Akademie der Kunst und Philosophie
Akademie der Wissenschaften | Académie des sciences | Colégio des Artes
 

 

Kurs Nr. 625

Theodor Abu Qurra / Theodorus Abucara - Scientist / Philosopher


Die Hl. Katharina von Alexandrien hat einen wissenschaftlichen Disput mit 50 heidnischen Philosophen geführt, die aber Katharinas Weisheit nicht gewachsen waren. Nach ihr ist ein Kloster auf dem Sinai benannt.

Auch Theodorus Abucara gilt als einer der führenden Wissenschaftler / Philosophen des Mittleren Ostens, der die orthodoxe Philosophie z.B. gegen die muslimischen Glaubensvorstellungen in seinen Schriften verteidigte. Innerhalb der christlichen Kirche tritt Theodor Abu Qurra z.B. in seinem Werk Confession of the Orthodox Faith für die Beschlüsse von Chalcedon und den orthodoxen Glauben ein. Gegen die Muslime sind seine Streitgespräche (Opuscula Islamica) gerichtet, die vor allem die Göttlichkeit Jesu vermitteln sollen.

Giovanni Ricca, Saint Catherine of Alexandria, 1650

 

 
 
 
 
 

 

Aus dem Inhalt:
 

Aus dem Leben des Theodor Abu Qurra / Theodorus Abucara

In zwei syrischen Chroniken werden einige wenige Details über das Leben und Wirken des Theodor Abu Qurra berichtet. Zum einen in der Chronik von Michael dem Syrer, zum anderen in der Anonymen Chronik von 1234. "Theodor Abu Qurra hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Theologie seiner Zeit und der ihn nachfolgenden Generationen, dennoch sind nur wenige gesicherte Erkenntnisse über seine Person überliefert und viele Details werden in der Forschung heftig diskutiert. Es herrscht Übereinstimmung, dass der Theologe wahrscheinlich um das Jahr 750 in Edessa als Mitglied der melkitischen Kirche geboren wurde. Die genauen Lebensdaten variieren allerdings bei den einzelnen Gelehrten. Desweiteren wird angenommen, dass Theodor Abu Qurra in seinen Jugendjahren das Kloster in Mar Saba besuchte und dort wohl mit den Schriften des Johannes Damaskenos in Berührung gekommen ist, dessen Schüler er nach eigenen Aussagen geworden sei. Eine persönliche Schüler-Lehrer Beziehung ist allerdings aufgrund der Tatsache, dass Johannes Damaskenos um 750 gestorben ist, auszuschließen. Umstritten ist, ob Theodor Abu Qurra je ein Mitglied des Klosters gewesen ist und wenn ja wann bzw. wie lange er dort blieb oder ob er dieses lediglich nur besuchte." [1] 

Zeitweilig hatte der Theologe den Bischofssitz in Harran in Syrien inne, bis er durch den Patriarchen Theodoret von Antiochia aus unbekannten Gründen abgesetzt wurde. Im Dienste der Verbreitung des orthodoxen Glaubens unternahm er einige Reisen nach Ägypten und Armenien und stand schließlich im Jahr 813 dem Patriarchen Thomas in Jerusalem als Berater zur Seite. Laut der Anonymen Chronik von 1234 führte Theodor Abu Qurra, der wahrscheinlich durch Job, den neuen Patriarchen von Antiochien, wieder in sein Bischofsamt von Harran eingesetzt worden war, mit dem Kalif al-Mamun eine Debatte über die Inhalte des christlichen Glauben, die in einem gesonderten Bericht aufgezeichnet worden sei. Die Auseinandersetzung wird in verschiedenen Versionen wiedergegeben, die inhaltlich voneinander abweichen. Bisher sind diese Texte weder editiert noch sorgfältig studiert worden. Die Anzahl der überlieferten Dokumente verweist aber darauf, dass Theodor Abu Qurra als Polemiker und Philosoph der christlichen Gemeinde wahrgenommen wurde. (Vgl.: Griffith: Theodore Abu Qurrah. S. 24). Es wird angenommen, dass die Debatte um 829 stattgefunden haben muss. (Vgl.: Beaumont 2005. S. 28; Griffith 1997. S.10; Suermann 2002. S.238). Dies steht im Kontrast zu einigen Annahmen zum Todesjahr des Philosophen. [2] 

Unklar ist ebenfalls, wann und wo der Theodorus verstorben ist. In der Forschung werden die Jahre zwischen 820 und 830 diskutiert. "Dieses chronologische Rahmenwerk beruht auf der Auswertung zweier Chroniken, die zum einen im 12. Jahrhundert durch Michael dem Syrer und zum anderen durch einen anonymen Chronisten im Jahr 1234 angefertigt wurden. Trotz des großen zeitlichen Abstandes zu den berichteten Ereignissen sei auf deren Glaubwürdigkeit zu vertrauen, so S. H. Griffith, da zum einen einige Fakten durch andere Dokumente belegt seien und zum anderen die Anonyme Chronik hauptsächlich auf der Chronik des Dionysios von Tell Mahrê beruhe, der ein Reisegefährte des Kalifen al-Mamun und ein möglicher Augenzeuge des Gespräches mit Theodor Abu Qurra gewesen sei." [3] 

Im Gegensatz zu den unsicheren persönlichen Fakten steht die geistige Überlieferung des Philosophen, "die unbestritten einen besonderen Platz innerhalb der christlichen Kirche einnimmt. Allgemein wird Theodor Abu Qurra in der Forschung als geistiger Schüler des Johannes Damaskenos bezeichnet, der dessen Argumentationsweise und Auseinandersetzung mit den religiösen Kontroversen seiner Zeit fortsetzte. Bei Abu Qurra finden sich Topoi anti-islamischer Polemik, die auch bei Johannes Damaskenos vorhanden sind und eine geistige Verbundenheit vermuten lassen." (Vgl.: Markov, Smilen: Theodor Abu Qurra als Nachfolger des Johannes von Damaskus. In: Speer, Andreas (Hrsg.): Knotenpunkt Byzanz: Wissensformen und kulturelle Wechselbeziehungen; [... 37. Kölner Mediaevistentagung]. Berlin 2012. S. 111). Besonders in dem Traktat zur Verehrung der Bilder wird die Verbindung zu Johannes Damaskenos deutlich. (Vgl.: Griffith: Theodore Abu Qurrah. S. 19 Anm. 76). [4] 

Er gilt als einer der führenden Wissenschaftler / Philosophen des Mittleren Ostens, der die orthodoxen Lehrmeinungen der melkitischen Kirche sowohl gegen innerchristliche Häretiker als auch gegen die jüdischen und muslimischen Glaubensvorstellungen in seinen Schriften verteidigte. Innerhalb der christlichen Kirche tritt Theodor Abu Qurra z.B. in seinem Werk Confession of the Orthodox Faith für die Beschlüsse von Chalcedon und den orthodoxen Glauben ein. Den Juden versucht er in einer Abhandlung (Treatise on the Holy Law of Moses and the Prophets who predicted the Messiah) die Überlegenheit Jesu gegenüber Mose aufzuzeigen, da Jesus in der Lage sei, Wunder in eigenem Namen zu verrichten und somit seine Göttlichkeit zeige. Gegen die Muslime sind seine Streitgespräche (Opuscula Islamica) gerichtet, die vor allem die Göttlichkeit Jesu vermitteln sollen. (Vgl.: Beaumont 2005. S. 28f.) [5] 

Unter anderem setzte er sich in seinen Werken mit den unterschiedlichen Haltungen zur Thematik der Christologie auseinander und trat als entschiedener Verfechter der Bilderverehrung auf, womit er die ikonoklastische Kontroverse aus nicht-byzantinischer Sicht in entscheidender Weise prägte. U.a. hinterließ er ein Kompendium aus 24 Kapiteln über den Ikonenkult, verfasste Abhandlungen zu unterschiedlichen christologischen Fragen. Als ein Hauptwerk seines Schaffens gilt die Apologie über die Existenz des Schöpfers und der wahren Religion. (Vgl.: Suermann 2002. S. 238). [6] 

Dabei zeichnete sich Theodor Abu Qurra in seinen Ausführungen besonders durch seine innovative wie philosophisch und didaktisch fundierte Argumentationsführung aus. Seine Person bestimmte die philosophisch-theologische Auseinandersetzung seiner Epoche derart, "dass er zur Lichtgestalt und zum Verteidiger des christlichen Glaubens für die nachfolgenden Generationen wurde, dessen Bischofssitz in Edessa zum Zentrum der interreligiösen Streitgespräche stilisiert wurde. Edessener wurde zum Synonym für diejenigen, die den Islam erfolgreich anfechten." [7] 

Eine führende Rolle innerhalb des interreligiösen Dialogs übernahm Theodorus, indem er die arabische Sprache als Mittel der Verständigung wählte. Theodor Abu Qurra gehörte zur ersten Generation christlicher Philosophen, die ihre Schriften in arabisch verfassten. Dazu zählen u.a. auch Habib ibn Khidmah Abu Raitah, Ammar al-Basri und Abu Zayd Hunayn ibn Ishaq.  (Vgl.: Griffith 2008. S. 119). Er gilt als einer der ersten, der sich die Sprache und die Argumentationsmittel der muslimischen Theologen zunutze machte, um neue Gedanken und Visionen einer christlich orthodoxen Identität innerhalb einer zunehmend arabisierten christlichen Gemeinschaft zu entwickeln. Gleichzeitig übertrug er die theologischen Begriffe des Christentums ins Arabische und eröffnete auf diese Weise eine völlig neue Möglichkeit der Kommunikation, die auch einen Einfluss auf die arabische Sprache mit sich brachte. In islamisch beherrschten Gebieten wurde die Kenntnis der arabischen Sprache zur Grundvoraussetzung für den Erfolg im öffentlichen Dienst, im Handel und im kulturellen Leben. Dies führte über Generationen zur Verdrängung der traditionellen christlichen Sprachen auch auf dem religiösen Sektor. (Vgl.: Swanson, Mark N.: Arabic as a Christian Language? S.4). Die melkitische Kirche als Vertreter der Beschlüsse von Chalcedon integrierte sich allmählich in das kulturelle Umfeld des muslimischen Commonwealth, indem sie lebte, sie war bilingual, sprach sowohl griechisch als auch arabisch. Zunehmend nahm sie sich als eigenständige sozioreligiöse Gruppe wahr, die sich von Byzanz und seinen Glaubensvorstellungen aufgrund der islamischen Einflüsse entfernte. Die Bezeichnung Melkite kam gegen Ende des 8. Jahrhunderts auf und ist äußeres Zeichen dieser Wahrnehmung. (Vgl.: Griffith 2001. S. 12-16; ders. 2008. S. 49f.) Die Kreuzfahrer nannten sie später Syri, welches signalisiert, dass sie als separate Gruppe wahrgenommen wurden. (Vgl.: ders. 2008. S. 139.) [8] 

Die Schwierigkeit bestand vor allem darin, die charakteristischen Lehren des Christentums bzw. der theologischen Fachausdrücke in Arabisch zu formulieren, einer Sprache, deren religiöses Vokabular bereits durch stark islamische Zwischentöne gekennzeichnet war. Es bestand die Gefahr, dass die christlichen Begriffe durch die Übersetzung ins Arabische einen Bedeutungswandel erfuhren, da deren arabische Entsprechungen theologisch bereits durch die  muslimischen Lehren besetzt waren. Auf diese Weise konnte es leicht zu Missverständnissen und Irritationen kommen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Etablierung der islamischen Tradition des theologischen Streitgespräches (Ilm al-Kalam), die auf den Grundlagen der antiken griechischen Philosophen beruhte und ihren Höhepunkt unter den Kalifen des ersten Jahrhunderts abbbasidischer Herrschaft erreichte. An diesen zum Teil öffentlichen Streitgesprächen nahmen ebenfalls Christen teil und einige von ihnen erlangten auch unter den Muslimen einen hohen Bekanntheitsgrad. Besonders zwischen den Regierungszeiten von al-Mahdi (775-785) und al-Mutawakkil (847-861) erreichte die religiöse Debatte ihren Höhepunkt, bis ihr schließlich unter dem letzteren Einhalt geboten wurde, da er die öffentliche Ordnung innerhalb der Gesellschaft gefährdet sah und aus diesem Grund die theologischen Streitgespräche sowohl für Christen als auch Muslime beendete. Besonders die Teilnahme der Christen an öffentlichen Debatten und deren hoher Bekanntheitsgrad erregte Ärgernis und führten schließlich dazu, dass er die Bestimmungen Umars wieder aufleben ließ. (Vgl.: Griffith 1994. S. 1f.)  [9] 

Von Theodor Abu Qurra sind Schriften in arabischer, georgischer und griechischer Sprache überliefert. Einige syrische Schriften, die sich gegen die Glaubensinhalte der Monophysiten richteten, sind verloren gegangen. In der Forschung wird diskutiert, welche Sprache der Theologe zur Abfassung seiner Originalschriften benutzte. R. Glei und A.T. Khoury plädieren dafür, dass Theodor Abu Qurra hauptsächlich die griechische Sprache verwendete und die arabischen Überlieferungen lediglich die Übersetzungen der griechischen Originale seien. Als Begründung hierfür führen sie an, dass es für einen Christen zu gefährlich gewesen sei, Muhammad und den Islam auf arabisch und damit öffentlich anzugreifen. Dem widerspricht allerdings die Tatsache, dass die Schriften des Theodorus den Muslimen durchaus bekannt waren und diese auf seine Werke ihrerseits mittels verschiedener Texte reagierten. In einem muslimischen Bericht ist z.B. überliefert, dass der Mutazilite Isa ibn Sabih al-Murdar ein Buch „Gegen Abu Qurra, den Christen“ schrieb. (Vgl.: Griffith 1994. S. 7.) [10] 
 

Opuscula Islamica; Johannes Diakonos und Theodorus Abucara; Niketas und Kantakuzenos

Die ersten Ausgaben von Abu Qurra erfolgten im 16./17.Jahrhundert durch G. Genebrard (zwischen 1575 und 1579), P. Canisius (1603) J. Gretser (1606), A. Arnold (1685) unter dem Namen Theodorus Abucara. (Vgl.: Griffith: Theodore Abu Qurrah. S. 6.) Zu den griechischen Werken die Theodor Abu Qurra zugeschrieben werden und bereits editiert wurden, gehören ca. 43 kurze Traktate, Opuscula, die sich apologetisch und polemisch mit verschiedenen philosophisch-theologischen Themen auseinandersetzen. Darunter finden sich einige, die an die Muslime gerichtet sind und sich mit der muslimischen Vorstellungen beschäftigen, die konträr zum orthodoxen Christentum stehen und sich im Brennpunkt der Diskussion befinden. Die Texte stehen ganz in der Tradition des Ilm al-Kalam und erscheinen wie die Wiedergabe real stattgefundener Streitgespräche, die durchaus in ähnlicher Weise geführt worden sein können. Dennoch ist davon auszugehen, dass sie wohl eher als Leitfaden für die religiöse Debatte dienen und den Christen eine Stütze sein sollen. R. Glei und A.T. Khoury gehen davon aus, dass der Gedankenaustausch wahrscheinlich in arabischer Sprache stattgefunden hat, welches in Spuren noch in den Texten zu finden ist, dennoch sei der Originaltext von Theodor Abu Qurra im Interesse der eigenen Sicherheit als Christ unter muslimischer Herrschaft in griechischer Sprache verfasst worden. Der Tenor in seinen arabischen Schriften sei offenkundig rücksichtsvoller gegenüber dem Islam als in seinen griechischen Texten. [11] 

Eine kritische Erstedition der 17 griechischen Opuscula des Theodor Abu Qurra, die sich mit dem Islam beschäftigen, ist von R. Glei und A.T. Khoury 1995 herausgegeben worden. Dazu sind 12 verschiedene Handschriften von den Gelehrten untersucht worden, die zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert entstanden sind. Beide Gelehrte sind aufgrund ihrer Analyse zu dem Schluss gekommen, dass die Dialoge nicht aus der Feder von Theodor Abu Qurra selbst stammen, sondern durch Johannes Diakonos, einen bislang unbekannten Autor, aufgezeichnet wurden, der nach eigenen Angaben Zeuge der Gespräche des Philosophen mit unterschiedlichen Sarazenen gewesen sei. Diese Entdeckung ermöglichte die Lösung eines viel diskutierten Problems. Bisherige Analysen hatten zu Spekulationen geführt, dass Johannes Damaskenos die Streitgespräche des Theodor Abu Qurra aufgeschrieben haben könnte, welches im Widerspruch zu den Lebensdaten beider Philosophen stand.  In einem fehlerhaften Manuskript (PG 94. 1596B) wird im Vorwort nicht Johannes Diakonos sondern Johannes Damaskenos als Verfasser der Schriften genannt, dies hat vermuten lassen, dass Theodor Abu Qurra der Schüler des Damaszeners, ob physisch oder im Geiste, gewesen sei. (Vgl.:Lamoreaux 2001. S. 363f; Eichner 1936. S. 136 Anm. 5.) J. C.Lamoreaux erkennt die Bedeutung der Untersuchungen von Glei und Khoury für die Forschung zwar an, zweifelt aber an der Richtigkeit einiger ihrer Schlüsse. Zum einen hinterfragt er die Unterteilung der 17 Streitgespräche in 3 Teile, die laut Glei und Khoury das Gesamtwerk des Johannes Diakonos seien. Vielmehr gäbe es gute Gründe, die auf der Analyse weiterer und zum Teil älterer Manuskripte beruhen, die dafür sprechen, dass nicht alle Traktate dem Diakonos zuzuschreiben sind. Nach seiner Auffassung ist der sogenannte erste Teil der Gespräche (das Vorwort, Opuscula 18-25, 32) tatsächlich von Johannes Diakonos verfasst worden. Der zweite Teil (Opuscula 3, 8, 16,9) wird allerdings in den meisten Handschriften nicht als Teil des Diakonos aufgeführt, ist aber eingestreut in Werken des Theodor Abu Qurra zu finden. Der dritte Teil (Opuscula 35-38) existiert wiederum unabhängig von den Schriften des Diakonos oder des Abu Qurra und ist in manchen Zusammenstellungen lediglich an beider Schriften angehängt. Desweiteren stellt Lamoreaux die Frage nach dem Verfasser und seiner zeitlichen wie örtlichen Einordnung gegenüber Theodor Abu Qurra. Es erscheint ihm durchaus für möglich, dass Johannes Diakonos ein direkter oder naher Zeitgenosse des Abu Qurra gewesen ist, und jener somit vielleicht Zeuge einiger Gespräche des Philosophen mit den Muslimen war. Zumindest kann nachgewiesen werden, dass er in den Schriften Gebrauch von Abu Qurras arabischen Texten und den von ihm verwendeten Argumentationsstrategien macht. Lamoreaux sieht infolgedessen die Annahmen von S. H. Griffith bestätigt, der anzweifelt, dass die überlieferten griechischen Schriften des Theodor Abu Qurra tatsächlich aus dessen Feder stammen, sondern vielmehr Ab- oder vielleicht sogar Mitschriften der Gespräche der Philosophen durch andere Autoren sind. [12] 

Ungeachtet der Debatte um die tatsächliche Autorschaft der Traktate darf angenommen werden, "dass sich Theodor Abu Qurra, der zu den angesehensten Theologen seiner Zeit zählte, an den öffentlichen und vielleicht auch herrschaftlichen theologischen Auseinandersetzungen in der Tradition des Ilm al-Kalam beteiligte. Die Debatten errungen hohe Popularität innerhalb der Bevölkerung, weshalb es nicht ungewöhnlich gewesen wäre, wenn einige dieser Diskussionen zu Lehr- und Studienzwecken mitgeschrieben bzw. im Nachhinein aufgezeichnet wurden. Möglich ist ferner, dass dies durch Johannes Diakonos als Augenzeugen geschehen ist, oder dass dieser einzeln und anonym aufgezeichnete Streitgespräche des Theodor Abu Qurra (und vielleicht auch anderer Theologen) zu späterer Zeit ordnete und systematisierte (s.u.). Wenn auch nicht die tatsächlichen Worte des Theodor Abu Qurra überliefert sein sollten, so kann doch davon ausgegangen werden, dass die Streitgespräche zeitlich und örtlich dem Theologen sehr nahe sind und einen Blick auf die Gedankengänge der orthodoxen Christen in Syrien ermöglichen. Die folgende Analyse richtet sich nach der Komposition, die Glei und Khoury in ihrer Edition vorgegeben haben, und geht von der Annahme aus, dass die Texte zum Oeuvre des Theodor Abu Qurra gehören." [13] 

Die Überschrift der Zusammenstellung liefert zunächst einige wichtige Informationen. Es wird berichtet, dass es sich im Folgenden um einige ausgewählte Streitgespräche des Theodoros, des Bischofs von Harran, mit dem Beinamen Abu Qurra, handelt, die dieser gegen die Sarazenen geführt hat. Wiedergegeben werden sie durch einen gewissen Johannes Diakonos. Im anschließenden Vorwort erklärt dieser aus welchem Grund er sich zur Aufzeichnung der Streitgespräche entschlossen hat. Die Kirche wird „gegenwärtig“ durch die „Angriffe der Häretiker“ bzw. anderer „Übelgesinnter“ bedroht und bedarf der Aufmunterung und der Unterstützung, da neben den religiösen Sanktionen zahlreiche Konversionen die Glaubensgemeinschaft der Christen erschüttern. Er vergleicht die Angreifer mit Krankheiten, „wie sie im Körper eines Lebewesens entstehen und auch wieder vergehen“ und lässt den Optimismus der Anfangsjahre islamischer Herrschaft anklingen, als das baldige Eingreifen des byzantinischen Kaisers noch erhofft wurde. "Im ersten Jahrhundert der islamischen Machtübernahme glaubten die Christen noch an eine vorübergehende Herrschaft und hofften auf die Rückkehr der byzantinischen Kaiser.... Dies dürfte jedoch nur rein rhetorisch gemeint sein, denn zu fest haben sich die muslimischen Kalifen und die islamische Reichsreligion bereits in den beherrschten Gebieten etabliert. Es darf bezweifelt werden, dass die Christen in Syrien zu Beginn des 9. Jahrhunderts tatsächlich noch ernsthaft an eine vorübergehende Herrschaft des Islams glaubten. Johannes ermahnt sie weiter, unerschütterlich an der orthodoxen Kirche, die auf dem Felsen des Petrus errichtet wurde, festzuhalten und an den Sohn Gottes, der seinem Vater und dem Heiligen Geist wesensgleich ist, zu glauben. Damit streicht er gleich zu Beginn die christlich orthodoxen Lehren heraus und macht unmissverständlich klar, dass er alle Abweichler hiervon als Häretiker betrachtet, die der Kirche „übelgesinnt“ sind." [14] 

Johannes vergleicht nachfolgend die Angriffe auf die christlichen Lehren mit den Versuchungen des Satans, „der das Gute hasst“ und zum Widersacher Gottes wird. Wie einst der gottesfürchtige Hiob durch Satan versucht wurde, wird gegenwärtig die Kirche durch ihre Feinde herausgefordert und ihr Glauben bedroht. Doch wenn die Kirche wie Hiob sich von allem „Bösen“ fernhält und fest auf Gott vertraut, hat der „Feind des Gerechten“ keine Möglichkeit, "die im Wesen Gottes des Vaters liegende Wahrheit als lügnerisch zu erweisen, indem er Schwindler und Betrüger, wie irgendwo geschrieben steht, in einem fort mit zerstörerischen Lehren gegen sie ausrüstet, die wie Krankheiten den Körper von allen Seiten überfluten." [15] 

Johannes nennt bisher den Islam und seinen Propheten Muhammad nicht explizit beim Namen. Gemeint ist aber der Islam mit seinem Propheten Muhammad sowie andere Irrlehren, die die kirchliche Orthodoxie in ihren Grundfesten bedrohen und zerstören wollen. "Doch der Herrscher über die, die an ihn glauben [...] wird die nicht im Stich lassen, die um seinetwillen in Bedrängnis sind". Die Rettung aus dieser misslichen Lage ist für Johannes Diakonos nicht fern, denn Gott lässt seine treuen Gläubigen nicht allein und schickt gegen die  „seelenraubenden Soldaten" (oder die in der romanischen Kunst dargestellten seelenverschlingenden Wesen, worunter man vor allem die Sarazenen oder Mohammedaner mit ihrem Dämon Allah verstand, die das christliche Europa von Westen und Osten bedrohten),  "einen schildgewappneten Verteidiger aus den eigenen Reihen [...] in den Kampf“. Mit Hilfe seiner rhetorischen Fähigkeiten und seiner philosophisch-theologischen Kenntnisse als Schild gegen die wachsende Gefahr der Konversion wird dieser Verfechter des wahren Glaubens die Christen in der verbalen und theoretischen Auseinandersetzung gebührend vertreten. [16]

Demzufolge steht der Sieger dieses Kampfes für Johannes bereits fest, denn "offensichtlich ist also die Vernichtung des götzendienerischen Heidentums durch die siegreichen heiligen Märtyrer, ebenso klar wie auch die Eliminierung der einzelnen Häretiker." Mit Optimismus versucht Johannes gegen die Widrigkeiten und die steigende Zahl an Konversionen vorzugehen, denen die orthodoxe Kirche ausgesetzt ist, indem er in festem Vertrauen auf Gott an die Überwindung der Herausforderungen glaubt und diese Zuversicht auch in seinem Publikum erwecken will. Einen dieser herausragenden Streiter für die Sache Gottes und einen Verteidiger des Glaubens will Johannes besonders hervorheben: „den  allerseligsten und allerweisesten Bischof von Harran“ Theodoros, der aus Syrien stammt und "die gottlose Religion der Hagarener in wahrhaft göttlich inspirierten Schriften mit Recht anprangert und gezeigt hat, dass sie es wert ist, dem Gelächter aller preisgegeben zu werden". [17]

Während Johannes vorher nur allgemein von den häretischen Bedrohungen der christlichen Kirche spricht, nennt er nun explizit die „Religion der Hagarener“, die er als gottlos und als lächerlich bezeichnet. Entsprechend äußert er sich über die Kompetenz der islamischen Theologen und spricht ihnen jegliche Handlungsführung ab. Johannes sagt, dass Theodoros die Gespräche mit den größten Theologen führte. Der christliche Theologe ist somit der Handlungsführende. (Vgl.: Glei/Khoury 1995. S. 89 Z. 11f.).  [18]

Nochmals verweist Johannes auf „Theodorus, mit Beinamen Abu Qurra“ als eigentlichen Autor der Gespräche, woraus abzulesen ist, dass Abu Qurra ein Ehrenname ist, der in der Übersetzung Vater des Trostes bedeutet und ihm aus Anerkennung – vermutlich durch christliche Bewunderer aufgrund seiner trostspendenden Werke – verliehen wurde. [19]

Johannes Diakonos beginnt seine Zusammenstellung mit dem Opusculum 18, das anlässlich einer Versammlung in Aschdod stattgefunden hat. Die Christen der Region sind durch die Sarazenen derart in Bedrängnis geraten, dass sie den Bischof zu Hilfe rufen müssen. Der Wortführer der Muslime ist siegessicher und beginnt „draufgängerisch“ mit der Unterredung. Johannes lässt bereits hier den Ausgang des Disputes anklingen, indem er den erfahrenen Philosophen und Meister seines Faches auf den allzu forschen Schüler treffen lässt. Der Sarazene argumentiert, dass sich der Islam aufgrund seiner Schlussfolgerung als einzig wahre Religion aus der zeitlichen Abfolge der drei Religionen ergibt und daraus folgt, dass die muslimische Religion das Christentum naturgemäß in seiner Rolle ablöst. Theodor Abu Qurra bestreitet nicht, dass das Judentum den vormals heidnischen Götzendienern die Ehrfurcht vor Gott lehrte. Beide Gesprächsteilnehmer stimmen ebenfalls darin überein, dass das Christentum das Judentum ablöste. Daraus folgert der Sarazene nun nach seiner Logik, dass dies gleichfalls auf den Islam angewendet werden kann. Theodor Abu Qurra widerspricht nun allerdings und klärt den erstaunten Sarazenen über dessen Fehler in seiner Schlussfolgerung auf. "Denn Mose und Christus waren nicht, wie du meintest, deshalb glaubwürdig, weil sie predigten und lehrten, so dass auch Muhammad aufgrund des Lehrens und Predigens geglaubt werden müsste." Vielmehr ergibt sich die Glaubwürdigkeit der jüdischen und christlichen Lehren durch die vollbrachten Zeichen und Wunder, die von Moses und Jesus berichtet werden. Zum Beweis dessen führt Theodorus einige von ihnen an, die sowohl durch die Bibel als auch den Koran anerkannt werden. Der Sarazene kann daraufhin der Argumentation nur noch kleinlaut zustimmen. „Wo bleibt nun euer Prophet?“ fragt Theodoros abschließend sein Gegenüber und erhält keine Antwort mehr darauf. "Schweigend muss der Sarazene hinnehmen, dass der Prophet der Muslime derartige Zeichen und Wunder nicht aufweisen kann. Er kann seine Legitimität nicht nachweisen und die gesamte Religion des Islams wird damit in Frage gestellt." [20]

Es ist Sitte bei den „heuchlerischen“ Sarazenen, „wenn sie einen Christen treffen“ die nötige Höflichkeit vermissen zu lassen und diese ohne vorherigen Gruß aufzufordern, das Glaubensbekenntnis des Islams abzulegen. Sie sollen Muhammad als Prophet und Diener anerkennen (Das šhahada, das Glaubensbekenntnis des Islams, lautet: Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter. Es beruht auf den Koranstellen: 37:35 bzw. 47:19 und 48:29). Als nun auch Abu Qurra in eine vergleichbare Situation geraten ist, wirft der Philosoph dem „Barbaren“ vor, dadurch gleich mehrfach gegen göttliches Gesetz zu verstoßen, da er nicht nur selbst falsches Zeugnis ablege, also lüge, sondern auch noch andere dazu anstifte, was der Sarazene allerdings bestreitet. Theodor Abu Qurra fragt nun nach und will wissen, ob er denn dabei gewesen sei, als Gott Muhammad sandte, welches der Sarazene natürlich verneinen muss. Vielmehr beruhe dessen Zeugnis auf den Traditionen seiner Vorfahren. „Und worin unterscheidet sich dann noch deine Religion von den anderen“ will der Theodorus wissen, denn schließlich beruhen ja alle Religionen, auch die der primitiven Völker, auf den Überlieferungen der Vorväter. Schließlich kann man nur das bezeugen, was man selbst gesehen hat und alles andere ist ein „falsches Zeugnis“. Šhahada, das Glaubensbekenntnis des Islam, bedeutet in der Übersetzung dabei sein. Der Sarazene fühlt sich „in die Enge getrieben“, will sich aber noch nicht geschlagen geben und fragt nach dem Zeugnisbegriff des Christen. Jener antwortet, dass er sich zwar ebenso auf die Traditionen der Vorväter stützt, aber diese werden durch glaubwürdige, bezeugte Gesandte Gottes untermauert. Dies kann von Muhammad jedoch nicht gesagt werden, da kein Prophet ihn vorhergesagt habe und keine Wunder von ihm überliefert sind. Daraufhin beschuldigt der Sarazene die Christen der Textfälschung, da diese die Nachrichten über Muhammad aus den Evangelien gelöscht hätten. Im Koran sind Äußerungen zu finden, die sowohl die Juden als auch die Christen der Textfälschung beschuldigen. Die Korankommentatoren unterscheiden hierbei zwei Auslegungsrichtungen. Die einen finden, dass die Texte zwar nicht verfälscht wurden, sondern der Inhalt falsch gedeutet werde. Die anderen gehen von tatsächlichen Textfälschungen durch die beiden anderen Weltreligionen aus. (Vgl. Glei/Khoury 1995. S. 202) "Theodor Abu Qurra stößt sich ebenso wie Johannes Damaskenos an den fehlenden Zeugen, die Muhammads göttliche Gesandtschaft nachweisen können. Während der Damaszener (noch) nichts von dem muslimischen Vorwurf der Textmanipulation der Bibel durch die Christen oder die Juden erwähnt, weiß Theodor Abu Qurra um diese Diskussion, geht darauf ein und löst diese Situation mittels juristischer Logik. Er legt dar, dass sich ohne Beweis schließlich auch nichts beweisen lasse. Der Versuch des Sarazenen, auf Wunderzeichen des Muhammad zu beharren, läuft ins Leere und der Muslim kann nur noch verstummen. Erneut wird die Legitimität des Islams und seines Propheten erfolgreich angezweifelt." [21]

Theodor Abu Qurra geht im Opusculum 20 noch einen Schritt weiter und will zeigen, "dass Muhammad sich nicht in die Reihe der göttlichen Propheten einreiht, sondern vielmehr ein Feind Gottes und von einem Dämon besessen ist." Theodorus stellt die Überlegung an, was wäre, wenn der himmlische Herrscher tatsächlich einen Heerführer auf die Erde schicke, der die abtrünnigen Gläubigen wieder auf den rechten Pfad bringen oder sie andernfalls mit dem Schwert bestrafen soll. Gesetzt den Fall dieser Heerführer lasse sich nun korrumpieren und "würde sich sogar an die Spitze der Gotteslästerer stellen. Dieser wäre doch ohne Zweifel der größte Feind Gottes und nicht sein Diener. Nur ein „Wahnsinniger“ könne sich dazu „versteigen“ und dafür auch noch Gold annehmen." Theodorus präzisiert seine Aussagen und bezieht seine hypothetischen Überlegungen auf Muhammad. Er sieht in ihm einen „verrückten Lügenpropheten“, der sich in „seinen eigenen Lügengeschichten“ brüstet, von Gott gesandt zu sein und die Verehrer der Trinität „mit dem Schwert zu bestrafen.“ „Die Theologie dieses Verrückten“ beruht auf der Leugnung der Göttlichkeit Jesu und er will gemäß des göttlichen Befehls nur diejenigen verschonen, die die Einzigartigkeit Gottes anerkennen. Ähnlich wie bei Tasso, der schrieb "Die Mütter ziehn indes in die Moscheen, um zu dem bösen Lügnergott zu flehen" so kommt auch Abucara zu dem Schluss, dass es sich bei dem islamischen Propheten um einen  „verrückten Lügenpropheten“ handelt, der sich in „seinen eigenen Lügengeschichten“ brüstet. [22]

Theodor Abu Qurra zeigt seine Sicherheit im Umgang mit dem Koran und gibt die Sure 112, die Grundessenz des Korans, sinngemäß wieder. Er verwendet den Ausdruck „Gott ist der Beständige, (der mit dem Hammer geschmiedete)“, die Gott den Anschein von etwas Statischem, Leblosen und Körperlichen verleiht. Spätere Autoren greifen diese Argumentation auf und steigern die negative Besetzung des Ausdruckes, indem sie Muhammad bezichtigen, einen Körper oder Götzen und nicht Gott zu verehren. z. B. führen Niketas und Kantakuzenos diese Vorstellung in ihren Werken (Refutatio Moh. und Contra Mah.) fort. (Vgl.: Eichner 1936. S. 159f.) [23]

Johannes Diakonos spricht im Vorwort zu den Opuscula zwar von der Religion der Hagarener, für Theodor Abu Qurra, Johannes Damaszenus und anderen handelt es sich allerdings nicht um eine Religion. So wie die Lehren Muhammads als "verrückt", und der islamische Prophet als "Lügner" bezeichnet werden, so müssen entsprechend auch die "islamischen Theologen", die Muftis, Ayatollahs, Imame verückte Theologen sein. So abwegig die Vorstellungen der islamischen Theologen auch sein mögen, sie sind für die christliche Religion eine Bedrohung und bedürfen der Erläuterung. Die Erklärung, wie es „zu einem solchen Grad von Wahnsinn“ kommen konnte, liefert Theodorus im Anschluss. Muhammad sei „von einem Dämon besessen“, der ihn „unter Verrenkungen zu Boden“ fallen ließ und für kurze Zeit die Sinne raubte. Als Beweis für die Richtigkeit dieser Annahme „und damit keiner glaubt, wir würden Falsches behaupten“ spricht Theodor Abu Qurra die Episode „Die Vergebung für Aisha“ aus der Biografie Muhammads nach Ibn Hisham an, die bei den Muslimen bekannt ist. Es wird auf die sogenannte Halsbandgeschichte angespielt, deren Bericht bei Ibn Hisham (gest. um 830) zu finden ist. Der Koran gibt die Rechtfertigung Aischas in der Koran Sure 24: 11-20, 23-26 wieder. (Vgl.: Glei/Khoury 1995. S. 101 Z. 1-11, 204.) [24]

Wer den Ausführungen des Theologen nicht glaubt, kann sich durch Nachlesen der Geschichte vergewissern. Dieses Angebot richtet sich vor allem an das muslimische Publikum, denn es dürfte kaum zu erwarten sein, dass die christlichen
Leser in der Biografie des Muhammad nachlesen werden oder eine derartige Absicherung überhaupt benötigen. Gleichzeitig zeigt es, dass ihm – und seinen Zuhörern bis zu einem gewissen Grade – die Inhalte des Korans und die Überlieferungen des Hadiths bekannt sind, denn er spricht nur gewisse Punkte der Geschichte an, der Rest der Geschichte muss ihnen folglich bekannt sein. "Theodor Abu Qurra begründet seine Argumente somit auf der Basis der islamischen Theologie und will die Muslime mit den Inhalten ihrer eigenen Lehren zum Schweigen bringen." [25]

Mehrfach spricht Theodor Abu Qurra davon, dass Muhammad für die Unterstützung der „Schmähung“ Gottes Geld bzw. Gold erhalten habe. Anscheinend spielt der Theologe damit auf die Entrichtung der Kopfsteuer an, die die Christen für ihren Status als Schutzbürger zahlen müssen und die viele von ihnen zu umgehen suchen, indem sie zum Islam konvertieren. Die Mehrzahl der folgenden Opuscula beschäftigen sich mit der Verteidigung der Trinität sowie dem christologischen Themenkomplex und dessen verschiedenen Facetten. Sie bilden die Kernpunkte der gegensätzlichen Glaubensauffassungen von Christentum und Islam. [26]

In Opusculum 21 wird Theodor Abu Qurra von einem sarazenischen Theologen herausgefordert, „die christliche Lehre sogar durch die scheinbar niedrigen Dinge in ihr [zu] bekräftigen.“ Der muslimische Theologe ist sich seiner Sache sehr sicher und will sich von seinen Glaubensgenossen als „unbesiegbaren Gelehrten“ bewundern lassen, indem er „auf seine eigene Beredsamkeit“ und „Kühnheit“ vertraut. Theodor Abu Qurra lässt sich davon nicht beeindrucken und kommt der Aufforderung nach. Beide vereinbaren vorher, dass der Sieger des Wettstreites ab sofort nicht mehr das Recht haben soll, mit einem jeweilig Andersgläubigen „gelehrt zu disputieren“. Der christliche Theologe spricht daraufhin die ungleiche Verteilung der Strafe an, "denn wenn du mich unter den Sarazenen zum Verstummen bringst, wirst du größten Dank bei ihnen ernten. Dich aber werden die Christen, auch wenn du noch so viel redest, für nichts achten."  Deutlich wird an diesen Formulierungen, dass öffentliche Dialoge zwischen den religiösen Gegner nicht unüblich gewesen sind. Wenn durch den Verlust der Wette das Recht, an derartigen Disputen teilzunehmen, verwirkt wird, muss es bis dahin bestanden haben. Scheinbar hat der Christ mehr zu verlieren als der Muslim, denn ganz gleich wie die Wette für den muslimischen Teilnehmer ausgeht, die Achtung der Christen wird ihm in keinem Fall zuteil, er kann sie also nicht verlieren. Dies würde bedeuten, dass der christliche Theologe mehr zu verlieren hat und er demzufolge je nach seiner Leistung auch von dem religiösen Gegner geachtet wird, wie der sarazenische Theologe erkennen lässt, der zwar über die Äußerungen des Bischofs lacht, aber dennoch dessen „Freimütigkeit“ bewundernd anerkennt. Theodor Abu Qurra beginnt mit seinem Beweis, indem er die Menschen in drei verschiedene Arten unterteilt: die Weisen, die Mittelmäßigen und die Toren. Er stellt die Frage, ob wenigstens eine dieser drei Arten einen gekreuzigten Gott anerkenne, was der Muslim für keine der drei Arten bestätigen kann, denn keinem einzigen unter ihnen könne es einfallen, einen gekreuzigten Gott zu verehren. Was ist aber nun mit den Christen, die „ein Viertel der Menschheit oder sogar noch mehr“ ausmachen, fragt der christliche Gelehrte nach und erklärt dem „ratlosen“ und erstaunten Sarazenen anhand eines allegorischen Beispiels, wie die Christen zu ihrem Glauben gekommen sind. Gesetzt den Fall ein fremder Bettler käme zu den „heidnischen Völkern“ und würde ihnen von einem gekreuzigten Gott erzählen, der der Sohn Gottes sei. Er würde ihnen berichten, wie er auf die Erde kam, leiden musste, gekreuzigt und begraben wurde. Außerdem würde der Bettler Aufschluss über den Inhalt der Lehren des Gekreuzigten geben, die für eine strenge und demütige Lebensweise sprechen und deren Lohn erst im Himmel zu erwarten sei. Die heidnischen Zuhörer, zu denen Theodor Abu Qurra auch die Sarazenen zählt und sie direkt anspricht, würden zunächst gegen den Bettler wüten und toben, ihm danach dennoch zuhören. Ungläubig über die scheinbar schwache Religion, deren unerfüllbare Botschaften und deren „aufgeschobener“ und „zweifelhafter“ Lohn, fragen sie sich „[...] wer wird es über sich bringen, eine solche Religion auf sich zu nehmen?“ Der Bettler aber zeigt anhand von Wundern, die er „im Namen Jesu Christi des Nazoräers“ vollbringt, die Macht und die Legitimität des gekreuzigten Gottes. Daraus ließe sich von allen, die imstande sind zu sehen, die unzweideutige Göttlichkeit des „Nazoräers“ erkennen. Wiederholt führt der Theologe die Legitimität des Christentums auf die Beweiskraft der Wunder und Zeichen zurück, die in Jesu Namen vollbracht werden. Gleichzeitig beweisen sie, dass Jesus Gottes Sohn und er ein Teil der Göttlichkeit ist. Die Person Jesu wird auch in Opusculum 25 hinterfragt. Die „Hagarener“ sind bestrebt „die Göttlichkeit des Wortes Gottes“, welches gleichbedeutend mit Jesus Christus ist, mit aller Macht zu erschüttern, da sie anzweifeln, dass er Gott oder Gottes Sohn ist. Diese „gottlose und frevelhafte Lehre“ wurde ihnen von ihrem „Lügenprophet“ vermittelt, der durch die Predigten eines Arianers zu seinen Ansichten gelangt ist. Zu diesem Thema wird der Bischof von einem „der bei ihnen besonders gebildet reden konnte,“ befragt und soll „in einer öffentlichen Versammlung“ beantworten, ob es möglich sei, dass Gott einen Sohn hat. Der redegewandte Sarazene stellt seine Frage auf der Basis der koranischen Lehren, die eine mögliche Vaterschaft Gottes strikt ablehnt. In seinen Ausführungen erklärt Theodor Abu Qurra, dass Gott nicht über seine Geschöpfe herrsche, da dies ihn einem irdischen König vergleichbar mache, Gott aber über allen Menschen stehe. Vielmehr herrsche Gott von Natur aus über seinen Sohn, der wesensgleich, wie er ohne Anfang ist, der zusammen mit dem Erzeuger in göttlicher Herrlichkeit thront. In diesem Opusculum wird erneut auf den Kernpunkt der islamischen Kritik am Christentum verwiesen, die eine Göttlichkeit Jesu kompromisslos ablehnt. Andererseits reagiert der Christ auf diese Herausforderung, indem die Legitimität des Propheten Muhammad bestritten und seine Lehren als Imitation arianischer Häresie bezeichnet werden. [27]

In Opusculum 32 will ein anderer „gebildeter Sarazene“ in einer „weiteren Versammlung“ von dem Bischof erfahren, ob Jesus am Kreuz gestorben ist und folglich wie ein Mensch aufhörte zu existieren. Seine Annahmen beruhen zum Teil auf den Lehren des Korans, vor allem aber zieht der Sarazene seine Schlüsse „aus der Analogie zu [sich] selbst“, denn schließlich ist er als Mensch durch die Zusammensetzung seiner beiden Bestandteile „– Leib und Seele nämlich –“ im Bauch der Mutter entstanden und die Trennung der beiden „im Augenblick des Todes“ wird schließlich zur „Nichtexistenz“ seiner Person führen. Der Muslim schöpft seine Annahmen zwar aus den Lehren des Korans, aber er argumentiert mithilfe der Logik, die auf den philosophischen Zeugungsvorstellungen seiner Zeit basieren. Theodor Abu Qurra versteht die Gedankengänge des Sarazenen, weist ihn aber auf dessen fehlerhafte Schlussfolgerungen hin. Christus existierte schon vor seiner Geburt und hat durch diese nichts verloren. Denn er blieb vollkommen Gott, wie auch der Vater vollkommen ist; er hieß aber auch Mensch, wie auch seine Mutter. Denn die Bestandteile Christi sind die göttliche und menschliche Natur. Nach seinem Tod blieb diese Verbindung als „unzerreißbare Einheit“ erhalten. Der Sarazene lacht nur laut über diese Erklärung, da es ihm widersinnig erscheint, von einer Einheit von Leib und Seele zu sprechen, wo beide doch offensichtlich nach dem Tode voneinander getrennt sind. Theodor Abu Qurra antwortet darauf lächelnd, dass sein Allah doch auch zugleich in den Moscheen von Bagdad und von Mekka sein kann. Jesus hat seinen göttlichen Status behalten und lässt seinen toten Körper im Grab unbewegt, damit „das, was sich für Tote gehört, unzerstört blieb“. Der muslimische Gesprächspartner hat das Gespräch sehr siegessicher begonnen und ist überzeugt von seinen Überlegungen. Er lacht schallend über die für ihn scheinbar irrigen Schlüsse des Bischofs, "wohingegen der christliche Theologe den Sarazenen nicht mit seiner Stimme und seinem Lachen übertönen muss, seine Argumente sprechen für sich und für die Richtigkeit seiner Anschauungen. Schließlich muss der Sarazene dies anerkennen und kann zum Schluss nur noch staunend schweigen." [28]
 

Naturwissenschaftliche Erkenntnisse

Das Opusculum 3 überliefert einen Dialog zwischen Theodoros, dem Bischof der Karer, mit dem Beinamen Abu Qurra, und dem Logotheten des Dromos von Emesa, der gefordert hatte, ihm einen Vernunftbeweis für die Existenz Gottes zu geben. Es ist das längste seiner Art und liefert in der Überschrift neben dem Thema der Auseinandersetzung auch Informationen über die teilnehmenden Personen und den Ort des Zusammentreffens. Theodor Abu Qurra wird hier als Bischof der Karer genannt, wobei Carrhae die lateinische bzw. Karrhai die griechische Bezeichnung für die arabische Stadt Harran ist, die sich auf dem Gebiet der heutigen Türkei befindet. Theodor Abu Qurra soll den Beweis für die Existenz Gottes auf der Basis der Vernunft erbringen und verwendet zur Illustration seiner Argumente verschiedene naturwissenschaftliche Erkenntnisse seiner Zeit. Zunächst weist Theodorus darauf hin, dass mindestens einer der Menschen, die je gelebt haben, nicht durch einen anderen gezeugt wurde, denn folgt man der Ahnenreihe bis zu ihrem Ursprung, bleibt ein letzter übrig, der keinen natürlichen Erzeuger haben kann. Der Rückschluss auf den Ursprung und das Fundament einer Sache wird auch von Muammar ibn Abbad, einem der Hauptvertreter der Mutaziliten, in seiner Mana –Theorie angewandt. (Siehe dazu weiter unten Opusculum 9). Aus der Erde könne er nicht gewachsen sein, denn sonst würde sie noch bis heute weitere [Menschen] hervorsprießen lassen, so wie die Baum- und Pflanzenarten. Da er gestorben und somit auch nicht von ewiger Natur ist, kann er nur von einem Schöpfer geschaffen worden sein. Ein weiteres Beispiel soll seine Argumentation unterstützen. Ein fallender Gegenstand wird unablässig von Natur aus nach unten streben, wenn er nicht durch eine stärkere Kraft gestützt wird. Demzufolge wird die Erde, die in sich ruht, durch „irgendeine stärkere Kraft, die sie stützt und trägt“ gehalten. Denn folgt man analog zur Ahnenreihe jeweils der Kette der Kräfte hin zur stärksten Kraft, kommt man schließlich auf das Wort Gottes, das die Erde trägt und hält, woraus sich die Existenz Gottes als Schöpfer ergibt. [29]

Der Sarazene erkennt die Schlussfolgerungen und die Logik des Theodorus an und will nun einen Beweis dafür, „dass dieser Schöpfer einen Sohn hat“. Theodor Abu Qurra legt mit Hilfe verschiedener Beispiele dar, dass Gott, der sich „aus sich selbst heraus“ nicht erkennen kann, für die Erkenntnis seiner selbst notwendigerweise einen Vergleich mit etwas wesensgleichem bzw. etwas wesensfremdem benötigt. Geschickt spricht Theodorus die Frage nach der Identitätsbildung an. Jedes Individuum, gleich ob ein Gott oder Mensch, benötigt ein Gegenüber, anhand dessen es sich selbst einordnen kann. Daraus folgt, dass sich Gott in dem ihm wesensgleichen Sohn selbst erkennt, da dieser „ja das Abbild des unsichtbaren Gottes und die Erscheinungsform seines Wesens“ ist. Der Sarazene stimmt zu, dass es eine wesensgleiche Person zu Gott gibt, aber wie soll sich daraus ergeben, dass diese sein Sohn ist? Theodrus erläutert, dass die Menschen Gott durch ihre eigene Beobachtung erkennen und ihn „mithilfe der edleren Dinge unserer Erfahrung“ beschreiben, wie z.B. dem Sehen und Hören im Gegensatz zur Blind- bzw. der Taubheit. Gott erweist sich demzufolge auch als fruchtbar und zeugungsfähig, wobei er nur das Edelste aus dem menschlichen Erfahrungsbereich besitzt und frei von Leidenschaften bzw. Akzidenzien ist. Aus diesen Argumenten erkennt auch der Sarazene die Existenz Gottes und seines Sohnes an, möchte aber nun noch von ihm wissen, warum Gott nur einen und nicht mehrere Söhne hat. Theodrus erklärt, dass Gott zwar unbegrenzt viele Söhne zeugen könnte, dies aber auch hieße, dass „sein Verlangen nicht zum Stillstand kommen und sein Wille niemals befriedigt“ würde. Eine bestimmte Anzahl von ihm gezeugter Söhne würde bedeuten, dass jeder für sich genommen „unvollkommen, bedürftig und nicht genügend“ sei und seinen Willen und Verstand nicht vollständig befriedigen könne. Da aber der Sohn dem Vater, wie bereits vorher bewiesen, völlig wesensgleich und somit vollkommen ist, „bedarf es keiner weiteren Söhne.“ Diese Erkenntnis ergibt sich auch noch aus einem anderen Grund. Gott hat die Engel und die Menschen mit einem freien Willen ausgestattet und er würde nur aus ihren Reihen einen auserwählen, den er als Gesandten auf die Erde schickt. Aufgrund seines freien Willens besteht aber die Gefahr, dass dieser Gesandte die göttliche Botschaft verfälscht oder sich verweigert, wie es u.a. Moses, Jeremias und Jonas anfangs versucht hatten. Dies würde aber dazu führen, dass Gottes Wille nicht ausgeführt wird. Daraus ergibt sich, dass Gott einen Überbringer sucht, „der einen freien Willen besitzt und dessen Willen von seinem eigenen Willen in keiner Weise abweicht“ und der folglich kein anderer als sein Sohn sein kann. Wenn der Sarazene die Heiligen Schriften und die  Weissagungen der Propheten sorgfältiger lesen würde, würde auch er dies zwangsläufig erkennen. Der Muslim gibt sich noch nicht ganz geschlagen und möchte nun auch die Existenz des Heiligen Geistes erklärt haben. Theodor Abu Qurra betrachtet Gott als himmlischen Herrscher, der seinen Sohn als Mittler zu den Menschen gesandt hat. Dieser schenkt nun in Gottes Namen den Heiligen Geist, der den Reichtum Gottes darstellt und die „Gnadengaben“ hervorsprudeln lässt. Der Vater also befiehlt in königlicher Weise, der Sohn vollführt den väterlichen Willen und gibt den Heiligen Geist, das heißt den Reichtum und die Schatzkammer aller guten Gaben. Theodor Abu Qurra liefert mit diesem Dialog eine umfangreiche Verteidigung der Dreifaltigkeit Gottes. Der Logothet spricht die islamische Kritik daran in der Auseinandersetzung nicht explizit an. Er fordert die Existenz der Dreifaltigkeit auf der Basis vernunftorientierter Argumente zu beweisen. Dabei zeigt er sich überzeugt und dankbar „für dieses nützliche Wissen“ und immer wieder stimmt er den Schlussfolgerungen des Philosophen zu. [30]

Würde nicht die Überschrift den Hinweis auf ein Gespräch zwischen einem Sarazenen und einem Christen geben, könnte die Unterhaltung auch zwischen zwei Christen stattfinden, die sich über die Existenz der Dreifaltigkeit Gottes Gedanken machen und die ebenfalls in der innerchristlichen Auseinandersetzung kontrovers diskutiert wird. Z.B. bestreiten die Monophysiten und die Jakobiten die Göttlichkeit Jesu. [31]

Die Atmosphäre zwischen den Gesprächspartnern ist freundschaftlich und entspannt, Theodor Abu Qurra nennt sein Gegenüber „mein Freund“, „mein Guter“ oder „mein Bester“. Die Bezeichnungen sind aber auch ironisch gemeint. Der Sarazene kann dem erfahrenen Philosophen nicht das Wasser reichen, vielmehr muss der Meister dem Schüler auf die Sprünge helfen und die komplexen Zusammenhänge mithilfe von anschaulichen Beispielen erklären. [32]

Die Verteidigung der Dreifaltigkeit ist auch Thema des viel kürzeren Opusculum 8. Ein Araber hinterfragt den Monotheismus der Christen, indem er sie nach dem Status und dem Wesen von Vater, Sohn und Heiligem Geist befragt. Der Christ antwortet darauf mit einer Analogie und benutzt dafür die Schrift der Araber, deren göttliche Legitimität er allerdings außerhalb dieses Beispiels strikt ablehnt. Genauso wie diese Schrift in mehreren Exemplaren existiert und dennoch dieselbe ist, so sind auch Vater, Sohn und Heiliger Geist zu verstehen. Sie sind nicht jeweils verschiedene Götter, sondern verschiedene Hypostasen des einen, einzigen Gottes. Theodrus spricht damit die christliche Unterscheidung zwischen der göttlichen Natur und den göttlichen Hypostasen an. Die Eigenschaften Gottes werden in Opusculum 16 wieder aufgegriffen. Gemäß den christlichen Lehren ist „Gott in allem und überall“, was der „Ungläubige“ näher erklärt haben möchte. Darauf antwortet der Christ, dass dies sich ähnlich verhält wie mit den menschlichen Gedanken, die sich in verschiedenen Dingen, mit denen sie sich auseinandersetzen, erstrecken können. Der Geist bleibt demnach mit dem Körper „wesenhaft geeint“ und befindet sich aber auch in den Dingen selbst. "Genauso trifft dies auf Gott zu, der sich einerseits in seinem eigenen Fleisch [...] wesenhaft und hypostatisch geeint und Fleisch geworden, und andererseits überall mit seiner Vorsehung und Wirkkraft das All durcheilend und beherrschend [...] offenbart." Gleichzeitig gesteht der Christ, dass es schwer ist, Gottes Geheimnisse in ihrer Gesamtheit adäquat zu verstehen und zu erklären. [33]

In Opusculum 36 geht es um die Frage, ob die Worte des Herrn und damit Jesus Christus „geschaffen oder ungeschaffen“ sind. Der Sarazene stellt diese Frage mit Bedacht, um eine von ihm beabsichtigte Wirkung zu erzielen. Deshalb warnt Theodor Abu Qurra davor, eine voreilige und unbesonnene Antwort zu geben, und gibt Regie-Anweisungen, wie angemessen auf derartige Fragen reagiert werden soll. Beide möglichen Antworten auf die Frage bergen Risiken in sich, denn ein geschaffenes Wort Gottes würde Jesus die Göttlichkeit absprechen, wohingegen das ungeschaffene Wort Gottes auch bedeuten würde, das jedes Wort Gottes folglich ein Gott ist. „Deshalb sollst du weder geschaffen noch ungeschaffen sagen [.]“ Vielmehr kann nur ein einziges Wort Gottes, nämlich Jesus, als „wesenhaft ungeschaffen“ bezeichnet werden, alle anderen Worte des Herrn, die sich in der Heiligen Schrift befinden, sind davon verschieden und als Äußerungen zu deklarieren. Wenn also der Prophet der Muslime von den Worten Gottes spricht, dann benutzt er genauso wie die Propheten vor ihm die Bezeichnung in einem allegorischen Sinne, im eigentlichen Sinne sind es Äußerungen. Dialektisch befinden sich die Muslime in einer Zwickmühle, denn der Koran bezeichnet Jesus selbst als Messias sowie Wort und Geist Gottes. Andererseits lehrt die islamische Orthodoxie, dass das Gotteswort ewig und damit unerschaffen ist. Würde nun ein Sarazene Gottes Wort als unerschaffen gelten lassen, ist die Göttlichkeit Jesu dadurch belegt. Wäre das Wort Gottes aber erschaffen, ist Gott vor dessen Erschaffung ohne Geist und Wort gewesen, was blasphemisch ist. Die Christen, die dialektisch durch die eigene innerchristliche Auseinandersetzung über das Wesen von Christus geprägt sind, nutzen geschickt die Vorgaben des Korans aus und verwenden sie für die Verteidigung der orthodoxen Christologie. Gleichzeitig nötigen sie den Muslimen auf diese Weise eine Stellungnahme ab, die Einfluss auf die islamische Orthodoxie nimmt. Die Mutaziliten, deren Blütezeit unter den abbasidischen Herrschern im 9. Jahrhundert beginnt, sprechen sich z.B. entgegen der traditionellen Sicht der islamischen Orthodoxie für den geschaffenen Charakter des Korans aus. Offenbar ist das Opusculum von dieser innerislamischen Auseinandersetzung geprägt und gibt den mutazilitischen Standpunkt wieder. [34]

Zwei der überlieferten Gespräche setzen sich mit den christlichen Praktiken bzw. den Lebensvorschriften auseinander. Im Opusculum zeigt sich ein Sarazene verwundert über die christliche Praxis der Eucharistie. Wie kann ein und dieselbe Speise zum einen gewöhnliches Brot sein und zum anderen zum Leib Christi werden und fordert den Christ auf, ihm dies nicht aus seiner Schrift, sondern aus allgemein bekannten und zugestandenen Grundsätzen zu erklären. Der Christ macht dem Sarazenen deutlich, dass doch er selbst durch Brot erst so groß geworden ist und somit das Brot zu seinem Leib wird, indem es durch die Kehle in den Magen gelangt und die „gekochte und verflüssigte“ Nahrung von der Leber aufgesaugt wird. Die Leber wiederum verwandelt diese in Blut, welches „durch die Adern wie durch Wasserleitungen in den ganzen Körper“ gelangt und wobei diese Nahrung jeweils zu der Substanz wird, aus der der Körperteil besteht, indem das Brot zu Fleisch und der Trank zu Blut wird. Vergleichbar damit ist das christliche „Mysterium“, bei dem der Priester das Brot und den Wein auf den Altar legt und mittels des Gebetes den Heiligen Geist beschwört, der „Brot und Wein in Leib und Blut Christi“ verwandelt. "Folglich sollte der Sarazene dem Heiligen Geist wenigstens die gleiche Kraft zugestehen, die auch die menschliche Leber vollbringt. Der Muslim kann nur noch zustimmen, seufzen und schweigen." [35]

Thedorus gibt hiermit einen "bemerkenswerten Einblick in den Stand der naturwissenschaftlichen Kenntnisse seiner Zeit und nutzt diese auf beeindruckende und anschauliche Weise" zur Illustration der philosophischen Lehren, so dass auch dem Gegner die Bedeutung der Eucharistie nicht verborgen bleiben kann. Brot und Wein werden dabei innerhalb der Zeremonie zum tatsächlichen Leib und Blut Christi. Diese Thematik beschäftigt nicht nur die islamischen Anhänger jener Epoche, sondern entzweit die Glaubensbrüder der verschiedenen innerchristlichen Strömungen bis heute, wovon zahlreiche kontroverse Dispute berichten können. "Immer wieder versuchen einige Kirchenvertreter im Zuge der Ökumene, gemeinsame Eucharistiefeiern zu veranstalten. Dies wird aber von allen Kirchenführern strikt abgelehnt und mit Exkommunikation bestraft." Streng genommen müsste auch der heutige Papst exkommuniziert werden, da er sogar Gottesdienst in der Moschee feiert, da seiner verirrten Meinung nach der islamische Gott derselbe sei wie der christliche. [36]
 

Naturwissenschaft, Willensfreiheit (arbitrarii libertatem), göttliche Vorsehung (providentia Dei), Meinungsfreiheit; Monogamie - Polygamie

In Opusculum 24 spricht der Sarazene die Ehevorschriften der Christen an und möchte wissen, warum „die Monogamie dem Gesetz entsprechender als die Polygamie“ sein soll, denn wenn die Gesamtheit schlecht ist, muss folglich auch das Einzelne schlecht sein. Überzeugt werden möchte er nicht aufgrund der Autoritäten Jesaja und Matthäus sondern aufgrund zwingender und allgemein anerkannter Grundsätze der Vernunft. Der christliche Philosoph merkt zunächst an, dass man hierbei nicht vom Ganzen auf das Einzelne schließen kann, sondern dies vergleichbar mit der Maßlosigkeit und dem Maßhalten ist. Beide Gesprächspartner stimmen überein, dass die Ehe aus zwei Gründen geschlossen wird: zum einen dient sie der Lustbefriedigung, zum anderen soll sie Kinder hervorbringen. Adam als Stammvater und Vorbild für die Menschen hatte nur ein einziges Weib, die seine Lust auf das vollkommenste stillen konnte. Andererseits hatte gerade er eine reiche Nachkommenschaft am nötigsten, da er und seine Frau Eva die einzigen Bewohner der Erde waren. Dennoch schuf Gott nur eine Frau für ihn, woraus geschlussfolgert werden kann, dass die Monogamie die von Gott gewollte Ehepraxis ist. Die Polygamie, die in einer Zeit großer Bevölkerungszahlen gesetzlich eingeführt wurde, ist deshalb gegen den Willen Gottes und dient nur der Befriedigung des Fleisches, was durch dieses Beispiel bewiesen wird. Der Sarazene will sich noch nicht vollkommen geschlagen geben und fordert noch einen Beweis. Der Philosoph zeigt mithilfe der Allegorie von zwei Sklaven, die die Kälte jeweils durch ein Gewand oder durch beliebig viele bei Strafe aushalten sollen, dass die muslimischen Ehevorschriften Gott als ungerecht erscheinen lassen. Der Koran bestraft die Hurer und die Huren in gleicher Weise, obwohl der Mann den menschlichen Leidenschaften besser widerstehen kann als die schwächere Frau. Außerdem wird ihr nur der vierte Teil eines Mannes zugestanden, während dem Mann vier Hauptfrauen und zahllose Nebenfrauen zur Befriedigung seiner Lust gewährt werden. Theodor Abu Qurra gibt hier die gängigen Stereotypen der Geschlechterbeziehung wieder. Die schwache Frau wird dem starken Mann gegenübergestellt. Andererseits kann er nicht umhin, eine gewisse Ungerechtigkeit in der ehelichen Rollenverteilung anzuerkennen. [37]

Der Sarazene bekommt nicht genug und möchte noch einen Beweis von Theodor, der bereitwillig darauf eingeht. Theodor Abu Qurra wählt als letzten Vernunftbeweis, die Frage nach dem häuslichen Frieden. Wie könnte er am besten gesichert werden, wenn nicht durch die Monogamie? Viele Frauen und ein Mann führen zu Rivalitäten und Streitereien, die auch tödlich enden können. Die Monogamie aber hat zuvor zerstrittene Familien der beiden Partner geeint und das, was trennend erschien, verbunden. Daraus folgt unzweifelhaft, dass Gott, der den Frieden liebt, die Monogamie der Polygamie vorzieht. Der Sarazene ist von der Beweisführung vollkommen überzeugt und deren Argumente haben ihn „fast zu einem Christen gemacht.“ Die Dialogführung zeigt, dass der Theodor die muslimischen Ehevorschriften genau kennt und diese ablehnt. Sie sind gegen den eindeutigen Willen Gottes und dienen lediglich der Lustbefriedigung. Es gibt keinen Grund für deren Rechtfertigung, wobei die gesetzlichen Vorschriften, die gemäß den Lehren des Korans erlassen wurden, nur den eigentlichen Grund verschleiern sollen. Die Argumente sind so stichhaltig, dass selbst ein Muslim davon überzeugt sein muss und dass er fast bereit ist, seine Religion zu wechseln. [38]

Ein weiterer wichtiger Themenkomplex der christlich-islamischen Auseinandersetzung ist der Streit über die Freiheit des menschlichen Willens. Das Opusculum 35 beginnt mit einer Standardfrage, die auch in den Erörterungen anderer Autoren häufig zu finden ist. „Wen hälst du für den Urheber des Guten und Bösen?“ möchte der Sarazene von Theodor Abu Qurra wissen. Der Christ antwortet darauf, dass für das Gute Gott verantwortlich ist, das Böse aber durch den menschlichen Leichtsinn und die Schlechtigkeit des Teufels verursacht wird. Dies liegt in dem freien Willen begründet, der jedem Menschen erlaubt, sowohl gute als auch schlechte Dinge zu tun. Gut ist z.B. der Lobpreis Gottes und das Gebet, das Böse liegt im Ehebruch und Diebstahl. "Wenn es nun so wäre, wie du sagst, dass Gut und Böse von Gott kämen, würde Gott – nach deiner Auffassung – als ungerecht befunden werden [...], denn er und die irdischen Gesetzgeber bestrafen die Diebe und Mörder, die nach dieser Auffassung lediglich Gottes Willen tun. Anstelle von Bestrafung hätten sie vielmehr Lob und Dank verdient." Der Koran äußert sich zum Thema der Urheberschaft von Gut und Böse nicht eindeutig. Zum einen gibt es Äußerungen, die Gott als alleinigen Verursacher aller Dinge angeben, zum anderen besteht kein Zwang im Glauben und der Mensch kann selbst entscheiden. Obwohl die Fragestellung nach dem freien Willen des Menschen von allgemeiner Natur ist und somit wahrscheinlich in allen Kultur- und Glaubenskreisen zu finden sein wird, sind Parallelen zu islamischen Gruppierungen wie der kadaritischen Bewegung und den Mutaziliten nicht von der Hand zu weisen. Muammar ibn Abbad, einer der Hauptvertreter der Mutaziliten, vertritt in seiner Mana –Theorie die Ansicht, dass alle Akzidenzien auf jeweils vorhergehende zurückgehen und in einer mit Gott identifizierten Erstursache enden. In Gott selbst liegt demzufolge die wahre Ursache für alle akzidentiellen äußeren Erscheinungen. Das Thema selbst ist von philosophischer Bedeutung, die Details der Fragestellung werden aber von der christlichen Diskussion in die islamische übernommen. [39]

In philosophischer Hinsicht haben schon Augustinus und später Thomas von Aquin für Klarheit in dieser Diskussion gesorgt. Die ganze Tätigkeit der Natur wird also notwendig von einer Erkenntnis auf ihr Ziel hingeordnet ("tota operatio narurae ab aliqua cognitione ordinetur"). Jede untergeordnete Kunst und Erkenntnis empfängt notwendig von einer höheren ihre Prinzipien, wie es auch in den theoretischen und den praktischen Wissenschaften ersichtlich ist. Das letzte Ziel des göttlichen Willens ist seine Gutheit, und dieser am nächsten ist unter den geschaffenen Dingen das Gute der Ordnung des ganzen Alls ("bonum ordinis totius universi"): denn auf dieses als Ziel ist jedes besondere Gute dieses oder jenes Dinges hingeordnet, so wie das weniger Vollkommene auf das Vollkommene hingeordnet ist. "daher findet sich, dass jeder Teil um eines Ganzen willen da ist." Für die Ordnung des Alls ("ordo universi") ist sein Lenker zuständig, also Gott. Die Tätigkeiten bestimmter Dinge auf ein Ziel hinzuordnen heißt, sie zu lenken. "Also gewährt Gott durch die Vorsehung seiner Weisheit den Dingen Lenkung und Herrschaft." Hierdurch wird der Irrtum der alten Naturphilosophen ausgeschlossen ("excluditur error antiquorum Naturalium"), die behaupteten, alles gehe aus der Notwendigkeit der Materie hervor ("omnia ex necessitate materiae provenire"): daus folgte, dass alles "zufällig geschehe". So wie früher irren auch die heutigen Naturphilosophen mit ihrer "naturwissenschaftlichen Weltsicht" vom Urknall usw. Auch die These der Moslems und einiger Koran-Kommentatoren wird damit ausgeschlossen, "die, um die Lehre aufrechterhalten zu können, dass die Welt der Erhaltung durch Gott bedürfe, behaupteten, alle Formen seien Akzidentien, und kein Akzidens dauere zwei Augenblicke, so dass die Formung der Dinge immer im Werden wäre: als ob das Ding der Wirkursache nur bedürfe, solange es im Werden ist." Thomas von Aquin hält, wie viele andere Philosphen, daher alles aus dem Koran ("lege Maurorum") für unsinnig oder absurd ("omnia patet esse absurda"). Auch heute nach sorgfältiger Prüfung des Korans, kommen viele neuere Philosophen zu dieser Ansicht. [40] 

"Die Ursache für das Bestehen jedes Geschöpfes ist des Schöpfers Macht, die Kraft des Allmächtigen und Allbeherrschenden. Wenn diese Kraft einmal aufhörte, das Geschaffene zu leiten, so hörte zugleich ihre Wesensart auf, und alle Natur fiele zusammen. Denn wenn ein Baumeister den Bau eines Hauses errichtet hat und sich entfernt, so bleibt sein Werk bestehen, obwohl er aufhört und sich entfernt, die Welt aber könnte so nicht einen Augenblick bestehen, wenn Gott ihr seine Herrschaft entzöge." - Augustinus, Super Gen. ad itt. IV, 12 

"Den Teufel spürt das Völkchen nie,
Und wenn er sie beim Kragen hätte." Goethe, Faust I, Auerbachs Keller 

Nun gibt es aber auch Philosophen, vor allem mohammedanische, die den Naturdingen eigene Tätigkeiten absprechen. Dieser Sachverhalt hat manche zu der Meinung verleitet, zu glauben, kein Geschöpf trage etwas zur Hervorbringung der Naturwirkungen bei: "so wärme nicht das Feuer, sondern Gott verursache Wärme, wo Feuer sei; ebenso verhalte es sich bei allen anderen Naturdingen." Avicenna behauptete, dass alle substantiellen Formen von der tätigen Intelligenz ausfließen. Akzidentelle Formen dagegen seien, so behauptete er, Anordnungen der Materie, die aus der Tätigkeit tiefer stehender Wirkursachen hervorgingen, welche die Materie anordnen. Darin wich er von früherer Torheit ("priore stultitia") ab. Avicebron bleibt aber in der Tradition islamischer Gelehrter und Koran-Kommentatoren und behauptet, kein Körper sei tätig, sondern die Kraft der geistigen Substanz gehe auf die Körper über und bewirke die Tätigkeiten, die durch Körper zu geschehen scheinen; andere Islamwissenschaftler halten es zum Beispiel für unmöglich, dass die Wärme von einem warmen Körper auf einen anderen, von ihm erwärmten Körper übergehe: "vielmehr behaupten sie, alle derartigen Akzidentien würden von Gott erschaffen." Daraus ergeben sich natürlich viele Ungereimtheiten, denn die Ursächlichkeit der unteren Wirkungen kann nicht in einem solchen Sinne der göttlichen Kraft zugeschrieben werden, als würde die Ursächlichkeit unterer Wirkursachen betritten. Thomas von Aquin sagt daher: "Es widerspricht dem Wesensgrund der Weisheit (contra rationem sapientiae), dass etwas in den Werken der Weisen vergeblich sei. Wenn aber die geschaffenen Dinge in keiner Weise tätig wären, Wirkungen hervorzubringen, sondern Gott allein alles unmittelbar bewirkte, so wären die anderen Dinge vergeblich von ihm herangezogen worden, Wirkungen hervorzubringen." Diese typisch islamische These widerstreitet also der göttlichen Weisheit ("divinae sapientiae"), womit wieder einmal klar wird, dass der Inhalt des Korans nicht der göttlichen Weisheit entstammen kann. Der christliche Gott hat also den geschaffenen Dingen seine Gutheit ("suam bonitatem") so mitgeteilt, dass ein Ding, das sie empfangen hat, sie auf ein anderes übertragen kann. Den Dingen also eigene Tätigkeiten absprechen heißt, die göttliche Gutheit herabsetzen ("divinae bonitati derogare"), was völlig unangemessen ist. Denn wenn die Wirkungen nicht von der Tätigkeit der geschaffenen Dinge hervorgebracht werden, sondern allein von der Tätigkeit Gottes, "ist es unmöglich, dass durch die Wirkungen die Kraft irgendeiner geschaffenen Ursache offenbar werde." Sollten also die geschaffenen Dinge keine Tätigkeiten haben, um Wirkungen hervorzubringen, so dürfte folgen, dass niemals die Natur irgendeines geschaffenen Dinges durch die Wirkung erkannt werden könnte. Und so würde uns jede Erkenntnis der Naturwissenschaft abgesprochen, in der ja vornehmlich Beweisführungen an einer Wirkung vorgenommen werden. Nicht die getrennten Artgestalten der Dinge also, wie die Platoniker behaupteten, noch die tätige Intelligenz, wie Avicenna erklärte,sind die Ursache der Formen in der Materie. Die Körper sind, da sie aus Materie und Form zusammengesetzt sind, "etwas Göttliches" (Aristoteles). [41]
"Den geschaffenen Dingen ihre Ordnung absprechen heißt, ihnen das Beste abzusprechen, was sie haben: denn das einzelne für sich ist gut, alles zugleich aber ist wegen der Ordnung des Alls das Beste; denn immer ist das Ganze besser als die Teile und deren Ziel." Thomas von Aquin, SgG III, 69 
Es wäre natürlich auch gegen die Vernunft der göttlichen Herrschaft, wenn sie die geschaffenen Dinge nicht nach der Weise der ihnen eigenen Natur ("modum propriae naturae") tätig sein ließe. Eigene Natur bedeutet, das keine gentechnische Veränderung stattgefunden hat; zudem gehört es nicht zur göttlichen Vorsehung ("divinam providentiam"), das Schlechte von den Dingen völlig auszuschließen. Deswegen heißt es in der Heiligen Schrift "Der Frieden wirkt und Unheil schafft". Denn das Gute wird eher im Vergleich mit dem Schlechten erkannt, "so erkennen auch die Kranken am ehesten, ein wie großes Gutes die Gesundheit ist; auch entbrennen sie eher in Verlangen nach ihr als die Gesunden." Hierdurch wird auch der Irrtum einiger Materialisten und Atheisten ausgeschlossen, die deswegen, weil sie das Schlechte in der Welt vorkommen sahen, behaupteten, es gebe Gott nicht. Thomas von Aquin argumentiert so: Man müsste umgekehrt darlegen: Wenn es das Schlechte gibt, gibt es Gott. Denn es gebe das Schlechte nicht, wenn die Ordnung des Guten, dessen Privation das Schlechte ist, beseitigt würde. Diese Ordnung aber wäre nicht, wenn Gott nicht wäre. Durch das bisher Gesagte wird auch eine Gelegenheit zum Irrtum ("erroris occasio") für jene beseitigt, die leugneten, das die göttliche Vorsehung sich bis auf diese vergänglichen Dinge erstrecke, weil sie sahen, dass in ihnen vieles Schlechte vorkomme; sie behaupteten, allein das Unvergängliche, in dem kein Mangel und nichts Schlechtes zu finden sei, unterliege der göttlichen Vorsehung. Auch für die Manichäer wird hierdurch eine Gelegenheit zu irren, beseitigt, da sie zwei tätige Prinzipien aufstellten, das Gute und das Schlechte, als habe das Schlechte seinen Ort nicht unter der Vorsehung des gutes Gottes. [42]

Die göttliche Vorsehung schließt nicht die Willensfreiheit aus. Gregor von Nyssa, bzw. Nemesius, sagt über die göttliche Vorsehung, sie sei "der Wille Gottes, durch den alles, was ist, eine angemessene Führung empfängt". Das willentlich Tätige erreicht die göttliche Ähnlichkeit darin, dass es frei tätig ist, so wie es auch in Gott freies Entscheidungsvermögen gibt ("liberum arbitrium in Deo esse"). Hierdurch wird die Lehrmeinung der Stoiker ausgeschlossen, die gemäß einer "gewissen unüberschreitbaren Ordnung der Ursachen", die die Griechen "Heimarmene" nannten, behaupteten, alles geschehe "aus Notwendigkeit (ex necessitate)". Auch für die Naturwissenschaft ist dieser Punkt wichtig. Denn derjenige ist vollkommener in der theoretischen Wissenschaft, der nicht nur die allgemeine, sondern auch die jeweils eigentümliche Erkenntnis von den Dingen hat; denn wer nur im Allgemeinen erkennt, erkennt das Ding nur in seiner Potentialität. Deswegen wird der Schüler von der allgemeinen Erkenntnis der Prinzipien zur jeweils eigentümlichen der einzelnen Schlüsse durch einen Lehrer geführt, der beide Erkenntnisweisen besitzt - was heute leider nicht so häufig vorkommt. In viel größerem Maße ist also in der praktischen Wissenschaft derjenige vollkommener, der nicht allein im Allgemeinen, sondern auch im Einzelnen die Dinge von der Potentialität zur Aktualität vorbereitet. Hierdurch wird auch die Meinung einiger ausgeschlossen, die gesagt haben, die göttliche Vorsehung erstrecke sich nicht bis auf die Einzeldinge und sich dabei fälschlicherweise auf Aristoteles beriefen. Averroes meint sogar, wenn Gott nicht durch sich selbst unmittelbar für diese niederen Einzeldinge sorgte, dann ist das nur deshalb so, weil er sie verachtet oder damit seine Würde nicht befleckt wird. Es ist klar, dass das eine unvernünftige ("irrationabile") Sichtweise ist. Jeder Weise, der vorsorgend seine Kraft gebraucht, mäßigt im Tätigsein den Gebrauch seiner Kraft und stellt eine Ordnung auf, was und wieviel erreicht werden soll: sonst würde seine Kraft im Tätigsein nicht der Weisheit folgen. Auch die göttliche Weisheit ("divina sapientia") ordnet bei den untersten Dingen an, welche und wie viele Wirkungen auf welche Weise aus ihrer Kraft hervorgehen sollen.  [43]

"Es ist auch nicht so, als seien diese Einzeldinge nicht lenkbar: denn wir sehen, dass sie durch die Geschicklichkeit der Vernunft gelenkt werden, wie es bei den Menschen ersichtlich ist; das gleiche gilt für den natürlichen Instinkt, wie es bei den Bienen und vielen wilden Tieren (in apibus et multis animalibus brutis) ersichtlich ist, die von einem natürlichen Instinkt (per naturalem instinctum) gelenkt werden." - Thomas von Aquin, ScG III, 75

"In bezug auf die Einzeldinge einer Art kann sich nichts ereignen, das nicht in irgendeiner Weise auf die Prinzipien dieser Art zurückgeführt wird." - Thomas von Aquin, Ib.

"Das Ziel der theoretischen Erkenntnis ist die Wahrheit, die zuerst und an sich im Immateriellen und im Allgemeinen besteht; das Ziel der praktischen Erkenntnis dagegen ist die Tätigkeit, die die Einzeldinge betrifft. daher sorgt der Arzt nicht für den Menschen im allgemeinen, sondern für diesen konkreten Menschen: und darauf ist die ganze Wissenschaft der Medizin hingeordnet." - Thomas von Aquin, Ib.

Aus der christlichen Philosophie zur Freiheit des Willens folgt auch die Meinungsfreiheit, die in Nichtislamischen Ländern i.d.R. vorhanden ist, es sei denn sie wird beschnitten z.B. durch das Maulkorbgesetz des ehemaligen Bundesjustizministers und jetzigen Aussenministers Heiko Maas. Dieses "Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) war Ende der Legislaturperiode im Jahr 2017 fast ohne Debatte durch das Parlament gepeitscht worden, obwohl es der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages für teilweise verfassungswidrig erklärt hatte. Dieser Linkspopulismus und Materialismus der Merkel-Administration sowie der von ihnen geförderte Islamismus wirken dem Christentum entgegen. Trotz allem, ist das Standardwerk über die Freiheit des Willens, die Bibel, heute mit 3000 Millionen Exemplaren das meistverkaufte Buch aller Zeiten, weit abgeschlagen liegen der Koran (800 Millionen) und das kommunistische Manifest von Marx/Engels mit 500 Millionen Exemplaren.  [44]

Der Sarazene ist nicht zufrieden mit der Antwort des Theodorus und fragt noch einmal expliziter nach. „Wer bildet die Kinder im Mutterleib?“ Theodor Abu Qurra erklärt daraufhin, dass die Bibel doch eindeutig belegt, dass Gott nach der Schöpfung nichts anderes mehr erschaffen hat. Einzig und allein Adam also ist von Gott gebildet worden, die anderen aber werden gezeugt und zeugen ihrerseits. Sie folgen damit der Aufforderung Gottes, der befahl: Seid fruchtbar und mehret euch, und erfüllet die Erde. [...] Wo auch immer ich, von meiner Freiheit Gebrauch machend meinen Samen säe, sei es bei meiner eigenen Frau, sei es bei einer anderen, er wächst und bringt von neuem Frucht, jenem ersten Befehl Gottes gehorchend: weil das Gesäte in sich die Kraft zur Fortpflanzung trägt, nicht weil Gott auch jetzt noch täglich bildet und schafft. Theodorus erkennt wie Thomas von Aquin somit die Wirkung Gottes bei der Erschaffung der Dinge an, aber er erschafft die Dinge nicht neu, sondern hat dies durch die einmalige Festsetzung der Naturgesetze am Anfang der Schöpfung schon hinreichend initiiert. Die Fruchtbarkeit des Samens ist Gottes schöpferisches Werk, aber gemäß der christlichen Auslegung entscheidet der freie Wille des Menschen darüber, wo und ob er fruchtbar werden kann. "Nach der islamischen Orthodoxie entscheidet Gott aber über beides, der Mensch kann selbst nicht eingreifen. Der Koran spricht ebenfalls davon, dass Gott sich nicht wie in der Bibel berichtet am siebenten Tag der Schöpfung ausruhte, sondern dass er sich als Herrscher auf den Thron setzte und unaufhörlich die Geschicke der Welt und ihrer darauf befindlichen Menschen bis zum heutigen Tag steuert." [45]

Beide Gesprächspartner diskutieren in dem Zusammenhang noch über eine biblische Formulierung, die besagt, dass Gott einen Menschen aus dem Mutterschoß heiligt und er zum Kind Gottes macht. Angespielt wird dabei auf die heilige Taufe, die jeden getauften Menschen zum Kind Gottes werden lässt und welche im übertragenen Sinne zu verstehen ist. Die Frage nach dem freien Willen des Menschen ist ebenfalls Gegenstand des Opusculum 9. Ein Sarazene fragt den Christen, ob Jesus aus freiem Willen von den Juden gekreuzigt wurde, was Theodor Abu Qurra bejaht. Daraus ergibt sich für den Muslimen, dass man den Juden nach dieser Ansicht Dank schuldet, da sie durch die Kreuzigung schließlich nur Gottes Willen erfüllt haben. Theodorus antwortet auf diese Herausforderung mit einer Gegenfrage und wählt ein Beispiel aus seinem täglichen Umfeld. "Ihm als Christ wird von dem Muslim vorgeworfen, dass er Gott durch seine  Glaubensvorstellungen verspottet. Tut er „dies dann gegen [Gottes] Willen oder nach seinem Willen?“ Würde er gegen den Willen Gottes handeln, dann wäre Gott schwach. Handelt er aber nach Gottes Willen, wie ist dann zu erklären, dass er Steuern und Abgaben aufgrund seiner christlichen Religion zahlen muss, wo ihm doch eigentlich stattdessen Geschenke zustehen. Theodor Abu Qurra kehrt den Angriff auf die christliche Vorstellung der Willensfreiheit des Menschen um und zeigt stattdessen dem Sarazenen die Schwachstelle der islamischen Doktrin und deren Inkonsistenz auf. Wie bereits in Opusculum 35 angesprochen, muss der Mensch über einen freien Willen verfügen, denn sonst würde die irdische Gerichtsbarkeit und Gottes Gerechtigkeit in Frage gestellt werden. Kein Mörder, Dieb oder wie in diesem Fall ein Ungläubiger könnte dann von Gott oder den weltlichen Richtern für seine Taten verantwortlich gemacht werden, denn sie erfüllen stets nur Gottes Willen und Vorherbestimmung. Geschickt nutzt der Theodor für seine Argumentation die Lage der Christen in den islamisch beherrschten Gebieten und spricht die Tributforderungen an, die die Christen für den Status der Schutzbürgerschaft zahlen müssen." [46]

Zur Illustration seiner These wählt Theodor Abu Qurra ein weiteres Beispiel aus dem Umfeld des Muslimen aus und "verwendet dafür die islamische Lehre, die besagt, dass ein Kämpfer, der im Glaubenskrieg fällt, ganz sicher in das Paradies kommen wird. Wenn nun sein Bruder im Kampf gegen die Byzantiner (Rhomäer) fallen würde, würde er dann an seinem Mörder Blutrache nehmen oder ihm für seine Tat dankbar sein? Oder wenn er nun selbst „eine schmerzhaft und totbringende Geschwulst“ hätte und ein Feind ihn zwar töten wolle, aber durch seinen Angriff diese Geschwulst träfe, woraufhin er statt durch den Kampf oder die Krankheit zu sterben, geheilt würde. Würdest du dann den, der [dies zu verantworten hat], als einen Freund und Wohltäter ansehen oder als einen Feind, indem du nicht auf seinen Vorsatz blicktest, sondern auf das, was ohne seinen Vorsatz und gegen seinen Willen eintraf, und ihn lieben und ihm Wohltaten erweisen? Der Sarazene entscheidet sich in beiden Fällen dafür, dem Vorsatz größeres Gewicht bei seiner Bewertung einzuräumen und würde sich für die Blutrache entscheiden. Genauso verhält es sich aber mit den Juden, deren Vorsatz es gewesen ist, Jesus zu ermorden. Dies wurde zwar zu einer Wohltat für die Christen, geschah aber letztlich gegen ihren freien Willen. Theodor Abu Qurra zeigt mit dieser Beweisführung auf, dass der freie Wille des Menschen existiert und jeder selbst für seine Handlungen verantwortlich ist." Der Islam geht zwar davon aus, dass Gott neben dem Guten auch das Böse erschaffen hat, dennoch zeigt sein Umgang mit Dieben, Mördern, Ehebrechern und Ungläubigen, dass auch für die Muslime allein der Vorsatz für die Bestrafung des Bösen zählt. "Damit widerspricht sich der Islam selbst und lässt seine Vorstellungen als absurd erscheinen." [47]
 

Genre der Apologetik, scholastisches Genre der Philosophie

Die Schaffenszeit des Theodor Abu Qurra fällt in einen Abschnitt der Geschichte, der geprägt wurde durch die großen Übersetzungsleistungen der christlichen und muslimischen Scholastiker sowie die zunehmende Arabisierung der syrischen Christen. Diese erstreckte sich zunächst auf den öffentlichen Bereich und wurde schließlich auch für die christliche Liturgie übernommen, indem sie die vorherigen Sprachen wie z.B. Griechisch oder Aramäisch verdrängte. Berichte von Feindseligkeiten der Muslime gegenüber Christen sind überliefert. "Wirft man einen Blick auf die überlieferten Martyrologien, dann wird deutlich, dass die Opfer meist zum Christentum konvertierte Muslime oder unter Muslimen missionierende Christen waren. Beides verstößt gegen muslimisches Recht und wird mit dem Tode geahndet." (Vgl.: Griffith 2008. S. 149; Hoyland 2001. S. 336-86.) [48]

Betrachtet man die überlieferten griechischen Streitgespräche des Theodor Abu Qurra im Zusammenhang, dann wird deutlich, dass er sich als sehr sicher im Umgang mit den mündlichen und schriftlichen Quellen der islamischen Irrlehre erweist. "Er zitiert den Koran zum Teil direkt bzw. indirekt und gibt die entsprechenden koranischen Lehren und Dogmen wieder. Außerdem ist er vertraut mit den muslimischen Lebensweisen und nutzt diese für seine Argumentationsführung. Gleichzeitig gibt er einen Einblick in das naturwissenschaftliche Verständnis und die philosophischen Erkenntnisse seiner Zeit, die es ermöglichen das kollektive Wissen dieser Epoche und der Region zu analysieren." Die Zusammenhänge bzw. die angesprochenen Argumente müssen dem Publikum des christlichen Theodorus bekannt gewesen sein, ansonsten wären diese für sie unverständlich und damit als Hilfsmittel für die christlich-muslimische Auseinandersetzung unbrauchbar. Stilistisch lassen sich die Opuscula des Theodor Abu Qurra nicht fest einordnen. Sie tragen zum einen die Züge des populären Genres der Apologetik, zum anderen kann der Aufbau und die Präsentation der Argumente, die vor allem auf der Basis der Vernunft beruhen, dem scholastischen Genre der Philosophie zugeordnet werden. Sie sollen dem Publikum auf unterhaltsame Weise die orthodoxen Wahrheiten des Christentums und deren Überlegenheit vermitteln, gleichzeitig wird den einzelnen Gesprächspartnern aber der Raum für die Präsentation der eigenen Meinungen gewährt, die vor allem logisch und rational dargelegt werden. Desweiteren tragen die Opuscula die Züge einer neuen literarischen Form, die gegen Ende des 8. Jahrhunderts aufgekommen ist und von S. H. Griffith als „the monk in the Emir`s majils“ bezeichnet wird. Diese Gattung erlangte innerhalb der christlichen Gemeinschaft ab der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts große Popularität und folgte im Aufbau meist einem immer wiederkehrenden Szenario. Ein Vertreter des Christentums, ein Mönch oder Philosoph, wird von einer muslimischen Behörde oder einem Emir aufgefordert, seinen Glauben innerhalb einer öffentlichen Versammlung zu verteidigen. Die Zusammenfassung dieses Gespräches durch einen Erzähler hat dabei neben der literarischen auch eine soziale Funktion. Es wird eine Situation geschildert, die dem Zuhörer bekannt bzw. vertraut ist, und auf diese Weise wird aus der scheinbar dokumentarischen Schilderung eines realen Ereignisses eine exemplarische Anweisung, die zu Lehrzwecken weitergegeben wird. [49]

Die Opuscula des Theodor Abu Qurra beschäftigen sich thematisch ebenso wie das Kapitel 100 des Johannes Damaskenos mit den grundlegenden Glaubensinhalten des Christentums, die von den Muslimen und den Lehren des Korans kritisiert werden. Dazu gehören vor allem die Verteidigung der Trinität bzw. der Christologie und die Auseinandersetzung mit einigen religiösen Praktiken; hinzu kommt bei Theodor Abu Qurra die Diskussion um die Willensfreiheit des Menschen. Diese Basisfragen sind bereits innerhalb der christlichen Kirche in den vorangegangenen Jahrhunderten oft und kontrovers diskutiert worden. Durch die christlich-muslimische Auseinandersetzung werden sie auch in den Islam hineingetragen, indem das Christentum den Muslimen eine Stellungnahme dazu aufzwingt. Speziell die Fragen nach dem Erschaffen- bzw. Ewigsein des Korans oder den Eigenschaften Gottes werden von der christlichen Apologetik  verwendet, um die Christologie anhand der koranischen Lehren verteidigen zu können. Theodor bar Kônî (Blütezeit um 792) scheint der erste Vertreter dieser Gattung zu sein. Er erklärt diese Form im Scholion. Dabei übernimmt der Muslim die Sprecherposition des Studenten und der Christ ist sein Lehrer. (Vgl.: Griffith 2008. S. 77-79, 81-83.) "Daneben kritisiert Theodor Abu Qurra wie sein Vorgänger die Legitimität der Prophetie Muhammads, indem er die Integrität seiner Lehren bzw. des Korans und seinen göttlichen Auftrag in Zweifel zieht. Die bereits durch Damaskenos verwendeten Argumente werden dahingehend erweitert, dass Muhammad unter dem Einfluss eines Dämons stand, der ihm die Sinne verwirrte."  [50]

Die Kriterien, nach denen der Theodorus ganz in der Tradition des Damaszeners die wahre Religion zu ergründen sucht, sind neben den bezeugten prophetischen Vorhersagen, die überlieferten Wunder im Namen Gottes und vor allem Jesu sowie die moralischen Qualitäten der göttlichen Gesandten. In der Beweisführung greift der Philosoph dabei weniger auf die Bibel oder die Dogmen zurück, sondern gründet seine Argumente vor allem auf der Basis der Rationalität bzw. der Vernunft, und zeigt - im Gegensatz zur Kant'schen Philosophie, dass für ihn zwischen Glaube und Vernunft eine tiefe Übereinstimmung herrscht. [51]

Bereits bei Johannes Damaskenos sind einzelne Sequenzen davon zu erkennen, aber bei Theodor Abu Qurra kommt es schließlich zur vollen Entfaltung und Meisterschaft, wie z.B. in Opusculum 3 zu erkennen ist. Die philosophische Auseinandersetzung findet überwiegend in Dialogform statt, die von Johannes Diakonos als Chronisten mit einer Einführung zu dem Thema und dem Zweck seiner Zusammenstellung versehen ist. Hin und wieder gibt er zu den einzelnen Dialogen eine kurze Notiz zu den teilnehmenden Personen, dem Anlass oder der speziellen Thematik. Obwohl Diakonos im Vorwort von mehreren Streitgesprächen spricht, die er zusammengestellt hat, ist deren ursprüngliche Anzahl und deren Chronologie nicht erkennbar. Es ist durchaus möglich, dass einzelne Gespräche z.B. aus inhaltlichen Gründen durch spätere Redakteure hinzu gekommen sind oder vielleicht auch von ihnen weggelassen wurden. Die Gespräche werden meist als direkte Konfrontationen der Gesprächspartner übermittelt, indem der Sprecher kurz identifiziert wird und seine Aussagen in wörtlicher Rede wiedergegeben werden. Dies verleiht dem Dialog einen Anschein von Authentizität und lässt ihn als dokumentarischen Bericht erscheinen. Aus dem Rahmen fällt hierbei lediglich Opusculum 20, das einen indirekten Dialog wiedergibt. Dessen Aufbau und die Verwendung des Konjunktivs lassen vermuten, dass die Themen und Argumente zwar aus dem realen Umfeld der christlich-islamischen Debatte stammen, aber es sich hierbei eher um eine beispielhafte Szenerie, wie schon der Titel verrät, als um einen tatsächlichen Dialog handelt. Opusculum 20 gibt vielmehr Instruktionen, die für eine mögliche reale Auseinandersetzung die Argumente bereitstellen sollen. "Immer wieder spricht Diakonos von Versammlungen und Aufforderungen an Theodor Abu Qurra, seinen Glauben im Wettstreit mit verschiedenen Sarazenen zu definieren und zu verteidigen." [52]

Die Positionen der einzelnen Sprecher innerhalb der Streitgespräche unterstreichen die realitätsnahe Darstellung. Bei Johannes Damaskenos überwiegt die kontrastierende Gegenüberstellung von „wir“, die Christen, und „sie“, die Muslime. Er spricht für alle Christen und die Muslime stehen eher abseits, außerhalb der Gesprächsebene. Ähnlich verhält es sich mit dem Vorwort und den einzelnen Einführungen des Johannes Diakonos sowie Opusculum 20. So berichtet er z.B. in Opusculum 19 „von den heuchlerischen Sarazenen“ und deren Gewohnheiten oder in Opusculum 20 bezieht ein christliches „ich“, das nicht näher beschrieben ist, Stellung gegenüber dem „verrückten Lügenpropheten der Hagarener“. In den verwendeten Bezeichnungen ist die jeweilige Haltung des Berichterstatters ebenso erkennbar. Diakonos charakterisiert den Gesprächspartner des Theodor Abu Qurra als „Araber“, „Sarazenen“, „Hagarener“, „Ungläubigen“ und „Barbaren“. [53] 

Selten wird der Sarazene als kluger, gebildeter und rhetorisch versierter Muslim dargestellt. In der Regel ist er der beschränkte und einfältige Barbar des Johannes Damaskenos, der durch einen falschen Propheten in die Irre geführt wurde und aufgrund seiner fehlenden didaktischen Fähigkeiten Mitleid verdient. Manche Muslims sind zwar in der Lage, komplizierte bzw. philosophische Begriffe und naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und diese für ihre Argumentation zu nutzen. "Trotz seiner Bildung bleibt er aber immer noch ein Lehrling des scholastisch überlegenen christlichen Meisters. Er wird von den Antworten des Christen überrascht, versteht manchmal nicht alle Zusammenhänge, zeigt sich schnell von den Argumenten überzeugt, ist verlegen und gibt seine Unterlegenheit zu bzw. kann nur noch ratlos schweigen. Schließlich ist er kurz davor, seine muslimische Überzeugung aufzugeben und den christlichen Glauben anzunehmen. Der Muslim kann eigentlich gar nicht anders, denn ihm gegenüber steht der brillante, „allerseligste“ und „allerweiseste“, der „göttlich inspirierte“ und „schildgewappnete Verteidiger“ des Christentums. Selbst die Muslime erkennen seine glänzenden didaktischen Fähigkeiten an. Aufgrund dieser Reputation ist es ihm auch erlaubt, für die Christen in den Wettstreit mit den Muslimen zu treten und gegen die führenden Vertreter ihrer Religion anzutreten. Theodor Abu Qurra vermeidet es überwiegend, die Muslime und den Islam polemisch anzugreifen, obwohl er nicht umhin kann, den Propheten Muhammad zu diskreditieren und seine Legitimität in Zweifel zu ziehen, sowie die göttliche Botschaft des Korans kritisch zu hinterfragen." [54] 

Die christliche Religion erscheint aufgrund vernunftbezogener Argumente als die einzig logische und legitime im Gegensatz zu den Diskrepanzen bzw. die Unregelmäßigkeiten der koranischen Lehren. Zur Illustration seiner Beweisführung verwendet er zahlreiche Analogien und Beispiele aus dem natürlichen Umfeld, die in sich schlüssig und nachvollziehbar erscheinen. Sein Gegenüber soll auf dieser Grundlage selbst zu den von Theodor Abu Qurra angestrebten Erkenntnissen gelangen. Ihm ist offenbar an einer ehrlichen Verständigung gelegen und nicht daran, den Islam lediglich ins Lächerliche zu ziehen. Gleichzeitig wurde den Christen diese Diskussion in den muslimisch besetzten Gebieten aufgedrängt, da die täglichen Situationen eine Beschäftigung mit den gegensätzlichen Glaubensvorschriften herausforderten. "Sowohl innerchristlich als auch interreligiös bedurften sie der Erklärung, wenn die eigene Glaubensidentität nicht erschüttert werden sollte. Anders gestaltete sich dies in den christlich beherrschten Gebieten, wo die Gefahr der Konversion zum Islam und die direkte Konfrontation der Religionen kaum vorhanden war". Allerdings besteht heute in christlich beherrschten Gebieten wie in Europa durchaus die Gefahr der Konversion zum Islam, da einige irregeleitete Politiker und Kirchenvertreter wie Merkel und Bischof Heinrich Bedford-Strohm den "Islam fördern" wollen, indem sie "islamisch-theologische Fakultäten an den Universitäten unterstützen", "der Staat islamischen Religionsunterricht fördert", türkische Moscheegemeinden wie die Ditib finanziell entlasten, islamische Großfamilien finanziell zu unterstützen, z.B. durch Duldung der Vielehe und Kindergeld für Muslime, anstatt den Islam in Europa zurückzudrängen und die über 2500 Moscheen allein in Deutschland, in denen die Irrlehre verbreitet wird, zu schließen und die islamischen Irrlehrer (Imame) zurück in die Türkei zu schicken.  [55] 

Den ernsthaften Bemühungen des Theodor Abu Qurra stehen die bildreiche Sprache und die Äußerungen des Johannes Diakonos gegenüber. Dieser hinterfragt die Kompetenzen der Sarazenen, indem er deren Bildung zum Teil ironisch kommentiert. Die Muslime sind nicht gebildet, sondern wollen nur so erscheinen und vertrauen auf ihre vermeintliche Beredsamkeit. „Draufgängerisch“ verbreiten sie ihre „Lügen“ und „Heucheleien“. Die Religion der Muslime vergleicht Diakonos mit Krankheiten, die nur durch festes Vertrauen auf Gott und die orthodoxe Kirche überwunden werden können. Sie sind wie die Versuchungen Satans, denen der biblische Hiob ausgesetzt war. Betrachtet man unter diesen Gesichtspunkten das Opusculum 20, dann fallen neben dem abweichenden Aufbau auch die vorwiegend polemischen Aussagen ins Auge. Der Sprecher charakterisiert den Propheten als wahnsinnig, irrgeleitet und Lügner.  [56] 

Die rasante Zunahme an Konversionen sollte durch diese Gespräche verlangsamt werden, indem den christlichen Gläubigen trotz der machtpolitischen Unterlegenheit das Gefühl der religiösen Überlegenheit gegeben wurde. Die Christen werden in den Schriften ermuntert, die irdischen Strapazen nicht durch einen Glaubenswechsel abzumildern, sondern diese mit Blick auf den verheißenen himmlischen Lohn wie einst Hiob geduldig zu ertragen. Obwohl die Texte vordergründig für die Christen verfasst wurden, waren sie auch indirekt für ein interessiertes muslimisches Publikum gedacht, denen aufgrund der arabischen Sprache der Zugang zu den Texten und den christliche Lehren erleichtert wurde. Nachfolgende Philosophen richteten sich zum Teil sogar direkt an den jeweiligen religiösen Gegner. So diskutiert Elias von Nisibis (975-1046) mit Abu l-Qasim al-Husayn ibn Ali al-Maghribi (981-1027). (Vgl.: Griffith 2008).  Oder es antwortete Isa ibn Sabih al-Murdar (gest. 860) direkt auf die philosophischen Argumente des christlichen Philosophen in seinem Kitab ala Abi Qurra al-nasrani und versuchte ihn damit zu widerlegen, was natürlich scheitern musste. [57] 

Die Christen der griechisch-byzantinischen oder lateinischen Welt, sahen im Islam vor allem den „Feind“, den es kompromisslos zu bekämpfen galt. S. H. Griffith ist der Ansicht, dass die Arabisierung den Konflikt der Religionen („clash of religions“) erst vorantrieb. Schon Augustinus, Ambrosius, Antonius, Thomas von Aquin u.a. erkannten, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit derartigen Irrlehren wie dem Islam nicht möglich sei und warnten vor dieser und ähnlichen Irrlehren, die man zwar kennen aber auch bekämpfen müsse und nicht auch noch fördern wie in Deutschland. [58] 

Im Schatten der Streitigkeiten des byzantinischen bzw. persischen Großreiches entstand auf dem Gebiet der Handelszentren Mekka und Medina zu Beginn des 7. Jahrhunderts ein neuer Machtfaktor, der sein Einflussgebiet durch die schwächelnden Großreiche rasch ausdehnen konnte. Die aufstrebenden Umaiyaden und später die Abbasiden stabilisierten die zunächst instabile Vereinigung von unterschiedlichen arabischen Stammesgemeinschaften, indem sie den Islam als einheitsstiftendes Identitätsmerkmal zur Reichsreligion erklärten und die Geschicke der arabischen Obrigkeit an die islamische Irrlehre banden. Im Zuge der Etablierung der arabischen Herrschaft setzten sich die neuen Machthaber mit den vorherrschenden Kulturen und Religionen, insbesondere der christlichen Religion und deren innerchristlichen Strömungen, zwar auseinander. Sie nahmen jedoch von der christlichen Religion nichts an, ganz im Gegenteil, die arabischen Völker wurden durch den Islam fanatisiert und sind es bis heute, was man vor allem an der Türkei und Pakistan beobachten kann. Die Christen bekämpften damals Irrlehren wie die der Arianer, Nestorianer und Monophysiten; diese sind zwar weitgehend verschwunden, doch an ihre Stelle trat die Irrlehre des Islams, die heute weitaus größer ist als die damaligen Irrlehren es gewesen sind. [59] 
 

Anmerkungen

[1] Science Review Letters  2020, 19, Nr. 1083 und Ina Süß 2015: Christus im Diskurs mit Muhammad - Das Ringen um religiöse Identität Die Auseinandersetzung der syrischen Christen mit dem Islam anhand ausgewählter Texte des Johannes Damaskenos und des Theodor Abu Qurra, Universitätsverlag Chemnitz, sowie Kurse Nr. 625 Theodorus Abucara, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 624 Byzantinische Philosophie, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur I-II, Akademie der Kunst und Philosophie
[2] Ib.
[3] Ib.
[4] Ib.
[5] Ib.
[6] Ib.
[7] Ib.; zu: Dabei zeichnete sich Theodor Abu Qurra in seinen Ausführungen besonders durch seine innovative wie philosophisch und didaktisch fundierte Argumentationsführung aus. Seine Person bestimmte die philosophisch-theologische Auseinandersetzung seiner Epoche derart, "dass er zur Lichtgestalt und zum Verteidiger des christlichen Glaubens für die nachfolgenden Generationen wurde, dessen Bischofssitz in Edessa zum Zentrum der interreligiösen Streitgespräche stilisiert wurde. Edessener wurde zum Synonym für diejenigen, die den Islam erfolgreich anfechten." Vgl. Suß 2015 sowie  Glei/Khoury 1995. S. 57f.. 
[8] Ib.
[9] Ib.
[10] Ib.
[11] Ib.
[12] Ib.
[13] Ib.
[14] Ib.; zum Islam als Krankheit und zum "krankhaften Wahnsinn der verschiedenartigen Häretiker" (St. Petrus Venerabilis): Es wird berichtet, dass es sich im Folgenden um einige ausgewählte "Streitgespräche des Theodoros, des Bischofs von Harran, mit dem Beinamen Abu Qurra, handelt, die dieser gegen die Sarazenen geführt hat. Wiedergegeben werden sie durch einen gewissen Johannes Diakonos. Im anschließenden Vorwort erklärt dieser aus welchem Grund er sich zur Aufzeichnung der Streitgespräche entschlossen hat. Die Kirche wird „gegenwärtig“ durch die „Angriffe der Häretiker“ bzw. anderer „Übelgesinnter“ bedroht und bedarf der Aufmunterung und der Unterstützung, da neben den religiösen Sanktionen zahlreiche Konversionen die Glaubensgemeinschaft der Christen erschüttern. Er vergleicht die Angreifer mit Krankheiten, „wie sie im Körper eines Lebewesens entstehen und auch wieder vergehen“ und lässt den Optimismus der Anfangsjahre islamischer Herrschaft anklingen, als das baldige Eingreifen des byzantinischen Kaisers noch erhofft wurde. "Im ersten Jahrhundert der islamischen Machtübernahme glaubten die Christen noch an eine vorübergehende Herrschaft und hofften auf die Rückkehr der byzantinischen Kaiser.... Dies dürfte jedoch nur rein rhetorisch gemeint sein, denn zu fest haben sich die muslimischen Kalifen und die islamische Reichsreligion bereits in den beherrschten Gebieten etabliert. Es darf bezweifelt werden, dass die Christen in Syrien zu Beginn des 9. Jahrhunderts tatsächlich noch ernsthaft an eine vorübergehende Herrschaft des Islams glaubten. Johannes ermahnt sie weiter, unerschütterlich an der orthodoxen Kirche, die auf dem Felsen des Petrus errichtet wurde, festzuhalten und an den Sohn Gottes, der seinem Vater und dem Heiligen Geist wesensgleich ist, zu glauben. Damit streicht er gleich zu Beginn die christlich orthodoxen Lehren heraus und macht unmissverständlich klar, dass er alle Abweichler hiervon als Häretiker betrachtet, die der Kirche „übelgesinnt“ sind." Vgl. Kurse Nr. 624 Byzantinische Philosophie, Nr. 557 - Ariosto, Nr. 622 Victor Hugo, Nr. 621 Lord Byron, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Ib.
[15] Ib.; zu: Johannes vergleicht nachfolgend die Angriffe auf die christlichen Lehren mit den Versuchungen des Satans, „der das Gute hasst“ und zum Widersacher Gottes wird. Wie einst der gottesfürchtige Hiob durch Satan versucht wurde, wird gegenwärtig die Kirche durch ihre Feinde herausgefordert und ihr Glauben bedroht. Doch wenn die Kirche wie Hiob sich von allem „Bösen“ fernhält und fest auf Gott vertraut, hat der „Feind des Gerechten“ keine Möglichkeit, "die im Wesen Gottes des Vaters liegende Wahrheit als lügnerisch zu erweisen, indem er Schwindler und Betrüger, wie irgendwo geschrieben steht, in einem fort mit zerstörerischen Lehren gegen sie ausrüstet, die wie Krankheiten den Körper von allen Seiten überfluten." Vgl. Anm. 14 ff. 
[16] Ib.; zu den seelenverschlingenden Wesen oder „seelenraubenden Soldaten": Johannes nennt bisher den Islam und seinen Propheten Muhammad nicht explizit beim Namen. Gemeint ist aber der Islam mit seinem Propheten Muhammad sowie andere Irrlehren, die die kirchliche Orthodoxie in ihren Grundfesten bedrohen und zerstören wollen. "Doch der Herrscher über die, die an ihn glauben [...] wird die nicht im Stich lassen, die um seinetwillen in Bedrängnis sind". Die Rettung aus dieser misslichen Lage ist für Johannes Diakonos nicht fern, denn Gott lässt seine treuen Gläubigen nicht allein und schickt gegen die  „seelenraubenden Soldaten" (oder die in der romanischen Kunst dargestellten seelenverschlingenden Wesen, worunter man vor allem die Sarazenen oder Mohammedaner mit ihrem Dämon Allah verstand, die das christliche Europa von Westen und Osten bedrohten),  "einen schildgewappneten Verteidiger aus den eigenen Reihen [...] in den Kampf“. Mit Hilfe seiner rhetorischen Fähigkeiten und seiner philosophisch-theologischen Kenntnisse als Schild gegen die wachsende Gefahr der Konversion wird dieser Verfechter des wahren Glaubens die Christen in der verbalen und theoretischen Auseinandersetzung gebührend vertreten, vgl. Anm. 15 ff. und Kurs Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur, Ib.
[17] Ib.; zur gottlosen Religion der Hagarener: Einen dieser herausragenden Streiter für die Sache Gottes und einen Verteidiger des Glaubens will Johannes besonders hervorheben: „den  allerseligsten und allerweisesten Bischof von Harran“ Theodoros, der aus Syrien stammt und "die gottlose Religion der Hagarener in wahrhaft göttlich inspirierten Schriften mit Recht anprangert und gezeigt hat, dass sie es wert ist, dem Gelächter aller preisgegeben zu werden", vgl. Anm. 16 ff.
[18] Ib.
[19] Ib.
[20] Ib.
[21] Ib.; zu: Es ist Sitte bei den „heuchlerischen“ Sarazenen, „wenn sie einen Christen treffen“ die nötige Höflichkeit vermissen zu lassen und diese ohne vorherigen Gruß aufzufordern, das Glaubensbekenntnis des Islams abzulegen. Sie sollen Muhammad als Prophet und Diener anerkennen (Das šhahada, das Glaubensbekenntnis des Islams, lautet: Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter. Es beruht auf den Koranstellen: 37:35 bzw. 47:19 und 48:29). Als nun auch Abu Qurra in eine vergleichbare Situation geraten ist, wirft der Philosoph dem „Barbaren“ vor, dadurch gleich mehrfach gegen göttliches Gesetz zu verstoßen, da er nicht nur selbst falsches Zeugnis ablege, also lüge, sondern auch noch andere dazu anstifte, was der Sarazene allerdings bestreitet. Theodor Abu Qurra fragt nun nach und will wissen, ob er denn dabei gewesen sei, als Gott Muhammad sandte, welches der Sarazene natürlich verneinen muss. Vielmehr beruhe dessen Zeugnis auf den Traditionen seiner Vorfahren. „Und worin unterscheidet sich dann noch deine Religion von den anderen“ will der Theodorus wissen, denn schließlich beruhen ja alle Religionen, auch die der primitiven Völker, auf den Überlieferungen der Vorväter. Schließlich kann man nur das bezeugen, was man selbst gesehen hat und alles andere ist ein „falsches Zeugnis“. Šhahada, das Glaubensbekenntnis des Islam, bedeutet in der Übersetzung dabei sein. Der Sarazene fühlt sich „in die Enge getrieben“, will sich aber noch nicht geschlagen geben und fragt nach dem Zeugnisbegriff des Christen. Jener antwortet, dass er sich zwar ebenso auf die Traditionen der Vorväter stützt, aber diese werden durch glaubwürdige, bezeugte Gesandte Gottes untermauert. Dies kann von Muhammad jedoch nicht gesagt werden, da kein Prophet ihn vorhergesagt habe und keine Wunder von ihm überliefert sind. Daraufhin beschuldigt der Sarazene die Christen der Textfälschung, da diese die Nachrichten über Muhammad aus den Evangelien gelöscht hätten. Im Koran sind Äußerungen zu finden, die sowohl die Juden als auch die Christen der Textfälschung beschuldigen. Die Korankommentatoren unterscheiden hierbei zwei Auslegungsrichtungen. Die einen finden, dass die Texte zwar nicht verfälscht wurden, sondern der Inhalt falsch gedeutet werde. Die anderen gehen von tatsächlichen Textfälschungen durch die beiden anderen Weltreligionen aus. (Vgl. Glei/Khoury 1995. S. 202) "Theodor Abu Qurra stößt sich ebenso wie Johannes Damaskenos an den fehlenden Zeugen, die Muhammads göttliche Gesandtschaft nachweisen können. Während der Damaszener (noch) nichts von dem muslimischen Vorwurf der Textmanipulation der Bibel durch die Christen oder die Juden erwähnt, weiß Theodor Abu Qurra um diese Diskussion, geht darauf ein und löst diese Situation mittels juristischer Logik. Er legt dar, dass sich ohne Beweis schließlich auch nichts beweisen lasse. Der Versuch des Sarazenen, auf Wunderzeichen des Muhammad zu beharren, läuft ins Leere und der Muslim kann nur noch verstummen. Erneut wird die Legitimität des Islams und seines Propheten erfolgreich angezweifelt." Vgl. Kurse Nr. 624 Byzantinische Philosophie, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Ib.
[22] Ib. ; zu: Theodor Abu Qurra geht im Opusculum 20 noch einen Schritt weiter und will zeigen, "dass Muhammad sich nicht in die Reihe der göttlichen Propheten einreiht, sondern vielmehr ein Feind Gottes und von einem Dämon besessen ist." Theodorus stellt die Überlegung an, was wäre, wenn der himmlische Herrscher tatsächlich einen Heerführer auf die Erde schicke, der die abtrünnigen Gläubigen wieder auf den rechten Pfad bringen oder sie andernfalls mit dem Schwert bestrafen soll. Gesetzt den Fall dieser Heerführer lasse sich nun korrumpieren und "würde sich sogar an die Spitze der Gotteslästerer stellen. Dieser wäre doch ohne Zweifel der größte Feind Gottes und nicht sein Diener. Nur ein „Wahnsinniger“ könne sich dazu „versteigen“ und dafür auch noch Gold annehmen." Theodorus präzisiert seine Aussagen und bezieht seine hypothetischen Überlegungen auf Muhammad. Er sieht in ihm einen „verrückten Lügenpropheten“, der sich in „seinen eigenen Lügengeschichten“ brüstet, von Gott gesandt zu sein und die Verehrer der Trinität „mit dem Schwert zu bestrafen.“ „Die Theologie dieses Verrückten“ beruht auf der Leugnung der Göttlichkeit Jesu und er will gemäß des göttlichen Befehls nur diejenigen verschonen, die die Einzigartigkeit Gottes anerkennen. Ähnlich wie bei Tasso, der schrieb "Die Mütter ziehn indes in die Moscheen, um zu dem bösen Lügnergott zu flehen" so kommt auch Abucara zu dem Schluss, dass es sich bei dem islamischen Propheten um einen  „verrückten Lügenpropheten“ handelt, der sich in „seinen eigenen Lügengeschichten“ brüstet. Vgl. Anm. 21 ff. und Kurs Nr. 556 Torquato Tasso, Ib.
[23] Ib. ; zu: Theodor Abu Qurra zeigt seine Sicherheit im Umgang mit dem Koran und gibt die Sure 112, die Grundessenz des Korans, sinngemäß wieder. Er verwendet den Ausdruck „Gott ist der Beständige, (der mit dem Hammer geschmiedete)“, die Gott den Anschein von etwas Statischem, Leblosen und Körperlichen verleiht. Spätere Autoren greifen diese Argumentation auf und steigern die negative Besetzung des Ausdruckes, indem sie Muhammad bezichtigen, einen Körper oder Götzen und nicht Gott zu verehren. z. B. führen Niketas und Kantakuzenos diese Vorstellung in ihren Werken (Refutatio Moh. und Contra Mah.) fort. (Vgl.: Eichner 1936. S. 159f.), vgl. Anm. 22 ff.und Kurs Nr. 609 St. Athanasius der Große, Ib.
[24] Ib.; zu: Johannes Diakonos spricht im Vorwort zu den Opuscula zwar von der Religion der Hagarener, für Theodor Abu Qurra, Johannes Damaszenus und anderen handelt es sich allerdings nicht um eine Religion. So wie die Lehren Muhammads als "verrückt", und der islamische Prophet als "Lügner" bezeichnet werden, so müssen entsprechend auch die "islamischen Theologen", die Muftis, Ayatollahs, Imame verückte Theologen sein. So abwegig die Vorstellungen der islamischen Theologen auch sein mögen, sie sind für die christliche Religion eine Bedrohung und bedürfen der Erläuterung. Die Erklärung, wie es „zu einem solchen Grad von Wahnsinn“ kommen konnte, liefert Theodorus im Anschluss. Muhammad sei „von einem Dämon besessen“, der ihn „unter Verrenkungen zu Boden“ fallen ließ und für kurze Zeit die Sinne raubte. Als Beweis für die Richtigkeit dieser Annahme „und damit keiner glaubt, wir würden Falsches behaupten“ spricht Theodor Abu Qurra die Episode „Die Vergebung für Aisha“ aus der Biografie Muhammads nach Ibn Hisham an, die bei den Muslimen bekannt ist. Es wird auf die sogenannte Halsbandgeschichte angespielt, deren Bericht bei Ibn Hisham (gest. um 830) zu finden ist. Der Koran gibt die Rechtfertigung Aischas in der Koran Sure 24: 11-20, 23-26 wieder. (Vgl.: Glei/Khoury 1995. S. 101 Z. 1-11, 204.) Vgl. Anm. 22 ff. 
[25] Ib.
[26] Ib.
[27] Ib.
[28] Ib.
[29] Ib.
[30] Ib.
[31] Ib.; zu den Monophysiten und Jakobiten, die Göttlichkeit Jesu bestreiten, vgl. Auch Kurs Nr. 624 Byzantinische Philosophie, Anm. 23 und 66 f.
[32] Ib.; zu: Die Atmosphäre zwischen den Gesprächspartnern ist freundschaftlich und entspannt, Theodor Abu Qurra nennt sein Gegenüber „mein Freund“, „mein Guter“ oder „mein Bester“. Die Bezeichnungen sind aber auch ironisch gemeint. Der Sarazene kann dem erfahrenen Philosophen nicht das Wasser reichen, vielmehr muss der Meister dem Schüler auf die Sprünge helfen und die komplexen Zusammenhänge mithilfe von anschaulichen Beispielen erklären, vgl. Nr. 624 Byzantinische Philosophie, Anm. 69
[33] Ib.
[34] Ib.
[35] Ib.
[36] Ib.; zu: Thedorus gibt hiermit einen "bemerkenswerten Einblick in den Stand der naturwissenschaftlichen Kenntnisse seiner Zeit und nutzt diese auf beeindruckende und anschauliche Weise" zur Illustration der philosophischen Lehren, so dass auch dem Gegner die Bedeutung der Eucharistie nicht verborgen bleiben kann. Brot und Wein werden dabei innerhalb der Zeremonie zum tatsächlichen Leib und Blut Christi. Diese Thematik beschäftigt nicht nur die islamischen Anhänger jener Epoche, sondern entzweit die Glaubensbrüder der verschiedenen innerchristlichen Strömungen bis heute, wovon zahlreiche kontroverse Dispute berichten können. "Immer wieder versuchen einige Kirchenvertreter im Zuge der Ökumene, gemeinsame Eucharistiefeiern zu veranstalten. Dies wird aber von allen Kirchenführern strikt abgelehnt und mit Exkommunikation bestraft." Streng genommen müsste auch der heutige Papst exkommuniziert werden, da er sogar Gottesdienst in der Moschee feiert, da seiner verirrten Meinung nach der islamische Gott derselbe sei wie der christliche, vgl. Kurse Nr. 533 Aristoteles - Philosophy of Sciences, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 558 Calderon de la Barca, Ib.
[37] Ib.
[38] Ib.
[39] Ib.
[40] Ib.; zu: Hierdurch wird der Irrtum der alten Naturphilosophen ausgeschlossen ("excluditur error antiquorum Naturalium"), die behaupteten, alles gehe aus der Notwendigkeit der Materie hervor ("omnia ex necessitate materiae provenire"): daus folgte, dass alles "zufällig geschehe". So wie früher irren auch die heutigen Naturphilosophen mit ihrer "naturwissenschaftlichen Weltsicht" vom Urknall usw. Auch die These der Moslems und einiger Koran-Kommentatoren wird damit ausgeschlossen, "die, um die Lehre aufrechterhalten zu können, dass die Welt der Erhaltung durch Gott bedürfe, behaupteten, alle Formen seien Akzidentien, und kein Akzidens dauere zwei Augenblicke, so dass die Formung der Dinge immer im Werden wäre: als ob das Ding der Wirkursache nur bedürfe, solange es im Werden ist." Thomas von Aquin hält, wie viele andere Philosphen, daher alles aus dem Koran ("lege Maurorum") für unsinnig oder absurd ("omnia patet esse absurda"). Auch heute nach sorgfältiger Prüfung des Korans, kommen viele neuere Philosophen zu dieser Ansicht, vgl. Thomas von Aquin, Scg III, 64 ff; Phys I, 9; Maimonides, Dux neutr. I, 72-73 ; Avicebron, Fons vitae II, 9-10; und Kurse Nr. 500 St. Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 624 Byzantinische Philosophie,Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 568 Nikolaus von Kues.Ib. 
[41] Ib.; zu: Nun gibt es aber auch Philosophen, vor allem mohammedanische, die den Naturdingen eigene Tätigkeiten absprechen. Dieser Sachverhalt hat manche zu der Meinung verleitet, zu glauben, kein Geschöpf trage etwas zur Hervorbringung der Naturwirkungen bei: "so wärme nicht das Feuer, sondern Gott verursache Wärme, wo Feuer sei; ebenso verhalte es sich bei allen anderen Naturdingen." Avicenna behauptete, dass alle substantiellen Formen von der tätigen Intelligenz ausfließen. Akzidentelle Formen dagegen seien, so behauptete er, Anordnungen der Materie, die aus der Tätigkeit tiefer stehender Wirkursachen hervorgingen, welche die Materie anordnen. Darin wich er von früherer Torheit ("priore stultitia") ab. Avicebron bleibt aber in der Tradition islamischer Gelehrter und Koran-Kommentatoren und behauptet, kein Körper sei tätig, sondern die Kraft der geistigen Substanz gehe auf die Körper über und bewirke die Tätigkeiten, die durch Körper zu geschehen scheinen; andere Islamwissenschaftler halten es zum Beispiel für unmöglich, dass die Wärme von einem warmen Körper auf einen anderen, von ihm erwärmten Körper übergehe: "vielmehr behaupten sie, alle derartigen Akzidentien würden von Gott erschaffen." Daraus ergeben sich natürlich viele Ungereimtheiten, denn die Ursächlichkeit der unteren Wirkungen kann nicht in einem solchen Sinne der göttlichen Kraft zugeschrieben werden, als würde die Ursächlichkeit unterer Wirkursachen betritten. Thomas von Aquin sagt daher: "Es widerspricht dem Wesensgrund der Weisheit (contra rationem sapientiae), dass etwas in den Werken der Weisen vergeblich sei. Wenn aber die geschaffenen Dinge in keiner Weise tätig wären, Wirkungen hervorzubringen, sondern Gott allein alles unmittelbar bewirkte, so wären die anderen Dinge vergeblich von ihm herangezogen worden, Wirkungen hervorzubringen." Diese typisch islamische These widerstreitet also der göttlichen Weisheit ("divinae sapientiae"), womit wieder einmal klar wird, dass der Inhalt des Korans nicht der göttlichen Weisheit entstammen kann, vgl. Anm. 110
[42] Ib.; zu den Manichäern und zur heutigen bzw. falsch verstandenen Naturwissenschaft, die eigentlich Nominalismus ist, vgl. Anm. 40 ff und Kurse Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 533 Aristoteles - Philosophy of Sciences, Nr. 567 Gottfried Wilhelm Leibniz, Nr. 511 Joahann Gottlieb Fichte. Ib.
[43] Ib.
[44] Ib.; zu: Aus der christlichen Philosophie zur Freiheit des Willens folgt auch die Meinungsfreiheit, die in nichtislamischen Ländern i.d.R. vorhanden ist, es sei denn sie wird beschnitten z.B. durch das Maulkorbgesetz des ehemaligen Bundesjustizministers und jetzigen Aussenministers Heiko Maas. Dieses "Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) war Ende der Legislaturperiode im Jahr 2017 fast ohne Debatte durch das Parlament gepeitscht worden, obwohl es der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages für teilweise verfassungswidrig erklärt hatte. Dieser Linkspopulismus und Materialismus der Merkel-Administration sowie der von ihnen geförderte Islamismus wirken dem Christentum entgegen. Trotz allem, ist das Standardwerk über die Freiheit des Willens, die Bibel, heute mit 3000 Millionen Exemplaren das meistverkaufte Buch aller Zeiten, weit abgeschlagen liegen der Koran (800 Millionen) und das kommunistische Manifest von Marx/Engels mit 500 Millionen Exemplaren, vgl. Anm. 110 ff., Albertus Magnus, De causis et processu universi III, 15; Origenes, De principiis I, 6, 4; FAS 2017, Nr. 36, p. 36 sowie Kurse Nr. 579 St. Albertus Magnus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 533 Aristoteles. Ib.
[45] Ib.; zu: Die Fruchtbarkeit des Samens ist Gottes schöpferisches Werk, aber gemäß der christlichen Auslegung entscheidet der freie Wille des Menschen darüber, wo und ob er fruchtbar werden kann. "Nach der islamischen Orthodoxie entscheidet Gott aber über beides, der Mensch kann selbst nicht eingreifen. Der Koran spricht ebenfalls davon, dass Gott sich nicht wie in der Bibel berichtet am siebenten Tag der Schöpfung ausruhte, sondern dass er sich als Herrscher auf den Thron setzte und unaufhörlich die Geschicke der Welt und ihrer darauf befindlichen Menschen bis zum heutigen Tag steuert." Vgl. Anm. 41 ff.
[46] Ib.
[47] Ib.; zu: Zur Illustration seiner These wählt Theodor Abu Qurra ein weiteres Beispiel aus dem Umfeld des Muslimen aus und "verwendet dafür die islamische Lehre, die besagt, dass ein Kämpfer, der im Glaubenskrieg fällt, ganz sicher in das Paradies kommen wird. Wenn nun sein Bruder im Kampf gegen die Byzantiner (Rhomäer) fallen würde, würde er dann an seinem Mörder Blutrache nehmen oder ihm für seine Tat dankbar sein? Oder wenn er nun selbst „eine schmerzhaft und totbringende Geschwulst“ hätte und ein Feind ihn zwar töten wolle, aber durch seinen Angriff diese Geschwulst träfe, woraufhin er statt durch den Kampf oder die Krankheit zu sterben, geheilt würde. Würdest du dann den, der [dies zu verantworten hat], als einen Freund und Wohltäter ansehen oder als einen Feind, indem du nicht auf seinen Vorsatz blicktest, sondern auf das, was ohne seinen Vorsatz und gegen seinen Willen eintraf, und ihn lieben und ihm Wohltaten
erweisen? Der Sarazene entscheidet sich in beiden Fällen dafür, dem Vorsatz größeres Gewicht bei seiner Bewertung einzuräumen und würde sich für die Blutrache entscheiden. Genauso verhält es sich aber mit den Juden, deren Vorsatz es gewesen ist, Jesus zu ermorden. Dies wurde zwar zu einer Wohltat für die Christen, geschah aber letztlich gegen ihren freien Willen. Theodor Abu Qurra zeigt mit dieser Beweisführung auf, dass der freie Wille des Menschen existiert und jeder selbst für seine Handlungen verantwortlich ist." Der Islam geht zwar davon aus, dass Gott neben dem Guten auch das Böse erschaffen hat, dennoch zeigt sein Umgang mit Dieben, Mördern, Ehebrechern und Ungläubigen, dass auch für die Muslime allein der Vorsatz für die Bestrafung des Bösen zählt. "Damit widerspricht sich der Islam selbst und lässt seine Vorstellungen als absurd erscheinen." Vgl. Anm. 40 ff.
[47] Ib.
[48] Ib.
[49] Ib.
[50] Ib.
[51] Ib.; zu: In der Beweisführung greift der Philosoph dabei weniger auf die Bibel oder die Dogmen zurück, sondern gründet seine Argumente vor allem auf der Basis der Rationalität bzw. der Vernunft, und zeigt - im Gegensatz zur Kant 'schen Philosophie, dass für ihn zwischen Glaube und Vernunft eine tiefe Übereinstimmung herrscht, vgl. Kurse Nr. 500 St. Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 501 St.Thomas Aquinas: Summa Theologica I, Nr. 551 G.W.F. Hegel, Nr. 511 Johann Gottlieb Fichte, Nr. 509 F.W.J. Schelling Philosophie der Freiheit. Ib.
[52] Ib.
[53] Ib.; zu: Die Positionen der einzelnen Sprecher innerhalb der Streitgespräche unterstreichen die realitätsnahe Darstellung. Bei Johannes Damaskenos überwiegt die kontrastierende Gegenüberstellung von „wir“, die Christen, und „sie“, die Muslime. Er spricht für alle Christen und die Muslime stehen eher abseits, außerhalb der Gesprächsebene. Ähnlich verhält es sich mit dem Vorwort und den einzelnen Einführungen des Johannes Diakonos sowie Opusculum 20. So berichtet er z.B. in Opusculum 19 „von den heuchlerischen Sarazenen“ und deren Gewohnheiten oder in Opusculum 20 bezieht ein christliches „ich“, das nicht näher beschrieben ist, Stellung gegenüber dem „verrückten Lügenpropheten der Hagarener“. In den verwendeten Bezeichnungen ist die jeweilige Haltung des Berichterstatters ebenso erkennbar. Diakonos charakterisiert den Gesprächspartner des Theodor Abu Qurra als „Araber“, „Sarazenen“, „Hagarener“, „Ungläubigen“ und „Barbaren“, vgl. Anm. 31 ff.
[54] Ib.; zu: Selten wird der Sarazene als kluger, gebildeter und rhetorisch versierter Muslim dargestellt. In der Regel ist er der beschränkte und einfältige Barbar des Johannes Damaskenos, der durch einen falschen Propheten in die Irre geführt wurde und aufgrund seiner fehlenden didaktischen Fähigkeiten Mitleid verdient. Manche Muslims sind zwar in der Lage, komplizierte bzw. philosophische Begriffe und naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und diese für ihre Argumentation zu nutzen. "Trotz seiner Bildung bleibt er aber immer noch ein Lehrling des scholastisch überlegenen christlichen Meisters. Er wird von den Antworten des Christen überrascht, versteht manchmal nicht alle Zusammenhänge, zeigt sich schnell von den Argumenten überzeugt, ist verlegen und gibt seine Unterlegenheit zu bzw. kann nur noch ratlos schweigen. Schließlich ist er kurz davor, seine muslimische Überzeugung aufzugeben und den christlichen Glauben anzunehmen. Der Muslim kann eigentlich gar nicht anders, denn ihm gegenüber steht der brillante, „allerseligste“ und „allerweiseste“, der „göttlich inspirierte“ und „schildgewappnete Verteidiger“ des Christentums. Selbst die Muslime erkennen seine glänzenden didaktischen Fähigkeiten an. Aufgrund dieser Reputation ist es ihm auch erlaubt, für die Christen in den Wettstreit mit den Muslimen zu treten und gegen die führenden Vertreter ihrer Religion anzutreten. Theodor Abu Qurra vermeidet es überwiegend, die Muslime und den Islam polemisch anzugreifen, obwohl er nicht umhin kann, den Propheten Muhammad zu diskreditieren und seine Legitimität in Zweifel zu ziehen, sowie die göttliche Botschaft des Korans kritisch zu hinterfragen." Vgl. Anm. 53 ff. 
[55] Ib.; zu: Die christliche Religion erscheint aufgrund vernunftbezogener Argumente als die einzig logische und legitime im Gegensatz zu den Diskrepanzen bzw. die Unregelmäßigkeiten der koranischen Lehren. Zur Illustration seiner Beweisführung verwendet er zahlreiche Analogien und Beispiele aus dem natürlichen Umfeld, die in sich schlüssig und nachvollziehbar erscheinen. Sein Gegenüber soll auf dieser Grundlage selbst zu den von Theodor Abu Qurra angestrebten Erkenntnissen gelangen. Ihm ist offenbar an einer ehrlichen Verständigung gelegen und nicht daran, den Islam lediglich ins Lächerliche zu ziehen. Gleichzeitig wurde den Christen diese Diskussion in den muslimisch besetzten Gebieten aufgedrängt, da die täglichen Situationen eine Beschäftigung mit den gegensätzlichen Glaubensvorschriften herausforderten. "Sowohl innerchristlich als auch interreligiös bedurften sie der Erklärung, wenn die eigene Glaubensidentität nicht erschüttert werden sollte. Anders gestaltete sich dies in den christlich beherrschten Gebieten, wo die Gefahr der Konversion zum Islam und die direkte Konfrontation der Religionen kaum vorhanden war". Allerdings besteht heute in christlich beherrschten Gebieten wie in Europa durchaus die Gefahr der Konversion zum Islam, da einige irregeleitete Politiker und Kirchenvertreter wie Merkel und Bischof Heinrich Bedford-Strohm den "Islam fördern" wollen, indem sie "islamisch-theologische Fakultäten an den Universitäten unterstützen", "der Staat islamischen Religionsunterricht fördert", türkische Moscheegemeinden wie die Ditib finanziell entlasten, islamische Großfamilien finanziell zu unterstützen, z.B. durch Duldung der Vielehe und Kindergeld für Muslime, anstatt den Islam in Europa zurückzudrängen und die über 2500 Moscheen allein in Deutschland, in denen die Irrlehre verbreitet wird, zu schließen und die islamischen Irrlehrer (Imame) zurück in die Türkei zu schicken, vgl. Anm. 14 ff. chrismon 7/2006 p. 10 sowie Kurse Nr. 554 Friedrich Hölderlin II, Nr. 552 William Shakespeare II. Ib. 
[56] Ib.
[57] Ib.
 

Abkürzungsverzeichnis
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van Ginkel, J.J.; H.L. Murre-van den Berg; T.M. van Lint (Hrsg.): Redefining Christian Identity. Cultural Interaction in the Middle East since the Rise of Islam. Leuven 2005.
 
 

Zur Philosophie und Kulturgeschichte von Byzanz, des Mittelalters, der Schule von Chartres und der Renaissance vgl. Kurse: Nr. 627 St. Basilius der Große, Nr. 625 Theodorus Abucara, Nr. 624 Byzantinische Philosophie, Nr. 623 Johann Ludwig Wilhelm Müller, Johann Wolfgang von Goethe I-II, Nr. 554 Friedrich Hölderlin I-II, Nr. 622 Victor Hugo, Nr. 621 Lord Byron, Nr. 550 Fjodor M. Dostojewskij I-II, Nr. 506 Wladimir Solowjew. Nr. 618 St. Ephraim der Syrer, Nr. 617 St. Cyrill von Alexandrien, Nr. 616 St. Gregor von Nazianz, Nr. 613 St. Gregor von Nyssa, Nr. 612 St. Johannes Chrysostomos, Nr. 611 St. Johannes Cassianus, Nr. 609 St. Athanasius der Große, Nr. 605 St. Irenaeus von Lyon, Nr. 604 St. Hildegard von Bingen, Nr. 600 St. Johannes von Damaskus, Nr. 599 St. Petrus Venerabilis, Nr. 581 Bernhard von Chartres, Nr. 580 Wilhelm von Conches, Nr. 579 Albertus Magnus, Nr. 578 Pierre Abaelard, Nr. 574 Johannes von Salisbury, Nr. 577 Petrus Lombardus, Nr. 576 Gilbert de la Porrée / Gilbert von Poitiers, Nr. 565 Johannes Scotus Eriugena, Nr. 575 Thierry de ChartresNr. 571 Alanus ab Insulis, Nr. 572 Anselm von Canterbury, Nr. 570 St. Hilarius von Poitiers, Nr. 568 Nicolaus Cusanus I, Nr. 568 Nicolaus Cusanus II, Nr. 568 Nicolaus Cusanus III, Nr. 564 St. Ambrosius, Nr. 564 St. Augustinus I, Nr. 601 St. Augustinus II, Nr. 500 St. Thomas von Aquin: Summa contra Gentiles, Nr. 501 St.Thomas Aquinas: Summa Theologica I., Nr. 502 St.Thomas Aquinas, Sth. I-II, Nr. 582 St.Thomas Aquinas, Sth II-II, Nr. 583 St.Thomas Aquinas, Sth. III, Nr. 566 Meister Eckhart , Nr. 562 Dante Alighieri, Nr. 557 Ludovico Ariosto, Nr. 556 Torquato Tasso, Nr. 552 William Shakespeare II, Nr. 320 Romanische Kunst und Architektur , Nr. 325 Kunst und Architektur der Gothik, Nr. 326 Kunst und Architektur der Renaissance, Nr. 586 Tizian, Nr. 598 El Greco, Nr. 590 Giovanni Bellini, Nr. 587 Andrea Mantegna, Nr. 595 Jan van Eyck, Nr. 626 Luca Signorelli, Nr. 610 Piero della Francesca, Nr. 522 Raffael und das kosmische Christentum, Nr. 523 Sandro Botticelli, Nr. 602 Benozzo Gozzoli, Nr. 606 Fra Angelico,Nr. 607 Pinturicchio, Nr. 593 Filippo Lippi, Nr. 594 Filippino Lippi, Nr. 589 Albrecht Dürer, Nr. 603 Bernard van Orley, Nr. 615 Ambrogio da Fossano detto il Bergognone, Nr. 350 Byzantinische Kunst und Architektur. Akademie der Kunst und Philosophie
 
 



Paolo Veronese, The Dream of Saint Helena, Museivaticani
 


Cima da Conegliano, die heilige Katharina von Alexandrien
 


Hagia Sophia zur Zeit des Byzantinischen Reiches


Artist's depiction of the Greek Orthodox church of Agia Sophia (Holy Wisdom) in Constantinople in the 10th century
 


Byzantine Art in Constantinople: Archangel Michael, 14th century, Byzantine and Christian Museum, Athens
 

The "Little Hagia Sophia" Sunni Islamic Mosque" formerly the Greek Othodox Church of Saints Sergius and Bacchus, was converted with the rise of the Ottoman Empire. It was completed 537 by Justinian and served as a smaller version of the "Hagia Sophia" which was to become the Cathedral and seat of Orthodoxy . Unlike the aforementioned, this little experiment remains as a Mosque with the original Christian adornments not being re-revealed. Inscriptions to Justinian and Theodora can still be seen but have been painted over. The characteristics of brown brick exterior and other aesthetics are classic Byzantine Architecture, as all good art and architecture in islamic countries is Byzantine Architecture. In terms of its significance it cannot be understated as it shows the thinking of both Justinian and the architects for the coming of the immense undertaking that is the Hagia Sophia. The importance of the little Hagia Sophia is vital as its vastly bigger twin sits atop a major fault line and an eathquake in Istanbul could easily bring the dome crashing down. Structural cracks have been developing for years and experts are unsure how to prevent further damage. 
 
 


Byzantinische Architektur als Vorbild: Markusdom in Venedig
 


Die Apostelkirche (griechisch: Agioi Apostoloi, von den Byzantinern auch Polyandreion oder Myriandrion genannt), war eine christliche Kirche in Konstantinopel, der ehemaligen Hauptstadt des Byzantinischen Reiches. Nach der Hagia Sophia war die Apostelkirche die bedeutendste unter den großen Kirchen des Oströmischen Reiches. Nach der Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 durch die Osmanen und der Umwandlung der bisherigen Hauptkirche Hagia Sophia in eine Moschee wurde sie für kurze Zeit Kathedrale der Patriarchen von Konstantinopel. Schon 1461 allerdings wurde die Apostelkirche von den Moslems abgerissen, um Platz für einen Götzentempel, die "Fatih-Moschee" zu schaffen. Einen ungefähren Eindruck vom Aussehen der Apostelkirche vermittelt noch heute der nach ihrem Vorbild errichtete Markusdom in Venedig. 
 
 
 


Euphrasia-Basilika Porec (Parentum), Istrien, Kroatien, 6 th Century, Byzantine Archtitecture, World Heritage since 1997
 


"Seelenverschlingendes Wesen", Cathédrale Sainte-Marie d'Oloron
 
 


Fahne des christlichen Orients und der Türkei (Bandera Imperio Bizantino)
 


Wappen Byzantion (altgriechisch, latinisiert Byzantium, modern Byzanz, türkisch Bizans) war eine um 660 v. Chr. am südwestlichen Ausgang des Bosporus gegründete Koloniestadt dorischer Griechen aus Megara, Argos und Korinth. Byzantium wurde unter römischer Herrschaft zu einer Stadt in der römischen Provinz Thracia. Aufgrund seiner günstigen Lage an der europäischen Küste des Bosporus, auf der Ostspitze einer Halbinsel zwischen Marmarameer und Goldenem Horn, wurde Byzantion von 326 bis 330 von Kaiser Konstantin I. zur neuen Hauptstadt des Römischen Reiches ausgebaut und in der Folgezeit Konstantinopel genannt. Durch einen noch heute bei Türken üblichen Angriffskrieg wurde es von Moslems (Osmanen) erobert und Bizans bzw. später Istanbul genannt. Das byzantinische Wappen wurde durch eine Halbmond-Piratenflagge ersetzt. 
 
 
 


Franzisco Rizi, La Purísima Concepción, 1651
 
 

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Letzte Bearbeitung:14.02.2020