Akademie der Kunst und Philosophie

KünstlerInnen | ArchitektInnen | DesignerInnen | Ärztinnen | Ärzte | BienentherapeutInnen | PhilosophInnen | Impressum
DI. Michael Thiele, internationaler Koordinator der Akademie der Kunst und Philosophie



Kurs Nr. 506 

Wladimir Solowjew - Europa im 21. Jahrhundert


Es beginnt eine Epoche des Friedens und der friedlichen Ausbreitung der christlichen Europäischen Kultur nach allen Seiten

"Die Unterordnung des aktiven Teils der christlichen Welt unter den Islam im Mittelalter wäre eine große und zum Glück unmögliche Katastrophe gewesen, eine direkte Verneinung des Sinns der Weltgeschichte. Unter Unmöglichkeit verstehe ich hier nicht eine abstrakt-logische (warum hätte, abstrakt gesprochen, mit ganz Europa nicht das gleiche geschehen können wie mit Westasien, Nordafrika und dem südöstlichen Gebiet eben dieses Europa?), sondern eine real-historische, die abhing von der Lebenskraft der westlichen und nördlichen christlichen Völker, die sich und ihre Zukunft verteidigen gegen die fremden Mächte, die sie verschlingen oder unterwerfen wollten."  - Wladimir Solowjew


 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:
 
"Geliebter Bruder, siehst Du nicht,
dass alles, was uns sichtbar ist
nur Abglanz, Schatten dessen ist,
was unsere Augen nicht mehr seh'n."  - Wladimir Solowjew


Interessant ist die Entwicklung, die Solowjew durchgemacht hat. Wer immer sich zur "Intelligentsia" zählen wollte, musste sich mit den herrschenden Ideen auseinandersetzen. Vom Gymnasium an atmete man sie ein wie die Luft, die einen umgibt. Solowjew war gegen 1868 Positivist gewesen. Die Fürsten Jewgenji und Sergej Trubetskoy (Schüler Solowjews) machten alle Stadien des Nihilismus, des Positivismus und Skeptizismus durch, bis sie 1882 von den Brüdern Kraramasow bekehrt wurden. Dennoch sollte ein außerordentliches Genie die Richtung des russischen Denkens für das folgende halbe Jahrhundert bestimmen: Wladimir Solowjew. Geboren 1853 hatte er seit 1874 folgende Werke veröffentlicht: "Die Krise der westlichen Philosophie", ein gegen den Positivismus gerichtetes Werk, "Prinzip der abstrakten Prinzipien, Die geistigen Grundlagen des Lebens, Geschichte und Zukunft der Theokratie, Russland und die universale Kirche, die nationale Frage in Russland, die Rechtfertigung des Guten, die drei Gespräche." Sein Ziel war, die moderne Philosophie wieder zum Christentum zurückzubringen. Ähnlich wie die deutschen Idealisten und Klassiker der Literatur wie Goethe, Hölderlin, Schelling, Novalis, Dostojewskij sieht Solowjew in der "engsten Annäherung und der friedlichen Zusammenarbeit aller christlichen Völker und Staaten nicht nur einen möglichen, sondern den notwendigen und sittlich verpflichtenden Weg, den die christliche Welt gehen muß, um nicht von niederen, elementaren Kräften verschlungen zu werden." (Solowjew) Den historischen, von ihren Priestern geführten Kirchen übergeordnet sah er die mystische Kirche, vom Geist und den Propheten (bis Johannes) inspiriert. 1898 übertrug die Philosophische Gesellschaft von St. Petersburg Solowjew das Hauptreferat anläßlich der Feiern zum hundertsten Geburtstag Auguste Comtes. - Ein Zeichen des Triumphs des Geistes über den Positivismus. [1]

Solowjew strebte nicht einen Idealismus an, der die Relation von Ethik und Metaphysik leugnet; eine derartige Konzeption ist nach Kant, jene Tolstojs mit seinem engen Rationalismus, der später vom Neukantianismus der Schulen von Baden und Marburg und eines Husserl aufgegriffen wurden. Wladimir Solowjews Konzeption war eine andere: Er verband Ethik mit Kosmologie und Geschichtsphilosophie; bei ihm handelt es sich um einen Idealismus nach Plato und Plotin, Schelling, Hegel, Schopenhauer, Dostojewskij. Eine neue Zeitung wurde gegründet "Der Neue Weg" (Novy Put). Man protestierte gegen die Reduktion des Christentums auf die Ethik. Denn dies sei der beste Weg zum Tolstojismus, der zum Fatalismus des Islams führt. Die Orient-Christen, also die Ur-Christen, zum Beispiel in der Provinz Galatien im kleinasiatischen Bergland (heute Türkei), haben, als sie noch die Mehrheit in Ägypten, Syrien, Libanon Türkei etc. stellten, einst - wie heute die europäischen Christen - Muslime toleriert. Später haben Muslime die Christen verfolgt und herausgedrängt, bis sie zur Minderheit wurden. Das gleiche könnte Europa und Russland passieren, wenn das Versagen der westlichen Politiker und Kirchenvertreter beibehalten wird. [2]

Solowjew war sich bewusst, dass je mehr der Kreis des Lichtes wächst, um so mächtiger treten auch die Gewalten der Finsternis auf den Plan. Die Geschichte der Menschheit und der Erde seit dem Ereignis von Golgatha ist innerlich bestimmt durch die steigende Spannung zwischen dem Kommen des Christus, der Parusie, und dem Kommen des Antichrist, der "Apostasie". [3]
 

"Die Unterordnung des aktiven Teils der christlichen Welt unter den Islam im Mittelalter wäre eine große und zum Glück unmögliche Katastrophe gewesen, eine direkte Verneinung des Sinns der Weltgeschichte. Unter Unmöglichkeit verstehe ich hier nicht eine abstrakt-logische (warum hätte, abstrakt gesprochen, mit ganz Europa nicht das gleiche geschehen können wie mit Westasien, Nordafrika und dem südöstlichen Gebiet eben dieses Europa?), sondern eine real-historische, die abhing von der Lebenskraft der westlichen und nördlichen christlichen Völker, die sich und ihre Zukunft verteidigen gegen die fremden Mächte, die sie verschlingen oder unterwerfen wollten." - Wladimir Solowjew


Die Moskauer religionsphilosophische Gesellschaft hatte sich Wladimir Solowjew gewidmet. 1910 versammelte sie die größten Namen des russischen Geisteslebens: Berdjajew, Bulgakow, Frank, den Fürsten Jewgenij Trubetskoy, der Professor an der Universität war, Swentsitzki, den fruchtbaren Schriftsteller und frühvollendeten Philosophen Wladimir Ern sowie den Mathematiker, Physiker, Dichter und Philosophen Pawel Florenski (1882-1937), der nach seinem Universitätsstudium an der kirchlichen Akademie Theologie und die Kirchenväter studiert hatte. Er reanimierte die orthodoxe Spiritualität, die sich idealtypisch in Byzanz und im moskowitischen Russland ausgeprägt hat. Auch heute im Neobyzantinismus wird sie von dem Abt des Sretenski-Klosters, Tichon, vertreten. Tichon, ein ausgebildeter Filmregisseur, schildert Byzanz als ideale Zivilisation, als geistiges, kulturelles und politisches Zentrum der Welt in einer Zeit, da der Westen sich im Zustand tiefer Barbarei befand. Das war nur möglich, erklärt Tichon, weil das multinationale Oströmische Reich streng hierarchisch strukturiert war und sich auf Loyalität zum Kaiser gründete, der zugleich Verteidiger des wahren Glaubens war. Für den Untergang von Byzanz macht Tichon, der mittlerweile zum Bischof aufgestiegen ist und den Kulturrat des Patriarchen leitet, den "habgieriegen Westen" verantwortlich. "Dessen damals führende Macht, Venedig, habe die Eroberung der oströmischen Hauptstadt damit begründet, dass man für den freien Markt streite und ein Reich des Bösen bekämpfe, das sich den 'gesamteuropäischen Werten' verweigere, sagt der Geistliche." Ab 1907 stand den Moskauer Philosophen eine große literarische und politische Monatszeitschrift zur Verfügung: "Das russische Denken." Das Publikum wurde vergrößert und der Horizont erweitert. Der Verlag "Der Weg" (Put), der von Margarethe Morosow gegründet wurde, spezialisierte sich neben der Herausgabe russischer Werke nahezu ausschließlich auf Übersetzungen katholischer Bücher. Dies war eine neue Tendenz, die auf die Erweiterung des Horizonts der Denker hinweist. Die Verantwortlichen des Put wollten bewusst "der Berufung Russlands, zur Verwirklichung des universalen christlichen Ideals im Denken wie im Leben beizutragen" dienen. So erschienen "Die russische Idee" und "Russland und die Universalkirche" von Wladimir Solowjew, Werke von Augustinus, Pascal, Herklit, Meister Eckhart, Novalis, Wagner (Parsifal). Die früher vernachlässigten Werke der nationalen Philosophen wurden aber nicht vergessen: die gesammelten Werke Solowjews wurden 1911-1914 in zehn Bänden neu aufgelegt und um drei Bände mit Briefen erweitert. Werke Berdjajews wie "Die geistige Krise der Intelligentsia" und "Philosophie der Freiheit" erscheinen. Diese Werke enthalten eine Wiederaufnahme der Ideen Wladimir Solowjews und sind von dem orthodoxen Theologen Viktor Nesmjelow beeinflusst, dessen zweibändiges Werk "Die Wissenschaft des Menschen" "ein Versuch der philosophischen Rechtfertigung des Christentums" war. Ende 1913 erschien das Buch des Paters Pawel Florenski: "Die Säule und das Fundament der Wahrheit. Versuch einer orthodoxen Theodizee in zwölf Briefen." Florenski geht von der "lebendigen religiösen Erfahrung" aus; seine Gedanken sind vom Neuplatonismus, der griechischen Patristik und vom Solowjewismus beeinflusst. Auch wenn sich die Ideen schon bei Wladimir Solowjew finden, so war es doch ihre erste Verarbeitung. Die Neo-Slawophilen um W. Rosanow und Bulgakow waren der Ansicht, "Der ganze russische Charakter ist friedfertig." Zudem wurde die Idee Dostojewskis wieder aufgenommen "Konstantinopel muß uns gehören", und verband sie mit den Thesen Florenskis, wonach Moskau an der Spitze der orthodoxen Nationen in die Hagia Sophia einziehen muß, weil es das Erbe des "sophianischen Werkes von Byzanz" ist. In der Universitätsphilosophie blieb man allerdings der materialistischen und positivistischen Richtung (Tschernischewski und Pisarew) treu und unterschied sich kaum von der westlichen Universitätsphilosophie. [4]

Russland musste die Rückständigkeit in Wirtschaft, Gesetzgebung und Verwaltung, eine späte Folge des Tatarenjochs, jenes Vierteljahrtausends der zwangsweisen Trennung von Europa, wieder aufholen. Lange vor Peter dem Grossen holten russische Herrscher westeuropäische Experten und Berater ins Land, gegen den Widerstand der Bojaren, mächtiger, traditionserstarrter adeliger Geschlechter, und der russisch-orthodoxen Kirche, die den "zersetzenden" Einfluss der Andersgläubigen auf die Rechtgläubigkeit und die Moral der Russen fürchtete. Im Norden hatten sich die Schweden, die nordische Grossmacht, ausgebreitet, im Süden die Tataren und Türken. 1709 besiegte Peter der Grosse die Schweden bei Poltawa und machte so den Weg frei für die Gründung von St. Petersburg. Das nördliche Ufer des schwarzen Meeres hielten Türken und Krimtataren in ihrer Hand. "Immerhin gelang es Peter sehr früh, die türkische Festung Asow mit der Mündung des Don ins Asowsche Meer zu erobern. Eine Festung am Meer sollte genommen werden, also liess der Zar Kriegsschiffe zimmern: so wurde Asow russisch. Graf Grigorií Potjomkin, ehemaliger Geliebter der Zarin, half der Herrscherin, die russischen Grenzen nach Süden bis ans Schwarze Meer, einschliesslich der Krim, vorzuschieben. "Er hat keineswegs nur 'Potjomkinische Dörfer' gebaut. Potjomkin war ein talentierter Organisator, der Neurussland und die Krim, bis dahin in der Hand der Türken und Tataren, in das russische Imperium integrierte. Die Deutsche auf dem Zarenthron rief ihre Landsleute in der Heimat immer wieder auf, nach Russland zu kommen und fruchtbares Neuland zu bebauen. So strömten Siedler aus Schwaben und der Pfalz, wie zuvor schon an die Wolga, nunauch in die Schwarzmeersteppe. Erst jetzt, mit der Öffnung des Schwarzen Meeres und der Meerengen Bosporus und Dardanellen für russische Schiffe, war Russland eine gleichberechtigte europäische Grossmacht geworden."  [5]
 

"Der ehrenvolle bewaffnete Kampf der europäischen Völker gegen den Islam war im Mittelalter die allererste christliche Tat und ein großes Verdienst vor der Menschheit. Nachdem die christliche Welt den Islam in einer gemeinsam geführten Attacke - den Kreuzzügen - zu wiederholten Malen stoßweise, aber ohne Ausdauer angegriffen hatte, schirmte sie sich durch vier Schilde dauerhaft gegen den Andrang der feindlichen Kräfte ab - auf vier junge Nationen legte sich das Hauptgewicht der gemeinsamen Sache. Auf der linken, nordöstlichen Flanke der Verteidigungslinie nahm Russland das wilde Andringen der mongolischen und tatarischen Horden auf sich und schlug es zurück. Das Zentrum, das von den osmanischen Türken durchbrochen worden war, die Byzanz umgangen und dann eingenommen und die südslawischen Staaten auf dem Balkan zerschlagen hatten - das durchbrochene Zentrum wurde auf den Karpaten durch zwei kriegerische Nationen wieder geschlossen - durch Polen (mit Südrussland) und Ungarn (mit Kroatien); und auf der rechten, südwestlichen Flanke der christlichen Verteidigung drängten die Spanier Schritt um Schritt im Verlauf von mehr als sieben Jahrhunderten die Invasion der Mauren zurück, bis sie sie nach Afrika zurückwarfen." [6] - Wladimir Solowjew
"Diese mongolischen und tatarischen Steppen, durch mannigfaltige Gebirgszüge unterbrochen, scheiden die uralte, langgebildete Menschheit in Tibet und Hindostan von den rohen, nordasiatischen Völkern. Auch ist ihr Dasein von mannigfaltigem Einfluß auf die wechselnden Schicksale des Menschengeschlechts gewesen. Sie haben die Bevölkerung gegen Süden zusammengedrängt, mehr als der Himalaja, als das Schneegebirge von Sirinagur und Gorka den Verkehr der Nationen gestört und im Norden Asiens unwandelbare Grenzen gesetzt der Verbreitung milderer Sitten und des schaffenden Kunstsinns. Aber nicht als hindernde Vormauer allein darf die Geschichte die Ebene von Innerasien betrachten. Unheil und Verwüstung hat sie mehrmals über den Erdkreis gebracht. Hirtenvölker dieser Steppe: die Mongolen, Geten, Alanen und Usün haben die Welt erschüttert. Wenn in dem Lauf der Jahrhunderte frühe Geisteskultur gleich dem erquickenden Sonnenlicht von Osten nach Westen gewandert ist, so haben späterhin, in derselben Richtung, Barbarei und sittliche Roheit Europa nebelartig zu überziehen gedroht. Ein brauner Hirtenstamm (tukiuischer, d. i. türkischer Abkunft), die Hiongnu, bewohnte in ledernen Gezelten die hohe Steppe von Gobi. Der chinesischen Macht lange furchtbar, ward ein Teil des Stammes südlich nach Innerasien zurückgedrängt. Dieser Stoß der Völker pflanzte sich unaufhaltsam bis in das alte Finnenland am Ural fort. Von dort aus brachen Hunnen, Avaren, Chasaren und mannigfaltige Gemische asiatischer Menschenrassen hervor. Hunnische Kriegsheere erschienen erst an der Wolga, dann in Pannonien, dann an der Marne und an den Ufern des Po: die schön bepflanzten Fluren verheerend, wo seit Antenors Zeiten die bildende Menschheit Denkmal auf Denkmal gehäuft. So wehte aus den mongolischen Wüsten ein verpesteter Windeshauch, der auf zisalpinischem Boden die zarte, langgepflegte Blüte der Kunst erstickte." [7] - Alexander von Humboldt


Bislang wurde dem Islam in Europa und vor allem in Russland zu viel Toleranz entgegengebracht, was dieser gnadenlos ausnutzte. In Russland gibt es bereits 20 Millionen Muslime, die rund 15 % der Bevölkerung ausmachen*. Abgesehen vom Nordkaukasus, liegt dessen Zentrum westlich des Urals in den benachbarten Republiken Tatarstan und Baschkortostan. Moscheen gehören in den Städten wie Kasan (dort steht eines der grössten muslimischen Gebetshäuser in Europa) zum Stadtbild. Eine Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), in der neben Aserbaidschan, Kasachstan mehr als 50 Länder Mitglied sind, sowie die Islamic Developement  Bank, eine 1975 gegründete muslimische Entwicklungsbank kümmern sich darum, den Islam weiter auszubreiten und "nicht-gewalttätige Extremisten" zu unterstützen. [8]

Wenn sich sogenannte islamische Staaten zusammenrotten, kommt in der Regel nichts vernünftiges heraus. Ein Ereignis mit Langzeitfolgen war zum Beispiel das Treffen von 45 islamischen Staaten in Kairo im Jahre 1990. "Damals, genau 42 Jahre nach der Verkündigung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in der UN-Charta von 1848, wurde am 5. August 1990 die 'Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam' herausgegeben. Dort erklärten die 45 Staaten, dass die Scharia (die Gesamtheit des islamischen Gesetzes, das sich auf den Koran, die islamische Überlieferung und die Auslegung massgeblicher islamischer Theologen stützt) die einzig zuständige Quelle für die Auslegung und Anwendung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung sei. Inzwischen sind 57 islamische Staaten dieser Erklärung beigetreten. Damit haben sich diese Staaten von den in der UN-Charta festgelegten Allgemeinen Menschenrechten verabschiedet, und es überrascht nicht, wenn eine für das westliche Verständnis von Menschenrechten problematische Stufe des Dschihad erreicht ist. Sie folgt dem Koran, der sagt, Friede sei erst dann möglich, wenn alle dem muslimischen Glauben unterworfen seien." Kritiker sagen: "Der Satz: 'die Terroristen haben mit dem Islam nichts zu tun', ist schlicht und ergreifend falsch." Es gibt nur einen "Islam der Hinrichtungen, kein Islam der Toleranz". Oder:"Auch wenn es die meisten Muslime nicht wahrhaben wollen, der Terror kommt aus dem Herzen des Islams, er kommt direkt aus dem Koran." [9]

Mehr und mehr Muslime unter den Flüchtlingen entscheiden sich, vom Islam zum Christentum zu konvertieren. Ein Pfarrer betreut in seiner rasant wachsenden Gemeinde inzwischen knapp 1000 Farsi-sprachige Konvertiten, vorwiegend aus Iran. Weitere fast 500 bisherige Muslime besuchen derzeit seine Taufkurse. Beispiele für die Bedrängung von Christen in den Flüchtlingsheimen kenne er zuhauf, sagt der Pfarrer. Wachpersonal und Übersetzer werden zu "über 90 Prozent" aus Muslime rekrutiert und stehen religiösen Minderheiten im Konfliktfall nicht bei; im Gegenteil sie zählen selbst zu den Peinigern und übersetzen bewusst falsch. Orientalische Christen und konvertierte ehemalige Muslime werden hierzulande bedroht und verletzt – zum Teil von jenen muslimischen Peinigern, vor denen sie nach Deutschland geflohen sind. "Sie haben Angst, sie werden drangsaliert, bestohlen und misshandelt: Tausende orientalische Christen, die glaubten, als sie Deutschland erreichten, sie wären im ersehnten „sicheren Hafen“ gelandet, erlebten und erleben in Flüchtlingsheimen und -lagern Furchtbares. Es hat nicht an Berichten darüber gefehlt, an Warnungen und Bitten, diese Ungeheuerlichkeiten zu unterbinden. Nur ist wenig geschehen. ... Immer wieder holt Gottfried Mertens Christen aus ihrer Unterkunft, weil ihr Leben in Gefahr ist, weil sie zusammengebrochen sind wegen andauernder Demütigungen; weil sie, bespuckt und geschlagen, gezwungen wurden, an muslimischen Gebeten teilzunehmen. Aber es gibt auch Bischöfe, die diese Not immer noch herunterspielen und, wie es neudeutsch heißt, darum keinen Handlungsbedarf sehen, zumal die „Beweislage“ schwierig sei. Das kann man auch von Staatsanwälten hören, denen für ihre Ermittlungen mutige Zeugen aus der Zivilgesellschaft fehlen. Warum eigentlich? Die groteske Situation, dass allzu lange jeder, der Kritik am Chaos der Masseneinwanderung übte oder, noch schlimmer, an muslimischen „Helfern“, Gefahr lief, als Radikaler oder Islamophober beschimpft zu werden, trägt offenbar Früchte. Hinter vorgehaltener Hand kann man viel Schlimmes erfahren, einstehen will dafür kaum einer. Erinnert sei daran, wie viele Monate es gedauert hat, bis Frauen und Kinder, denen in Flüchtlingsheimen wiederholt Gewalt angetan wurde, unter besonderen, separaten Schutz gestellt wurden. Einen Bundeswehrarzt aus Erfurt hatte man für seinen schockierenden Tatsachenbericht im Frühsommer noch verhöhnt und sogar bestraft und die wohlfeile Ausrede der zuständigen Behörden gern kolportiert, hier handle es sich bloß um Hörensagen, um so etwas wie „stille Post“. Hätte man ihn sofort ernst genommen, wie vielen Frauen, Mädchen, Jungen wäre dadurch ungeheuerliches Leid erspart geblieben? Aber es durfte nicht wahr sein - bis es zu viele betraf." Es ist es schon oft geschehen, dass bewusst falsch übersetzt wurde - um danach die verzweifelten Christen im Heim als Störenfriede zu denunzieren, was neuerliche Schikanen provozierte. Auch wenn die Bitten um Hilfe sich in bestimmten Gegenden häufen, wird trotzdem beharrlich darauf verwiesen, es handle sich dabei doch um Einzelfälle. Das erinnert an die abgründigen Diskussionen um sogenannte Ehrenmorde und Zwangsheiraten, die viel zu lange als Ausnahme heruntergespielt wurden - als gäbe es ausgerechnet für Straftaten (und Opfer) eine Obergrenze, die sie erst erreicht haben müssen, bevor man sie ernst nimmt als religiösen oder kulturellen Konflikt, den es künftig mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern gilt. "Wie viele Übergriffe, wie viele Verletzte und Verzweifelte braucht es also noch, bis auch hierzulande von allen akzeptiert wird, dass dieser Konflikt zwischen Muslimen und Christen über die unkontrollierten Grenzen zu uns hereingetragen wurde? Ein Konflikt, wohlgemerkt, der viele Flüchtlinge, die keine Muslime sind, in Deutschland genauso bedroht wie in ihrer kriegsverwüsteten Heimat. Hilfsorganisationen wie „Open Doors“, der Zentralrat orientalischer Christen (ZOCD), „Kirche in Not“, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und andere schlagen jetzt Alarm. Am Montag stellten sie in Berlin die Ergebnisse einer Befragung unter nichtmuslimischen Flüchtlingen vor, die jeden Zweifel ausräumen müsste, dass es sich nur um zufällige Ausnahmen handelt. Es wird von Todesdrohungen berichtet und von Schlägen, von Einweisungen ins Krankenhaus, weil die Drangsalierten unter dem psychischen Druck zusammenbrechen. Besonders betroffen sind Christen aus dem Iran und Konvertiten aus Afghanistan, wo es keine Kirche gibt: Sie, die „Abtrünnigen“, erhalten auch Morddrohungen." [10]

Im Nordkaukasus gibt es immer wieder Konflikte zwischen dem christlichen Armenien und dem muslimischen Aserbaidschan und Nagornyj Karabach, dessen Schutzmacht die Türkei ist und die verhindert, dass es in diesem Konflikt zu einer Lösung kommt. Erdogan wolle Baku "bis zum Ende" unterstützen. Dabei könnte der Konflikt leicht gelöst werden, wenn die Türkei und Aserbaidschan den Armeniern ihre ursprünglichen Ländereien zurückgeben würden. [11]

Jahrelang unauffällige und scheinbar integrierte Muslime, die scheinbar ausserhalb der sogenannten Parallelgesellschaften leben, können - ohne, dass die Sicherheitskräfte es merken - zum Dschihadisten werden, wie kürzlich in den USA. Es zahlt sich daher nicht aus, muslimische Offiziere in die Armee aufzunehmen, wie das Beispiel Tadschikistan zeigt. Bei einem Anschlag auf Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Duschabe, seien zwei Offiziere im Verteidigungsministerium unter dem Verdacht der Mittäterschaft mit den Islamisten festgenommen worden. Ziel der Islamisten sei es, das Land zu destabilisieren und einen "islamischen Staat" zu errichten. Nach offiziellen Angaben kämpfen über 500 Staatsbürger Tadschikistans auf Seiten des IS im Irak und in Syrien. [12]

Dabei erinnert die Basileuskirche in Moskau an die Eroberung von Kasan und stellt in gewisser Beziehung eine Triumpfsäule für den Sieg des Christentums über den Islam dar. [13]

Dennoch wurde in Moskau ein grosser ästhetisch wenig ansprechender Moscheekomplex gebaut, in dem sich 10 000 "Gläubige" versammeln können; er ist mit 19 000 Quadratmetern der Grösste in Europa. Der Hauptgeldgeber ist der aus dem nordkaukasischen Dagestan stammende Oligarch Süleyman Kerimov. Auch die Türkei, Kasachstan und Palästina hatten sich finanziell beteiligt, nicht jedoch der russische Staat. [14]

Im Kampf gegen den IS hat sich Moskau bisher zurückgehalten. Das soll sich jetzt ändern. In Syrien und im Nordirak kämpfen in den Reihen des IS etwa 1700 Islamisten aus dem Nordkaukasus: Tschetschenen, Dagestaner und andere. Hinzu kommen 4000 Kämpfer aus den an Russland angrenzenden zentralasiatischen Staaten. Russland hat das bisher als willkommene Auslagerung des eigenen Terrorismusproblems betrachtet. Doch nun gewinnt der IS auch in Russland selbst immer mehr Anhänger. Die führenden Köpfe des Kaukasischen Emirats, der Terrororganisation im Nordkaukasus, haben einen Treueschwur auf IS-Führer Bagdadi geleistet. Zudem reisen auch junge Russinnen und Russen zum Kampf nach Syrien. Auch über die Rückkehrproblematik wird nun in Russland gesprochen. Nicht zuletzt hat Putin den Kampf gegen den "internationalen Terrorismus" seit Beginn seiner Präsidentschaft gepredigt. Putin weist auch immer wieder auf die verfehlte Politik des Westens hin, Diktatoren zu stürzen und damit chaotische Verhältnisse zu erzeugen. Das habe der Westen im Falle Husseins im Irak getan, in Lybien im Falle Gaddafis - mit schlimmen Folgen. [15]

Zum Vergleich bekennen sich nur ein bis zwei Prozent der Bevölkerung der Vereinigten Staaten zum Islam. In Deutschland ist es ähnlich. Einer von vier Muslimen in Amerika halten Gewalt gegen Amerikaner in den Vereinigten Staaten als Teil des weltweiten Dschihads für gerechtfertigt. Nur 40 Prozent der Amerikaner meinen, dass die Ausübung der muslimischen Religion in Amerika überhaupt erlaubt sein solle. 30 Prozent lehnen das klar ab, Tendenz steigend. [16] 

In Europa, auch in Grossbritannien, wird man sich langsam der Gefahr bewusst. "Der Premierminister lenkte sein Augenmerk auf den schleichenden Prozess, der von scheinbar harmlosen Ansichten in die Gewalt führen kann. Die meisten späteren Dschihadisten seien von nicht-gewalttätige Extremisten und deren 'vergifteten' Ideen indoktriniert worden, sagte Cameron und erwähnte insbesondere die in muslimischen Kreisen verbreiteten 'Verschwörungstherorien'." 
In Birmingham ist die Situation besonders dramatisch. Der Anteil der muslimischen Schüler in der staatlichen Schule beträgt mehr als 90 %. In manchen Vierteln Birminghams wohnen ausschliesslich Pakistaner in den sozial geförderten "Council Buildings". "Cameron kritisiert, dass im Königreich muslimische Kinder aufwachsen, ohne in Berührung mit anderen Kulturen und Religionen zu kommen. Untragbar sei es, dass allein im vergangenen Jahr 4000 Mädchen aus dem Königreich an den Genitalien verstümmelt und dass in den vergangenen fünf Jahren 11.000 Gewalttaten im Zusammenhang mit "Ehren"-Motiven registriert wurden." [17]

Ist Europa nur eine kleine Halbinsel oder ein geistiges Prinzip, das Prinzip des Abendlandes? Dann umfasst Europa in der Antike die griechisch-römische Bildungsgemeinschaft, die um das Mittelmeer lebte. Im Mittelalter reichte sie so weit wie das Christentum. "Die Christenheit ist Europa." Innerhalb Europas war immer wieder Kampf und Krieg. "Aber man wußte sich als zusammengehörige geistige Einheit gegenüber den Barbaren, den Ungläubigen, den Heiden, den Unzivilisierten. Europa war nie allein. Es stand - gegen die Perser, den Islam, die Mongolen ... die Türken - immer wieder am Rande des Untergangs." (Karl Jaspers) Ähnlich wie Solowjew meint auch Jaspers, dass sich die abendländische Menschheit ausgedehnt hat nach Amerika und Asien. "Diese bleiben immer noch innerhalb der christlichen Welt. Europa als Abendland reicht so weit wie die biblische Religion, schließt ein Amerika und Russland... Würde es heute die Vereinigten Staaten des kleinen Europas geben, so wären sie vielleicht noch eine gegenüber Amerika und Russland gleichwertige Macht." [18]
 

In der Ausbreitung der Europäischen Kultur sieht er den Sinn der Geschichte. Es beginnt eine Epoche des Friedens und der friedlichen Ausbreitung der christlichen Europäischen Kultur nach allen Seiten. Alle werden Europäer. Der Begriff des Europäers fällt mit dem Begriff des Menschen zusammen und der Begriff der Europäischen Kulturwelt mit dem Begriff der Menschheit. "Anfangs gab es nur Griechische, dann Römische Europäer, später erschienen alle möglichen anderen, zuerst im Westen, dann auch im Osten; es erschienen die russischen Europäer, und drüben, jenseits des Ozeans, die amerikanischen Europäer, jetzt müssen die türkischen, persischen, indischen, japanischen, vielleicht sogar die chinesischen Europäer erscheinen." [19] - Wladimir Solowjew

"Europa ist im einundzwanzigsten Jahrhundert ein Bund von Völkern, die alle mehr oder weniger demokratisch regiert werden - die vereinigten Staaten von Europa." [20] - Wladimir Solowjew


______________
*) 20 Millionen Muslime in Russland bedeutet nicht, dass es tatsächlich soviele gibt. Diejenigen, die den Islam wieder verlassen oder zum Christentum konvertieren, sobald sie ausgebildet sind, werden von dieser Summe nicht wieder abgezogen. Gezählt werden meistens Babies, Analphabeten und geistig Minderbemittelte, die nicht selbstständig denken können und deshalb nicht einsehen, dass der Islam in Europa schon seit der Romanik, spätestens seit der Renaissance nicht als Religionsgemeinschaft sondern allenfalls als Sekte angesehen wird. 
[1] Siehe Kurse Nr. 506 Wladimir Solowjew: Europa im 21. Jahrhundert, Nr. 543 Deutscher Idealismus, Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 510 Schelling: Philosophie der Offenbarung, Nr. 020 Goethe: Wissenschaft, Kunst und Religion, Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 556 - Torquato Tasso, Nr. 557 - Ariosto, Nr. 551 G.W.F. Hegel - Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Religion, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Mehr dazu in den Kursen Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 513 Schelling: Philosophie der Mythologie, Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 512 Novalis. Akademie der Kunst und Philosophie
[3] 2. Tess. 2,3; 1. Kor. 15; siehe auch Anm. 2
[4] Vgl. Kurse Nr. 506 Wladimir Solowjew, Dostojewskij, Nr. 559 - Wolfram von Eschenbach, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 512 Novalis, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Akademie der Kunst und Philosophie sowie Science Review Letters 2017, 16, Nr. 787 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2017, Nr. 33, p. N3
[5] Reinhold Neumann-Hodiz 1988: Peter und Katharina. Er begründete und sie mehrte den Ruhm des Russischen Reiches. In: Hans-Joachim Gyorffy, Rolf Hosfeld et al. Leningrad. Hamburg; siehe auch Anm. 4
[6] Siehe Anm. 4
[7] Zu Alexander von Humboldt siehe auch Kurse Nr. 550 Dostojewskij und Nr. 020 Goethe: Wissenschaft, Kunst und Religion. Akademie der Kunst und Philosophie
[8] Science Review Letters 2015, 14, Nr. 616 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 166, p. 20; p. 2; siehe auch Kurse Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Akademie der Kunst und Philosophie
[9] Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 78, p. 1-2, 8, 18 und Kurse Nr. 550 Dostojewskij, Nr. 564 St. Augustinus, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Akademie der Kunst und Philosophie
[10] "Ein christliches Ehepaar aus dem Iran bekam vom afghanischen Heimleiter in Berlin nicht einmal ein Bett, es musste lange auf dem Boden schlafen. Erst als diese demütigende Schlafstatt und ihre christlichen Gegenstände
wie Bibel und Osterkerzen zerstört wurden, holte man sie dort heraus. Ein junger Konvertit wurde Tag und Nacht mit Korangesängen beschallt. Er versuchte schließlich, sich das Leben zu nehmen, und konnte nur knapp gerettet werden. Nicht nur einmal waren Flüchtlinge in ihrem Heim wieder mit jenen Peinigern konfrontiert, vor denen sie aus Irak oder Syrien geflohen waren. Man zwang einige sogar, sich Enthauptungsvideos anzuschauen und an den muslimischen Gebeten teilzunehmen. Frauen wurden verhöhnt und bedrängt, weil man sie auf dem Sklavenmarkt der IS-Hochburg Rakka gesehen hatte - unter den Vergewaltigten, Versklavten. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen." Lord Weidenfeld schrieb für die "Welt": „Vergesst die Christen nicht!“. Der Verleger hatte 2015 gemeinsam mit jüdischen Organisationen und Philantropen ein Netzwerk gegründet, um orientalische Christen zu
retten. Es arbeitet inzwischen sehr erfolgreich mit christlichen Menschenrechtsorganisationen zusammen. George Weidenfeld appellierte an die Gesellschaften Europas, sich an dieser Aktion zu beteiligen, weil die Christenverfolgung vor allem im muslimischen Nahen Osten immer grausamer und effizienter werde. Wenig später, im April, diskutierten Berliner Verwaltungen und Politiker den „Masterplan Integration“. Es soll einiger nachdrücklicher Stellungnahmen und Interventionen von Menschenrechtsorganisationen bedurft haben, bis die in den vermeintlich „sicheren Hafen“ der deutschen Hauptstadt geflüchteten Christen in die Gruppe der besonders
Schutzwürdigen aufgenommen wurden. Die Antidiskriminierungsstelle zählt diese bedrängte Minderheit ebenfalls nicht zu jenen Gruppen, die als „besonders vulnerabel und schutzwürdig“ eingestuft werden. Dieser erste Lagebericht endet mit dem Stichtag 15. April; "doch gingen seitdem immer mehr ausgefüllte Fragebögen ein, sagte gestern Markus Rode, Vorstand von Open Doors Deutschland. Die erschütternden Berichte aus dieser ersten deutschlandweiten Erhebung unter orientalischen Christen seien nur die Spitze des Eisberges. Denn vielen Schikanierten fehle inzwischen der Mut, sich noch einmal zu öffnen und zu reden. Sie hätten, sagten Vertreter der Hilfsorganisationen, schon zu oft erlebt, dass nichts geschehe, um ihr Leid zu lindern. Schlimmer noch: Sobald bekannt werde, sie hätten geredet, würden die Übergriffe noch intensiver, ohne dass Behörden einschritten. Fast alle Befragten gaben an, häufig von muslimischen Flüchtlingen angegriffen zu werden, aber auch muslimische Wachschützer sind beteiligt. Viele schwiegen zudem aus Furcht vor Verrat, aus Sorge um die Familien daheim, die dort untergetaucht sind. „In den Lagern herrscht ein Klima der Panik und der Angst“, sagt Markus Rode. ... Wie kann es sein, dass sich in unserem Land, wo Hunderttausende ihre „Willkommenskultur“ monatelang feierten und jeden angifteten, der auf offensichtliche Probleme hinwies, ein solcher Skandal ohne nennenswerte Gegenwehr entwickelte? Muss erst auch Deutschland im jährlichen Weltverfolgungsindex als unsicherer Ort für orientalische Christen auftauchen, bis sich etwas tut?" (Mönch, R. 2016: Vergesst die Christen nicht. Verkehrte Flüchtlingspolitik. Orientalische Christen werden hierzulande bedroht und verletzt – zum Teil von jenen muslimischen Peinigern, vor denen sie nach Deutschland geflohen sind. Frankfurt a.M.), siehe auch Anmerk. 1
[11] vgl.Kurse Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre; Frankfurter Allgemeine Zeitung 2016, Nr. 78, p. 1-2, 8, 18
[12] Science Review Letters 2015, 14, Nr. 630 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 207, p. 5; siehe auch Anmerk. 9
[13] Hofstätter, H.H. et al. 1975: Kunstgeschichte. Von den Anfängen bis zum frühen Mittelalter. Stuttgart
[14] vgl.Kurse Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre; Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 222, p. 7
[15] vgl.Kurse Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre; Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2015, Nr. 37, p. 4
[16] Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 286, p. 2
[17] Science Review Letters 2015, 14, Nr. 616 und Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Nr. 166, p. 20; p. 2; siehe auch Anmerk. 9
[18] Christus ist die Achse der Weltgeschichte. "Zu ihm hin und von ihm her geht der Gang der Dinge bis zum Weltgericht." Für eine empirische Betrachtung liegt die Achse der Weltgeschichte in den Jahrhunderten 800 bis 200 v.Chr. Es ist die Zeit von Homer bis Archimedes, die Zeit der grossen alttestamentlichen Propheten und Zarathustras, die Zeit der Upanischaden und Buddhas, von Laotse und Konfuzius.(Karl Jaspers)  Mehr dazu siehe Anm. 1 und Kurse Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur, Nr. 564 St. Augustinus. Akademie der Kunst und Philosophie
[19] Siehe Anmerk. 4
[20] Ibid
 
 

Hier kannst Du Dich direkt für den Fernkurs registrieren 
oder Mitglied der Akademie der Kunst und Philosophie werden 
Allgemeine Infos zu den Kursen

Registration form
How to support the Academy of Arts and Philosophy
More Info
 

Folge uns in den sozialen Netzwerken:

Kunst und Architektur der Renaissance | Gothische Kunst und Architektur | Romanische Kunst und Architektur | Byzantinische Kunst und Architektur | Perugino | Raffael | Albrecht Dürer | Botticelli | Girolamo dai Libri | Ghirlandaio | Defendente Ferrari | Borgognone | Pinturicchio | Piero della Francesca | Mantegna | Fra-Angelico | Jan van Eyck | El Greco | Correggio | Murillo

Miguel de Cervantes | William Shakespeare  | Sir Walter Scott | Plato | Aristoteles | Johann Wolfgang von Goethe | Friedrich Schiller | Friedrich HölderlinNovalis | Arthur Schopenhauer | Matthias Claudius | Johann Gottlieb Fichte | Friedrich Wilhelm Joseph Schelling | Georg Wilhelm Friedrich Hegel | Wladimir Solowjew | Fjodor M. Dostojewskij | Gottfried Wilhelm Leibniz | St.Thomas Aquinas | Johannes Scottus Eriugena | St. Augustinus | Meister Eckhart | Angelus Silesius | Dante Alighieri | Torquato Tasso | Ariosto | Calderón de la Barca | Rousseau | Walter von der Vogelweide | Wolfram von Eschenbach

Save Beecolonies | Natural Apitherapy Council
Api / Science Review Letters
Akademie der Kunst und Philosophie / Academy of Arts and Philosophy
Forschungszentrum Bienentherapie | Apitherapy Research Centre
Zentrum fuer wesensgemaesse Bienenhaltung



Copyright © 2012-2017 Akademie der Kunst und Philosophie
Letzte Bearbeitung:04.04.2017