Akademie der Kunst und Philosophie | Academy of Arts and Philosophy
 Académie des sciences | Academia de Artes y Filosofía | Accademia del Arte e Filosofia
 

 
 
 

Kurs Nr. 653 St. Cyprianus



Hieronymus rühmt Cyprian in De viris illustribus, 67: „Über seinen Geist muss man nicht viele Worte machen, da seine Werke den Glanz der Sonne übertreffen.“ (Hujus ingenii superfluum est indicem texere, cum sole clariora sint ejus opera)

Augustinus schreibt in Sermo 335 K: Quam eloquens sanctus Cyprianus, quam fulgens framea eius in litteris eius apparuit. (dt.: Wie redebegabt war der heilige Cyprian, wie strahlend zeigt sich sein Speer in seinen Briefen)

 

Paolo Veronese - Madonna con il bambino una santa martire e san Pietro - Musei Civici Vicenza

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:
 

1. Leben und Werk

Man muss zwischen dem Märtyrerpaar Cyprian und Justina von Antiochien sowie Cyprian von Karthago unterscheiden. Cyprian, ein heidnischer Zauberer, wurde der Legende zufolge von einem in Justina, eine schöne Jungfrau aus Antiochia in Pisidien, verliebten Jüngling beauftragt, ihm bei der Werbung um ihre Gunst zu helfen, denn sie hatte alle seine Heiratsanträge abgehnt, da sie sich mit Christus verlobt habe. Cyprian versuchte, den Auftrag zu erfüllen und verliebte sich dabei selbst in Justina; nun wollte er sie erst recht mit allen Mitteln seiner Zauberkunst für sich gewinnen, sie aber widerstand allen Versuchungen und bewahrte sich jeweils mit dem Zeichen des Kreuzes, das sie über sich machte. Cyprian erkannte seine Ohnmacht, verbrannte seine Zauberbücher - so wie beim Auftreten von Paulus in Ephesus (Apostelgeschichte 19, 19) -, bekehrte sich, wurde getauft, dann Diakon und schließlich Bischof von Antiochia. In der Diokletianischen Verfolgung wurden Cyprian und Justina zusammen mit Theoktistos (Theognitus) ergriffen, nach Nikomedia gebracht und in einen mit geschmolzenem Pech gefüllten Kessel geworfen, was sie aber überlebten; ein heidnischer Priester wollte Cyprian und Justina nun ihre Kraft nehmen, aber er verbrannte selbst im herausschlagenden Feuer. Nun ließ man die drei enthaupten. Die Legende ist unhistorisch, in den Bischofslisten von Antiochia gibt es keinen Cyprian; der Name wurde möglicherweise von Cyprian von Karthago entlehnt, mit dem Cyprian gelegentlich verwechselt wurde. Die zunächst um 350 entstandenen Legende der Bekehrung von Justina und Cyprian wurde vor 379 erweitert durch eine Darstellung ihrer Buße, schließlich um 400 durch die Schilderung ihres Bekennermutes und ihrer Leiden. Kaiserin Eudokia fasste um 450 die drei Legenden zusammen in metrischen Versen "Über den heiligen Cyprian", von denen 801 Hexameter erhalten sind. Auch Gregor von Nazianz und Prudentios priesen das Vorbild von Cyprian und Justina, die Legende wurde auch in Lateinisch, Griechisch, Arabisch und Äthiopisch verbreitet. Pedro Calderón benutzte sie für sein 1663 erschienenes Schauspiel "El mágico prodigioso", "Der wundertätige Magus", die 1816 auf Deutsch erschien und 1864 von Joseph Rheinberger vertont wurde. Sie war auch eine Quelle für die Faust-Sage, nach der Johann Wolfgang von Goethe seinen "Faust" schrieb. [1] 

Cyprianskirchen sind Kirchengebäude, die dem Märtyrer Cyprian von Antiochien († 304) oder dem Kirchenvater Cyprian von Karthago (um 200 – 258) geweiht sind. Kirchen, die dem heiligen Cyprian von Antiochien oder dem Märtyrerpaar Cyprian und Justina von Antiochien geweiht sind [2] :

Saint-Cyprien in Eckbolsheim bei Straßburg im Elsass, Frankreich
St. Cyprian in der Gemeinde Sarntal, Südtirol, Italien
St. Cyprian und Justina (Kappel am Rhein) in Kappel-Grafenhausen (Ortenau), Baden-Württemberg
St. Cyprian und Justina (Kleinkitzighofen) in Lamerdingen bei Kaufbeuren (Allgäu)
St. Cyprian und Justina (Wildpoldsried), bei Kempten (Allgäu)
St. Justina und St. Cyprian, Bad Wörishofen (Bayern)
St. Justina in der Ortschaft St. Justina, Gemeinde Assling bei Lienz, Osttirol
St. Zyprian und Justina in der gleichnamigen Ortschaft St. Zyprian der Gemeinde Tiers in Südtirol, Italien

Bekannte Kirchen zu Ehren von Cyprian von Karthago (in Deutschland findet sich sein Patrozinium häufig auch in Kombination mit dem hl. Bischof Cornelius von Rom als St. Cornelius und Cyprian):

Stiftskirche St. Cornelius und Cyprianus, des ehemaligen Klosters und Damenstifts auf der Insel Buchau im Federsee im heutigen Oberschwaben
Pfarrkirche St. Cornelius und Cyprian in Biberach
St. Cyprian’s Church, Birmingham-Hay Mills
St. Cyprian (Bonn)
St Cyprian’s Cathedral, Kimberley (Südafrika)
Saint Cyprian’s Anglican Cathedral in Kumasi, Ghana
St. Cyprian’s Church, London-Marylebone
St. Cyprian’s Church, Nottingham-Sneinton
St. Cyprian Roman Catholic Church, Philadelphia
San Cipriano (Rom)
San Cebrián (San Cebrián de Mazote), Kastilien-León, Spanien
San Cipriano (Zamora), Kastilien-León, Spanien
 
 

2. „Gesundheits-Philosophie“ und das Märtyrerpaar St. Cyprian und St. Justina von Antiochien

Die Kirche in Bad Wörishofen (Bayern) ist dem Märtyrerpaar St. Cyprian und St. Justina von Antiochien geweiht. Das Deckengemälde zeigt die Verehrung der Hl. Dreifaltigkeit durch die Heiligen Agnes, Katharina, Felicitas, Justina von Antijochien, Cyprian, Pancratius und Sebastian; unter der Himmelsöffnung steht Pfarrer Sebastian Kneipp und predigt Kranken und Gesunden. Sebastian Kneipp war von 1881 bis 1897 Pfarrer in St. Justina. Pfarrer und „Wasserdoktor“ Sebastian Kneipp, geboren am 17. Mai 1821 in Stephansried im Oberschwäbischen, gestorben am 17. Juni 1897 in Bad Wörishofen. 2021 ist also sein 200. Geburtstag. Am 2. Mai 1855 kam er zu Fuß nach Bad Wörishofen, als Beichtvater im Dominikanerinnen-Kloster. Dort entwickelte er sein Naturheilverfahren. „Alt wollen sie werden, gesund wollen sie bleiben, aber etwas tun dafür wollen sie nicht. Wenn die Menschen nur halb so viel Sorgfalt darauf verwenden würden, gesund zu bleiben, wie sie heute darauf verwenden, um krank zu werden, die Hälfte ihrer Krankheiten bliebe ihnen erspart.“ Das ist eines seiner vielen Zitate. Die fünf Elemente seines „Gesundheitskonzepts“ sind Wasser(-Güsse), Ernährung, Bewegung, Lebensordnung und Heilpflanzen. Die Natur als Apotheke. Heutige Trends wie „Mind-Body-Programme“, „Achtsamkeit“ oder „Resilienz“ versuchen ihm nachzueifern. Beobachtungen zur Wirkung seiner Anwendungen hielt Kneipp 1886 im Buch „Meine Wasserkur“ fest. Sein zweites Buch „So sollt ihr leben“ breitete dann drei Jahre später das ganze Spektrum aus. Anfangs waren seine Methoden umstritten und wurden behördlich verfolgt. Ärzte sahen Kneipp als „Kurpfuscher“ an. Doch die Hilfesuchenden kamen in Scharen. "Ist sein Ansatz nach wie vor aktuell? Selbstheilungskräfte sind ja gefragter denn je. Wie zukunftsfest also ist die Kneippsche Lehre, seit 2015 immaterielles Kulturerbe der Unesco? Und was bedeutet das Markenzeichen Kneipp heute für Bad Wörishofen?... Eine Hoffnung für die Zukunft lautet: Nach den Erfahrungen mit der Pandemie müsse doch das Interesse an allem, was das Immunsystem stärkt, groß sein. Es gibt dazu auch ermutigende Zahlen. Der Kneipp-Bund mit Sitz in Bad Wörishofen bezeichnet sich mit 160000 Mitgliedern in 500 Kneipp-Vereinen sowie rund 700zertifizierten Einrichtungen und weiteren Fachverbänden als größte private deutsche Gesundheitsorganisation. Dabei vergibt der Kneipp-Bund nicht bloß Plaketten, sondern betreibt auch Qualitätsmanagement, etwa mit der Kneipp-Akademie. 500 Kitas tragen das Kneipp-Siegel... Kneipp hatte damals Tuberkulose- und Cholera-Patienten vor allem mit Wasser-Güssen und Heilkräutern erfolgreich behandelt. Eine seiner Arbeitsstätten ist heute zu besichtigen: Im Stadtgarten hat das Historische Badehaus seinen Platz gefunden. Das kleine Gebäude wurde ursprünglich 1860 im Kreuzgarten des Dominikanerinnen-Klosters als Gartenhäuschen errichtet... Für den Geschäftsführer des Kneipp-Bunds, Thomas Hilzensauer, ist es wichtig, eine „Gesundheits-Philosophie“ anbieten zu können, die nicht kostenintensiv sei, aber nachhaltig. „Eine Kneipp-Kur wirkt nicht nur für drei Wochen, sondern oft lebenslang.“ Kneipp würde heute wohl „das Thema Ökologie noch mehr in den Vordergrund stellen“, glaubt Hilzensauer. Und, Stichwort Digital Detox: Auch die Reizüberflutung habe bei ihm schon eine Rolle gespielt. Im Element Ordnung spiegele sich Kneipps Auffassung, dass der Mensch ein inneres Gleichgewicht brauche." Kneipps Lehre hat sich von seiner Wirkungsstätte aus in der Welt verbreitet. Ingeborg Pongratz, Präsidentin des internationalen Verbands Kneipp Worldwide, führte 40 Länder an. Gekneippt werde sogar in Asien, in den Vereinigten Staaten und in Ostafrika. Benno Brinkhaus, Professor für Naturheilkunde an der Berliner Charité, nannte einen in Studien ermittelten Anteil von 60 bis 80 Prozent der deutschen Bevölkerung, die auf naturheilkundliche Verfahren zur Gesundheitsförderung und -prävention setzten. Kneipp und St. Cyprian von Antiochien nach seiner Bekehrung traten für die Wahrheit und nicht die Täuschung ein. Ein erstaunlich wahres Wort, das auch in der heutigen Politik gilt, wo die Wahrheit zumindest in einigen Bereichen vernachlässigt wird und die Täuschung die Oberhand behält: "Con el poderoso, / siempre el engaño es dichoso,  / y la verdad desdichada" (Mit den Mächtigen, ist die Täuschung immer glücklich, und die Wahrheit unglücklich); auf die heutige Politik angewendet hat z.B. die mRNA-Technologie mit Wissenschaft und Wahrheit nichts mehr zu tun, hier geht es um eine dritte Art Magie, bei der das Böse, das täuschen will, mit einer Maske des Guten auftritt: "la tercera,  / que el mal que quiere engañar,  / con mascara de bien entra"; es handelt sich um Pseudo-Wissenschaftler, die mit Genen experimentieren und Wirkungen hervorrufen, die sie nicht durchschauen und die hergestellten Produkte und Medikamente als gut verkaufen; Zu den Aussagen unserer heutigen Politiker und den von ihnen alimentierten Wissenschaftlern und Journalisten, meint ein Komiker, es könne leicht passieren, dass man die Lüge für die Wahrheit, und die Wahrheit für eine Lüge halte: "passar con facilidad  / la mentira por verdad,  / y la verdad por mentira". Es sind also keine "Amante de las ciencias" (Liebhaber der Wissenschaft) sondern "monstro en ciencias" (Monster in der Wissenschaft), "verdades, o consejas, / lo concibio de un demonio" (Wahrheiten oder Ratschläge, empfing er von einem Dämon). [3]

Pedro Calderón zeichnet in seinem 1663 erschienenen Schauspiel "El mágico prodigioso" (Der wundertätige Magus) ein Bild des Märtyrerpaares Cyprian und Justina von Antiochien. Die hl. Justina beschwert sich über dies entsetzliche Vergehen, den "el torpe, el común error" (dummen und gemeinen Fehler), dass ein neuer Tempel, vergleichbar einer neuen Moschee, dem Höllengeist gewidmet werden soll; Nicht nur in islamischen Ländern, sondern auch in Europa findet sich die "la tiranía de los gentiles crueles" (Tyrannei der grausamen Götzenknechte). Sie will, dass Cyprian seiner Zauberei abschwört und sich der Wahrheit zuwendet: "No hay plazo / que en la vida llegue tarde... / Para acrisolar verdades" (keine Frist / Kommt zu spät im Erdewallen /... Um zu reinigen das Wahre); "pues hallo  / que sobre el libre albedrío  / ni hay conjuros ni hay encantos" (ich weiß es / Weder Zauber noch Beschwörung / Kann den freien Willen meistern). Sie sagt, der Teufel könne zwar "no puede hacer vasallo un albedrío" (den freien Willen nicht in Knechtschaft halten), doch er könne ihm Reize vorspiegeln, ihn zwar nicht zwingen aber lenken; "desesperado imperio de infernal abismo" (Verzweiflungsvolles Reich der höllischen Mächte des Abgrunds), also Luzifers Untertanen bzw. Muhammads Anhänger; "No fuera libre albedrío / si se dejara forzar." (Wäre denn der Wille frei, Wenn er je sich ließe zwingen?). Cyprianus fragt den Teufel: "Luego, ¿ese dios todo es manos,  / pues que quiso cuanto pudo?  / Dime, ¿quién es ese dios  / en quien hoy he hallado juntos  / ser una suma bondad,  / ser un poder absoluto,  / todo vista y todo manos,  / que ha tantos años que busco?" (So ist dieser Gott allmächtig, / Denn, was er nur will, das tut er. / Sage, wer ist dieser Gott, / Von dem heut ich hab' erkundet, / dass er sei die höchste Güte / Mit der höchsten Macht verbunden, / Alles wissend, alles könnend, / Den ich schon so lange suche?) DEMONIO: "¡Con cuánto horror lo pronuncio!  / Es el dios de los cristianos." (Schaudernd geb' ich diese Kunde! / Wiss', es ist der Gott der Christen); Wer Satan in seinem Leben gehuldigt hat, wer den muslimischen Irrglauben angenommen hat, dessen Seele wird bei dem ruchlosen Herrscher Satan oder Allah bleiben; CIPRIANO: "¿Esclavo yo del Demonio?  / ¿Yo de un dueño tan injusto?" (Ich, der Sklave Satans? Ich, So ruchlosem Herrscher huld'gen?) Cyprianus bekennt: "Grande dios de los cristianos... Más me ha de dar, pues le busco" (Großer Gott der Christen... Mehr noch gibt er, denn ich such' ihn); DEMONIO oder der Teufel antwortet wie es auch im Islam üblich ist mit: "Eres mi esclavo y no puedes  / ser de otro dueño." (Mein Sklav bist du, du kannst keines / Andern sein); Christenverfolgung im Orient; CIPRIANO erscheint und rückt die Tatsachen ins Licht. Nicht er sei verrückt sondern die, die nicht an Christus glauben, also quasi alle in der heutigen Türkei, die Mohammed und seine Sippschaft verehren: "Nunca yo he estado más cuerdo,  / que vosotros sois los locos." (Niemals war ich noch so weise, / Denn ihr andern seid die Tollen); als verrückt können nur die islamisierten Türken bezeichnet werden. Weiter Cyprianus: "que hay un dios que la guarda,  / en cuyo conocimiento  / he venido a confesarle  / por el más sumo y inmenso.  / El gran dios de los cristianos  / es el que a voces confieso" (dass sie ein Gott beschützet, / Den ich, nach erlangter Einsicht, / Als den unermesslich Höchsten / Nun gekommen bin zu preisen. / Jenen großen Gott der Christen, / Ihn bekenn' ich als den einz'gen); die Christenverfolgung der Heiden, die ihren Gipfel erreichte im "Abscheu jener Heiden / Vor dem Glauben an den Christ", die sich später Türken oder Muslime nannten: "No es delito, pues ha sido  / por el aborrecimiento  / de la fe de Cristo, a quien  / como a mi dios reverencio" (Nicht ein Frevel führt mich her, / Nein, der Abscheu jener Heiden / Vor dem Glauben an den Christ, / Den als meinen Gott ich preise). Cyprianus zweifelt noch, ob er Gnade erlangen kann: "¡Ay, qué inmensos son / mis delitos!" (Ach! unendlich ist / Meine Schuld!) JUSTINA: "Más inmensos / son sus favores." (Unendlich reicher / Seine Gnade) CIPRIANO: "¿Habrá / para mí perdón?" (Wird er Gnade / Haben auch für mich?) JUSTINA: "Es cierto" (Ich weiß es!); "Yo solamente resuelvo  / que si él es mágico, ha sido  / el mágico de los cielos." (Ich will dieses nur entscheiden: / War ein Magus der, so war / Magus er vom Himmelreiche). [4]
 
 

3. Augustinus und Thomas von Aquin über Cyprian von Karthago

Augustinus und Thomas von Aquin beziehen sich auf die Werke des Kirchenvaters Cyprian von Karthago (um 200 – 258). In seiner sth III schreibt  Thomas von Aquin zum Beispiel über die Sakramente, die Wirkung der Taufe (de effectibus Baptismi), über das Empfangen der Eucharistie im allgemeinen (de usu sive sumptione huius sacramenti) [5]:
„Den bösen ist es nicht einmal erlaubt, die heiligen Symbole“ d. h. die sakramentalen Zeichen „zu berühren.“ Und (ep. ad Demophilum): „Ein solcher (ein Sünder) scheint vermessen zu sein, weil er Priesterliches berührt und keine Scheu hat, noch sich schämt, Göttliches zu tun, während er doch fern von der Gottheit ist. Er meint, Gott wisse nicht das, was er, der Sünder, in sich selbst erkennt, und er will täuschen jenen, den er mit falschem Namen Vater nennt. Unreine Lästerungen, ich nenne das nicht Gebete, wagt er, als ob er Christo ähnlich wäre, um das, was dem Heiligen dient und es bezeichnet, auszusprechen.“ - Dionysius, 1. de eccl. hier.
Es schickt sich, dass die Spender der Sakramente gerecht sind, weil die Diener gleichförmig sein müssen dem Herrn, nach Lev. 19.: „Seid heilig, weil ich heilig bin;“ und Ekkli. 10.: „Nach dem Richter im Volke müssen die Diener sein.“ Ohne Zweifel also sündigen die Bösen, wenn sie trotz ihrer Sünden sich anbieten, die Sakramente zu spenden. "Und weil diese Sünde eine Unehrerbietigkeit ist gegen Gott und eine Verunreinigung der Sakramente, von seiten des Sünders nämlich (denn die Sakramente an sich können nicht verunreinigt werden), so folgt, dass eine solche Sünde ihrer Seinsart nach eine Todsünde ist. Die Werke der Liebe sind nicht durch irgend welche Weihe geheiligt, sondern sie gehören der Heiligkeit der Gerechtigkeit an, wie auch die anderen Teile der Gerechtigkeit. Ist der Mensch also, der solche Werke tut, gerecht, so wird er dadurch noch gerechter; ist er im Stande der Sünde, so wird er dadurch zur Heiligung gewissermaßen vorbereitet. Die Sakramente aber besitzen in sich eine Weihe und demgemäße mystische Heiligung. Und deshalb wird von ihnen in ihrem Spender der Stand der Heiligkeit vorausgesetzt, damit er seinem Dienste in angemessener Weise obliege. Derselbe handelt also durchaus ungeziemenderweise und sündigt, wenn er im Stande der Todsünde zu solchem Dienste herantritt. Wer zum Empfange der Sakramente herantritt, empfängt dieselben vom Diener der Kirche als solchem und nicht insoweit er eine Privatperson ist. So lange dieser also von der Kirche geduldet wird in solchem Dienste, tritt derjenige, der das Sakrament empfängt, nicht mit der Sünde des Spenders in Gemeinschaft; sondern mit der Kirche, die ihn als ihren Diener hinstellt. Wird aber ein solcher Diener der Kirche von der kirchlichen Obrigkeit exkommuniziert oder suspendiert oder ganz abgesetzt, so sündigt jener, der von ihm die Sakramente annimmt und tritt in Gemeinschaft mit dessen Sünde. Der im Stande der Todsünde ist und die Sakramente pflichtgemäß spenden soll, der ist nicht schlechthin perplex, so dass er in jedem Falle sündigte; sondern er kann seine Sünde bereuen und somit erlaubterweise die Sakramente spenden. Will er freilich in der Sünde bleiben, so ist er perplex; und das ist nichts Unzukömmliches. Im genannten Falle der Notwendigkeit aber würde er trotzdem nicht sündigen, wenn nämlich im selben Falle auch ein Laie taufen könnte. Denn da ist es klar, dass er sich nicht als einen Diener der Kirche hinstellt, sondern nur einfach beisteht demjenigen, der Notwendigkeit leidet. Dies findet jedoch keine Anwendung auf jene Sakramente, die nicht von so großer Notwendigkeit sind wie die Taufe (vgl. unten Kap. 67)". [6] 

Die ganze Kraft der Sakramente leitet sich ab vom Leiden Christi, insoweit er Mensch ist. Unter diesem Gesichtspunkte nun, nämlich als einem Menschen, sind ihm in der Natur die Menschen gleichförmig; nicht aber die Engel, unter die er vielmehr seinem Leiden nach erniedrigt worden ist (Hebr. 2.). Sache der Menschen also ist es, nicht der Engel, Sakramente zu spenden. Wie jedoch Gott seine Kraft nicht so an die Sakramente gebunden hat, dass er nicht ohne die Sakramente deren Wirkung verursachen könnte; so hat er nicht in der Weise seine Kraft den Spendern der Sakramente verliehen, dass er nicht könnte auch den Engeln die Gewalt geben, Sakramente zu spenden. "Und weil die guten Engel Boten der Wahrheit sind, so wäre ein sakramentaler Dienst, den sie vollbringen, für vollgültig anzusehen; denn es stände fest, dass dies kraft des Willens Gottes geschehen sei, wie man sagt, es wären einzelne Kirchen durch Engel geweiht worden. Würden aber die Teufel als Knechte der Lüge sich anmaßen, ein Sakrament spenden zu wollen, so wäre dies nicht für gültig zu erachten. Was die Menschen in einer tieferstehenden Weise tun, nämlich vermittelst sinnlich wahrnehmbarer Sakramente, wie dies der menschlichen Natur entspricht; das tun die Engel als höher stehend in höherer Weise, nämlich indem sie unsichtbarerweise reinigen, erleuchten und vollenden. Gemäß der Herrlichkeit sind die Heiligen den Engeln ähnlich, nicht gemäß der Beschaffenheit ihres natürlichen Seins und somit auch nicht im sakramentalen Charakter." Würden also die Mohammedaner, also "die Teufel als Knechte der Lüge" sich anmaßen, z.B. Gottesdienst in einer Kirche spenden zu wollen, "so wäre dies nicht für gültig zu erachten", sei es nun die "kleine Hagia Sophia", die jetzt eine sunnitische islamische Moschee ist und früher Griechisch-Othodoxe Kirche war, die große Hagia Sophia oder anderer von Mohammedanern in Moscheen umgewandelte Kirchen.  [7] 

„Alles, was auch immer die Häretiker tun, ist fleischlich, inhaltslos, falsch, so dass nichts von dem was sie tun von uns für recht getan erachtet werden darf.“ - Cyprian (ep. cont. haereticos)

„Es ist ganz offenbar, dass vermöge höchst grausamer und törichter Vermessenheit in der Kirche von Alexandrien alles Licht, wie es von den himmlischen Sakramenten ausströmt, erloschen ist; unterbrochen ist die Darbringung des Opfers; es fehlt die Weihung des Chrisma und den vatermörderischen Händen der gottlosen haben sich alle Geheimnisse entzogen.“ - Leo der Große (ad Leon. Aug.)

„Sei eingedenk, dass den Sakramenten nichts schaden die schlechten Sitten der Menschen, als ob sie dadurch weniger oder gar nicht heilig wären.“ - Augustinus gegen die Donatisten (II. 47.)

Der Spender wirkt bei den Sakramenten wie ein Werkzeug in der Hand Christi und nicht durch eigene Kraft. Wie also die heilige Liebe zur eigenen Kraft des Menschen gehört, so auch der Glaube. "Wie sonach der Spender im Stande der Todsünde gültig Sakramente spenden kann, d. h. ohne die heilige Liebe, so auch ohne den Glauben. Es kann jemand ganz wohl des Glaubens ermangeln in einem Punkte, der nicht zur Wahrheit des Sakramentes gehört; wie z. B. wenn er meint, jeder Eidschwur sei in allen Fällen Sünde. Und so schadet der Unglaube in diesem Punkte in nichts der Wahrheit des gespendeten Sakramentes; denn dies hindert nicht, dass man die Absicht habe, das betreffende Sakrament zu spenden. Betrifft aber sein Mangel an Glaube das zu spendende Sakrament selber in der Weise, dass er wohl nicht an die innere Wirkung dessen glaubt, was er äusserlich im Sakramente vollbringt, jedoch ganz gut weiß, dass die Kirche damit tatsächlich das Sakrament spenden will; so kann er ohne Zweifel die Absicht haben, das Nämliche zu tun, was die Kirche tut, mag er auch persönlich meinen, die Kirche hätte unrecht und was sie tue sei nichts. Und solche Absicht genügt; denn der Diener der Kirche handelt in der Person der ganzen Kirche, durch deren Glauben der Mangel im Glauben des Dieners ausgefüllt wird. Manche Häretiker gebrauchen beim Spenden der Sakramente nicht die rechte Form; und diese spenden in keiner Weise das betreffende Sakrament. Andere aber beobachten solche Form; und diese vollziehen wohl das Sakrament, aber nicht verursachen sie die im Sakramente enthaltene Sache (rem sacramenti). Denn da sie, wie vorausgesetzt wird, öffentlich von der Kirche getrennt sind, sündigt jener, der von ihnen das betreffende Sakrament empfängt; und dadurch wird er gehindert, die Wirkung des Sakramentes, d. h. die Gnade zu empfangen. Deshalb sagt Augustinus (de fide ad Petr. 36.): „Halte daran fest und zweifle nicht, dass denen, welche ausserhalb der Kirche getauft sind, wenn sie nicht zur Kirche zurückkehren, durch die Taufe selber gehäuftes Verderben erwächst.“ Und danach sagt Leo der Große „das Licht der Sakramente sei erloschen,“ d. h. die aus den Sakramenten fließende Gnade werde nicht gespendet, wohl aber das Sakrament. Cyprian aber leugnete, dass auch dieses letztere gespendet werde. Doch darin wird seine Meinung nicht befolgt. Darum sagt Augustinus (cont. Petil. c. 13.): „Der Märtyrer Cyprian, der die von den Häretikern oder Schismatikern gespendete Taufe nicht anerkennen wollte, hat so viele Verdienste bis zum Triumphe des Martertodes sich erworben, dass durch das Licht der Liebe, das in ihm glänzte, jener Schatten in die Flucht geschlagen ward; und war etwas in ihm noch zu reinigen, so wurde es gemäht durch die Sense des Leidens.“ Die Gewalt, die Sakramente zu spenden, gehört zum priesterlichen sakramentalen Charakter, der untilgbar ist. Und somit verliert der exkommunizierte, suspendierte, abgesetzte Priester nicht die priesterliche Gewalt selber; wohl aber das Recht, dieselbe zu gebrauchen. Demnach sündigt er, wenn er ein Sakrament spendet; das Sakrament selbst aber besteht in voller Gültigkeit. Und der es empfängt, sündigt und empfängt so nicht die Sache oder Wirkung des Sakramentes, die Gnade; es müsste denn Unkenntnis ihn entschuldigen."  [8] 

Über die Wirkungen der Taufe (de effectibus Baptismi) als "allumfassend wirkende Medizin" zitiert Thomas von Aquin Cyprianus: Manche meinten, die Exorzismen in der Taufe seien reine Zeichen und bewirkten nichts. Doch dass dies falsch ist, folgt bereits aus der Formel, welche von der Kirche angewandt wird, in der es heißt z. B.: „Also, verfluchter Teufel, gehe aus von ihm etc.“ Deshalb muss man sagen, das von der Taufe Gewirkte sei die Gnade für den vollen Nachlass der Sünden; dagegen das vom Exorzismus Gewirkte sei der Ausschluss eines doppelten Hindernisses für den heilsamen Empfang der Gnade. Das eine Hindernis ist ein äusserliches, insoweit die Teufel das Heil des Menschen zu hindern versuchen. Es bleibt jedoch damit noch bestehen die Gewalt des Teufels über den Menschen mit Rücksicht auf den Flecken der Sünde und die verschuldete Strafe, bis dass dies durch die Taufe hinweggenommen wird. Deshalb sagt Cyprian (ep. 7. lib. 4.): „Wisse, dass die Bosheit des Teufels verbleiben kann bis zum heilsamen Wasser; in der Taufe selber erst verliert der Teufel alle Macht, wie die Bosheit im Menschen selbst sie ihm gewährt.“ Das andere Hindernis ist ein innerliches, soweit nämlich der Mensch, angesteckt durch die Erbsünde, in seinen Sinnen verschlossen ist für die Aufnahme der Geheimnisse des Heils. [9]

Die niederen Diener im Heiligtume verhalten sich zu den Priestern wie ein Werkzeug zum haupteinwirkenden. Ein solches Werkzeug wirkt jedoch nicht ohne den Haupteinwirkenden, sondern wirkt mit diesem mit. Je wichtiger nun die einzelne Tätigkeit ist, desto mehr bedarf der Haupteinwirkende bedeutenderer Werkzeuge. Die wichtigere Tätigkeit aber ist die des Priesters, die darin besteht, das Sakrament selber zu spenden; die minder wichtige erstreckt sich auf das dem Sakramente zur Vorbereitung Dienende. Die höheren also unter den Dienern im Heiligtume wirken mit dem Priester mit in der Spendung selber der Sakramente: „Sache des Diakonen ist es,“ so Jsidor, „dem Priester zur Seite zu stehen und zu dienen in Allem, was im Sakramente selber Christi geschieht, nämlich in den Taufen, im Chrisma, im Kelche. Die niederen Diener im Heiligtume aber leisten den Priestern Dienste in den Dingen, die das Sakrament vorbereiten;“ wie die Lektoren beim Katechismus, die Exorzisten beim Exorzismus. Mit Rücksicht auf die Unreinen hat der Priester die Haupttätigkeit; die Diener am Heiligtume sind tätig in der Weise von Werkzeugen. Die Katecheten und Exorzisten dienen in den betreffenden Tätigkeiten dem Priester. "Vielfach ist der Unterricht: 1. jener, der zum Glauben bekehrt; ihn teilt Dionysius den Bischöfen zu (2. de eccl. hier.) und er kann unter Umständen zukommen jedem Prediger und selbst jedem Gläubigen;  2. jener, der da unterweist, wie man sich beim Empfangen der Sakramente zu verhalten hat und über die Elemente des Glaubens belehrt; derselbe gehört an erster Stelle den Priestern an, in untergeordneter Weise den Dienern im Heiligtume;  3. jener, der über die Art und Weise christlich zu leben sich verbreitet; ihn sollen die Paten erteilen;  4. jener, der die tieferen Geheimnisse des Glaubens und die Vollkommenheit des christlichen Lebens zum Gegenstände hat; ihn erteilen ihrem Amte gemäß die Bischöfe," vorausgesetzt es handelt sich um echte Bischöfe und keine Häretiker, die den islamischen Allah mit dem christlichen Gott verwechseln. [10]

Auch in dem Kapitel über das Empfangen der Eucharistie im allgemeinen (de usu sive sumptione huius sacramenti) wird Cyprian zitiert: Thomas von Aquin meint: "Sind die Sünder öffentliche, allen bekannte, wie öffentliche Wucherer, öffentliche Mädchenräuber oder solche, die durch öffentliches kirchliches oder weltliches Gericht als dergleichen Sünder hingestellt worden; so darf ihnen, wenn sie darum bitten, die Kommunion nicht gereicht werden. Deshalb sagt Cyprian (ep. 10.): „Deine Liebe hat geglaubt, mich um Rat angehen zu sollen, ob jenem Schauspieler und jenem Schwarzkünstler, der unter euch befindlich noch in der Schändlichkeit seiner Kraft verharrt, die heilige Kommunion wie allen übrigen gegeben werden darf? Ich bin der Überzeugung, weder der Majestät Gottes noch der Zucht des Evangeliums komme es zu, dass die Schamhaftigkeit und die Ehre der Kirche mit solch schändlichem und schimpflichem Flecken verunziert werde.“ 2. Sind jene Sünder aber keine öffentlich bekannten, so darf ihnen die heilige Kommunion nicht verweigert werden, wenn sie darum bitten. Denn da jeder Christ kraft seiner Taufe zugelassen ist zur Tafel des Herrn, so kann ihm sein Recht nur genomnien werden auf Grund einer allen bekannten Ursache. Deshalb erklärt zu 1. Kor. 5. (Si is qui frater) die Glosse Augustins: „Wir können keinen hindern, an der Kommunion teilzunehmen, der nicht entweder auf Grund eines Selbstbekenntnisses oder auf Grund eines kirchlichen oder weltlichen Gerichtsurteils mit seinem Namen, und nachdem er überwiesen worden, bereits von der Gemeinschaft der Gläubigen und somit von der Kommunion ausgeschlossen ist.“ Der Priester aber, der das verborgene Verbrechen des betreffenden kennt, kann insgeheim diesen Sünder selbst oder öffentlich im allgemeinen alle ermahnen, dass sie, ehe sie zum Tische des Herrn treten, zuvor ihre Sünden bereuen und mit der Kirche sich aussöhnen. Denn auch wenn die öffentlichen Sünder ihre Sünden bereut und mit der Kirche sich ausgesöhnt haben, so ist ihnen die Kommunion nicht zu verweigern, zumal beim Tode. Deshalb heißt es im Konzil von Karthago (III. can. 35.): „Theaterpersonen und Seiltänzern u. dgl. oder den abgefallenen darf die Kommunion nicht verweigert werden, wenn sie mit Gott sich ausgesöhnt haben.“ Öffentlichen Sündern darf die Kommunion nicht gegeben werden; die geheimen, wenn sie die Kommunion fordern, sind dem Richterstuhle Gottes zu überlassen. Freilich ist es schlimmer für den Sünder, im Stande der Todsünde das Sakrament zu nehmen wie in schlechten Ruf zu kommen. Für den Priester aber ist es besser, die Kommunion demselben zu geben als selber eine Todsünde zu begehen dadurch dass er den betreffenden Sünder in schlechten Ruf bringt. Denn keiner darf eine Todsünde begehen, damit er dem anderen eine Todsünde erspare: „Eine höchst gefahrvolle Entgeltung ist es,“ sagt Augustinus (Qq. sup. Gen. 42.), „dass wir etwa Böses tun, damit ein anderer nicht eine größere Sünde begehe.“ Eine unkonsekrierte Hostie nun darf in keinem Falle gegeben werden. Täte ein Priester nämlich dies, so würde er, soweit es auf ihn ankommt, die Ursache sein, dass andere, die zugegen sind, oder doch der Empfänger selbst Götzendienst üben; denn „niemand nehme den Leib Christi, ehe er angebetet hat,“ sagt Augustinus zu Ps. 148. (vgl. extra de celebrat. misssr. cap. de homine); wonach derjenige noch schwerer Gott beleidigt, der trügerischerweise (fraudulenter) eine Hostie gibt als der sie im Stande der Sünde unwürdig nimmt. Jene Dekrete sind von den römischen Päpsten als ungültig erklärt: „Durch glühendes Eisen oder heißes Wasier ein Bekenntnis herauspressen von irgend jemanden, das verbieten die heiligen Kanones. Freiwillig soll man die begangenen öffentlichen Verbrechen bekennen oder sie sollen unter Vorführung von Zeugen unserem Richterspruche unterbreitet werden. Was geheim und unbekannt ist, möge Gott richten, der die Herzen der Menschen kennt;“ sagt Papst Stephan (cit. ab Alex. III. ep. 19.)." Folter jeglicher Art lehnt Thomas von Aquin ab; weshalb die Verteidiger der Hexenprozesse sich nicht auf ihn berufen können. [11] 

In seiner sth II-II erwähnt Thomas von Aquin Cyprian, und zitiert ihn, wenn es um das Schminken der Frauen geht: Cyprian sagt desgleichen: „Nicht nur die Jungfrauen und Witwen, sondern auch die verheirateten und alle Frauen insgesamt sollen hiermit ermahnt sein, dass sie das Werk Gottes und was er geformt und gebildet hat in keiner Weise verderben dürfen, indem sie mit gelber Farbe oder schwarzem Staube oder mit rotem oder mit sonst einem solchen Mittel die Züge, welche ihnen die Geburt gegeben, verunstalten ... Es heisst dies das göttliche Werk bekämpfen, der Wahrheit untreu werden. Gegen Gott erheben sie die Hand, wenn sie sich Mühe geben, das, was jener geformt hat, verbessern zu wollen. Gott wirst du nicht schauen können, wenn jene Augen du nicht hast, wie sie Gott gemacht hat, sondern wie der Teufel sie verpestet hat.“ [12] 
 

4. Demetrianus; vergebliche Arbeit und ein erfolgloses Beginnen, dem Blinden Licht, dem Tauben Worte, dem Toren Weisheit zu bieten, da weder der Tor zu denken noch der Blinde Licht aufzunehmen noch der Taube zu hören vermag; wütende Seuchen; "Außer dem Götzendienst laden Heiden besonders durch die grausame Verfolgung der Christen schwere Schuld auf sich"; "Welche Geistesträgheit ist es also oder vielmehr welch blinder und törichter Wahnsinn alberner Menschen, aus der Finsternis nicht zum Lichte kommen zu mögen"

Cyprianus hatte es bisher vermieden auf seine Äußerungen einzugehen. "Wenn du dich ereifertest und gegen Gott, der der e i n e und wahre ist, mit frevlem Munde und in ruchlosen Worten dich ergingst, dann hatte ich dich, lieber Demetrianus, gar oft unbeachtet gelassen, da ich es für ehrenhafter und besser hielt, die Unkenntnis des Irrenden stillschweigend zu übersehen, als durch Worte die Wut des Verblendeten noch herauszufordern." Zudem hatte Christus gesagt: „Gebet das Heilige nicht den Hunden, und werfet eure Perlen nicht vor die Schweine, damit sie nicht mit ihren Füßen sie zertreten!" (Matth. 7, 6) Ähnlich wie man heute den Muslimen antworten könnte, sagt er zu ihm: "Denn da du oft mehr in der Absicht, zu widersprechen als mit dem Wunsche zu lernen zu mir kamst und lieber deine Ansichten mit schreiender Stimme mir unverschämt aufdrängen als unsere Gedanken ruhig anhören wolltest, so schien es mir unangebracht, mit dir zu streiten, da es leichter und müheloser wäre, die erregten Wogen des stürmischen Meeres durch lauten Zuruf zur Ruhe zu zwingen als deine Wut durch sachliche Verhandlungen zu zügeln. Sicherlich ist es doch vergebliche Arbeit und ein erfolgloses Beginnen, dem Blinden Licht, dem Tauben Worte, dem Toren Weisheit zu bieten, da weder der Tor zu denken noch der Blinde Licht aufzunehmen noch der Taube zu hören vermag."  [13] 

Ähnlich wie Augustinus argumentiert auch Cyprianus, wenn er sagt, an den hereinbrechenden Heimsuchungen sind nicht die Christen schuld, sondern die Heiden, die vom wahren Gott nichts wissen wollen. "Wenn nun aber immer häufiger Krieg auf Krieg folgt, wenn Misswachs und Hungersnot die Besorgnis häufen, wenn durch wütende Seuchen die Gesundheit zerstört, wenn das Menschengeschlecht durch die Verheerung der Pest vernichtet wird, so wisse: auch das ist vorausgesagt, dass in den letzten Zeiten die Übel sich mehren und mannigfaches Unheil hereinbricht und dass nunmehr, wo der Tag des Gerichts schon näherkommt, die Strenge des zürnenden Gottes mehr und mehr zu Heimsuchungen des Menschengeschlechtes entflammt wird. Denn all das geschieht nicht etwa, wie deine falsche Klage und deine der Wahrheit bare Unwissenheit mit Geschrei verkündet, aus dem Grunde, weil eure Götter bei uns keine Verehrung finden, sondern umgekehrt, weil der eine Gott von euch nicht verehrt wird. Denn da er der Herr und Lenker der Welt ist und alles nach seinem Wink und Willen geschieht und nichts geschehen kann, außer was er entweder selbst tut oder geschehen lässt, so treten doch sicherlich solche Ereignisse, die den Grimm des zürnenden Gottes zeigen, nicht unseretwegen ein, von denen doch Gott verehrt wird, sondern sie gelten euren Vergehen und eurer Schuld. Denn von euch wird Gott überhaupt nicht gesucht oder gefürchtet, ihr verlasst nicht den eitlen Aberglauben und erkennt nicht die wahre Religion, so dass er, der allein unser aller Gott ist, auch allein von allen verehrt und angebetet würde." [14] 

Er meint es sei reichlich verdient durch den Unglauben, wie ja auch heute die meisten Heimsuchungen in islamischen Ländern stattfinden. "Siehe, der Herr entrüstet sich und zürnt und droht, dass ihr euch nicht zu ihm bekehrt: und trotz dieser eurer Verstocktheit und Missachtung wunderst oder beklagst du dich, wenn nur selten Regen vom Himmel fällt, wenn die Erde unter einer dichten Staubschicht begraben liegt, wenn die unfruchtbare Scholle kaum mehr magere und blasse Kräuter hervorzubringen vermag, wenn zerschmetternder Hagel den Weinstock vernichtet, wenn ein reißender Windstoß den Ölbaum entwurzelt, wenn Trockenheit die sprudelnde Quelle zum Stillstand bringt, wenn giftige Dünste die Luft verpesten, wenn verheerende Krankheit die Menschen dahinrafft? Und doch ist all das nur die Folge eurer Sünden, und Gott wird immer mehr erbittert, weil selbst solche schwere Heimsuchungen nichts nützen. Denn dass dies alles nur zur Züchtigung der Verstockten oder zur Bestrafung der Bösen geschieht, zeigt derselbe Gott deutlich in den heiligen Schriften mit den Worten; „Ohne Grund habe ich eure Söhne geschlagen, sie haben die Züchtigung nicht angenommen„ (Jer. 2, 30) . Und der seinem Gott ergebene und geweihte Prophet antwortet auf eben diese Worte und sagt: „Du hast sie geschlagen, und sie haben nichts gespürt; du hast sie gegeißelt, und sie haben die Züchtigung nicht annehmen wollen“ (Jer. 5, 8) . Siehe, von Gott werden Heimsuchungen über euch verhängt, und doch ist keine Gottesfurcht zu finden; siehe, es fehlt nicht an Schlägen und Geißelhieben von oben, und doch zeigt sich keine Angst, kein Schrecken. Wenn nun erst in das menschliche Leben nicht wenigstens dieses strenge Strafgericht eingriffe, wieviel größer noch wäre dann erst bei den Menschen die Vermessenheit, wenn sie infolge der Straflosigkeit ihrer Missetaten unbesorgt sein könnten!" [15] 

Was früher für die Heiden galt, gilt heute für die Muslime, denn außer dem Götzendienst, "falscher Aberglaube", "blutige Räubereien aller Art" laden sie besonders durch die grausame Verfolgung der Christen schwere Schuld auf sich. Es klingt auch wenig überzeugend, wenn mulimische Forscher bei Sendern wie Arte die grausamen islamischen Aggressoren schönfärben und ihren nicht vorhandenen Sinn für Kunst loben:  "Und siehe, wie steht es gerade damit, worüber wir jetzt vor allem zu reden haben: dass ihr uns Unschuldige anfeindet, dass ihr Gott zur Schmach die Diener Gottes bekämpft und unterdrückt? Es ist noch nicht genug, dass die Mannigfaltigkeit der wütenden Laster, dass die Ungerechtigkeit todeswürdiger Verbrechen, dass blutige Räubereien aller Art euer Leben beflecken, dass falscher Aberglaube die wahre Frömmigkeit untergräbt, daß ihr Gott weder irgendwie sucht noch fürchtet: nein, ihr peinigt auch noch obendrein Gottes Diener und die seiner Majestät und seiner Macht Geweihten durch ungerechte Verfolgungen. Es ist noch nicht genug, dass du selbst Gott nicht ehrst: du verfolgst auch noch die anderen, die ihn verehren, mit frevlerischer Feindseligkeit. Gott verehrst du weder selbst noch lässt du ihn irgendwie verehren, und während alle anderen deinen Beifall finden, die nicht nur diese albernen Götzen und die von Menschenhand gefertigten Bilder, sondern auch gewisse Ungeheuer und Scheusale anbeten, ist es allein der Verehrer Gottes, der dir missfällt. Allerorten rauchen in euren Tempeln die Brandstätten von Schlachtopfern und ganze Scheiterhaufen von Opfertieren: und Gott hat entweder überhaupt keine Altäre oder nur versteckte. Krokodile und hundsköpfige Wesen , Steine und Schlangen werden verehrt: und Gott ist der einzige auf Erden, der entweder gar nicht verehrt wird oder dessen Verehrung nicht ungestraft bleibt. Die Unschuldigen, die Gerechten, die Lieblinge Gottes jagst du von Haus und Hof, bringst du um ihr Vermögen, wirfst du in Ketten, sperrst du ins Gefängnis, verurteilst du zum Tod durch wilde Tiere, durch das Schwert, durch das Feuer. Aber du gibst dich nicht etwa damit zufrieden, uns nur Schmerzen von kurzer Dauer zu bereiten und die Strafe einfach und rasch zu vollziehen; nein, um unseren Leib zu zerfleischen, wendest du langwierige Foltern an, um unsere Eingeweide zu zerreißen, häufst du Marter auf Marter. Deine unmenschliche Wildheit kann sich nicht begnügen mit den üblichen Arten der Folter: immer neue Pein ersinnt deine erfinderische Grausamkeit." [16]
 
 

5. Zum christlichen Glauben übertreten, solange noch Zeit dazu ist, denn möglich ist dies nur auf der Erde; sacramentum und signum

Allerdings zeige ihr Verhalten deutlich genug, wie sie vor der Macht der Christen zittern und dass sie "nicht imstande sind, dieses ihr Blendwerk und ihren Trug zu verheimlichen." Statt sich vor solch ohnmächtigen Götzen zu beugen, sollten sie sich lieber zum wahren Gott bekehren. "Welche Geistesträgheit ist es also oder vielmehr welch blinder und törichter Wahnsinn alberner Menschen, aus der Finsternis nicht zum Lichte kommen zu mögen, von den Banden des ewigen Todes umstrickt, die Hoffnung der Unsterblichkeit nicht erfassen zu wollen und Gott nicht zu fürchten, der da droht und sagt: „Wer Göttern opfert außer dem Herrn allein, soll ausgerottet werden„, und wiederum: „Sie haben die angebetet, die ihre Finger gemacht haben, und der Mensch hat sich gebückt und der Mann gedemütigt, und ich werde es ihnen nicht erlassen“. Wozu demütigst und beugst du dich vor falschen Göttern, wozu krümmst du vor albernen Bildwerken und Gestalten aus Erde deinen knechtischen Leib? Aufrecht hat dich Gott geschaffen, und während die übrigen Geschöpfe nach vorne gebückt und infolge der Neigung ihres Körperbaues zur Erde gebeugt sind, hast du eine emporstrebende Haltung, und dein Blick ist zum Himmel und zum Herrn nach oben gewandt . Dorthin schau, dorthin lenke deine Augen, in der Höhe suche Gott! Damit du alles hier unten entbehren kannst, erhebe deine Brust zu dem Hohen und Himmlischen! Warum wirfst du dich mit der Schlange, die du verehrst, zu Boden, um dem Tod entgegen zu kriechen? Warum stürzest du dich in das Verderben des Teufels durch ihn und mit ihm selbst? Bewahre die Hoheit, die dir angeboren ist! Bleibe so, wie du von Gott geschaffen bist! Mit der Richtung deines Antlitzes und deines Leibes richte auch deinen Geist empor! Damit du Gott zu erkennen vermagst, erkenne zuerst dich selbst! Verlass die Götzen, die menschliche Verirrung erfunden hat! Zu Gott bekehre dich! Rufst du ihn an, so eilt er dir zu Hilfe. Auf Christus vertraue, den der Vater gesandt hat, um uns zum Leben zu erwecken und neu zu schaffen! Lass ab davon, Gottes und Christi Diener durch deine Verfolgungen zu verletzen, sie, die die göttliche Rache gegen jede Verletzung in Schutz nimmt!" [17]

Cyprianus meint, man solle zum christlichen Glauben überzutreten, solange noch Zeit dazu ist, denn möglich ist dies nur auf der Erde. Wer z.B. als Muslim stirbt, über den werden "ewige Strafen" verhängt, die er nicht nur gemäß Dante Alighieri, in der Hölle absitzen muss, er hat dann keine Möglichkeit mehr gerettet zu werden: "Seht also, solange es noch Zeit ist, auf das wahre und ewige Heil und wendet, weil bereits das Ende der Welt ganz nahe ist, in Gottesfurcht eure Herzen Gott zu! Habt nicht in der Welt eure Freude an dieser ohnmächtigen und eitlen Herrschaft inmitten von Gerechten und Sanftmütigen; denn auch auf dem Felde inmitten der wohlbestellten und fruchtbaren Saaten führt nur Lolch und wilder Hafer die Herrschaft. Behauptet auch nicht, diese Übel brächen nur deshalb herein, weil eure Götter von uns nicht verehrt würden, sondern wisset, dass dies der Zorn, dies das Gericht Gottes ist, damit man ihn, der an seinen Wohltaten nicht erkannt wird, wenigstens an seinen Heimsuchungen erkenne! Suchet Gott, wenn auch spät; denn schon längst warnt Gott im voraus durch den Mund des Propheten und spricht mahnend: „Suchet Gott, und leben wird eure Seele!„ (Amos 5, 6) Erkennet Gott, wenn auch spät; denn auch Christus bei seiner Ankunft mahnt und lehrt dies mit den Worten: „Dies ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, den alleinigen und wahren Gott, erkennen, und den Du gesandt hast, Jesum Christum“ (Joh. 17, 3) . Glaubet ihm, der gewiß nicht trügt! Glaubet ihm, der dies alles für die Zukunft vorausgesagt hat! Glaubet ihm, der den Gläubigen den Lohn des ewigen Lebens geben wird! Glaubet ihm, der über die Ungläubigen ewige Strafen verhängen wird." [18]

Zusammen mit den Gläubigen werden dann die Bekehrten gleichfalls der Freuden des ewigen Lebens teilhaftig. "Diese Gnade erteilt Christus, diese Gabe seiner Barmherzigkeit beschert er, indem er den Tod in dem Siegeszeichen des Kreuzes überwältigt, indem er den Gläubigen um den Preis seines Blutes erlöst, indem er den Menschen mit Gott dem Vater wieder versöhnt und den Sterblichen durch die himmlische Wiedergeburt neu belebt. Ihm lasst uns wo möglich alle nachfolgen, ihm den Treueid leisten und unter seine Fahne treten!" Der Doppelsinn der Worte 'sacramentum' und ,signum' lässt sich in der deutschen Übersetzung nicht wiedergeben: , 'sacramentum' ', in militärischem Sinn der Treueid, deutet zugleich auf die christlichen Sakramente, hier besonders auf das der Taufe; ,signum' als militärischer Ausdruck das Feldzeichen, die Fahne, weist gleichseitig auf das Kreuzeszeichen hin, wie es bei der Taufe über den Christen geschlagen wurde. "Er öffnet uns den Weg des Lebens, er führt uns zum Paradiese zurück, er geleitet uns zum himmlischen Reiche. Mit ihm werden wir immerdar leben, da wir durch ihn Gottes Kinder geworden, mit ihm werden wir immerdar frohlocken, da wir durch sein Blut erlöst worden sind. Als Christen werden wir mit Christus zusammen in Herrlichkeit leben, selig in Gott dem Vater, in ewiger Wonne im Angesichte Gottes stets jubelnd und Gott immerdar dankend." [19]
 

6. Als ich selbst noch in der Finsternis und in dunkler Nacht schmachtete; Der Bekehrte erstarkt mit dem Zunehmen des Glaubens immer mehr, so dass er sogar über die bösen Geister Gewalt bekommt: "Welch gewaltige Macht des Geistes, welche Kraft ist das, nicht nur selbst den verderblichen Berührungen der Welt entrückt zu sein, so dass man, entsühnt und gereinigt, durch keine Befleckung des anstürmenden Feindes mehr gefährdet ist, sondern an Kräften noch zu wachsen und zu gewinnen, so dass man über das ganze Heer des wütenden Widersachers mit Herrschergewalt gebietet!"

Cyprian erzählt von seinem Übertritt, wo er noch in der Nacht des Heidentums befangen war und eine solche geistige Wiedergeburt für unmöglich gehalten hatte. "Als ich selbst noch in der Finsternis und in dunkler Nacht schmachtete und auf den Wogen der sturmbewegten Welt schwankend und unsicher irrend kreuz und quer umhertrieb, ohne meinen Lebensweg zu kennen, ohne die Wahrheit und das Licht zu ahnen, da hielt ich es bei meinem damaligen Lebenswandel für höchst schwierig und unwahrscheinlich, was mir die göttliche Gnade zum Heile verhieß: dass man von neuem wiedergeboren werden könne und dass man, durch das Bad des heilbringenden Wassers zu neuem Leben beseelt, das ablege, was man früher gewesen, und trotz der Fortdauer der leiblichen Gestalt den Menschen nach Herz und Sinn umändere. Wie, sagte ich mir, ist eine so gewaltige Umwandlung möglich, dass man plötzlich und mit einem Ruck das abwirft, was entweder angeboren und infolge der unreinen Beschaffenheit des natürlichen Stoffes verhärtet ist oder was man lange geübt hat, bis es mit der Länge der Zeit festgewurzelt ist? Mit tiefer und weit hinabdringender Wurzel hat sich dies alles festgesetzt. Wann lernt einer Sparsamkeit der sich an reichbesetzte Tafeln und üppige Schmausereien gewöhnt hat? Und wer durch seine kostbaren Kleider Aufsehen erregte und in Gold und Purpur strahlte, wann steigt der wieder zu gewöhnlicher und einfacher Kleidung herab? Der andere dort, der an Faszen (Rutenbündel, aus denen ein Beil hervorragte, waren eines der ältesten Abzeichen der hohen römischen Beamten)  und Ehrenstellen seine Freude hatte, vermag nicht mehr als Bürger ohne Amt und Würde zu leben; der hier, der immer von den dichten Haufen seiner Klienten umringt war und durch die zahlreiche Begleitung einer dienstbeflissenen Schar sich ausgezeichnet fühlte, hält es für eine Strafe, wenn er sich allein sieht. Mit ihren stets bestrickenden Lockungen muss ihn doch immer, wie bisher, die Völlerei verführen, der Hochmut aufblasen, der Zorn entflammen, die Raubgier beunruhigen, die Grausamkeit anstacheln, der Ehrgeiz ergötzen, die Wollust mit sich fortreißen." [20]

Der Bekehrte erstarkt mit dem Zunehmen des Glaubens immer mehr, so dass er sogar über die bösen Geister Gewalt bekommt. "Wenn du aber den Weg der Unschuld, wenn du den Weg der Gerechtigkeit sicheren und festen Schrittes einhältst, wenn du mit allen Kräften und von ganzem Herzen Gott anhängst und nur das bist, was du zu sein angefangen hast, dann wird dir ebensoviel an selbständiger Macht zuteil, als sich die Geistesgnade mehrt. Denn bei der Gnade, die wir von Gott empfangen, gibt es nicht, wie das bei irdischen Wohltaten gewöhnlich der Fall ist, irgendein Maß oder eine Beschränkung. Der reichlich strömende Geist wird durch keine Grenzen eingeengt und durch keine hemmenden Schranken auf ein bestimmtes räumliches Gebiet eingedämmt. Er fließt beständig, er strömt in üppiger Fülle: nur muss unser Herz dürsten und offen stehen. So viel wir an empfänglichem Glauben dorthin (zur Taufe) mitbringen, so viel schöpfen wir an überquellender Gnade. Von dort wird uns sodann die Gabe und die Macht verliehen, durch strenge Keuschheit, durch unbefleckten Sinn und lautere Rede zur Heilung der Leidenden die tödliche Wirkung des Giftes aufzuheben, die Seelen der Verrückten durch Wiederherstellung der Gesundheit von ihrer Befleckung zu reinigen, den Feindseligen Frieden, den Stürmischen Ruhe, den Trotzigen Sanftmut zu gebieten, die unreinen und unsteten Geister , die in die Menschen gefahren sind, um von ihnen Besitz zu ergreifen, durch laute Drohungen zum Bekenntnis zu zwingen, sie mit harten Streichen zum Weichen zu bringen und sie trotz ihres Widerstrebens, Heulens und Seufzens mit immer größerer Qual und Pein auf die Folter zu spannen, sie mit Geißeln zu peitschen und mit Feuer zu sengen. Der Kampf spielt sich da ab, ohne dass man es sieht: die Streiche sind unsichtbar, die Pein aber tritt offen zutage. So übt, weil wir zu sein bereits angefangen haben, der empfangene Geist seine Macht aus; weil wir aber Leib und Glieder noch nicht abgelegt haben, so ist unser noch fleischlicher Blick durch die Wolke der Welt getrübt. Welch gewaltige Macht des Geistes, welche Kraft ist das, nicht nur selbst den verderblichen Berührungen der Welt entrückt zu sein, so dass man, entsühnt und gereinigt, durch keine Befleckung des anstürmenden Feindes mehr gefährdet ist, sondern an Kräften noch zu wachsen und zu gewinnen, so dass man über das ganze Heer des wütenden Widersachers mit Herrschergewalt gebietet!" [21]
 

7. "Begeht der einzelne einen Mord, so ist es ein Verbrechen; Tapferkeit aber nennt man es, wenn das Morden im Namen des Staates geschieht"

Als Gegenstück will Cyprian seinem Freunde die Verkommenheit der heidnischen Welt vorhalten. Wie von einer hohen Warte aus lässt er ihn zuerst die blutigen Greuel sehen, die Raub, Mord und Krieg allenthalben anrichten. "Und damit nun noch deutlicher die Wahrheit an den Tag kommt und die Zeichen der göttlichen Gnade offenbar werden, will ich dir ein Licht zur Erkenntnis geben, will ich den Schleier über den Übeln lüften und die Finsternis aufhellen, von der die Welt umhüllt ist. Stelle dir vor, du seiest für kurze Zeit auf den hochragenden Gipfel eines steilen Berges entrückt! Betrachte dir von hier aus das Bild der Dinge unter dir, lass deine Augen nach allen Seiten schweifen und sieh dir, selbst von jeder irdischen Berührung frei, die Wirbel an, in denen sich die hin- und herwogende Welt bewegt! Da wirst auch du zugleich von Mitleid mit der Welt ergriffen werden und, an dich erinnert und dankbarer gegen Gott gestimmt, wirst du dir mit um so größerer Freude dazu Glück wünschen, dass du glücklich entronnen bist. Sieh nur, wie die Straßen von Wegelagerern versperrt, wie die Meere von Seeräubern besetzt und wie Kriege mit dem blutigen Greuel des Lagerlebens über alle Länder verbreitet sind! Es trieft die ganze Erde von gegenseitigem Blutvergießen; und begeht der einzelne einen Mord, so ist es ein Verbrechen; Tapferkeit aber nennt man es, wenn das Morden im Namen des Staates geschieht. Nicht Unschuld ist der Grund, der dem Frevel Straflosigkeit sichert, sondern die Größe der Grausamkeit." [22]
 

8. "Wer soll aber hier Hilfe bringen? Der Anwalt? Aber der treibt ja nur ein unredliches und trügerisches Spiel. Oder der Richter? Aber der verkauft ja seine Stimme. Er, der da zu Gericht sitzt, um die Freveltaten zu bestrafen, frevelt ja selbst, und damit der unschuldige Angeklagte zugrunde geht, macht sich der Richter selbst schuldig... Das Recht hat mit dem Verbrechen einen Bund geschlossen"; Wie nichtig und eitel ist der Glanz der äußeren Ehren und Würden!

Auch das Gerichtswesen ist vollständig verderbt und verrottet, so wie es heute vor allem in islamischen Ländern noch der Fall ist. "Doch nach der Betrachtung der unsicheren Straßen, der vielfachen Schlachten, die allenthalben in der ganzen Welt toben, nach dem Anblick der blutigen oder schändlichen Schauspiele und der Greueltaten der Wollust, wie sie sich entweder offen an den Stätten der Unzucht zeigen oder hinter den Wänden des Hauses sich heimlich abspielen, und deren Verborgenheit um so größer ist, je versteckter die Schuld ist, — nach all dem könntest du dir vielleicht einbilden, das Forum wenigstens sei makellos und bleibe frei von verletzender Ungerechtigkeit, von den Berührungen des Lasters unbefleckt. Aber richte nur dorthin deinen Blick! Nur noch mehr wirst du dort finden, was deinen Abscheu erregt, nur noch eher wirst du deine Augen von dort wieder abwenden. Wohl sind die Gesetze auf den zwölf Tafeln eingegraben und die Rechte auf Erzplatten aufgezeichnet, die man offen aufgehängt hat, aber inmitten der Gesetze selbst frevelt, inmitten der Rechte sündigt man, und die Unschuld wird nicht einmal dort bewahrt, wo man sie verteidigt. Rasend tobt die Wut der einander befehdenden Parteien, und in den Zeiten der Toga (Die Toga ist das Gewand des Römers im Frieden) wird der Friede gebrochen, und das Forum hallt wieder von dem Brüllen wahnwitziger Prozesse. Lanze, Schwert und Henker stehen dort zur Verfügung, die zerfleischende Kralle (Bezeichnung für ein Marterwerkzeug) , die verrenkende Folterbank , das versengende Feuer, und für den einen Menschenleib hat man mehr Marterwerkzeuge, als es Glieder sind. Wer soll aber hier Hilfe bringen? Der Anwalt? Aber der treibt ja nur ein unredliches und trügerisches Spiel. Oder der Richter? Aber der verkauft ja seine Stimme. Er, der da zu Gericht sitzt, um die Freveltaten zu bestrafen, frevelt ja selbst, und damit der unschuldige Angeklagte zugrunde geht, macht sich der Richter selbst schuldig. Überall lodern die Verbrechen, und in Sünden mannigfacher Art zeigt sich allenthalben das schädliche Gift in ruchlosen Herzen wirksam. Der eine unterschiebt ein Testament, der andere verfasst mit todeswürdigem Trug ein falsches; hier werden Kinder um ihre Erbschaft gebracht, dort Fremde mit Gütern beschenkt; der Gegner erhebt die Anklage, der Verleumder führt den Kampf, und der Zeuge bringt Verdächtigungen vor. Hier wie dort versteigt sich die käufliche Keckheit der feilen Zunge zu erlogenen Beschuldigungen, obwohl doch die Schuldigen nicht einmal zusammen mit den Unschuldigen zugrunde gehen. Da kennt man keine Furcht vor den Gesetzen, keine Angst vor der Untersuchung, vor dem Richter: was käuflich ist, das fürchtet man nicht. Es ist schon ein Vergehen, inmitten von Schuldigen unschuldig zu sein; wer es den Bösen nicht nachtut, erregt Anstoß. Das Recht hat mit dem Verbrechen einen Bund geschlossen, und allmählich gilt das als erlaubt, was allgemein geschieht. Wie könnte es da noch eine Scheu vor irgend etwas, wie könnte es da noch eine Unbescholtenheit geben, wo es an Leuten fehlt, um die Ruchlosen zu verurteilen, und wo dir nur solche begegnen, die selbst eine Verurteilung verdienten?" [23]

Ebenso traurig steht es bei näherer Betrachtung mit den vermeintlichen Gütern der Welt. Wie nichtig und eitel ist der Glanz der äußeren Ehren und Würden! Das Bundesverdienstkreuz bekommen heute Pseudowissenschaftler, die an Gene manipulieren. "Noch es sieht vielleicht so aus, als ob wir nur besonders schlimme Beispiele auswählten und im Eifer der Kritik nur solche Szenen an deinen Augen vorüberziehen ließen, deren trauriges und widriges Bild Gesicht und Blick eines Menschen mit besserer Erkenntnis verletzen muss. Darum will ich dir nunmehr das zeigen, was die Unwissenheit der Welt für Güter hält. Auch da wirst du nur Dinge sehen, die man fliehen sollte. Was hältst du von den Ehrenstellen, was von den Faszen , was von dem Überfluss im Reichtum, was von der Feldherrngewalt im Lager, von dem Glanz des Purpurs bei den Beamten, von der unumschränkten Macht der Herrscher? Dies alles ist nur das verborgene Gift schmeichelnder Übel, und es trägt zwar nach außen den heiteren Schein lächelnder Leichtfertigkeit, aber in sich birgt es die verführerische Tücke versteckten Unheils, ähnlich einem Gifte, bei dem man den tödlichen Säften Süßstoffe zugesetzt und durch schlauen Trug den Geschmack verbessert hat, so dass man das Gemisch, das man zu sich nimmt, für ein harmloses Getränk hält; sobald aber der Becher geleert ist, zeigt sich die verderbliche Wirkung des Trankes. Du siehst doch den Mann dort, der durch sein prächtiges Gewand Aufsehen erregt und im Glanze des Purpurs sich gefällt? Durch welche Erniedrigungen aber hat er diesen Glanz erkauft, welch verächtliche Behandlung durch anmaßende Menschen musste er sich zuvor gefallen lassen, welch stolze Pforten umlagerte er, um seinen Morgengruß darzubringen, wie oft ging er, unter die dichten Scharen der Klienten gedrängt, den hochmütig einherschreitenden, aufgeblasenen Gönnern voran, nur damit auch ihm später einmal ein prunkvolles Gefolge die Aufwartung mache und voranziehe, dessen Ergebenheit nicht seiner Person, sondern nur seiner Macht gilt! Denn nicht seiner sittlichen Tüchtigkeit, sondern lediglich den Faszen hat er diese Verehrung zu verdanken. Betrachte weiter das schmähliche Ende solcher Leute! Wenn der Schmeichler, der immer nur auf günstige Zeiten lauert, sich zurückgezogen hat, wenn nach seinem Rücktritt vom Amte seine Anhänger von seiner Seite weichen und ihn schnöde im Stiche lassen, dann fällt ihm der Zusammenbruch seines zerrütteten Hauses schwer aufs Gewissen, dann kommen die Verluste seines erschöpften Vermögens zum Vorschein, durch die er den Beifall der Menge erkaufen und die Gunst des Volkes in eitlem und nichtigem Streben gewinnen musste. Ein törichtes und fruchtloses Opfer fürwahr, aus Freude an einem täuschenden Schauspiel sich etwas verschaffen zu wollen, was dem Volke keinen Gewinn, dem Bewerber um das Amt nur Schaden bringt." [24]

Der einzige Weg, der aus dem wüsten Treiben dieser Welt zu wahrem Seelenfrieden führt, ist die Bekehrung zu Gott, dessen reiche Gnade der Christ sofort mit seiner Taufe gewinnt. "Nur dann also ist eine sanfte und zuverlässige Seelenruhe, nur dann eine feste und beständige Sicherheit zu finden, wenn einer, diesen Wirbeln der beunruhigenden Welt entrückt, in der Bucht des heilbringenden Hafens sich festlegt. Zum Himmel erhebt er seine Augen von der Erde und, zur Gnade des Herrn zugelassen und seinem Gott im Geiste schon ganz nahe, kann er sich rühmen, dass all das, was im Menschenleben den anderen groß und erhaben erscheint, seinem Bewußtsein ferne liegt. Nichts kann der mehr von der Welt verlangen, nichts kann der mehr von ihr erwarten, der über die Welt erhaben ist. Welch dauerhafte, welch unerschütterliche Sicherheit ist es, welch himmlischer Hort für die unvergänglichen Güter: sich aus den Schlingen der verstrickenden Welt zu lösen und für das Licht der ewigen Unsterblichkeit von dem irdischen Unrat sich reinigen zu lassen! Welch tückisches Verderben des bösen Feindes auch früher gegen uns gewütet haben mag, immer mehr treibt es uns, das zu lieben, was wir sein werden, wenn es uns vergönnt ist, zu erkennen und zu verurteilen, was wir waren. Und es bedarf gar nicht erst großer Mittel oder eifriger Bewerbung oder fleißiger Arbeit zu dem Zwecke, um des Menschen höchste Würde oder Macht in mühsamer Anstrengung zu erringen; nein, es ist eine Gabe Gottes, die man ohne Gegenleistung und mit Leichtigkeit erlangt. Wie von selber die Sonne strahlt, der Tag leuchtet, die Quelle sprudelt, der Regen rieselt, ebenso ergießt sich in uns der himmlische Geist. Hat dann die Seele im Aufblick zum Himmel ihren Schöpfer erkannt, so beginnt sie, höher als die Sonne und erhabener als alle irdische Macht, das zu sein, was sie zu sein glaubt." [25]
 

9.  Einheit der Kirche; Auf der Hut zu sein gilt es nicht nur vor dem, was offen und klar zutage liegt, sondern auch vor allem, "was durch die Schlauheit arglistigen Truges täuscht"; "das Verderben statt des Heils, hoffnungslose Verzweiflung unter dem Scheine der Hoffnung, Abfall und Unglauben unter dem Vorwande des Glaubens"; "Wer die Kirche nicht zur Mutter hat, kann Gott nicht zum Vater haben"; Häresien als Prüfung

Die gefährlichste Tücke des Widersachers zeigt sich nach Cyprianus in den Ketzereien und Spaltungen, die er erfunden hat, um die Einheit der Kirche zu zerreißen. Auf der Hut zu sein gilt es nicht nur vor dem, was offen und klar zutage liegt, sondern auch vor allem, "was durch die Schlauheit arglistigen Truges täuscht", was sich heute besonders an der islamischen Sekte beobachten lässt, die schon einen großen Teil der Bischöfe und Kardinäle getäuscht hat, weil sie unter dem Deckmantel der Namen "Gott", "heilig", "Frömmigkeit" die Christen täuschen, so dass sogar Bischöfe sie fördern, ihre Kreuze verstecken und ihre Feste mitfeiern. "Was gibt es aber Arglistigeres oder Schlaueres, als dass der durch Christi Ankunft entlarvte und niedergeworfene Feind, nachdem das Licht zu den Völkern gekommen und die Leuchte des Heils zur Errettung der Menschen aufgegangen war, so dass die Tauben die Verkündigung der Geistesgnade vernahmen, die Blinden ihre geöffneten Augen zum Herrn erhoben, die Kranken zu ewiger Gesundheit genasen, die Lahmen zur Kirche eilten, die Stummen in lauten Worten und Gebeten flehten, - als dass er gerade jetzt, wo er die Götzenbilder verlassen und wegen der übergroßen Menge der Gläubigen seine Stätten und Tempel verödet sah, einen neuen Betrug ersann, um gerade unter dem Deckmantel des christlichen Namens  die Unvorsichtigen zu täuschen? Irrlehren und Spaltungen erfand er da, um durch sie den Glauben zu untergraben, die Wahrheit zu fälschen, die Einheit zu zerreißen. Diejenigen, die er in der Finsternis des alten Weges nicht festzuhalten vermag, die umgarnt und verleitet er auf einem neuen Irrpfad. Aus der Kirche selbst reißt er die Menschen los, und während sie sich einbilden, bereits dem Lichte nahe gekommen und dem Dunkel der Welt entronnen zu sein, hüllt er sie, ohne dass sie es merken, wieder in eine andere Finsternis. So nennen sie sich Christen, obwohl sie sich an das Evangelium Christi, an seine Beobachtung und an das Gesetz gar nicht halten, und sie glauben das Licht zu haben, obgleich sie in der Finsternis wandeln (1 Joh. 2, 9.) , indem der Widersacher sie berückt und irreführt, der nach dem Ausspruch des Apostels sich als einen Engel des Lichtes hinstellt und seine Diener als Diener der Gerechtigkeit erscheinen läßt (2 Kor. 11, 141) . Und doch bieten sie nur die Nacht statt des Tages, das Verderben statt des Heils, hoffnungslose Verzweiflung unter dem Scheine der Hoffnung, Abfall und Unglauben unter dem Vorwande des Glaubens, den Antichrist unter dem Namen Christi, um so durch schlauen Trug die Wahrheit zu entstellen, indem sie mit ihren Lügen den Schein der Wahrheit erwecken. Dies kommt daher, geliebteste Brüder, dass man nicht auf den Ursprung der Wahrheit zurückgeht, dass man nicht die Quelle aufsucht und die Lehre der himmlischen Unterweisung nicht beachtet." [26]

Dabei kommt Cyprian zu dem bedeutungsvollen Schluss: "Wer die Kirche nicht zur Mutter hat, kann Gott nicht zum Vater haben" und: "Außerhalb der Kirche kein Heil!" Wer sich z.B. in der Moschee als Feind gegen Christus stellt, befindet sich außerhalb der Kirche und somit gibt es für Muslime und KonvertitInnen (eigentlich Abtrünnige, weil sie vom Christentum abfallen) kein Heil. D.h.  Jeder, der sich von der Kirche trennt, "schließt sich aus von den Verheißungen der Kirche, und wer die Kirche Christi verlässt, wird nicht zu den Belohnungen Christi gelangen. Er ist ein Fremder, er ist ein Unheilige, er ist ein Feind. Gott kann der nicht mehr zum Vater haben, der die Kirche nicht zu Mutter hat... Der Herr mahnt und sagt: "Wer nicht mit mir ist, ist wider nicht, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut" (Matth. 12,30) . Wer den Frieden und die Eintracht Christi bricht, der handelt wider Christus; wer anderwärts, außerhalb der Kirche sammelt, der zerstreut die Kirche Christi. Der Herr sagt. "Ich und der Vater sind eins" (Joh. 10,30) Und wiederum, steht über den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist geschrieben:" Und diese drei sind eins . Und da glaubt jemand, diese der göttlichen Festigkeit entstammende und mit himmlischen Geheimissen engverbundene Einheit könne bei der Kirche zerrissen und durch den Widerstreit einander widerstrebender Meinungen aufgelöst werden? Wer an dieser Einheit nicht festhält, der hält nicht fest an Gottes Gesetz, der hält nicht fest den Glauben an den Vater und den Sohn, der hält nicht fest am Leben und am Heile." Das Geheimnis der Dreieinigkeit Gottes, die sich in der Einheit der Kirche widerspiegeln muss, ist in der Sekte des Islam nicht vorhanden. [27]
 

10. "Die, die auf dem Stuhle der Pestilenz sitzen, als die Pest und Seuche des Glaubens, die mit dem Munde der Schlange täuschen, und als Meister in der Entstellung der Wahrheit, die mit ihren verderbenbringenden Zungen tödliches Gift ausspeien. Ihre Rede frisst um sich wie ein Krebs, ihre Schriften gießen in Brust und Herz eines jeden todbringendes Gift"; das Martyrium außerhalb der Kirche bleibt nutzlos; NIkolaus Cusanus schreibt über den Koran, es sei ein höchst verworrenes Buch ("confuissimi libri"), und dass der wahre Gott nicht sein Verfasser ist ("De Alcorano et quod deus verus non sit auctor eius"); grobe Lügen des Korans ("lex Saracenorum continet mendacia") 

Häresien seien nur ein Mittel in der Hand Gottes, um die Gläubigen zu prüfen und die Ungerechten auszuscheiden. "Dadurch sind schon häufig Irrlehren entstanden, und sie entstehen noch, indem der verkehrte Sinn keinen Frieden hat, indem widerspenstige Untreue an der Einheit nicht festhält. dass dies aber geschieht, erlaubt und duldet der Herr; denn die Selbständigkeit des eigenen freien Willens bleibt unbeschränkt, damit die unverletzte Treue der Erprobten in hellem Lichte erstrahlt, indem die Unterscheidung der Wahrheit unsere Herzen und Sinne prüft. Durch den Mund des Apostels spricht der Heilige Geist im voraus die Mahnung aus: „Es muss auch Irrlehren geben, damit die Erprobten offenbar werden unter euch“ (1 Kor. 11, 19). So werden die Treuen erprobt, so die Treulosen entlarvt, so werden schon vor dem Tage des Gerichts auch hier bereits die Seelen der Gerechten und der Ungerechten geschieden und von dem Weizen die Spreu gesondert (Matth. 3, 12). Daher stammen sie, die sich eigenmächtig vor einer Versammlung von zusammengelaufenen, unbesonnenen Leuten ohne göttliche Verordnung als Vorsteher aufwerfen, die sich ohne irgendwelche gesetzliche Weihe als Vorgesetzte aufstellen, die den Namen eines Bischofs sich anmaßen, ohne dass ihnen jemand die bischöfliche Würde übertragen hätte. Sie bezeichnet der Heilige Geist in den Psalmen als die, die auf dem Stuhle der Pestilenz sitzen (Ps. 1, 1) , als die Pest und Seuche des Glaubens, die mit dem Munde der Schlange täuschen, und als Meister in der Entstellung der Wahrheit, die mit ihren verderbenbringenden Zungen tödliches Gift ausspeien. Ihre Rede frißt um sich wie ein Krebs (2 Tim. 2, 17), ihre Schriften gießen in Brust und Herz eines jeden todbringendes Gift." Cyprian wendet sich damals gegen Novatian, der von drei Bischöfen sich durch Handauflegen zum Bischof weihen ließ, die er aus einem fernen Winkel Italiens nach Rom gelockt and zuvor durch Wein betäubt hatte. Heute sitzen die Muslime "auf dem Stuhle der Pestilenz" und verbreiten die "Seuche des Glaubens, die mit dem Munde der Schlange täuschen". In den Koranschulen, an islamischen Universitäten und sogar im staatlichen islamischen Religionsnterricht  sitzen die "Meister in der Entstellung der Wahrheit, die mit ihren verderbenbringenden Zungen tödliches Gift ausspeien. Ihre Rede frisst um sich wie ein Krebs". Was Cyprianus vorwegnahm hat Nikolaus Cusanus später in seinem Werk Cribratio Alcorani erläutert. So schreibt er über den Koran, es sei ein höchst verworrenes Buch ("confuissimi libri"), und dass der wahre Gott nicht sein Verfasser ist ("De Alcorano et quod deus verus non sit auctor eius"), was nach den "Satanischen Versen" eigentlich jedem klar sein sollte. Das Evangelium sei dem Koran vorzuziehen ("Evangelium sit Alkorano praeferendum"), und er spricht von der Falschheit des Korans ("falsitas Alkorani"), über den unsteten Muhammad ("lubrico Mahumeto") und den Antichristen ("illis antichristis"). Auch die Eleganz der Diktion beweist nicht, dass der Koran Gottes Wort sei ("elegantia dictaminis non probat Alkoranum dei esse dictamen"), was auf die vielen islamischen Rapper, die sogenannten Gangsterrapper, zutrifft, die versuchen unter Jugendlichen Antisemitismus und Interesse für den Islam zu verbreiten; Muhammad war sozusagen der erste Gangster-Rapper. Cusanus zeigt auch, die Gottessohnschaft Christi werde von Muhammad nicht verstanden und geleugnet, und erbringt einen müheloser Nachweis ("facilis ostensio"), dass Christus als das Wort und der höchste Gesandte Gottes der Sohn Gottes ist ("Christus quia verbum et legatus summus dei est dei filius"). Zum Schluss geht Cusanus zum Angriff über gegen den Koran ("Invectio contra Alkoranum") und die Sarazenen und spricht von groben Lügen des Korans ("lex Saracenorum continet mendacia"). [28]
 
"Man sieht,  dass es keine vollkommene Religion, die die Menschen zu dem letzten so sehr ersehnten Ziel des Friedens führt, geben kann, die Christus nicht als Mittler und Erlöser, Gott und Mensch, Weg, Leben und Wahrheit liebend umfasst. Wie unstimmig ist der Irrglaube der Sarazenen! Sie bekennen, dass Christus als der größte und vollkommenste Mensch von der Jungfrau geboren und lebendig in den Himmel aufgenommen wurde und leugnen, dass er Gott ist. Sie sind vollkommen verblendet, weil sie Unmögliches behaupten. Daraus kann jeder vernünftige Mensch sonnenklar erkennen, dass ein über alles vollkommener und größter, auf übernatürliche Weise aus der Jungfrau geborener Mensch zugleich auch Gott sein muss. Ohne Verstand (sine ratione) verfolgen sie das Kreuz Christi und kennen seine Geheimnisse nicht. Darum werden sie auch nicht die göttliche Frucht seiner Erlösung verkosten, noch erwarten sie nach dem Gesetz ihres Mohammed (ex lege sua Machomieti), das nichts anderes als die Erfüllung sinnlicher Begierde verheisst." -  Nicolaus Cusanus, De docta III, 8


Schon Cyprianus meint, vor der gefährlichen Verführungskunst dieser Abtrünnigen, gegen die schon der Herr seine mahnende Stimme erhebt, könne man sich gar nicht genug in acht nehmen. "Gegen solche Menschen erhebt der Herr seine Stimme, von ihnen zieht und ruft er sein irrendes Volk zurück mit den Worten: "Höret nicht auf die Reden der falschen Propheten, denn die Gesichte ihres Herzens täuschen sie! Sie reden, aber nicht aus dem Munde des Herrn. Sie sagen zu denen, die das Wort Gottes verwerfen: Friede werdet ihr haben und alle, die nach ihrem Willen wandeln. Jeder, der im Irrtum seines Herzens wandelt, über den wird kein Unheil kommen. "Ich habe nicht zu ihnen geredet, und sie haben selbst geweissagt. Wären sie auf meiner Grundlage stehen geblieben und hätten sie meine Worte gehört und mein Volk gelehrt, so hätte ich sie von ihren bösen Gedanken bekehrt" ( Jer. 28, 16 - 17; 21 - 22). Auf die gleichen zeigt und weist abermals der Herr hin, wenn er sagt: "Mich haben sie verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, und haben sich löcherige Behälter gegraben, die kein Wasser halten können" (Jer. 2, 13) . [29]

Selbst der Märtyrertod solcher Schismatiker oder Muslime vermag ihre schwere Schuld nicht auszugleichen: das Martyrium außerhalb der Kirche bleibt nutzlos. "Wer nicht in der Kirche steht, der kann kein Märtyrer sein; zum Himmelreich wird der nicht gelangen können, der sie verlässt, die zur Herrschaft im Himmel bestimmt ist. Den Frieden hat uns Christus gegeben, eines Herzens und eines Sinnes zu sein, hat er uns befohlen, den Bund der Zärtlichkeit und Liebe hat er uns unversehrt und unverletzt zu bewahren geboten. Der kann sich nicht als Märtyrer erweisen, der an der brüderlichen Liebe nicht festgehalten hat Dies lehrt und bezeugt auch der Apostel Paulus mit den Worten: „Und wenn ich einen Glauben hätte, so dass ich Berge versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich zur Speisung [der Armen] meine ganze Habe verteilte und wenn ich meinen Leib zum Verbrennen hingäbe, hätte aber die Liebe nicht, so nützte es mir nichts. Die Liebe ist hochherzig, die Liebe ist gütig, die Liebe kennt keine Eifersucht, sie bläht sich nicht auf, sie läßt sich nicht aufreizen, sie handelt nicht leichtfertig, sie sinnt nichts Arges, alles liebt sie, alles glaubt sie, alles hofft sie, alles erträgt sie. Die Liebe wird niemals aufhören“' (1 Kor. 13, 2-8). „Niemals“, sagt er, „wird die Liebe aufhören.“ Denn sie wird stets im Himmelreich herrschen, sie wird kraft der Einheit der unter sich innig verbundenen Brüdergemeinde in Ewigkeit währen. Zum Himmelreich kann die Zwietracht nicht gelangen; am Lohne Christi, der da gesagt hat: „Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, wie ich euch geliebt habe“ (Joh. 15, 12), wird der keinen Anteil erlangen können, der die Liebe Christi durch treulosen Abfall verletzt hat. Wer die Liebe nicht hat, der hat Gott nicht. Ein Wort des seligen Apostels Johannes lautet: „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott bleibet in ihm“ (1 Joh. 4, 16). Mit Gott können diejenigen nicht vereint bleiben, die in der Kirche Gottes nicht haben einmütig sein wollen. Mögen sie auch den Flammen und dem Feuer übergeben werden und verbrennen oder den wilden Tieren vorgeworfen ihr Leben enden, so wird das doch nicht die Krone des Glaubens sein, sondern nur die Strafe für ihre Treulosigkeit, nicht das ruhmvolle Ende frommer Tugend, sondern nur der Untergang der Verzweiflung. Getötet werden kann ein solcher, gekrönt werden kann er nicht. Als Christ bekennt er sich in der gleichen Weise, in der auch der Teufel sich oft für Christus ausgibt, wie der Herr selbst schon im voraus warnend spricht: „Viele werden kommen in meinem Namen und sagen: ,Ich bin Christus', und sie werden viele täuschen“ (Mark. 13, 6). Sowenig jener Christus ist, obwohl er unter seinem Namen irreführt, ebensowenig kann der für einen Christen gelten, der nicht bei seinem Evangelium und im wahren Glauben beharrt." Muslime können also nicht den Märtyrertod erleiden. Sie bekennen sich zu Gott, "in der gleichen Weise, in der auch der Teufel sich oft für Christus ausgibt".  [30]
 

11. Verderblicher Einfluss der Abgefallenen

Ebenso eindringlich sind wir aber auch schon im voraus vor dem verderblichen Einfluss der Abgefallenen gewarnt. "Doch der übergroße und unerwartete Abfall so vieler soll uns nicht beunruhigen oder verwirren, sondern vielmehr unseren Glauben bestärken; denn damit hat sich nur das Vorherverkündigte verwirklicht. Wie einige solche Abtrünnige geworden sind, weil dies vorausgesagt ist, so mögen sich die übrigen Brüder vor derartigen Menschen in acht nehmen; denn auch dies ist schon vorherverkündigt, indem der Herr lehrt und sagt: „Ihr aber seid auf eurer Hut! Seht, ich habe euch alles vorhergesagt“ (Mark. 13, 23) . Meidet, ich bitte euch, solcherlei Menschen und haltet ihre verderblichen Reden wie eine tödliche Seuche von eurer Seite und euren Ohren fern, wie geschrieben steht: „Umzäune deine Ohren mit Dornen und höre nicht auf eine böse Zunge!“ (Sir. 28, 28) und wiederum: „Schlechte Gespräche verderben gute Herzen“ (1 Kor. 15, 33). Der Herr lehrt und mahnt, man müsse sich von solchen Menschen zurückziehen. „Blind sind sie“, sagt er, „Führer von Blinden. Wenn aber ein Blinder einen anderen Blinden führt, so werden sie zusammen in die Grube fallen“ (Matth. 15, 14) . Abwenden muss man sich von einem solchen Menschen und flüchten vor jedem, der sich einmal von der Kirche getrennt hat. „Verkehrt ist ein solcher, und er sündigt und ist von sich selbst verurteilt“5 . Oder bildet sich der ein, mit Christus zu sein, der den Priestern Christi zuwiderhandelt, der sich von der Gemeinschaft mit seinem Klerus und Volke lossagt? Die Waffen führt er gegen die Kirche, gegen Gottes Verordnung kämpft er an. Ein Feind des Altars, ein Aufrührer wider das Opfer Christi, statt der Glaubenstreue treulos, statt der Gottesfurcht ein Tempelschänder, ein ungehorsamer Knecht, ein liebloser Sohn, ein feindseliger Bruder, verachtet er die Bischöfe und verlässt die Priester Gottes und wagt es, einen anderen Altar zu bauen, ein neues Gebet in unerlaubten Worten zu verrichten und das wahrhaftige Sühnopfer des Herrn durch falsche Opfer zu entweihen, ohne zu bedenken, dass jeder, der gegen die Anordnung Gottes sich auflehnt, für seine kühne Vermessenheit durch göttliche Heimsuchung bestraft wird." [31]

Wenn die Urheber des Abfalls sich nicht bekehren lassen, so sollen doch wenigstens die von ihnen Verführten durch ihre Rückkehr in den Schoß der Kirche die Einheit wiederherstellen. "Mein Wunsch geht nun zwar, geliebteste Brüder, ebenso wie meine Sorge und meine Mahnung dahin, dass wo möglich keiner von den Brüdern zugrunde gehe und dass die Mutter den einen Leib des einmütigen Volkes freudig in ihren Schoß einschließe. Wenn jedoch mein heilsamer Rat einige Führer der Spaltungen und Urheber des Abfalls, die in ihrem blinden und hartnäckigen Wahnsinn verharren, nicht auf den Weg des Heils zurückzurufen vermag, so machet doch wenigstens ihr anderen euch frei von den Schlingen des Truges, die ihr euch in eurer Einfalt habt fangen oder von Irrtum euch habt verleiten oder durch irgendwelche Ränke trügerischer Arglist euch habt hintergehen lassen! Lenket eure irrenden Schritte zurück von den Abwegen und erkennet den rechten Pfad, der zum Himmel führt! Das bekräftigt der Apostel mit dem Worte: „Wir gebieten euch im Namen des Herrn Jesu Christi, dass ihr euch von allen Brüdern zurückzieht, die unordentlich wandeln und nicht nach der Überlieferung, die sie von uns empfangen haben“ (2 Thess. 3, 6). Und wiederum sagt er: „Niemand täusche euch mit nichtigen Worten; denn deshalb kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Werdet also nicht ihre Genossen!“ (Ephes. 5, 6 f. )  Zurückziehen muss man sich von den Sündern oder vielmehr sich vor ihnen flüchten, sonst irrt man ab von der Bahn des richtigen Weges und macht sich selbst des gleichen Verbrechens schuldig, indem man sich Leuten zugesellt, die einen schlechten Wandel führen, und auf den Wegen des Irrtums und Verbrechens dahinschreitet. Nur einen Gott gibt es und nur einen Christus, nur eine Kirche und nur einen Glauben und nur ein Volk, das durch den Kitt der Eintracht zu einem festen, einheitlichen Körper verbunden ist. Diese Einheit lässt sich nicht spalten, und der eine Leib kann durch eine gewaltsame Trennung seines festen Gefüges nicht geteilt, kann durch das Zerreißen und Zerfleischen seines Inneren nicht zerstückelt werden. Was immer vom Mutterleib sich trennt, das kann für sich gesondert nicht leben und atmen, das verliert die Möglichkeit des Heils". [32]
 

12. Wie wir Gott im Geiste und in der Wahrheit anbeten sollen; "Denn welches Gebet verdiente eher ein Gebet im Geiste zu heißen als das, welches von Christus uns zuteil geworden ist, von dem uns auch der Heilige Geist gesandt ward? Welches Gebet wäre eher vor dem Vater ein Flehen in der Wahrheit als das, welches aus dem Munde seines eigenen Sohnes stammt, der die Wahrheit ist? Anders zu beten, als er gelehrt hat, wäre daher nicht nur Unwissenheit, sondern auch ein Vergehen"; sich öffentlich hinwerfen, "laut zu schreien und zu lärmen", "in geräuschvoller Geschwätzigkeit heraussprudeln" wie es die Muslime und ihre Muezzine tun, ist "die Art eines Unverschämten"

Das von ihm gelehrte Gebet zeigt uns am besten, wie wir Gott im Geiste und in der Wahrheit anbeten sollen. "Unter seinen übrigen heilsamen Mahnungen und göttlichen Vorschriften, mit denen er für das Heil seines Volkes Sorge trägt, hat er selbst uns auch die richtige Fassung für unser Gebet angegeben, hat er selbst uns gemahnt und unterwiesen, um was wir flehen sollen. Er, der uns das Leben verlieh, hat uns auch gelehrt, zu beten, mit der gleichen Güte eben, in der er uns auch schon alles übrige zu geben und zu gewähren die Gnade hatte, damit wir um so leichter erhört werden, wenn wir mit der Bitte und dem Gebete zum Vater sprechen, das der Sohn gelehrt hat. Schon im voraus hatte er verkündigt, es werde die Stunde kommen, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten würden ( Joh. 4. 23), und er hat sein einstiges Versprechen erfüllt, und wir, die wir den Geist und die Wahrheit durch seine Heiligung empfangen haben, können auch nach seiner Anweisung in der Wahrheit und im Geiste Gott anbeten. Denn welches Gebet verdiente eher ein Gebet im Geiste zu heißen als das, welches von Christus uns zuteil geworden ist, von dem uns auch der Heilige Geist gesandt ward? Welches Gebet wäre eher vor dem Vater ein Flehen in der Wahrheit als das, welches aus dem Munde seines eigenen Sohnes stammt, der die Wahrheit ist? (Joh. 14, 6) Anders zu beten, als er gelehrt hat, wäre daher nicht nur Unwissenheit, sondern auch ein Vergehen, da er selbst geäußert und gesagt hat: „Ihr verwerft das Gebot Gottes, um eure Überlieferung aufzustellen" (Matth. 15, 6; vgL Mark. 7, 9). Es ist klar, dass sich die Pseudogebete der Muslime außerhalb der Wahrheit befinden, da Christus nicht als Gott verehrt wird, sondern nur falsche Propheten.  [33]

Kein anderes Gebet kann bei Gott dem Vater so wohlgefällig und wirksam sein wie das von seinem eigenen Sohne stammende. "Lasst uns also beten, geliebteste Brüder, wie Gott unser Meister es gelehrt hat! Ein willkommenes und trautes Gebet ist es, wenn man zu Gott in seinen eigenen Worten flehen kann, wenn Christi Gebet zu seinen Ohren emporsteigt. Lasst den Vater seines Sohnes Worte wiedererkennen, wenn wir unser Gebet verrichten! Lasst ihn, der drinnen in unserer Brust wohnt, auch auf unseren Lippen wohnen, und da wir an ihm selbst bei dem Vater einen Fürsprecher (1 Joh. 2, 1) haben für unsere Sünden, so wollen wir uns auch der Worte unseres Fürsprechers bedienen, wenn wir Sünder um Verzeihung für unsere Vergehen bitten! Denn da er sagt: „Was immer wir vom Vater erbitten werden in seinem Namen, das wird er uns geben"(Joh. 16, 23), um wieviel wirksamer erreichen wir dann das, was wir in Christi Namen erbitten, wenn wir unsere Bitte in seinen eigenen Worten ihm vortragen?" [34]

Beim Beten müssen wir schon in Haltung und Ton Bescheidenheit und Anstand walten lassen, sich öffentlich hinwerfen, "laut zu schreien und zu lärmen", "in geräuschvoller Geschwätzigkeit heraussprudeln" wie es die Muslime und ihre Muezzine tun, ist "die Art eines Unverschämten". Daher gilt "Wenn wir aber beten, so sollen unsere Worte und unser Flehen in aller Zucht Ruhe und Ehrerbietung vereinigen. Wir müssen bedenken, dass wir vor Gottes Angesicht stehen. Zu gefallen gilt es da den Augen Gottes nicht nur in der Haltung unseres Körpers, sondern auch durch den Ton unserer Stimme. Denn während es die Art eines Unverschämten ist, laut zu schreien und zu lärmen, ziemt es hingegen dem Ehrerbietigen, mit aller Bescheidenheit zu bitten und zu beten. Hat ja doch der Herr in seiner Lehre uns geboten, im geheimen zu beten, an verborgenen und abgelegenen Orten, ja sogar in unserem Kämmerlein (Matth. 6, 6.), weil es so dem Glauben besser entspricht. Denn wir sollen wissen, dass Gott überall gegenwärtig ist, dass er alle Menschen hört und sieht und kraft der Fülle seiner Majestät auch in die geheimste Verborgenheit eindringt, ... Auch wenn wir gemeinsam mit unseren Brüdern zusammenkommen und das göttliche Opfer mit dem Priester Gottes feiern, müssen wir der Ehrerbietung und Zucht gedenken und dürfen nicht so ohne weiteres unsere Bitten in nachlässigen Worten hinwerfen oder unser Anliegen, das wir in aller Bescheidenheit Gott anheimzustellen haben, in geräuschvoller Geschwätzigkeit heraussprudeln (Matth. 6, 7) . Denn Gott horcht nicht auf die Stimme, sondern auf das Herz, und es ist nicht nötig, ihn, der die Gedanken sieht, erst durch lautes Geschrei zu mahnen. Das bestätigt der Herr, wenn er sagt: „Was denkt ihr Böses in eurem Herzen?" (Matth. 9, 4 ; Luk. 5, 22) und an einer anderen Stelle: „Und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich der Erforscher der Nieren und des Herzens bin“ (Offenb. 2, 28). [35]
 

13. Um was wir beten sollen, ersehen wir aus dem Wortlaut des Vaterunsers; seit der Taufe dürfen wir uns als Gottes Söhne betrachten

Um was wir beten sollen, ersehen wir aus dem Wortlaut des Vaterunsers. Indem wir dies aus der göttlichen Schrift lernen und nachdem wir ersehen haben, in welcher Weise wir an das Gebet herangehen sollen, wollen wir von dem Herrn uns auch darüber belehren lassen, was wir beten sollen! Er sagt: „Betet also: „Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiliget werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe im Himmel und auf Erden, unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und lass uns nicht in Versuchung kommen, sondern erlöse uns von dem Übel!“ (Matth. 6, 9-13). [36]

Eine eingehende Betrachtung im einzelnen zeigt, wie lückenlos und vollständig das Gebet des Herrn ist. Schon in der Anrede „Vater unser" ist ausgedrückt, dass wir uns seit der Taufe als Gottes Söhne betrachten dürfen. "Welcher Art nun, geliebteste Brüder, sind die heiligen Geheimnisse, die im Gebete des Herrn enthalten sind, wie zahlreich sind sie, wie bedeutsam, in Worten zwar kurz zusammengefasst, aber in der Kraft dem Geiste nach überreich; nicht das Mindeste ist da Übergängen, und es gibt nichts, was nicht in unseren Bitten und Gebeten trotz der kurzen Zusammenfassung der himmlischen Lehre mit einbegriffen wäre. „Betet also", sagt er: „Vater unser, der Du bist im Himmel"! Der neue, wiedergeborene und seinem Gott durch dessen Gnade zurückgegebene Mensch sagt zu allererst: „Vater", weil er bereits angefangen hat, sein Sohn zu sein. „In sein Eigentum", heißt es, „kam er, und die Seinigen nahmen ihn nicht auf. Soviele ihn aufnahmen, denen gab er die Macht, Gottes Söhne zu werden, die an seinen Namen glauben" (Joh. 1, 11 f) . Sobald einer also „an seinen Namen glaubt" und ein Sohn Gottes geworden ist, muss er damit beginnen, dass er Dank sagt und sich offen als einen Sohn Gottes bekennt, indem er Gott seinen Vater im Himmel nennt. Auch soll er gleich bei den ersten Worten nach seiner Wiedergeburt bezeugen , dass er dem irdischen und fleischlichen Vater entsagt und nunmehr angefangen hat, nur den als seinen Vater zu kennen und anzusehen, der im Himmel ist." Das Vaterunser wurde den Katechumenen nur erklärt; erst nach Empfang der Taufe durften sie es auch beten, zum ersten Male gleich nach dem Taufakt. [37]

Der Zusatz „Vater u n s e r" enthält eine Zurückweisung der abgefallenen Juden, an deren Stelle wir gläubigen Christen getreten sind; der Satz "Ihr habt den Teufel zum Vater" trifft heute allerdings mehr auf die Muslime zu. "Aber nicht nur darauf, geliebteste Brüder, müssen wir achten und merken, dass wir ihn einen „Vater" nennen, „der im Himmel ist", sondern wir fügen noch etwas hinzu und sagen: „Vater u n s e r", das heißt: derer, die glauben, derer, die durch ihn geheiligt und durch die Geburt der Geistesgnade erneuert, Söhne Gottes geworden sind. Dieser Ausdruck enthält auch einen Vorwurf und eine Zurückweisung für die Juden, weil sie Christus, der ihnen durch die Propheten angekündigt und zu ihnen zuerst gesandt worden war, nicht nur ungläubig verachtet, sondern auch grausam getötet haben. Sie können nun Gott nicht mehr ihren Vater nennen, da der Herr sie abweist und von sich stößt, indem er sagt: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und die Gelüste eures Vaters wollt ihr befriedigen. Denn er war ein Mörder von Anfang und bestand nicht auf der Wahrheit, weil die Wahrheit nicht in ihm ist" (Joh. 8, 44) . Auch durch den Mund des Propheten Isaias ruft Gott voll Unwillen: „Söhne habe ich gezeugt und erhöht, sie aber haben mich verachtet. Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber kennt mich nicht, und mein Volk hat mich nicht verstanden. Wehe dem sündigen Geschlechte, dem Volke voller Missetaten; nichtswürdiger Same, ruchlose Söhne! Verlassen habt ihr den Herrn und in Unwillen versetzt ihn, den Heiligen Israels" (Is. 1, 2-4). Für sie ist es ein Vorwurf, wenn wir Christen beim Beten sagen: „Vater unser", weil er nunmehr der unsrige geworden ist und aufgehört hat, der Vater der Juden zu sein, die ihn verlassen haben. Ebensowenig kann ein sündhaftes Volk ein Sohn Gottes sein, sondern nur denen, die Vergebung der Sünden erhalten, wird die Bezeichnung „Söhne" beigelegt; nur ihnen wird auch die Ewigkeit verheißen in den Worten des Herrn selbst: „Jeder, der Sünde tut, ist ein Knecht [der Sünde]. Doch der Knecht bleibt nicht auf ewig im Hause, der Sohn aber bleibet ewiglich" (Joh. 8, 34 f.) . [38]

Zu dieser vertraulichen Ansprache sind wir nur berechtigt, wenn wir uns in unserem ganzen Wandel als wahre Söhne Gottes erweisen. "Welch große Nachsicht aber ist es von dem Herrn, welch reiche Fülle seiner Gnade und Güte gegen uns, dass er nicht nur wünschte, wir sollten unser Gebet im Angesichte Gottes in der Weise verrichten, dass wir Gott unseren Vater nennen, sondern dass auch wir ebensogut Söhne Gottes heißen, wie Christus Gottes Sohn ist! Diese Bezeichnung würde keiner von uns beim Gebete in den Mund zu nehmen wagen, hätte nicht er selbst uns gestattet, so zu beten. Darum sollten wir, gehebteste Brüder, stets daran denken und uns dessen bewusst bleiben: wenn wir Gott unseren Vater nennen, dann müssen wir auch als Söhne Gottes uns benehmen, damit ebenso, wie wir uns darin gefallen, Gott zum Vater zu haben, auch er an uns sein Gefallen hat. Lasst uns wandeln als Tempel Gottes, damit man sieht, dass Gott in uns wohnt! Lasst uns in unserem ganzen Handeln den Geist nicht verleugnen, und wollen wir, die wir geistlich und himmlisch geworden sind, auch nur Geistliches und Himmlisches denken und tun! Hat doch Gott der Herr selbst gesagt: „Diejenigen, die mich verherrlichen, werde ich verherrlichen, und die mich verachten, werden verachtet werden" (1 Sam. 2, 30) . Auch der selige Apostel hat in seinem Brief geschrieben: „Ihr seid nicht euer; denn ihr seid um einen hohen Preis erkauft. Verherrlichet und traget Gott in eurem Leibe!“ (1 Kor. 6, 19 f.). [39]
 

14. Dass die göttliche Heiligung, die wir durch die Wiedergeburt erfahren haben, uns auch verbleiben möge

Die erste Bitte des Vaterunser geht dahin, dass die göttliche Heiligung, die wir durch die Wiedergeburt erfahren haben, uns auch verbleiben möge. "Wir fahren dann fort: „Geheiliget werde dein Name", nicht als ob wir Gott wünschten, er möge durch unsere Gebete geheiligt werden, sondern weil wir Gott darum bitten, dass sein Name i n u n s geheiligt werde. Von wem könnte aber auch Gott geheiligt werden, der doch selbst heiligt? Aber weil er selbst gesagt hat: „Seid heilig, weil auch ich heilig bin" (Lev. 11. 44), so bitten und flehen wir darum, dass wir, die wir in der Taufe geheiligt worden sind, in dem verharren, was wir zu sein angefangen haben. Und darum beten wir Tag für Tag: denn uns tut tägliche Heiligung not, damit wir, die wir tagtäglich sündigen, unsere Sünden durch beständige Heiligung wieder reinwaschen. Worin aber diese Heiligung besteht, die uns durch Gottes Gnade zuteil wird, das verkündigt der Apostel mit den Worten: „Weder die Hurer noch die Götzendiener noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder noch die Diebe noch die Betrüger noch die Trunkenbolde noch die Schmähsüchtigen noch die Räuber werden das Reich Gottes erlangen. Und das seid ihr gewesen, aber ihr seid reingewaschen, aber ihr seid gerechtfertigt, aber ihr seid geheiligt im Namen des Herrn Jesu Christi und im Geiste unseres Gottes" (1 Kor. 6, 9-11) . „Geheiligt" nennt er uns „im Namen des Herrn Jesu Christi und im Geiste unseres Gottes". dass diese Heiligung in uns verbleiben möge, darum beten wir; und weil unser Herr und Richter dem von ihm Geheiligten und Neubelebten drohend einschärft, nun nicht mehr zu sündigen, damit ihm nicht Ärgeres widerfahre (Joh. 5, 14) , so bitten wir in unablässigen Gebeten, so flehen wir Tag und Nacht darum, die Heiligung und Wiederbelebung, die von Gottes Gnade kommt, möge uns durch seinen Schutz erhalten bleiben." [40]

Auch in der zweiten Bitte sprechen wir den Wunsch aus, das uns verheißene Reich Gottes oder Christus selbst möge zu uns kommen. "Dann heißt es im Gebete weiter: „Dein Reich komme!„ dass Gottes Reich bald erscheinen möge, auch das erbitten wir ebensogut f ü r  u n s, wie wir wünschen, dass auch sein Name i n u n s geheiligt werde. Denn wann bestünde Gottes Reich nicht? Oder wann finge bei ihm das an, was schon immer gewesen ist und nie zu sein aufhört? Unser Reich, so bitten wir, möge zu uns kommen, das Reich, das von Gott uns verheißen, das durch Christi Blut und Leiden erworben ist, auf dass wir, die wir in der Welt vorher gedient haben, nachmals in Christi Reich herrschen, wie er selbst verspricht und sagt: „Kommet, ihr Gesegneten meines Vaters, empfanget das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!“ (Matth. 25, 84) Es kann aber, geliebteste Brüder, auch Christus selbst das Reich Gottes sein, nach dessen Kommen wir täglich verlangen, dessen baldige Ankunft wir sehnsüchtig wünschen. Denn da er selbst die Auferstehung ist (Joh. 11, 85. ), weil wir in ihm wieder auferstehen, so kann er auch selbst als das Reich Gottes aufgefasst werden, weil wir in ihm herrschen sollen. Mit Recht aber bitten wir um das Reich Gottes, das heißt: um das himmlische Reich, denn es gibt ja auch ein irdisches Reich. Wer jedoch der Welt bereits entsagt hat, der ist erhaben über ihre Ehren und über ihr Reich; wer sich also Gott und Christus weiht, der sehnt sich nicht nach einem irdischen, sondern nach dem himmlischen Reiche. Unablässiges Bitten und Flehen aber tut not, damit wir nicht ebenso des himmlischen Reiches verlustig gehen wie die Juden, denen es zuerst verheißen war. Das verkündigt und bestätigt uns der Herr. „Viele„, sagt er, „werden kommen vom Aufgang und vom Untergang und werden mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sich niederlassen. Die Kinder des Reiches aber werden hinausgestoßen werden in die äußerste Finsternis; dort wird sein Heulen und Zähneknirschen“ (Matth. 8, 11 f.) . Er zeigt, dass vordem die Juden Söhne des Reiches waren, solange sie eben auch Söhne Gottes blieben; seitdem aber der väterliche Name für sie verloren war, war es auch mit dem Reiche für sie zu Ende. Und deshalb bitten wir Christen, die wir Gott im Gebete unseren Vater nennen dürfen, auch darum, dass das Reich Gottes zu uns komme." Hinausgestoßen "in die äußerste Finsternis; dort wird sein Heulen und Zähneknirschen“ werden auch die Muslime, die am verworrenen Koran festhalten.  [41]

Ebenso flehen wir in der dritten Bitte darum, dass Gottes Wille in uns geschehe und wir mit Gottes Hilfe unseren Willen ihm unterordnen. "Wir fügen auch noch die weiteren Worte hinzu: „Dein Wille geschehe im Himmel und auf Erden", nicht etwa, damit Gott tun kann, was er will, sondern damit wir zu tun vermögen, was Gott will. Denn wer hindert Gott daran, seinen Willen zu tun? Weil hingegen wir vom Teufel verhindert werden, in unserem Tun und Trachten in allen Stücken Gott zu gehorchen, so beten und flehen wir darum, dass i n u n s der Wille Gottes geschehe. Damit dieser aber in uns geschieht, brauchen wir Gottes Willen, das heißt: seine Hilfe und seinen Schutz. Denn niemand ist stark aus eigener Kraft, sondern nur Gottes Gnade und Barmherzigkeil bietet sicheren Schutz. So sagte auch der Herr, indem er die Schwäche der menschlichen Natur verriet, die er an sich trug: „Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber!" (Matth. 26, 39) Um aber seinen Jüngern ein Beispiel zu geben, dass sie nicht ihren, sondern Gottes Willen tun sollten, setzte er noch die Worte hinzu: „Doch nicht, was ich will, sondern was Du willst". Und an einer anderen Stelle sagt er: „Ich bin nicht vom Himmel herabgestiegen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat" (Joh. 6, 38.). Wenn nun aber der Sohn gehorchte und den Willen seines Vaters tat, wieviel mehr muss dann der Knecht gehorchen, um den Willen seines Herrn zu erfüllen? So ermahnt und lehrt uns ja auch Johannes in seinem Briefe, den Willen Gottes zu tun, indem er sagt: „Liebet nicht die Welt noch das, was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, ist Begehrlichkeit des Fleisches und Begehrlichkeit der Augen und weltliche Hoffart, die nicht vom Vater ist, sondern von der Begehrlichkeit der Welt. Und die Welt wird vergehen und ihre Begehrlichkeit; wer aber den Willen Gottes tut, bleibet in Ewigkeit, wie auch Gott bleibet in Ewigkeit" (1 Joh. 2, 15-17) . Wenn wir also in Ewigkeit bleiben wollen, müssen wir den Willen Gottes tun, der ewig ist."  [42]
 
 

15. "Christus über alles stellen, weil auch er nichts über uns gestellt hat, ihm in unzertrennlicher Liebe anhangen, voll Mut und Vertrauen zu seinem Kreuze stehen, wenn um seinen Namen und seine Ehre der Streit tobt, mit unserem Munde voll Standhaftigkeit das Bekenntnis ablegen"

Was der Wille Gottes ist, das erkennen wir aus Christi Lehren und Taten; zudem sollen wir "voll Mut und Vertrauen zu seinem Kreuze stehen" und nicht in Verzagtheit, wie es einige Bischöfe tum, die am liebsten ihr Kreuz verstecken würden. "Der Wille Gottes aber, den Christus erfüllt und gelehrt hat, ist Demut im ganzen Verhalten, Beständigkeit im Glauben, Bescheidenheit in unseren Worten, Gerechtigkeit in unseren Taten, Barmherzigkeit in unseren Werken und Zucht in unseren Sitten. Anderen niemals Unrecht tun, erlittenes Unrecht aber willig ertragen, mit den Brüdern Frieden halten, den Herrn von ganzem Herzen verehren (Mark. 12. 30), ihn lieben als unseren Vater, ihn fürchten als unseren Gott, Christus über alles stellen, weil auch er nichts über uns gestellt hat, ihm in unzertrennlicher Liebe anhangen, voll Mut und Vertrauen zu seinem Kreuze stehen, wenn um seinen Namen und seine Ehre der Streit tobt, mit unserem Munde voll Standhaftigkeit das Bekenntnis ablegen, beim gerichtlichen Verhör voll Zuversicht in den Kampf gehen und im Tode durch Geduld die Krone erringen: das heißt danach streben, ein Miterbe Christi zu sein , das heißt dem Gebote Gottes nachkommen, das heißt den Willen des Vaters erfüllen." [43]

Der göttliche Wille soll sich vollziehen „im Himmel und auf Erden", das heißt: an Seele und Leib, zwischen denen jeder Streit verstummen muss. "Wir bitten aber, der Wille Gottes möge geschehen „im Himmel und auf Erden“; dies läuft beides auf die Vollendung unserer Wohlfahrt und unseres Heils hinaus. Denn da wir einen Leib von der Erde und einen Geist vom Himmel besitzen, so sind wir selbst Erde und Himmel und bitten darum, es möge in beiden, das heißt: nicht nur im Leibe, sondern auch im Geiste, Gottes Wille geschehen. Denn Fleisch und Geist liegen miteinander in Fehde, und bei ihrem gegenseitigen Zwist kommt es täglich zum Kampfe; und so können wir gerade das, was wir wollen, nicht ausführen, da der Geist das Himmlische und Göttliche sucht, während das Fleisch nach dem Irdischen und Zeitlichen verlangt. Deshalb bitten wir darum, es möge zwischen diesen beiden Gegnern mit Gottes Beistand und Hilfe Eintracht hergestellt werden, damit die durch ihn wiedergeborene Seele gerettet wird, indem nicht nur im Geiste, sondern auch im Fleische Gottes Wille sich vollzieht." [44] 

Die Worte „im Himmel und auf Erden" können auch bedeuten: bei den Gläubigen und bei den noch Ungläubigen, die der Wiedergeburt noch nicht teilhaftig geworden sind. "Man kann es auch so verstehen, geliebteste Brüder: nachdem der Herr befiehlt und uns mahnt, sogar die Feinde zu lieben und auch für die zu beten, die uns verfolgen (Matth. 5. 44), sollen wir auch für die bitten, die noch Erde sind und noch nicht angefangen haben, himmlisch zu sein, damit auch an ihnen der Wille Gottes geschehe, den Christus durch die Erhaltung und Erneuerung des Menschen erfüllt hat. Denn die Jünger werden von ihm nicht mehr Erde, sondern das Salz dar Erde genannt (Matth. 5, 13), und der Apostel sagt, der erste Mensch stamme vom Lehm der Erde, der zweite aber vom Himmel (1 Kor. 16, 47.). Deshalb ist es nur recht und billig, wenn auch wir, die wir Gott dem Vater ähnlich sein sollen, der seine Sonne aufgehen lässt über Gute und Böse und regnen lässt über Gerechte und Ungerechte (Matth. 5, 45) , - wenn auch wir nach der Mahnung Christi in der Weise beten und flehen, dass wir für das Heil aller Menschen Fürbitte einlegen, damit ebenso wie im Himmel, das heißt: an uns, durch unseren Glauben der Wille Gottes geschehen ist, so dass wir vom Himmel sind, nun auch auf Erden, das heißt: an jenen noch Ungläubigen, der Wille Gottes geschehe und damit sie, die noch von ihrer ersten Geburt her irdisch sind, aus Wasser und Geist neugeboren werden (Joh. 8, 5) und anfangen, himmlisch zu sein." [45]

16. Wer hat Jakob zur Plünderung hingegeben und Israel den Räubern? War es nicht der Herr, an dem sie gesündigt haben?; der Satan vermag nichts über uns, wenn ihm Gott nicht die Macht dazu erteilt

Wenn in der Geschichte jüdische oder christliche Orte den Widersachern oder Sarazenen in die Hände fielen, waren die Menschen dort schon länger vom wahren Glauben abgefallen; Gott hatte Satan, dieser die Mohammedaner beauftragt, diese Gebiete zur Strafe zu erobern. Interessant ist auch, dass diese Geisseln der Menschheit wie Tschingis Khan und der Turko-Mongole "Timur der Lahme" (Tamerlan) als Muslime in Iran und anderen islamischen Ländern immer noch verehrt werden als große Stifter von Kunst und Kultur, wie iranische ProfessorInnen bei Arte stolz berichten. Außer dem islamischen Manierismus und monumentalen Grabstätten, haben sie allerdings nichts von Weltrang hinterlassen. Allerdings kommt es auch vor, dass große Bösewichter die kleinen Bösewichter wie den osmanischen Sultan Bayezid I schlucken; der Osmane hatte 1402 in der Schlacht bei Ankara eine der schwersten Niederlagen einstecken müssen. Bayezid wurde gefangen genommen und Timur dadurch auch in Europa "berühmt". Timur verschonte noch das christliche Konstantinopel, das erst 1453 von dem Barbaren und Osmanen Mehmed II.erobert werden sollte und bis heute in der Hand von islamischen Barbaren ist. "Auch das ist notwendig, dass der Herr uns mahnt, im Gebete zu sprechen: „Und lass uns nicht in Versuchung kommen!" Aus diesen Worten geht hervor, dass der Widersacher nichts gegen uns ausrichten kann, wenn nicht Gott es vorher zulässt; deshalb soll sich all unsere Furcht, unsere Ergebenheit und unser Gehorsam Gott zuwenden, da der Böse bei seinen Versuchungen nichts gegen uns vermag, wenn ihm nicht von dorther die Macht erteilt wird. Das bestätigt die göttliche Schrift, wenn sie sagt: „Nabuchodonosor, der König von Babylonien, kam nach Jerusalem und eroberte es, und der Herr gab es in seine Hand“ (Kön. 24, 11). Gegeben aber wird dem Bösen die Macht über uns nur infolge unserer Sünden, wie geschrieben steht: „Wer hat Jakob zur Plünderung hingegeben und Israel den Räubern? War es nicht der Herr, an dem sie gesündigt haben? Und sie wollten auf seinen Wegen nicht wandeln und nicht hören auf sein Gesetz, und er hat über sie ausgeschüttet den Grimm seiner Entrüstung" (ls. 42, 24 f) . Und abermals heißt es, als Salomo sündigte und von den Geboten und Wegen des Herrn abwich: „Und der Herr erweckte den Satan gegen Salomo selbst“ (1 Kön. 11, 14).  [46]

In der siebenten Bitte fassen wir endlich all das Schlimme, das vom bösen Feind und der Welt uns droht, noch kurz zusammen und stellen uns unter Gottes mächtigen Schutz. "Nach all dem kommt am Ende des Gebetes ein Schlusssatz, der alle unsere Bitten und Anliegen in gedrängter Kürze in sich begreift. Denn wir schließen mit den Worten: „Sondern erlöse uns von dem Übel", indem wir alle Widerwärtigkeiten zusammenfassen, die der Feind in dieser Welt gegen uns im Schilde führt. Vor ihnen kann es nur dann einen festen und zuverlässigen Schutz geben, wenn uns Gott erlöst, wenn er uns auf unser Bitten und Flehen hin seine Hilfe angedeihen läßt. Wenn wir aber sagen: „Erlöse uns von dem Übel", so bleibt uns nichts weiter zu erflehen übrig, da wir damit ein für allemal Gottes Schutz gegen das Übel (oder: „gegen den Bösen") erbitten. Haben wir aber diesen erlangt, so stehen wir sicher und ungefährdet da gegen alles, was der Teufel und die Welt gegen uns im Werke haben. Denn wie kann einer sich fürchten vor der Welt, wenn ihm Gott in der Welt als Beschützer zur Seite steht?"  [47]

So bildet das Vaterunser für die Christen jedes Alters und Standes einen Auszug aus den Lehren Christi in wunderbarer Kürze. "Was Wunder, geliebteste Brüder, wenn das Gebet von so trefflicher Kürze ist! Hat es doch Gott gelehrt, der durch eine Unterweisung all unser Flehen in heilsamen Worten kurz zusammenfasste. Dies war schon durch den Propheten Isaias vorherverkündigt worden, als er, des Heiligen Geistes voll, von Gottes Majestät und Güte sprach: „Das Wort vollendend", sagt er, „und abkürzend in Gerechtigkeit; denn kurze Worte wird Gott machen auf dem ganzen Erdkreise" (Is. 10, 22) . Denn da das Wort Gottes, unser Herr Jesus Christus, für alle gekommen ist, da er ohne Unterschied Gelehrte wie Ungelehrte um sich gesammelt und jedem Geschlecht und Alter seine Heilsgebote gegeben hat, so stellte er seine Vorschriften in einem vollständigen Auszug zusammen, damit das Gedächtnis der Lernenden mit der himmlischen Lehre keine Mühe habe, sondern das für einen schlichten Glauben Notwendige schnell erlernen könne. Als er zum Beispiel lehrte, was das ewige Leben sei, da fasste er das heilige Geheimnis des Lebens in vorzüglicher und göttlicher Kürze zusammen in den Worten: „Dies aber ist das ewige Leben, dass sie erkennen Dich, den einzigen und wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus" (Joh. 17, 3). Ebenso sagte er, als er aus dem Gesetze und den Propheten die ersten und wichtigsten Gebote auswählte: „Höre, Israel: der Herr, dein Gott, ist ein einziger Herr; und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Kraft! Dies ist das erste Gebot; und das zweite ist diesem gleich: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten" (Mark. 12, 29-31; Matth. 22, 37-40; Vgl. Deut 6, 4 f.). Und wiederum: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen Gutes tun, das tuet auch ihr ihnen ebenso! Denn dies ist das Gesetz und die Propheten" (Matth. 7, 12).  [48]
 
 

17. Wacher Geist; verschließen soll sich das Herz gegen den Widersacher

Wenn das Gebet wirklich aus dem Herzen kommen soll, muss der Geist wach sein und sich zur tiefsten Andacht sammeln. "Wenn wir aber dastehen (Auch Tertullian bezeugt, dass das Gebet meist stehend verrichtet wurde, besonders an Sonntagen und in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten) und beten, geliebteste Brüder, so müssen wir wachsam und mit ganzem Herzen auf das Gebet bedacht sein. Jeder fleischliche und weltliche Gedanke sei dann ferne, und der Geist denke an nichts als allein an das, um was er betet! Deshalb schickt auch der Priester vor dem Gebet einige einleitende Worte voraus und bereitet die Herzen der Brüder vor, indem er sagt: „Die Herzen in die Höhe!", damit die Gemeinde, die darauf antwortet: „Wir haben sie beim Herrn" ( „Sursum corda!" — „Habemus ad Dominum". Den gleichen Wortlaut überliefert auch Cyrill von Jerusalem, Chrysostomus, Augustin, Cäsarius, Papst Gregor), daran erinnert wird, dass sie an nichts anderes als an den Herrn denken darf. Verschließen soll sich das Herz gegen den Widersacher, Gott allein soll es offen stehen und dem Feinde Gottes in der Stunde des Gebets keinen Zutritt verstatten. Denn er schleicht sich gar häufig heran und drängt sich bei uns ein und lenkt durch schlauen Trug unser Gebet von Gott ab, so dass wir etwas anderes im Herzen haben als auf der Zunge. Und doch ist es nicht der Klang der Stimme, sondern Herz und Sinn, die den Herrn in lauterer Andacht anflehen sollen. Von welcher Lässigkeit aber zeugt es, durch ungehörige und sündige Gedanken sich ablenken und fesseln zu lassen, wenn man zum Herrn fleht, gleich als ob es etwas anderes gäbe, woran man mehr denken dürfte als an das, was man mit Gott spricht. Wie kannst du verlangen, dass Gott auf dich hört, wenn du selbst nicht auf dich hörst? Du willst, dass der Herr an dich denke, wenn du bittest, obwohl du selbst nicht an dich denkst? Das heißt alle Vorsicht vor dem Feinde außer acht lassen, das heißt beim Gebete zu Gott die göttliche Majestät durch die Nachlässigkeit im Beten beleidigen, das heißt mit den Augen wachen und mit dem Herzen schlafen; und doch soll der Christ selbst dann, wenn er mit den Augen schläft, mit dem Herzen wachen, wie geschrieben steht im Hohen Liede, wo die Kirche von sich sagt: „Ich schlafe und mein Herz wacht" (Hohes Lied 6, 2.) . Deshalb mahnt uns der Apostel mit eindringlicher Vorsicht und sagt: „Oblieget dem Gebete und wachet darin" (Kol. 4, 2) , indem er offenbar lehren und zeigen will, dass nur solche die Erfüllung ihrer Wünsche von Gott erlangen können, die Gott im Gebete wachen sieht." [49]

Fruchtbar und wirksam wird es erst, wenn gute Werke daneben hergehen. "Die Betenden aber sollen nicht mit unfruchtbaren und leeren Bitten zu Gott kommen. Unwirksam ist unser Flehen, wenn wir uns in fruchtlosem Gebet an Gott wenden. Denn da jeder Baum, der keine Frucht bringt, herausgehauen und ins Feuer geworfen wird , so können natürlich auch Worte, die keine Frucht tragen, Gottes Gnade nicht erwirken, weil sie nicht ergiebig sind an guten Werken. Und deshalb lehrt die göttliche Schrift und sagt: „Gut ist das Gebet mit Fasten und Almosen" (Tob. 12, 8.) . Denn er, der am Tage des Gerichtes die guten Werke und Almosen belohnen wird, leiht auch heute schon jedem ein gnädiges Ohr, der mit guten Werken zum Gebete kommt. So wurde ja auch dem Hauptmann Cornelius die Gnade zuteil, dass sein Gebet erhört wurde; denn „er spendete dem Volke viele Almosen und betete stets zu Gott" (Apg. 10, 2). Zu ihm trat um die neunte Stunde, während er betete, ein Engel, der ihm seine guten Werke bezeugte und sagte: „Cornelius, deine Gebete und deine Almosen sind emporgestiegen zum Gedächtnis vor Gott" (Apg. 10, 4). [50]
 
 
 
 

Anmerkungen

[1] Vgl. Science Review Letters 2021, 20, Nr. 1223 und FAZ 2021, Nr. 111 sowie Kurse Nr. 653 St. Cyprianus, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 583 St.Thomas von Aquin (V, 47, 52, 60), Sth. III, Nr. 650 Calderón de la Barca III, Nr. 652 Juan Ruiz de Alarcón, Johann Wolfgang von Goethe I-II, Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Ib.
[3] Ib.; zu: "Amante de las ciencias" (Liebhaber der Wissenschaft) statt "monstro en ciencias" (Monster in der Wissenschaft), vgl. Kurse Nr. 653 St. Cyprianus, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 533 Aristoteles - Philosophy of Sciences, Juan Ruiz de Alarcón, Ib.
[4] Ib.; vgl. Kurs Nr. 650 Calderón de la Barca III, Ib.
[5] Ib.; zu: Augustinus und Thomas von Aquin beziehen sich auf die Werke des Kirchenvaters Cyprian von Karthago (um 200 – 258). In seiner sth III schreibt  Thomas von Aquin zum Beispiel über die Sakramente, die Wirkung der Taufe (de effectibus Baptismi), über das Empfangen der Eucharistie im allgemeinen (de usu sive sumptione huius sacramenti) vgl. Kurse Nr. 653 St. Cyprianus, Nr. 583 St.Thomas von Aquin (V, 47, 52, 60), Sth. III, Ib. 
[6] Ib.
[7] Ib.
[8] Ib.
[9] Ib.
[10] Ib.
[11] Ib.
[12] Ib.; zu: In seiner sth II-II erwähnt Thomas von Aquin Cyprian, und zitiert ihn, wenn es um das Schminken der Frauen geht: Nr. 582 St.Thomas von Aquin (IV, 77) Sth II-II, Ib.
[13] Cyprian von Karthago, Ad Demetrianum 1; An Demetrianus (Ad Demetrianum) In: Des heiligen Kirchenvaters Caecilius Cyprianus sämtliche Schriften / aus dem Lateinischen übers. von Julius Baer. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 34) München 1918
[14] 5-7
[15] Ib.
[16] 12
[17] 15-16
[18] 23-26; zu: Cyprianus meint, man solle zum christlichen Glauben übertreten, solange noch Zeit dazu ist, denn möglich ist dies nur auf der Erde. Wer z.B. als Muslim stirbt, über den werden "ewige Strafen" verhängt, die er nicht nur gemäß Dante Alighieri, in der Hölle absitzen muss, vgl. Kurse Nr. 653 St. Cyprianus, Nr. 652 Juan Ruiz de Alarcón, Nr. 562 Dante Alighieri, Ib.
[19] Ib.
[20] Cyprian von Karthago, Ad Donatum 3-6,  In: Des heiligen Kirchenvaters Caecilius Cyprianus sämtliche Schriften / aus dem Lateinischen übers. von Julius Baer. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 34, Ib. 
[21] Ib.
[22] Ib.
[23] 10-14
[24] Ib.
[25] Ib.
[26] Cyprian von Karthago, De catholicae ecclesiae unitate (Über die Einheit der katholischen Kirche) 3-6
[27] Ib.
[28] Ib.; zu: Was Cyprianus vorwegnahm hat Nikolaus Cusanus später in seinem Werk Cribratio Alcorani erläutert. So schreibt er über den Koran, es sei ein höchst verworrenes Buch ("confuissimi libri"), und dass der wahre Gott nicht sein Verfasser ist ("De Alcorano et quod deus verus non sit auctor eius"), was nach den "Satanischen Versen" eigentlich jedem klar sein sollte. Das Evangelium sei dem Koran vorzuziehen ("Evangelium sit Alkorano praeferendum"), und er spricht von der Falschheit des Korans ("falsitas Alkorani"), über den unsteten Muhammad ("lubrico Mahumeto") und den Antichristen ("illis antichristis"). Auch die Eleganz der Diktion beweist nicht, dass der Koran Gottes Wort sei ("elegantia dictaminis non probat Alkoranum dei esse dictamen"), was auf die vielen islamischen Rapper, die sogenannten Gangsterrapper, zutrifft, die versuchen unter Jugendlichen Antisemitismus und Interesse für den Islam zu verbreiten, Muhammad war sozusagen der erste Gangster-Rapper. Cusanus zeigt auch, die Gottessohnschaft Christi werde von Muhammad nicht verstanden und geleugnet, und erbringt einen müheloser Nachweis ("facilis ostensio"), dass Christus als das Wort und der höchste Gesandte Gottes der Sohn Gottes ist ("Christus quia verbum et legatus summus dei est dei filius"). Zum Schluss geht Cusanus zum Angriff über gegen den Koran ("Invectio contra Alkoranum") und die Sarazenen und spricht von groben Lügen des Korans ("lex Saracenorum continet mendacia"), vgl. Kurse Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus II, Ib.
[29] 10-14
[30] Ib.
[31] 17-23
[32] Ib.
[33] Cyprian von Karthago, De dominica oratione (Über das Gebet des Herrn) 2-4
[34] Ib.
[35] Ib.
[36] 7-11
[37] Ib.
[38] Ib.
[39] Ib.
[40] 12-14
[41] Ib.
[42] Ib.
[43] 15-17
[44] Ib.
[45] Ib.
[46] 25-27; zu: Wenn in der Geschichte jüdische oder christliche Orte den Widersachern oder Sarazenen in die Hände fielen, waren die Menschen dort schon länger vom wahren Glauben abgefallen; Gott hatte Satan, dieser die Mohammedaner beauftragt, diese Gebiete zur Strafe zu erobern. Interessant ist auch, dass diese Geisseln der Menschheit wie Tschingis Khan und der Turko-Mongole "Timur der Lahme" (Tamerlan) als Muslime in Iran und anderen islamischen Ländern immer noch verehrt werden als große Stifter von Kunst und Kultur, wie iranische ProfessorInnen bei Arte stolz berichten. Außer dem islamischen Manierismus und monumentalen Grabstätten, haben sie allerdings nichts von Weltrang hinterlassen. Allerdings kommt es auch vor, dass große Bösewichter die kleinen Bösewichter wie den osmanischen Sultan Bayezid I schlucken; der Osmane hatte 1402 in der Schlacht bei Ankara eine der schwersten Niederlagen einstecken müssen. Bayezid wurde gefangen genommen und Timur dadurch auch in Europa "berühmt". Timur verschonte noch das christliche Konstantinopel, das erst 1453 von dem Barbaren und Osmanen Mehmed II.erobert werden sollte und bis heute in der Hand von islamischen Barbaren ist, vgl. Science Review Letters 2021, 20, Nr. 1224 und Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 505 Arthur Schopenhauer, Ib.
[47] Ib.
[48] Ib.
[49] 31-32
[50] Ib.
[51] Ib.
 
 







El Greco, Pfingsten, um 1600, Museo Del Prado, Madrid

St. Cyprian wendet sich damals gegen Novatian, der von drei Bischöfen sich durch Handauflegen zum Bischof weihen ließ, die er aus einem fernen Winkel Italiens nach Rom gelockt and zuvor durch Wein betäubt hatte. Heute sitzen die Muslime "auf dem Stuhle der Pestilenz" und verbreiten die "Seuche des Glaubens, die mit dem Munde der Schlange täuschen". In den Koranschulen, an islamischen Universitäten und sogar im staatlichen islamischen Religionsnterricht  sitzen die "Meister in der Entstellung der Wahrheit, die mit ihren verderbenbringenden Zungen tödliches Gift ausspeien. Ihre Rede frisst um sich wie ein Krebs". Was Cyprianus vorwegnahm hat Nikolaus Cusanus später in seinem Werk Cribratio Alcorani erläutert. So schreibt er über den Koran, es sei ein höchst verworrenes Buch ("confuissimi libri"), und dass der wahre Gott nicht sein Verfasser ist ("De Alcorano et quod deus verus non sit auctor eius"), was nach den "Satanischen Versen" eigentlich jedem klar sein sollte. Das Evangelium sei dem Koran vorzuziehen ("Evangelium sit Alkorano praeferendum"), und er spricht von der Falschheit des Korans ("falsitas Alkorani"), über den unsteten Muhammad ("lubrico Mahumeto") und den Antichristen ("illis antichristis"). Auch die Eleganz der Diktion beweist nicht, dass der Koran Gottes Wort sei ("elegantia dictaminis non probat Alkoranum dei esse dictamen"), was auf die vielen islamischen Rapper, die sogenannten Gangsterrapper, zutrifft, die versuchen unter Jugendlichen Antisemitismus und Interesse für den Islam zu verbreiten; Muhammad war sozusagen der erste Gangster-Rapper. Cusanus zeigt auch, die Gottessohnschaft Christi werde von Muhammad nicht verstanden und geleugnet, und erbringt einen müheloser Nachweis ("facilis ostensio"), dass Christus als das Wort und der höchste Gesandte Gottes der Sohn Gottes ist ("Christus quia verbum et legatus summus dei est dei filius"). Zum Schluss geht Cusanus zum Angriff über gegen den Koran ("Invectio contra Alkoranum") und die Sarazenen und spricht von groben Lügen des Korans ("lex Saracenorum continet mendacia"). 

"Man sieht,  dass es keine vollkommene Religion, die die Menschen zu dem letzten so sehr ersehnten Ziel des Friedens führt, geben kann, die Christus nicht als Mittler und Erlöser, Gott und Mensch, Weg, Leben und Wahrheit liebend umfasst. Wie unstimmig ist der Irrglaube der Sarazenen! Sie bekennen, dass Christus als der größte und vollkommenste Mensch von der Jungfrau geboren und lebendig in den Himmel aufgenommen wurde und leugnen, dass er Gott ist. Sie sind vollkommen verblendet, weil sie Unmögliches behaupten. Daraus kann jeder vernünftige Mensch sonnenklar erkennen, dass ein über alles vollkommener und größter, auf übernatürliche Weise aus der Jungfrau geborener Mensch zugleich auch Gott sein muss. Ohne Verstand (sine ratione) verfolgen sie das Kreuz Christi und kennen seine Geheimnisse nicht. Darum werden sie auch nicht die göttliche Frucht seiner Erlösung verkosten, noch erwarten sie nach dem Gesetz ihres Mohammed (ex lege sua Machomieti), das nichts anderes als die Erfüllung sinnlicher Begierde verheisst." -  Nicolaus Cusanus, De docta III, 8
Schon Cyprianus meint, vor der gefährlichen Verführungskunst dieser Abtrünnigen, gegen die schon der Herr seine mahnende Stimme erhebt, könne man sich gar nicht genug in acht nehmen. "Gegen solche Menschen erhebt der Herr seine Stimme, von ihnen zieht und ruft er sein irrendes Volk zurück mit den Worten: "Höret nicht auf die Reden der falschen Propheten, denn die Gesichte ihres Herzens täuschen sie! Sie reden, aber nicht aus dem Munde des Herrn. Sie sagen zu denen, die das Wort Gottes verwerfen: Friede werdet ihr haben und alle, die nach ihrem Willen wandeln. Jeder, der im Irrtum seines Herzens wandelt, über den wird kein Unheil kommen. "Ich habe nicht zu ihnen geredet, und sie haben selbst geweissagt. Wären sie auf meiner Grundlage stehen geblieben und hätten sie meine Worte gehört und mein Volk gelehrt, so hätte ich sie von ihren bösen Gedanken bekehrt" ( Jer. 28, 16 - 17; 21 - 22). Auf die gleichen zeigt und weist abermals der Herr hin, wenn er sagt: "Mich haben sie verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, und haben sich löcherige Behälter gegraben, die kein Wasser halten können" (Jer. 2, 13). 

Selbst der Märtyrertod solcher Schismatiker oder Muslime vermag ihre schwere Schuld nicht auszugleichen: das Martyrium außerhalb der Kirche bleibt nutzlos. "Wer nicht in der Kirche steht, der kann kein Märtyrer sein; zum Himmelreich wird der nicht gelangen können, der sie verlässt, die zur Herrschaft im Himmel bestimmt ist. Den Frieden hat uns Christus gegeben, eines Herzens und eines Sinnes zu sein, hat er uns befohlen, den Bund der Zärtlichkeit und Liebe hat er uns unversehrt und unverletzt zu bewahren geboten. Der kann sich nicht als Märtyrer erweisen, der an der brüderlichen Liebe nicht festgehalten hat Dies lehrt und bezeugt auch der Apostel Paulus mit den Worten: „Und wenn ich einen Glauben hätte, so dass ich Berge versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich zur Speisung [der Armen] meine ganze Habe verteilte und wenn ich meinen Leib zum Verbrennen hingäbe, hätte aber die Liebe nicht, so nützte es mir nichts. Die Liebe ist hochherzig, die Liebe ist gütig, die Liebe kennt keine Eifersucht, sie bläht sich nicht auf, sie läßt sich nicht aufreizen, sie handelt nicht leichtfertig, sie sinnt nichts Arges, alles liebt sie, alles glaubt sie, alles hofft sie, alles erträgt sie. Die Liebe wird niemals aufhören“' (1 Kor. 13, 2-8). „Niemals“, sagt er, „wird die Liebe aufhören.“ Denn sie wird stets im Himmelreich herrschen, sie wird kraft der Einheit der unter sich innig verbundenen Brüdergemeinde in Ewigkeit währen. Zum Himmelreich kann die Zwietracht nicht gelangen; am Lohne Christi, der da gesagt hat: „Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, wie ich euch geliebt habe“ (Joh. 15, 12), wird der keinen Anteil erlangen können, der die Liebe Christi durch treulosen Abfall verletzt hat. Wer die Liebe nicht hat, der hat Gott nicht. Ein Wort des seligen Apostels Johannes lautet: „Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott bleibet in ihm“ (1 Joh. 4, 16). Mit Gott können diejenigen nicht vereint bleiben, die in der Kirche Gottes nicht haben einmütig sein wollen. Mögen sie auch den Flammen und dem Feuer übergeben werden und verbrennen oder den wilden Tieren vorgeworfen ihr Leben enden, so wird das doch nicht die Krone des Glaubens sein, sondern nur die Strafe für ihre Treulosigkeit, nicht das ruhmvolle Ende frommer Tugend, sondern nur der Untergang der Verzweiflung. Getötet werden kann ein solcher, gekrönt werden kann er nicht. Als Christ bekennt er sich in der gleichen Weise, in der auch der Teufel sich oft für Christus ausgibt, wie der Herr selbst schon im voraus warnend spricht: „Viele werden kommen in meinem Namen und sagen: ,Ich bin Christus', und sie werden viele täuschen“ (Mark. 13, 6). Sowenig jener Christus ist, obwohl er unter seinem Namen irreführt, ebensowenig kann der für einen Christen gelten, der nicht bei seinem Evangelium und im wahren Glauben beharrt." Muslime können also nicht den Märtyrertod erleiden. Sie bekennen sich zu Gott, "in der gleichen Weise, in der auch der Teufel sich oft für Christus ausgibt" - Cyprian von Karthago, De catholicae ecclesiae unitate (Über die Einheit der katholischen Kirche)

St. Cyprian fragt auch "welches Gebet wäre eher vor dem Vater ein Flehen in der Wahrheit als das, welches aus dem Munde seines eigenen Sohnes stammt, der die Wahrheit ist? (Joh. 14, 6) Anders zu beten, als er gelehrt hat, wäre daher nicht nur Unwissenheit, sondern auch ein Vergehen, da er selbst geäußert und gesagt hat: „Ihr verwerft das Gebot Gottes, um eure Überlieferung aufzustellen" (Matth. 15, 6; vgL Mark. 7, 9). Es ist klar, dass sich die Pseudogebete der Muslime außerhalb der Wahrheit befinden, da Christus nicht als Gott verehrt wird, sondern nur falsche Propheten. Kein anderes Gebet kann bei Gott dem Vater so wohlgefällig und wirksam sein wie das von seinem eigenen Sohne stammende. "Lasst uns also beten, geliebteste Brüder, wie Gott unser Meister es gelehrt hat! Ein willkommenes und trautes Gebet ist es, wenn man zu Gott in seinen eigenen Worten flehen kann, wenn Christi Gebet zu seinen Ohren emporsteigt. Lasst den Vater seines Sohnes Worte wiedererkennen, wenn wir unser Gebet verrichten! Lasst ihn, der drinnen in unserer Brust wohnt, auch auf unseren Lippen wohnen, und da wir an ihm selbst bei dem Vater einen Fürsprecher (1 Joh. 2, 1) haben für unsere Sünden, so wollen wir uns auch der Worte unseres Fürsprechers bedienen, wenn wir Sünder um Verzeihung für unsere Vergehen bitten! Denn da er sagt: „Was immer wir vom Vater erbitten werden in seinem Namen, das wird er uns geben"(Joh. 16, 23), um wieviel wirksamer erreichen wir dann das, was wir in Christi Namen erbitten, wenn wir unsere Bitte in seinen eigenen Worten ihm vortragen?" 

Beim Beten müssen wir schon in Haltung und Ton Bescheidenheit und Anstand walten lassen, sich öffentlich hinwerfen, "laut zu schreien und zu lärmen", "in geräuschvoller Geschwätzigkeit heraussprudeln" wie es die Muslime und ihre Muezzine tun, ist "die Art eines Unverschämten". Daher gilt "Wenn wir aber beten, so sollen unsere Worte und unser Flehen in aller Zucht Ruhe und Ehrerbietung vereinigen. Wir müssen bedenken, dass wir vor Gottes Angesicht stehen. Zu gefallen gilt es da den Augen Gottes nicht nur in der Haltung unseres Körpers, sondern auch durch den Ton unserer Stimme. Denn während es die Art eines Unverschämten ist, laut zu schreien und zu lärmen, ziemt es hingegen dem Ehrerbietigen, mit aller Bescheidenheit zu bitten und zu beten. Hat ja doch der Herr in seiner Lehre uns geboten, im geheimen zu beten, an verborgenen und abgelegenen Orten, ja sogar in unserem Kämmerlein (Matth. 6, 6.), weil es so dem Glauben besser entspricht. Denn wir sollen wissen, dass Gott überall gegenwärtig ist, dass er alle Menschen hört und sieht und kraft der Fülle seiner Majestät auch in die geheimste Verborgenheit eindringt, ... Auch wenn wir gemeinsam mit unseren Brüdern zusammenkommen und das göttliche Opfer mit dem Priester Gottes feiern, müssen wir der Ehrerbietung und Zucht gedenken und dürfen nicht so ohne weiteres unsere Bitten in nachlässigen Worten hinwerfen oder unser Anliegen, das wir in aller Bescheidenheit Gott anheimzustellen haben, in geräuschvoller Geschwätzigkeit heraussprudeln (Matth. 6, 7) . Denn Gott horcht nicht auf die Stimme, sondern auf das Herz, und es ist nicht nötig, ihn, der die Gedanken sieht, erst durch lautes Geschrei zu mahnen. Das bestätigt der Herr, wenn er sagt: „Was denkt ihr Böses in eurem Herzen?" (Matth. 9, 4 ; Luk. 5, 22) und an einer anderen Stelle: „Und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich der Erforscher der Nieren und des Herzens bin“ (Offenb. 2, 28). - Cyprian von Karthago, De dominica oratione (Über das Gebet des Herrn), vgl. Kurse Nr. 653 St. Cyprianus, Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus II, Ib.
 
 



St. Cyprian, Meister von Messkirch  (tätig etwa zw. 1515 und 1540), Der Heilige Bischof Cyprianus, 1536-1540, Mischtechnik; Goldgrund; Tannenholz; Höhe: 61,8 cm; Breite: 29 cm; Die Tafel gehörte als Innenseite des rechten Drehflügels zu einem der elf Nebenaltäre aus der Pfarrkirche St. Martin in Meßkirch
 
 
 
 


Cyprianus von Karthago, Ulmer Meister von 1504, Rechter Altarflügel, Innenseite: Bischof Cyprianus von Karthago, 1504, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren
 


Die Stadtpfarrkirche St. Justina, Bad Wörishofen mit Deckengemälde, 1936 von Johann Michael Schmitt (* 1878, † 10. März 1943) im Westteil der Kirche, ist dem Märtyrerpaar Cyprian und Justina von Antiochien geweiht. Verehrung der Hl. Dreifaltigkeit durch die Heiligen Agnes, Katharina, Felicitas, Justina von Antijochien, Cyprian, Pancratius und Sebastian; unter der Himmelsöffnung steht Pfarrer Sebastian Kneipp und predigt Kranken und Gesunden. Sebastian Kneipp war von 1881 bis 1897 Pfarrer in St. Justina
 


St. Cyprian, Fresco, Sarntal, Tirol
 
 


Paolo Veronese St. Anthony with St. Cornelius and St. Cyprian
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

St. Cyprianus
Akademie der Kunst und Philosophie / Academy of Arts and Philosophy
DI. M. Thiele, President and international Coordinator
Api Review Letters / Science Review Letters
Save the Bees, Bumblebees and Beecolonies
Zentrum fuer wesensgemaesse Bienenhaltung
Centre for Ecological Apiculture
Natural Apitherapy Research Centre
M. Thiele College of Beetherapy / Academy of Arts and Philosophy / Sciences

Allgemeine Infos zur Akademie der Kunst und Philosophie und den Kursen
Registration form

Zur Philosophie und Kulturgeschichte von Byzanz, des Mittelalters, der Schule von Chartres, der Renaissance, des Barock, der Aufklärung, des Idealismus, der Romantik vgl. Kurse: Nr. 551 G.W.F. Hegel I, Nr. 660 G.W.F. Hegel II, Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte I, Nr. 658 Johann Gottlieb Fichte II, Nr. 509 F.W.J. Schelling I, Nr. 510 F.W.J. Schelling II, Nr. 513 F.W.J. Schelling III, Nr. 505 Arthur Schopenhauer I-II, Nr. 663 Arthur Schopenhauer III, Nr. 531 Platon, Nr. 533 Aristoteles, Nr. 623 Johann Ludwig Wilhelm Müller, Nr. 020 Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 553 Friedrich Schiller I-II, Nr. 554 Friedrich Hölderlin I-II, Nr. 512 Novalis, Nr. 630 Johann Ludwig Tieck, Nr. 631 Adelbert von Chamisso, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 622 Victor Hugo, Nr. 629 Voltaire I-II, Nr. 621 Lord Byron, Nr. 628 Percy Bysshe Shelly, Nr. 561 Sir Walter Scott, Nr. 555 Angelus Silesius, Nr. 634 Hans Sachs, Nr. 619 Franz Werfel, Nr. 588 Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Nr. 550 Fjodor M. Dostojewskij I-II, Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 661 Philosophie der Geschichte, Nr. 659 Wissenschaftslehre, Nr. 545 Sittenlehre I-II, Nr. 614 Sittenlehre III, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre I-II, Nr. 641 Staats- und Rechtslehre III, Nr. 644 Staats- und Rechtslehre IV, Nr. 655 Staats- und Rechtslehre V, Nr. 618 St. Ephraim der Syrer, Nr. 617 St. Cyrill von Alexandrien, Nr. 616 St. Gregor von Nazianz, Nr. 613 St. Gregor von Nyssa, Nr. 612 St. Johannes Chrysostomos, Nr. 611 St. Johannes Cassianus, Nr. 627 St. Basilius der Große, Nr. 625 Theodorus Abucara, Nr. 624 Byzantinische Wissenschaft / Philosophie, Nr. 653 St. Cyprianus, Nr. 609 St. Athanasius der Große, Nr. 605 St. Irenaeus von Lyon, Nr. 604 St. Hildegard von Bingen, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 581 Bernhard von Chartres, Nr. 580 Wilhelm von Conches, Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 574 Johannes von Salisbury, Nr. 577 Petrus Lombardus, Nr. 576 Gilbert de la Porrée / Gilbert von Poitiers, Nr. 565 Johannes Scotus Eriugena, Nr. 575 Thierry de ChartresNr. 571 Alanus ab Insulis, Nr. 572 Anselm von Canterbury, Nr. 570 St. Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus III, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 654 St. Augustinus III, Nr. 579 St. Albertus Magnus, Nr. 500 St. Thomas von Aquin I, ScG, Nr. 501 St.Thomas von Aquin II,  Sth I., Nr. 502 St.Thomas von Aquin III, Sth. I-II, Nr. 582 St.Thomas von Aquin IV, Sth II-II, Nr. 583 St.Thomas von Aquin V, Sth. III, Nr. 566 Meister Eckhart, Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 558 Calderón de la Barca, Nr. 648 Calderón de la Barca II, Nr. 650 Calderón de la Barca III, Nr. 651 Calderón de la Barca IV, Nr. 563 Miguel de Cervantes I, Nr. 645 Miguel de Cervantes II, Nr. 637 Lope de Vega I, Nr. 638 Lope de Vega II, Nr. 642 Lope de Vega III, Nr. 643 Lope de Vega IV, Nr. 652 Juan Ruiz de Alarcón, Nr. 632 Ginés Pérez de Hita, Nr. 633 Luis Vaz de Camões, Nr. 557 Ludovico Ariosto, Nr. 556 Torquato Tasso, Nr. 552 William Shakespeare II, Nr. 559 Wolfram von Eschenbach, Nr. 560 Walter von der Vogelweide, Nr. 662 Gottfried von Strassburg, Akademie der Kunst und Philosophie

Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 591 Paolo Veronese, Nr. 597 Correggio, Nr. 598 El Greco, Nr. 620 Giovanni Battista Tiepolo, Nr. 590 Giovanni Bellini, Nr. 656 Andrea Solari, Nr. 657 Bernadino Luini, Nr. 587 Andrea Mantegna, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 635 Rogier van der Weyden, Nr. 640 Stefan Lochner, Nr. 646 Michael Pacher, Nr. 647 Peter Paul Rubens, Nr. 649 Giotto di Bondone, Nr. 626 Luca Signorelli, Nr. 610 Piero della Francesca, Nr. 596 Perugino, Nr. 522 Raffael (Raffaello Sanzio), Nr. 523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo Gozzoli, Nr. 606 Fra Angelico, Nr. 607 Pinturicchio, Nr. 608 Domenico Ghirlandaio, Nr. 593 Filippo Lippi, Nr. 594 Filippino Lippi, Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 603 Bernard van Orley, Nr. 615 Ambrogio da Fossano detto il Bergognone, Nr. 636 Eugène Delacroix, Nr. 639 Bartolomé Esteban Murillo, Akademie der Kunst und Philosophie



Copyright © 2012-2021 Akademie der Kunst und Philosophie
Letzte Bearbeitung:31.05.2021