des Teufels"; "totale Verkehrtheit des Zeitalters, in Bezug auf Religion"; Superstition (Aberglaube), "cancel culture" und "political correctness"

Innerhalb der Menschheitsgeschichte entwickelt sich der Mensch zur wahren und höheren Sittlichkeit. Dies ist keine abstrakte sondern eine "reale Idee". Die Menschheit soll "in dem, von ihm Ergriffenen, und, durch ihn, in andern, in der Wirklichkeit zu dem machen, was sie, ihrer Bestimmung nach, ist, - zum getroffenen Abbilde, Abdrucke, und zur Offenbarung, - des innern göttlichen Wesens." Es wird nicht blind einer abstrakten Idee gefolgt, sondern "das wahrhaft Reale und Selbstständige ist ihr das Heilige, Gute, Schöne." Diese höhere Moralität zeigt sich in alten Religionen, nicht jedoch dort, wo der Begriff von Gott ein "gehaltloser Schattenbegriff" ist wie bei Kant oder im Islam. Innerhalb der Menschengeschichte ist es manchmal schwer, diese  "höhere Moralität" zu entdecken. Derjenige, der ein Auge dafür habe, könne sie entdecken. [30]
"Durch die höhere Moralität allein, und durch die von ihr Ergriffenen, ist Religion, und insbesondere die christliche Religion, - ist Weisheit und Wissenschaft, ist Gesetzgebung und Kultur, ist alles Gute und Achtungswürdige, das wir besitzen, in die Welt gekommen.." - Johann Gottlieb Fichte, Anleitung zum seligen Leben V, 1806
Diejenigen, die einem "leeren Schattenbegriffe" folgen, werden allerdings "um nichts gebessert, und bleiben, von Gott, ebenso entfernt, als je." Dies betrifft auch eine oberflächliche Wissenschaft, wie sie heute praktiziert wird, und die daher fast ohne Moralität auskommt und Genmanipulation als natürlich deklariert. Die christliche Religion ist zwar ohne Wissenschaft ein unerschütterlicher Glaube, aber erst durch echte Wissenschaft verwandelt sich der Glaube in "Schauen". Diese echte Wissenschaft muss allerdings erst entwickelt werden. "Dennoch aber gehört die Anforderung, diese Wissenschaft in uns, und anderen zu realisieren, in das gebiet der höhren Moralität." Damit bekommt auch Religion einen anderen Sinn und bedeutet nicht nur den Kirchgang. Die christliche Religion "ist überhaupt nicht ein für sich bestehendes Geschaft, das man abgesondert von andern Geschäften, etwa in gewissen Tagen und Stunden treiben könnte; sondern sie ist der innere Geist, der alles unser, übrigens seinen Weg ununterbrochen fortsetzendes, Denken und Handeln, durchdringt, belebt und in sich eintaucht." [31]

Fichte wendet sich natürlich auch gegen den aufkommenden Materialismus in der Wissenschaft und Philosophie, "gegen diejenigen unter unseren Zeitgenossen, welche bei halber Philosophie, und ganzer Verworrenheit, sich für aufgeklärt halten, wenn sie die Fortdauer der hier wirklichen Individuen, in höheren Sphären, leugnen."   [32] 

Höhere Moralität hat auch mit einem gewissen Gutmenschentum oder der zwanghaften Almosengeberei der Muslime nichts zu tun. Der echten Menschenliebe ist nach Fichte "nichts entfernter, als jenes gepriesene Gutsein, und immer gut sein und alles gut sein lassen. Die letzte Denkart, weit entfernt, die Lebe Gottes zu sein, ist vielmehr die, in einer früheren Rede sattsam geschilderte, absolute Flachheit und innere Zerflossenheit, eines Geistes, der weder zu lieben vermag, noch zu hassen." Als echter Christ ist man auch weit entfernt von dem "Bestreben derselben erwähnten Flachheit, sich über die Zeitumgebungen etwas aufzubinden, damit man eben in jener behaglichen Stimmung bleiben könne; sie umzudeuten, und ins Gute, ins Schöne, herüber zu erklären." Christus wollte aber nicht "eben jenes Gutseinlassen alles dessen, was ist"; sondern er will sehen wie sie in Wahrheit sind, "er urteilt streng und scharf, aber richtig, und dringt in die Prinzipien der herrschenden Denkart." Seinen eigentlichen Hass erregt der oben erwähnte "Fanatismus der Verkehrtheit", der von Muslimen auf die Spitze getrieben wird, "welcher sich nicht damit begnügt, selbst in seiner eigenen Person nichtswürdig zu sein, sondern, soweit er zu reichen vermag, alles ebenso nichtswürdig zu machen strebt, als er selbst ist, und den jeder Anblick eines Bessern ausser ihm, innig empört, und zum Hasse aufreizt." Diese Art zu denken findet sich nicht nur in der islamischen Welt. Fichte nennt es das "Werk des Teufels; denn auch der Teufel hasset das Gute, nicht schlechthin darum, weil es gut ist, wodurch derselbe völlig undenkbar würde: sondern aus Neid, und weil er selbst es nicht an sich zu bringen vermag." Der echte Christ, der vom wahren Gott Begeisterte, will, "dass ihm, und allen seinen Brüdern, von allen Seiten und in allen Richtungen, ewig fort nur Gott entgegenstrahle, wie er ist in ihm selber." Anders sieht es aus mit denen, die dem "Fanatismus der Verkehrtheit" anhängen: "so will umgekehrt der, von sich selbst Begeisterte, dass ihm, und allen seinenMitmenschen, von allen Seiten, und in allen Richtungen, ewig fort, nur das Bild seiner eigenen Nichtswürdigkeit entgegenstrahle. Er überschreitet durch dieses Heraustreten aus seiner Individualität, die natürliche, und menschliche Grenze des Egoismus, und macht sich zum allgemeinen Ideale und Gotte, welches alles eben also, der Teufel auch tut."  [33] 

Die "totale Verkehrtheit des Zeitalters, in Bezug auf Religion", diagnostiziert Fichte; er kritisiert den Skeptizismus seines Zeitalters, so wie man heute die "cancel culture" und "political korrectness" des materialistischen Humanismus kritisieren könnte: Er habe in seinen Vorlesungen gezeigt, "dass die herrschende Denkart des Zeitalters die Begriffe von Ehre und Schande geradezu umkehre, und das wahrhaft Entehrende, sich zum Ruhme, die wahre Ehre hingegen, sich zur Schande, anrechne. So ist, wie jedem, der nur ruhig gehört hat, unmittelbar eingeleuchtet haben muss, der oben erwähnte Skeptizismus, den unter Benennung des Schafrsinns das Zeitalter sich zur Ehre anzurechnen pflegt, offenbarer Stumpfsinn, Flachheit und Schwäche des Verstandes. Ganz besonders aber und vorzüglich, gilt diese totale Verkehrtheit des Zeitalters, in Bezug auf Religion. Ich müsste durchaus alle meine Worte an ihnen verloren haben, wenn ich Ihnen nicht wenigstens so viel einleuchtend gemacht hätte, dass alle Irreligiosität auf der Oberfläche der Dinge, und in leeren Scheine, befangen bleibt, und eben darum, einen Mangel an Kraft und Energie des Geistes voraussetzt, somit notwendig Schwäche, des Kopfes sowohl, als des Charakters, verrät." Im Gegensatz zur unechten Pseudo-Religion des Islam erhebt sich die echte Religion des Christentums über den Schein und, eindringend in das Wesen der Dinge, entdeckt sie "notwendig den glücklichsten Gebrauch der Geisteskräfte, den höchsten Tiefsinn, und Scharfsinn, und die davon unabtrennliche höchste Stärke des Charakters." Im heutigen materialistischen Humanismus wird Religion nur als eine Art Aberglaube betrachtet, weshalb dort das Christentum auf die Stufe des Islams gestellt wird. Das englische Königshaus bildet da keine Ausnahme. Hatte Prinz Charles schon seinerzeit die Islamisten gegen S. Rushdie unterstützt, so sind er und seine Mitarbeiter dabei, berühmte Orden wie "CBE" (Commander of the British Empire) und "OBE" (Officer of  the British Empire) an Islamisten gegen Geld zu vergeben. So bemühte sich der saudische Geschäftsmann Mahfouz Marei Mubarak bin Mahfouz seit 2011 um einen solchen Orden. Den "OBE" hat er schon erhalten. Mafouz traf Charles in einem seiner Paläste in Schottland, "bevor er 2016 den CBE in einer privaten Zeremonie im Buckingham Palace verliehen bekam."  [34]

"Denn zuvörderst ist es gar nicht wahr, dass das Zeitalter über die Superstition hinweg sei; das Zeitalter ist, wie man bei jeder Gelegenheit mit Augen sehen kann, innerlich noch davon ausgefüllt, denn es erschrickt und zittert bei jeder kräftigen Berührung der Wurzel des Aberglaubens: sodann aber, und was die Hauptsache ist, ist die Superstition selbst der absolute Gegensatz zur Religion, sie ist auch nur Irreligiosität, nur in einer anderen Form; sie ist die schwermütige Irreligiosität, dagegen dasjenige, was das Zeitalter gern an sich brächte, wenn es könnte, nur als Befreiung von jener Schwermütigkeit  - die leichtsinnige Irreligiosität sein würde." - Johann Gottlieb Fichte, Anleitung zum seligen Leben XI, 1806
 

11. Von "cancel culture" und "political correctness" zur Geschichtsklitterei, Harvard- und Yale ProfessorInnen; Osmanen, steckbrieflich gesuche Terroristen als Innen- und Verteidigungsminister; islamische Antisemiten sehen sich als Opfer, gewaltfreier Islamismus in Europa versteckt sich hinter einer Fassade der Menschenrechte und des Antirassismus, Islamic Human Rights Committee (IHRC), Erdogan-nahen Seta-Stiftung; Frankreich wundert sich über Muezzinrufe in Deutschland, EU-Grenzen für islamische Terroristen und Kriminelle durchlässig wie ein Sieb

Die "totale Verkehrtheit des Zeitalters, in Bezug auf Religion", zeigt sich nicht nur in Afghanistan, Iran oder Pakistan, sondern auch in Europa und Amerika, auch hier wird von Harvard- und Yale ProfessorInnen der Schritt von "cancel culture" und "political correctness" zur Geschichtsklitterei  unternommen. Ähnlich wie früher im osmanischen Reich und der heutigen Türkei wurden nun auch im von den islamistischen Taliban eroberten Afghanistan, Islamisten und international gesuche Terroristen zu Innen- und Verteidigungsministern. " Eine Woche nach Abzug der letzten ausländischen Truppen aus Afghanistan haben die Taliban eine Übergangsregierung benannt. Das Amt des Regierungschefs werde Mullah Hassan Akhund übernehmen, sagte Taliban-Sprecher Zabihullah Mudschahid am Dienstag in Kabul. Akhund leitet seit rund 20 Jahren den obersten Führungsrat der Taliban, galt bisher aber eher als religiöser Führer und trat nach außen wenig in Erscheinung. Mullah Abdul Ghani Baradar, der als Chef des Politischen Büros den Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten unterzeichnet hatte, soll Akhunds Stellvertreter werden. Wichtige Funktionen übernehmen auch zwei mächtige Taliban-Führer der zweiten Generation: Mullah Yaqoob, der Sohn des ersten Taliban-Emirs Mullah Omar, soll Verteidigungsminister werden, Siradschuddin Haqqani Innenminister. Haqqani wird vom amerikanischen FBI steckbrieflich gesucht und führt das von seinem Vater gegründete Haqqani-Netzwerk, das für zahlreiche Selbstmordanschläge verantwortlich gemacht wird und enge Beziehungen zu Al-Qaida unterhalten soll. Trotz vieler Appelle wurden Frauen bei der Regierungsbildung nicht berücksichtigt."  [35]

In Teil II des Kurses Nr. 545 wurde über unreflektierte Islamkunde und Geschichtsklitterung bei der Harvard-Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel berichtet; unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit propagiert die Orientalistik-Professorin unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus. Die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels sollte 1995 der Höhepunkt ihrer akademischen Karriere werden - und stürzte die Orientalistin von Weltruf in ein Fegefeuer der Kritik, das ihr Renommee aufzehrte. Zum Verhängnis war der deutschen Harvard-Islamwissenschaftlerin ihre Äußerung geworden, mit seinem Roman "Die satanischen Verse" habe der von muslimischen Fanatikern mit dem Tode bedrohte Autor S. Rushdie auf eine "sehr üble Art die Gefühle" gläubiger Muslime verletzt. Damit rechtfertigte sie die menschenverachtenden Auswüchse des islamischen Fundamentalismus, was sie aber nicht einsehen wollte. Sie entschuldigte sich damit, "absolut unpolitisch" zu sein. Vor allem über die Mystik des Islam lehrte sie in Marburg, Bonn, Ankara und Harvard und lockte dort Islamisten an die Universitäten und ließ sie Dorktorarbeiten schreiben; seitdem war der Begriff der Geschichtsklitterung nicht nur an islamischen Universitäten präsent, sondern breitete sich auch in Harvard, Bonn und anderen Städten aus. [36]

Bevor wir uns mit Alan Mikhail, der an der Yale-Universität lehrt, und sich bislang hauptsächlich mit der Umwelt- und Wirtschaftsgeschichte des Osmanischen Reichs beschäftigt hat und der wie A. Schimmel ein "prominenter Beispielfall für tendenziöse und verfälschende Geschichtsschreibung" ist, auseinandersetzen, soll noch einmal auf die Professorin eingegangen werden, die versucht hat den Islamismus salonfähig zu machen. Annemarie Schimmel ist mehr als nur "naiv und unpolitisch", sie ist Mitarbeiterin bei staatlichen iranischen Propaganda-Organen und überzeugte Islamistin. Bundespräsident Herzog verlieh ihr in der Paulskirche zu Frankfurt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Proteste gab es aus dem In- und Ausland, darunter Elisabeth Badinter, die deutschen Autorinnen Ralph Giordano, Herta Müller und Johannes Mario Simmel. Am 5. August 1995 meldete die "Süddeutsche Zeitung", der Aachener Buchhändler Peter Klein habe eidesstattlich erklärt, dass sich Annemarie Schimmel 1989 in einem ausführlichen Gespräch mit ihm "vorbehaltlos für die Fatwa gegen Salman Rushdie ausgesprochen" hatte: "Sie hat mir im Laufe des Abends unmissverständlich deutlich gemacht: sie unterstützt, befürwortet diesen Mordaufruf." Gleichzeitig berichtete die SZ, dass der Geschäftsführer des Schriftstellerverbandes PEN, Manfred Schlösser, Frau Schimmel aufgefordert hat, den Preis abzugeben: "Wir sind der Meinung, dass es dem Frieden enorm dienen würde, wenn Frau Schimmel diesen Preis weiterreichen würde an diejenigen, die wegen ihrer Religionsauffassung in Gefängnisse gesperrt werden oder wie Salman Rushdie vom Tode bedroht werden." Die Originaltexte der umstrittenen Friedenspreiskandidatin zeigen, dass Schimmels Sympathie-Erklärung für die Rushdie-Killer keineswegs ein "Ausrutscher" war, sondern Teil ihres Universums ist. Aus diesem Denken hatte die als "naiv und schwärmerisch" geltende Orientalistin bisher kein Geheimnis gemacht. Das zeigt nicht nur ihr so entwaffnend offenes Gespräch mit dem Buchhändler, sondern auch ihre "Einführung in den Islam", die sie 1990 in der Reihe "Reclam-Wissen" veröffentlichte. "Unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit propagiert die Orientalistik-Professorin darin unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus: Sie bekennt sich als schriftgläubige Anhängerin Mohammeds. Für den "Umschwung im Iran" oder andere totalitäre Regimes und terroristische Gotteskrieger findet sie kein einziges kritisches Wort. Dafür wirbt sie wortreich um Verständnis für den "Fundamentalismus" (den sie grundsätzlich in Anführungsstriche setzt). Seit 1989, dem Jahr der Rushdie-Fatwa, gibt die iranische Botschaft eine "Zeitschrift für islamisch-iranische Kultur" heraus, in der die in Bonn wohnende deutsche Professorin regelmäßig veröffentlicht." Zum 70. Geburtstag erschien ein l0-seitiger Jubelbericht in dem staatlichen Propaganda-Organ der Folterdiktatur Iran über Schimmel.  "Wer im Frühjahr 1989 die Zeitungsveröffentlichungen verfolgte, die sich mit Salman Rushdies Satanischen Versen befassten, bemerkte, dass kaum je der Grund für die Empörung nicht nur Ayatollah Khomeinis und weiterer muslimischer Kreise richtig verstanden wurde", schrieb Schimmel in einem ihrer Bücher. Die Friedenspreisträgerin billigt die Todesstrafe für sogenannte "Gotteslästerer" ebenso wie die Klitorisverstümmelung für Frauen. In ihrem  Buch "Die Zeichen Gottes" erwähnt sie die von Frauen in der ganzen Welt verzweifelt bekämpfte Klitorisverstümmelung: "Beschneidung von Frauen wird in gewissen Kreisen praktiziert, weil ein Hadith von der 'gegenseitigen Berührung der beiden beschnittenen Teile' spricht, wonach Vollwaschung erfolgt. Sie (...) wird als öffentliches Fest gefeiert." Und zur Scharia, dem mörderischen "Gottesgesetz", zitiert sie einen gewissen Kaschani, für den die Scharia ein "Gewand" ist, das "die hässlichen Züge der rationalen Seele in Ordnung bringt". Der Islamismus scheint auch der deutschen Professorin die zwingende Antwort auf die "übertriebene Modernisierung" und die "Zerrbilder, die von der westlichen Zivilisation ausgehen". Die "Rettung" kann nur von einer "Rückkehr zu den altehrwürdigen Zeiten des Propheten" kommen. So manchem Mitglied der Friedenspreis-Jury ist schon seit längerem flau bei dem Gedanken an die eigene Entscheidung. Einige der insgesamt elf Jurymitglieder versuchen seit Wochen, die Preisjury des deutschen Buchhandels zu einem zweiten Treffen und zum Überdenken der Entscheidung zu bewegen vergebens. Kein Wunder, outete sich doch Gerhard Kurtze - Vorsitzender des Börsenvereins und Geschäftsführer des Hamburger Grossohauses Wegner & Co. (ein Buch-Grossist) und Vorsitzender der Preisjury - in der "Zeit" als Schimmel-Befürworter. Zwei weitere sind die als "erzkonservative Katholiken" bekannten Professor Hans Maier (Ex-CSU-Minister und langjähriger Vorsitzender des "Zentralrats deutscher Katholiken") und Professor Wolfgang Frühwald (Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und langjähriges Mitglied des Auswahlgremiums der Bischöflichen Begabtenförderung Cusanuswerk). Beide Professoren haben einen Lehrstuhl in München. Die bayerische Metropole wiederum gilt nicht nur als Hochburg des konservativen Katholizismus, sondern unter Kennern auch als "Hochburg der Islamisierung" in Deutschland. Auch kritische Christen sind über den Schulterschluss beunruhigt. Ein katholischer Pater, der - wie fast alle Gesprächspartner im Zusammenhang mit der Schimmel-Nominierung - nicht genannt werden möchte, spricht im Zusammenhang mit Maier und Frühwald von der "katholischen Mafia". Er hält den Ex-CSU-Minister und Schimmel-Freund für "einen Scheinliberalen, der in Wahrheit ein Anti-Modernist ist und vermutlich dem Opus Dei nahe steht". Dem katholischen Geheimbund Opus Dei nahe stehen soll auch Frühwald. Beide Herren verteidigten Schimmel nach der Nominierung im "Rheinischen Merkur", Forum des konservativen Katholizismus, gegen die "Hexenjagd" und priesen ihren Schützling als "zutiefst unpolitischen und zutiefst religiösen" Menschen. KennerInnen der Szene beobachten seit geraumer Zeit und mit wachsender Sorge den Zusammenschluss der Gotteskrieger aller Couleur zu einem "gemeinsamen Kampf gegen den Unglauben und gegen die Aufklärung" (so ein katholischer Geistlicher). Als 1989 der Gottesdiktator Khomeini starb, schickte der Papst aus dem Vatikan einfühlsame Worte des Beileids. Fünf Jahre später, zur Weltbevölkerungskonferenz 1994 in Kairo, agierten die Ayatollahs und Woytila, also Papst Johannes Paul II.(später soll er bereut haben, mit Islamisten zusammen gearbeitet zu haben), erstmals offen zusammen, was später Papst Franziskus weiterführen sollte (ohne zu bereuen). [37]

Man spricht von der "heiligen Allianz" der Gotteskrieger, an der auch die Oberen der evangelischen und katholischen Kirche beteiligt sind. Seit einigen Jahren nun ist der "christlich-islamische Dialog" auch in Deutschland angesagt. Dabei geht es den Dialogisierenden vor allem um eine "Islamisierung der Moderne". Führend bei dieser "Annäherung" sind fundamentalistische Christen und Linke. Ihre "verordnete Fremdenliebe" (so Araber und Islam-Experte Bassam Tibi) und "pathologische Umarmung" (so Ralph Giordano) hat auch in Deutschland längst beklemmende Züge angenommen. Jede Fundamentalismuskritik wird als "rassistisch" mundtot gemacht. Eine Art von Meinungsterror, der in der Geschichte immer Vorbote physischen Terrors war. Das Bündnis zwischen totalitären Fundamentalisten, übereifrigen Christen und linken Autonomen scheint bereits geknüpft zu sein und wirksam zu funktionieren. Deutsche Intellektuelle wagen es kaum noch, zu reden; Uni-Professoren baten eingeschüchtert um das Verschweigen ihrer Namen. Denn wenn sie es wagen, den Fundamentalismus zu kritisieren, hagelt es Rassismus-Vorwürfe, Vorlesungsboykotte, Denunzierungs-Flugblätter. Wie nun geriet die als "versponnen", "weltfremd" und "unpolitisch" geltende deutsche Professorin Schimmel in diese Kreise? Der Lebenslauf gibt einige Hinweise. Annemarie Brigitte Schimmel wird am 7.4.1922 in Erfurt "als Tochter des Obertelegrapheninspektors Paul Schimmel und seiner Ehefrau Anna" geboren, von der die Tochter an anderer Stelle sagt, sie komme "aus rigider protestantischer Tradition". Bereits im Alter von zehn Jahren verschlingt die Früherweckte sehnsüchtig "Gottes Wort in vielen Sprachen" der "British Bible Society". Ab 15 nimmt das romantisierende Mädchen Privatunterricht in Arabisch. Mit 16 macht sie Abitur. Danach absolviert sie den üblichen "Arbeitsdienst". 1940 beginnt die 18jährige, in Berlin Arabistik und Islamwissenschaft zu studieren. Bereits anderthalb Jahre später, mit 19, legt sie ihre Doktorarbeit vor: 171 Seiten über "Die Stellung des Kalifen und der Kadis am Ausgang der Mamelukenzeit". Die Mameluken sind zum Islam bekehrte türkisch-kaukasische Kauf-Sklaven im Ägypten des 9. Jh. (nach christlicher Zeitrechnung). Es fällt der jungen Frau auch nicht schwer, wie so viele aus ihrem Fach in den Jahren 1941 bis 1945 für Hitlers Aussenministerium als Übersetzerin zu arbeiten. In einem 1993 für Amerika geschriebenen autobiographischen Text, "A Life of learning", blickt Schimmel zurück: "Die dunklen Wolken des Krieges wurden immer schrecklicher, der Bombenhagel verstärkte sich ich erinnere mich daran, wie ich einmal vier Stunden durch brennende Häuser stolperte auf der Suche nach einem vermissten Kollegen (...). Doch in jeder freien Minute blieb ich meinen Mameluken treu, über die ich habilitierte." Genau dieses Wegsehen, Verdrängen und die Flucht in verklärte Vergangenheit praktiziert Schimmel bis heute. So wie sie die Verbrechen der Hitlerzeit, mit denen sie in Berlins und im Aussenministerium reichlich konfrontiert gewesen sein muss, nicht sehen wollte und lieber in die Schwärmerei für persische Gedichte flüchtete; so will sie bei Vortragsreisen durch den Iran nichts wissen von der Entrechtung der Frauen, der Verletzung der Menschenrechte, dem Terror der im Namen Gottes Folternden ("Ich hatte im Iran nie Probleme als Frau"). Doch in den 80er Jahren geht Annemarie Schimmel noch einen Schritt weiter. Nun verschreibt sie sich offen der Politik: Die bis dahin als "weltfremd" geltende Professorin schlägt sich auf die Seite der Islamisten. 1989 schreibt sie eine als "wissenschaftlich" verbrämte Eloge auf den Islamismus und veröffentlicht regelmäßig im "Spektrum Iran", herausgegeben von der iranischen Botschaft. 1992 preist sie in ihrem Vorwort das Buch "Der Islam als Alternative", dessen Autor, der zum Islam konvertierte deutsche Ex-Botschafter Murad Hofmann, gegen die Demokratie und für den Gottesstaat, die Scharia, für Polygamie und die Prügelstrafe für Frauen plädiert. An der Universität Bonn lehrte sie von 1961 bis 67; noch heute ist Bonn eine Hochburg der Islamisten in Deutschland. "Danach war die in Mystik spezialisierte Orientalistin bis zum Ruhestand Dozentin in Harvard (ein reicher Inder hatte Geld für die Dozentur gestiftet). In Pakistan wird Schimmel hoch verehrt, da sie die Schriften des pakistanischen Mystikers Iqbal (Dichter u. Politiker, 1873/77-1938) besser kennen soll als die Pakistani selbst. Sogar eine prächtige Allee in Lahore ist nach der Deutschen benannt... Im Herzen Gott und Mohammed. Jedem, der wagt, den Propheten zu kritisieren, pflegt Annemarie Schimmel zu antworten: "Ich liebe ihn!" Interessant ist übrigens auch, wie Frau Schimmel es mit den Frauen hält. Auch hier nimmt sie den schönen Schein für Wirklichkeit und übersieht geflissentlich die garstige Realität. Männer verehrt die Schleier-Freundin ("uralter Brauch") ehrfürchtig als Propheten oder Lehrer und hat auf ihren Reisen in den Orient selbst immer wie ein Mann gelebt. Aber so richtig herzlich wird der Ton in ihren Berichten nur, wenn es um Frauen geht: um "Mama", mit der sie Jahrzehnte lang auf Abenteuerreisen geht, oder um eine der wunderschönen Freundinnen, die in ihren Büchern abgebildet sind. Probleme der Frauen im heutigen Islam, im Iran oder anderen fundamentalistischen Diktaturen? Nein, davon will Annemarie Schimmel nur wenig wissen." Der Friedenspreis für Annemarie Schimmel ist nicht nur eine Ohrfeige für alle Frauen! Er ist auch eine Verhöhnung aller demokratischen Kräfte, die weltweit kämpfen, um dem totalitären Islamismus, der oft im Gewand des gemäßigten Islam daherkommt, Einhalt zu gebieten. In ihrer Autobiographie "Morgenland und Abendland. Mein west-östliches Leben" hält sie Rückschau auf ein Gelehrtenleben, das sich in mehr als hundert Buchpublikationen, darunter viele den Islam verherrlichende, geschichtsklitternde Werke, und zahllosen nationalen wie internationalen Ehrungen erfüllt. Einem breiteren Publikum wurde sie bekannt, als sie 1995 den Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erhielt und wegen strittiger Äusserungen der Preisträgerin zum Fall Rushdie ein öffentlicher Wirbel entstand, der bisweilen an ein regelrechtes Kesseltreiben erinnerte. Es ist keine Autobiographie, die Geheimnisse enthüllte oder gar als individuelle Beichte gedacht wäre, sondern eine typische Gelehrtenbiographie. Allzu Persönliches ist ihr "haram - tabu", wie die Muslime sagen. Im munteren Plauderton beschreibt die Orientalistin die Stationen ihres Lebenswegs. Die Tochter eines Beamten, 1922 in Erfurt geboren, erwies sich schon früh als hochbegabt, wurde im protestantischen Elternhaus durch typisch bildungsbürgerliche Anregungen auf den Feldern Literatur und Musik gefördert, bewahrte sich eine Abneigung gegen Bach, begann mit fünfzehn Arabisch zu lernen, promovierte mit neunzehn und war mit dreiundzwanzig Jahren schon Professorin und jünger als die meisten ihrer Studenten. Während des Krieges war sie im Auswärtigen Amt als Übersetzerin tätig. Für immer geprägt wurde die Gelehrte, als sie 1953 nach Ankara gerufen wurde. Für den Rezensenten sind ihre Schilderungen der Türkei in jenen Jahren fast der interessanteste Teil dieser Memoiren. Die junge, in rapider Säkularisierung begriffene Republik scheute nicht davor zurück, eine Frau und Christin als Dozentin für Religionswissenschaft an die frisch gegründete Theologische Fakultät (Ilahiyat Fakültesi) der Universität Ankara zu berufen. Vor allem die Stadt Konya (das antike Ikonium) wird sie nicht zu beschreiben müde, wandelte sie dort doch auf den Spuren eines ihrer Favoriten, des mystischen Dichters und Denkers Maulana, Mevlana Celalettin Rumi (1207 bis 1273), der dort unter der türkisfarbenen Kuppel ruht. Im Kontakt mit den einfachen Leuten verstand sie konkret, was Mystik und Volksislam miteinander verbindet. Was die Adeptin des Religionswissenschaftlers Friedrich Heiler und des Orientalisten und Kulturphilosophen Hans Heinrich Schaeder zunächst theoretisch erworben hatte, wurde nun einsichtig. Für Orientalisten interessant sind ihre Begegnungen mit der konservativen Dichterin Samiha Ayverdi, mit dem progressiven Lyriker Behçet Necatigil, mit den Romanciers und Erzählern Samim Kocagöz und Hasan Ali Yücel, mit dem Maler und Dichter Bedri Rahmi Eyüboglu, dem Mystik-Forscher Abdülbaki Gölpinarli und vielen anderen. Für die Türkei waren diese fünfziger Jahre eine Zeit größerer demokratischer Öffnung, in der man wieder begann, die unter Atatürk eingeschränkten, zuweilen auch unterdrückten Traditionen unbefangener zu sehen, ja sie teilweise wiederzubeleben. Seit den sechziger Jahren bis zu ihrer Emeritierung 1991 wirkte Annemarie Schimmel als Professorin in Bonn und Harvard. Ihre Schüler lehren auf fast allen Kontinenten und verbreiten dort ihren als Mystik getarnten Islamismus, bzw. unter dem Deckmantel der objektiven Wissenschaftlichkeit unverhüllt die Ideologie des islamischen Fundamentalismus. [38]

Auch der Yale-Professor Alan Mikhail ist mit seinem neuen Buch über Selim I. ein "prominenter Beispielfall für tendenziöse und verfälschende Geschichtsschreibung" Natürlich ist dieses Buch "ein großes Ärgernis." Das liegt nicht nur daran, dass es von Selim I. (1470 bis 1520) handelt, dem neunten Sultan des Osmanischen Reiches, der als Selim Yavuz, „der Gestrenge“, bis heute in der Türkei verehrt wird. Er hatte das Herrschaftsgebiet seiner Dynastie auf mehr als das Doppelte erweiterte, nachdem er das persische Reich der Safawiden und die nahöstliche Großmacht der ägyptischen Mamluken in zwei aufeinanderfolgenden Feldzügen besiegt hatte. "Indem er nach der Vernichtung der Mamlukenarmee mit der Arabischen Halbinsel auch die heiligen Stätten von Mekka und Medina in Besitz nahm", machte er das Osmanensultanat zugleich zum geistlichen Oberhaupt der 'umma', der Gemeinschaft aller Moslems im Zeichen des sunnitischen Islams. "Nach dem Tod des letzten Kalifen, den Selim aus dem eroberten Kairo nach Konstantinopel geholt hatte, übernahmen die osmanischen Herrscher dessen Titel samt Schwert und Umhang des Propheten Mohammed. Erst durch diesen Zugewinn an Legitimität machte das Reich der Hohen Pforte letztlich den Sprung von der Regional- zur Weltmacht. Fortan führte es, meist aus der Position des überlegenen Angreifers, zweieinhalb Jahrhunderte lang einen Zweifrontenkrieg gegen die europäischen Staaten der Neuzeit und das wiedererstarkte Persien, bis es durch die gemeinsamen Anstrengungen Russlands und Österreich-Ungarns wieder in die Rolle einer regionalen Größe zurückgedrängt wurde." Problematisch oder ärgerlich ist dieses Buch vor allem, weil der Autor auf die türkische Propaganda hereinfällt. Mikhail macht in seinem Buch, ähnlich wie Annemarie Schimmel in ihren Büchern und Vorlesungen, Werbung für den Islam, insbesondere den Islamismus. Er schwärmt im Sinne des türkischen Präsidenten vom Osmanischen Reich: „eine kühne neue Weltgeschichte" werde sichtbar, welche mit Irrtümern aufräume, die „seit einem Jahrtausend“ Bestand hätten – obwohl die Osmanen vor tausend Jahren noch gar nicht in die Geschichte eingetreten waren. Später heißt es, wenn man die Zeit um 1500 aus der Perspektive Selims betrachte (in die sich Alan Mikhail offenbar mühelos einfühlen kann), erkenne man, welche gewaltige Rolle die Osmanen in der globalen Entwicklung gespielt hätten – „ganz im Gegensatz zu der kulturblinden Geschichte vom europäischen Aufstieg in der Renaissance und dem sogenannten Zeitalter der Entdeckungen“. Mit diesem eifernden und anmaßenden Gestus treten fast alle historischen Schlussfolgerungen auf, die der Autor aus seiner biographischen Skizze zu ziehen versucht. Die Taten des Sultans selbst, dessen innere Motive und Sehnsüchte unser Autor stets genau zu kennen scheint, "werden vor allem am Leitfaden des Selimname aufgereiht, einer hagiografischen Dichtung, die der Hofschreiber Idris-i Bitlisî während Selims Regierungszeit begann und sein Sohn Abu’l-Fadl nach 1520 zu Ende brachte. Dabei gibt Alan Mikhail durchaus zu, dass etwa der Ausdruck „viele jasminhäutige Mädchen wurden genommen“ bedeutet, dass es „zu einer Orgie von erzwungenem Sex“ mit den weiblichen Gefangenen von Selims Heerschar kam. Gleichwohl zitiert er die triefenden Verse des Panegyrikers immer wieder in epischer Länge, zumal dort, wo es um Selims Kampf um die Herrschaft in Konstantinopel geht, der mit dem Tod seines Vaters und seiner Brüder und der Ausrottung ihrer gesamten Familien endete. Von Quellenkritik oder auch nur einem Mindestmaß an Skepsis gegenüber historischer Propaganda kann in „Gottes Schatten“, wenigstens, soweit es die osmanische Seite betrifft, keine Rede sein. Umso strenger – und umso laxer mit den Fakten – ist Mikhail in seiner Beschreibung der europäischen Expansion, die zu Selims Lebzeiten mit den Entdeckungen des Kolumbus, den Eroberungen von Cortés und Pizarro und dem Vordringen der Portugiesen in den Indischen Ozean begann. Alle diese Vorgänge seien „zweifellos die Geschichte eines Kreuzzugs“, dekretiert der Autor, denn schon als Knabe sei Kolumbus mit „Fantasien“ über die Kreuzritter aufgewachsen und als Jüngling habe er vor Tunis gegen islamische Korsaren gekämpft." Echte Fakten und mehrdeutigen Details passen nicht ins Weltbild des Autors Alan Mikhail, "das strikt manichäistisch ist: hier die fanatisierten Europäer, die ihren Hass auf den Islam in die Neue Welt exportieren, dort die toleranten Muslime, die auch ihren christlichen Untertanen „Sicherheit, weniger Steuern, weitgehende Autonomie“ garantieren. Dass diese Autonomie überall dort an ihre Grenzen stieß, wo sich eine Bevölkerung dem osmanischen Expansionsdrang widersetzte, wie etwa im süditalienischen Otranto, in dem das Heer des Sultans nicht nur „Fuß fasste“ (Mikhail), sondern auch Hunderte Zivilisten über die Klinge springen ließ, gerät in dieser Betrachtung aus dem Blick. Alan Mikhail, der an der Yale-Universität lehrt, hat sich bislang hauptsächlich mit der Umwelt- und Wirtschaftsgeschichte des Osmanischen Reichs beschäftigt. „Gottes Schatten“, sein viertes Buch, wurde in den Vereinigten Staaten mit einer großen Pressekampagne lanciert, zu der auch Statements prominenter Wissenschaftler wie Stephen Greenblatt und Natalie Zemon Davis gehörten. Die Kritik akademischer Experten, die sich erst allmählich artikulierte, warf Mikhail vor allem seinen selektiven Umgang mit der Fachliteratur vor: Während er neuere Standardwerke über die Osmanen, Kolumbus und die Renaissance ignoriere, greife er an entscheidenden Punkten seiner Argumentation auf obskure Autoren aus dem neunzehnten Jahrhundert oder aus türkischen Zeitschriften der Fünfzigerjahre zurück. In der Tat ist es seltsam, in dem Kolumbus-Kapitel des Buches die Biographie des Bestsellerautors Washington Irving von 1828 als Quelle zitiert zu sehen. Aber viel schlimmer als solche Schrullen ist Mikhails grundsätzlich tendenziöser Umgang mit historischen Fakten. Von der osmanischen Eroberung Konstantinopels etwa kann er nicht erzählen, ohne sie als „welterschütternden Sieg“ zu preisen, nach dem die christlichen Bewohner der Stadt „sich in alle Winde zerstreuten“ (in Wahrheit wurden die meisten der
Überlebenden versklavt). Dass der Islam „für die größten Fortschritte in Astronomie, Architektur und Handel in Europa verantwortlich“ war, ist für Mikhail selbstverständlich, aber bei der Verwendung des Begriffs „Rum“ (Römer), mit dem die Osmanen eben nicht, wie er behauptet, sich selbst, sondern die Griechen Europas und Kleinasiens bezeichneten, gerät er ins Straucheln... In seinem Eifer, den europäischen Kolonialismus, die geschichtlichen Umwälzungen im Gefolge der Reformation und die Kulturblüte der Renaissance kleinzureden, verkennt Mikhail auch die Gesetzmäßigkeiten, die dem Imperialismus der Muslime zugrunde lagen." Über die Versuche des türkischen Präsidenten Erdogan, den Mythos Selims für seine Zwecke zu nutzen – etwa durch die Benennung der dritten Brücke über den Bosporus nach dem osmanischen Sultan, wird kaum ein Wort verloren. "Ein Hauch jener Strenge, mit der Mikhail etwa die politische Moral Karls V. und der frühneuzeitlichen Päpste beurteilt, wäre hier durchaus am Platz gewesen. Aber unser Autor lässt seinen rhetorischen Knüppel im Schrank. Der Verdacht liegt nahe, dass er die Instrumentalisierung Selims durch Erdogan einerseits nicht übergehen konnte, andererseits die Türkei als Absatzmarkt für sein Werk auch nicht verlieren wollte."  Das Wesen der Historie, der Rechts- und Sittenlehre verschwindet nur für die "sich nicht Besinnenden und flach Denkenden" (Fichte); heute sind dies nicht nur muslimische InfluencerInnen, die Werbung für den islamischen Despotismus machen, sondern auch viele JournalistInnnen, HistorikerInnen, ProfessorInnen an Elite-Universitäten und PolitikerInnen, die Geschichtsklitterung betreiben. [39]

Nietzsche und Schopenhauer halten nichts von einer oberflächlichen "Schreib- und Schwatzseligkeit" wie sie sich im gebührenfinanzierten sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen breitgemacht hat, die den Wissenschaftsbetrieb um genmanipulierte Arzneien und Impfstoffe lobt und als große Kunstfertigkeit feiert, dass BürgermeisterInnen in Deutschland Muezzinrufe von Moscheen und Koranschulen erlauben, dass Filme bei Arte, 3sat, ARD, ZDF gezeigt werden, die den Islam verherrlichen und der Geschichtsklitterung Vorschub leisten, statt sich um echte Kunst und Wissenschaft zu kümmern und sich nicht von Islamisten vor den Karren spannen zu lassen. Dass Medienkompetenz und archaische Moral zusammengehen können, war schon vor den Tweets der Taliban bekannt. Muslime und islamische Terroristen versuchen zunehmend den Dschihad in ein positives Licht zu rücken und sagen etwa: "Dschihad kann auch moralische oder spirituelle Ertüchtigung bedeuten oder den Versuch, eine islamische Weltordnung auf gewaltlosem Weg zu errichten... Für den britischen Soziologe Salman Sayyid stand Dschihad pauschal für vom westlichen Imperialismus unterdrückte Handlungsfähigkeit. Daraus war zu schließen: Schuld am dschihadistischen Terror sind nicht die Täter, sondern ein Westen, der Muslimen grundsätzlich die schlechtesten Absichten unterstellt. Angesichts der Opferbilanz des Dschihad nicht nur in westlichen Ländern war das eine ziemliche Verharmlosung, die den expansiven Charakter der islamistischen Herrschaftsideologie ausblendete ebenso wie die Tatsache, dass der Islam global betrachtet weit weniger eine unterdrückte als unterdrückende Religion ist. An der Unterscheidung zwischen legitimer Kritik an religiöser Gewalt und pauschaler Verdächtigung von Muslimen war Sayyid gar nicht erst nicht interessiert. Ganz Europa war für ihn vom Virus der Islamophobie befallen... Die verbindende Ideologie des Dschihad kam so nicht in den Blick. Auch der politische Islam und dessen mächtigste Organisation, die Muslimbruderschaft, haben ja die Errichtung von Gottesstaaten unter Scharia-Recht zum Ziel. Weil sich dieser in der Regel gewaltfreie Islamismus in Europa hinter einer Fassade der Menschenrechte und des Antirassismus versteckt, ist seine Analyse schwieriger als die des militanten Dschihadismus... Das in London ansässige Islamic Human Rights Committee (IHRC) beispielsweise, das sich offiziell dem Menschenrechtsaktivismus verschreibt, organisierte nicht nur den antisemitischen Al-Quds-Tag, sondern gab auch Solidaritätserklärungen für Hassprediger und einen weltbekannten Terroristen ab, der Hunderte von Menschen, die er aus religiösem Hass für minderwertig hielt, in die Luft zu sprengen versucht hatte. Es wäre interessant zu erfahren gewesen, ob Salman Sayyid, ein häufiger Gast des IHRC , die Solidaritätsadressen seines Gastgebers ebenfalls zum Aufstand gegen unterdrückte Handlungsfähigkeit zählt. Der Schlussvortrag des österreichischen Politikwissenschaftlers Farid Hafez strickte die Opferlegende fort. Hafez ist einer der bekanntesten Vertreter der Islamophobie-Forschung. Mit finanzieller Unterstützung der Erdogan-nahen Seta-Stiftung hat er den European Islamophobia Report herausgegeben, ein pseudowissenschaftliches Machwerk, das ausgiebig zur Diffamierung von Kritikern des politischen Islams genutzt wird. Zu den Autoren gehört beispielsweise Arzu Merali vom IHRC... Hafez hatte in der Vergangenheit vielfach Kontakt zu Personen und Organisationen aus dem Aktionsfeld der Muslimbruderschaft und war ins Visier von Terrorfahndern geraten. Nach dem Wiener Attentat wurde seine Wohnung durchsucht. Vorgeworfen wurde ihm nun, ein führendes Mitglied der österreichischen Muslimbruderschaft und in Terrorfinanzierung verwickelt zu sein....  Der Islamophobia-Report ist dafür ein beredtes Beispiel. Als „islamophob“ wird hier schon ein Zeitungskommentar diffamiert, der Muslime dazu auffordert, Söhne und Töchter gleich zu behandeln. Über die Vordenker der Muslimbruderschaft hat Hafez eine Hagiographie verfasst, die deren Antisemitismus und NS-Sympathien übergeht. Yusuf al-Qaradawi, der aktuelle Vordenker der Bruderschaft, lobt Hitler beispielsweise für den Holocaust und hofft darauf, dass die nächste Bestrafung der Juden durch Muslime geschieht." Allah "ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Koran ist unsere Verfassung. Der Dschihad ist unser Weg." Der Tod für Allah "ist unser nobelster Wunsch“, lautet das Motto der Muslimbruderschaft. [40]

Eine hohle "Schwatzseligkeit" und die "totale Verkehrtheit des Zeitalters, in Bezug auf Religion" lässt sich vor allem bei der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker finden. Frankreich hat sich schon immer über die islamfreundliche Politik der deutschen Bundeskanzlerin gewundert. "Immer wieder flackert in den französischen Medien Verwunderung über Deutschland auf. Zuletzt stand die Entscheidung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker in den Schlagzeilen, den Moscheen künftig freitags per Lautsprecher den Muezzinruf zu genehmigen. Irritiert nahm man zur Kenntnis, wie wenig sich die Domstadt um ihre christliche Identität sorge... Die Bedrohung durch den Islamismus ist im Alltag viel stärker präsent als in Deutschland. Noch immer patrouillieren Soldaten zum Anti-Terror-Schutz im öffentlichen Raum. Täglich beschreiben Prozessberichterstatter im Palais de Justice das Grauen der Terroranschläge vom 13. November 2015. Gedenktage erinnern daran, wie viele Opfer der islamistische Terrorismus gefordert hat." Die These, dass Einwanderung der Muslime, islamisch begründeter „Separatismus“ und Radikalisierung einander bedingen, ist in Frankreich eine Tatsache. Wie zur Zeit der Reconquista spricht man von einem „Zivilisationskrieg gegen den Islam“. Lobeshymnen auf die deutsche Willkommenskultur für Muslime sind in Frankreich verstummt. Gegenüber Algerien, Marokko und Tunesien hat Frankreich eine härtere Gangart eingeschlagen und die Visagenehmigungen reduziert. An den Landesgrenzen zu Spanien und Italien verdoppelte man die Zahl der Grenzschützer. Der Frontalangriff auf die europäische Asyl- und Einwanderungspolitik wird damit begründet, dass die EU-Grenzen für islamische Terroristen und Kriminelle durchlässig wie ein Sieb sind. [41]
 
 
 
 
 
 

Anmerkungen

[1] Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters  2021, 20, Nr. 1239 und FAZ 2021, Nr. 154, Nr. 155 sowie Kurse Nr. 614 Sittenlehre III, Nr. 551 G.W.F. Hegel, Nr. 511 J.G.Fichte I, Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus II, Nr. 500 St. Thomas von Aquin I, ScG, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth. II-II, Nr. 512 Novalis, Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 644 Staats- und Rechtslehre IV, Nr. 563 Miguel de Cervantes (I,18-19), Nr. 558 Calderón de la Barca, Nr. 648 Calderón de la Barca II, Nr. 650 Calderón de la Barca III, Nr. 651 Calderón de la Barca IV, Nr. 545 Sittenlehre I-II. Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Ib.
[3] Ib.
[4] Ib.
[5] Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters  2021, 20, Nr. 1244 und FAZ 2021, Nr. 168; Jürg Altwegg 2021: Der Marxismus ist tot, es lebe der Antirassismus. Pierre-André Taguieff sieht französische Intellektuelle im Griff der neuesten Ideologien, Paris, Frankfurt a.M; Pierre-André Taguieff 2021: „Liaisons dangereuses: islamo-nazisme, islamo-gauchisme“. Éditions Hermann, Paris; Ders. 2020: „L’imposture décoloniale“. Science imaginaire et pseudo-antiracisme.Éditions de l’Observatoire, Paris sowie Kurs Nr. 545 Sittenlehre I-II, Ib.
[6] Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, Philosophie der Religion
[7] Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, Reden vor der Akademie der Wissenschaften in München, 1840, 1845; vgl. auch Kurse Nr. 509 F.W.J. Schelling I, Nr. 510 F.W.J. Schelling II, Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 654 St. Augustinus III, Nr. 562 Dante Alighieri I-II, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 639 Bartolomé Esteban Murillo, Ib.
[8] Ib.
[9] Ib.
[10] Ib.
[11] Ib.
[12] Johann Gottlieb Fichte, Sittenlehre, 1812; vgl. Kurse Nr. 511 J.G.Fichte, Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 654 St. Augustinus III, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre I-II, Nr. 509 F.W.J. Schelling I, Ib.
[13] Ib.
[14] Ib.
[15] Ib.
[16] Ib.
[17] Ib.
[18] Ib.; vgl. Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters 2021, 20, Nr. 1243 und FAZ 2021, Nr. 168, Nr. 179; FAS 2021, Nr. 29 sowie Kurse Nr. 511 J.G.Fichte I, Nr. 644 Staats- und Rechtslehre IV, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 614 Sittenlehre III,  Ib.
[19] Ib.
[20] Ib.
[21] Ib.
[22] Ib.
[23] Ib.
[24] Ib.
[25] Ib.
[26] Johann Gottlieb Fichte, Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre, 1806; Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters 2021, 20, Nr. 1257 und FAZ 2021, Nr. 206 sowie Kurse Nr. 511 J.G.Fichte I, Nr. 545 Sittenlehre I-II, Nr. 614 Sittenlehre III, Ib.
[27] Ib.
[28] Ib.
[29] Ib.
[30] Ib.
[31] Ib.
[32] Ib.
[33] Ib.
[34] Ib.
[35] vgl. Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters 2021, 20, Nr. 1258, Nr. 1266 und FAZ 2021, Nr. 210, Nr. 238, Nr. 241; Wissenschaftsbriefe / Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1020 und EMMA September/Oktober 1995; FAZ vom 28.01.2003; Thomas Thiel 2021: Terror im Opferkleid. Frankfurt a.M. sowie Kurse Nr. 545 Sittenlehre II, Nr. 614 Sittenlehre III, Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 558 Calderon de la Barca I, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 662 Gottfried von Strassburg, Ib.
[36] Ib.
[37] Ib.
[38] Ib.
[39] Ib.
[40] Ib.
[41] Ib.
 
 



Murillo, Madonna del latte

Geistige Nahrung von Maria lactans (Madonna del latte), statt mit halben Ohren hören und mit halber Denkkraft denken: Wie kommt es, dass die Menschen heute ein so geringes Denkvermögen besitzen, bzw. sich so weit von der Wahrheit entfernen? Ist doch gerade "ein nicht unwichtiger Bestandteil des Lebens" das Denken. Es ist eben diese Art des Denkens, "deren sie den größten Teil ihres Lebens hindurch warten, und pflegen, jenes leere, zerstreute Denken, wo einer sich hinsetzt, um nachzudenken, und hinterher nicht zu sagen weiß, an was er denn gedacht hat... der wundere sich doch ja nicht, warum er nicht versteht, und gebe doch ja die Schuld nicht der Sache, oder dem Vortrage." So ist natürlich klar, "wer in dieser Form hängen bleibt, der ist vom Scheine zum Sein, von dem Meinen und Wähnen zum Wissen nicht durchgedrungen." Er wird auch nicht in der Lage sein, wie die großen Gelehrten, von Maria lactans oder der Madonna del latte, geistig "genährt" zu werden wie es von vielen Künstlern dargestellt wurde. 

"Die Grundlage des Universums ist nicht Ungeist, Widergeist, dessen Verbindung mit dem Geiste sich nie begreifen ließe, sondern selbst Geist. Kein Tod, keine leblose Materie, sondern überall Leben, Geist, Intelligenz, Geisterreich, und durchaus nichts anderes."  - Johann Gottlieb Fichte, 1801
"Man wird wohl gehört haben und sich gemerkt, dass die Menschen unter Anderem auch denken können; ja, dass es wirklich mehrere gegeben, die gedacht, dass der eine so, der Zweite anders, und der Dritte und Vierte, jeder wieder anders gedacht und wie dieses ausgefallen; - zu dem Entschlusse aber, dieses Denken nun auch einmal an seiner eigenen Person zu versuchen, wird es nicht leicht kommen" - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Würde man z.B. so reden, wie ich jetzt geredet habe, die historische Flachheit, Zerstreutheit in die mannigfaltigsten und widersprechendsten Ansichten, Unentschlossenheit über alle zusammen, und absolute Gleichgültigkeit gegen Wahrheit so rügen, wie ich sie jetzt gerügt habe; so würde jeder versichern, dass er in diesem Bilde sich nicht erkenne"  - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Ganze, volle, zum Unterschiede von jener halben Aufmerksamkeit, die mit halben Ohren hört und mit halber Denkkraft denkt, unterbrochen und durchkreuzt durch allerlei hin- und herfliegende Gedanken und Einfälle, denen es denn zuletzt wohl gar gelingt, des Gemütes sich ganz zu bemächtigen, so dass der Mensch allmählich in ein Träumen und Staunen bei offenen Augen gerät, und, falls er etwa wieder zu sich kommt, sich wundert, wo er ist, und was er hört." - Johann Gottlieb Fichte, 1804

"Ich glaube sie am Besten charakterisieren zu können durch folgenden Grundzug: ihr heißt Denken soviel als sich Etwas ausdenken; und Selbstdenken soviel als sich für seine eigene Person und auf seinen eigenen Leib eine Wahrheit erdenken." - Johann Gottlieb Fichte, 1804
 

Wahre Philosophie und echte Wissenschaft sind ihnen nur "leerer Schall, Worthauch, bloße Lufterschütterung". Das Wesen der Historie, der Rechts- und Sittenlehre verschwindet nur für die "sich nicht Besinnenden und flach Denkenden"; heute sind dies nicht nur muslimische InfluencerInnen, die Werbung für den islamischen Despotismus machen, sondern auch viele JournalistInnnen und PolitikerInnen, die die grüne und rote Gentechnik fördern. Vgl. Kurse Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 509 F.W.J. Schelling I, Nr. 562 Dante Alighieri I-II, Nr. 656 Andrea Solari, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 639 Bartolomé Esteban Murillo, Akademie der Kunst und Philosophie
 
 





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Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 591 Paolo Veronese, Nr. 597 Correggio, Nr. 598 El Greco, Nr. 620 Giovanni Battista Tiepolo, Nr. 590 Giovanni Bellini, Nr. 656 Andrea Solari, Nr. 657 Bernadino Luini, Nr. 587 Andrea Mantegna, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 640 Stefan Lochner, Nr. 646 Michael Pacher, Nr. 647 Peter Paul Rubens, Nr. 649 Giotto di Bondone, Nr. 626 Luca Signorelli, Nr. 610 Piero della Francesca, Nr. 596 Perugino, Nr. 522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr. 523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo Gozzoli, Nr. 606 Fra Angelico, Nr. 607 Pinturicchio, Nr. 608 Domenico Ghirlandaio, Nr. 593 Filippo Lippi, Nr. 594 Filippino Lippi, Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 603 Bernard van Orley, Nr. 615 Ambrogio da Fossano detto il Bergognone, Nr. 636 Eugène Delacroix, Nr. 639 Bartolomé Esteban Murillo, Akademie der Kunst und Philosophie



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Letzte Bearbeitung:13.10.2021