Akademie der Kunst und Philosophie
Akademie der Wissenschaften | Académie des sciences
 

 

Nr. 585 

St. Ambrosius - S. Ambrogio 

Poet and Philosopher of Middle Ages 


On wrong Philosophy / Science and how to improve

„Naboth wollte das Erbe seiner Väter nicht herausgeben, und ich sollte das Erbe Christi übergeben?“ St. Ambrosius zu den Arianern

 

Taufe des Augustinus durch Bischof Ambrosius, Fresko von Benozzo Gozzoli, ca. 1465

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:

Für den Lebensgang des hl. Ambrosius, des nach Augustins Zeugnis (Conf. V 13) „best- und weltbekannten Bischofs von Mailand“ (374—397), des ersten der vier großen abendländischen Kirchenlehrer, liefern die eigenen Briefe und Schriften das geschichtlich wertvollste Quellenmaterial. Als zweite Hauptquelle reiht sich das auf Augustins Anregung verfasste „Leben des heiligen Ambrosius“ aus der Feder seines Sekretärs Paulinus an. Ambrosius ward darnach um das Jahr 333 (oder 340) wahrscheinlich zu Trier geboren, wo sein gleichnamiger Vater das Amt eines Praefectus praetorio für Gallien bekleidete: der Sprößling eines vornehmen römischen Geschlechtes, das auf verdiente Staatsmänner, der Sohn eines christlichen Hauses, das auf mehrere Märtyrer zurückblicken konnte. Wahrheit und Dichtung deuten schon an der Wiege auf das Kind der Vorsehung. Ein Bienenschwarm sollen sich auf des schlafenden Knaben Gesicht niedergelassen haben. Seine höhere Ausbildung genoß der heranwachsende Jüngling in Rom, wohin die Mutter nach des Vaters frühem Tod mit den Kindern übergesiedelt war. Gleich dem Bruder widmete er sich der staatsmännischen Laufbahn, die ihn bei seinen ungewöhnlichen Fähigkeiten rasch von Erfolg zu Erfolg, von Stufe zu Stufe führte und um 370 zur Konsularwürde emportrug. Um 374 wurde ihm als Konsular von Aemilia und Liguria Mailand als Residenz angewiesen, dem seine politische und kulturelle Bedeutung längst die Hegemonie unter den norditalischen Städten und den Ehrennamen eines zweiten Rom, eines zweiten Athen eingetragen hatte. Hier sollte der Ahnungslose die Konsularwürde mit der Bischofswürde vertauschen. [1]

Der Arianer Auxentius, welcher der überwiegend katholisch gesinnten Kirche Mailands vom Kaiserhofe 355 als Bischof aufgedrängt ward, starb 374, kurz nach der Ankunft des Ambrosius. Ein heftiger Streit entbrannte eben anläßlich der Bischofswahl zwischen den Katholiken und den Arianern. Der neue Konsular eilte herbei, seines Amtes zu walten zur Beschwichtigung der erregten Gemüter, zur Verhütung der drohenden Exzesse. „Da erscholl plötzlich aus dem Volke eine Kinderstimme: ‚Ambrosius Bischof! Und die Augen des ganzen Volkes wendeten sich in der Richtung nach der Stimme Schall, und einmütig rief es: ,Ambrosius Bischof!“ Noch war derselbe Katechumene, in der heiligen Wissenschaft Laie. Vergebens sträubte er sich gegen die Wahl, vergebens schützte er Sündhaftigkeit vor, vergebens suchte er durch wiederholte Flucht sich derselben zu entziehen. Des Volkes Stimme war Gottes Stimme. Und „als er den Willen Gottes betreffs seiner und das Vergebliche seines Widersträubens erkannte, verlangte er die Taufe, doch nur aus der Hand eines katholischen Bischofs; denn er mied den Unglauben der Arianer. Nach der Taufe nun erfüllte er, wie versichert wird, sämtliche kirchliche Weihe-Vorschriften und empfing am achten Tage die Bischofsweihe zur höchsten Befriedigung und Freude aller“. Schon vorher hatte Kaiser Valentinian I. „mit größter Freude es aufgenommen, dass man einen von ihm bestellten Richter für das Priesteramt begehre“ [2]

Mit Ambrosius bestieg ein Kirchenfürst den Bischofsstuhl, in welchem die Tugend des alten Römers mit dem Geiste Christi zu vollendeter Einheit sich verband. Für sich begnügte er sich mit einer Lebensweise, die ihm fortan mit kargen Händen kaum das zum Leben Notwendige bot. Die herzlosen Lebemänner, welche, der Armen vergessend, mit den Stammbäumen ihrer Hunde und Pferde prahlten (De Nabuth. 13), rief er ebenso eindringlich zu christlicher Pflicht und Sitte, wie die Proletarier, die, ohne Tunika, ohne Geld zur Bestreitung des kommenden Tagesbedarfes, zur Begleichung ihrer Schuldigkeit an den Wirt, vor den Türen der Tabernen herumlungerten und an einem Tage den Arbeitsverdienst vieler Tage verzechten (De Elia 12). Den Armen aber träufelte sein Wort und Beispiel Trost und Mut in das zagende Herz, in des Lebens Not. Gerade die Armenpflege nahm einen großen Teil seiner Hirtensorge und Zeit in Anspruch. Ein Vater der Hilfsbedürftigen überhaupt hielt er sich jedem verbunden, der seines Dienstes begehrte. Seine Türe stand des Tages jedem offen, dem Vornehmen wie dem Niedrigen, die unangemeldet eintreten konnten (Aug., Conf. VI 3). Und oftmals erübrigten dem tagsüber von „Haufen Leuten“ in Anspruch Genommenen nur die Stunden der Nacht zu Gebet und Studien. [3]

Indes das Herzstück seiner seelsorglichen Tätigkeit war und blieb die Verkündigung des Gotteswortes. Sie trug seinen Ruf als Kanzelredner über Land und Meer. Eines ganz ungewöhnlichen Andranges, eines ganz ungewöhnlichen Erfolges erfreute sich denn auch sein Predigtwort. Vom Sturm der Begeisterung ergriffen, den es weckte, eilten nicht bloß von Placentia und Bologna, sondern selbst noch vom fernen Mauretanien Jungfrauen herbei, um in Mailand in christliche Klöster einzutreten. Einen Augustinus zog es an, der, wie er selbst bekennt (Conf. V 13), „voll Spannung an des Predigers Worten hing . . . und an der Süßigkeit seines Vortrags sich ergötzte“, ja „seinem Mund allererst“ die Bekehrung verdankte (Ep. 147). [4]

Wo immer weit über Mailand und Italien hinaus große Gefahren und schwere Kämpfe wie Wetterleuchten durch die Kirche zucken, taucht seine überragende Persönlichkeit auf, Wort und Tat wie Wehr und Wall ihr leihend. Er ist der gewaltigste Vorkämpfer wider die letzten krampfhaften Reaktionen des Heidentums, ihrer Selbständigkeit gegenüber der Staatsgewalt, ihrer Rechtgläubigkeit und Einheit wider Häresie und Schisma. Im Jahre 382 hatte Kaiser Gratian (375—383) sicherlich nicht ohne Einwirkung seines väterlichen Beraters Ambrosius die Staatsbeiträge für den heidnischen Kult zurückgenommen, dessen Tempelgüter und Privilegien eingezogen, das letzte Wahrzeichen des herrschenden Götterwahnes in Rom, die von Augustus im Sitzungssaale des Senats errichtete Bildsäule der Siegesgöttin beseitigen lassen. Die heidnische Mehrheitspartei der Kurie mit dem edlen Stadtpräfekten Symmachus als Wortführer an der Spitze machte sich auf den Weg zum Kaiser, um ihn zur Zurücknahme seiner Verordnungen zu bewegen. Eher als die Deputation erreichte der flammende Protest, den die christliche Senatsminorität dagegen erhob, das Ohr des Kaisers. Unter dem Eindruck desselben war es Ambrosius leicht, letzteren zu standhaftem Beharren bei seinen Entschließungen zu bestimmen. Ohne einer Audienz gewürdigt zu werden, musste die Abordnung unverrichteter Sache nach Rom zurückkehren. Als unter Gratians Stiefbruder und Nachfolger Valentinian II. (383-392) der heidnische Senat den gleichen Versuch erneute, scheiterte derselbe wiederum an der Umsicht und Tatkraft des Bischofs, dessen persönlichen Opfern und diplomatischen Erfolgen der dreizehnjährige Kaiser unmittelbar zuvor den Thron zu verdanken hatte. Auf die Denkschrift des Symmachus (relatio Symmachi) an die Kaiser des Ost- und Westreiches antwortete er mit einer eingehenden Kritik und Widerlegung und sicherte von neuem den Triumph der Kirche über das sinkende Heidentum. Noch ein drittes Mal (388/89) bemühte sich der Senat, bei Theodosius d. Gr. jenen Lieblingswunsch durchzusetzen. Der Augenblick schien günstig, da dem Kaiser nach dem Siege über Maxentius daran gelegen sein musste, seine Herrschaft im Westen mit Gnadenerweisen einzuführen und den Römern sich entgegenkommend zu zeigen. Auch diesmal siegte der Einfluß des Bischofs, der dem schwankenden Fürsten seine Meinung „unbedenklich ins Gesicht sagte“ und die Pflicht einschärfte, die ihm als Christen oblag (Ep. 57). Diese Pflicht als Christen zu agieren, fehlt den heutigen Politikern und auch einigen Kirchenvertretern, die das Heidentum in Form des Islams, durch islamischen Religionsunterricht, das Ersetzen der Byzantinistik durch Islamwissenschaften an Universitäten, in Europa wieder etablieren wollen. [5]

Ambrosius war der väterliche Freund und Berater der Kaiser in wichtigen Angelegenheiten überhaupt und in Zeiten der Gefahr die festeste Stütze ihres Thrones. Der jugendliche Gratian und Valentinian II. waren ihm wie Söhne ergeben, und das Freundschaftsband, das ihn mit Theodosius (379-395) verknüpfte, schlang sich trotz vorübergehenden Lockerungen immer enger. Mit dem Verlangen nach Ambrosius im Herzen, mit dem Namen des Ambrosius auf den Lippen war Gratian 383, erst 24 Jahre alt, zu Lyon als Opfer treulosen Verrates unter Meuchlerhänden verblutet. Seine eigenen Legionen hatten bereits den ehrgeizigen Rebellen Maximus zum Augustus mit ausgerufen. In dieser äusserst kritischen Lage bewährte sich Ambrosius zum ersten Male dem Kaiserhause als der Retter in der Not. Er war der erste Kirchenfürst, den die Kaiser anriefen, ihren wankenden Thron zu stützen. Selbst die Kaiserin - Mutter Justina, die so gehässige arianische Partnerin, verdemütigte sich und empfahl ihren Sohn und Mündel seiner erprobten Treue und erfahrenen Staatskunst. Er nahm in eigener Person die Gefahren und Strapazen der Gesandtschaftsreise nach Trier zum Kaisermörder und Thronprätendenten auf sich, brachte durch seine umsichtige Politik dessen letzte Pläne zum Scheitern und sicherte durch den Friedensschluß von 384 seinem kaiserlichen Schützling das Imperium: Maximus ward nicht Augustus des weströmischen Reiches, sondern nur Mitaugustus über Gallien, Spanien und Britannien. Als letzterer zwei Jahre später (386) die schweren religionspolitischen Fehler des arianisierenden Mailänder Hofes (d. h. Justinas) und die hierüber entstandene Mißstimmung des katholischen Klerus und Volkes ausnützend als angeblicher Schützer und Retter der Orthodoxie seine Aspirationen auf die Alleinherrschaft erneute, durchschaute Ambrosius das politische Ränkespiel in religiöser Maske und trat wiederum seinem Siegeslauf hindernd in den Weg. Die ärgerlichen arianerfreundlichen Allüren des Kaiserhauses vermochten ihn ebensowenig in seinen loyalen Gesinnungen gegen die legitime Kaiserdynastie zu erschüttern, als die aufdringlichen Bemühungen des Maximus um die Orthodoxie ihn über dessen wahre politische Ziele hinwegtäuschten. Zum zweiten Male trat er für das von Maximus schwer bedrohte Kaiserhaus die Gesandtschaftsreise an dessen Hof in Trier an. Er vertrat voll Kraft und Würde des Valentinian Sache vor dem versammelten Konsistorium und wagte sogar, mehr Ankläger denn Bittender, den Usurpator öffentlich des Unrechts zu zeihen. Wohl musste er anscheinend unverrichteter Dinge abziehen. Indes Maximus hatte sich überzeugen müssen, dass Italiens Bischöfe zu keinerlei Konspirationen, der Mailänder Kaiserhof zu keinerlei Konzessionen gewillt seien. Sein Einfall in Italien, der ihn schließlich dem Feldherrngenie eines Theodosius gegenüberstellte, endete für ihn mit dem Verluste von Thron und Leben. Ein drittes Mal (392) rief die Not seines Kaisers den Bischof nach Gallien. In kriegerischen Unternehmungen daselbst begriffen, sollte Valentinian II., erst 21 Jahre alt, der ehrgeizigen Politik des treulosen Franken Arbogast zum Opfer fallen. Sehnlichst hatte es den Ahnenden und Fürchtenden noch nach dem Trost und Beistand des heiligen Bischofs, den Katechumenen nach der Taufe aus dessen Hand verlangt. Es war zu spät. Der Heilige vermochte nur die Leiche des Ermordeten nach Mailand zu überführen, wo er ihn in einer ergreifenden Leichenrede gleich Gratian als Bekenner-Kaiser feierte: Seine anfängliche Mißstimmung gegen den Bischof sei immer zärtlicherer Liebe, sein anfänglicher Weltsinn immer reiferem Tugendernste gewichen. [6]

Theodosius d. Gr., seit 394 durch den Sieg über Arbogast und dessen Schattenkaiser Eugenius bei Aquileja Alleinherrscher, würdigte als strenggläubiger Katholik von Anfang an Ambrosius seines hohen Vertrauens, seiner ehrlichen Freundschaft. Diese wurde freilich wiederholt auf harte Probe gestellt. Über Freundesrücksicht stand dem heiligen Bischof die Amtspflicht. Auch einem Theodosius gegenüber wahrt er mit unbestechlicher Gerechtigkeit und unbeugsamem Mut das höhere Recht der Kirche und deren Unabhängigkeit von der weltlichen Macht. Ja vielleicht wird eine pragmatische Geschichtsbetrachtung die ersten tiefen Wurzeln jener Kirchenhoheit der späteren Jahrhunderte gerade bei Ambrosius finden, der sie wie kein anderer Kirchenfürst vor Gregor d. Gr. vorbereiten half. Heidnische Tempel, heute würde man sagen Moscheen, sollten nicht wieder aufgebaut werden. Ambrosius widersetzte sich dem Ansinnen in einer freimütigen Denkschrift an den Kaiser: er stelle damit den Bischof vor die Wahl, ein Verräter am Glauben oder ein Märtyrer desselben zu werden. [7]

Einen noch schärferen Konflikt zwischen beiden Männern beschwor zwei Jahre später (390) das Blutbad zu Thessalonich herauf. Die Kunde, dass der Jähzorn des Kaisers zur Sühne der tumultuarischen Ermordung einiger Beamten gegen siebentausend Menschen ohne Unterschied des Alters und Geschlechtes dem Tode weihte, rief überall Bestürzung hervor. Auch des Ambrosius Herz blutete. Er verließ zunächst Mailand, um einer persönlichen Begegnung mit Theodosius aus dem Weg zu gehen. Gleichzeitig stellte er ihm in einem Schreiben ebenso freimütig wie eindringlich die Größe der Schuld und die Notwendigkeit der Buße vor die Seele. Mag die bekannte dramatische Szene vor dem Portale der Mailänder Kathedrale, wonach der Bischof den im Hofstaat zum Gottesdienst erscheinenden Kaiser mit quer vorgehaltenem Stabe vom Eintritt in die Kirche zurückwies und dessen Selbstentschuldigung mit der Antwort parierte: „Bist du David in der Sünde gefolgt, so folge ihm auch in der Buße“, in ihrer Geschichtlichkeit sehr dahingestellt bleiben, soviel ist gewiß, dass er von demselben öffentliche Buße verlangte und hiervon ganz unzweideutig die kirchliche Gemeinschaft und die Teilnahme am Gottesdienste abhängig machte: „Ich wage nicht, das Opfer darzubringen, wenn du anwohnen wolltest“. Der Kaiser unterwarf sich denn auch der öffentlichen Kirchenbuße: „Er warf“, bezeugt Ambrosius selbst, „allen kaiserlichen Schmuck, den er trug, weg, beweinte in der Kirche öffentlich seine Sünde, die ihn auf das trügerische Zureden anderer übermannt hatte, und flehte unter Seufzen und Tränen um Vergebung. Wessen gewöhnliche Leute sich schämen, dessen schämte der Kaiser sich nicht: öffentlich Buße zu tun. Und auch später verging kein Tag, an dem er nicht schmerzlich jener Verirrung gedacht hätte“ (De obit. Theod.). Keine glänzendere Probe hätte die sittliche Größe des Kaisers bestehen können als diese Selbstverdemütigung. Kaum weniger glänzend bewährte sich dieselbe darin, dass der Bischof, der einem der großen alttestamentlichen Propheten vergleichbar für die Autorität des göttlichen Rechtes und der kirchlichen Ordnung dem Mächtigen der Erde gegenüber eingetreten war, in dessen Achtung und Freundschaft nur stieg. Und nichts störte fernerhin das vertraute, herzliche Verhältnis der beiden großen, ja größten Männer ihrer Zeit. Im Jahre 395 starb Theodosius, von niemand tiefer betrauert als von Ambrosius. Die Leichenrede, die er demselben hielt, ein rhetorisches Meisterwerk, bleibt das herrliche Denkmal der Liebe und Verehrung, das der heilige Bischof dem großen Theodosius für alle Zeiten gesetzt hat. [8]

Die schwersten Kämpfe hatte Ambrosius mit dem Arianismus zu bestehen, der trotz seiner Niederlage bei der Bischofswahl noch einen starken Anhang in Mailand, besonders in den germanischen Hofkreisen besaß. Die Arianer waren der Wahl des wegen seines milden, konzilianten Wesens allgemein beliebten Statthalters zum Bischof nicht abgeneigt gewesen, hatten sich aber gründlich verrechnet, wenn sie von ihm auch in Glaubenssachen Nachsicht und Nachgiebigkeit  erwarteten. Schon seine bestimmte Forderung, dass kein arianischer Bischof bei seiner Taufe zugezogen werde, ließ über seine Stellung zum Arianismus keinen Zweifel. Den Kampf wider denselben betrachtete er als seine Lebensaufgabe. Und derselbe endete mit Sieg auf allen Linien. Hierauf vor allem bezieht sich der Ausspruch des Hieronymus, der sonst mit seinem Lob auf Ambrosius so peinlich kargt: „Ganz Italien kehrt nun seit Aufstellung des Ambrosius zum Bischof in Mailand nach des Auxentius spätem Tode zur Rechtgläubigkeit zurück“. Schon 379 oder 380 hatte Ambrosius durch seine persönliche Gegenwart und Autorität den Versuch der Arianer in Sirmium, unter Justinas Protektion einen Parteigänger auf den Bischofsstuhl zu erheben, vereitelt und die Wahl eines Anhängers des Nikänums durchgesetzt. Sein Verdienst war es überhaupt, wenn in den illyrischen Provinzen, einer Hauptdomäne des Arianismus, mehr und mehr die Orthodoxie obsiegte. Die Machinationen eines Palladius und Sekundianus, welche unter dem Schein der Rechtgläubigkeit dem Arianismus Vorspann leisteten und ihre Bischofsstühle zu behaupten suchten, durchschaute er mit klarem Blick. Das Konzil von Aquileja 381, das unter seiner Ägide den Glaubenskampf wider die Häresie führte, verurteilte dieselben einstimmig und entschied für immer die Niederlage des Arianismus im Abendlande, so kräftig da und dort, und gerade auch in Mailand, seine Nachzuckungen noch sein mochten. Von einer Niederlage des Arianismus und des Islams im Abendlande ist man heute leider noch weit entfernt. [9]

Schon im Jahre 376 waren sämtliche Kirchen Mailands in den Besitz der Katholiken übergegangen. Als nun 385 die Kaiserin-Mutter die anscheinend bescheidene Forderung an die religiöse Toleranz des Kirchenfürsten stellte, den Arianern eine kleine Kirche (Portiana, später S. Victor) vor den Toren der Stadt zu überlassen, wies Ambrosius das Ansinnen entschieden zurück (Ep. 20 und 21). Der Arianismus war kirchlich verurteilt und durfte nicht auf kirchliche Duldung rechnen. Dem Kaiser, den Justina für ihre Pläne eingenommen hatte, hielt er bestimmt entgegen: „Man befiehlt mir: gib die Basilika heraus! Ich antworte: weder habe ich ein Recht zu deren Herausgabe, noch du, Kaiser, ein Interesse an deren Annahme. An keinem Privathause darfst du dich mit Recht vergreifen, ein Gotteshaus glaubst du wegnehmen zu dürfen? Gott, was Gottes ist, dem Kaiser, was des Kaisers ist (Matth. 22, 21)! Dem Kaiser gehören die Paläste, dem Priester die Kirchen“. Als sodann Justina „eine noch größere, die Neue Basilika“ (später S. Maria) für den Arianismus in Beschlag nehmen wollte, kam es zu tumultuarischen Zusammenstößen zwischen dem gläubigen Volk, das einmütig zu seinem Bischof stund, und dem Militär. Nicht die Geld- und Freiheitsstrafen, mit denen der übelberatene Hof den Widerstand des Volkes mehr reizte als dämpfte, sondern des Bischofs Mahnungen zum Frieden verhinderten das drohende Blutvergießen. „Wir sind hier im Gotteshaus um zu beten“, beschwichtigt er, „nicht um zu kämpfen.“ „Wir beten“, so kann er beifügen, „wir fürchten aber nicht.“ Wie wenig er fürchtete, beweist der Freimut, mit welchem er, ein Gefangener in der eigenen, von Soldaten belagerten Kirche, das Verhalten der Kaiserin geißelte. Wohl aber fürchtete der Hof. Durch das Verhalten des Volkes und eines Teiles des Militärs eingeschüchtert, zog er die Soldaten zurück und mußte für diesmal nachgeben. Der Funke glühte indes unter der Asche fort. Heftiger als zuvor entbrannte ein Jahr darauf (386) zur gleichen Osterzeit der Kampf. Ein arianischer Gegenbischof (Auxentius), eine Kreatur des Hofes, sammelte alle bischoffeindlichen Elemente in Mailand um sich. Der Kaiser selbst verfiel auf die unglückliche Idee, mittels der berüchtigten Formel von Arimini (359) die Parität zwischen beiden Bekenntnissen zu dekretieren und von neuem die Auslieferung einer Kirche an die Arianer zu verlangen. Ambrosius verweigerte letztere ebenso bestimmt: „Naboth wollte das Erbe seiner Väter nicht herausgeben, und ich sollte das Erbe Christi übergeben?“, wie er eine Disputation mit dem arianischen Gegner und des Kaisers Schiedsspruch entrüstet ablehnte:  „Wann, fragt er, hast du, gnädigster Kaiser, je gehört, dass in einer Glaubenssache Laien über den Bischof zu Gericht saßen? Ein Laie soll Sprecher, der Bischof Hörer, der Bischof des Laien Schüler sein? Fürwahr doch, wenn wir uns den Inhalt der göttlichen Schriften oder die alten Zeiten vergegenwärtigen, wer könnte leugnen, dass in Glaubenssachen, ich wiederhole ,in Glaubenssachen, die Bischöfe über die christlichen Kaiser, nicht die Kaiser über die Bischöfe zu Gericht saßen?“ Der Aufforderung, die Stadt zu verlassen, hält er entgegen, „es sei nicht seine Gepflogenheit, zu fliehen und seine Gemeinde zu verlassen“. Wiederum droht Gewalt. Wiederum zieht sich Ambrosius, von den treuen Volksscharen umringt, in die Hauptkirche zurück, die von der kaiserlichen Soldateska besetzt wird. Aussen scheint der Arianer Sache zu obsiegen, innen führt Ambrosius die vernichtende Sprache wider deren Haupt; aussen schlägt des Kaisers Gewalttat an das Heiligtum, innen weist des Bischofs Wort seine Macht in die Schranken: „Der Kaiser steht innerhalb der Kirche, nicht über der Kirche“; aussen starren und klirren die Waffen roher Soldaten, innen erklärt der Heilige: „Meine Waffen sind meine Tränen; das ist des Priesters Schutz und Wehr; anderen Widerstand darf und kann ich nicht leisten“. Und „die fromme Gemeinde“, berichtet Augustinus (Conf. IX 7),„verharrte in dieser heiligen Gefangenschaft des Nachts wachend in der Kirche, bereit zu sterben mit ihrem Bischof. Da ward der Hymnen- und Psalmengesang eingeführt nach morgenländischem Brauch, damit das Volk nicht vor Verdruß und Gram vergehe“ , ein glücklicher Gedanke, der nicht bloß für den Augenblick, sondern für alle Zukunft die religiöse Begeisterung des gläubigen Volkes beleben und die kirchliche Liturgie um einen der schönsten Juwelen bereichern sollte. An den Wänden der Kirche, oder vielmehr an der Standhaftigkeit des Bischofs und des Volkes prallte der letzte und hartnäckigste Vorstoß des Arianismus ab. Die tiefere Bedeutung des Kampfes aber lag in dem Sieg der kirchlichen Autonomie gegenüber der Staatsgewalt, in der Niederlage der byzantinischen Auffassung von der Oberhoheit des Kaisers auch über die kirchlich-religiöse Sphäre. Heute gibt es Bischöfe, die vor den Muslimen, also den Ungläubigen ihr Kreuz abnehmen und zusammen mit Politikern, die an Altersschwachsinn leiden, diese sogar darin bestärken ihren Unglauben auf Kosten des Christentums zu verbreiten. [10]

Einen Triumph höherer Art, wie durch ein Gottesurteil, erfuhr der schwergeprüfte Bekennerbischof in jenen Tagen durch die wunderbare Auffindung der noch blutbetauten Gebeine der berühmten Märtyrer und Stadtheiligen Gervasius und Protasius, die in feierlicher Prozession unter fast zahlloser Beteiligung und jubelnder Begeisterung des unter dem Eindruck auffallender Wunder stehenden Volkes nach S. Ambrogio übergeführt und daselbst beigesetzt wurden (Ep. 22). Mit freudiger Genugtuung konnte der Heilige in seiner Predigt hervorheben, wie Gott ihm, dem es versagt war, ein Märtyrer zu werden, die Gnade verliehen, Märtyrer aufzufinden. Einen noch größeren Triumph für die Kirche bedeutete die zu Ostern des folgenden Jahres (387) erfolgte Taufe des hl. Augustinus durch Ambrosius. Augustinus selbst erblickt in letzterem den „väterlichen Freund“, dem er allererst die Bekehrung verdanke, seine Mutter, die hl. Monika, den „Engel“, den die Vorsehung ihrem Sohne entgegengeführt habe (Conf. VI 1).  Am 4. April (Karsamstag) 397 entschlief Ambrosius, nicht bloß von der mailändischen, sondern von der ganzen Kirche tief betrauert. Selbst Heiden und Juden drängten sich mit den Gläubigen wetteifernd nach S. Ambrogio, woselbst die irdische Hülle des Verewigten aufgebahrt lag. Sein Sterben war wie sein Leben das eines Heiligen. Ein Denkmal, dauernder denn Erz, setzte er sich selbst in dem literarischen Nachlasse, den er der Kirche schenkte und der Gemeingut der Gläubigen aller Zungen und aller Zeiten geworden ist. [11]
 

Seine Schriften

Besonders gibt die energische Kürze und kühne Originalität des Ausdruckes seinen Schriften jenes eigentümliche Gepräge, das ihren Autor so recht zum Tacitus unter den lateinischen Kirchenschriftstellern stempelt. Kaum weniger schwer als das homiletische wiegt das exegetische Moment in unseren Schriften. Das Schriftgut bildet bei Ambrosius den Hauptinhalt, den Ausgangspunkt und Mittelpunkt seiner Paränese. Eine wunderbare Schriftkenntnis, der keine kleinste Wendung zu entgehen scheint, hält ihm diese nimmer versiegende Quelle, die sein Wort speist, seine Rede befruchtet, stets offen und zugänglich. Wo der Buchstabe der Schrift zu versagen scheint, weiß die findige Allegorese wie mit leichtem Zauberstab die Verbindungsbrücke zwischen seinem und der Schrift Wort herzustellen. Und doch ist Ambrosius nicht eigentlich heimisch in der Schrifterklärung, nicht Exeget von Beruf. Dazu fehlt ihm die wissenschaftliche Vorbildung, die methodische Schulung. Wir finden ihn vielmehr auf fremden Pfaden, am häufigsten auf der Spur der alexandrinischen Schriftexegese. Er folgt ihr freilich nicht sklavisch. Wenn auch in fremdem Fahrzeug: das Steuerruder selbst gibt er nicht aus der zielfesten Hand, die sichere Orientierung verliert er nicht aus dem Auge. Wie kaum ein anderer christlicher Schriftsteller vor und nach ihm folgt er, namentlich in der ersten literarischen Periode, dem jüdisch - alexandrinischen Exegeten Philo, wie kaum einen anderen christlichen Autor hat er Origenes zu seinem Führer und Gewährsmann sich erkoren. Mit letzterem nimmt er auch einen dreifachen Sinn der Heiligen Schrift an, den natürlich-geschichtlichen, den moralischen und den geistig - mystischen, und wendet denselben nicht selten der Reihe nach auf einen vorliegenden Schrifttext an. Öfter noch freilich faßt er die beiden letzteren unter einem, dem „höheren Sinn“, zusammen, den er dem „Buchstaben“ der Schrift gegenüberstellt. Seine Schriften lassen sich wie folgt einteilen:

A. Exegetische Schriften. Sie bilden die Mehrzahl der Schriften und sind fast alle aus Predigten des Bischofs hervorgegangen. Mit der einzigen Ausnahme des Lukaskommentars beziehen sie sich samt und sonders auf alttestamentliche Bücher oder Texte: Das „Exameron“ (Sechstagewerk) in sechs Büchern (sieh unten); die allegorische Erklärung „Über das Paradies“ im engsten Anschluß an Philo von Alexandrien (um 375); als Fortsetzung hiervon die Abhandlung „Über Kain und Abel“ (nach 375); die ebenfalls, teilweise sogar wörtlich aus Philo schöpfende Schrift „Über Noe (und die Arche)“, letztere das Bild des menschlichen Leibes darstellend (um 378—386); „Zwei Bücher über Abraham“, ersteres für Katechumenen bestimmt, um sie in den erbaulichen moralischen Sinn des einschlägigen Genesisberichtes einzuführen, letzteres für Getaufte, um ihnen den tieferen mystischen Sinn desselben zu erschließen (um 387); der vermutlich aus Origenes, teilweise sicher aus Hippolyt und mit dem Text des Hohen Liedes durchwobene Traktat „Über Isaak und die Seele“, eine allegorische Darstellung der bräutlichen Verbindung Christi mit der Seele (um 388); „Zwei Bücher über Jakob und das selige Leben“, mit tiefsinnigen Erörterungen (1. Buch) und praktischen biblischen Beispielen (2. Buch) über die wahre Freiheit und die wahre Seligkeit (um 388);  „Über den Patriarchen Joseph“ als Vorbild der Keuschheit und Typus Christi (um 389); „Über die (Segnungen der) Patriarchen“, d. i. den Segen Jakobs über seine Söhne (um 389); „Über Elias und das Fasten“, Predigten zu Beginn der Fastenzeit mit scharfer Verurteilung der Unmäßigkeit und Genußsucht (um 387?391); „Über den Jezraheliten Nabuth“, eine Strafpredigt wider die Habsucht (um 394?); „Über Tobias“ eine solche wider den Wucher, d. i. wider das Zinsnehmen unter Gläubigen (wohl vor 380); die unter dem gemeinschaftlichen Titel „Überdie Klage Jobs und Davids“ zusammengefaßten vier Predigten, eine Art Theodizee anbetrachts des physischen und moralischen menschlichen Elends, sowie der Gottlosen Glück und der Frommen Unglück (um 383?); „Rechtfertigung des Propheten David an Kaiser Theodosius“ auf Grund des Bekenntnisses und der Buße Davids (383—389); „Erklärungen zu zwölf davidischen Psalmen“ (Ps. 1. 35—40. 43. 45. 47. 48. 61), eine nach dem Tode des heiligen hergestellte Homiliensammlung; die wiederum an Origenes orientierte, in die Schönheit des Hohen Liedes getauchte „Auslegung des 118. Psalmes“, 22 ,Reden zu je einem Oktonar desselben (wohl 387—388); die verloren gegangene „Auslegung des Propheten Isaias“ (vor 389). 

B. Schriften gegen Arianer und andere Häresien: „Über den Glauben an Kaiser Gratian in fünf Büchern“, eine auf Bitten des jungen Kaisers unternommene Verteidigung der Gottheit Christi gegen die Arianer (zwei Teile, 378 und 379—380); als Fortführung die auf Didymus dem Blinden, Athanasius und Basilius (Th. Schermann) beruhende Schrift „Über den Heiligen Geist“, eine gründliche Verteidigung seiner Konsubstantialität (381); „Über das Geheimnis der Menschwerdung des Herrn“, der gleichen Adresse und apologetischen Tendenz gewidmet (um 381—382); die nur fragmentarisch erhaltene „Auslegung des Glaubens“, die ebenso als echt festzuhalten sein wird, wie die Schrift „Über die Mysterien“, eine mystagogische Unterweisung der Neophyten über Taufe, Firmung und Eucharistie (um 387?); die wider die Novatianer gerichteten „Zwei Bücher über die Buße“, welche dem katholischen Priester die unbeschränkte Schlüsselgewalt über alle Sünden vindizieren (380—390); die verloren gegangene Schrift „Über das Sakrament der Wiedergeburt oder über die Philosophie“ [12]

C. Moralische Schriften. Kein Gebiet beherrscht Ambrosius so souverän, kein Feld bebaut er so fruchtbar als das praktisch-ethische: „Drei Bücher über die Pflichten der (Kirchen-) Diener“, das bekannteste seiner Werke, ein christliches Gegenstück zu Ciceros (stoischer) Pflichtenlehre, die erste mehr systematische Behandlung der christlichen Ethik (etwa um 391); die auf Marcellinas Wunsch verfaßten, in duftiges Sprachgewand gekleideten „Drei Bücher über die Jungfrauen“ (377), denen rasch die kurze Abhandlung „Über die Witwen“, sowie das Schriftchen „Über die Jungfräulichkeit“ mit der Rechtfertigung seiner bis zum Anstoß erfolggekrönten Predigten zugunsten des jungfräulichen Lebensstandes (sieh oben) folgten (um 378); „Die Unterweisung einer Jungfrau (Ambrosia) und die immerwährende Jungfräulichkeit der heiligen Maria an Eusebius“, eine scharfe Abrechnung mit den Gegnern (Bonosus) der Virginität (etwa um 391); . „Ermunterung zur Jungfräulichkeit“, eine erweiterte Gelegenheitspredigt (etwa 393). Den moralisch-aszetischen Schriften sind endlich trotz der nahen Beziehungen zu den exegetischen Abhandlungen beizuzählen der Traktat „Über das Gut des Todes“, eine Fortführung der Schrift „Über Isaak und die Seele“, mit reichem Einschlag platonischer und stoischer Gedanken, sowie die an Num. 35, 11 ff. (Freistädte) anknüpfende Paränese „Über die Weltflucht“, ein christlicher Ableger von Philos Schrift „Über die Flüchtlinge“ (etwa nach 391).

D. Reden. Nur wenige Predigten haben sich in der ursprünglicheren Form kunstmäßiger Rede erhalten. Es sind dies vor allem einige Leichenreden des Heiligen, die ältesten des christlichen Abendlandes, die den Weg zu uns herab genommen haben. Den ersten Platz behaupten die „Zwei Bücher über den Hingang seines Bruders Satyrus“, bestehend aus einer ergreifenden Trauerrede vor der aufgebahrten Leiche und einer sieben Tage darauf gehaltenen Trostrede mit einer in hohem Grade systematischen Darstellung und Begründung der christlichen Auferstehungslehre (387 oder 388). Daran reihen sich die „Trostrede auf den Tod Valentinians“ (II.) am Beerdigungstage in Gegenwart der beiden überlebenden Schwestern des ermordeten Kaisers (392), sowie die „Rede auf den Tod des Theodosius“, vierzig Tage nach dem Hinscheiden des kaiserlichen Freundes im Angesicht des neuen Augustus Honorius und des ganzen Heeres (395) gehalten. Hierher zählen endlich noch einige hochbedeutsame Gelegenheitsreden, wie sie die Briefe 22 und 41 überliefern, insbesondere aber die von heiligem Zorne flammende „Predigt gegen Auxentius betreffs der Auslieferung der Kirchen“ (386).

E. Briefe. Von der sehr umfangreichen Korrespondenz des Kirchenfürsten haben sich 91 Briefe erhalten, zum größeren Teil Amtsschreiben in Betreff öffentlicher Angelegenheiten der Kirche und des Staates, zum geringeren Teil nichtamtliche Schriftstücke. Nur wenige dienen einer rein persönlichen Aussprache. Verkörpert doch sein Leben und Wirken selbst ein beträchtliches Stück der Kirchen- und Profangeschichte seines Jahrhunderts.

F. Hymnen.
Ambrosius gilt auch als der Vater des Kirchengesanges, der Schöpfer der liturgischen Hymnodie im Abendlande. Vier der sog. Ambrosianischen Hymnen galten von jeher, weil schon durch einwandfreie äußere Zeugnisse beglaubigt, als Produkte seines Genius: Das feierliche Abendlied Deus creator omnium („O Gott, Du Schöpfer aller Welt“), der hehre Morgensang Aeterne rerum conditor („O ew’ger Schöpfer aller Welt“), der erhabene Kreuzeshymnus zur dritten Tageszeit lam surgit hora tertia („Schon bricht die dritte Stunde an“), endlich das innige Weihnachtslied Intende, qui regis Israel („Hör’ uns, Du König Israels“). Noch weitere acht (vielleicht zehn) kirchliche Hymnen vermochte die neuere Forschung als echte Geisteskinder seiner schöpferischen Dichtkunst mehr oder weniger sicher nachzuweisen. [13]
 

Philosophie

Ambrosius weist ein für seine Zeit ungewöhnliches Maß philosophischer Bildung im allgemeinen, eine große Vertrautheit mit der griechischen Philosophie im besonderen auf. Thales, Demokrit, Pythagoras und Hippokrates, Sokrates, Plato, Aristoteles, Zeno, Epikur waren ihm geläufig. Das Forschen nach der Wahrheit und das Verlangen nach immer größerer Erkenntnis erklärt er ausdrücklich als die Proprietäten der ersten Kardinaltugend, der Klugheit oder der von ihm synonym verstandenen Weisheit und definiert letztere als „die Erkenntnis des Wahren“. Als decorum müsse in der Forschung festgehalten werden, dass man mit allem Fleiß nur dem nachgehe, was wahr sei, nichts Falsches für wahr halte, das Wahre nicht verdunkle, den Geist nicht mit überflüssigen, unlösbaren oder ungewissen Problemen beschäftige (De off. I). Sowohl eine falsch verstandene Wissenschaft /Philosophie wie die materialistische Gentechnik, die am Erbgut herummanipuliert als auch eine Pseudoreligion wie die der Arianer oder der heutigen Muslime sei abzulehnen. [14]

Mit diesen Forderungen und Funktionen der wahren Weisheit sieht aber Ambrosius die „Weltweisheit oder heidnische Philosophie in offenkundigem Widerspruch, sieht sie, vom Lichte der Wahrheit abgekehrt, in Nacht und Finsternis irren. Ihr, dem Kehr- und Zerrbild der wahren Weisheit, gilt seine Ablehnung, sein Kampf. „Was wäre denn auch so ungeziemend (indecorum), als dem Holz göttliche Verehrung erweisen, was jene tun? Was wäre in solches Dunkel gehüllt als die Probleme der Astronomie und Geometrie, wie sie selbst zugeben? als die Räume des Luftkreises messen, den Himmel und das Meer in Zahlen fassen und dabei von den Quellen des Heils sich entfernen und den Irrtümern nachgehen? (Ib.) „Die Weisen der Welt besitzen zwar die Augen des Geistes, aber sehen nicht. Sie schauen nichts vom Lichte, sondern wandeln im Finstern. Sie wähnen die Höhen des Himmels zu erspähen, während sie dem nächtlichen Blendwerke der Dämonen nachhängen . . . Dem Glauben abgekehrt umgibt sie die Finsternis ewiger Blindheit. Da der Tag Christi und das Licht der Kirche vor ihren Augen leuchtet, sehen sie gleichwohl nichts, öffnen aber doch den Mund, als wüssten sie alles. Scharfsinnig im Nichtigen, doch abgestumpft für das Ewige, verraten sie mit den Umschweifen ihrer langen Deduktionen nur die Blindheit ihrer Unwissenheit und sehen, während sie in spitzfindigen Untersuchungen den Flug nach oben richten wollen, gleich Nachtvögeln nichts inmitten des Lichtes." (Exam. V) [15]

So wenig als die Pseudowissenschaftler besitzen aber auch die Häretiker und die Gottlosen die wahre Weisheit. Erstere schon deshalb nicht, weil dieselbe den rechten Gottesbegriff zur notwendigen Voraussetzung und zum hauptsächlichsten Inhalt hat, den sie fälschten; „denn niemand ist ein Weiser, der Gott nicht kennt. Demgemäß hat der Unweise gesprochen: es gibt keinen Gott (Ps. 14, 1); der Weise nämlich würde nicht so gesprochen haben. Wie wäre auch der ein Weiser, der nicht seinen Urheber sucht, der zum Steine spricht: mein Vater bist du (Jer. 2, 27), der wie Manichäus zum Teufel spricht: mein Urheber bist du. Wie wäre Arius ein Weiser, der lieber einen unvollkommenen und unebenbürtigen als den wahren und vollkommenen Urheber haben möchte? Wie wäre Marcion ein Weiser und Eunomius, die lieber einen bösen als einen guten Gott haben wollen? (De off. I)? [16]

Die Häretiker wie die Ungläubigen missbrauchen in den Augen des Ambrosius die Philosophie nicht bloß zur Propaganda ihrer Irrtümer, sondern auch zur Bekämpfung der kirchlichen Rechtgläubigkeit, des christlichen Glaubens. Im Dienste des häretischen Rationalismus und der heidnischen Polemik wird sie die giftige Feindin der überlieferten Heilswahrheit, die unversöhnliche Widersacherin der christlichen Weltanschauung und Lebensauffassung. Aus dieser konkreten Sachlage ist es also zu beurteilen, wenn der hl. Lehrer als der berufene Hüter und unentwegte Vorkämpfer der kirchlichen Orthodoxie der Pseodo-Philosophie gegenüber eine so skeptische und schroff ablehnende Haltung einnimmt. [17]

Subjekt der Verdammnis sind die bösen Geister, für die es keine Erlösung gibt (De fug.); sodann die „Gottlosen“ und „Ungläubigen“, zu denen auch die Arianer und heute die Muslime zählen, die „mit dem Teufel gezüchtigt werden“; endlich die eine Gruppe der „Sünder“, d. i. der Todsünder. Die Strafe besteht vor allem in deren „Ausschluß vom Reiche Gottes“ (In Ps. 39) und von seinen Gütern („Verlust des Ewigen“ usw.), in deren Trennung („Relegation“) von Gott und „Verwerfung vor Gottes Angesicht“, der schwersten Strafe von allen (Apol. Dav.), wie ja umgekehrt die himmlische Seligkeit gerade in der Anschauung Gottes gipfelt. In positiver Hinsicht führt die Strafe zum „Hinabgestoßenwerden“ in die „untersten Regionen des Infernus“, in dessen „Tiefe sie versinken“, „wie von einem schweren Mühlstein . . ., von zentnerschwerem Blei ihrer Schuld hinabgedrückt“. Diese Regionen bilden näherhin einen „brennenden Feuerpfuhl“, so dass der Gedanke an die Hölle auch bei Ambrosius in die Vorstellung eines grimmigen Straffeuers überzugehen pflegt, das „stets von neuem peinigt“ (In Ps. 118). [18]

Wie die Seligkeit der Auserwählten pflegt der Kirchenvater auch das Straflos der Verdammten unter denselben Gesichtspunkten ins Auge zu fassen wie ihren diesseitigen Seelenzustand, der seinem wesentlichen Inhalt nach durch den Tod nicht alteriert wird, so tiefeinschneidend auch die Veränderung in der äusseren Gesamtlage derselben sein mag. Am häufigsten fasst er dasselbe auf als moralischen Tod („des Todes sterben“), als moralisches Nichtsein, Nichtexistieren, sodann als „unerträgliche Knechtschaft“ in „Kettenbanden und Kerkerhaft“, als „Finsternis ewiger Nacht“, als absolute Armut und Entbehrung aller äusseren und inneren Gnadengüter und Lebensgenüsse, als Fried- und Ruhelosigkeit, als ewiges Wehklagen usw. Indes ist auch die Strafsumme der Verdammten nicht für alle gleich. Die Größe des Strafmaßes bemisst sich nach der Größe der Schuld: Engelsünde ist strafwürdiger als Menschensünde; die Sünde eines Älteren strafwürdiger als die eines Jugendlichen, die Verführung eines Kindes strafwürdiger als die eines Erwachsenen (In Ps. 118). [19]

Die Ewigkeit der Hölle und der Höllenstrafen betont und umschreibt Ambrosius in den verschiedensten und unzweideutigsten Wendungen. Sie ist ein „Feuerbrand ohne Aufhören“, und „gerade deshalb erlischt ihr Brand nicht, damit die Strafe nimmer sterbe“ (De fid. II). Da er aber nur die „Ungläubigen“ und „Gottlosen“, nicht aber die „Sünder“, die den Glaubenshabitus bewahrten, für immer und ewig zugrunde gehen läßt, erklärt es sich, dass er in seinem Predigtwort an die Gläubigen mehr auf die „Schrecken des Gerichtes“, die allererst über die „Sünder“ ergehen, als auf die ewigen Höllenstrafen rekurriert. Nur wo der Glaube selbst auf dem Spiele steht, wo es sich z. B. um das Martyrium um des Glaubens willen handelt, stellt er als mächtigstes Motiv die Ewigkeit der Höllenstrafen den Gläubigen in grellster Beleuchtung vor Augen. [20]

Die Voraussetzung der ewigen Höllenstrafen ist die physische Fortdauer der Verdammten. Das „Nichtsein“, „Nichtleben“ derselben versteht Ambrosius nicht im Sinn einer physischen Annihilation. „Viele“4, sagt er selbst, „haben die keineswegs gleichgültige Frage aufgeworfen, ob nicht die Heilige Schrift (Ps. 1, 4) die endliche Vernichtung der Natur (der Gottlosen) ausspreche?“ Und er antwortet mit einem entschiedenen Nein. Die menschliche Natur sei nichts Substantiell-Böses. Etwas Substantielles sei die Gottlosigkeit überhaupt nicht, sondern nur ein der Natur inhärierender Habitus. „Wie sollte also die Schrift mit der Vernichtung eines bloßen Habitus [apollesomenas physeis], d. i. dem Untergang geweihte Naturen meinen?“ Die Offenbarung bekräftige nur diese Wahrheit, „deren Annahme philosophisch nichts im Wege stehe“. „Gott habe versichert, dass wohl der Weg der Gottlosen untergehe (Ps. 1, 6), nicht aber die Gottlosen selbst. Er erhält ihre Natur . . .“ (In Ps. 1.)  [21]

Die Tage der Gottlosigkeit stehen im Zeichen des Antichrists und des Massenabfalles von der wahren Religion. Der Antichrist selbst ist ein Menschenindividuum, aus dem Stamme Dan hervorgehend (Gen. 49, 16 f.), vom Teufel verschieden, zu welchem er weder in einem Identitäts- noch Verwandtschaftsverhältnis (Laktantius) steht. Umso enger freilich knüpft sich das moralische Band zwischen beiden, demzufolge der Teufel der „Urheber des Antichrists“, der Antichrist der „Schüler des Teufels“ ist, der an Selbstüberhebung den Meister noch überbietet (In Ps. 118). Einen Antichrist als Personifikation der gottfeindlichen Gewalten in der Welt oder als appellative Bezeichnung der gottwidrigen Menschheit kennt Ambrosius nicht; wohl aber adoptiert er die sekundäre, zeit- und weltgeschichtliche Anwendung des Begriffes im Sinne der paulinischen und besonders johanneischen Theologie: „Es gibt noch einen dritten Antichrist, sei es Arius, sei es Sabellius; ja lauter Antichristen sind es, die uns durch ihre falsche Schriftauslegung beirren“ (In Luc. X). [22]

In seinem Wirken verkörpert der Antichrist so recht die Macht der Sünde. Diese Machtentfaltung charakterisiert das kurze Sätzchen: „Der Böse ist in seinem Reich“ (In Luc. X). Er schreitet in der Selbstapotheose bis zur vollendeten Empörung wider Gott fort (2 Thess. 2, 3 f.). Unter den Menschen aber beschwört er die „Tage der Gottlosigkeit“, den Greuel der Danielschen Verwüstung (Dan. 9, 27) herauf, „indem er mit unseligen Sakrilegien das Innere des Geistes beflecken wird“ (Ib.). Straffolgen der überhandnehmenden Ungerechtigkeit und zugleich Anzeichen des nahenden Endes sind sodann gewaltige Katastrophen im äusseren Natur- und Menschenleben (Luk. 21, 11) sowie der grauenhafte Verfall des religiösen Lebens, auf welche Ambrosius allegorisch die kosmischen und astralischen Umwälzungen (Matth. 24, 29) und die „Abkürzung jener Tage“ (Ib. 22) zu deuten pflegt; endlich das Auftreten von Falschpropheten, welche in Wort und Werk, in Scheinwundern und Vorspiegelungen dem Antichrist in die Hände arbeiten.  „Aus der Mitte aber wird er hinweggeräumt (2 Thess. 2, 7) und die Gerechtigkeit wird herrschen, die jede (andere) Herrschaft in den Seelen der Gläubigen vernichtet (1 Kor. 15, 24), wenn jeglichem in seiner Not Christi geistige Gegenwart aufleuchten wird“. Damit kommt Ambrosius auf die Zeichen der Adventzeit selbst zu sprechen und deutet an, dass Christus nicht sowohl durch seine physische Wiederkunft und die mit ihr verbundenen eschatologischen Ereignisse der Herrschaft des Antichrists das jähe Ende bereiten und die „Tage der Gerechtigkeit“ heraufführen wird, als vielmehr durch seinen der physischen Wiederkunft vorausgehenden, sie einleitenden Gnadenadvent. Es wird das Gute (und die Guten) in der Zeit des Antichrists nicht bloß geprüft werden (In Ps. 37), sondern zugleich durch ein ausserordentliches Gnadenwalten Gottes innerlich mehr und mehr erstarken, bis es auch äusserlich zur obsiegenden Herrschaft auf dem ganzen Erdkreis gelangen wird. Der leiblichen Wiederkunft geht die geistige Parusie als Morgenrot voraus. Die zum Gerichte und zur leiblichen Auf-erweckung der Toten erscheinende Sonne der Gerechtigkeit wirft gleichsam ihre mächtigen Strahlen über den Erdkreis voraus, welche erst noch die innere Gnadenerleuchtung und geistige Auferstehung der lebenden Menschheit bezwecken. [23]
 
 

Anmerkungen

[1] Vgl. Kurs Nr. 564 St. Augustinus, Akademie der Kunst und Philosophie
[2] „So kam es, dass ich, bevor ich lernte, anfing zu lehren. Lernen und lehren zugleich musste ich sonach, da mir zu einem vorausgängigen Lernen keine Zeit erübrigte.“ (Ambrosius, De off. I 1, 4);.zu den Arianern vgl. Kurs Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Ib.
[3] Vgl. Kurs Nr. 564 St. Augustinus, So trug er kein Bedenken, zum Loskaufe von Gefangenen einmal die heiligen Gefäße der Kirche zu verkaufen, was freilich einigen Unwillen in Mailand erregte. (De off. II 28, 136)
[4] Ib.
[5] zu: "Diese Pflicht als Christen zu agieren, fehlt den heutigen Politikern und auch einigen Kirchenvertretern, die das Heidentum in Form des Islams, durch islamischen Religionsunterricht, das Ersetzen der Byzantinistik durch Islamwissenschaften an Universitäten, in Europa wieder etablieren wollen" vgl. auch Kurse Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 512 Novalis, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Nr. 501 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period II: Summa Theol., Nr. 502 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period III, Nr. 582 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period IV, Nr. 583 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period V, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I. Ib. 
[6] Ib.
[7] Ib.
[8] Ib.
[9] Zu: "Von einer Niederlage des Arianismus und des Islams im Abendlande ist man heute leider noch weit entfernt" vgl. Anm. 5
[10] zu einer Ästhetik und Philosophie der Kunst und zur Kirchenmusik zum Beispiel von Händel, Bach, Vivaldi, Monteverdi, Mozart, Beethoven und Wagner vgl. auch Kurse Nr. 551 G.W.F. Hegel - Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Religion - Philosophy of Science, Art and Religion, Nr. 512 Novalis, Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 559 - Wolfram von Eschenbach, Nr. 533 Aristoteles. Ib.; zu "An den Wänden der Kirche, oder vielmehr an der Standhaftigkeit des Bischofs und des Volkes prallte der letzte und hartnäckigste Vorstoß des Arianismus ab" Heute gibt es Bischöfe, die vor den Muslimen, also den Ungläubigen ihr Kreuz abnehmen und zusammen mit Politikern, die an Altersschwachsinn leiden, diese sogar darin bestärken ihren Unglauben auf Kosten des Christentums zu verbreiten." vgl. Kurse Nr. 582 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period IV, Nr. 583 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period V, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Ib.
[11] Vgl. Kurs Nr. 564 St. Augustinus, Ib.
[12] zu: Schriften gegen die Arianer und andere Häretiker vgl. Kurs Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Ib.
[13] zur Kirchenmusik vgl. Anm. 10
[14] Zu: "Sowohl eine falsch verstandene Wissenschaft /Philosophie wie die materialistische Gentechnik, die am Erbgut herummanipuliert als auch eine Pseudoreligion wie die der Arianer oder der heutigen Muslime sei abzulehnen" vgl. Anm. 5 und 10 sowie Kurse Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 533 Aristoteles, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 501 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period II: Summa Theol., Nr. 502 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period III . Ib. sowie Zentrum für wesensgemaesse Bienenhaltung / Zentrum für natürliche Bienentherapie 2018: Gefährliche Suessigkeiten. Pressemitteilung;  Ders. 2018: Mechanistische Sichtweise in der Schulmedizin und unvorhersehbare Folgen der personalisierten Medizin. Ib
[15] Ib.
[16] Ib.
[17] Ib.
[18] Vgl. Kurse Nr. 500 Thomas von Aquin I: Summa contra Gentiles, Nr. 562 Dante , Ib.
[19] Ib.
[20] Ib.
[21] Ib.
[22] zu Antichristen vgl. Kurse Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Ib.
[23] Ib.
 
 
 
 
 

Zur Philosophie und Kultugeschichte des Mittelalters, der Schule von Chartres und der Renaissance vgl. Kurse: Nr. 581 Bernhard von Chartres, Nr. 580 Wilhelm von Conches, Nr. 579 Albertus Magnus, Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 574 Johannes von Salisbury, Nr. 577 Petrus Lombardus, Nr. 576 Gilbert de la Porrée / Gilbert von Poitiers, Nr. 565 Johannes Scotus Eriugena, Nr. 575 Thierry de ChartresNr. 571 Alanus ab Insulis, Nr. 572 Anselm von Canterbury, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher III, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 500 Thomas von Aquin I: Summa contra Gentiles, Nr. 501 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period II: Summa Theol., Nr. 502 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period III, Nr. 582 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period IV, Nr. 583 St.Thomas Aquinas - Philosopher of Gothic period V, Nr. 566 Meister Eckhart , Nr. 562 Dante, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Akademie der Kunst und Philosophie
 
 


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