Akademie der Kunst und Philosophie
Akademie der Wissenschaften | Académie des sciences
 

 

Kurs Nr. 558

Calderon de la Barca - Poet und Philosoph


"Wär' es gut, dass man zu Ställen
Die Kapellen dort verstörte,
Die Altäre drin zu Krippen?
Und, wenn sie sich dem entzögen,
Dass sie zu Moscheen würden?
Hier versagen mir die Töne,
Hier gebricht es mir an Atem,
Hier beklemmt der Gram mich tödlich;
Denn, wenn ich es denke schon,
Ist's, als ob das Herz mir börste,
Sträubt mein Haar sich auf dem Haupte,
Und es bebt der ganze Körper.
Denn in Ställen und in Krippen,
Nicht zum erstenmal, schon öfter
Hätte Gott als Gast gewohnt;
Aber als Moscheen gewönnen
Wir an ihnen eine Denkschrift,
Zu unsterblichem Erröten,
Lautend so: Hier hatte Gott
Wohnung, und um sie dem Bösen
Einzuräumen, weigern jetzt sie
Ihm die Christen"  - Calderon de la Barca
 

 


 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:

Calderon de la Barca hätte sich nie träumen lassen, dass christliche Würdenträger den Islam so schönfärben würden. Im August 1985 sprach Papst Johannes Paul II. im Stadion von Casablanca zu 80000 jungen Muslimen. Seine Worte damals zeugten von einer kompletten Unwissenheit bezüglich des Islams: „Wir glauben an denselben Gott“, sagte er. Später hat er allerdings seine Meinung über den Islam geändert. Bei einer der Bergwanderungen im Massiv des Gran Sasso sprach Johannes Paul II. über den Islam und über Europa: „Erinnere jene in der Kirche des dritten Jahrtausends daran: Ich sehe die Kirche befallen von einem tödlichen Leiden, das tiefer und schmerzlicher ist als jene dieses Jahrtausends. Es nennt sich Islam. Sie werden in Europa einfallen. Ich habe die Horden kommen sehen von West bis Ost: aus Marokko und Libyen, Ägypten und anderen Ländern bis in den Orient. Sie werden in Europa einfallen. Europa wird zum Keller, alte Erinnerungsstücke, Halbschatten, Spinnennetze. Familienerinnerungen. Ihr, die Kirche des dritten Jahrtausends, müsst die Invasion aufhalten. Aber nicht mit den Waffen, Waffen reichen nicht, sondern mit eurem ganz gelebten Glauben.“ Die Episode ereignete sich im März 1993. [1]

"Und wenn der Koran auch viele Stellen zum Lob der Thora und des Evangeliums sowie der Propheten Abraham, Moses und vor allem Jesus Christus, des Sohns der Jungfrau Maria, zu enthalten scheint, so wird man dennoch davon ausgehen können, dass diese Lobhudeleien vielmehr ein Täuschungsmanöver sind, widerspricht er doch all dem, was dem wahren Heil dient."  - Nicolaus Cusanus

"Dieser Gott oder 'Fürst dieser Welt', der ein Lügner ist von Anbeginn, hat durch einen seiner Engel, der die Gestalt des Lichtes und vielleicht den Namen Gabriel annahm, den verlogenen Koran zusammengestellt; dabei bediente er sich vor allem Muhammads und seiner Nachfolger."  - Nicolaus Cusanus

"Diese so wunderbare Bekehrung der Welt zum christlichen Glauben (mirabilis mundi conversio ad fidem Christianam) ist aber die sicherste Bestätigung für die vorausgegangenen Zeichen, so dass es nicht notwendig ist, sie fernerhin zu wiederholen, da sie in ihrer Wirkung sichtbar vor Augen stehen. " - Thomas von Aquin

“Die aber, welche die verschiedenen Richtungen des Irrtums aufgebracht haben, sind auf entgegengesetztem Wege vorgegangen, wie offenbar ist bei Mohammed, der die Völker verlockt hat durch Versprechung fleischlicher Genüsse, zu deren Verlangen die fleischliche Begierde anstachelt. Auch hat er, der fleischlichen Lust die Zügel schießen lassend, Gebote gegeben, die zu diesen Versprechungen passen und denen fleischliche Menschen leicht gehorchen. Auch Belege für die Wahrheit hat er nicht beigebracht, außer solchen, die leicht von jedem halbwegs Weisen durch natürliche Geisteskraft erkannt werden können. Ja, sogar das Wahre, das er lehrte, hat er mit vielen Fabeln und grundfalschen Lehren vermischt. Auch hat er in den Dienst der Sache keine übernatürlich gewirkten Zeichen gestellt, durch die allein der göttlichen Eingebung ein angemessenes Zeugnis gegeben wird, wo die sichtbare Tat, die nicht anders als göttlich sein kann, den auf unsichtbare Weise geisterfüllten Lehrer der Wahrheit erweist. Er hat vielmehr gesagt, er sei in der Macht der Waffen gesandt: Zeichen, die auch Räubern und Tyrannen nicht fehlen. Auch haben ihm am Anfang nicht irgendwelche in göttlichen und menschlichen Dingen geübte Weise geglaubt, sondern tierische Menschen, die in Wüsten lebten, jeder göttlichen Lehre durchaus unkundig, durch deren Menge er andere mit Waffengewalt unter sein Gesetz gezwungen hat. Auch legten für ihn keine göttlichen Weissagungen vorausgehender Propheten Zeugnis ab; alle Belege des Alten und des Neuen Testaments entstellt er vielmehr durch fabelndes Erzählen, wie dem deutlich wird, der sein Gesetz liest; deswegen überließ er auch mit listiger Berechnung die Bücher des Alten und des Neuen Testaments seinen Gefolgsleuten nicht zum Lesen, damit er durch sie nicht der Unwahrheit überführt werde. Daher ist offenbar, dass die, die seinen Ansprüchen Glauben schenken, leichtfertig glauben.” - Thomas von Aquin

"Wir sehen also, dass der Mensch selbst sich der Urheber des Unheils ist. Denn würde einer nicht nach Art des Schweines leben, würde der Teufel nimmer Gewalt über ihn bekommen, oder wenn, dann nicht zu seinem Verderben, sondern zu seiner Bewährung. Oder vielleicht sieht er es jetzt, weil ihm seit der Ankunft des Herrn die Möglichkeit einer Verführung der Guten benommen wurde, nicht mehr auf das Verderben aller Menschen, sondern nur noch der leichtfertigen ab, dem Räuber gleich, der nicht Bewaffneten, sondern Unbewaffneten nachstellt, und mit seinen Tätlichkeiten den Schwächling zerfleischt, weil er weiß, dass ein Starker ihn verachtet, oder ein Gewalthaber, ein Mächtiger ihn verurteilt."  - St. Ambrosius, sup. Luc. VI, 48

"Ein schwacher Geist nämlich fasst Gottes Wort nicht und vermag die Wucht der Weisheit nicht zu tragen; seine Kraft erlahmt und schwindet." - St. Ambrosius, sup. Luc. VI, 51 

"Sind nicht die Häretiker diesen Wölfen zu vergleichen, welche den Hürden Christi nachstellen, um deren Umfriedung mehr zur Nacht- denn zur Tageszeit heulen (nach Verg., Aen. IX 59-61) Für die Glaubenslosen ist es ja immer Nacht, indem sie das Licht Christi mit dem Nebel verkehrter Schrift- Auslegung zu verdunkeln und, soweit es an ihnen liegt, zu schwärzen suchen. Wohl schleichen sie um die Umfriedung Christi, dessen Ställe doch dürfen sie nicht zu betreten wagen. Eben darum wird ihnen kein Heil, weil Christus sie nicht in seine Herberge führen will, worin jener Heilung fand, der von Jerusalem herabkommend unter die Räuber fiel. Diesen setzte jener Samaritan, nachdem er dessen Wunden verbunden und Öl und Wein darein gegossen hatte, auf sein Lasttier und führte ihn in die Herberge und ließ ihn dem Wirte zurück, dass er geheilt würde (Luk. 10, 30 ff.). Sie nun, die nicht nach dem Arzt verlangen, empfangen kein Heilmittel. Hätten sie Verlangen darnach, würden sie ihn nicht verunglimpfen. Sie lauern auf des Hirten Abwesenheit. Darum eben trachten sie die Hirten der Kirchen entweder zu töten oder in die Verbannung zu treiben, weil sie in Anwesenheit der Hirten die Schafe Christi nicht überfallen können. Nun suchen sie die Herde des Herrn auszurauben, Räuber, die, gleichsam in ihrer verknöcherten Geistesgesinnung verhärtet und erstarrt, von ihrem Irrtum nie und nimmer umzukehren pflegen. Darum des Apostels Mahnung: „Einen ketzerischen Menschen  meide nach einmaliger Zurechtweisung, da du weisst, dass ein derartiger Mensch völlig verkehrt ist! (Tit. 3, 10 f.) Sie lässt der wahre Schriftausleger Christus hereinfallen, so dass sie ihre nichtigen Angriffe umsonst vergeuden und nicht schaden können. Kommen sie nun einem mit dem verfänglichen Truggespinst ihrer Streitrede zuvor, machen sie ihn mundtot; denn mundtot ist, wer das Wort Gottes nicht in der Herrlichkeit bekennt, die ihm eignet. Hüte dich denn, dass dir nicht ein Häretiker die Sprache nimmt, wenn du ihn nicht zuvor noch entdeckst! Denn im Verbogenen schleicht sein Unglaube. Erkennst du aber die Hirngespinste seiner Gottlosigkeit, brauchst du den Verlust der holden Sprache nicht fürchten. Hüte dich denn vor dem Gifte verfänglicher Streitrede! Es dringt in die Seele, greift an die Kehle, setzt sich fest im Lebensmark. Gefährlich ist der Biß der Häretiker. Gefährlicher und räuberischer als Raubtiere, kennen sie in ihrer Gier und Gottlosigkeit keine Grenze." - St. Ambrosius, sup. Luc. VII, 49-51

"Keineswegs nämlich hätte irgendein sterblicher Mensch, wenn er nicht mit dem leibhaftigen Teufel zusammengearbeitet hätte, solche Märchen, wie sie im Koran aufgeschrieben sind, erdichten können. Durch sie wollte der Satan neben vielen anderen lächerlichen und wahnsinnigen Spinnereien vor allem dies erreichen, dass man nicht an Christus, den Herrn, Gottes Sohn und wahren Gott, Schöpfer und Erlöser des Menschengeschlechts, glaubte."  - St. Petrus Venerabilis, Summa totius haeresis Saracenorum

2019 besucht Paps Franziskus Marokko und sagt in ähnlicher Unwissenheit wie Papst Johannes Paul II, Christen und Muslime würden an denselben Gott glauben. Mit einer Videobotschaft an das marokkanische Volk bereitete Papst Franziskus seine Reise in das islamische Land im Norden Afrikas vor. Darin wurde einer der umstrittenen roten Fäden sichtbar, die sich durch das derzeitige Pontifikat ziehen. Die Botschaft des Videos im vollständigen Wortlaut: "Liebes Volk von Marokko! As-Salamu Alaikum! Der Friede sei mit euch! In Kürze werde ich mich in euer liebes Land begeben für einen Besuch von zwei Tagen. Ich danke Gott für diese Gelegenheit, die er mir schenkt. Ich bin Seiner Majestät, König Mohammed VI., dankbar für die freundliche Einladung und den marokkanischen Behörden für die aufmerksame Zusammenarbeit. Auf den Spuren meines heiligen Vorgängers Johannes Paul II. komme ich als Pilger des Friedens und der Brüderlichkeit in einer Welt, die ihrer dringend bedarf. Als Christen und Muslime glauben wir an Gott den Schöpfer und Barmherzigen, der die Menschen erschaffen hat und sie in die Welt gesetzt hat, damit sie als Brüder leben, indem sie sich in ihrer Verschiedenheit respektieren und sich in den Bedürfnissen helfen. Er hat ihnen die Erde, unser gemeinsames Haus, anvertraut, um sie mit Verantwortung zu behüten und für die künftigen Generationen zu bewahren. Es wird eine Freude für mich sein, mit euch direkt diese Überzeugungen in der Begegnung, die wir in Rabat haben werden, zu teilen. Zudem wird mir diese Reise die wertvolle Gelegenheit bieten, die christliche Gemeinschaft in Marokko zu besuchen, und sie in ihrem Weg zu ermutigen. Ebenso werde ich die Migranten treffen, die einen Appell darstellen, gemeinsam eine gerechtere und solidarischere Welt zu bauen. Liebe marokkanische Freunde, ich danke euch von Herzen bereits jetzt für eure Aufnahme und vor allem euer Gebet, indem ich euch meiner Gebete für euch und für euer Land versichere. Auf bald!" [2]

Die Videobotschaft lässt denselben roten Faden erkennen, der sich vom ersten „Video vom Papst“ über den Earth Day der Fokolarbewegung und die Erklärung über die menschliche Brüderlichkeit in Abu Dhabi durch das derzeitige Pontifikat zieht. Das erste Video vom Papst vom Januar 2016, dem als Premiere die größte internationale Aufmerksamkeit sicher war, enthält die synkretistische Wort-Bild-Botschaft, dass alle Menschen „Kinder Gottes“ sind und alle Religionen gleich gültig auf derselben Stufe stehen. Diese Botschaft, die der gesamten kirchlichen Tradition widerspricht, wurde vom Vatikan nie korrigiert. Am 24. April 2016 nahm Papst Franziskus als „Überraschungsgast“ in Rom am Earth Day der Fokolarbewegung teil. An diesem „Tag der Erde“ gab das Kirchenoberhaupt in einer spontanen Rede den Anwesenden „eine Hausaufgabe“ mit auf den Weg. Entscheidend sei, so Franziskus, dass „wir uns gegenseitig annähern, um gemeinsam zu handeln“, dass „wir alle zusammenarbeiten und uns gegenseitig respektieren“. Dass der eine dieser Religion oder jener Religion angehöre: „Das ist nicht wichtig!“ Am 4. Februar 2019 unterzeichnete Papst Franziskus in Abu Dhabi zusammen mit dem Großimam von Al-Azhar in Kairo, Ahmad Mohammad al-Tayyeb, das Dokument über die menschliche Brüderlichkeit. Das Dokument enthält eine besonders umstrittene Passage, die vom österreichischen Philosophen Josef Seifert als „Häresie der Häresien“ kritisiert wurde. Mit diesem Dokument habe Franziskus den Relativismus auf die Spitze getrieben und Gott selbst zum Relativisten erklärt, so Seifert (siehe auch die Kritik von Roberto de Mattei: Die „Arche der Brüderlichkeit“ und die christliche Liebe). Die genannten Etappen sind keine Betriebsunfälle, sondern lassen einen roten Faden erkennen, der sich gewollt durch das derzeitige Pontifikat zieht. Die Videobotschaft an das marokkanische Volk bestätigt das. Bejubelt wird dieser rote Faden von der in die Dekadenz geratenen Freimaurerei. Nach der Unterzeichnung der Erklärung von Abu Dhabi zollte die Großloge von Spanien – Spanischer Großorient 1889 lautstarken Applaus mit einer in der Geschichte beispiellosen Aussage: „Alle Freimaurer der Welt schließen sich dem Aufruf des Papstes an.“ [3]

"Wenn also keine Häresie, die zu irgendeiner Zeit entstand, ungeschoren bleiben konnte vom „Schwerte des Geistes, das das Wort Gottes ist“, wird dann etwa die Irrlehre Muhammads vor diesem Schwert sicher sein? Oder wird vielleicht die Zunge des Christen darüber hinweggehen wie über ein Nichts oder Geringes? Oder wird man sie vielleicht wie etwas Unschädliches oder weniger Schädliches verschonen? — Und welche Häresie, mein Leser, hat denn der Kirche Gottes so sehr geschadet? Welche Irrlehre hat jemals solche Qualen über das christliche Gemeinwesen gebracht? Welche hat so tiefe Breschen in sein Gebiet geschlagen? Welche hat die Zahl der Verdammten so sehr vermehrt?" - Petrus Venerabilis, Contra sectam Saracenorum
Auf den ersten Blick könnte man die beiden rechteckigen Türme für Minarette halten. Bei genauerem Hinsehen lassen sich die Kreuze neben den orientalischen Ornamenten erkennen. Stolz erhebt sich die Kirche am Golan-Platz im Zentrum der Neustadt. Das monumentale weiße Gebäude wurde vor knapp hundert Jahren errichtet, als Rabat die Hauptstadt des französischen Protektorats war. Europäisches Art Déco verbindet sich im Innern mit bunten Glasfenstern und traditionellen Holzschnitzereien. Nachdem das Land 1956 unabhängig geworden war, verkleinerten sich die Katholiken nur, weil sie weniger wurden: Das stattliche erzbischöfliche Ordinariat ist an das französische Kulturinstitut vermietet. In der marokkanischen Diaspora packt Erzbischof Cristóbal López Romero selbst mit an. Der graubärtige Spanier beantwortet spätabends Anfragen per Mail und öffnet die Tür zu seiner Residenz. „Lange vor der Ankunft des Islams gab es in den ersten Jahrhunderten sieben Bischöfe auf dem Gebiet des späteren Marokkos“.  Es gibt 15 katholischen Schulen, die 1200 muslimische Schüler besuchen. [4]

Es ist der zweite Papstbesuch in Marokko. Die Kirchenleute in Rabat sind gespannt, ob es gelingt, für die Messe die zehntausend Plätze in der viel kleineren Sportarena zu füllen. Den Dialog mit den Christen hat Mohameds Vater Hassan II. begonnen, dessen Grab Franziskus aufsuchen wird. Die marokkanische Königsdynastie führt sich auf den Propheten Mohammed zurück. Mohamed VI. ist nicht nur weltliches, sondern auch religiöses Oberhaupt. Er versteht sich auch als Beschützer der Nichtmuslime. "Der malikitische Islam in Marokko ist konservativ und tolerant. Er lässt sich nicht mit dem strengen Wahhabismus in Saudi-Arabien vergleichen. In Marokko ist es ein volksnaher Islam, in dem die mystischen Sufi-Bruderschaften eine wichtige Rolle spielen. Der Königspalast steckt die religiösen Grenzen ab. Selbst die strenggläubigen Salafisten sind herrschertreu. Die moderat islamische PJD-Partei führt seit Jahren die Regierung. Nur außerhalb der Politik wagt die offiziell nicht anerkannte islamistische Bewegung „Al Adl Wal Ihsane“, die Monarchie in Frage zu stellen. Ihre Mitglieder suchen aber nicht die offene Konfrontation – anders als die Dschihadisten, die in Casablanca vor 16 Jahren 45 Menschen ermordeten. Mehr als 1600 Marokkaner schlossen sich später der Terrororganisation „Islamischer Staat“ an. Abgesehen von einem Attentat im Jahr 2011 in Marrakesch mit 16 Toten und dem Mord an zwei Skandinavierinnen Ende 2018 im Atlasgebirge, blieb es im Vergleich zu anderen Ländern der Region aber ruhig. [5]

Dabei sind auch die 15000 Studenten wichtig, die dabei halfen, die katholische Kirche in Marokko wiederzubeleben. Um dort kostenlos studieren zu können, mussten sie zu Hause ein anspruchsvolles Auswahlverfahren durchlaufen. Nur
Absolventen guter Schulen, deren Familien sie sich leisten können, haben eine Chance. Marokko kommt das sehr günstig: Das Studium an den französischsprachigen Universitäten ist für die westafrikanischen Studenten gebührenfrei. Die
UN-Wissenschaftsorganisation Unesco zahlt den Studenten ein kleines Stipendium. Wer in Marokko Hilfe braucht, landet meist bei der katholischen Caritas. „Wir sind in diesem Bereich wohl der größte Player“, sagt Hannes Stegemann, der deutsche Direktor der Caritas im Erzbistum von Rabat. Ein großer Teil der Gelder für die Arbeit der mehr als 90 Caritas-Mitarbeiter kommt aus Deutschland. Der marokkanische Staat hat in den vergangenen Jahren zwar mehr als 50000 Afrikanern ein Bleiberecht gewährt: Sie haben formell Zugang zur Gesundheitsversorgung, und ihre Kinder dürfen in die Schule. Doch im Alltag sind die Migranten auf sich gestellt. In ganz Marokko berät die Caritas jedes Jahr mehr als 20000
Migranten, wenn sie Probleme mit den Behörden haben, eine Unterkunft suchen oder zum Arzt müssen. [6]

Doch nun zurück zu Calderon de la Barca: Die Mauren bestürmten die Stadt Ceuta damals nicht als Flüchtlinge, sondern sie wollten die christianisierte Stadt zurückerobern und die Geissel der Menschheit, den Islam ("Mahoms Geißel"), dort wieder einführen:

"Dein Befehl war, daß ich nahen
Der berühmten Stadt mich sollte,
Die Elisa hieß vor Zeiten,
Jener, die erbaut am Thore
Des herkul'schen Sundes stehet
Und den Namen hergenommen
Hat von Ceydo, welches, Ceuta
Vom Arabischen verdolmetscht,
Auf hebräisch Schönheit heißet,
Und sie prangt am schönsten Orte;
Jener endlich, die der Himmel
Hat entrissen deiner Krone,
Wohl nach unsers großen Mahoms,
Des Propheten, bill'gem Zorne;
Und zur Schmach für unsre Waffen
Müssen wir nun sehn, daß dorten
Portugiesische Paniere
Auf den Türmen sind erhoben,
Allzeit vor den Augen habend
Eine Schranke, welche spottet
Unsers Ruhmes; einen Zügel,
Der zurückhält unser Trotzen;
Einen Kaukasus, der deiner
Siege Nil in seinem Strome
Aufhält und, dazwischen tretend,
Spaniens Zugang uns verschlossen.
Also hatt' ich den Befehl:
All ihr Bollwerk auszuforschen
Ganz genau, um dir zu melden,
Wie gestaltet und geordnet
Sie es hat und wie du kannst,
Sparend so Gefahr als Kosten,
Diesen Krieg anfangen. Möge
Dir den Sieg des Himmels Sorge
Samt der Herstellung verleihn!
Zwar ein größres Unglück, drohend,
Schafft Verzug; denn ich bezweifle,
Ob dies jetzt wird unternommen,
Da ein andres Unternehmen
Dringender dich ruft und fordert:
Weil das Heer, das wider Ceutas
Große Macht du hast geworben,
Eilen muß zu Tangers Schutz,
Welches wehklagt, schon bedrohet
Von der gleichen Not und Plage,
Gleichem Fall und gleichem Hohne.
Ich erfuhr's, weil ich zur See,
Um die Stund' an einem Morgen,
Wo, die westlich ruhnden Schatten
Scheuchend vor sich her, die Sonne,
Halb im Schlaf noch, blonde Haare
Auf Jasminen und auf Rosen
Breitet, die mit goldnem Tuche
Der Aurora Thränen trocknen,
Welche, Feu'r und Schnee, in Perlen
Vor der Sonne Blick zerronnen,
Fern auf den Gewässern sah
Eine starke Kriegesflotte
Angeschwommen, obwohl damals
Der erstarrte Blick nicht konnte
Sich entscheiden, ob's ihm Felsen
Oder Schiffe scheinen sollten.
Denn, so wie auf Schildereien,
Durch des Pinsels Kunst verschmolzen,
Hintergründe, weite Fernen,
In zweideut'ger Aussicht offen,
Bald wie Berg' erscheinen, bald
Sich wie stolze Städt' erhoben,
Weil der Abstand unerhörte
Wunderdinge allzeit formet:
So auch, auf der blauen Landschaft
Lichter, Schatten, hingeworfen,
Machten, Meer und Himmel mischend,
Mit den Wolken und den Wogen
Tausend Täuschungen dem Blick,
Der, begierig jetzo forschend,
Nur die Massen noch bemerkte
Und nicht unterschied die Formen.
Erstlich schien uns, da wir sahn,
Wie den Himmel ihre obern
Spitzen rührten, Wolken wären's,
Derer, die, aufs Meer gezogen,
In Saphir empfangen Regen
In Kristall gebären wollen;
Und wir dachten so mit Recht,
Denn das Meer schien ja gesonnen,
Einzuschärfen den unzähl'gen
Schwarm bis auf den letzten Tropfen.
Bald von Meeres-Ungeheuern
Schien es eine irr'nde Horde,
Die, Neptunen zu begleiten,
Kam' aus ihren tiefen Grotten:
Denn, wie ihre Segel wallten,
Spielend mit des Windes Odem,
Glaubten wir, sie ließen wallen
Auf den Fluten ihre Flossen.
Nun uns näher schon erschien es
Ein gewalt'ges Babylonien,
Dessen Hangegärten waren
Wimpel, sich dem Wind' entrollend.
Endlich aus dem Trug gerissen,
Hatte das Gesicht als Flotte
Sie erkannt schon, denn wir sahn,
Wie die Schnäbel Furchen zogen,
Wovon die geschlagnen Schäume,
Kräuselnd sich in sich verworren,
Berg' aus Silber aufgeschichtet,
Felsen aus Kristall erschwollen.
Ich, so viele Feind' entdeckend,
Wandte mich vor ihrem Toben:
Denn zu fliehn gehörig wissen
Hat oft auch für Sieg gegolten.
Und so nahm, als der ich dieser
Meere kund'ger war, im Porte
Einer Bucht ich meine Zuflucht,
Wo ich widerstehen konnte,
In der Schutzwehr und dem Schirme
Zweier Hügel, solcher großen
Macht gewalt'gem Ungestüm,
Die Meer, Erd' und Himmel trotzet....

Eduard von Portugal,
Dessen Siegerruhm frohlockend
Auf den Schwingen röm'scher Adler
Fliegen wird durch alle Zonen,
Schickt Enrique und Fernando,
Seiner Brüder Paar, die Glorie
Des Jahrhunderts, das sie siehet
Prangend in des Sieges Kronen.
Sie sind Ordensmeister Christi
Und Avis, mit weißem Borde,
Zieren Kreuze beider Brust,
Dem ein grünes, dem ein rotes.
Vierzehntausend Portugiesen
Sind's, die stehn in ihrem Solde,
Hoher Herr, die nicht gerechnet,
Die mitziehn auf eigne Kosten.
Tausend sind der starken Pferde,
Wohl versehn vom span'schen Stolze
Tigern gleich mit bunten Decken,
Luchsen gleich mit leichten Sohlen.
Angelangt in Tanger müssen
Sie schon sein und diesen Morgen,
Wo nicht seinen Sand betreten,
Wenigstens sein Meer durchwogen.
Ziehn wir aus, es zu verteid'gen,
Waffne, Herr, dich selbst im Zorne,
Daß in deinem tapfern Arme
Mahoms Geißel werd' erhoben,
Und das reichste Blatt von allen
Aus des Todes Buch entrolle."  - Calderon de la Barca

Gleichzeitig landen an der Seeküste bei Tanger die Portugiesen, "Ordensmeister Christi". Doch sie geraten in einen Hinterhalt und werden gefangen: "Denn ein Unglück, noch so groß, wird durch Weisheit überwunden. Duldet denn zu ihrem Ruhme, was die Zeit will und das Glücke!"

Die von den Mauren versklavten Christen ("das harte Joch dieser Sklaven") schöpfen Hoffnung: "Durch dein Leben, Herr, wird Heil unsrer Sklaverei zu teil." Als Lösegeld soll die Stadt Ceuta an die Mauren fallen.

Was christlichen Städten blüht, wenn sie von Muslimen übernommen werden, ist aus der Geschichte nur allzu gut bekannt. Kirchen werden entweiht ("um sie dem Bösen Einzuräumen") und zu Ställen oder Moscheen umfunktioniert, Kinder werden in Koranschulen gesteckt und erhalten eine "falsche Lehre"; letztlich würde es für Christen den Beginn "elender Sklaverei" bedeuten: " Und dass, sich der Kirch' empörend, Ihre Monde spielen dürften der Verfinsterung Tragödien? Wär' es gut, dass man zu Ställen die Kapellen dort verstörte, die Altäre drin zu Krippen? Und, wenn sie sich dem entzögen, daß sie zu Moscheen würden? Hier versagen mir die Töne, hier gebricht es mir an Atem, hier beklemmt der Gram mich tödlich; Denn, wenn ich es denke schon, ist's, als ob das Herz mir börste, sträubt mein Haar sich auf dem Haupte, und es bebt der ganze Körper." [7]

"Fernando:  Nicht weiter! Höre
Auf, Enrique! Denn dies sind
Worte, die unwürdig tönen,
Nicht nur eines Kron-Infanten
Portugals und der erhöhet
Ward zu Christus' Ordensmeister,
Nein, sie wären's eines schnöden
Wilden, den der ew'ge Glaube
Nie erleuchtet des Erlösers.
Wenn mein Bruder, jetzt im Himmel,
Auch im Testamente förmlich
Dies bedingt, geschah es nicht,
Daß man demgemäß beschlösse,
Sondern bloß, um zu bezeugen,
Daß er wünsche mich zu lösen.
Und dies suche man durch andre
Weg' und Mittel zu befördern.
Sei'n sie mild nun, oder feindlich.
Denn, wenn er befiehlt, man möge
Ceuta geben, heißt dies nur:
Ringt darnach aufs allerhöchste.
Denn, wie wär's, wie wär's zu denken,
Daß ein echt kathol'scher König
Uebergäb' an einen Mohren
Eine Stadt, um die verströmet
Ward sein Blut, da er der erste
War, der ihrer Zinnen Höhe,
Bloß bewehrt mit Tartsch' und Degen,
Selbst mit den fünf Schildlein krönte?
Und dies ist noch das Geringste:
Eine Stadt, die Gott den Schöpfer
Auf kathol'sche Weis' erkennt,
Die durch Kirchen wird verschönert,
Welche Lieb und Ehrerbietung
Seinem Dienste hat geöffnet:
Wär' es ein katholisch Thun,
Wär' es Eifer für das Frömmste,
Wär' es christliches Erbarmen,
Wär' es portugies'sche Größe,
Daß die Atlasse der Sphären,
Jene Tempel für den Höchsten,
An der Stelle goldner Lichter,
Welche jetzt die Sonne rötet,
Ottoman'sche Schatten sähen
Und daß, sich der Kirch' empörend,
Ihre Monde spielen dürften
Der Verfinsterung Tragödien?
Wär' es gut, daß man zu Ställen
Die Kapellen dort verstörte,
Die Altäre drin zu Krippen?
Und, wenn sie sich dem entzögen,
Daß sie zu Moscheen würden?
Hier versagen mir die Töne,
Hier gebricht es mir an Atem,
Hier beklemmt der Gram mich tödlich;
Denn, wenn ich es denke schon,
Ist's, als ob das Herz mir börste,
Sträubt mein Haar sich auf dem Haupte,
Und es bebt der ganze Körper.
Denn in Ställen und in Krippen,
Nicht zum erstenmal, schon öfter
Hätte Gott als Gast gewohnt;
Aber als Moscheen gewönnen
Wir an ihnen eine Denkschrift,
Zu unsterblichem Erröten,
Lautend so: Hier hatte Gott
Wohnung, und um sie dem Bösen
Einzuräumen, weigern jetzt sie
Ihm die Christen. Nicht erhöret
Ist's ja, menschlich nur zu reden,
Daß man, irgend wen zu höhnen,
Eindringt in sein Haus; wär's billig,
Daß eindränge, Gott zu höhnen,
In sein eignes Haus das Laster
Und daß wir dazu ihm böten
Das Geleit, daß wir sogar
Selber würden seine Pförtner
Und, es drinnen zu bewahren,
Gott verjagten, aus ihn schlössen?
Die Kathol'schen, die dort wohnen
Mit Familien und Vermögen,
Würden leicht dem Glauben untreu,
Nur damit sie's nicht verlören.
Wär' es wohl von uns gethan,
Diese Sünde zu befördern
Durch Gelegenheit? Wär's billig,
Daß der Christen zarte Söhne,
Welche dort erwachsen, zeitig
Von den Mohren zugewöhnet
Ihren Sitten und Gebräuchen,
Ein die falsche Lehre sögen?
In elender Sklaverei,
Wär' es billig, zu ertöten
So manch Leben dort, um eines,
Worauf nichts beruht, zu lösen?
Wer bin ich? mehr als ein Mensch?
Wenn's die Zahl ersetzen könnte,
Ein Infant zu sein: Gefangner
Bin ich jetzt, der Standeshöhe
Ist ein Sklave nicht empfänglich;
Ich bin's, so daß sich betröge,
Wer Infant mich nennen wollte.
Bin ich's nicht, wer wohl geböte,
Daß das Leben eines Sklaven
Solchen hohen Kaufpreis gölte?
Sterben heißt das Sein verlieren,
Ich verlor's im Schlachtgetöse;
Ich verlor das Sein, so starb ich;
Starb, so hieß' es nun ja thöricht
Handeln, wenn um einen Toten
So viel Leben würd' ertötet.
Und so soll die eitle Vollmacht,
Jetzt in Stücke ganz zerbröckelt,
Nur wie Stäubchen in der Sonne,
Nur im Feu'r wie Funken stöbern. (Er zerreißt die Vollmacht.)
Doch nein, ich verschlinge sie,
Daß kein Buchstab bleiben möge,
Der der Welt verrat', es habe
Lusitan'sche Heldengröße
Dies gewollt. Ich bin dein Sklav:
Ueber meine Freiheit, König,
Schalte nun, ich will sie nicht,
Noch auch kann sie mir gehören;
Kehr', Enrique, heim und sage,
Daß mir Afrika Grabhöhle
Sei geworden, denn mein Leben
Will ich, Tod zu scheinen, nöt'gen;
Christen, tot ist euch Fernando;
Mohren, euch als Sklav gehör' ich;
Christensklaven, ein Genosse
Fügt sich heut zu euren Nöten;
Himmel, deine heil'gen Kirchen
Läßt ein Mensch dir wieder öffnen;
Meer, ein Unglückseliger schwellet
Dir mit Thränen deine Ströme;
Berg', ein Trauriger bewohnt euch,
Gleich dem Wild in eurer Oede;
Wind', ein Armer überladet
Eure Region mit Stöhnen;
Erd', ein Leichnam gräbt sich heute
Seine Gruft in deinen Höhlen;
König, Bruder, Mohren, Christen,
Sonne, Mond und Sterngewölbe,
Himmel, Erde, Meer und Winde,
Wild und Berg', ihr alle höret's!
Ein standhafter Prinz befestigt
In Bedrängnissen und Nöten
Heute den kathol'schen Glauben,
Ehret das Gesetz des Höchsten.
Denn, gäb's keinen andern Grund,
Als daß Ceuta ward verschönert
Durch die Weisung einer Kirche
Der Empfängnis, rein und göttlich,
Jener Königin und Herrin,
Die so Erd' als Himmel krönet:
Gern wollt' ich, so wahr sie lebet,
Tausend Leben drum verströmen." - Calderon
Die Bedeutung des Christentum wird von Muslimen nicht verstanden; sie halten an ihrer "falschen Lehre" fest, obwohl mittlerweile klar ist, dass unter islamischer Führung kein Staat errichtet werden kann, allenfalls können sie mit "Mahoms Geißel" Terror in christliche Gebiete tragen. [8]

Muslime verstehen nicht, warum man christliche Städte nicht erobern darf: "Warum Ceuta mir nicht öffnen?" Christliche Städte und Einrichtungen stehen unter höherem Schutz: "Weil es Gottes ist... Was recht ist, sagt der Himmel, darin möge seinem Herrn der Sklav gehorchen; aber wenn der Herr beföhle seinem Sklaven Böses thun, wär' er nicht durch Pflicht genöt'get, zu gehorchen, denn wenn jener Böses fordert, thut er Böses." [9]

Was die versklavten Christen in muslimischen Ländern erleiden mussten: "Sei dieser Sklav all den andern ohne Zögern völlig gleich gestellt: legt Ketten um den Hals ihm und die Knöchel, in den Ställen soll er dienen und im Garten und den Höfen, so wie alle schlecht gehalten; Nicht mehr trag' er seidne Röcke, sondern dürft'ge grobe Zeuge, sei mit schwarzem Brot beköst'get und zum Trunk mit salz'gem Wasser, schlaf' in feuchten dunkeln Löchern; Welcher Spruch auch seine Diener und Vasallen gelten möge. Schafft sie alle fort." [10]

Die Christen bleiben standhaft: "Mohren, laßt euch doch erflehen, einem Armen beizustehen, dass er kann den Hunger stillen, um des heil'gen großen Zehen des Propheten Mahom willen." [11]

Prinz Fernando lässt sich nicht beirren: "So werde Gift'ge Wut, zerstiebt in Pulver, und erschöpfe dich; denn ich, ob ich noch mehr Qualen dulde, ob ich noch mehr Härte sehe, ob ich noch mehr klag' im Drucke, ob ich noch mehr Not erlebe, ob ich fühle noch mehr Bußen, ob ich noch mehr Hunger leide, ob den Leib schon diese Lumpen nicht bedecken und ich Wohnung hier nur find' im alten Wuste: Doch im Glauben fest verharr' ich, weil er Sonn' ist, die mir funkelt, weil er Licht ist, das mich leitet, Lorbeer, der mir dient zum Ruhme. Nicht die Kirche sollst du, mich magst du führen im Triumphe: Gott wird meine Sache schützen, da ich seiner stritt zum Schutze." [12]

Bald wird Hilfe für die Christen kommen und der Maurenkönig bestraft: "Bald wird deine Strafe kommen, denn auf Feldern und Gestaden kann ich schon erspähn von hier meine christlichen Standarten." [13]

Rom war die wichtigste "Herberge und Asyl der Christenheit", jene Stadt, auf "sieben Bergen eine Hydra schier von Stein, weil sie sieben Häupter zählet" [14]

In der Religion der Christen
Wuchs ich auf, so wohl belehret,
Daß ich gern, sie zu verteid'gen,
Opfre tausendmal das Leben.
Jüngling war ich, als in Rom
Heimlich ankam der verständ'ge
Alexander, unser Papst,
Der den apostol'schen Sessel
Inne hatt', allein nicht hatte,
Wo er hin ihn konnte stellen;
Denn dieweil die Tyrannei
Der grausamen Götzenknechte
Löschet ihren Durst mit Blute,
Welches sie entzieht den Märtrern,
Muß die erstgeborne Kirche
Ihre Söhne jetzt verbergen,
Nicht, weil sie zu sterben weigern,
Nicht, weil sie der Marter beben,
Sondern daß nicht auf einmal
Allesamt sie der Rebellen
Wut vertilg' und nach der Kirche
Untergang es keinen gebe,
Der die Heiden unterrichte,
Ihnen pred'ge, sie belehre.
Nun, nach Rom kam Alexander,
Und ich, der mit gläub'gem Sehnen
Heimlich ihn besucht', empfing
Seinen Segen und aus gnädiger
Hand die heil'gen Orden alle,
Deren Würde selbst der Engel
Neid erregt; denn ihr Besitz
Ist ein Vorrecht nur des Menschen.
Mir befahl der Papst, ich solle
Mich gen Antiochia wenden,
Um dort im Geheimen Christi
Wort zu pred'gen. Dem Befehle
Folgsam und so vieler Völker
Roher Willkür preis mich gebend,
Zog ich schnell gen Antiochia" - Calderon
Die Christen in muslimischen Ländern sind immer wieder konfrontiert mit dem "Abscheu jener Heiden vor dem Glauben an den Christ, den als meinen Gott ich preise" [15]
 

Papst Benedikt zitierte den byzantinischen Kaiser Manuel II: "Mohammed habe Schlechtes und Inhumanes gebracht"

Heute muss man Kritik üben am kirchlichen Islam-Dialog und nicht verschweigen, dass der Islam Krieg und Leid über die Menschheit brachte. Papst Benedikt zitierte den byzantinischen Kaiser Manuel II., der im Dialog mit einem persischen Islam-Gelehrten die These aufstellte, "Mohammed habe Schlechtes und Inhumanes gebracht wie etwa dies, den Glauben mit dem Schwert zu verbreiten. Der Kaiser konnte diese Aussage mit vielen historischen Erfahrungen belegen. Denn die Byzantiner mussten zum Ende des 14. Jahrhunderts mehr als vier Jahrhunderte muslimischer Gewalt beklagen. In dieser Zeit hatten die osmanischen Türken sie in ihrem kleinasiatischen Kernland attackiert, drangsaliert, unterdrückt, vertrieben und gedemütigt." Wie zur Bestätigung der zitierten Behauptung reagierten zahlreiche islamische Gruppen und Staaten mit Hass-Reden und Gewaltausbrüchen auf diese Passage der akademischen Rede des Papstes. Kein geringerer als Kardinal Karl Lehmann aus Mainz leistete damals dem Papst argumentative Schützenhilfe gegen die Angriffe von Seiten der Islamisten und teilweise der westlichen Medien. In einem längeren Beitrag für die Frankfurter Rundschau stellte er fest, dass bis heute „religiös motivierte und legitimierte Gewalt … sich vorwiegend am Islam festmacht“. Mit diesem Phänomen müsse man „unsere muslimischen Gesprächspartner konfrontieren“. In diesem Kontext sollte mit den Muslimen auch die These erörtert werden, dass die islamische Gewaltproblematik in der „muslimischen Religion“ sowie der „theologischen Tradition des kämpfenden und herrschenden Islam“ verankert sei. Als weiteren zentralen Diskussionspunkt im christlich-muslimischen Dialog müsste der Komplex „Religionsfreiheit und die Verfasstheit des modernen Staates“ behandelt werden. Diese kardinalen Forderungen stellen eine massive Kritik am Dialogprozess zwischen den Religionen dar, wie er vom Konzil beschrieben und seither von den Kirchenführern angestrebt beziehungsweise gefordert und gefördert wurde. "Das Konzil hatte das interreligiöse Gespräch ausdrücklich auf das Gemeinsame reduzieren wollen – unter Ausblendung der strittigen Punkten und Problematiken." Der christlich-muslimische Verständigungsdialog läuft heute zum größten Teil einseitig ab, er ist weitgehend ein Monolog von Kirche und Christen in Richtung Islam. Diese Unwirksamkeit eines echten Dialogs resultiert auch aus der interreligiösen Gemeinsamkeits-Ideologie des Konzils. Denn erstens schrumpfen die Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam bei tieferem Eindringen in die Materie auf weniges zusammen. Und zum zweiten erweisen sich die wenigen Schnittmengen der beiden Religionen als wenig relevant, da die brennenden Probleme bei den ausgeblendeten Streitfragen liegen. Die hatte Papst Benedikt in seiner Regensburger Rede angesprochen. "Das Gewalt-Zitat des byzantinischen Kaisers war für ihn Ausgangspunkt für weitere Erörterungen: Gewalttätiges, nicht vernunftmäßiges Handeln ist dem Wesen Gottes zuwider – so die Folgerung Kaiser Manuels, dem sich der Papst anschloss. Benedikt führte diesen Gedanken weiter. Ausgehend vom göttlichen Logos des Johannes-Evangeliums über die frühe Kirche zeigte Benedikt die fruchtbare und gewaltbeschränkende Symbiose von Glaube und Vernunft in der christlichen Theologie- und europäischen Geistesgeschichte auf. Dabei blieb der Vorwurf im Raum stehen, dass der auf Koran und Hadith gestützte Islam eben diese gewaltbeschränkende Vernunftorientierung nicht kennt." [16]

Genau auf diesen herausfordernden Vorwurf reagierten 38 muslimische Gelehrte schon einen Monat später mit einem Brief, in dem sie darauf ernsthaft und argumentativ eingingen. Ein Jahr später folgten 138 islamische Theologen diesem Ansatz mit einem weiteren langen Schreiben. Inzwischen haben mehrere Forums-Seminare zwischen islamischen Gelehrten und katholischen Theologen stattgefunden. Eine Folgerung aus diesen Überlegungen: Ein Impuls in Richtung Islam, der Muslime mit problematischen Seiten des Islam konfrontiert, bringt mehr Dialog-Prozesse in Gang als die Engführung der Konzilserklärung auf Gemeinsamkeiten. Allerdings bleibt leider festzustellen, dass sich auch in diesem Fall die Bereitschaft islamischer Theologen zu einem rückhaltlosen Dialog in Grenzen hält. "Hat Allah die Züge eines Willkür-Gottes? Papst Benedikt hatte eine dritte Differenz zwischen Islam und Christentum angesprochen: Für die christliche Theologie gibt es eine Entsprechung zwischen dem Sein und Handeln Gottes als dem höchsten Logos (Wort, Vernunft), der vernünftigen Ordnung der Welt (analogia entis) sowie dem vernunftorientierten Menschen. „Für die muslimische Lehre hingegen“, so der Papst weiter, „ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit. (…) Ibn Hazn geht so weit zu erklären, dass Gott auch nicht durch sein eigenes Wort gehalten sei und dass nichts ihn dazu verpflichte, uns die Wahrheit zu offenbaren. Wenn er es wollte, müsse der Mensch auch Götzendienst treiben. Hier tut sich ein Scheideweg im Verständnis Gottes auf…“. Diese aufgeworfene kontroverstheologische Frage wiegt umso schwerer, als sie das Zentrum des Allah-Glaubens berührt. "Sie beinhaltet die These, dass Allah mehr oder weniger ein Willkürgott sei. Unter diesem Vorzeichen tun sich muslimische Theologen schwer damit, ihren Glauben in eine befruchtende Verbindung mit dem Vernunft-Denken einzubinden. Im transzendent-unberechenbaren Willen und Handeln Allahs könnte vielleicht auch der tiefste Grund für das immer wieder aufbrechende Gewaltpotential des Islam liegen bzw. die Gewaltbereitschaft von Muslimen. Der erste Brief von 38 Islam-Gelehrten geht ansatzweise auf diese Frage ein, allerdings nur oberflächlich-apologetisch. Gleichwohl bedeutet der angesprochene Fragen-Komplex eine langfristige Herausforderung für die islamische Theologie. Kirche und Theologen haben die Pflicht, die muslimischen Gelehrten immer wieder mit diesen problematischen Aspekten des Islam zu konfrontieren." [17]

Als Basis der Verständigung mit den Muslimen postuliert Papst Benedikt nicht eine minimale Schnittmenge von Glaubensgemeinsamkeiten, sondern die durch menschliche Vernunft und die Stimme des natürlichen Gewissens erkennbaren Prinzipien der Menschlichkeit wie die Menschenwürde, Menschenrechte, Recht auf Leben und Religionsfreiheit insbesondere. Dabei sieht er sich in Übereinstimmung mit den positiven Errungenschaften der Aufklärung wie auch mit der Konzilsargumentation in der Erklärung „Dignitatis humanae“, in der aus der Würde des Menschen die Menschenrechte auf Freiheit in Religion und anderen sozialen Feldern entwickelt wird. Damit knüpfte Benedikt an die Praxis der Kirchenväter an, die mit den Vertretern der heidnischen Religionen und Philosophien einen argumentativen, kritischen und missionarischen Dialog führten. Diese Art von Dialog kann als Vermächtnis des Theologen-Papstes gesehen werden. Sicherlich war sich der Papst bewusst, dass seine Postulate an den gegenwärtigen, voraufklärerischen Islam auch als Veränderungsforderung verstanden werden. Doch diese Zumutung sollte man den Muslimen nicht ersparen. Angesichts der heute feststellbaren Rückwendung von Teilen der Muslime zu einer barbarischen, vorzivilisatorischen Praxis erscheint es umso notwendiger, dass sich die islamischen Theologen für Vernunft-Argumentation und Menschenrechte öffnen.     Statt Ausblendung aller Streitfragen sollten genau diese brennenden Religionsprobleme zum Thema gemacht werden für einen ernsthaften und argumentativen Dialog. Die islamische Theologie, seit Jahrhunderten mehr oder weniger in festen Bahnen erstarrt, hat ein Aufarbeitungs- und Entwicklungsproblem. Insbesondere hat der Islam in den zentralen Komplexen religiös legitimierte Gewalt, Religionsfreiheit und Staatskonzept sowie Vernunft- und Willkür-Theologie erheblichen Reflexionsbedarf, um den Anschluss an die Moderne zu finden, falls dies überhaupt möglich ist. "Interreligiöse Gebetstreffen führen in den brennenden Fragen keinen Schritt weiter; im Gegenteil suggerieren sie religiöse Gemeinsamkeiten, die nicht da sind. Denn der gewaltfordernde Gott des Islam ist nicht der christliche Gott." [18]
 

Der Mythos der Brüderlichkeit kaschiert in Wirklichkeit selbst den größten sozialen Egoismus und stellt das Gegenteil zur christlichen Liebe

Das Logo der Reise von Papst Franziskus in die Vereinigten Arabischen Emirate zeigt eine Taube mit einem Olivenzweig. Papst Franziskus sagte dazu: „Es ist ein Bild, das an die Geschichte der Sintflut erinnert, die in verschiedenen religiösen Traditionen vorkommt. Nach dem biblischen Bericht bittet Gott Noah, mit seiner Familie in die Arche zu gehen, um die Menschheit vor der Zerstörung zu bewahren. Auch heute müssen wir im Namen Gottes, um den Frieden zu sichern, gemeinsam als eine einzige Familie in eine Arche eintreten, die die stürmischen Meere der Welt befahren kann: die Arche der Brüderlichkeit.“ Laut dieser Lesart ist die Arche Noah eine Arche der Brüderlichkeit, in der Menschen unterschiedlicher Religion zusammenleben, weil Gott selbst den religiösen Pluralismus wollte. In der Tat heißt es in dem vom Papst in Abu Dhabi unterzeichneten Dokument: „Der Pluralismus und die Verschiedenheit der Religion, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache entsprechen dem weisen, göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat.“ Diese Lesart scheint die Lehre des Evangeliums auf den Kopf zu stellen. Die Arche, die Noah im frommen Gehorsam nach der Anweisung Gottes vor der Sintflut als Zuflucht für sich, seine Familie und alle Tierarten baute (Gen 6,13–22), wird vom Heiligen Paulus als Zuflucht des Heils für die Gläubigen und als Zeichen der Weltentsagung gelehrt (Hebr 11,7). Daher hat die katholische Tradition die Arche Noah immer als Symbol für die Kirche gesehen, ausserhalb derer es kein Heil gibt (vgl. Hl. Ambrosius, De Noe et Arca, 6.9). Und deshalb hat die Kirche den Auftrag, den christlichen Glauben zu bewahren und zu verbreiten. Unser Herr sagte nämlich zu den Aposteln: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Mk 16,15f). Und der Völkerapostel bekräftigt: „Es gibt nur einen Herrn, einen Glauben, eine Taufe“ (Eph 4,5). [19]

Der Grundsatz „nulla salus extra Ecclesiam“ schliesst jene vom Heil nicht aus, die wegen eines unüberwindlichen Irrtums ausserhalb der Kirche sind, aber dieser zumindest implizit durch einen Wunsch zugeordnet sind. Sie haben allerdings keine Heilsverheißung und keine ordentlichen Mittel, sie zu erlangen. Diese Glaubenswahrheit wurde unter anderem von Gregor XVI. (Mirari vos vom 15. August 1832), Pius IX. (Singulari quidem vom 17. März 1856 an die Bischöfe von Österreich), Leo XIII. (Satis cognitum vom 29. Juni 1896) und Pius XI. (Mortalium animos vom 6. Januar 1928) bestätigt. Letzterer erklärt darin, dass es im Bereich des Glaubens nicht möglich ist, auf dieselbe Weise wie im Bereich der Politik, zu einer brüderlichen Einheit zu gelangen. Die Glaubenswahrheit der Brüderlichkeit unterzuordnen, bedeutet, die religiöse Gleichgültigkeit zu bekennen, die vom allgemeinen Lehramt der Kirche immer verurteilt wurde. Die „Brüderlichkeit“ ist zusammen mit der „Freiheit“ und der „Gleichheit“ vielmehr ein konstitutiver Grundsatz der Französischen Revolution. Dieser revolutionäre Dreiklang beschränkt sich auf ein System von Beziehungen, in dem es kein übernatürliches Prinzip gibt, auf das man sich beziehen könnte. Die drei höchsten Werte, von denen jeder absolut gesehen wird, geraten daher zwangsläufig untereinander in Konflikt. Da ein höherer Zweck fehlt, wird die Brüderlichkeit, die weit davon entfernt ist, ein Element des Zusammenhalts für die Gesellschaft zu sein, zu einer Quelle für ihren Zerfall. Wenn die Menschen nämlich im Namen der Brüderlichkeit zusammengezwungen werden ohne einen Zweck, der ihrem Zugehörigkeitsgefühl einen Sinn gibt, wird die „Arche“ zum Kerker, und die mit Worten aufgenötigte Brüderlichkeit wird ins Gegenteil umschlagen und als zentrifugale Kraft zu Zersplitterung und Chaos führen. Die bloße Betonung des brüderlichen Zusammenlebens ist nicht imstande, ein Opfer zu rechtfertigen, das der höchste Ausdruck der Nächstenliebe ist, weil ein Opfer immer Verzicht auf ein reales Gut im Namen eines höheren Guts ist. Die Brüderlichkeit kennt aber kein höheres Gut, das eines Opfers würdig wäre, außer dem bloßen Zusammenleben, das an sich kein Wert, sondern lediglich eine Tatsache ohne tiefere Bedeutung ist. Der Mythos der Brüderlichkeit kaschiert in Wirklichkeit selbst den größten sozialen Egoismus und stellt das Gegenteil zur christlichen Liebe dar, die das einzige, wirkliche Fundament in den sozialen Beziehungen der Menschen ist. [20]

Die Brüderlichkeit ist auch ein Dogma der in die Dekadenz geratenen Freimaurerei, die in ihrer Ideologie und ihren Ritualen eine Parodie der christlichen Glaubenslehre und der christlichen Liturgie darstellt. Es ist kein Zufall, dass die Großloge von Spanien mit folgendem Tweet Papst Franziskus für seine Weihnachtsbotschaft vom 25. Dezember 2018 dankte: „Todos los masones del mundo se unen a la petición del Papa por ‘la fraternida dentre personas de diversas religiones’.” „Alle Freimaurer der Welt schließen sich dem Aufruf des Papstes an für eine ‚Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Religionen‘.“ Die Freimaurer schreiben weiter und zitieren Papst Franziskus: „In seiner Weihnachtsbotschaft hat Papst Franziskus zum Triumph der universellen Brüderlichkeit zwischen allen Menschen aufgefordert: ‚Brüderlichkeit zwischen Menschen jeder Nation und Kultur. Brüderlichkeit zwischen Menschen mit verschiedenen Ideen, die aber fähig sind, einander zu achten und zuzuhören. Brüderlichkeit zwischen Menschen verschiedener Religionen.‘ […] Die Worte des Papstes zeigen die aktuelle Linie der Kirche gegenüber dem Inhalt von Humanum Genus (1884), der letzten großen, katholischen Verurteilung der Freimaurerei.“ In Wirklichkeit ist diese Freimaurerei weiterhin von der Kirche verurteilt, auch wenn es scheint, dass die höchsten Kirchenmänner sich ihre Ideen zu eigen machen. Die Lehre des Göttlichen Meisters findet aber Widerhall in den treuen Herzen: Dort kann die Liebe für den Nächsten nur auf der Liebe für Gott gründen. Ohne einen Bezug auf den wahren Gott, der nur innerhalb der Kirche, der Arche des Heils, wirklich geliebt werden kann, ist die Brüderlichkeit nur ein leeres Wort, das den Hass gegen Gott und gegen den Nächsten verschleiert. [21]
 

Der Islam als antichristliche Lehre – Mißbrauch des „Dialogs“ von islamischer Seite; "Der vorläufige Höhepunkt dieser Narretei ist die Politik von Papst Franziskus"; heute Eroberung Europas durch islamische Arbeitskräfte und Flüchtlinge

Es gibt natürlich viele Fachleute. Diese sind aber häufig einer falschen Friedenssehnsucht auf Kosten der Wahrheit, verfallen. Andere versuchen unter Berufung auf das II. Vaticanum interreligiösen Ökumenismus zu betreiben, der aber weder der Wirklichkeit des Islam noch der göttlichen Offenbarung gerecht wird. Wieder andere betreiben „primitive Propaganda“. In der Geschichte verwirklichte sich das, "was im Koran grundgelegt ist, nämlich Feindschaft gegen die Christen und das Christentum, wobei der Koran eine falsche Vorstellung davon vermittelt, was die kirchliche Lehre ausmacht. Der Islam macht in unserer Zeit mehr Christen zu Opfern und Märtyrern als jemals zuvor in der Geschichte. All das ist seit langem bekannt. Aber das ist nicht Thema des heute (meist nur im Westen) inflationär praktizierten „Dialogs“, der im Grunde keiner ist. Er ist meist ein islamischer Monolog und ein Zurückweichen der Christen und ihrer geistlichen und weltlichen Führer. Die Texte des II. Vaticanums und die „nachkonziliare Revolution“ mit ihrem Bildersturm und der Verwüstung der Kirchen leisten der Islamisierung massiv Vorschub, wobei letzteres von islamischen Repräsentanten auch „enthusiastisch begrüßt“ wird. Bekanntlich wird von islamischer Seite die „Kunst des ‚Verhüllens‘ bzw. der Verstellung“ (taqiya), also die Lüge, eingesetzt, die nach Angabe maßgeblicher Autoritäten (Ibn Taimiya, Abu Hamid al-Ghazali) ausdrücklich gerechtfertigt wird. Was das für den offiziellen „Dialog“, aber auch für das Alltagsleben, das Geschäftsleben und die Politik, etwa für die „Vertragstreue“ bedeutet, sehen wir ohnehin seit Jahren in steigendem Ausmaß." Barth geht tief in die Geschichte zurück, um die Quellen freizulegen, aus denen Mohammed bzw. der Geist, der sich „Dschibril“ nannte, geschöpft hat: Es handelt sich um Irrlehren und christliche bzw. judenchristliche Häresien. Im Koran wird zum Beispiel der Kreuzestod Jesu, ein historisches Faktum, ausdrücklich geleugnet (Sure 4,155ff; 126 u. a.). In Zeiten wie diesen sind die Ausführungen zur traditionellen Kritik am Islam sehr wertvoll: St. Johannes Damascenus († 753), Theodor Abu Qurra († 820), Theophanes Confessor († 818), Niketas von Byzanz († 867), St. Petrus Venerabilis († 1156) und Nikolaus von Kues († 1464) werden als Kritiker der mohammedanischen Lehre und als Verteidiger der wahren Offenbarung gegen den Islam genannt. Islamkritik ist nicht Selbstzweck, sie dient der Befreiung der in dem geistigen und politischen Zwangssystem Gefangenen. Erst die nachkonziliare Kirche gab das auf und öffnete sich einem „Dialog“, von dem sie wissen müsste, dass er nur Verwirrung und Zerstörung der christlichen Zivilisation bringen kann. "Der vorläufige Höhepunkt dieser Narretei ist die Politik von Papst Franziskus, der die Probleme mit dem Islam und der Masseninvasion nach Europa „verkennt“ und „falsche Handlungsmaximen“ verkündet. Damit wird auch die Christenverfolgung, die übrigens in der Weltpolitik kein Thema ist, in verstärktem Ausmaß nach Europa geholt, allem voran in die Asylquartiere." Andere wichtige Themen sind die islamischen Auffassungen von einer angeblichen Prophezeiung Mohammeds im Alten Testament als „Paraklet“, das für die islamische Propaganda wichtige „Barnabas-Evangelium“, die Aktivitäten des "deutschen Muslims, Freimaurers und Multifunktionärs Muhammad Salim Abdullah, ursprünglich Herbert Krahwinkel (1931–2016)", und Hintergründe und Folgen der Masseninvasion von Muslimen seit 2015. [22]

Wie kommt es, dass gerade im Deutschland der Merkel-Administration seit Jahren der Kuschelkurs mit dem Islam auf Hochturen läuft? Nicht unschuldig daran ist Muhammad Salim Abdullah. Er leitete das Zentral-Institut "Islam-Archiv-Deutschland" in Soest. "Seit 1974 vertritt er den islamischen Weltkongress in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1988 ist er Vertreter des islamischen Weltkongresses bei den Vereinten Nationen." Er wurde als "einer der führenden Vertreter des Islam in Deutschland angesehen". Als Deutscher mit bosnisch-herzegowinischem Pass, versucht er das Christentum zu bekämpfen, und zwar durch Förderung des Islam. Im Jahr 1991 schreibt er in der Istanbuler Tageszeitung "Milliyet": "1683 sind die islamischen Heere des Osmanischen Reichs bis vor Wien gekommen, und sie mussten unverrichteter Dinge wieder zurückkehren. Für mich steht fest: Allah schickt die Arbeiter ins Abendland, um den Islam zum Sieg zu führen. Deshalb würde die Rückkehr der islamischen Arbeitskräfte einen weiteren Rückzug aus dem Abendland gleichkommen." [23]

Imame in Deutschland betonen immer wieder, der Islam sei eine friedliche und tolerante Weltreligion, man müsse zwischen gutem Islam und schlechtem Islamismus unterscheiden. Diese im Bereich der Phantasie angesiedelten Thesen sind dazu geeignet, "in bedenklicher Weise die geistige Abwehrbereitschaft gegenüber jener nicht ungefährlichen Religion in unserer Gesellschaft zu lähmen." [24]

In Wirklichkeit bezeichnet Mohammed die Evangelien als Fälschung, er selbst bezeichnet sich dabei fälschlicherweise genauso wie Mani als "Siegel, d.h. als letzter und bedeutendster, der Propheten" (Sure 33, 40), ja als der von Jesus verheißene (Joh. 14, 16) "Paraklet" (Sure 61, 6). Dabei wird das griechische Wort von Mohammed fälschlich im Sinne von "der Hochberühmte" (arab. "ahmad" bzw. "Muhammad") gedeutet. Zudem leugnen Mohammed sowie einige Häretiker das körperliche Leiden und Sterben Jesu am Kreuz und die dadurch den Menschen angebotene Erlösung (Sure 4, 156f.) [25]

Der Status der "Schutzbefohlenen", den Juden und Christen in islamischen Ländern genießen, wird oft verhamrlost. Die sogenannten "Dhimmi" genießen eine stark eingeschränkte Religionsfreiheit, müssen erhebliche Abgaben entrichten und sich mit einer untergeordneten Stellung in Gesellschaft und Staat begnügen. Mit den sogenannten Omar/Umar-Klauseln wurden Christen drangsaliert, und das seit 644. Kaum besser ging es den Christen unter der wegen ihrer "angeblichen Weltoffenheit vielgerühmten Mohammedanerherrschaft im mittelalterlichen Spanien.".Ist der Islam gesellschaftlich in der Minderheit, darf er sich für eine Übergangszeit in einem gewissen Umfang an die nicht von der Scharia geprägten Verhältnisse des Gastlandes anpassen. "Ziel wird es aber immer bleiben, allmählich durch veränderte Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung auch dort das eigene Rechtssystem durchzusetzen, auch wenn man dies heute oft aus taktischen Gründen, z.B. in Talkshows, bestreitet." Hinzu kommt die Narretei der Päpste wie Franziskus. "Das II. Vatikanum belehrt uns ja in Lumen gentium 16, dass die Muslime mit uns den einzigen Gott anbeten (nobiscum Deum adorant unicum)! Leider wurde diese höchst problematische Aussage auch in den Katechismus der Katholischen Kirche übernommen."  [26]
 
 

Anmerkungen

[1] Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1000 und FAZ 2019, Nr. 74; zur islamischen Invasion, zu Papst Franziskus und seine Rede in Marokko vgl. Kurse Nr. 558 Calderon de la Barca, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 500 Thomas von Aquin I: Summa contra Gentiles, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre, Nr. 545 Sittenlehre. Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Ib.
[3] Ib.
[4] Ib.
[5] Ib.
[6] Ib.
[7] Vgl. Kurs Nr. 558 Calderon de la Barca, Akademie der Kunst und Philosophie
[8] Ib.; vgl. Kurse Nr. 557 - Ariosto, Nr. 556 - Torquato Tasso, Nr. 511 Fichte - Philosophie der Erziehung, Nr. 020 Goethe: Wissenschaft, Kunst und Religion, Nr. 551 G.W.F. Hegel - Philosophie der Wissenschaft, Kunst und Religion - Philosophy of Science, Art and Religion, Nr. 512 Novalis: Christenheit oder Europa, Nr. 554 Friedrich Hölderlin, Nr. 505 Schopenhauer, Nr. 506 Wladimir Solowjew, Nr. 568 Nikolaus von Kues / Nicolaus Cusanus / Nicolai de Cusa, Nr. 544 Staats- und Rechtslehre. Ib.
[9] Ib.
[10] Ib.
[11] Ib.
[12] Ib.
[13] Ib.
[14] Ib.
[15] Ib. 
[16] Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1000 und zu: "Mohammed habe Schlechtes und Inhumanes gebracht" vgl. Joseph Kardinal Ratzinger 2003: Glaube Wahrheit Toleranz. Das Christentum und die Weltreligionen, Herder-Verlag; Armin Schwibach 2015: Benedikt XVI. und der Islam, kath.net vom 28. 3. 2015; vgl. auch Kurs Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Ib.
[17] Ib. 
[18] Ib. 
[19] Ib.; zum Mythos der Brüderlichkeit vgl. Roberto de Mattei 2017: Verteidigung der Tradition: Die unüberwindbare Wahrheit Christi, Altötting. Übersetzung: Giuseppe Nardi; vgl. auch Kurs Nr. 564 St. Ambrosius, Ib.
[20] Ib.
[21] Ib.
[22] Zu: Islam als antichristliche Lehre, zur Politik von Papst Franziskus und zur traditionellen Kritik am Islam vgl. Science Review Letters 2019, 18, Nr. 1010 und Faz 2019, Nr. 99 sowie Matthias Rüb 2019: Von Gott gewollte Vielfalt der Religionen? Papst Franziskus wird von Konservativen für seinen Dialog mit dem Islam kritisiert, Frankfurt a.M.; Heinz-Lothar Barth 2018: Christus und Mohammed. Unterschiede von Islam und Christentum, Band 1, Wil (CH) und Anm. 1
[23] Ib.
[24] Ib.
[25] Ib.
[26] Ib.; vgl. auch M.I. Finley, D. M. Smith, Ch. Duggan, Geschichte Siziliens und der Sizilianer.  München 1989; A. Theodor Khoury 1994: Christen unterm Halbmond - Religiöse Minderheiten unter der Herrschaft des Islams, Freiburg/B.; Bat Ye'or 2002: Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam (7.-20. Jahrhundert), Gräfelfing sowie Kurse Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Ib.
 

Zur Philosophie und Kulturgeschichte des Mittelalters, der Schule von Chartres und der Renaissance vgl. Kurse: Nr. 609 St. Athanasius der Große, Nr. 605 St. Irenaeus von Lyon, Nr. 604 St. Hildegard von Bingen, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 581 Bernhard von Chartres, Nr. 580 Wilhelm von Conches, Nr. 579 Albertus Magnus, Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 574 Johannes von Salisbury, Nr. 577 Petrus Lombardus, Nr. 576 Gilbert de la Porrée / Gilbert von Poitiers, Nr. 565 Johannes Scotus Eriugena, Nr. 575 Thierry de ChartresNr. 571 Alanus ab Insulis, Nr. 572 Anselm von Canterbury, Nr. 570 Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus - Renaissance Philosopher III, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 500 Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 501 St.Thomas Aquinas: Summa Theologica I., Nr. 502 St.Thomas Aquinas, Sth. I-II, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth II-II, Nr. 583 St.Thomas Aquinas, Sth. III, Nr. 566 Meister Eckhart , Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 557 Ludovico Ariosto, Nr. 556 Torquato Tasso, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 590 Giovanni Bellini, Nr. 587 Andrea Mantegna, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 610 Piero della Francesca, Nr. 522 Raffael und das kosmische Christentum, Nr. 523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo Gozzoli, Nr. 606 Fra Angelico, Nr. 607 Pinturicchio, Nr. 593 Filippo Lippi, Nr. 594 Filippino Lippi, Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 603 Bernard van Orley, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Akademie der Kunst und Philosophie
 
 

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Letzte Bearbeitung:31.05.2019